Autor Thema: Prostatakrebs wegen ...............  (Gelesen 4931 mal)

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Werner

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Prostatakrebs wegen ...............
« am: 18. Februar 2008, 17:15 »

Prostatakarzinom nicht durch Sexualhormone verursacht


Dienstag, 5. Februar 2008

Oxford – Sexualhormone erhöhen das Risiko eines Prostatakarzinoms nicht. Das stellten Wissenschaftler der University of Oxford mittels einer Meta-Analyse von 18 früheren Studien fest. Sie veröffentlichen ihre Ergebnisse online im Journal of the National Cancer Institute (doi:10.1093/jnci/djm323).

Lange Zeit galten hohe Spiegel männlicher Sexualhormone als Risikofaktor für ein Prostatakarzinom. Über zwanzig prospektive Studien versuchten, dies definitiv zu klären. Die Resultate waren jedoch nach Angaben der Wissenschaftler widersprüchlich.

Die Forscher um Andrew Roddam von der University of Oxford sammelten Daten aus 18 Studien und analysierten anhand dieser den Zusammenhang zwischen Sexhormonspiegeln im Blut und dem Auftreten des Prostatakarzinoms.

Der Arbeitsgruppe lagen Daten zu 3.886 Männern mit Prostatakarzinom und 6.438 Kontrollpersonen vor. Die Auswertung der Studie ergab keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Prostatakarzinomrisiko und den Blutspiegeln von Östrogen und Testosteron.

„Die Studie zwingt die Forschergemeinschaft, die verführerische, klinisch bedeutsame und biologisch plausible Hypothese beiseite zu schieben und sich an die schwierige Aufgabe zu machen, veränderbare Risikofaktoren für das Prostatakarzinom zu entdecken, zu analysieren und zu charakterisieren“, betonen die Autoren.

 

Josef

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Prostatakrebs wegen ...............
« Antwort #1 am: 16. Mai 2008, 22:14 »
Prostatakarzinom durch Agent Orange

Donnerstag, 15. Mai 2008

Orlando – US-Veteranen, die im Vietnamkrieg dem Entlaubungsmittel Agent Orange ausgesetzt waren, erkrankten im späteren Leben häufiger als andere an einem Prostatakarzinom. Dies zeigt eine Studie, die auf der Jahrestagung der American Urological Association (AUA) in Orlando vorgestellt wurde.

In den Jahren 1962 bis 1971 versprühte die US-Luftwaffe rund 40 Millionen Liter Agent Orange über den dichten Wälder Vietnams, wo sie die Widerstandskämpfer des Vietkongs vermuteten. Doch das Gemisch aus zwei synthetischen Herbiziden war mit dem Dioxin TCDD (Tetrachlorodibenzo-para-dioxin) kontaminiert, das die International Agency for Research on Cancer seit 1997 als Gruppe-1-Karzinogen einstuft zusammen mit Arsen, Asbest und radioaktiver Strahlung. Hauptleidtragender der Entlaubungskampagnen war die vietnamesische Bevölkerung, doch auch etliche US-Soldaten wurden exponiert.

Vor zwei Jahren hatte Amit Gupta, ein Urologe vom Southwestern Medical Center der Universität von Texas in Dallas, herausgefunden, dass die an den Einsätzen beteiligten Soldaten später seltener an einer benignen Prostatahyperplasie erkrankten (Environmental Health Perspectives 2006; 114: 1670–1676).

Dies ist allerdings nur eine Seite der Medaille, denn die Analyse von 13.000 Veteranen in Kalifornien durch den Urologen Lars Ellison, Sacramento, weist darauf hin, dass exponierte Soldaten im späteren Leben doppelt so häufig an einem Prostatakarzinom erkranken (Journal of Urology 2008; 179: 149-150).

Nach den jetzt auf dem Kongress vorgestellten Ergebnissen traten die Krebserkrankungen bei den exponierten Soldaten früher auf und nahmen häufiger einen aggressiven Verlauf. Die Exposition mit Agent Orange ist nach Ansicht des Urologen ebenso ein Risikofaktor für die Erkrankung wie eine afroamerikanische Herkunft und eine positive Familienanamnese. © rme/aerzteblatt.de
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Geri

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Wie häufig ist der asymptomatische Prostatakrebs bei der Allgemeinbevölkerung? 2008
Schlüsselwörter: Zufällig, asymptomatisch, Prostatakarzinom, Prostatakrebs, Laparoskopie, Laparoskopische radikale Prostatektomie, Operation, minimalinvasive Therapie Endoskopie und Krebstherapie, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.

Autopsie-Studien haben gezeigt, dass asymptomatischer lokalisierter Prostatakrebs bei Männern, die an anderen Krankheiten gestorben sind, relativ häufig vorkommt. Diese Beobachtung hat wiederum die Diskussion ausgelöst, ob Prostatakrebs-Screening häufig zur Entdeckung asymptomatischer Prosatakrebs und damit oft zu unnötig aggressiven Therapien führt.

Eine aktuelle Studie (1) zu diesem Thema fand heraus, dass Männer älter als 50 Jahre bei der Autopsie sehr häufig einen bis dahin unentdeckten asymptomatischen Prostatakrebs hatten: im Alter 50–59 23% und im Alter 60–69 35%.

