Autor Thema: Rauchen, Passivrauchen nicht schädlich!  (Gelesen 8332 mal)

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hilde

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Rauchen, Passivrauchen nicht schädlich!
« am: 26. Januar 2008, 00:44 »

Ich schäme mich bald in Österreich zu leben, unter dieser Gesundheits- und Familienministerin.
Und der Bundeskanzler schaut zu.

Da will man uns doch weiß machen, dass der schwarze Dunst für Nichtraucher kein Problem in Gaststätten sei.
Dass dies bei einem Ventilator oder so was keine gesundheitlichen Störungen mit sich bringt.

Diese Frau Dr. Kdolsky sei Ärztin und verhindert das generelle Rauchverbot. Jetzt gibt
es bald nicht niur den Tankstellentourismus, nein, bald wird Österreich in Italien und Deutschland und .... werben: Bei
uns gibt es kein Rauchverbot, mach Urlaub bei uns! (Dann bist bald tot!)


Wer kdolskysches Gedankengut besitzt, dem sei gesagt:


Eine brennende Zigarette in Ihrer Nähe ist schädlich! Warum? 85 % des Rauchs einer Zigarette entsteht zwischen den einzelnen Zügen. Und der Rauch einer brennenden Zigarettenspitze im Aschenbecher oder in der Hand eines Rauchers ist noch giftiger als der, den der Raucher einzieht und ausstößt! Die Freiheit zu rauchen bedeutet, ebenso die Verantwortung dafür zu tragen, andere nicht zu gefährden.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Lüften von Räumen nicht gegen Tabakrauch schützt. Unbewusst atmet man oftmals Rauch mit allen dazugehörigen Folgen ein: Asthma, Krebs, Herzkrankheiten, vorzeitiger Tod, etc.

Seit Januar 2004 haben Irland, Norwegen, Italien, Malta, Schweden und Schottland das Rauchen in öffentlichen Einrichtungen verboten. Mit Erfolg! Zum Beispiel glauben 96 % der irischen Bürger, dass das Rauchverbot ein Erfolg sei. 85 % der Italiener sind gegen eine Aufhebung des Verbots, und 500.000 von ihnen haben dank der Kampagne gegen das Passivrauchen innerhalb eines Jahres aufgehört zu rauchen. Derzeit haben England, Wales, Nordirland, Belgien und Frankreich ähnliche Pläne.

Weltweite Politik für den Kampf gegen Tabak und Passivrauch,
asber doch nicht bei uns ("in Bagdad"; aber auch in der Türkei!).

Rauchen verursacht Krankheiten, insbesondere Krebs, (jeder zehnte starke Raucher hat/bekommt Blasenkrebs) aber wussten Sie schon, dass Passivrauchen ebenso für zahlreiche Herzkrankheiten wie Blutleere oder Schlaganfall verantwortlich ist?

Arbeitsplätze, insbesondere in den Bereichen Gastronomie oder Nachtleben (Kneipen, Discos, etc.), sind in hohem Maße den Gefahren des Passivrauchens ausgesetzt.

Diese Menschen könnten noch leben, wären Sie keinem Passivrauch ausgesetzt gewesen.

Sie nehmen beim Rauchen bewusst Risiken in Kauf. Das ist Ihre Entscheidung. Die Entscheidung anderen abzunehmen heißt, diese Menschen Krankheiten, insbesondere Krebs, auszuliefern. Passivrauchen kann für Frauen und ungeborene Kinder ernste Folgen haben. Das Risiko von Fehlbildungen und Atemwegskomplikationen ist dadurch erhöht. Passivrauchen ist außerdem für viele Formen von Herzkrankheiten sowie Ischämie oder Schlaganfall verantwortlich. Das Risiko einer Herzkrankheit steigt bei Erwachsenen, die Rauch ausgesetzt sind, um 25 %.

Studien - Rauchverbot in Lokalen zeigt positive Wirkung
10/01/2008 In deutschen Gaststätten darf seit Anfang des Jahres kaum noch geraucht werden. Um Nichtraucher zu schützen, erlauben die meisten Bundesländer Qualm nur noch in abgetrennten Nebenräumen. Aber bringt das stark kritisierte Verbot überhaupt etwas? "Eindeutig ja", ist das Ergebnis aktueller Studien.

