Autor Thema: Blasenkrebs nach Prostatakrebs  (Gelesen 4633 mal)

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Josef

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Blasenkrebs nach Prostatakrebs
« am: 15. Dezember 2007, 02:05 »

Prostata- und Blasenkarzinom

Untersuchungen bestätigen eine hohe Korrelation

Mai 2005 - In der Literatur finden sich zahlreiche Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für ein Prostatakarzinom nach einem Blasenkarzinom und für ein erhöhtes Risiko eines Blasenkarzinoms nach einem Prostatakarzinom.

In einer groß angelegten retrospektiven Studie aus den Vereinigten Staaten wurde nun der Zusammenhang statistisch exakt analysiert: Von den 673 in die Untersuchung einbezogenen Männern mit initialem Prostatakarzinom entwickelten 21 (3,1%) in der Folge ein Blasenkarzinom, von den 149 Männern mit initialem Blasenkarzinom musste bei 18 (12,1%) in der Folge ein Prostatakarzinom diagnostiziert werden. Unter Berücksichtigung regionaler Karzinominzidenzen und der Altersschichtung - entsprechend der Untersuchungspopulation - hätte man beim Prostatakarzinom normalerweise 3,7 (statt 21) und beim Blasenkarzinom 3,1 (statt 1  Fälle erwartet.

Damit zeigt sich bei beiden Karzinomarten ein um das 5-6 fache erhöhtes Karzinomrisiko.

Für die Praxis bedeutet das, dass bei Blasen- und Prostatakarzinom-Patienten in Zukunft nicht nur auf das Rezidiv geachtet werden muss sondern dass auch ein "Karzinomwechsel" ins Kalkül gezogen werden sollte.

Das heißt, dass zum Beispiel eine Hämaturie nach Prostatakarzinom-Behandlung eben auch als Indiz für ein Blasenkarzinom gedeutet werden kann.

Quelle: A. Singh et al., The Journal of Urology, Vol. 178, 1526-1529, Mai 2005
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke