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WIEN: Selbsthilfegruppe Krebspatienten für Krebspatienten / ACHTUNG - CORONA
« Letzter Beitrag von admin am 20. Oktober 2020, 22:54 »
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Auf Grund der heute bekannt gegebenen geänderten Corona-Maßnahmen ist

die Anmeldung zum KfK-Treffen jetzt zwingend notwendig, da nur höchstens

6 Personen anwesend sein dürfen.

Daher bitte GLEICH anmelden.

Dietmar Erlacher, Obmann

info@krebspatienten.at ,  Tel. 0650-577 2395
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News / Kampf gegen Alzheimer-Demenz
« Letzter Beitrag von admin am 15. Oktober 2020, 18:19 »




Malcolm Young, Gründungsmitglied der Band AC/DC, deren erster Hit „Highway to Hell“ noch heute gespielt wird, steht im Mittelpunkt dieses Vortrags. Anhand seiner Lebensgeschichte wird das Krankheitsbild der Demenz vorgestellt: Die Demenz ist eines der ganz großen medizinischen Probleme, die weit von einer Lösung entfernt sind. Wirklich helfen tut hier momentan nichts. Daher überdenkt man derzeit noch einmal intensiv die Theorien, nach denen es zur Demenz kommen könnte. Auf dieser Basis sucht man dann intensiv nach neuen Therapieoptionen. Wirkliche Fortschritte sind dabei noch nicht zu erkennen. Wahrscheinlich hat man zu lange an einer Theorie festgehalten, die erstmals 1907 in Frankfurt durch Alois Alzheimer beschrieben worden war.

Mittlerweile zeichnet sich jedoch ab, dass sich wohl unter dem Krankheitsbild „Demenz“ eine Reihe von Krankheitssubtypen definieren lassen, die in den Details unterschiedliche Charakteristika aufweisen. Dies ist ein gutes Zeichen, denn nun kann man sich daran machen, für diese Subtypen individuelle Therapielösungen zu entwickeln. Wann wir hier Ergebnisse sehen, die diese brutale Krankheit zu stoppen oder gar zu heilen vermögen, kann man allerdings noch nicht abschätzen.

Referenten: Prof. Dr. Theodor Dingermann und Prof. Dr. Dieter Steinhilber

Die Fortbildungsveranstaltung wird von der Landesapothekerkammer Hessen mit 3 Fortbildungspunkten anerkannt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
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Univ.-Prof. em. Dr. Manfred Neuberger, Med.Univ.Wien (ZPH), Österr. Akademie d. Wissenschaften (KKL)

Ein Jahr rauchfreie Gastronomie in Österreich – positive, aber auch ernüchternde Bilanz


Mit 1. November 2019 ist in Österreich das allgemeine Rauchverbot in der Gastronomie in Kraft getreten. Eine erste Bilanz nach knapp einem Jahr zeigt, dass dadurch das Passivrauchen von Gästen und Personal deutlich reduziert werden konnte, die Einhaltung des Rauchverbotes vor allem in den Bundesländern aber zu wünschen übrig lässt. Univ.-Prof. em. Dr. Manfred Neuberger wies im Rahmen der 44. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie auch darauf hin, dass die Jugendschutzgesetze in puncto Rauchen nur mangelhaft eingehalten werden, und kritisierte, dass in etlichen Bereichen – so auch bei der Verwendung von E-Zigarette, Shisha und anderen inhalierten Nikotinprodukten in Lokalen – ausreichende Kontrollen noch fehlen. Immerhin aber hat Österreich es geschafft, nicht mehr Schlusslicht der Staaten im EU-weiten Vergleich im Hinblick auf die sogenannte Tabakkontrolle, also in Bezug auf gesetzliche Maßnahmen zur Regulierung des Tabakkonsums, zu sein.
Dennoch sei – so der Experte – eben vor allem der Jugendschutz im Hinblick auf Tabakkontrolle rückständig, da Nikotinprodukte zu billig und an zu vielen Stellen leicht zugänglich sind. Verbesserungen seien noch ausständig: Testkäufe zur Alterskontrolle durch eine unabhängige Stelle, Abschaffung der Zigarettenautomaten, Verbot der Werbung und Zur-Schau-Stellung von Zigaretten dort, wo Minderjährige Zutritt haben, Einheitsverpackung für Tabakwaren und alle Nikotinprodukte sowie das Verbot von Suchtverstärkern und Aromen, die für Kinder attraktiv sind.

