Autor Thema: ? PSA Ende-Zukunft:PCA3(uPM3) ?  (Gelesen 7472 mal)

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Dietmar E.

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? PSA Ende-Zukunft:PCA3(uPM3) ?
« am: 14. April 2007, 18:53 »
PSA Ende - Zukunft: PCA3 (uPM3)? 

Der Tumormarker PSA, mit fPSA und cPSA und Quotient und .... ist in die Jahre gekommen, meine ich.
Es gibt viel zu viele falsch positive und falsch negative (Kurzzeit)Ergebnisse, und dementsprechende weitere belastende Untersuchungen bzw. Operationen mit Entfernung von Organen.

Prostataspezifisches Antigen - PSA

Über PSA als Bluttest zur Früherkennung von Prostatakrebs wird auch in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert.

Einmal im Jahr kann jeder Mann ab 50 Jahren eine von den Krankenkassen bezahlte Tastuntersuchung der Prostata in Anspruch nehmen. Frühe Krebsstadien sind jedoch meist nicht zu tasten, sie lassen sich nur über eine PSA-Bestimmung im Blut erkennen. Nur in solchen Stadien ist eine Heilung möglich.

Kennt in Deutschland nur eine Minderheit ihren PSA-Wert, so sind dies in den USA beinahe ¾ der betroffenen Männer.  Ein landesweit akzeptierter Kampf gegen den Prostatakrebs hat hier bereits zu einer deutlichen Abnahme der Sterblichkeit am Prostatakrebs geführt.

Der uPM3 Wert, jetzt PCA3, ist leider nur sehr schwer zu diagnostizieren, da weit und breit kein Labor hierfür da ist, und somit der Urin mit -18 Grad nach XY geschickt werden muss.


Hier ein Bericht vom PCA3:

OTS0357 5 WA 1279 PRN0008                             Fr, 30.Mär 2007

Medien/Gesundheit/International/Industrie

Vielversprechende Daten bei Molekularforschungstest für Prostatakrebs in von Experten begutachteter Untersuchung im Fachblatt UROLOGY(R)

   San Diego und Quebec City (ots/PRNewswire) -

   - In Studie erweist sich urinbasierter Test des hochgradig spezifischen Prostatakrebsgens PCA3 bei Voraussage der Wiederholungsbiopsie-Ergebnisse als genauer als herkömmliche Methode

   Laut einer von Experten kontrollierten, in der März-Ausgabe des Fachblattes UROLOGY(R) (69: 532-535, 2007) erschienenen Studie an 233 Männern ergab der Gen-Probe-Forschungstest (Nasdaq: GPRO), der das hochgradig spezifische, im Urin enthaltene, Prostatagen PCA3 untersucht, genauere Voraussagen über Wiederholungsbiopsien als die herkömmlichen Prostata-spezifischen Antigen-Tests (PSA).

   "Männer mit erhöhten Serumwerten für das Prostata spezifische Antigen (PSA) und negativen Prostata-Biopsie-Befunden stellen ein Dilemma dar, weil es für sie keinen zuverlässigen Diagnosetest gibt", sagt der federführende Autor der Studie, Leonard S. Marks, MD, ausserordentlicher klinischer Professor für Urologie am UCLA und medizinischer Direktor der Urological Sciences Research Foundation. "Die Ergebnisse dieser Forschungsstudie zeigen, dass der PCA3-Test ein neues Werkzeug ist, das den Klinikärzten bei der Behandlung von 'PSA Dilemma'-Patienten hilft."

   An der Studie nahmen Männer aus drei nordamerikanischen Krankenhäusern mit PSA-Serumwerten von mindestens 2,5 ng/ml teil. Alle hatten zuvor negative Biopsien erhalten und wurden für eine Nachfolgebiopsie vorgemerkt. Das Durchschnittsalter der Männer betrug 64 Jahre und ihr durchschnittlicher PSA-Serumwert lag bei 6,1 ng/ml. In der Studie sammelten die Forscher den Urin von den Männern nach einer digitalen Rektaluntersuchung. Rund 97 % der Proben waren "informativ", d.h., sie enthielten angemessenes genetisches Material zur Analyse. Wiederholungsbiopsien ergaben bei rund 27% dieser Männer Prostatakrebs.

   Die Forscher fanden nun heraus, dass das Risiko einer positiven Wiederholungsbiopsie mit dem PCA3-Wert in Wechselbeziehung steht. Beispielsweise hatten nur 12% der 26 Männer in der Studie, die einen PCA3-Wert kleiner 5 hatten, eine positive Wiederholungsbiopsie. Im Gegensatz dazu hatten 50% der 18 Männer, deren PCA3 Wert grösser 100 war, eine positive Wiederholungsbiopsie. Für alle Männer in der Studie ergab der PCA3-Forschungstest ein Ungleichheitsverhältnis von 3,6. Das bedeutet, dass die Männer mit einem erhöhten PCA3-Wert eine 3,6-fach höhere Wahrscheinlichkeit für eine positive Wiederholungsbiopsie als Männer mit einem normalen PCA3-Wert aufweisen.