Dem Deutschen Krebsforschungszentrum zufolge sterben in Deutschland jedes Jahr 260 Nichtraucher an passivrauchbedingtem Lungenkrebs, bei Herzerkrankungen liegt die Todesfallquote im Jahr bei 2140, bei Schlaganfällen sind es 770. Insgesamt sterben jährlich mehr als 3300 Nichtraucher an den Folgen des Passivrauchens. "Das sind mehr Todesfälle als durch illegale Drogen, Asbest, BSE und Sars zusammen", betont Martina Pötschke-Langer, Leiterin einer aktuellen Untersuchung des Krebsforschungszentrums.

Mehrere Kohortenstudien zeigen danach, dass eine rauchfreie Gastronomie die akuten tabakrauchbedingten Gesundheitsbeschwerden bei Gaststätten-Angestellten reduzieren können. So ging in Norwegen bei nichtrauchenden Beschäftigten in der Gastronomie nach fünf Monaten der Husten deutlich zurück. Bei kalifornischen Beschäftigten verringerten sich pfeifende Atemgeräusche um fast 53 Prozent, Husten am Morgen um 57 Prozent, Husten während des Tages um fast 77 Prozent und übermäßige Schleimproduktion um 78 Prozent. Auch Irritationen der Augen, der Nase und des Halses gingen um rund 75 Prozent zurück.

Weniger Atemgeräusche

Zwei Monate nach der Einführung der rauchfreien Gastronomie in Schottland hatten sich bei Beschäftigten von Bars die abgefragten Atemwegssymptome (pfeifende Atemgeräusche, Kurzatmigkeit, Husten und übermäßige Schleimproduktion) um 56 Prozent und die sensorischen Symptome (gerötete Augen, Halsschmerzen, Niesen, juckende und laufende Nase) um 49 Prozent reduziert.

Bei Mitarbeitern von Bars und Restaurants in den Vereinigten Staaten besserten sich Symptome wie Husten, gerötete Augen und eine laufende Nase bereits drei Monate nach Einführung einer rauchfreien Gastronomie. In Irland hatten sich bei Angestellten von Bars übermäßige Schleimproduktion, gerötete Augen und ein kratzender Hals ein Jahr nach Einführung der rauchfreien Gastronomie deutlich gebessert und in New York traten sensorische Beschwerden wie gerötete Augen und eine laufende Nase deutlich seltener auf.

Hohes Lungenkrebsrisiko

Nichtraucher, die in verqualmten Kneipen und Restaurants arbeiten, haben schon nach acht Arbeitsjahren ein doppelt so hohes Risiko für Lungenkrebs. Das berichten Katja Radon und Dennis Nowak vom Universitätsklinikum in München. Nach 40 Jahren sei das Lungenkrebsrisiko sogar mehr als zehn Mal so hoch wie bei anderen Nichtrauchern.

Auf der Jahrestagung der Radiological Society of North America beeindruckte der amerikanische Forscher Chengbo Wang mit Fotos, die er mit Hilfe einer neuartigen Kernspintomographie von Passivraucherlungen gemacht hatte. Auf den Bildern wurden beschädigte und zerstörte Lungenbläschen sichtbar gemacht. Mit einem ähnlichen Ergebnis wie bei langjährigen Tabakkonsumenten: 33 Prozent der untersuchten Lungen zeigten deutliche Hinweise auf ein beginnendes Emphysem.

Im US-amerikanischen Monroe County gilt das Rauchverbot seit 2004 - binnen 22 Monaten kamen lediglich fünf Nichtraucher wegen Herzinfarkt in ein Hospital. "Vor dem Verbot waren es für den gleichen Zeitraum noch 17 Einweisungen", erklärte Medizinstatistiker Dong-Chul Seo von der Indiana University. Über ähnliche Erfolge berichtet Francesco Barone-Adesi von der Universität Turin. Im norditalienischen Piemont gilt seit 2005 Rauchverbot. Schon fünf Monate später beobachtete er bei den Abstinenzlern einen Infarktrückgang von mehr als zehn Prozent.

Labortests haben längst gezeigt, dass im Nebenstromrauch, der beim Verglimmen der Zigarette zwischen den Zügen entsteht, zahlreiche Gifte frei werden - Ammoniak, Stickoxid, aber auch krebserregende Stoffe wie Arsen, Cadmium und radioaktives Polonium. Selbst Feinstaub wird im Nebenqualm frei: Schon das Abglimmen von drei Zigaretten verbreitet mehr Feinstaub als ein Dieselmotor. zitt/fra

Quelle :
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/...