Anhand dieser Ergebnisse kann man natürlich folgern, dass Prostata-Screening bei Männern über 50 Jahre wichtig ist. Eine vielleicht andere Interpretation dieser Daten wäre, dass der „stille“ Prostatakrebs in der Allgemeinbevölkerung relativ häufig vorkommt und der Stellenwert und Nutzen der Prostatakrebs-Screening mittels PSA-Bestimmung im Hinblick auf die Lebensverlängerung und Lebensqualität der betroffenen Menschen noch unklar ist. Hier sind randomisierte Studien notwendig, um diese Fragen zu klären.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1):

Über die Prävalenz des inzidenten Prostatakarzinoms bei der Allgemeinbevölkerung

Die Inzidenz des Prostatakarzinoms ist in den letzen Jahren dramatisch angestiegen, da es ...........

http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2008/04-2008-33-prostatakrebs-autopsie.htm

Geri

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Prostatakrebs: Große Männer haben höheres Risiko
« Antwort #3 am: 04. September 2008, 23:53 »


04.09.08 - Kleinere Männer haben es oft schwer im Leben. Doch einen Vorteil konnten Forscher ihnen nun belegen: Sie haben nicht nur ein geringeres Risiko, ein Prostatakarzinom zu entwickeln als hochgewachsene Altersgenossen, bei ihnen schreitet die Erkrankung auch weniger schnell fort.

Das fand ein Forscherteam um Dr. Luisa Zuccolo von der University of Bristol mit Kollegen von drei weiteren englischen Universitäten heraus.

Sie betrachteten die Daten von 9.347 Männern, von denen 1.357 an einem Prostatakarzinom litten. Dabei zeigte sich für jede zehn cm zusätzlicher Körpergröße ein um sechs Prozent höheres Erkrankungsrisiko.

Der Einfluss der Körpergröße sei allerdings weit geringer als der aller anderen bekannten Risikofaktoren wie beispielsweise Alter und Familienanamnese, betonen die Forscher. Ein häufigeres Screening von hochgewachsenen Männern sei daher nicht nötig.

Zusätzlich zu der eigenen Untersuchung werteten die Autoren die Ergebnisse von 58 Studien in einer Meta-Analyse aus, die das erhöhte Erkrankungsrisiko bei größeren Patienten bestätigte (drei bis neun Prozent pro zehn cm).

Weitaus eindeutiger zeigte sich das Risiko eines fortgeschrittenen Prostatakarzinoms bei größeren Männern (5 Prozent bis 19 Prozent pro zehn cm).

"Die Körpergröße selber ist vermutlich nicht die Ursache für das erhöhte Risiko", schreiben die Forscher. Vielmehr seien ähnliche zu Grunde liegende Mechanismen für das Wachstum verantwortlich - beispielsweise eine erhöhte Produktion des Insulin-like Growth Factor-1 (IGF-1).

Cancer Epidemiol Biomarkers Prev 2008;17(9):2325–36

Richi

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Sexuell aktive Männer erkranken eher an Prostatakrebs
« Antwort #4 am: 09. Februar 2009, 01:32 »

06.02.09

Frankfurt/Main (AP) Zwischen häufigem Sex und Prostatakrebs besteht ein Zusammenhang. Das ergab eine britische Studie, wie der Berufsverband Deutscher Internisten berichtet. Zugleich warnt der Münchner Androloge Michael Köhn aber vor einer «ungerechtfertigten Verteufelung von Sexualität»: «Die Studie hat lediglich eine Assoziation zwischen häufigem Sex und Prostatakrebs aufgedeckt, nicht jedoch eine ursächliche Beziehung.» Die Schlussfolgerung, häufiger Sex könne Krebs auslösen, sei sicherlich nicht richtig.

Die Wissenschaftler hatten festgestellt, dass Männer, die im Alter zwischen 20 und 50 Jahren sexuell sehr aktiv waren, vor ihrem 60. Geburtstag auch öfter Tumore in der Prostata entwickelten: 40 Prozent der untersuchten Krebspatienten hatten mehr als 20 Mal pro Monat Sex, in einer Kontrollgruppe aus Nicht-Krebspatienten waren lediglich 32 Prozent derart aktiv. Jenseits der 50 scheint Sex dann sogar die Krebshäufigkeit zu verringern: 39 Prozent der Tumorpatienten hatten bis zum Ausbruch ihrer Erkrankung sechs oder mehr Geschlechtspartner, im Vergleich zu 31 Prozent in der Kontrollgruppe.

Bislang gibt es laut Köhn nur Vermutungen, worauf diese Verbindung zwischen Sex und Krebs der Prostata beruht. Möglicherweise seien Sexualhormone wie das Testosteron sowohl für die sexuelle Aktivität als auch für das erhöhte Tumorrisiko verantwortlich. Allerdings sei damit nur schwer erklärbar, warum eine größere sexuelle Aktivität bei älteren Männern mit einem geringeren Erkrankungsrisiko verbunden sei, betont der Professor. Eine weitere mögliche Erklärung seien sexuell übertragbare Erkrankungen, an denen in der Studie die Prostatakrebs-Patienten häufiger als gesunde Männer litten. Solche Erkrankungen und damit einhergehende Entzündungen wirkten sich möglicherweise ebenfalls auf das Krebsrisiko aus.

http://www.curado.de/Prostatakrebs/Sexuell-aktive-Maenner-erkranken-eher-an-Prostatakrebs-10698/