   Darüber hinaus nutzten die Forscher ein statistisches Verfahren, die ROC-Kurvenanalyse (ROC, Receiver Operating Characteristic) zur Beurteilung der Möglichkeit, mit dem PCA3-Forschungstest eine Vorhersage des Ergebnisses der Prostatabiopsie-Nachuntersuchung zu machen. Für den PCA3-Wert betrug die Fläche unter der ROC-Kurve 0,68. Im Vergleich dazu ergab der PSA-Serumtest eine Fläche von 0,52 unter der Kurve, woraus die Autoren schliessen, dass "die Wahrscheinlichkeit der Voraussage eines Prostatakrebsbefunds nur geringfügig besser als die des Münzwurfs ist". In der Studie hatte der PCA3-Test eine Empfindlichkeit von 58% und eine Spezifität von 72% ergeben.

   "Rund 1 Million Männer in den USA unterziehen sich jedes Jahr einer Prostatabiopsie. Bei einem Viertel der Männer wird dabei Prostatakrebs festgestellt", so Dr. Marks. "Darüber hinaus müssen Männer mit negativen Biopsiebefunden und erhöhten PSA-Werten auch dann noch mit der Möglichkeit einer Prostatakrebserkrankung rechnen. Viele lassen deshalb weitere Biopsien machen. Dabei sind die Kosten in US-Dollar, das Morbiditätsrisiko und das emotionale Durcheinander im Zusammenhang mit Wiederholungsbiopsien nicht unerheblich. Ein genauerer Prostatakrebstest würde einen bedeutenden klinischen Fortschritt für dieses lästige Problem darstellen. In dieser Forschungsstudie lag der im Urin gefundene PCA3-Wert über dem PSA-Serumwert bei der Voraussage des Ergebnisses der Wiederholungsbiopsien. Die hohe Spezifität und der Informativ-Anteil lassen vermuten, dass der PCA3-Forschungstest eine bedeutende Rolle in der Prostatakrebsdiagnose spielen könnte."

   Der genbasierte PCA3-Forschungstest von Gen-Probe entdeckt die Überexpression von PCA3 mRNA im Urin. Frühere Studien haben gezeigt, dass PCA3 bei mehr als 90% der Prostatatumore, relativ zu benignen Zellen, 60- bis 100-fach überexprimiert ist. Das weist darauf hin, dass das Gen ein nützlicher Biomarker für Prostatakrebs sein könnte. Im Gegensatz dazu kann Serum-PSA aufgrund einer Reihe von benignen Faktoren erhöht sein, was zu "falsch positiven Befunden" und überflüssigen Biopsien führt. In der Tat haben sogar drei Viertel der Männer, die nach dem PSA-Serum-Test krebsverdächtig sind, in Wirklichkeit nicht-kanzerogene Krankheiten wie benigne Prostata-Hyperplasie (BPH).

   Der Gen-Probe PROGENSA(TM) PCA3-Test besitzt das CE-Siegel und kann in der Europäischen Union vermarktet werden. Der Forschungstest ist nicht zur Vermarktung in den USA zugelassen.

   Das PCA3 Gen wurde von Dr. Marion Bussemakers bei ihrer Arbeit mit Dr. Jack Schalken an der University von Nimwegen in den Niederlanden und im Labor von Dr. William Isaacs an der Johns Hopkins University in Baltimore, Maryland entdeckt. DiagnoCure Inc. (TSX: CUR) besitzt die exklusiven weltweiten Lizenzrechte für alle diagnostischen und therapeutischen Anwendungen des Gens. Im November 2003 erwarb Gen-Probe von DiagnoCure die exklusiven weltweiten Diagnostikrechte am PCA3-Gen.

   Unternehmensprofil Gen-Probe

   Gen-Probe Incorporated ist weltweit führend in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von schnellen, genauen und kostengünstigen Nucleinsäuretests (NATs), die hauptsächlich zur Diagnose menschlicher Erkrankungen und zum Screening von Blutspenden eingesetzt werden. Gen-Probe hat über 24 Jahre NAT-Erfahrung und wurde 2004 für die Entwicklung von NAT-Blutscreening-Tests mit der National Medal of Technology ausgezeichnet, Amerikas höchste Auszeichnung für technologische Innovation. Gen-Probe mit Sitz in San Diego beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen finden Sie unter www.gen-probe.com .