 

Fast jeder will Nichtraucher sein
10/01/2008 Fast jeder Raucher denkt darüber nach, seine Sucht hinter sich zu lassen. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK wollen lediglich drei Prozent definitiv nicht auf Zigaretten verzichten. 72 Prozent würden am ehesten aus gesundheitlichen Gründen aufhören, für ein Siebtel stellen die neuen Nichtraucherschutzgesetze einen Anlass zum Rauchstopp dar. Private Gründe kämen für 11 Prozent, finanzielle Gründe für 13 Prozent in Betracht. Für die im Oktober und November 2007 durchgeführte Studie befragte Forsa 1.000 Raucher und Ex-Raucher. Auch für die Ex-Raucher war die Sorge um die Gesundheit das Hauptmotiv für das Aufhören (58 Prozent). Ebenfalls ein Siebtel nahm die neuen Rauchverbote hierfür zum Anlass. Unter den Rauchern haben bereits 66 Prozent schon mindestens einen Anlauf unternommen, auf Zigaretten zu verzichten. Ein knappes Fünftel (18 Prozent) hat bereits mehr als drei erfolglose Versuche hinter sich. Einem Viertel gelang der Ausstieg jedoch. Nur jeweils zwei Prozent verwendeten dabei unterstützende Medikamente oder gingen zur Akupunktur. Weniger als ein Prozent ließ sich hypnotisieren.

Quelle :
http://www.deutscher-apotheker-verlag.de/...

 

Rauchverbote retten Leben - "Die Beweise sind überwältigend"

19/12/2007 Wenn das Jahr 2008 beginnt, dürfen Gaststättenbesucher in elf Bundesländern nicht mehr rauchen. Studien zeigen, dass so ein Verbot Zehntausende von Herzinfarkten verhindern und viel Geld sparen kann. Experten kritisieren allerdings, dass jedes Land sein eigenes Süppchen kocht.

Fast eine halbe Stunde Lebenszeit verliert ein Raucher mit jeder Zigarette. Das hat kürzlich der deutsche Herzspezialist Helmut Gohlke ausgerechnet, basierend auf einer Langzeitstudie mit britischen Ärzten. Wer raucht, schädigt bekanntermaßen aber nicht nur sich selbst, sondern alle, die den Qualm einatmen. Ungefähr 3500 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland an den Folgen des Passivrauchens. Helmut Gohlke ist daher überzeugt: "Durch das Rauchverbot ergeben sich Verbesserungen der Volksgesundheit, die sonst nur mit gigantischen finanziellen Mittel zu erreichen sind." Gohlke ist Chefarzt der Klinischen Kardiologie II am Herz-Zentrum Bad Krozingen und außerdem Leiter der Projektgruppe Prävention der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

Zahl der Herzinfarkte könnte um 27.000 bis 80.000 pro Jahr sinken

Zwar wird es Jahre dauern, bis sich das Rauchverbot in den Krebsstatistiken niederschlägt. Andere positive Folgen dürften aber schneller sichtbar werden. "Ich halte es für möglich, dass die Zahl der Herzinfarkte in Deutschland durch das Rauchverbot um 27.000 bis 80.000 pro Jahr zurückgeht", sagt Gohlke. Von den über 3000 Menschen, die in Deutschland jährlich an den Folgen des Passivrauchens sterben, erliegen etwa 70 bis 80 Prozent einem Herzinfarkt. Das Rauchverbot könnte also Leben retten und zudem für die Gesellschaft und insbesondere für die Krankenkassen eine enorme Kostenersparnis bedeuten. "Vor allem, wenn man bedenkt, dass es etwa 28.000 Euro kostet, einen Herzinfarkt mit Medikamenten zu verhindern", sagt der Kardiologe.Studien in den USA, Italien und Irland haben bereits gezeigt, dass Rauchverbote zu einem deutlichen Rückgang von Herzerkrankungen führen. Besonders eindeutig fiel das Ergebnis in Helena im US-Bundesstaat Montana aus, wo im Jahr 2002 ein stadtweites Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und am Arbeitsplatz eingeführt wurde. In den folgenden sechs Monaten sank die Zahl der Patienten, die mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert wurden, um 40 Prozent im Vergleich zu dem entsprechenden Zeitraum in den Vorjahren. Als ein Gericht das Rauchverbot aufhob, stieg die Zahl der Fälle wieder an. Ähnliche Ergebnisse lieferte eine Studie in Pueblo im US-Bundesstaat Colorado. Dort ist das Rauchen am Arbeitsplatz, in öffentlichen Gebäuden und Restaurants seit 2003 verboten. Innerhalb von eineinhalb Jahren fiel die Zahl der registrierten Herzinfarkte um 27 Prozent. "Die Beweise sind überwältigend und plausibel", sagt Gohlke. Untersuchungen in Europa haben diesen Trend bestätigt: Um elf Prozent gingen beispielsweise in der italienischen Region Piemont die Herzinfarkte zurück, nachdem Italien im Januar 2005 Glimmstängel aus öffentlichen Gebäuden, Gaststätten und Büros verbannt hatte. Gohlke sieht dafür zwei Gründe: "Zum einen die Verminderung des Passivrauchens, zum anderen liegt es daran, dass viele das Rauchen aufgeben." Manche würden nur auf den richtigen Anstoß warten, um endlich aufzuhören.

