Autor Thema: Brustkrebs: Studien/Therapien  (Gelesen 19142 mal)

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Jutta

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Brustkrebs: Studien/Therapien
« am: 26. Januar 2008, 22:52 »
Klinische Studien zur weiteren Optimierung der Therapie
 
Um die Behandlung des Brustkrebses weiter verbessern zu können, sind sicherlich noch eine Reihe von klinischen Studien notwendig. Haben Sie sich schon einmal überlegt, ob Sie an einer Therapiestudie teilnehmen würden, wenn Ihr Arzt Sie darauf anspricht? Informieren Sie sich doch einfach, was dies für Sie bedeuten würde. Auch Sie könnten von der Teilnahme profitieren!

Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt darüber. Nur er kennt Ihre Erkrankung genau und kann abschätzen, was für Sie das Beste ist!

Laufende Studien für HER2-positive Patienten:

·         TBP-Treatment Beyond Progression
Eine randomisierte Studie für Patientinnen mit HER2-positivem, metastasiertem Mammakarzinom und Progression nach Vorbehandlung mit Trastuzumab. Eine Studie der German Breast Group.

·         GEPARQUATTRO
Eine randomisierte Phase III Studie zur Untersuchung der Effektivität einer simultanen oder sequentiellen Gabe von Capecitabin zu EC-Doc mit oder ohne Trastuzumab als neoadjuvante Behandlung von primären Mammakarzinomen.
Eine gemeinsame Studie der German Breast Group und der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie.
 
 
HERA-Studie
 
In der HERA-Studie wird untersucht, ob das Medikament Trastuzumab auch im frühen Stadium von Brustkrebs, also nach Operation und abgeschlossener Chemotherapie die Krankheit positiv beeinflussen, vielleicht sogar zu einer Heilung beitragen kann.

Außerdem vergleicht man den Effekt einer Therapie mit Trastuzumab über 1 Jahr mit der Therapie über 2 Jahre und ermittelt so die optimale Therapiedauer.

Insgesamt nahmen an dieser Studie weltweit 5.090 Patientinnen teil, fast 900 davon aus Deutschland.

Ihnen ist vielleicht bekannt, dass es sich bei Trastuzumab um einen sog. „humanisierten, monoklonalen Antikörper“, handelt, der ganz spezifisch an ein Oberflächenprotein (das sog. „HER2-Protein“) bindet. Das HER2-Protein ist bei etwa 25 % aller Patientinnen mit Brustkrebs im Übermaß vorhanden und ist für ein besonders rasches Tumorwachstum verantwortlich. Dieses Phänomen wird auch als „HER2-Überexpression“ bezeichnet.

Durch die Bindung von Trastuzumab an dieses Oberflächenprotein kann es gelingen, das Tumorwachstum über einen gewissen Zeitraum zu verlangsamen oder zu stoppen. Gesunde Zellen werden dabei nicht angegriffen, da Trastuzumab ganz spezifisch an die Tumorzellen bindet. Trastuzumab kann entweder alleine oder in Kombination mit Chemotherapie eingesetzt werden.

Dieses muss individuell durch den behandelnden Arzt entschieden werden. Trastuzumab ist seit August 2000 in Deutschland zur Behandlung von Patientinnen mit einer HER2-überexprimierenden, metastasierten (d.h. fortgeschrittenen) Brustkrebserkrankung zugelassen.

Um eine solche Studie auswerten zu können, benötigt man eine relativ lange Nachbeobachtungszeit, die im Falle der HERA-Studie auf 10 Jahre festgelegt ist. Es ist jedoch auch möglich, bereits nach kürzerer Zeit (hier nach 1 Jahr medianer Beobachtungsdauer) erste Rückschlüsse auf die Wirksamkeit einer neuen Therapie zu ziehen.

Auf dem ASCO, einem der wichtigsten internationalen Krebskongresse in den USA, wurden im Mai 2005 viel versprechende Daten zur Wirkung von Trastuzumab im frühen Brustkrebsstadium vorgestellt.

Diese ersten Rückschlüsse aus der HERA-Studie lassen sich folgendermaßen darstellen:

Das Risiko eines erneuten Auftretens des Tumors (an derselben Stelle oder weiter entfernt davon) ist unter Trastuzumab Therapie um 46 % geringer.
Ob dies Auswirkungen auf die Überlebensdauer einer Patientin hat, ist aufgrund der zu kurzen Beobachtungszeit noch nicht zu sagen, wird jedoch allgemein als wahrscheinlich angesehen.
Auch im Frühstadium von Brustkrebs wird Trastuzumab gut vertragen; Probleme mit der Herzfunktion (eine bekannte mögliche Nebenwirkung des Wirkstoffes) kamen selten vor (um 0,5 % häufiger als im Beobachtungsarm). Dennoch hat sich auch hier erwiesen, dass eine gewissenhafte und regelmäßige Überprüfung der Herzfunktion unerlässlich ist.
Basierend auf diesen Daten ist Trastuzumab ab sofort auch für die Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs in frühen Stadien in Deutschland zugelassen.
« Letzte Änderung: 13. Dezember 2013, 23:38 von admin »

Dietmar E.

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Deutscher Krebskongress für BK. Patientinnen ......
« Antwort #1 am: 25. Februar 2008, 22:37 »
28. Deutscher Krebskongress  vom 20.-23. Februar 2008 in Berlin brachte zahlreiche positiven Nachrichten

   Berlin/Wien (OTS) - 11.000 Mediziner wurden als Teilnehmer am 28. Deutschen  Krebskongress, der im Internationalen Kongresszentrum Berlin stattfand gezählt. Zum Krebsaktionstag am Tag nach dem Krebskongress erwarten die Veranstalter 3000 - 4000 Patienten, die vor Ort neueste Informationen über die Diagnostik und die Therapie bösartiger Erkrankungen von Spezialisten erhalten können. Zahlreiche Selbsthilfegruppen sind an diesem Aktionstag mit Ausstellungen und Beratungen aktiv beteiligt.

