Autor Thema: Gallenblasenkrebs, Gallengangkrebs - Symptome  (Gelesen 22579 mal)

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christina62

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Gallenblasenkrebs, Gallengangkrebs - Symptome
« am: 20. November 2007, 13:51 »

Im Frühstadium der Erkrankung sind die Patienten meist beschwerdefrei. Deshalb haben Tumoren der Gallenorgane schlechte prognostische Aussichten, sie werden in der Regel spät erkannt.

Die ersten Symptome erfolgen meist durch eine Behinderung des Galleabflusses durch den Tumor. Dieser führt zu einem Rückstau in die Leber und einer ungenügenden Ausscheidung von Bilirubin. In der Folge kommt es zu:

einem Ikterus durch hohe Bilirubinkonzentrationen im Blut, die Haut und das Augenweiß erscheinen gelblich
Juckreiz der Haut durch Bilirubinablagerungen
Entfärbung des Stuhls, weil er kein Bilirubin mehr enthält
Dunkelfärbung des Urins durch eine vermehrte Bilirubinausscheidung über die Nieren
Ein weiterer Hinweis für den Gallenblasentumor ist das so genannte Courvoisier-Zeichen: Die durch den Tumor vergrößerte Gallenblase ist unter dem rechten Rippenbogen tastbar.

50% der Patienten klagen des Weiteren über Bauchschmerzen, 30% über Gewichtsverlust und 20% über Übelkeit und Erbrechen. Hinzu kommen Symptome wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit.

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Gallenblase, Gallengang: Polypen, Tumore, Krebs
« Antwort #1 am: 30. November 2012, 21:53 »
xgfbfz


•  Gallenblase-/ Gallengangskarzinom- Universitätsklinikum Ulm
www.uniklinik-ulm.de/.../gallenblase-gallengangskarzinom.html
Auch aus Polypen der Gallenblase können sich bösartige Tumorerkrankungen entwickeln, wobei dies in erster Linie für Polypen mit beobachtetem Wachstum ...
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Beschreibung der Erkrankung

Innerhalb der Tumoren des biliären Systems unterscheiden wir Tumoren der Gallenblase und der Gallenwege. Die Tumoren der Gallenwege können darüber hinaus noch in Tumoren der Gallenwege innerhalb und außerhalb der Leber unterschieden werden. Bösartige Tumorerkrankungen der Mündung des Gallenganges in den Zwölffingerdarm (Papillentumoren) werden wegen der räumlichen Nähe meist zu den Tumoren der Bauchspeicheldrüse gerechnet, gehören jedoch formal zu der Gruppe der Gallenwegstumore.

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Häufigkeit

Bösartige Tumoren der Gallenwege und Gallenblase (biliäres System) sind insgesamt seltene Krankheitsbilder mit einem jährlichen Auftreten (Inzidenz) von ungefähr 5 Krankheitsfällen pro 100.000 Einwohner.

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Ursachen und Risikofaktoren

Während bösartige Tumorerkrankungen der Gallenwege häufiger bei Männern als bei Frauen auftreten, sind Gallenblasenkarzinome bei Frauen häufiger (Verhältnis 2:1), was in erster Linie in Zusammenhang mit dem häufigeren Auftreten von Gallenblasensteinen bei Frauen zu erklären ist. Bei fast allen Patienten (74-92%) mit Gallenblasenkarzinom werden auch Gallensteine gefunden, allerdings erkranken nur sehr wenige Patienten mit Gallenblasensteinen im Laufe ihres Lebens an einem Gallenblasenkarzinom. Bei Vorliegen von Gallenblasensteinen mit typischen Beschwerden (symptomatischen Gallensteinen) scheint aber das Risiko, dass sich ein Karzinom bildet erhöht zu sein; Patienten mit symptomatischen Gallensteinen werden in der Regel auch aus anderen Gründen operiert.

Im Rahmen von Gallenblasenoperationen wird in ca. 1% der Fälle im Rahmen der Gewebeaufarbeitung ein Gallenblasenkarzinom diagnostiziert.

Andere Erkrankungen, die als Risikofaktor für Gallenblasenkarzinome gelten sind chronische Entzündungen der Gallenblase. Auch aus Polypen der Gallenblase können sich bösartige Tumorerkrankungen entwickeln, wobei dies in erster Linie für Polypen mit beobachtetem Wachstum gilt, die größer als 10mm sind.