Vor allem Nichtraucher profitieren vom Rauchverbot

Eine aktuelle Studie aus Indiana legt den Schluss nahe, dass vor allem diejenigen von einem Rauchverbot profitieren, die selbst nicht rauchen. Erstmalig unterschied die Studie bei den Patienten zwischen aktiven und passiven Rauchern. Das Ergebnis: Nach Einführung eines Rauchverbots in Monroe County sank die Zahl der Herzinfarkte bei Nichtrauchern, während sie unter Rauchern nahezu konstant blieb.

Woran aber liegt es, dass Passivraucher offenbar verhältnismäßig stark durch den Qualm gefährdet sind? Chronische Gefäßschäden, die langfristig entstehen, wie Arteriosklerose, sind längst nicht die einzige negative Folge des Tabakkonsums. "Darüber hinaus kann es durch die Feinstäube im Qualm zu einer ganz akuten Reaktion kommen", erklärt Heribert Schunkert, Direktor der Medizinischen Klinik II am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck. Solche akuten Reaktionen spielen sich in der Gefäßinnenhaut ab. Sie ist dafür verantwortlich, dass sich Blutgefäße verengen oder weiten. Wird dieser Mechanismus durch den Feinstaub im Qualm gestört, kann ein Herzinfarkt ausgelöst werden. Auch wer niemals selbst an einer Zigarette gezogen hat, ist davor nicht gefeit. "Dafür muss man nicht jahrelang Raucher sein, manchmal reichen schon Minuten in einer verqualmten Umgebung", sagt Kardiologie-Professor Schunkert. Helmut Gohlke weist darauf hin, dass der Rauch, den Umstehende einatmen müssen, zudem besonders schädlich sei: "Die Konzentration zahlreicher Toxine ist im Nebenstromrauch bis zu 100-fach höher als im Hauptstromrauch." Außerdem seien die Partikel deutlich kleiner und könnten daher sofort in die tiefen Lungenabschnitte gelangen.

Wer Abende in verrauchten Kneipen bislang mit Hustenanfällen bezahlte, kann künftig ebenfalls aufatmen. Studien aus Irland und Schottland zeigen, dass sich die Lungengesundheit von Passivrauchern schon kurze Zeit nach Einführung des Rauchverbots verbessert hat. "Das gilt für Husten und Bronchitis, und auch für die chronisch-obstruktive Bronchitis", sagt Thomas Hering, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Pneumologen. "Vor allem Asthmatiker werden von dem Rauchverbot profitieren. Denn sie leiden besonders, wenn sie Zigarettenqualm ausgesetzt sind." In Schottland etwa berichteten asthmatische Kellner schon nach wenigen Wochen von deutlich weniger Atemwegsentzündungen und einer höheren Lebensqualität.

"Es wird wirklich höchste Zeit, dass das Rauchverbot in Deutschland (Anmerkung: und Österreich) kommt", sagt Heribert Schunkert angesichts der eindeutigen Forschungsergebnisse. Ganz zufrieden ist der Mediziner mit der Umsetzung aber nicht, er hält eine einheitliche gesetzliche Regelung für wünschenswert. "In Anbetracht der identischen Schädigung ist es nicht nachvollziehbar, dass jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht. Das ist ja fast so, als hätte jedes Bundesland andere Regeln im Straßenverkehr."

Quelle :
http://www.stern.de/wissenschaft/...


Werner

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Rauchen, Passivrauchen nicht schädlich? Arme Kinder!
« Antwort #1 am: 10. April 2008, 23:56 »

Oder doch?