   Der von der Deutschen Krebsgesellschaft veranstaltete Krebskongress war wie auch schon bei den vorigen Kongressen durch die wissenschaftlichen Vorträge und die hervorragende Organisation der Kongress- und Kulturmanagement GmbH ein  Erfolg für die Veranstalter und die Teilnehmer.

Selen spielt eine Rolle in der Krebsprävention und im Nebenwirkungsmanagement konventioneller Krebstherapien

   Zahlreiche  wissenschaftliche Sitzungen auf dem Krebskongress beschäftigten sich mit den Methoden und Substanzen, die im Rahmen einer komplementären Onkologie eingesetzt werden. Dabei wurde deutlich sichtbar, das Selen nicht nur in der Vorbeugung von Krebs, sondern  auch bei der  Reduktion der Nebenwirkung konventioneller Krebstherapien gesicherte Erfolge aufweist.

   Prof. O. Micke, von der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Franziskus Hospitals in Bielefeld zeigte in einer Studie, dass Frauen, die sich wegen eines Gebärmutterkrebses einer Strahlentherapie unterziehen mussten deutlich weniger Nebenwirkungen, vor allem weniger Durchfälle hatten, wenn sie 500 Mikrogramm Selen als Natriumselenit (Selenase R) täglich  während der Strahlentherapie bekamen.  Prof. Micke zeigte auch, dass die krebskranken Frauen schon vor Beginn der Strahlentherapie einen Vollblutselenwert unter 80 Mikrogramm pro Liter aufwiesen und erst unter der Suppplementationstherapie während der Strahlentherapie einen Spiegel von  80 Mikrogramm, den unteren Grenzwert eines normalen Selenspiegels  erreichten.

Der Einsatz eines neuen Tyrosinkinasehemmers beim fortgeschrittenen Brustkrebs bringt Überlebensvorteil für die Patientinnen

   Zur Therapie des metastasierten Brustkrebses  bei postmenopausalen Frauen wurde von gsk (Glaxo Smith Kline) mit Tyverb R (Lapatinib) ein jüngst erst zugelassener neuer Tyrosinkinasehemmer vorgestellt. Tyverb R gehört zu den sog." kleinen Molekülen - (small molecules)" und hemmt die Übertragung von  Wachstumssignalen, von der Zelloberfläche maligner Zellen zum Zellkern durch die die Zellteilung und Vermehrung  der Krebszellen angetrieben werden soll. Der Einsatz von Lapatinib gemeinsam mit dem Zytostatikum Capacitabine (Xeloda R) zeigte  in Studien eine lebensverlängernde Wirkung bei Frauen, die an einem metastasierten Brustkrebs litten. Auf Grund der Kleinheit der Substanz kann angenommen werden, dass Lapatinib die Blut - Hirnschranke durchdringt und so das Wachstum von Hirnmetastasen hemmen kann.

Die endokrine Therapie mit einem Aromatasehemmer zeigt  ein verlängertes tumorfreies Überleben von Brustkrebspatientinnen

   Die am Kongress präsentierten 100 Tage Ergebnisse der ATAC (Arimidex Tamoxifen Alone or in Combination)  Studie über die endokrine Therapie des hormonsensitiven Brustkrebses bei postmenopausalen Frauen zeigte eine signifikante Verbesserung des rezidivfreien Überlebens der mit

   Anastrozol (Arimidex R) behandelten Patientinnen, das nicht nur unter Therapie ansteigt, sondern auch 4 Jahre nach Therapieende erhalten bleibt und dass der absolute Vorteil der Anastrozoltherapie mit zunehmender Nachbeobachtungszeit sogar noch wächst.

   Die ATAC Studie ist mit über 9000 rekrutierten Patientinnen die größte Untersuchung unter den adjuvanten Studien mit Aromatasehemmern.

   In einer Phase II Studie zeigte eine höher Dosis von Fulvestran (500 mg) in einem neoadjuvanten Ansatz  beim lokal fortgeschrittenen Mammakarzinom Vorteile gegenüber einer Dosis von 250 mg Fulvestran.

   Bereits 2007 wurden auf dem Brustkrebskongress  in San Antonio (USA) die Daten der Phase II Studie NEWEST (Neoadjuvant Therapy for Women with Estrogen - Sensitive Tumors) vorgestellt, die jetzt auch am Deutschen Krebskongress vorgestellt wurden. Die Studie die 200 postmenopausale Brustkrebspatientinnen, die an einem hormonrezeptorpositiven, lokal-fortgeschrittenen Mammakarzinom litten einschloss, verglich eine neoadjuvante  Hochdosis Fulvestrangabe (Faslodex R) Gabe (500 mg initial, nach 14 und 28 Tagen, danach monatliche eine Gabe)  mit  der zugelassenen Fulvestran-Dosis (250 mg initial, dann nach 28 Tagen, danach monatlich) über einen Zeitraum von 16 Wochen.