Für Karzinome der Gallenwege sind die Risikofaktoren in geringerem Maße bekannt. Neben entzündlichen Erkrankungen, wie der "Primär sklerosierenden Cholangitis (PSC)"wird ein mäßig erhöhtes Erkrankungsrisiko bei chronischen Rauchern angenommen.

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Krankheitszeichen

Es fehlen charakteristische Frühsymptome. Häufig tritt im Laufe der Erkrankung eine Gelbfärbung (Ikterus) von Haut und Augen auf, was durch einen tumorbedingt fehlenden Abfluss der Gallenflüssigkeit in den Darm auftritt. Während dieser Ikterus beim Gallenblasenkarzinom in der Regel ein fortgeschrittenes Stadium anzeigt, können auch kleinere Karzinome der Gallenwege zu einem Verschluss und damit zur Ausbildung dieser Gelbfärbung führen. Viele Patienten mit Gallenblasenkarzinom berichten auch über drückende Schmerzen im rechten Oberbauch, was allerdings nicht spezifisch auf eine bösartige Tumorerkrankung der Gallenblase hindeutet.

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Untersuchungen

Eine Reihe von Untersuchungsverfahren dient zur Diagnose und zur Festlegung der Therapie bei Krebserkrankungen von Gallenblase und Gallenwegen. Neben der eigentlichen Sicherung der Diagnose dient die Diagnostik in erster Linie dazu, bösartige Tumore von Gallenblase oder Gallenwegen, die mit Aussicht auf Heilung operiert werden können von Tumoren zu unterscheiden bei denen Patienten nicht von einer Operation profitieren. Durch diese Untersuchungen möchten wir insbesondere Informationen gewinnen, wie tief die Tumoren die Wand der Gallenblase oder Gallenwege infiltrieren und ob Absiedelungen in Lymphknoten und anderen Organen vorliegen.

Im Einzelfall stehen uns folgende Untersuchungen zur Verfügung:

Anamnese und körperliche Untersuchung

In einem ausführlichen Gespräch werden alle Beschwerden und Vorerkrankungen (auch familiäre Erbkrankheiten) erfragt und dokumentiert. Anschließend wird eine gründliche körperliche Untersuchung vorgenommen.

Labor

Durch Analyse des Blutes erhalten wir Informationen über Ihren Allgemeinzustand und bestimmte Organfunktionen. Häufige Veränderungen betreffen neben dem Blutbild Laborwerte, die einen verzögerten bzw. fehlenden Abfluss der Galle anzeigen.

Tumormarker haben bei Tumoren der Gallenblase oder Gallenwege nur einen untergeordneten Stellenwert und finden z.B. Verwendung bei Patienten, die sich zur Nachsorge nach kompletter operativer Entfernung des Tumors vorstellen.

Oberbauchsonographie (Ultraschall)

Aufgrund der breiten Verfügbarkeit, einfachen Handhabung und fehlenden Strahlenbelastung ist der Ultraschall meist das erste eingesetzte Verfahren. Insbesondere ein Gallestau als häufigste Komplikation der biliären Tumoren kann mit Hilfe des Ultraschalls sicher erkannt werden. Allerdings ist oft die direkte Darstellung kleinerer Tumore der Gallenwege nicht möglich.

Sonographisch gesteuert kann aus vergrösserten Lymphknoten, Absiedelungen auf anderen Organen oder den Tumoren selbst auch Material zur feingeweblichen Aufarbeitung entnommen werden.

Gastro-Ösophagoskopie-Duodenoskopie

Die Gastro-Ösophago-Duodenoskopie alleine stellt für Tumoren die im Mündungsbereich in den Zwölffingerdarm liegen eine entscheidende Diagnostik dar, ebenso kann eine Infiltration in den Zwölffingerdarm oder eine Einengungen von außen erkannt und etwaige Komplikationen, wie z.B. Blutungen behandelt werden.

 Endosonographie

Eine gute Aussage über die lokale Tumorausdehnung und einen Befall regionaler Lymphknoten ist mit Hilfe der Endosonographie insbesondere für Karzinome möglich, die nahe des Zwöfffingerdarmes liegen (distale Gallengangstumoren). Zur Entscheidung, ob eine Operation möglich ist, sind diese Informationen entscheidend.