Passivrauchende Kinder: Schädigt auch Blutgefäße

München (dpa/tmn) - Laut einer neuen Studie schädigt Rauchen im Haushalt nicht nur die Atemwege von Kindern. Auch Herz und Blutgefäße werden in Mitleidenschaft gezogen. Das bestätigt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in München.
Er beruft sich auf die American Heart Association. Bei Kleinkindern, die in Raucherhaushalten leben, wiesen die Forscher nicht nur höhere Dosen von Nikotin im Körper nach. Es gab auch Zeichen einer deutlichen Entzündung der Gefäßwände.

Kinder zwischen zwei und fünf Jahren absorbieren laut der Untersuchung bei gleichem Ausmaß des Rauchens durch die Eltern etwa sechsmal so viel Nikotin wie Heranwachsende zwischen neun und 14 Jahren. Kleinkinder bewegen sich meist in der elterlichen Wohnung und weniger außerhalb als ältere Kinder. "Außerdem atmen kleinere Kinder schneller und nehmen dadurch mehr Rauch auf", erklärt der BVKJ-Suchtbeauftragte Wolf-Rüdiger Horn.

Eltern, die das Rauchen nicht lassen können, sollten daher wenigstens im Auto auf Zigaretten verzichten. Denn in kleinen, geschlossenen Räumen seien Kinder besonders hohen Konzentrationen von giftigen Stoffen ausgesetzt. "Eltern sollten sich auf keinen Fall durch die Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten dazu verleiten lassen, mehr zu Hause zu rauchen", sagt Horn. Sie sollten vielmehr zum Rauchen nach draußen gehen: "Am besten mit einer extra 'Raucherkleidung', die sie drinnen wieder auswechseln." Denn selbst in der Kleidung finden sich noch Rückstände von Zigarettenrauch. Sie werden in der Wohnung langsam abgegeben und von Kindern stärker eingeatmet als von Erwachsenen.

Evi

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Rauchen, und Luftverschmutzung
« Antwort #2 am: 15. April 2008, 12:18 »
Luftverschmutzung: Mehr Todesfälle durch Lungenentzündung
   Soziale Faktoren spielen ebenfalls eine große Rolle

   Birmingham - Die starke Luftverschmutzung könnte
   zum Tod von Tausenden Menschen beigetragen haben, die in den vergangenen
   Jahren in England an Lungenentzündung starben. Wissenschaftler der
   University of Birmingham http://www.bham.ac.uk untersuchten die Anzahl
   der tödlich verlaufenen Erkrankungen und die Verschmutzungswerte in 352
   Gemeinden. Ausgewertet wurden die Jahre 1996 bis 2004. Im Journal of
   Epidemiology and Community Health http://jech.bmj.com schreiben die
   Wissenschaftler, dass es einen starken Zusammenhang zwischen
   Lungenentzündung und Luftverschmutzung gibt. Die Forscher räumen laut BBC
   aber auch ein, dass soziale Faktoren ebenfalls eine Rolle spielen
   könnten.

   Die Berechnungen beruhten darauf, dass untersucht wurde, wie viele
   Todesfälle über dem nationalen Durchschnitt eintraten. Diese Zahlen
   wurden einer Reihe von Verschmutzungswerten wie den Emissionen von
   Motoren gegenübergestellt. Innerhalb der acht untersuchten Jahre starben
   insgesamt 386.374 Menschen an Lungenentzündung. Es gab jedoch
   signifikante regionale Unterschiede. In Lewisham, einem Bezirk von
   London, starben die meisten Menschen pro Kopf, in Berwick-on-Tweed die
   wenigsten. In den Gemeinden mit den meisten Lungenentzündungen starben
   14.718 mehr Menschen als im nationalen Durchschnitt. In diesen Regionen
   traten bestimmte Arten von Krebs, COPD und rheumatische Herzerkrankungen
   ebenfalls häufiger auf.