   Die höher dosierte Fulvestrangabe (500mg) führte zu einer signifikanten Senkung von Ki 67 einem Aktivitätsmarker in Tumorzellen (p=0,0001) im Vergleich zur Standarddosierung (250 mg) - ein direkter Hinweis auf ein verbessertes Ansprechen und eine günstigere Langzeitprognose für Mammakarzinompatientinnen. Die höhere Dosierung führte auch zu einer signifikant besseren Downregulation der Östrogenrezeptoren und erhöhten Wahrscheinlichkeit des Tumoransprechens. Die Therapie wurde in beiden Armen gut vertragen, es traten keine neuen, unerwarteten Nebenwirkungen auf. Die höhere Dosierung ist derzeit  allerdings noch nicht zugelassen und sollte dem Einsatz in Studien vorbehalten bleiben.
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Evi

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Re: Brustkrebs: Studien
« Antwort #2 am: 14. November 2008, 14:27 »
Ärzte Zeitung, 10.11.2008

Patientinnen für eine Studie zu Brustkrebs gesucht

HEIDELBERG (eb). Eine Studie an der Universitäts-Frauenklinik unter dem Dach des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg untersucht erstmals eine neue Kombination von Medikamenten bei Patientinnen mit HER2-negativem, fortgeschrittenem Brustkrebs und Metastasen.

Mehr als 40 Kliniken und Praxen mit 288 Patientinnen sollen an der MADONNA-Studie teilnehmen. Geplant ist, eine Kombination von Docetaxel (Taxotere®) und Sorafenib (Nexavar®) zu .......... http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/mamma-karzinom/?sid=520201

Werner

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Lasofoxifen reduziert Brustkrebsinzidenz spürbar
« Antwort #3 am: 25. Dezember 2008, 15:54 »

SAN ANTONIO (EGMN) – Der in Entwicklung befindliche Östrogenrezeptor-Modulator Lasofoxifen
schneidet in der Brustkrebsprävention gut ab.

Powel H. Brown

In der Phase-III-Studie PEARL (Postmenopausal Evaluation and Risk Reduction With Lasofoxifene) mit 8556 Teilnehmerinnen senkte Lasofoxifen die Inzidenz von Östrogenrezeptor-positivem Brustkrebs um 81 Prozent gegenüber Placebo, berichtete Dr. Andrea Z. LaCroix auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium.

Dies ist ein erheblich drastischerer präventiver Effekt als die Reduktion um rund 50 Prozent, die in früheren Placebo-kontrollierten Studien zu Tamoxifen und Raloxifen, den beiden in der Primärprävention von Mammakarzinom zugelassenen Substanzen, gesehen wurden, ergänzte Dr. LaCroix, Professorin für Epidemiologie an der University of Washington, Seattle.

Die Reduktion von Östrogenrezeptor-positivem Brustkrebs war http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=11&profileAOIName=Onkologie&articleItemId=4f93dd295eefc16115d92cf706095866

hilde

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14/01/09

SAN ANTONIO (EGMN) - Brustkrebspatientinnen, die vor ihrer Diagnose eine Hormonersatztherapie anwendeten, wiesen in der großen, epidemiologischen California Teachers Study im Vergleich zu Frauen, die niemals eine Hormonersatztherapie erhalten hatten, eine reduzierte Brustkrebsmortalität auf.

Anwenderinnen einer Hormontherapie mit Östrogen plus Progestin, die an Brustkrebs erkrankten, zeigten im Vergleich zu Frauen mit dieser malignen Erkrankung, die niemals eine Hormontherapie (HT) angewendet hatten, eine nicht-angepasste Reduktion des relativen Risikos um 63 Prozent für die brustkrebsspezifische Mortalität. Die vollständig angepasste Reduktion des Risikos für die Brustkrebsmortalität bei Patientinnen mit Östrogen-Progestin-HT in der Anamnese lag bei 47 Prozent - im Vergleich zu den Frauen, die niemals eine HT angewendet hatten, wie Sarah F. Marshall beim San Antonio Breast Cancer Symposium berichtete.

Bei Brustkrebspatientinnen, die eine HT mit ausschließlich Östrogen erhalten hatten, betrug die nicht-angepasste Reduktion des relativen Risikos für Mortalität aufgrund von Brustkrebs 36 Prozent im Vergleich zu Nicht-Anwenderinnen. Bei vollständiger Anpassung hinsichtlich ethnischer Zugehörigkeit, Lymphknotenstatus, Tumor-Staging, -Größe, -Grad und Hormonrezeptorstatus sowie Komorbiditäten, Art der Behandlung, Rauchen, Body Mass Index und sportlicher Betätigung sei die Reduktion des relativen Risikos aber auf 18 Prozent gesunken und somit nicht mehr statistisch signifikant gewesen, sagte Marshall. Sie ist an der University of California in Irvine tätig.

Bei der California Teachers Study handelt es sich um http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=19&profileAOIName=Gyn%C3%BDkologie&articleItemId=5a61ddd0f5faf881f1c687db0aa89887

Tanja

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Re: Brustkrebs: Studien
« Antwort #5 am: 02. Februar 2009, 19:18 »
Neueste Entwicklungen in der Brustkrebstherapie in San Antonio präsentiert

http://www.krebsgesellschaft.de/pat_ka_brustkrebs_sabcs_08,117606.html

Das San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) ist eine der wichtigsten internationalen Konferenzen zum Thema Brustkrebs. Zum 31. Mal kamen im Dezember 2008 über 9000 Experten in San Antonio/Texas zusammen, um ihre neuesten Studienergebnisse zu präsentieren und deren Konsequenzen mit den Kollegen aus aller Welt zu diskutieren. Oftmals ergeben sich auf diesen Symposien neue Standards und Behandlungsstrategien für die tägliche Praxis

Bevacizumab wirksam und verträglich bei Brustkrebs
Über 20 Präsentationen beschäftigten sich auf dem 31. SABCS mit dem Einsatz von Bevacizumab bei Brustkrebs. Der Antikörper hemmt die Blutgefäßbildung der Krebszellen und bewirkt so, dass der Tumor nicht mehr weiter wächst oder schrumpft. Er wird quasi ausgehungert, da die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen unterbunden wird.