Gesetz und Kontrollen wichtig

Österreich hat den Aufstieg vom letzten Platz auf Platz 20 geschafft – in einem Ranking der Europäischen Krebsgesellschaften (www.tobaccocontrolscale.org) von 36 Ländern. Hauptursache dafür war das Inkrafttreten der rauchfreien Gastronomie am 1. Nov. 2019. Seit 2007 war Österreich trauriges Schlusslicht dieses EU-weiten Vergleichs der staatlichen Maßnahmen zur Tabakkontrolle gewesen. Ganz wesentlich für die Verbesserung der Situation“, so Prof. Neuberger, „war neben der gesetzlichen Regelung auch die praktische Umsetzung: Das Wiener Marktamt hat noch im Jahr 2019 5.205 Kontrollen vorgenommen, die zu 113 Anzeigen führten. Leider sind andere Bundesländer noch nicht diesem Beispiel gefolgt, sodass Fragen zur Implementierung des Gesetzes offen bleiben.“

E-Zigaretten und Tabakerhitzer dienen nicht der Tabakentwöhnung

Österreichs Aufstieg im EU-Ranking der Tabakkontrolle ist zum Teil auch auf die gesetzliche Gleichstellung von Tabak- und E-Zigaretten bei Werbe-, Versandhandels- und Verwendungsverboten zurückzuführen. Aber auch zur Implementierung der Verwendungsverbote von E-Zigaretten, Shisha und anderen inhalierten Nikotinprodukten in Lokalen fehlen noch Kontrollen. Neuberger: „Auch Werbung und Handel im Internet müssten für alle Nikotinprodukte unter Kontrolle gebracht werden. Die am Markt beworbenen
E-Zigaretten und Tabakerhitzer dienen nicht der Tabakentwöhnung, sondern führen dazu, dass Konsumenten*, die sonst nie mit dem Tabakrauchen begonnen hätten, zu diesen neuen, gerade für Junge attraktiven Nikotinprodukten greifen und somit ihre Wahrscheinlichkeit verdreifachen, Tabakraucher zu werden.“

Die Tricks mit den E-Zigaretten

Neuberger führte kritisch aus: „Der Siegeszug der E-Zigarette in Nordamerika hat die Industrie ermutigt, sie auch in Europa aggressiv zu bewerben und in manchen Ländern wie England schon gesellschaftsfähig zu machen. Auch in Österreich werden E-Zigaretten vermarktet, die in den USA bei der Verführung von Jugendlichen so erfolgreich waren, weil ihre Nikotinsalze den Blutspiegel von Nikotin besonders rasch und hoch ansteigen lassen, sodass die Wirkung auf das Gehirn und die Suchtbildung jener von Tabak-Zigaretten entspricht. Industrie und Händler beruhigten damit, dass in der EU nur eine geringere Nikotinkonzentration zulässig sei. Doch um das zu kompensieren, wurde in den Produkten für den EU-Markt ein größerer Docht eingebaut, der dreimal so viel Nikotin abgibt wie der in den USA.“ [1]

Akute Dampferkrankheit EVALI – durch COVID-19 oft schwer erkennbar

Einen Rückschlag für den US-Markt bedeutete 2019 das Auftreten der Akuten Dampferkrankheit (E-cigarette or vaping associated lung injury - EVALI), so Neuberger, durch die es in 8 Monaten zu 2.807 Spitalsaufnahmen kam (76% jünger als 35 Jahre), mit gastrointestinalen und respiratorischen Symptomen, beidseitiger Lungenentzündung ohne infektiöse Ursache und ARDS, also akutem Lungenversagen (Acute Respiratory Distress Syndrome) [2]. Zwar hatten viele Raucher mit der E-Zigarette nicht nur Nikotin, sondern auch Cannabis konsumiert, das sich mit Vitamin-E-Azetat strecken lässt und aus dem sich durch Pyrolyse das Lungengift Keten bildet, doch lösten auch E-Zigaretten ohne diese Zusätze die Erkrankung aus. Im Tierversuch verursachte das E-Zigarettenaerosol (ohne Zusätze) vergleichbare akute Lungenschäden [3], wobei neben (wechselnden!) Inhaltsstoffen auch die Korngröße des Aerosols, die Spannung und die Heizwendel (Chrom, Nickel) der E-Zigaretten das Krankheitsbild zu bestimmen scheinen. Seit Auftreten der COVID-19-Epidemie wurde die Erkennung von EVALI noch schwieriger. Gesichert sind allerdings die chronischen Gesundheitsrisiken von E-Zigaretten und erhitztem Tabak für Gehirn, Lunge [4], Herz und Blutgefäße [5], wenngleich die Manifestation der Folgen bisher nur in Querschnittsstudien und Tierversuchen bestätigt wurde.

E-Zigaretten nur unzureichend den Tabak-Zigaretten gleichgestellt

Zwar hat das österreichische Tabakgesetz E-Zigaretten mit Tabak-Zigaretten gleichgestellt, nicht jedoch beim Verbot charakteristischer Aromen. 2019 ergab eine Umfrage an 13- bis16-jährigen Schülern, dass schon 38,4% von ihnen Erfahrung mit Nikotinprodukten hatten. Davon verwendeten Mädchen/Buben zu 77/62,5% Tabak-Zigaretten, zu 45,6/53,8% eine Shisha und zu 33,8/44,4% E-Zigaretten [6]. Die am 1.1.2019 in Kraft getretenen Jugendschutzgesetze wurden bisher kaum kontrolliert und führten daher noch zu keiner ausreichenden Reduktion der Raucherprävalenz. Neuberger warnt: „Jugendliche unter 18 Jahren erhalten in Tabakverkaufsstellen und am Zigarettenautomaten weiterhin Nikotinprodukte [6]. Tabakhändler, die ihre Nikotinprodukte an Minderjährige verkaufen, sollten bestraft werden. Seit 20.5.2019 wäre es möglich, den Verkäufer aufgrund von Erkennungsmerkmalen auf der Zigarettenpackung zu eruieren.“

