Autor Thema: SURVIVIN - Blasenkrebs - Studie  (Gelesen 2882 mal)

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Edi

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SURVIVIN - Blasenkrebs - Studie
« am: 07. Dezember 2007, 23:51 »
Karam JA, et al. Survivin expression in patients with non-muscle-invasive urothelial cell carcinoma of the bladder. Urology 2007;70:482-6.

Das Protein SURVIVIN ist ein anti-apoptotisch (gegen den Zell-Selbstmord [abartiger Zellen] gerichtet, also eine Eigenschaft von KREBSZELLEN) wirkendes Genprodukt, das die Invasion von Tumorzellen induziert.

Die texanischen Ärzte untersuchten Gewebeproben von TURs bei Patienten mit Ta, Tis und/oder T1 mittels immunhistochemischer Färbemethode auf Survivin.

- In gesunden Urothelzellen war kein Survivin vorhanden.
- Bei 53% nicht-muskelinvasiver Tumoren wurde Survivin gefunden.
- Je höher das Tumorgrading (G), desto mehr Survivin wurde gefunden.

Die Autoren folgern daraus,
daß die Analyse der durch TURs gewonnenen Gewebeproben auf Survivin-Bildung dabei helfen könnte,
Patienten mit hohem Rezidiv- und Progressionsrisiko zu identifizieren,
die dann von engmaschigerer Überwachung und aggressiverer Therapie profitieren könnten.



Vor 1 Jahr hieß es noch:


Ein Möglichkeit zur Detektion von Urothelkarzinomen im Urin ist die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) und die Mikrosatelliten-Analyse (9, e7). Hierzu werden fluoreszierende zentromerische und lokusspezifische DNA-Proben eingesetzt, um Urothelzellen mit chromosomalen Anomalien zu erkennen. Halling et al. erzielten Sensitivitäten von 36 % für G1-, 76 % für G2- und 96 % für G3-Tumoren. Die Spezifität betrug 96 % (10).

Ein weiteres Markerprotein ist das Anti-Apoptose-Protein Survivin (e8). Die bislang durchgeführten Studien hatten nur geringe Fallzahlen. Es wurde eine Sensitivität von 100 % und eine Spezifität von 100 beziehungsweise 87 % erreicht (11, e9).
« Letzte Änderung: 08. Dezember 2007, 01:10 von Edi »