Eine der vorgestellten Studien untersucht die Sicherheit vom Bevacizumab in der täglichen Praxis und umfasst mehr als 2.000 Patientinnen, deren Brustkrebs erneut aufgetreten ist oder Metastasen gebildet hat. Die Patientinnen erhielten als Erstlinienbehandlung eine Chemotherapie, die mit Bevacizumab kombiniert wurde. Die präsentierten Zwischenergebnisse zeigen, dass Bevacizumab zusammen mit verschiedensten Zytostatika eingesetzt werden kann und die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung verzögert, während die Nebenwirkungen der Therapie gut zu kontrollieren sind. [1]

Andere auf dem SABCS präsentierten Studienergebnisse bestätigten die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Bevacizumab für verschiedene andere Patientinnengruppen und für die Kombination mit unterschiedlichsten Wirkstoffen, wie beispielsweise Antihormontherapien oder anderen zielgerichteten Therapien.

Mehr zur Antikörpertherapie mit Bevacizumab ..........
Mehr zum Wirkmechanismus von Bevacizumab ..........

Trastuzumab hilft, Brustkrebs zu heilen
In den seltensten Fällen ist heute eine Operation die einzige Therapie bei Brustkrebs – auch bei Tumoren im Frühstadium. Zumeist schließt sich an die Entfernung des Tumors eine begleitende (adjuvante) Therapie an, um einem erneuten Auftreten des Tumors und der Entstehung von Metastasen vorzubeugen. Für diese Therapie kommen eine Hormontherapie, eine Chemotherapie oder eine Strahlentherapie in Frage.

Für Frauen, deren Tumor den Wachstumsfaktor-Rezeptor HER2 gehäuft aufweist, steht seit 2006 eine adjuvante Therapie mit Trastuzumab zur Verfügung, die gezielt diesen Rezeptor blockiert. In mehreren großen Studien wurde die Wirksamkeit des Antikörpers Trastuzumab bei frühem Brustkrebs nachgewiesen: Das krankheitsfreie Überleben sowie das Gesamtüberleben der Patientinnen verbesserte sich, und das Risiko, einen Rückfall zu erleiden, wurde halbiert. Trastuzumab kann also bei Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium dazu beitragen, eine vollständige Heilung zu erzielen.

Auf dem Symposium in San Antonio wurden diese Ergebnisse erneut bestätigt.

Mehr zur Antikörpertherapie mit Trastuzumab ..........
Experteninterview zu HER2-postivem Brustkrebs .........

Capecitabin erhält Lebensqualität
Das Chemotherapeutikum Capecitabin hat seine Wirksamkeit bei fortgeschrittenem Brustkrebs bereits in zahlreichen Studien und in der Praxis erwiesen und hilft heute vielen Patientinnen mit dieser Diagnose, länger zu leben und dabei ihre Lebensqualität zu erhalten.

Auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium wurden mehrere Studien vorgestellt, die die Wirksamkeit des Medikamentes in Kombination mit anderen Zytostatika und mit zielgerichteten Therapien und bei anderen Patientinnengruppen – z. B. mit Brustkrebs im Frühstadium – untersuchen. Auch hier gab es vielversprechende Ergebnisse.

Ein wesentlicher Vorteil von Capecitabin ist, dass es als Tablette eingenommen werden kann. Die betroffenen Frauen müssen für die Therapie keine langen Wege in die Klinik oder die onkologische Praxis auf sich nehmen, sondern können das Medikament bequem zu Hause einnehmen. Wenn keine Infusionen gelegt werden müssen, entfallen damit auch deren mögliche Nebenwirkungen wie Schmerzen, Venenreizungen oder Infektionen der Einstichstellen.
Capecitabin ist zudem verträglicher als die meisten anderen Chemotherapien. Die üblichen Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen treten seltener auf. Dazu kommt ein für viele Frauen besonders gewichtiger Fakt: Der für Chemotherapien so typische Haarausfall tritt bei der oralen Therapie mit Capecitabin gar nicht oder weniger stark auf und erspart den Patientinnen somit diese zusätzliche psychische Belastung.

Mehr zu Chemotherapie .........
Expertenkommentar zu oraler Chemotherapie ..........

Quellen:
[1] Smith, I. E. et al.: Primary analysis of study MO19391, an open-label safety study of bevacizumab (B) plus taxane-based therapy as 1st-line treatment of patients (pts) with locally recurrent (LR) or metastatic breast cancer (mBC). SABCS 2008, Abstract No. 4118

hilde

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Brustkrebs in der Familie
« Antwort #6 am: 10. Februar 2009, 21:32 »
10/02/09,17:11, Elsevier Von Patrice Wendling

Krebs in der Familienanamnese erhöht das Risiko für dreifach rezeptornegativen Brustkrebs bei Frauen mit lateinamerikanischem Hintergrund

Brustkrebs in der Familienanamnese ist laut vorläufigen Daten einer Studie mit 466 Patientinnen mit einem signifikant um das 2,2-fache erhöhte Risiko für dreifach rezeptornegativem Brustkrebs bei Frauen lateinamerikanischer Herkunft - nicht aber bei Schwarzen - assoziiert.

Zudem war bei lateinamerikanischen Frauen die Wahrscheinlichkeit für ein Auftreten dieser aggressiven Form von Krebs vor dem 50. Lebensjahr sechsmal höher (Odds Ratio 6,1) als bei schwarzen Frauen (OR 1,5), wie Betsy C. Wertheim am 4. Februar anlässlich der Forschungskonferenz der American Association for Cancer Research zur Wissenschaft von Gesundheitsunterschieden erklärte. Das Durchschnittsalter bei Diagnose war bei den Lateinamerikanerinnen 49 Jahre und bei den schwarzen Frauen 52 Jahre.

http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=19&profileAOIName=Gyn%C3%BDkologie&articleItemId=c7c38a01843db8f58a6a4f9095e2ef40

Richi

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Brustkrebs: Studien
« Antwort #7 am: 23. November 2010, 18:30 »
23/11/2010
( APA )
.
ER-alpha-"Verursacher" gefunden

Zwei Drittel aller Mammakarzinome sind ER-alpha-positiv

Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben die miR-375 als Auslöser hoher Konzentrationen des Östrogen-Rezeptors ER-alpha identifiziert. Zwei Drittel aller Brustkrebsfälle gelten als ER-alpha-positiv, beinhalten also zu viele der Rezeptoren. Das teilte das DKFZ mit.