Österreich hinkt Nachbarländern hinterher …

2010 machte Bayern seine Gastronomie, Spitäler und Schulen rauchfrei. 2012 reduzierte Ungarn seine Tabakverkaufsstellen auf ein Achtel, untersagte den Zutritt von Personen unter 18 Jahren sowie jede Außenwerbung. Zigarettenautomaten sind – wie in der Mehrzahl der EU-Länder – verboten. Tschechien machte 2017 alle Gaststätten und Spitäler rauchfrei, ebenso Schulgelände und Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel. Schon seit 2007 hat Slowenien rauchfreie Innenräume mit Gleichstellung von E-Zigaretten, seit 2017 Rauchverbot im Auto bei Anwesenheit Minderjähriger und vor allem ein totales Tabakwerbeverbot (samt Verbot des Zur-Schau-Stellens am Verkaufsort, Promotions- und Sponsoringverbot und ab 2020 die Einheitsverpackung für Zigaretten) und führt Testkäufe (Mystery Shopping) zur Alterskontrolle durch.
 
Österreich hatte die Gesetzesnovelle zum Nichtraucherschutz 2015 beschlossen, doch vor Inkrafttreten 2018 wurde die rauchfreie Gastronomie wieder abgesagt. Neuberger: „Als Feigenblatt wurde zwar ein Rauchverbot im Auto beim Mitführen Minderjähriger beschlossen, aber nicht wie in Italien und anderen Ländern durch die Exekutive kontrolliert. Als eines der letzten EU-Mitglieder hat Österreich am 1.1.2019 das Schutzalter von 16 auf 18 Jahre angehoben, aber für Testkäufe durch eine unabhängige Stelle wurden in etlichen Bundesländern noch nicht einmal die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen. Die endlich am 1.11.2019 in Kraft getretene rauchfreie Gastronomie wurde bisher nur in Wien systematisch kontrolliert, Tabaksteuern werden nur selten und in geringem Ausmaß angehoben und bisher floss kein einziger Cent davon in die Tabakprävention. Dabei sind die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Vorteile einer restriktiveren Tabakpolitik unbestritten [7].“

[1] Mallock et al. Trendy e-cigarettes enter Europe: chemical characterization of JUUL pods and its aerosols. Archives of Toxicology 2020; 94(6): 1985-94.
[2] Neuberger M: Akute Dampferkrankheit. Hausarzt 2019; 11: 24-25.
[3] Kleinman et al. E‐cigarette or Vaping Product Use–Associated Lung Injury Produced in an Animal Model from Electronic Cigarette Vapor Exposure Without Tetrahydrocannabinol or Vitamin E Oil. J Am Heart Assoc. 2020; 9(18): e017368.
[4] SCHEER: Preliminary Opinion on electronic cigarettes. https://ec.europa.eu/health/sites/health/files/scientific_committees/scheer/docs/scheer_o_017.pdf
[5] Neuberger M. Effects of Involuntary Smoking and Vaping on the Cardiovascular System. Int J Occup Environ Med 2019; 1 (1): 10-18.
[6] Berger J, Neuberger M. Occupational and Environmental Health Benefits of Smoking Ban not yet Arrived in Austrian Youth. Int J Occup Environ Med 2020; 1(2): 1-9. https://rdcu.be/b5xwi
[7] Neuberger M. Restriktive Tabakpolitik in Österreich: Positive Auswirkungen und verbleibende Defizite. Jatros Pneumologie 2020; 2: 17-19.

* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Text auf eine gendergerechte Schreibweise verzichtet. Alle Bezeichnungen gelten sowohl für Frauen als auch für Männer.

44. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie
14.-16. Oktober 2020, VIRTUELL
Session: „Rauch und Dampf in Österreich“ mit Univ.-Prof. em. Dr. Manfred Neuberger: Donnerstag, 15. Okt. 16:15 – 17:15 Uhr
Infos zum Kongressprogramm: www.ogp-kongress.at
Anmeldung: https://www.ogp-kongress.at/anmeldung-zur-virtuellen-tagung

www.medical-media-consulting.at/pressroom
•   Laufend aktualisierte Pressetexte zum Kongress
•   Video-Aufzeichnung der virtuellen Pressekonferenz vom 12.10.2020

Kontakt
Univ.-Prof. em. Dr. Manfred Neuberger
Adresse 1140 Wien, Felbigergasse 3
Tel.: +43 (0)1 9147561
E-Mail: manfred.neuberger@meduniwien.ac.at

Rückfragen Presse
Urban & Schenk medical media consulting
Barbara Urban: +43 664/41 69 4 59, barbara.urban@medical-media-consulting.at
Mag. Harald Schenk: +43 664/160 75 99, harald.schenk@medical-media-consulting.at
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Treffen Praterstern, Nähe Bahnhofshalle, neben Mc Donald, im großen Asia-Restaurant GREEN - Am Runden Tisch.