Mit Hilfe dieser Methode können auch, sonographisch gesteuert, der Tumor oder vor allem vergrößerte Lymphknoten biopsiert werden.

Endoskopisch retrograde Cholangio-Pankreatiko-Graphie (ERCP)

Mit dieser Methode ist eine genaue Darstellung der Gallenwege und dadurch eine Tumorlokalisation möglich.

Ein Vorteil stellt die Option dar, dass gleichzeitig eine diagnostische Entnahme von Tumorgewebe und therapeutisch eine Aufhebung des Gallewegsstaus durchgeführt werden kann. Ein Nachteil dieses invasiven Verfahrens ist das mögliche Auftreten von Komplikationen, wie Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder Verletzungen im Magen-Darm-Trakt. Auch kann das Verfahren nicht bei allen Patienten eingesetzt werden. Genauere Informationen siehe ERCP

Ist eine ERCP nicht möglich oder ist eine rein diagnostische Untersuchung geplant, kann alternativ eine Magnetresonanz-Cholangiopancreaticographie (MRCP) erwogen werden.

Computertomographie

Je nach Lokalisation des Tumors gibt die Computertomographie Auskunft über mögliche Absiedelungen des Tumors (Metastasen) in anderen Organen oder Lymphknoten. Wie auch beim Ultraschall ist aber häufig die Darstellung kleinerer Tumore der Gallenwege nicht möglich. Nachteilig ist eine gewisse Strahlenbelastung.

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Klassifikation und Stadieneinteilung

Durch die oben erwähnte Diagnostik kann das Tumorstadium bestimmt werden. Dies ist erforderlich um die bestmögliche Therapie zu bestimmen. Eine genauere Beurteilung des Tumorstadiums ist allerdings oft erst nach Operation möglich.

Üblicherweise wird hierzu die TNM-Klassifikation verwendet, wobei hier T für die Größe und Ausdehnung des Primärtumors, N für die Anzahl der befallenen Lymphknoten und M für das Auftreten von Tumorabsiedelungen (Metastasen) in anderen Organen steht.

Mit Hilfe der TNM-Klassifikation können verschiedene Tumorstadien mit verschiedener Zielsetzung der Behandlung unterschieden werden. Das Tumorstadium lässt in gewissem Ausmaß auch eine Abschätzung der Prognose zu.

Gallenblase

T-Klassifikation

TX
   

Primärtumor nicht beurteilbar

T0
   

Kein Anhalt für Primärtumor

Tis
   

Carcinoma in situ

T1
   

Tumor infiltriert Lamina propria (T1a) oder Muskulatur (T1b)

T2
   

Tumor infiltriert perimuskuläres Bindegewebe, aber keine Ausbreitung jenseits der Serosa oder in die Leber

T3
   

Tumor perforiert Serosa (viszerales Peritoneum) und/oder infiltriert direkt in nur ein Nachbarorgan (Leberinfiltration <2cm / Magen / Duodenum)

T4
   

Pfortader / A. hepatica und/oder Infiltration von zwei und mehr Nachbarorganen (Magen, Duodenum, Kolon, Pankreas, Netz, extrahepatische Gallengänge)
   

N-Klassifikation

NX
   

Regionäre Lymphknoten nicht beurteilbar

N0
   

Lymphknoten tumorfrei

N1
   

Regionale Lymphknoten befallen
   

M-Klassifikation

MX
   

Fernmetastasen  nicht beurteilbar

M0
   

Keine Fernmetastasen

M1
   

Fernmetastasen vorhanden
   

Diffrenzierungsgrad

G1
   

Gut differe

G2
   

Mäßig differenziertnziert

G3
   

Wenig differenziert

G4
   

Undifferenziert
   

UICC-Stadium

Stadium 0
   

Tis   N0  M0

Stadium I
   

T1   N0  M0

Stadium II
   

T2   N0  M0

Stadium III
   

T3   N0  M0
T1-3  N1  M0

Stadium IV
   

T4  Jedes N  M0
Jedes T  Jedes N  M1
   
   

Extrahepatische Gallenwege

T-Klassifikation

TX
   

Primärtumor nicht beurteilbar

T0
   

Kein Anhalt für Primärtumor

Tis
   

Carcinoma in situ

T1
   

Tumor auf den Gallengang beschränkt

T2
   

Tumor infiltriert jenseits des Gallengangs

T3
   

Tumor infiltriert benachbarte Organe

T4
   

Tumor infiltriert Truncus coeliacus oder A. mesenterica sup.
   