"Diese Moleküle können Wechselwirkungen mit dem Hormon Östrogen eingehen und dadurch auch zur Krebsentstehung führen", erklärte Mitautor Jörg Hoheisel, Molekularbiologe im DKFZ, in einer Aussendung. Bereits frühe Entwicklungsstadien des Mammakarzinoms stellen zu viele dieser Rezeptoren her. Damit gehe eine erhöhte Zellteilung und so letztendlich die Entwicklung von Tumoren einher.

Gemeinsam mit den DKFZ-Kollegen Yasser Riazalhosseini und Pedro de Souza Rocha Simoninimi konnte Hoheisel einen Rückkoppelungsmechanismus aufdecken. miR-375 blockiert die Produktion eines Enzyms, das die Bildung von ER-alpha-Rezeptoren beeinflusst: Hohe miR-375-Konzentrationen bedingen die Bildung vieler Östrogen-Rezeptoren. Gleichzeitig bewirkt eine erhöhte ER-alpha-Konzentration die vermehrte Bildung von miR-375. Dadurch wird die Vermehrung der Krebszellen weiter angekurbelt. Die Ausschaltung von miR-375 in ER-alpha-positiven Brustkrebszellen verlangsamte das Wachstum laut den Angaben "wirkungsvoll". (el/mmb)

............. http://www.univadis.de/medical_and_more/KurzmeldungenMedizin_Detail?link=/DE/apa/ER-alpha-Verursacher-gefunden/%28language%29/ger-DE&id=13744

Sissi

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Klimakterische Beschwerden wehren Brustkrebs ab
« Antwort #8 am: 01. Februar 2011, 16:43 »
Mittwoch, 26. Januar 2011

Klimakterische Beschwerden wehren Brustkrebs ab

Seattle – Frauen, die während der Menopause unter klimakterischen Beschwerden leiden, erkranken einer Studie in Cancer Biomarkers, Epidemiology and Prevention (2011; doi: 10.1158/1055-9965.EPI-10-0998) zufolge nur halb so häufig an einem postmenopausalen Mammakarzinom.

Hitzewallungen und Nachtschweiß sind die Folge schwankender Östrogenspiegel in den Wechseljahren. Da Östrogene zu den Risikofaktoren des Mammakarzinoms zählen, vermutete Christopher Li vom Fred Hutchinson Cancer Research Center eine mögliche protektive Wirkung.

Seine Fall-Kontrollstudie an 1.437 postmenopausalen Frauen, von denen ............ http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44443/Klimakterische_Beschwerden_wehren_Brustkrebs_ab.htm

Tanja

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Re:Brustkrebs: Studien
« Antwort #9 am: 03. März 2011, 11:54 »

In einer im lancet veröffentlichten studie zeigt Halaven(TM) (Eribulin) von Eisai eine signifikante verbesserung des gesamtüberlebens im vergleich zu derzeitigen therapien für stark vorebehandelten metastasierten brustkrebs =

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110303_OTS0002/in-einer-im-lancet-veroeffentlichten-studie-zeigt-halaventm-eribulin-von-eisai-eine-signifikante-verbesserung-des-gesamtueberlebens-im-vergleich-zu-derzeitigen-therapien-fuer-stark-vorebehandelten-m

Werner

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Brustkrebs-Studie: Rezidive
« Antwort #10 am: 04. Mai 2011, 01:05 »

Dienstag, 3. Mai 2011

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/45673/ACE-Hemmer_koennten_Risiko_fuer_Brustkrebs-Rezidive_erhoehen.htm

ACE-Hemmer könnten Risiko für Brustkrebs-Rezidive erhöhen
Los Angeles – Die Einnahme von ACE-Hemmern könnte mit einem erhöhten Risiko für ein Brustkrebsrezidiv bei Frauen einhergehen. Betablocker scheinen hingegen einen präventiven Effekt zu haben. Diese Erkenntnisse gewannen Wissenschaftler um Patricia Ganz von dem UCLA`s Jonsson Comprehensive Cancer Center. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Breast Cancer Research and Treatment (DOI 10.1007/s10549-011-1505-3).

Ganz und ihre Kollegen untersuchten in ihrer Studie die Daten der Life after Cancer Epidemiology (LACE) study. Insgesamt waren dies Daten von 1.779 Frauen mit Brustkrebs in einem frühen Stadium.

In einer früheren Studie konnten die Wissenschaftler bereits in einem Mausmodell zeigen, dass chronischer Stress die Progression von Brustkrebswachstum fördern kann. Die Wissenschaftler gaben den Mäusen im Anschluss Betablocker und beobachteten eine Verlangsamung oder einen Stopp der Krebsprogression.

zum Thema

    Abstract der Studie
    UCLA Jonsson Comprehensive Cancer Center

Nun untersuchten die Wissenschaftler die Effekte von Betablockern und ACE-Hemmern auf die Entwicklung von Brustkrebsrezidiven bei den Teilnehmern der LACE-Studie. Über einen Zeitraum von acht Jahren beobachteten sie die Frauen der Studie, deren Medikamenteneinnahmen, Krebsstadium und Behandlungsmethoden überprüfbar waren.