   Der leitende Wissenschaftler George Knox betonte, dass eine hohe
   Sterblichkeit vor allem in Regionen beobachtet wurde, in denen auch die
   Verschmutzung der Umgebung stärker war. Die stärkste einzelne Auswirkung
   sei ein Ansteigen der Todesfälle durch Lungenentzündung. Die Hauptursache
   war der Transportverkehr auf den Straßen. Es sei jedoch nicht möglich
   gewesen, zwischen den einzelnen chemischen Komponenten zu unterscheiden.
   Das Team schätzt, dass die jährliche Anzahl über dem Durchschnitt
   liegenden Todesfälle bzw. jene, die auf die Verschmutzung zurückzuführen
   sind, die Werte des Londoner Smog im Jahr 1952 erreichen könnten. Damals
   starben rund 4.000 Menschen. Lungenspezialisten wie Richard Hubbard von
   der British Lung Foundation argumentieren, dass eine genauere
   Untersuchung erforderlich sei, bevor ein direkter Zusammenhang zwischen
   Lungenentzündung und Abgasen hergestellt werden kann.
    15.4.08

Geri

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Rauchfrei für mehr Gesundheit
« Antwort #3 am: 19. April 2008, 12:37 »
Rauchfrei für mehr Gesundheit

Gesundheitsförderung beginnt rauchfrei. Die Deutsche Krebshilfe e.V. rät: Hören Sie auf zu rauchen! Denn das Rauchen ist verantwortlich für jede dritte Krebserkrankung. Wer gesundheitsbewusst lebt, hat viel davon: Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit steigen und das Krankheitsrisiko sinkt. Innere Ausgeglichenheit ist der Lohn für die Anstrengung, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen.

Die Deutsche Krebshilfe erinnert daher an die wichtigste Regel für einen gesunden Lebensstil: Nichtrauchen. Wer raucht, sollte aufhören - am besten von einem Tag auf den anderen. Und wer nicht raucht, sollte es gar nicht erst anfangen. Gesetze zum Schutz vor dem Passivrauchen sind in Kraft getreten. "Deutschland kann endlich aufatmen", so die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski.
"Nichtraucher sind jetzt vielerorts besser geschützt. Und Raucher, die aufhören wollen, haben durch die Rauchverbote einen weiteren Anreiz, von der Sucht los zu kommen."

Mit zahlreichen Materialien und Angeboten informiert die Deutsche Krebshilfe aufhörwillige Raucher. In der kostenlosen Broschüre "Aufatmen" sind die wichtigsten Maßnahmen für den Rauchstopp zusammen gefasst. Außerdem unterstützt die Deutsche Krebshilfe "Be smart – Don’t start", den europäischen Wettbewerb zum Nichtrauchen in Schulen. "Rauchfrei leben ist gesund und macht Spaß", betont Präsidentin Schipanski zum Jahreswechsel.

"Wer nicht raucht, schützt sich und seine Umwelt." Ausführliche Informationen zum Rauchstopp gibt es auf der Webseite Deutsche Krebshilfe e.V.

Geri

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Nikotinkaugummis - So werden Sie rauchfrei
« Antwort #4 am: 19. April 2008, 12:39 »
Nikotinkaugummis - So werden Sie rauchfrei

Fakt ist: die Zahl der Raucher ist europaweit zurückgegangen. Eine generelle Entwarnung darf aber längst nicht gegeben werden. Zu dieser Bewertung kommen Epidemiologen des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit. Sie waren an der europäischen ECRHS 2 - Studie beteiligt, die in 14 europäischen Staaten unter etwa 9000 Teilnehmern durchgeführt wurde. Die Forscher hatten in der Studie neue Daten denen der Vorläuferstudie aus den Jahren 1990 bis 1994 gegenübergestellt. Ziel der Studie war es, innerhalb einer ausgewählten Bevölkerungsgruppe Änderungen in der Anzahl aktiver Raucher und Passivrauch exponierter Personen auszumachen sowie mögliche Ursachen dafür zu benennen.

Hilfe durch Nikotinkaugummis
Endlich mit dem Rauchen aufhören. Ihrer Gesundheit wegen. Immer mehr Raucher suchen Rat und Unterstützung bei Ihrem Arzt und in der Apotheke. Ihre Frage: "Gbit es Arzneimittel, die helfen, dem Nikotin zu entkommen?" Dem Raucher stehen heute eine Vielzahl von Arzneimitteln zur Verfügung, die den Entzug erleichtern können. Zur Raucherentwöhnung sind Pflaster, Kaugummis oder Lutschtabletten, die Nikotin enthalten oftmals sehr hilfreich. Sie unterdrücken die körperlichen Entzugssymptome.
Schnell setzt die Nikotinwirkung bei Kaugummis und Lutschtabletten ein, ihre Wirkung hält nur kurze Zeit an. Sie werden angewendet, wenn das Verlangen nach einer Zigarette sehr groß ist. Auch ihre Dosis wird nach und nach verringert, bis das Verlangen nach Nikotin nach einigen Wochen ganz verschwunden ist.
Wer Nikotinkaugummis kaut, sollte auf Cola oder Orangensaft verzichten, denn säurehaltigen Getränke vermindern die Aufnahme von Nikotin über die Mundschleimhaut.
Pflaster sind vor allem für starke Raucher geeignet. Sie geben das Nikotin nach und nach durch die Haut ins Blut ab. Die Stärke der Pflaster wird im Lauf der Zeit reduziert. Als Kapseln gibt es verschreibungspflichtige Raucherentwöhnungsmittel, die kein Nicotin enthalten.