N-Klassifikation

NX
   

Regionäre Lymphknoten nicht beurteilbar

N0
   

Lymphknoten tumorfrei

N1
   

Metastasen in LK am Ductus cysticus, um den Choledochus und / oder am Leberhilus
   

M-Klassifikation

MX
   

Fernmetastasen nicht beurteilbar

M0
   

Keine Fernmetastasen

M1
   

Fernmetastasen vorhanden
   

UICC-Stadium

Stadium 0
   

Tis  N0  M0

Stadium IA
   

T1  N0  M0

Stadium IB
   

T2  N0  M0

Stadium IIA
   

T3  N0  M0

Stadium IIB
   

T1/2/3  N1  M0

Stadium III
   

T4  Jedes N  M0

Stadium IV
   

Jedes T  Jedes N  M1

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Behandlungsmöglichkeiten

Grundlagen

Eine Behandlung die, die Heilung vom Tumor zur Zielsetzung hat, ist nur durch die vollständige chirurgische Entfernung möglich (R0-Resektion).

Mit weiterer Ausdehnung des Tumors (höheres Stadium) verschlechtert sich die Prognose der Erkrankung.

Ein vordringliches Ziel bei jedem Patienten ist die Sicherstellung der Galleableitung

An Hand des vorliegenden Tumorstadiums UND des Allgemeinzustand des Patienten muss mit dem Patienten die geeignete Therapie ausgewählt werden. Im Einzelnen stehen folgende Therapieverfahren zur Verfügung:

Operation

Bei Vorliegen von kleinen Tumoren ohne Anhalt auf Metastasen in Lymphknoten oder Fernmetastasen ist, falls keine anderen Gründe (z.B. ungünstige Lage des Tumors oder Erkrankungen von Herz & Lunge) gegen die Operation sprechen die operative Entfernung des Tumors Therapie der Wahl. Die Art und das Ausmaß der Operation hängen vor allem von der Lokalisation des Tumors ab. In einzelnen Fällen kann eine zusätzliche Nachbehandlung mit Strahlen- und / oder Chemotherapie nützlich sein. Eine vollständige (R0)-Resektion ist die einzige Möglichkeit mit der Tumoren der Gallenblase und Gallenwege mit dem Ziel der Heilung behandelt werden können.

Strahlentherapie

In mehreren Studien konnte ein Vorteil für eine zusätzliche Radiotherapie (Strahlentherapie) zur Operation gezeigt werden. Bei Patienten mit mäßigem bis hohem Risiko für ein Tumor­rezidiv kann nach der Operation eine Strahlen- und / oder Chemotherapie durchgeführt werden.

In weiteren Studie konnte bei nicht heilbaren Patienten ein guter Effekt durch die photodynamische Therapie mit nachfolgender Stenteinlage, hinsichtlich einer Verbesserung der Galleableitung, der Lebensqualität und des Überlebens gezeigt werden.
Dieses Verfahren wird aber nur von sehr wenigen Zentren angewendet. (nicht in Ulm)

Chemotherapie

Eine generelle Empfehlung zur Chemotherapie von bilären Tumoren kann aktuell nicht ausgesprochen werden, die Therapieentscheidung erfolgt individuell.
Die Grundlage jeder Therapie ist im besonderen Maße die optimale supportive Therapie.
Karzinome des biliären Systems zeigen häufig eine hohe Resistenz gegenüber Chemotherapie. Die Standartdtherapie in dieser Situation erfolgt mit Gemcitabine und Cisplatin. In den letzten Jahren haben aber auch hier mehrere Therapiemöglichkeiten Einzug genommen, so dass in Einzelfällen auch mehrere Chemotherapielinien möglich sind.
Stets sind wir bemüht durch aktuelle Studien die Therapie der Patienten zu verbessern. Aktuelle Studien finden sie hier LINK.