Von den 1.779 Frauen bekamen 292 ein Brustkrebsrezidiv. 23 Prozent der Frauen in der Studie nahmen einen Betablocker oder einen ACE-Hemmer ein. Die Frauen, die diese Medikamente einnahmen, waren insgesamt älter, postmenopausal und hatten weitere Gesundheitsprobleme wie Übergewicht, Hypertonie oder Diabetes mellitus.

Insgesamt zeigte sich in der Analyse der Daten, dass Frauen, die einen ACE-Hemmer einnahmen ein signifikant höheres Risiko für ein Brustkrebsrezidiv hatten, als Frauen, die einen Betablocker bekamen.


Ganz und ihre Kollegen untersuchen die Ergebnisse ihrer Studie derzeit außerdem in einem Mausmodell, um die biologischen Grundlagen näher zu erforschen und zu begreifen.

Wenn die Einnahme von Betablockern tatsächlich das Brustkrebsrezidivrisiko senken könnte,
wäre dies laut der Arbeitsgruppe eine neue präventive Therapiemethode. Ganz erklärte abschließend, dass behandelnde Ärzte weitere chronische Erkrankungen bei Brustkrebspatientinnen berücksichtigen und deren Medikamenteneinnahme überprüfen sollten. © hil/aerzteblatt.de

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"Impfstoff" gegen Brustkrebs wird erprobt
« Antwort #11 am: 11. Mai 2012, 20:14 »

Neuartige Immuntherapie

"Impfstoff" gegen Brustkrebs wird erprobt

9. Mai 2012, 16:35

Neuartige Immuntherapie mit Stimuvax soll Ansprechen der neoadjuvanten Tumortherapie verbessern

Wien - Eine neuartige Immuntherapie zur Behandlung des Mammakarzinoms wird von ABCSG (Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group) in ihrer Studie-34 weltweit erstmals getestet. Nach einem internationalen Auswahlprozess kann nun diese Impfstudie in Angriff genommen werden. Die erste Patientin wurde bereits in die Studie eingeschlossen, so eine Aussendung.

Trial Chair der Studie, Michael Gnant: "Nur der hohe Standard der ABCSG-Zentren ermöglicht uns die erfolgreiche Durchführung. Vor allem im Interesse der teilnehmenden Patientinnen muss ein reibungsloser Ablauf dieser hochinnovativen Behandlung gewährleistet werden." Dazu gehören die Universitätskliniken für Chirurgie, Gynäkologie und Innere Medizin an der MedUni Wien, die Universitätsklinik für Gynäkologie in Innsbruck sowie die Chirurgische und Interne Abteilung des Krankenhauses Feldkirch.

Neues therapeutisches Konzept

ABCSG-34 wird insgesamt 400 prä- und postmenopausale Patientinnen mit primärem Mammakarzinom einschließen. Die Studienteilnehmerinnen werden eine moderne präoperative Standardtherapie erhalten, die entweder eine endokrine Behandlung mit Letrozol oder eine Chemotherapie mit EC+T in reverser oder normaler Sequenz beinhaltet. Zusätzlich erhält die Hälfte der Patientinnen den Wirkstoff L-BLP25 (Stimuvax). "Diese Vakzinierung im neoadjuvanten Setting stellt ein völlig neues therapeutisches Konzept dar", so Christian Singer von der MedUni Wien.

L-BLP25 besteht aus einem MUC1 Glykoprotein, einem künstlich hergestellten Peptid. Die Impfung ruft im Idealfall eine Immunantwort auf MUC1-exprimierende Tumorzellen hervor. MUC1 wird zu über 90 Prozent auf Mammatumoren exprimiert. Das Protein wird vor der Verabreichung in ein Liposom verkapselt. Diese Hülle fördert die Erkennungsrate des Antigens durch das menschliche Immunsystem. Bisherige Studien mit L-BLP25 an Patientinnen mit Lungenkrebs konnten nachweisen, dass das Peptid das Anbinden zytotoxischer T-Lymphozyten an Tumorzellen mit überexprimiertem MUC1 auslösen und damit das Tumorwachstum hemmen kann. Die Impfung soll also nicht nur die Wirkung der neoadjuvanten Therapie verstärken, sondern auch direkt zur Hemmung des Tumorwachstums beitragen.

"Dieses neuartige Therapieverfahren wird in Österreich und weltweit zum ersten Mal im Rahmen einer neoadjuvanten Brustkrebsstudie angewendet - der langjährige Traum von einer 'Brustkrebsimpfung' könnte damit greifbar werden", betonte ABCSG-Präsident Michael Gnant. Mit ersten Ergebnissen der Studie wird bis Ende 2014 gerechnet.  (APA, 9.5.2012)

Zum Thema
http://derstandard.at/1336563007595/Neuartige-Immuntherapie-Impfstoff-gegen-Brustkrebs-wird-erprobt
Impfen gegen Krebs


------------------------------------------------

siehe auch:
http://kurier.at/nachrichten/gesundheit/4497772-brustkrebs-hoffen-auf-eine-impfung.php
+
http://kurier.at/archiv/volltext.php?schluessel=EGEEHGWPOWPSWTGCCROWWTOH&suche=wi&suchevonjahr=2012&suchevonmonat=05&suchevontag=28&suchebisjahr=2012&suchebismonat=06&suchebistag=04&suchseite=&offset=860&simple=0
+
http://kurier.at/redakteure/182-ernst-mauritz/4
« Letzte Änderung: 21. Juli 2012, 00:16 von admin »

Tanja

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Brustkrebs: Eribulin enttäuscht in klinischer Studie
« Antwort #12 am: 07. Dezember 2012, 21:42 »



Mammakarzinom: Eribulin enttäuscht in klinischer Studie

Freitag, 7. Dezember 2012

Lebanon – Das Zytostatikum Eribulin, das im letzten Jahr als Halaven® zur Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms zugelassen wurde, hat in einer Phase-III-Studie enttäuscht. Im direkten Vergleich mit Capecitabin konnte Eribulin weder Gesamt- noch progressionsfreies Überleben verlängern. Eine Nische könnte die Therapie des HER2-negativen Mammakarzinoms sein.