Anmeldung erwünscht: info@krebspatienten.at : 0650-577 2395



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Verdünnte Iota-Carrageen-Formulierung verringert SARS-CoV-2-Titer um mehr als 99,99 Prozent

Iota-Carrageen, ein aus Rotalgen gewonnenes Galactose-Polymer, hemmt SARS-CoV-2 selbst bei starker Verdünnung signifikant. Das zeigt eine aktuelle In-vitro-Untersuchung. Bereits bei einer Wirkstoffkonzentration von 6 µg/ml reduzierte sich die Virenanzahl um mehr als 99,99 Prozent. Ein freiverkäufliches, in Apotheken erhältliches Nasenspray mit Iota-Carrageen weist mit 1,2 Milligramm pro Milliliter die zweihundertfache Konzentration auf.



Pullach, 30. September 2020 – Viren vom Typ SARS-CoV-2 vermehren sich anfänglich in der Nasenhöhle und im Nasen-Rachen-Raum [1]. Prophylaktische Maßnahmen, die ihr Eindringen in die nasale Mukosa verhindern und so die Virenlast reduzieren, könnten einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor dem Erreger leisten [1]. Iota-Carrageen wirkt, wie In-vitro-Untersuchungen und klinische Studien belegen, gegen eine große Bandbreite respiratorischer Viren [2 - 9].

Eine aktuelle In-vitro-Studie [1] untersuchte nun die potenzielle hemmende Wirkung von Iota-Carrageen auf SARS-CoV-2. Dazu wurden im Labor Vero-E6-Zellen zwei Stunden mit dem aus der Rotalge gewonnenen Polymer in unterschiedlichen Konzentrationen behandelt, bevor man sie mit SARS-CoV-2 infizierte. Als Kontrolle diente ein wirkstofffreier Ansatz, den Vergleichswert lieferte eine nicht vorbehandelte Zellkultur. Nach einer Inkubationszeit von 48 Stunden wurde der Virustiter mittels TCID50-Assay ermittelt. Die höchste Iota-Carrageen-Konzentration der Testreihe betrug 600 µg/ml, was der Wirkstoffkonzentration auf der Nasenschleimhaut nach sachgemäßer Anwendung eines handelsüblichen Iota-Carrageen-haltigen Nasensprays näherungsweise entspricht. Die weiteren Verdünnungen von 60 µg/ml, 6 µg/ml und 0,6 µg/ml sollten die minimal wirksame Konzentration ermitteln.

Mit Ausnahme der 0,6-µg/ml-Verdünnung reduzierten alle Iota-Carrageen-Lösungen im Vergleich zur nicht vorbehandelten Probe den Virustiter um mindestens 4,25 log10-Stufen. Dies entspricht einer Reduktion der Viruslast um mehr als 99,99 Prozent. Im wirkstofffreien Kontrollansatz dagegen verringerte sich die Virenzahl nicht. Dies spricht dafür, dass die virushemmende Wirkung in den Verum-Ansätzen tatsächlich dem Iota-Carrageen zuzuschreiben ist.

Iota-Carrageen hemmt unspezifisch das Andocken des Virus an die Zielzellen

Iota-Carrageen wird aus Rotalgen gewonnen und stellt ein Gemisch langkettiger, sulfatierter Galactose-Polymere dar. Nach Applikation, etwa als Nasenspray, bilden sie eine Barriere auf der Nasenschleimhaut. Der Grund: Unspezifische, physikalische Wechselwirkungen zwischen Polymer und Virus verhindern, dass das Virus an die Mucosa-Zellen der oberen Atemwege andocken kann und sie infiziert. Der Mechanismus konnte in einer Reihe von Untersuchungen mit verschiedenen respiratorischen Viren, unter anderem humanen Rhinoviren, Orthomyxoviren, Parainfluenza Virus, Respiratory Syncytial Virus A und Corona-Viren des Typs COV 229E und OC43, aufgezeigt werden [2 - 9].

In Deutschland ist Iota-Carrageen-haltiges Nasenspray mit einer Konzentration von 1,2 Milligramm Iota-Carrageen pro Milliliter in Apotheken erhältlich. Die Formulierung mit der geringsten, unter In-vitro-Bedingungen signifikant gegen SARS-CoV-2 wirksamen Iota-Carrageen-Konzentration (6 µg/ml) entspricht somit einer zweihundertfachen Verdünnung des in dem Fertigpräparat enthaltenen Wirkstoffes.