Unterstützende (supportive) Therapieverfahren

Ziele der unterstützenden Therapie bei Tumorerkrankungen der Gallenblase und Gallenwege sind: Sicherstellung der Ableitung der Galleflüssigkeit und dadurch  Vorbeugung / Therapie von Infektionen in den Gallewegen. Minderung / Beseitigung des Juckreiz (durch Galleablagerung in der Haut hervorgerufen). Schmerzlinderung

Galleableitung (Biliäre Drainage)

Zur Behandlung des Gallenstaus wird primär versucht eine "Überbrückung" des Tumors mit Ableitung über eine ERC zu erreichen. Erst wenn der endoskopische Zugang über den Zwöffingerdarm nicht möglich ist, sollte der Zugang von außen über eine PTCD erwogen werden. Die PTCD (perkutane transhepatische Cholangiodrainage) stellt eine Ableitung der Galle durch Punktion von außen dar. Diese Methode kommt zum Einsatz wenn eine ERCP nicht gelingt, wie z.B. nach bestimmten Operationen am Magen oder nicht überbrückbarem Tumor.

Liegt ein Gallestau mit Ikterus bei Tumoren des biliären Systems vor wird zunächst eine Überbrückung der tumorbedingten Engstelle mit einer Kunstoffprothese (Stent) versucht, die aber wegen möglichem Verschluss durch Ablagerungen im Lumen wiederholt gewechselt werden müssen. Zur Verlängerung der Dauer der Stent-Offenheit kann im Einzelfall ein Metallgitterstent eingelegt werden. Häufige Komplikationen eines Gallenstaus sind Infekte, die mit hohem Fieber einhergehen können. Ikterus (Gelbsucht durch Stau der Galle) oder dunkler Urin können Frühsymptome eines Verschlusses der Galleableitung sein.

Schmerztherapie

Durch ausreichenden Einsatz von Schmerzmitteln ist in der Regel eine zufrieden stellende Schmerzeinstellung möglich. Falls trotz ausreichender medikamentöser Therapie keine Schmerzfreiheit erzielt werden kann, kann ein Therapieversuch mittels Bestrahlung oder einer lokalen Blockade eines Nervengeflechts (Plexus Coeliacus) versucht werden.

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Krankheitsverlauf

Falls ein Rezidiv (Wiederauftreten des Tumors im ehemaligen Tumorgebiet) auftritt, sollte eine erneute Therapie  erfolgen, wobei hier ebenfalls die dargestellten Limitationen der Therapie gelten.

Autoren:

Erstellung (08/2005) Prof. Dr. Th. Seufferlein, Innere Medizin I

1. Überarbeitung (11/2007) PD Dr. Götz von Wichert, Innere Medizin I

2. Überarbeitung (10/2008) PD Dr. Götz von Wichert, Innere Medizin I

3. Überarbeitung (10/2011) Dr. Sven Walter, Innere Medizin I


http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/zentren/cccu/home/fuer-patienten-und-angehoerige/krebsbehandlung/krebs-spezifisch/gallenblase-gallengangskarzinom.html#c22053


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Gallenblasenkrebs, Gallengangkrebs - Symptome
« Antwort #2 am: 01. Dezember 2012, 00:05 »

Hallo,

Gallenblasenpolypen sind etwas häufiges, ca. 5% der Bevölkerung haben einen oder mehrere Polypen. Von daher sei erst einmal beruhigt.

Prinzipiell hast du natürlich recht, Polypen haben das Risiko maligne/bösartig zu entarten. Eine Studie von 2009 entarteten innerhalb von 8 Jahren 2,1% der Polypen, also 2 von 100. Dabei entarten Polypen über 1cm mit einer signifikanten Häufigkeit.

Viellecht wird es dein Arzt gesagt haben, daher entfernt man Polypen >1cm auch prophylaktisch. Also die prinzipielle Entartungsgefahr ist vorhanden, ja. Aber die ist 1. gering und 2. durch regelmäßige Kontrollen gut in den Griff zu bekommen. Es wird beobachtet via Sonographie ob der Polyp wächst und ob sich im Gewebe Unregelmäßigkeiten zeigen. Ist das der Fall wird er entfernt.

Ich hänge dir ma eine Studie an, falls du etwas nicht verstehst melde dich gern nochmal wieder,

lG Pete

Linkempfehlung: http://www.medscape.com/viewarticle/588938