Halaven ist derzeit ein Reservezytostatikum. Die Zulassung ist auf Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs beschränkt. Voraussetzung für den Einsatz ist, dass wenigstens zwei Chemotherapien versagt haben, in denen mindestens ein Anthrazyklin und ein Taxan zum Einsatz kamen. Der Hersteller strebt natürlich eine Erweiterung der Zulassung an und die Studie 301 sollte hier die Tore öffnen.
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An der Studie nahmen ............ http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52678

admin

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Mehr Brustkrebs bei jungen US-Amerikanerinnen
« Antwort #13 am: 03. März 2013, 00:51 »


Mehr Brustkrebs bei jungen US-Amerikanerinnen

Mittwoch, 27. Februar 2013

dpa

Seattle – In den USA ist die Zahl der fernmetastasierten Brustkrebserkrankungen bei Frauen unter 40 Jahren seit 1976 kontinuierlich angestiegen, ohne dass Epidemiologen im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2013; 309: 800-805) die Ursachen dafür nennen können.

Krebserkrankungen sind im jungen Erwachsenenalter extrem selten. Die häufigste Tumorart ist das Mammakarzinom. In den USA erkrankt eine von 173 Frauen vor dem 40. Lebensjahr an diesem Tumor, bei dem die Heilungschancen heute sehr gut sind, solange der Tumor auf die Brust und wenige regionale Lymphknoten beschränkt ist. Nach dem Auftreten von Fernmetastasen verschlechtern sich die Überlebensraten deutlich. Gerade diese Tumore sind den Recherchen von Rebecca Johnson vom Seattle Children's Hos­pital zufolge jedoch in den letzten Jahrzehnten bei jungen Frauen häufiger geworden.
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Ihre Auswertung von drei Krebsregistern (SEER) des National Cancer Institute ergab, dass die Inzidenz des Mammakarzinoms mit Fernmetastasen in der Altersgruppe der 25 bis 39-jährigen Frauen von 1,53 auf 100.000 im Jahr 1976 auf 2,90 pro 100.000 im Jahr 2009 angestiegen ist.

zum Thema

    Abstract der Studie
    Pressemitteilung

Das macht auf die gesamte USA bezogen zwar im Jahr kaum etwas als 800 Krebser­krankungen aus. Da die Prognose im fortgeschrittenen Stadium jedoch schlecht ist, werden viele der jungen Frauen am Brustkrebs sterben, auch wenn die Mehrzahl der Tumoren HER-positiv war. Die mittlere Überlebenszeit bei ER+PR+-Tumoren liegt laut Johnson heute bei 45 Monaten gegenüber nur 25 Monaten bei Tumoren mit dem Rezeptorstatus ER-PR-.

Eine Ursache für die Zunahme konnte Johnson nicht nennen. Einen scheinbaren Anstieg ......... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/53575

Sissi

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Brustkrebs: DNA-Test erkennt Metastasen im Blut
« Antwort #14 am: 17. März 2013, 15:37 »



Mammakarzinom: DNA-Test erkennt Metastasen im Blut

Donnerstag, 14. März 2013
dpa


Cambridge – Beim metastasierten Mammakarzinom lassen sich häufig Tumorgene im Blut der Patientinnen nachweisen. Eine Studie im New England Journal of Medicine (2013; doi: 10.1056/NEJMoa1213261) zeigt, dass der Test benutzt werden kann, um den Verlauf der Erkrankung und das Ansprechen der Therapie zu beurteilen.

Beim Zerfall von Tumorzellen wird DNA freigesetzt. Als zellfreie DNA ist sie im Plasma nachweisbar. Anhand von Mutationen, die für Krebszellen typisch sind, kann die Tumor-DNA von der DNA gesunder Zellen unterschieden werden. Das Team um Carlos Caldas von der Universität Cambridge in England musste bei den 52 Teilnehmerinnen seiner Studie zunächst im Primärtumor nach geeigneten Mutationen suchen, um einen für die einzelnen Patientinnen passenden DNA-Test zu entwickeln. Bei einigen Frauen fanden sie die Mutationen in typischen Tumorgenen (PIK3CA und TP53), bei anderen mussten die das gesamte Genom des Tumors sequenzieren, um passende strukturelle Veränderungen zu finden.

zum Thema

    Abstract der Studie im NEJM
    Pressemitteilung der University of Cambridge

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Für 30 Patientinnen konnte ........... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/53750

Tanja

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Re: Brustkrebs: Studien
« Antwort #15 am: 11. Mai 2013, 23:02 »



Tamoxifen und Co.: Meta-Analyse bestätigt Brust­krebs-Prävention
Mittwoch, 8. Mai 2013
dpa

London – Selektive Estrogenrezeptormodulatoren (SERM) wie Tamoxifen oder Raloxifen können einem Brustkrebs vorbeugen. Eine von der britischen Stiftung Cancer Research UK beauftragte Meta-Analyse bestätigt die bekannte chemopräventive Wirkung, die einer Publikation im Lancet (2013; doi: 10.1016/S0140-6736(13)60140-3) zufolge jedoch mit der Dauer der Therapie abnimmt. Eine Senkung der brustkrebs-spezifischen oder Gesamt­sterblichkeit war nicht nachweisbar. Das National Institute for Health and Care Excellence will die Chemoprävention Frauen mit familiärem Risiko nahelegen.