Mehr unter: www.carragelose.com

https://www.isgro.de/iota-carrageen-verringert-sars-cov-2-titer

[1] Bansal S, Jonsson CB, Taylor SL et al. Iota-carrageenan and Xylitol inhibit SARS-CoV-2 in cell culture. bioRxiv preprint 2020,doi: https://doi.org/10.1101/2020.08.19.225854.
[2] Eccles R, Meier C, Jawad M, et al. Efficacy and safety of an antiviral Iota-Carrageenan nasal spray: a randomized, double-blind, placebo-controlled exploratory study in volunteers with early symptoms of the common cold. Respir Res. 2010;11(1):108.
[3] Fazekas T, Eickhoff P, Pruckner N, et al. Lessons learned from a double-blind randomised placebo-controlled study with a iota-carrageenan nasal spray as medical device in children with acute symptoms of common cold. BMC Complement Altern Med. 2012;12:147.
[4] Grassauer A, Weinmuellner R, Meier C, et al. Iota-Carrageenan is a potent inhibitor of rhinovirus infection. Virol J. 2008;5:107.
[5] Leibbrandt A, Meier C, König-Schuster M, et al. Iota-carrageenan is a potent inhibitor of influenza A virus infection. PLoS One. 2010;5(12):e14320.
[6] Morokutti-Kurz M, König-Schuster M, Koller C, et al. The Intranasal Application of Zanamivir and Carrageenan Is Synergistically Active against Influenza A Virus in the Murine Model. PLoS One. 2015;10(6):e0128794.
[7] Koenighofer M, Lion T, Bodenteich A, et al. Carrageenan nasal spray in virus confirmed common cold: individual patient data analysis of two randomized controlled trials. Multidiscip Respir Med. 2014;9(1):57.
[8] Ludwig M, Enzenhofer E, Schneider S, et al. Efficacy of a carrageenan nasal spray in patients with common cold: a randomized controlled trial. Respir Res. 2013;14(1):124.
[9] Eccles R, Winther B, Johnston SL, et al. Efficacy and safety of iota-carrageenan nasal spray versus placebo in early treatment of the common cold in adults: the ICICC trial. Respir Res. 2015;16:121.
Presse: Dr. Andreas Erber, HERMES, E-Mail: erber@hermes-arzneimittel.com, E-Mail: presse@isgro-gk.de



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BK. Sonstiges / Brustkrebs bei Männer
« Letzter Beitrag von admin am 12. Oktober 2020, 21:04 »
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Brustkrebs Männer
Tägliches Update ⋅ 11. Oktober 2020
Nachrichten
Mit Mut gegen Brustkrebs
Frankenpost
Da es für Männer keine Brustkrebs-Früherkennungsprogramme gibt, wird die Erkrankung beim Mann meist erst in späteren Stadien diagnostiziert.
 


Daniela Büchner: #loveyourboob! Für DIESES wichtige Thema zieht Danni blank
news.de
"Es geht um den Brustkrebsmonat - Oktober. Was viele nicht wissen, es erkranken jährlich über 70.000 Frauen & Männer an Brustkrebs. Allein in ...
 
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BK. Sonstiges / Brustkrebs - ich doch nicht!
« Letzter Beitrag von admin am 12. Oktober 2020, 21:01 »
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   Übergewicht verhindern, Risiken senken
Nordwest-Zeitung
Experten sind sich inzwischen einig, dass die Entstehung von Brustkrebs auch durch den jeweiligen Lebensstil stark beeinflusst werden kann. Das gilt ...
 


   „Pinktober“: Johanna Etienne Krankenhaus weist auf die Bedeutung der Früherkennung von ...
Lokalklick.eu - Online-Zeitung Rhein-Ruhr
Denn nach wie vor ist Brustkrebs die häufigste bösartige Erkrankung bei Frauen – Jede achte erkrankt in ihrem Leben daran. Zugleich verbessern ...
 


   Mit Mut gegen Brustkrebs
Frankenpost
Sechs Frauen aus der Kulmbacher Selbsthilfegruppe erzählen in einem Buch, wie sie mit der Diagnose "Brustkrebs" umgehen. Eine öffentliche ...
 


   Brustkrebsmonat Oktober
Suedtirol News
Die 13. Brustkrebs-Akademie Diplompatientin findet am 24. Oktober 2020 an der Eurac in Bozen statt. Diese Wissensoffensive richtet sich an Frauen mit ...
 


   ZDF schickt Brustkrebs-Serie "Fritzie" in eine 2. Staffel
DWDL.de
Wedhorn spielt in der Serie eine Lehrerin, die völlig unerwartet mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert wird und die sich fortan Fragen stellt und ...
 


   Umfassende Informationen für ein Leben mit Brustkrebs
Vorarlberger Nachrichten
Viele Frauen fühlen sich mit der Erkrankung alleingelassen. Europa Donna Austria ist als Patientennetzwerk Stütze und Anlaufstelle für Brustkrebs- ...
 


   Auch lippische Bäcker setzen ein Zeichen gegen Brustkrebs
Lippische Landes-Zeitung
Sabine Mirbach und Thorsten Wiebusch präsentieren die Puddingteilchen im Stil der rose Schleife. (© Alexandra Schaller). Sabine Mirbach macht mit ...
 


   Daniela Büchner: #loveyourboob! Für DIESES wichtige Thema zieht Danni blank
news.de
Allein in meinem Bekanntenkreis fallen mir sofort 5 Fälle von Brustkrebs ein, welche in einem frühen Stadium erkannt und behandelt werden konnten.
 
