Autor Thema: KREBS UND FATIGUE  (Gelesen 9586 mal)

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Edi

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KREBS UND FATIGUE
« am: 16. April 2007, 00:11 »
Nach der Diagnose Krebs fällt der Patient meist zuerst in ein "tiefes Loch".
90 % werden dann zuerst einmal depressiv.
Alles ist wie ein großes Trauma.
Hilfe ist notwendig, psychische und onkologische.

Gleichzeitig entsteht bei manchen Krebsarten für über 90 % der Betroffenen eine unerklärliche Müdigkeit. Dies wird oft unrichtig als Schlafapnoe eingestuft, ist aber das Fatigue Syndrom. Diese unerklärliche Müdigkeit ist behandelbar, z. B. mit einer Misteltherapie, kann aber Jahre andauern.

Eine gute Zusammenfassung sieht man nachstehend, auch mit der Möglichkeit zur Anforderung einer Broschüre.
Es gibt noch weitere hilfreiche Stellen, teils mit Zussendung von Broschüren, VHS-Kassettn, DVD`s.
Wer weiß mehr darüber?



Krebs: Zwei Drittel aller Tumorpatienten leiden unter dem Fatigue Syndrom

So haben 40% aller Tumorpatienten eine ausgeprägte Anämie, wobei sowohl die Tumor-induzierte als auch die Chemo- und Radiotherapie-induzierte Anämie zu beobachten sind. Die Ursachen sind meist multifaktoriell bedingt.

Je nach Krebsart leiden 70 – 100% der Betroffenen unter Fatigue. Fatigue ist das häufigste unbehandelte Symptom von Krebserkrankungen und von Krebstherapien und kann auch noch Jahre nach Beendigung der Behandlung andauern. Diese besondere Form der Erschöpfung hat nichts mit üblicher Müdigkeit oder vorübergehenden Überlastung zu tun. Fatigue ist eine extremer körperlicher, geistiger und seelischer Erschöpfungszustand, der für einen gesunden Menschen kaum nachvollziehbar ist. Es fehlt die Energie für die Bewältigung alltäglicher Aufgaben wie arbeiten, einkaufen, kochen – manchmal ist sogar essen zu anstrengend!

Fatigue Syndrom bedeutet Verlust von Lebensqualität für Krebspatienten 60 Prozent der Patienten fühlen sich im Alltag durch Fatigue stärker beeinträchtigt als durch Schmerzen. Hoffnungslosigkeit, Isolation und Einsamkeit sind die Folgen.

Zu wenig Aufklärung – zu wenig Behandlung

Obwohl Fatigue eine häufige Begleiterscheinung der Krebstherapie bzw. einer Krebserkrankung an sich ist, wird kaum darüber gesprochen. Einerseits glauben Patienten, die Erschöpfung hinnehmen zu müssen, weil man „eh nichts dagegen tun kann“, andererseits haben sie Angst, dass die Intensität der Chemotherapie reduziert und ihre Erkrankung nicht mehr ausreichend behandelt werden könnte. Außerdem haben Patienten eine Scheu davor, als „unbequem“ eingestuft zu werden, wenn sie „bloß über ihre Befindlichkeit“ klagen.

Tatsächlich ist es ein Anliegen der Ärzte, ihre Patienten optimal zu behandeln und ihnen eine maximal gute Lebensqualität zu ermöglichen. Dazu ist es wichtig, dass die Patienten über alle Symptome berichten, sei es Übelkeit, seien es Schmerzen und natürlich auch über Erschöpfung, Müdigkeit und Depressionen (die sehr häufig zusammen mit Fatigue auftreten – als Folge oder auch als Ursache davon!) sprechen.

Fatigue ist ein wichtiger Hinweis für das Vorliegen ernsthafter Erkrankungen „Fatigue ist ein wichtiges Symptom, das auf ernstzunehmende Prozesse im Körper hinweist, wie z.B. Vorliegen einer Krebserkrankung, Blutarmut, Infektion, Depression, Hormonmangel, massive Störung des Mineralstoffwechsels, Unterernährung und andere. Jedenfalls sollte eine rasche Abklärung der zugrundeliegenden Ursachen erfolgen um eine entsprechende Behandlung einleiten zu können“, meint Professor Heinz Ludwig, Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung – Zentrum für Medizinische Onkologie und Hämatologie im Wilhelminenspital Wien.

