Autor Thema: Präventions-Pille gegen Eierstockkrebs  (Gelesen 4042 mal)

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Jutta

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Präventions-Pille gegen Eierstockkrebs
« am: 29. Januar 2008, 12:29 »
Pille zur Prävention von Eierstockkrebs sinnvoll

   Wissenschaftler fordern leichtere Zugänglichkeit

 

   Oxford (pte/25.01.2008/10:00) - Mindestens 100.000 Todesfälle durch

   Eierstockkrebs wurden in Großbritannien in den letzten 50 Jahren durch

   die Einführung der Pille verhindert. Wissenschaftler der University of

   Oxford http://www.ox.ac.uk sind davon überzeugt, dass die steigende

   Popularität dieser Verhütungsform bald 30.000 Neuerkrankungen pro Jahr

   verhindern wird. Die in The Lancet http://www.thelancet.com

   veröffentlichten Studienergebnisse basieren auf der Analyse von 45

   Studien. Laut dem Lancet-Editor werden Forderungen nach einer Pille ohne

   Rezept durch diese Ergebnisse bestärkt.

 

   Der Zusammenhang zwischen der Einnahme der Pille und einer geringeren

   Anzahl an Eierstockkrebs-Erkrankungen ist seit langem bekannt. Die

   aktuelle Studie gehört jedoch zu den genauesten Versuchen zu erforschen,

   wie dieser Effekt sich auf das Leben einer Frau auswirken kann. Obwohl

   die Menge der Hormone in den 60er und 70er Jahren ungefähr doppelt so

   hoch war wie heute, scheint das keine Auswirkungen auf den Schutz gegen

   Krebs zu haben. Das Team um Richard Peto geht davon aus, dass der Schutz

   auch Jahrzehnte nach Beendigung der Einnahme bestehen bleibt. Es gab aber

   immer wieder auch Befürchtungen, dass die Anzahl der Erkrankungen an

   Brust- und Gebärmutterhalskrebs kurzfristig ansteigt. Laut Peto müssen

   sich die jungen Frauen jedoch keine Sorgen machen. Die Vorteile würden

   das Risiko bei weitem aufwiegen.

 

   Lancet-Herausgeber Richard Horton betonte, dass diese Studienergebnisse

   überzeugende Argumente dafür lieferten, dass es leichter sein sollte die

   Pille zu bekommen. "Es gibt wenige Medikamente, die bereits nach einer

   kurzen Einnahme einen derart guten Schutz gegen eine so gefährliche

   Krankheit bieten." Denn durch die Pille könnten nicht nur die

   Krebserkrankungen verhindert, sondern auch das Leben von Zehntausenden

   Frauen gerettet werden. Derzeit ist die Pille in Großbritannien

   rezeptpflichtig. Die zuständige Medicines and Healthcare Products

   Regulatory Agency http://www.mhra.gov.uk erklärte, dass es keine Pläne

   gebe, die Pille ohne entsprechende Verschreibung und Abklärung der

   gesundheitlichen Risiken zugänglich zu machen.