 


   Globaler dreifach negativer Markt für die Behandlung von Brustkrebs 2020 – Auswirkungen von ...
Möckern24
Globaler dreifach negativer Markt für die Behandlung von Brustkrebs 2020 – Auswirkungen von COVID-19, zukünftige Wachstumsanalyse und ...
 


   "Herzkissen" für Asklepios-Klinik
Wetterauer Zeitung
Diese werden an Patientinnen verschenkt, die an Brustkrebs erkrankt sind. Alexandra Prues, Leiterin der Frauenselbsthilfe Krebs-Gruppe in Büdingen ...
 
 





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Österreichs Lungenexperten tagen: COVID-19 im Fokus


Im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich der 44. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) wurde der aktuelle Wissensstand rund um die Covid-19-Erkrankung aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet sowie die weiteren Kongressthemen im Überblick vorgestellt.
Kinder in der Pandemie – COVID-19 aus pädiatrischer Sicht
Nur knapp 8% aller bisher mit SARS-CoV-2 infizierten Personen in Österreich gehörten der Altersgruppe 0-14 Jahre an, gar nur 1,5% waren unter 5 Jahre alt (Stand 08.10.2020). Von über 4.000 Kindern und Jugendlichen mussten bisher nur knapp über 1% stationär behandelt werden, davon eine Minderheit auf Intensivstationen.
Seltenere Infektionen & meist mildere Verläufe
„Für Kinder und Jugendliche bestehen damit deutliche Unterschiede zu Erwachsenen, wobei die Ursachen für die altersabhängigen Unterschiede bisher nicht geklärt sind. Kinder werden seltener infiziert, sind seltener und in der Regel milder symptomatisch, und die Symptome sind häufig weniger typisch als bei Erwachsenen“, so Prim. Univ.-Prof. Dr. Ernst Eber, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie. Gängige Hypothesen für die für Kinder typischen abgeschwächten Krankheitsverläufe sind mögliche protektive Rollen einer 1.) reduzierten zellulären Expression des ACE2-Rezeptors (das Coronavirus SARS-CoV-2 verwendet den ACE2-Rezeptor, um in die Zellen des Wirts einzudringen; die Expression des ACE2-Rezeptors korreliert positiv mit dem Alter und ist am niedrigsten bei Kindern unter 10 Jahren) bzw. von 2.) höheren zirkulierenden ACE2-Rezeptor-Spiegeln oder 3.) einer sogenannten „trainierten angeborenen Immunität“. Eber, Vorstand der Univ. Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde und Leiter der Klin. Abt. für pädiatrische Pulmonologie und Allergologie an der Medizinischen Universität Graz: „Sowohl häufige virale Infekte als auch die Impfungen im Kindesalter könnten zu einem höheren Grad der Aktivierung des angeborenen Immunsystems führen, welcher in einer effektiveren Abwehr von unterschiedlichen Pathogenen resultieren würde. Dies könnte auch schwerere Krankheitsverläufe bei Säuglingen, die aufgrund weniger durchgemachter viraler Infekte nur eine teilweise Immunisierung aufweisen, im Vergleich zu älteren Kindern erklären.“
Die Infektion von Kindern findet vor allem innerhalb der Familien statt. Es wird angenommen, dass die reduzierte Empfänglichkeit für Infektionen und subklinische Infektionen zu den niedrigeren Fallzahlen bei Kindern beitragen. Infektionen in Schulen führten bisher nicht zu großen Ausbrüchen.
Kinder sind häufiger asymptomatisch als Erwachsene, und die für Erwachsene typischen Symptome Fieber und trockener Husten treten bei Kindern wesentlich seltener auf als bei Erwachsenen; Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns sind bei Kindern ebenfalls untypisch. Durch die häufig milden und unspezifischen Symptome ist jedoch die Unterscheidung zwischen COVID-19 und anderen, häufigeren (Atemwegs-)Infektionen schwierig bzw. klinisch letztlich unmöglich.
Gibt es ein Post-Covid-Syndrom?
Es mehren sich Berichte über mögliche Langzeitfolgen nach einer überstandenen COVID-19-Erkrankung. Für kritisch kranke COVID-19-Patienten könnte das Überleben der Akutphase also eventuell nur die Bewältigung der ersten Etappe eines insgesamt langen und herausfordernden Weges sein. Gerade schwere COVID-19-Verläufe mit komplizierten Intensiv-Aufenthalten und längeren Zeiten mechanischer Beatmung sind ein plausibler Risikofaktor für Folgeerscheinungen bzw. fortbestehende Symptome. Kann man also tatsächlich von einem „Post-COVID-Syndrom“ sprechen? „Nach heutigen Wissensstand sprechen viele Indizien dafür“, so Prim. Priv.-Doz. Dr. Bernd Lamprecht, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie. Denn im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung wird sehr häufig über folgende Symptome auch nach überstandener Infektion berichtet: Da wäre einmal das Auftreten von Fatigue, einem Zustand größter Erschöpfung, der weder durch Schlaf noch lange Ruhepausen verbessert werden kann. Auch Dyspnoe, also Atemnot, sowie diverse neuropsychologische Symptome wie zum Beispiel Schlafstörungen, Beeinträchtigungen des Konzentrations- und Erinnerungsvermögens, Antriebslosigkeit, Angstzustände und Depression werden beschrieben. In Abhängigkeit der jeweiligen Studienpopulation werden solche Symptome bei 35% der ambulant behandelten COVID-Patienten und bei 87% der hospitalisierten Patienten[ii] gesehen.
Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am Kepler Universitätsklinikum in Linz und stellvertretender Dekan der medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität: „Dass kritisch kranke Patienten oftmals über einen längeren Zeitraum nach ihrer Krankenhausentlassung noch funktionelle Einschränkungen erleben, in vielen Fällen sogar über die Dauer von mehreren Jahren, ist nicht neu,[iii] das kennen wir z.B. von der SARS-Pandemie von 2003. Und hier gibt es viele Parallelen zur aktuellen COVID-19-Erkrankung.“
Botenstoffe aus dem Gleichgewicht
Nach und nach kommt man den Ursachen dafür auf die Spur. Veränderungen des Stoffwechsels und Hormonhaushalts und damit einhergehende Veränderungen der Hirnfunktion scheinen eine Rolle zu spielen sowie Entzündungsbotenstoffe, die sich gegen den eigenen Körper richten. All dies kann zum Leiden der Patienten beitragen.
Veränderung in der Gerinnungsfähigkeit des Blutes wiederum, die im Rahmen von COVID-19 auftreten, können zu den gefürchteten Komplikationen Lungeninfarkt und Schlaganfall sowie Verschlüssen kleinster Gefäße führen. Selbstverständlich rufen solche Ereignisse eine Vielzahl an dauerhaften Organschäden hervor.
Vom „Zytokinsturm“ zur „stillen“ Entzündung
Das Gefährliche bei einer SARS-CoV-2-Infektion ist, dass das Virus eine starke und oftmals unkontrollierte Entzündungsantwort („Zytokinsturm“) auslösen kann, die systemisch wirkt, also den gesamten Körper betrifft und zur Schädigung von Gewebe führt. Man vermutet heute, dass es dann nach einer COVID-Erkrankung zu einer chronischen, per se symptomlosen systemischen Entzündung kommen kann, wie dies auch im Alterungsprozess beobachtbar ist. Lamprecht: „Diese „stille“ Entzündung kann das Potenzial haben, bestehende Komorbiditäten zu verschlechtern und altersabhängige Probleme zu verstärken.[iv]“
Erfolgversprechende Medikamente bei COVID-19
Alle Schutzmaßnahmen und Vorkehrungen, die weltweit im Kampf gegen COVID-19 getroffen werden, stellen in erster Linie eine Überbrückung dar, bis eine Impfung und/oder wirksame Medikamente gegen COVID-19 entwickelt werden. Und angesichts der beispiellosen globalen Anstrengungen und erster vielversprechender Erfolge stehen die Chancen gut, vielleicht schon im ersten Quartal des kommenden Jahres einen Durchbruch in der medikamentösen Therapie von COVID-19 zu erlangen, zeigt sich Lamprecht vorsichtig optimistisch. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Medikamenten, die für andere Indikationen zugelassen und gut bekannt sind und die nun „umfunktioniert“ werden können (Repurposing). Als ein erfolgversprechendes Beispiel sei das vielzitierte „Penninger-Medikament“ APNO1 genannt, das zurzeit in einer Phase-II-Studie auch am Kepler Universitätsklinikum in Linz überprüft wird.
Lamprecht: „Im Moment gibt es noch kein verlässlich wirksames, zugelassenes Präparat, das allen Betroffen helfen kann. Aber – dank des Repurposing bekannter Medikamente und internationaler sowie interdisziplinärer Forschungsanstrengungen können wir schon sehr viel mehr auch bei schweren COVID-19-Verläufen bewirken als am Anfang der Pandemie vor rund einem halben Jahr. Und wir lernen ständig dazu und verstehen immer besser, welcher Patient von welchem Präparat bzw. welcher Kombination am besten profitiert. Je besser uns dies gelingt, desto mehr wird die Erkrankung ihren Schrecken verlieren.“
SARS-CoV-2/COVID-19 aus der Sicht des Infektiologen
Der deutsche Pneumologe und Infektiologe Prof. Dr. Tobias Welte, Past Präsident der European Respiratory Society (ERS) und Vorstand der Klinik für Pneumologie, Medizinische Hochschule Hannover, zeichnete die Wege der Ausbreitung von SARS-CoV-2 nach und betonte, dass es sich bei dem Virus nicht, wie vielfach auf Foren und in Medien behauptet, um eine Mutation des SARS-Virus, sondern um ein neues Virus handelt.
Verschiebung von Alt auf Jung