Chemotherapie und Strahlenbehandlung können ebenfalls Fatigue hervorrufen. Diese Behandlungsformen zerstören schnellwachsende Zellen des Körpers, wobei nicht nur Tumorzellen, sondern auch rasch wachsende Zellen, wie z.B. des blutbildenden Knochenmarks in Mitleidenschaft gezogen werden. Dadurch kommt es zum Sistieren der Blutbildung mit deutlicher Abnahme der roten und weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen.

Ein Mangel an weißen Blutkörperchen führt zu einer massiven Schwächung der körperlichen Abwehr und nicht selten als Folge zu schweren Infektionen. Die meist durch Bakterien hervorgerufenen Infektionen können zu einer Leistungseinschränkung und Erschöpfung führen. Je früher dies erkannt wird umso eher kann eine entsprechende Behandlung mit Antibiotika eingeleitet werden.

Anämie als häufige Ursache für Fatigue
Eine der häufigsten Ursachen der Fatigue ist der Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Die dadurch entstehende Blutarmut (Anämie) senkt das Energieniveau im Körper drastisch, denn die Erythrozyten sind für den Sauerstofftransport zuständig. Das Gehirn benötigt besonders viel Sauerstoff. Daher ist nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige Leistungsfähigkeit bei Blutmangel herabgesetzt.

Eine rasche Behandlung verschafft Abhilfe
„Sofortige Abhilfe kann eine Bluttransfusion schaffen. Die Wirkung von Transfusionen hält allerdings nur wenige Tage bis maximal 2 Wochen an. Außerdem sind Bluttransfusionen mit Risiken behaftet, wie z. B. die Übertragung von Infektionen und immunologischen Reaktionen,“ erklärt der anerkannte Onkologe und Past- Präsident der Europäischen Gesellschaft für medizinische Onkologie, Prof.Dr. Heinz Ludwig.

Eine Informationsoffensive des Wilhelminenspital trägt zur Aufklärung bei. Die Broschüre "Erschöpfung bei Krebs" sowie sämtliche Hintergrundinformationen erhalten Sie über: FISCHILL PR, Dr. Britta Fischill; Kochgasse4/10, 1080 Wien ++43 1 408 68 24-11 office@fischill.at (23.06.2005)

Gitti

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KREBS UND FATIGUE
« Antwort #1 am: 01. November 2007, 13:18 »

Die extreme Müdigkeit erwischt viele Krebspatienten, ich gehe von rund 3/4 aus.


Infos über Fatigue bekommt man auch unter:

http://www.deutsche-fatigue-gesellschaft.de/



weiters gibt es Infos gedruckt, auf CD, bzw. download, z.B. zu:



Fitness trotz Fatigue
http://www.deutsche-fatigue-gesellschaft.de/fachkreise/daten/fitness_trotz_fatigue.pdf


Fatigue, Fragen-Antworten
http://www.deutsche-fatigue-gesellschaft.de/fachkreise/daten/RZ_flyer_18_1.pdf



Fatigue, Info-Brief
http://www.deutsche-fatigue-gesellschaft.de/fachkreise/daten/infobrief.pdf


Ich bewältige meine Müdigkeit am besten mit Bewegung, so eigenartig es klingt!




Jutta

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Krebs und Fatigue, Vorinfo zur Sprechstunde
« Antwort #2 am: 03. Dezember 2007, 20:28 »
http://www.krebsgesellschaft.de/index.php?seite=krebssprechstunde_vorbericht_fatigue_110907&navigation=49300

Krebssprechstunde – Informationen zum Thema Fatigue und Anämie
Fatigue bezeichnet eine Form anhaltender Erschöpfung, die während oder nach einer Krebsbehandlung auftreten kann. Eine Hauptursache für Fatigue ist die tumorbedingte Anämie, an der bis zu 97 Prozent aller Tumorpatienten leiden.
Die Problematik: Viele Krebspatienten nehmen diesen Erschöpfungszustand hin, weil sie denken, Fatigue sei nicht therapierbar, und sprechen ihren Arzt nicht an.
Das Gute: Dem ist nicht so. Wird eine Fatigue diagnostiziert und die Ursache dafür erkannt, kann sie behandelt werden.
Mit der Krebssprechstunde am 11. September 2007 um 14 Uhr zum Thema Fatigue soll über die Behandlungsmöglichkeiten der Anämie bei Krebspatienten aufgeklärt werden. Patienten, Angehörige und Interessierte haben die Möglichkeit, Fragen an den Experten, PD Dr. Carsten Oberhoff, zu richten.