Denken Sie daran - rauchfrei durchs Leben ist allemal besser für Ihre Gesundheit.

Gitti

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Rauchen, Passivrauchen nicht schädlich?
« Antwort #5 am: 06. Mai 2008, 20:02 »
Kurzes Passivrauchen schädigt Blutgefäße dauerhaft
   Gesundheitsschäden bereits nach 30 Minuten nachweisbar

   San Francisco (pte/06.05.2008/15:35) - Dauerhafte gesundheitliche Schäden
   können schon dann entstehen, wenn der menschliche Organismus 30 Minuten
   lang dem Rauch von Zigaretten ausgesetzt ist. Dies zeigt eine Studie von
   Wissenschaftlern des Cardiac Stem Cell Program an der University of
   California in San Francisco http://www.ucsf.edu . Die Dosis, die man
   während eines halbstündigen Aufenthalts in einer Bar inhaliert, würde
   demnach genügen, um Schädigungen der Blutgefäße bei jungen und sonst
   gesunden Nichtrauchern hervorzurufen. Zugleich würden durch das
   Passivrauchen auch die natürlichen Reparaturmechanismen, die beim
   Wiederaufbau der Gefäße helfen, behindert.

   "Wir wollten untersuchen, ob sich schon kurze Passivrauchbelastungen von
   30 Minuten Dauer bei gesunden Testpersonen in Gefäßschädigungen
   niederschlägt und wie die körpereigene Fähigkeit, sich über die
   endothelialen Vorläuferzellen zu reparieren, beeinflusst wird", erläutert
   Studienleiter Yerem Yeghianzarian, Leiter des Cardiac Stem Cell Program.
   Die endothelialen Vorläuferzellen (EPC) sind im Blutstrom zirkulierende
   Zellen, die aus dem Knochenmark stammen und bei der Reparatur
   beschädigter Gefäßzellen beteiligt sind.

   In der Untersuchung wurden die Probanden kontrollierten Mengen an Rauch
   ausgesetzt, die etwa dem Niveau in einer Bar ohne Rauchverbot
   entsprechen. Zur Kontrolle wurde den Testpersonen anderntags Frischluft
   zugeführt. Bei beiden Versuchsanordnungen überprüften die Wissenschaftler
   die Beschaffenheit der Blutgefäße durch die Messung des Blutflusses per
   Ultraschall und die Analyse von Blutproben. Die Wirkungen des
   Passivrauches habe sich in den Tests als tiefgreifend herausgestellt,
   sagt Yeghianzarian. "Sogar kurze Passivrauchbelastungen hatten nicht nur
   Gefäßschädigungen zur Folge, sondern störten auch die körpereigene
   Regenerationsfähigkeit, indem die EPCs außer Funktion gesetzt wurden. Es
   ist ziemlich beeindruckend, dass nur eine halbe Stunde Passivrauchen
   solche nachweisbaren Auswirkungen hat." Das Passivrauchen übe also einen
   doppelten Schlag gegen den menschlichen Organismus aus: Zum einen werden
   direkte Schäden verursacht und zum anderen werden diejenigen Zellen, die
   bei der Reparatur helfen sollen, in ihrer Funktion beschränkt. Überdies
   hätte sich die schädliche Wirkung noch nach 24 Stunden nachweisen lassen,
   sagen die Forscher. Die Studie zeige, dass jeglicher Kontakt mit
   Tabakrauch gesundheitsgefährdend sein kann.