Durch den Lockdown kam es in Deutschland und Österreich schnell zu einer Abnahme der Infektionsraten, die Ende Juni deutlich unter 500 Neuerkrankungen pro Tag, in Österreich unter 100 pro Tag, betrug. Über die Sommerferien kam es wieder zu einem Anstieg der Infektionszahlen. Wesentlich hierfür waren eine Erhöhung der Testrate und die Rückreise von Menschen aus Gebieten mit hoher Infektionsrate, vor allem aus den Balkanstaaten Rumänien, Bulgarien und der Türkei und der Rückgang der Compliance im Hinblick auf die Hygienemaßnahmen. Letzteres betraf vor allem jüngere Menschen.
Immunität in der Bevölkerung gestiegen?
Es kam jedoch zu keinem Anstieg der Krankenhausaufnahmen und der Sterblichkeit; diese blieb unverändert niedrig. Welte: „Hierfür können mehrere Gründe ausschlaggebend sein: Zum einen sank das mittlere Alter der Infizierten auf 32 Jahre. Auch wenn jüngere Menschen schwer erkranken können, haben sie doch in der Regel eine deutlich leichtere Erkrankung als ältere. Zum anderen könnte sich die Virulenz des Virus abgeschwächt haben. Jedoch gibt es dafür bisher keine Hinweise. Last but not least könnte die Immunität der Bevölkerung gestiegen sein. Zwei unabhängig voneinander publizierte Arbeiten zeigen, dass sich auch bei sicher nicht infizierten Menschen SARS-CoV-2-spezifische T-Memory-Zellen finden, die eine Immunität vermitteln können.“ Ob diese durch andere Coronavirus-Infektionen induziert wurden oder ob ein geringer Kontakt zu SARS-CoV-2, der nicht krank macht, für diese T-Zell-Bildung verantwortlich ist, ist zurzeit offen.
„Das Wissen über SARS-CoV-2 und COVID-19 wächst täglich. Wir lernen ständig dazu, dadurch verändert sich natürlich auch laufend unser Wissensstand“, so Welte.
Was sind Superspreader und kennt man ihr „Geheimnis“?
Rund 20% der Infizierten verursachen den Großteil der Ansteckungen. Für das Phänomen der Superspreader gibt es mehrere Gründe. Wesentlich sei, erläuterte Welte, vor allem die Virusbelastung, jedoch spielen die klassischen Risikofaktoren wie die Menge an Aerosolproduktion (hoch beim Schreien, Grölen, aber auch beim Singen), kalte und feuchte Umgebungsluft, schlecht durchlüftete Räume, mangelnder Abstand zu anderen und Alkohol eine Rolle. Dazu Welte: „Alkohol erniedrigt einerseits die Hemmschwelle, sodass Vorsichtsmaßnahmen missachtet werden, er führt jedoch auch zu einer vermehrten Speichelproduktion und damit zur Erzeugung einer größeren Menge von Aerosolen.“
Lung on air – Journalisten am virtuellen Kongress herzlich Willkommen
ÖGP-Präsident Eber stellte auch den Kongress im Überblick vor: „Die ‚Corona-Pandemie‘ hat das Leben weltweit auf den Kopf gestellt. So findet unsere Jahrestagung statt wie geplant in Graz nun von 14. bis 16. Oktober unter dem Motto ‚Lung on air‘ erstmals virtuell statt. Unter den Vortragenden und Vorsitzenden finden sich wieder nicht nur nationale, sondern auch viele internationale Expertinnen und Experten. Aus gegebenem Anlass haben wir zwei COVID-19 Spezialsitzungen geplant, die das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln – Grundlagenforschung, Epidemiologie, klinische Aspekte – beleuchten.
Natürlich inkludiert das Programm auch andere „Hot Topics“ und Updates zu einem Spektrum von Themen, die die gesamte Breite der Pneumologie widerspiegeln. „Kernthemen“ wie COPD, Allergie und Umwelt, Asthma, Rehabilitation, pulmonale Hypertonie, schlafbezogene Atemstörungen, interstitielle Lungenerkrankungen und Lungenkrebs werden aus verschiedenen Perspektiven präsentiert. Neue, spannende Entwicklungen auf dem Gebiet der (interventionellen) Diagnostik („Zukunft der Bronchoskopie“) und der Pathobiologie, ohne die eine personalisierte und zielgerichtete Therapie des Lungenkarzinoms nicht möglich wäre, stehen ebenfalls auf dem Programm.
Das Thema Rauchen und Dampfen und was sich seit Einführung des Rauchverbots in der Gastronomie in Österreich getan hat, wird in einer eigenen Sitzung besprochen. Neue Erkenntnisse bei der zystischen Fibrose (CF) und darauf basierende, neue therapeutische Ansätze für eine große Zahl von CF-Patienten werden ebenfalls präsentiert.
Eber abschließend: „Wir sind davon überzeugt, dass wir einer sehr interessanten und spannenden virtuellen Tagung entgegensehen, und freuen uns darauf, wenn auch Sie mit uns „on air“ sind.“
44. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie
14.-16. Oktober 2020, VIRTUELL
Infos zum Kongressprogramm: www.ogp-kongress.at
Anmeldung: https://www.ogp-kongress.at/anmeldung-zur-virtuellen-tagung
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