 
Fatigue – ein ernstzunehmendes Problem der Krebspatienten
Laut einer Untersuchung gehört Fatigue zu den Begleitsymptomen, durch die sich Krebspatienten im Alltag am stärksten beeinträchtigt fühlen. Fatigue zeichnet sich durch quälende Müdigkeit aus, verbunden mit Schwindelattacken, Konzentrationsstörungen oder Depressionen, und kann auch durch ausreichenden Schlaf und regelmäßige Pausen nicht behoben werden. Ein wichtiger und häufiger Grund von Fatigue ist die Anämie (Blutarmut), die durch die Krebserkrankung oder deren Behandlung (z. B. Chemotherapie) verursacht wird. Bei der Anämie werden vom Körper nicht mehr ausreichend rote Blutkörperchen (Erythrozyten) gebildet, die für dessen Versorgung mit Sauerstoff notwendig sind. Dadurch kommt es zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff. Der Betroffene fühlt sich müde und matt – er leidet an Fatigue.

 

Therapiemöglichkeiten der Anämie bei Krebspatienten
Da sich eine symptomatische Anämie in der Regel nicht von selbst normalisiert, ist eine Therapie notwendig. Eine Behandlungsmöglichkeit ist die Bluttransfusion in Form eines Erythrozytenkonzentrates. Auf diese Weise können schwere Anämien rasch behandelt werden. Die gespendeten Blutkörperchen haben allerdings eine kürzere Lebensdauer als die körpereigenen, so dass die Bluttransfusion mehrfach wiederholt werden muss. Ebenso ist zu beachten, dass die Bluttransfusion mit gewissen Infektionsrisiken oder allergischen Reaktionen verbunden sein kann.
Eine nachhaltige und schnelle Möglichkeit der Behandlung der Anämie ist die Verabreichung von biotechnologisch hergestelltem Erythropoetin, welches die Bildung roter Blutkörperchen über einen längeren Zeitraum stimuliert. Zudem ist die Verabreichung von Erythropoetin einfach zu handhaben: Das Pflegepersonal oder der Patient selbst können Erythropoetin mit einer Fertigspritze verabreichen.

 
Erythropoetin-Therapie verbessert Lebensqualität
Um festzustellen, ob eine Anämie vorliegt, wird beim Arzt eine Blutuntersuchung durchgeführt. Der Hämoglobinwert (kurz Hb-Wert) ist hierbei der wichtigste Laborwert, denn Hämoglobin ist der Blutfarbstoff der roten Blutkörperchen, der den Sauerstoff transportiert. Normalwerte für Hämoglobin betragen für Frauen 12 bis 16 g/dl, für Männer 14 bis 18 g/dl. Für die Anämie-Therapie gibt es Leitlinien: Bei Krebspatienten wird eine Erythropoetin-Behandlung empfohlen, wenn der Hb-Wert 9 bis 11 g/dl beträgt. Der Wert steigt dann oft schon nach zwei bis vier Wochen wieder an. Durch die Therapie mit Erythropoetin kann die Anämie langfristig behoben werden. Der Körper wird wieder ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Patienten wird somit nachhaltig gesteigert.

 
Bessere Lebensqualität einfordern
Für Betroffene ist es wichtig, den Verlauf der eigenen Erkrankung zu dokumentieren. Hilfreich ist hierfür z.B. ein Tagebuch. Hält eine quälende Erschöpfung über einen langen Zeitraum an? Bringen auch Schlaf und Pausen die gewünschte Energie nicht zurück? Dann sollte der Arzt über die Symptome informiert werden. Er kann durch eine Blutuntersuchung feststellen, ob eine Anämie vorliegt und dies der Grund für die Fatigue-Symptome ist. Durch eine Therapie mit Erythropoetin kann sich das Wohlbefinden schell wieder steigern.

 

« Letzte Änderung: 03. Dezember 2007, 20:30 von Jutta »

Jutta

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Krebs und Fatigue, Nachbetrachtung der Sprechstunde
« Antwort #3 am: 03. Dezember 2007, 20:29 »
http://www.krebsgesellschaft.de/index.php?seite=krebssprechstunde_nachbericht_fatigue_11092007&navigation=49300


Krebssprechstunde: Anämie und Fatigue bei Krebspatienten
 

PD Dr. Oberhoff

Am 11. September 2007 beantwortete PD Dr. Oberhoff (Essen) in einer Online-Sprechstunde Ihre Fragen zum Thema Fatigue bei Krebspatienten. Die außerordentliche Müdigkeit und Abgeschlagenheit, die auch ‚Fatigue’ genannt wird, ist eine der häufigsten Begleiterscheinungen von Tumorerkrankungen.
Dr. Oberhoff hat umfangreiche Hintergrundinformationen zu Ursachen und Häufigkeit von Fatigue gegeben und ist bei der Beantwortung der Fragen auf Therapiemöglichkeiten wie Erythropoetin, Bluttransfusionen, Bewegungstherapie und psychosoziale Maßnahmen eingegangen.