   Informationen zu DiagnoCure

   DiagnoCure ist auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Molekulardiagnosetests zur Entdeckung und Bewältigung von Krebs spezialisiert. Der erste Test des Unternehmens, ImmunoCyt(TM) / uCyt+(TM) für Blasenkrebs, wird weltweit vertrieben. Im Jahr 2003 begann das Unternehmen eine strategische Allianz mit Gen-Probe (Nasdaq: GPRO) zur Entwicklung und Vermarktung einer zweiten Generation eines PCA3-basierten Diagnosetests für Prostatakrebs. Das Unternehmen plant die Ausdehnung seines Produktportfolios, insbesondere auf Prostata-, Lungen- und weitere Krebserkrankungen. Über eigene Forschungsaktivitäten hinaus beabsichtigt das Unternehmen, vielversprechende Biomarker von akademischen und gewerblichen Institutionen zu erwerben und zu lizenzieren. Weitere Informationen finden Sie unter www.diagnocure.com.

« Letzte Änderung: 29. April 2007, 19:24 von admin »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

admin

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PSA
« Antwort #1 am: 29. April 2007, 19:15 »
Prostataspezifisches Antigen - PSA

Über PSA als Bluttest zur Früherkennung von Prostatakrebs wird auch in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert.

Einmal im Jahr kann jeder Mann in Deutschland ab 50 Jahren eine von den Krankenkassen bezahlte Tastuntersuchung der Prostata in Anspruch nehmen. Frühe Krebsstadien sind jedoch meist nicht zu tasten, sie lassen sich nur über eine PSA-Bestimmung im Blut erkennen. Nur in solchen Stadien ist eine Heilung möglich.

Kennt in Deutschland nur eine Minderheit ihren PSA-Wert, so sind dies in den USA beinahe ¾ der betroffenen Männer.  Ein landesweit akzeptierter Kampf gegen den Prostatakrebs hat hier bereits zu einer deutlichen Abnahme der Sterblichkeit am Prostatakrebs geführt.



Einfache Berechnung der PSA-Anstiegsgeschwindigkeit ausreichend

Neuen Forschungsergebnissen zufolge kann die Anstiegsgeschwindigkeit des PSA-Wertes bei Prostatakarzinompatienten, die eine definitive Therapie erhalten, mit Hilfe einer einfachen Formel und zwei Messwerten genau berechnet werden.
Die Wissenschaftler schlagen daher vor, bei der Berechnung der PSA-Anstiegsgeschwindigkeit für prognostische Zwecke eine einfache 2-Punkt-Formel der komplizierteren Standardmethode der linearen Regression vorzuziehen.
„Innerhalb eines 12-monatigen Intervalls gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen linearer Regression und 2-Punkt-Formel“, berichtet die Arbeitsgruppe, die die Daten von 540 radikal prostatektomierten Patienten bei lokal begrenztem Prostatakarzinom untersuchte.
Die Wissenschaftler unter der Leitung von Xiaoying Yu von der Feinberg School of Medicine in Chicago, Illinois, USA, fügen im Journal of Urology hinzu: „Die große Einfachheit dieser Formel würde es Klinikern erlauben, die PSA-Anstiegsgeschwindigkeit in der täglichen Praxis häufiger zu benutzen.“
Yu et al. berechneten mittels linearer Regression als Standardmethode eine mediane PSA-Anstiegsgeschwindigkeit von 1,32 ng/ml/Jahr für 238 Männer zum Zeitpunkt der Diagnose.
Die Forscher verglichen diesen Wert mit den PSA-Anstiegsgeschwindigkeiten, die sie mit verschiedenen einfacheren Rechenmethoden bestimmt hatten.
Die genaueste der einfacheren Methode bildete die Differenz zwischen zwei innerhalb der letzten 12 Monate vor der Diagnose gemessenen PSA-Werten und dividierte diese Differenz durch die Zeitspanne zwischen den beiden Messpunkten.
Mit dieser Methode wurde eine mediane PSA-Anstiegsgeschwindigkeit von 1,26 ng/ml/Jahr ermittelt.
In einem begleitenden Editorial hebt Du Geon Moon (Korea University Hospital, Seoul, South Korea) hervor: „Um die Standardmethode der Berechnung der PSA-Anstiegsgeschwindigkeit beim Screening und der Diagnose von Prostatakarzinomen festzulegen, benötigen wir große prospektive Studien.“
J Urol 2006; 176: 2427–2431
http://www.jurology.com/article/PIIS0022534706019768/abstract
http://www.uroonkologie.de/nachrichten/medizin_details.asp?id=250
« Letzte Änderung: 29. April 2007, 19:27 von admin »