1. Österreichisches Krebsforum

E T W A S ... GA N Z ... B E S O N D E R E S => GKK, Pflicht- und Privatversicherungen => Thema gestartet von: Dietmar E. am 16. Mai 2007, 18:41

Titel: Im Ausland zahlt Krankenkasse
Beitrag von: Dietmar E. am 16. Mai 2007, 18:41

Krankenkassen müssen für Behandlung im Ausland zahlen

Ein an Krebs erkrankter Grieche ließ sich in einer britischen Privatklinik behandeln. Als er Kosten dafür von seiner Sozialversicherung zurückforderte, blitzte er ab. Dies würde nur Kindern bis zu einem Alter von 14 Jahren gewährt.

Die Angelegenheit landete vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH), der Kläger bekam Recht.

Grund: Ihm wären Kosten zurückbezahlt worden, hätte er sich in einem griechischen Privatspital, das keinen Vertrag mit seiner Krankenversicherung hat, behandeln lassen. Das gleiche, so die Richter in Luxemburg, muss im Sinn des freien Dienstleistungsverkehrs bei einer Behandlung im Ausland gelten.

Die vollen Kosten muss die Kasse aber nicht übernehmen. Um das System des jeweiligen Landes nicht zu überfordern, gesteht der EuGH den Sozialversicherungen zu, Grenzwerte festzulegen. Eine andere Variante wäre, eine Behandlung in einer ausländischen Privatklinik vorher im Heimatland bewilligen zu lassen.

In Österreich gebe es keine Probleme mit der Rückerstattung von Kosten, sagt der Generaldirektor des Hauptverbandes, Josef Kandlhofer. "Wenn jemand etwa zu einer Herzbehandlung ins Ausland will, muss er das vorher genehmigen lassen." Es werde später jener Betrag refundiert, der dem Kassentarif im Ausland entspricht.

Um EU-weite Regeln für Arztbesuche im Ausland geht es bei einem Treffen der Gesundheitsminister heute, Freitag, in Aachen.

Bis Jahresende will die EU-Kommission Vorschläge machen, wie Hürden bei der Heilbehandlung entsprechend der Dienstleistungsfreiheit beseitigt werden sollen.

Kurier 20.4.07