Autor Thema: Krebsrisiko ist umkehrbar  (Gelesen 2844 mal)

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christina62

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Krebsrisiko ist umkehrbar
« am: 19. November 2007, 14:57 »
Orale Empfängnisverhütung erhöht das Risiko für Gebärmutterhalskrebs.

 Die Gefahr sinkt aber konstant, sobald eine Frau die Pille absetzt


Eine Auswertung von 24 internationalen Studien mit 52 000 Teilnehmerinnen kam zu dem Ergebnis, dass die Antibabypille ein Gefahrenpotenzial für Gebärmutterhalskrebs birgt. Das Risiko steigt mit der Dauer der Einnahme. Sobald eine Frau die Pille nicht mehr schluckt, sinkt das Risiko wieder. Zehn Jahre nach dem Pillenstopp ist die Krebsgefahr nicht mehr höher, als wenn sie die Pille nie genommen hätte.

Jane Green von der Universität Oxford und ihr Team errechneten ein doppeltes Risiko für Gebärmutterhalskrebs nach fünf Jahren gegenüber Frauen, die nicht mit der Pille verhüteten. Den Pillennutzerinnen sei daher die regelmäßige Krebsvorsorge besonders ans Herz gelegt, schreiben die Wissenschaftler in der Medizinzeitschrift „The Lancet“. Die zusätzliche Gefahr sei allerdings relativ gering, sagen die Studienautoren. So bekommen 3,8 von 1000 Engländerinnen, die keine Pille nehmen, Gebärmutterhalskrebs. Nach fünfjähriger Einnahme sind es 4,0 von 1000 Frauen und nach zehn Jahren 4,5 Betroffene pro 1000.

Positive Eigenschaften der Pille überwiegen die Risiken


Frühere Studien hatten die Antibabypille mit einem höheren Brustkrebsrisiko in Verbindung gebracht, gleichzeitig aber eine geringere Gefahr für Eierstock- und Gebärmutterkrebs festgestellt. Auch für Gebärmutterhalskrebs lagen bereits Untersuchungen vor, die die Antibabypille mit einem höheren Risiko in Verbindung brachten, es war bislang aber unklar, wie lang die Gefahr bestehen bleibt.

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