 

Fatigue beeinträchtigt die Lebensqualität von Krebspatienten
Die Tumorerschöpfung (Fatigue-Syndrom) ist durch eine außerordentliche Müdigkeit, mangelnde Energiereserven und ein massives Ruhebedürfnis auch nach geringsten Anstrengungen gekennzeichnet. Etwa jeder zweite Krebspatient leidet unter Fatigue, so Dr. Oberhoff. Laut einer Untersuchung fühlen sich rund die Hälfte der befragten Krebspatienten durch Fatigue im Alltag beeinträchtigt und damit deutlich mehr als durch Schmerz oder Übelkeit/Erbrechen. Unter der Fatigue leidet die Hälfte der Betroffenen entweder täglich oder an den meisten Tagen.

 

Die Therapie richtet sich nach den Ursachen der Fatigue, eine häufige Ursache ist Blutarmut
Die Fatigue kann verschiedene Ursachen haben, auch mehrere Ursachen gleichzeitig. Eine besonders häufige Ursache ist die Blutarmut (Anämie). Aber auch eine Chemo- oder Strahlentherapie, Fieber, Schmerzen, Infektionen, Angst, Depressionen sowie Probleme im sozialen Umfeld können eine Fatigue-Symptomatik hervorrufen. Die ausreichende Therapie von Schmerzen und Infektionen, gegebenenfalls psychosoziale Maßnahmen und eine Anpassung der Lebensgewohnheiten können die Fatigue mindern.

Eine Anämie bei Krebspatienten kann entweder durch die Grunderkrankung selbst oder eine Chemo- oder Strahlentherapie bedingt sein. Bei einer Anämie ist die Sauerstoffversorgung sämtlicher Organe eingeschränkt und mitunter können selbst einfache Handgriffe wie z. B. das Zähneputzen nur mit größter Anstrengung verrichtet werden. Insbesondere bei Leukämien, Lymphomen und gynäkologischen Tumoren tritt bei rund 50% der Patienten eine Anämie auf.

Grundsätzlich kann eine Anämie im Akutfall mit Bluttransfusionen, für eine längerfristige Stabilisierung der Blutwerte mit dem Wachstumshormon Erythropoetin (EPO) behandelt werden. EPO regt die Reifung roter Blutkörperchen im Knochenmark an. Anders als mit Bluttransfusionen lassen sich mit EPO häufig stabile Hämoglobinwerte erzielen. Laut Dr. Oberhoff liegen die Ansprechraten einer EPO-Therapie bei 50-60%. Die Frage, ab welchem Hb-Wert eine Therapie eingeleitet werden sollte, wurde von Dr. Oberhoff differenziert beantwortet, da nach seinem Ermessen nicht der Hb allein ausschlaggebend sei, sondern auch die Symptomatik. So könne ein Patient mit einem Hb von 9 g/dl sich sehr schlecht fühlen, ein anderer mit vielleicht generell niedrigeren Hb-Werten jedoch keine Symptome zeigen.

Auch einige sehr konkrete Fragestellungen, wie zur Sequenz und zum Ansprechen auf die EPO-Therapie wurden in der Sprechstunde thematisiert und von Dr. Oberhoff beantwortet. So ist nach heutigem Kenntnisstand die 1x wöchentliche Gabe genauso gut wirksam wie die Verteilung der Dosis auf drei Tage der Woche. Bei fehlendem Ansprechen nach vier Wochen kann noch ein Therapieversuch mit einer auf das doppelte erhöhten Dosis erfolgen.

 

Bewegungstherapie als begleitende Maßnahme und zur Vorbeugung von Fatigue
Inzwischen ist es wissenschaftlich gut belegt, so Dr. Oberhoff, dass ein kontrolliertes Ausdauertraining die Fatigue-Beschwerden lindern oder auch deren Entstehung im Verlauf einer Chemotherapie vorbeugen kann. Ein moderates Ausdauertraining ist ein wichtiger Bestandteil einer modernen Krebstherapie und kann die Lebensqualität günstig beeinflussen.