   Dieser Ansicht schließt sich auf das Deutsche Krebsforschungszentrum DKFZ
   http://www.dkfz.de an. "Passivrauchen ist eine ernstzunehmende Gefahr",
   sagt Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabstelle Krebsprävention am
   DKFZ, gegenüber pressetext. "Der Rauch ist ein komplexes Gemisch auf
   Giftstoffen, das Herz- Kreislauferkrankungen, Atemwegserkrankungen und
   auch Krebs verursacht." Rund 4.800 Substanzen seien im Zigarettenrauch
   enthalten, davon gelten 70 Stoffe als krebserregend. Durch die Schädigung
   der Blutgefäße könne es zudem zur Verklumpung des Blutes und zu
   verminderter Durchblutung vor allem des Herzmuskels kommen. Laut Angaben
   des DKFZ sind 8,5 Millionen nichtrauchende Erwerbstätige am Arbeitsplatz
   vom Passivrauchen betroffen, 28,5 Millionen Nichtraucher in ihrer
   Freizeit. Besonders gefährdet vom blauen Dunst seien aber heranwachsende
   Kinder und Ungeborene, sowie körperlich geschwächte Menschen. Jährlich
   sterben etwa 3.300 Nichtraucher an den verschiedenen Erkrankungen, die
   das Passivrauchen hervorruft. Das sind etwa neun Todesfälle pro Tag, die
   auf koronare Herzkrankheit, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen,
   Schlaganfall oder plötzlichen Kindstod als Folge des Passivrauchens
   zurückzuführen sind. (

Evi

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13/05/08
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung erhöht Mortalität von Herzinfarktpatienten

CHICAGO (EGMN) – Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung stellt für Patienten mit Myokardinfarkt eine tödliche Komorbidität dar und ihr tödlicher Einfluss ist mit der Zeit gewachsen, zeigt eine Auswertung von mehr als 3000 Patienten einer Region.

Zudem habe die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) bei Patienten mit Herzinfarkt auch an Häufigkeit zugenommen und betraf 16 Prozent der Patienten, die von 2000 bis 2005 einen Infarkt erlitten, verglichen mit acht Prozent zwischen 1979 und 1985, berichteten Dr. Francesca Bursi und ihre Kollegen in einem Poster auf der Jahrestagung des American College of Cardiology.

Der tödliche Einfluss einer gleichzeitig bestehenden COPD war so stark, dass es einen allgemeinen Trend hin zu weniger Patienten, die an einem Myokardinfarkt versterben, aufhob. Das Sterberisiko nach Herzinfarkt bei Patienten mit gegenüber jenen ohne COPD stieg von einem um 21 Prozent erhöhten Risiko im Zeitraum 1979-1985 zu einem 2,6fachen Risiko im Zeitraum 2000-2005 an, berichtete Dr. Buris, Kardiologin an der Mayo Clinic in Rochester, Minnesota.

Die Wissenschaftler von der Mayo Clinic, die die Analyse durchführten, hatten zwar keine Erklärung dafür, warum der Einfluss einer COPD auf die Mortalität nach Myokardinfarkt angestiegen ist, erklärten jedoch, ihre Ergebnisse machten die Notwendigkeit deutlich, bei Patienten, die diesem doppeltem Problem ausgesetzt sind, die Therapie und das Follow-up zu verstärken.

Das Mayo-Team sichtete Daten zu 3259 Bewohnern von Olmsted County, Minnesota, die zwischen 1979 und 2005 einen Herzinfarkt erlitten und im Rahmen des Nachbeobachtungsprogramms der Mayo Clinic in dieser Gemeinde weiterbeobachtet wurden. Innerhalb eines durchschnittlichen Follow-up von 4,8 Jahren verstarben 1435 (44 Prozent) dieser Patienten.

Für die Gesamtgruppe verstärkte das Zusammentreffen von Myokardinfarkt und COPD das Todesrisiko um statistisch signifikante 38 Prozent gegenüber Patienten ohne COPD. Diese Analyse war an verschiedene demographische und klinische Unterschiede wie Alter, Geschlecht, Rauchen, Hypertonie, eingenommene Medikamente und Revaskularisierungsbehandlungen angepasst.

admin

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Rauchen, Passivrauchen, Aufhören mit der Todesdroge!
« Antwort #7 am: 20. November 2021, 18:08 »



Das Passivrauchen ist mindestens gleich schädlich, wie das Rauchen.
Es kann sogar schädlicher als das Selbstrauchen sein!

Für das Passivrauchen bei Kinder gibt es seit den letzten Jahren viele Studien, die alle zum Ergebnis kommen:
Das Passivrauchen für Erwachsene aber auch für Kinder ist äußerst schädlich!

Rauchen Sie?
Bitte nehmen Sie Hilfe in Anspruch zum sofortigen Aufhören!

Siehe auch: http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php