Die chemopräventive Wirkung von Tamoxifen wurde erstmals in den 1980er Jahren entdeckt, als Patienten in Studien zur adjuvanten Hormontherapie seltener an einem kontralateralen Mammakarzinom erkrankten, wenn sie das „Anti-Östrogen“ einge­nommen hatten. Die Wirkung ist biologisch plausibel und durch Studien belegt. Seit 1998 ist Tamoxifen bei Frauen mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko offiziell zur Chemo­prävention des Mammakarzinoms zugelassen, seit 2007 gilt dies auch für Raloxifen.
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In Großbritannien und Deutschland gibt es keine Zulassung. Die Anwendung von Tamoxifen ist auf die Hormonbehandlung beim Mammakarzinom beschränkt. Raloxifen wird zur Behandlung der Osteoporose angeboten. Lasofoxifen, das ebenfalls eine brustkrebspräventive Wirkung hat, war ebenfalls zur Osteoporose zugelassen, wurde aber vom Hersteller mangels wirtschaftlicher Chancen gar nicht erst eingeführt. Ein viertes SERM Arzoxifen befindet sich noch in der klinischen Prüfung.

Jack Cuzick vom Wolfson Institute of Preventive Medicine in London hat die Daten zu allen vier SERM in einer Meta-Analyse zusammengefasst. Auf der Basis von 83.399 Frauen, die im Mittel über 65 Monate behandelt wurden, errechnet Cuzick eine Reduktion der Brustkrebsinzidenz um 38 Prozent (Hazard Ratio HR 0,62; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,56–0,69).

zum Thema

    Abstract der Studie im Lancet
    Pressemitteilung von Cancer Research UK
    NICE Guidance (Entwurf)
    FDA zu Tamoxifen

In den ersten 5 Jahren wurde ........ http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54324

Jutta

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Studie bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs
« Antwort #16 am: 04. Juni 2013, 00:13 »



Studie zeigt verbesserte Gesamtlebensqualität mit Halaven ® (Eribulin) im vergleich zu Capecitabin bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs =

Hatfield, England (ots/PRNewswire) -
Neue Daten, die heute auf dem ASCO-Kongress 2013 präsentiert wurden,
zeigen, dass sich im Laufe einer Phase-III-Studie (Studie 301) der
allgemeine Gesundheitszustand (Global Health Status - GHS) und die
Gesamtlebensqualität (Quality of Life - QoL) bei Patientinnen mit
lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, die zuvor mit
Anthrazyklinen und Taxanen behandelt wurden, bei der Behandlung mit
Halaven(R) (Eribulin) mehr verbesserten als bei Capecitabin.[1]
Eine Krebserkrankung und deren Behandlung beeinträchtigen die
Lebensqualität der Patientinnen, insbesondere im Hinblick auf
Schwierigkeiten, sich weiterhin um die Familie zu kümmern, w ...

admin

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Brustkrebs: Anastrozol halbiert Tumorrisiko
« Antwort #17 am: 13. Dezember 2013, 23:40 »
xxe9geyy



Brustkrebs: Anastrozol halbiert Tumorrisiko

Analyse zeigt bessere Wirksamkeit bei deutlich weniger Nebenwirkungen


http://www.pressetext.com/news/20131213013


London (pte013/13.12.2013/11:10) - Das Medikament Anastrozol kann das Entstehen von Brustkrebs bei Frauen mit einem hohen Risiko mehr als halbieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Queen Mary University of London http://qmul.ac.uk , an der 4.000 Frauen teilgenommen haben. Das Präparat war wirksamer, billiger und führte zu weniger Nebenwirkungen als die derzeit eingesetzten Medikamente.

Verabreichung zur Prävention

Anastrozol stoppt die Produktion des Hormons Östrogen, dass das Wachstum beim Großteil der Tumore fördert. Ärzte und Aktivisten fordern indes Gesundheitsdienstleister auf zu überlegen, ob das Medikament nicht auch gesunden Frauen angeboten werden soll. In einigen Ländern werden bereits Tamoxifen und Raloxifen zur Prävention von Brustkrebs eingesetzt. Beide Medikamente blockieren die Aktivität des Hormons.

Die Mittel erhöhen aber auch das Risiko anderer Erkrankungen wie Gebärmutterkrebs, tiefer Venenthrombosen oder Hitzewallungen. Aromatasehemmer wie Anastrozol werden bereits zur Behandlung von Brustkrebs eingesetzt. Für die aktuelle Erhebung wurden Frauen, die aufgrund von Erkrankungen in der Familie einem hohen Risiko ausgesetzt waren, durchschnittlich fünf Jahre lang begleitet.

Neue Alternative zu Tamoxifen

Es zeigte sich, dass von 2.000 Frauen, die nicht behandelt wurden, 85 an Brustkrebs erkrankten. Von den gleich vielen Teilnehmerinnen, die das Medikament erhielten, erkrankten nur 40 Frauen. Nebenwirkungen konnten kaum festgestellt werden, berichtet "The Lancet". Laut dem leitenden Wissenschaftler Jack Cuzick ist es absolut bemerkenswert, dass jetzt die Chance besteht, die Zahl der Erkrankungen zu verringern.

Entscheidend sei, dass diese Medikamente wirksamer seien als ältere wie Tamoxifen und weniger Nebenwirkungen auftreten. Die Beweise reichten jetzt aus, um das Anbieten dieser Medikamente zu überlegen. Montserrat Garcia-Closas vom Institute of Cancer Research zufolge stellt sich nun die Frage, ob so die Mortalität gesenkt werden kann. Dafür seien jedoch Langzeitstudien erforderlich. Jetzt könne dieses Medikament als Alternative zu Tamoxifen angeboten werden.

(Ende)
Aussender:    pressetext.redaktion