 

Fatigue thematisieren!
Wie Dr. Oberhoff in einem Resumee der Sprechstunde betonte, gibt es offensichtlich von Seiten der Patienten viele Unsicherheiten beim Umgang mit der Fatigue. Viele Patienten sprechen das Thema ihrem Onkologen gegenüber nicht an, da sie die Symptome für unvermeidbar halten und ihnen nicht bekannt ist, dass es Therapiemöglichkeiten gibt.
Doch müssten die Patienten auch versuchen, ihre Probleme zu formulieren und beim behandelnden Arzt aktiv zu thematisieren. Auf der anderen Seite gelte für den Arzt, sich mit der teilweise schwierigen Ursachenfindung auseinander zu setzen, den Patienten in seiner Problematik ernst zu nehmen und mit ihm zusammen nach einer Lösung zu suchen.

 
« Letzte Änderung: 03. Dezember 2007, 20:31 von Jutta »

Tanja

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FATIGUE, warum nur so müde, und .......
« Antwort #4 am: 08. März 2008, 00:38 »
Fatigue beeinträchtigt Lebensqualität von Brustkrebspatientinnen

(RBI) Nach einer erfolgreichen Behandlung von Brustkrebs sind die Patientinnen noch lange nicht gesund. Epidemiologen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben belegt, dass vor allem die Fatigue das Wohlbefinden der Betroffenen mindert.

In einer Studie mit über 300 betroffenen Frauen, untersuchten die Forscher unter der Leitung von Professor Hermann Brenner, DKFZ Heidelberg, was die Lebensqualität von Brustkrebspatientinnen ein Jahr nach der Krebsdiagnose tatsächlich verringert.

Unter den objektiven Faktoren fanden sie drei, die das Wohlbefinden beeinflussten: das Alter der Patientin, wie weit der Tumor bei Diagnose fortgeschritten war und ob zusätzliche Erkrankungen vorlagen. Die Art der operativen Therapie - brusterhaltend oder brustamputierend - wirkte sich erstaunlicherweise nur auf ausgewählte Bereiche der Lebensqualität aus.

„Das Tumorstadium und das Alter der Patientin sind durch den Arzt nicht veränderbar“, sagt Arndt. „Die körperlichen Beschwerden wie die Fatigue kann der Arzt jedoch behandeln." Der Mediziner ist überzeugt, dass die Fatigue einen wichtigen Schlüssel für das Wohlergehen der Betroffenen darstellt.

Obwohl die Fatigue zu den häufigsten Beschwerden gehört, die Überlebende von Brustkrebs belasten, wissen Arzt und Patientin oft wenig darüber. "Die Untersuchungen der Folgen von Krebs wie der Fatigue stehen erst am Anfang und noch gibt es wenig Behandlungsmöglichkeiten", erläutert Volker Arndt. Um die Spätfolgen wirkungsvoll behandeln zu können, müssen sie stärker ins Bewusstsein rücken.

Literatur: V Arndt et al: Cancer, Cancer (2006), doi: 10.1002/cncr.22274
 

Das Fatigue Syndrom

Viele Krebspatienten leiden unter einem Symptom, dem lange Zeit nur wenig Beachtung geschenkt wurde: der so genannten Fatigue beziehungsweise Müdigkeit oder Erschöpfung. Fatigue hat enorme Auswirkungen auf den Alltag der Betroffenen und stellt für sie häufig eine große Belastung dar. Eine Studie hat ergeben, dass 41 Prozent der befragten Patienten es für bedeutsamer hielten, das Fatigue-Syndrom zu lindern als den Tumor-Schmerz (Vogelzang N.J. et al, Semin Hematol 1997; 34:4-12).

Fatigue kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, wie beispielsweise psychische Belastung durch die Krebserkrankung an sich. Auch eine Anämie (Blutarmut), bedingt durch den Tumor oder im Rahmen einer Chemotherapie, kann ein Grund für das Fatigue-Syndrom sein.

Das Erschöpfungssyndrom von Tumorpatienten darf allerdings nicht mit dem chronischen Erschöpfungssyndrom (auch chronisches Müdigkeitssyndrom) verwechselt werden, das im Englischen Chronic Fatigue Syndrom (CFS) genannt wird. Gemeinsam ist beiden das zentrale Symptom der stark eingeschränkten Leistungsfähigkeit des Patienten. Beim CFS handelt es sich jedoch um ein eigenständiges Krankheitsbild, über das bis heute Meinungsverschiedenheiten und Unsicherheiten, insbesondere zur wissenschaftlichen Bezeichnung der Erkrankung und ihre Ursache herrschen.

Lähmende Müdigkeit

Erschöpfungszustände sind normale Reaktionen des Organismus auf Belastungssituationen. Der Körper signalisiert auf diese Weise, dass eine Überbeanspruchung droht. Beim Gesunden führen Ruhe oder Schlaf zur Wiederherstellung der ursprünglichen Leistungsfähigkeit. Bei Patienten, die unter Fatigue leiden, versagen diese Erholungsmechanismen.

Typisch sind folgende Merkmale:


Trotz ausreichender Schlafphasen fühlen sich die Betroffenen den ganzen Tag über abgeschlagen, schwach, benommen.
Schon geringe Anstrengungen, die zuvor mühelos bewältigt wurden, überfordern die Patienten.
Sowohl im Beruf als auch im privaten Umfeld kommt es zu einer deutlichen Abnahme von Aktivitäten.
Häufig ziehen sich Fatigue-Patienten von Angehörigen und Freunden zurück. Ihre ständige, lähmende Müdigkeit erleben sie als Zumutung für die Umwelt. Eine Last für andere zu sein, ist für viele Betroffene eine deprimierende Vorstellung. Doch gerade die Hilfe von Familie und Bekannten ist eines der wichtigsten Elemente zur Bewältigung der Krankheit.

Meist bleibt der äußere Eindruck, den die Patienten vermitteln, weitgehend intakt - man kann den Erkrankten ihre schwere Erschöpfung in der Regel kaum ansehen. Nicht selten werden Bezugspersonen erst dann auf den Zustand des Betroffenen aufmerksam, wenn es diesem nicht mehr gelingt, den Alltag allein zu bewältigen.

Depressive Verstimmungen sind typische Begleiterscheinungen des Syndroms. Die damit einhergehende Antriebslosigkeit kann die Symptome weiter verschlimmern. Manche Patienten werden unfähig, Nahrung zu sich zu nehmen oder das Bett zu verlassen. Als Folge der extremen Abgeschlagenheit ist häufig auch die geistige Leistungsfähigkeit reduziert. Mögliche Konsequenzen sind Gedächtnislücken, Blockaden, Bewegungsunsicherheiten oder Sprachschwierigkeiten.

Eine Patientin beschrieb ihren Zustand in einem Radiobeitrag des Westdeutschen Rundfunks mit den Worten:

"Ich war körperlich unheimlich abgeschlafft, bekam meine täglichen Sachen nicht mehr geregelt, es fiel mir unheimlich schwer aufzustehen, mich zu waschen, zu duschen, zu frühstücken, mich anzuziehen - und das war ein ganz großes Problem für mich."

Fatigue und Krebs


Fatigue ist neben Schmerzen das häufigste und belastendste Symptom bei Krebserkrankungen. Je nach Tumorart treten die Beschwerden bei 60 bis 90 Prozent der Patienten auf. Viele erleben die anhaltende Erschöpfung verglichen mit den Tumorschmerzen sogar als die größere Beeinträchtigung ihres täglichen Lebens. Die übermäßige Müdigkeit reduziert insbesondere die Arbeitsfähigkeit, das körperliche und emotionale Wohlbefinden sowie die Fähigkeit, das Leben genießen zu können.

Allerdings wird das Ausmaß der Erkrankung von den zuständigen Medizinern im klinischen Alltag oft unterschätzt. Tumorpatienten neigen außerdem dazu, die quälende Dauererschöpfung zu verschweigen oder zu verharmlosen. Deshalb sind noch immer viele Ärzte überzeugt, die Therapie der Schmerzen sei wesentlich wichtiger als die Linderung des Erschöpfungssyndroms. Experten raten den Betroffenen daher, ehrlich und ausführlich über die Problematik der verminderten Leistungsfähigkeit zu berichten. Nur so kann eine angemessene Behandlung gewährleistet werden.

Ursachen des Fatigue-Syndroms

Die genauen Gründe für das Auftreten des Erschöpfungssyndroms bei Tumorpatienten sind nicht abschließend geklärt. Eine große Bedeutung wird den seelischen Auswirkungen der Erkrankungen beigemessen. Viele Onkologen (Fachärzte für Krebsleiden) gehen aber von mehreren Ursachen aus, die miteinander in Zusammenhang stehen - man spricht von einem multifaktoriellen Entstehungsmechanismus.

Die Beschwerden entstehen meist während oder nach einer Chemotherapie bzw. Strahlentherapie. Diese Behandlungsmaßnahmen haben die Zerstörung von bösartigen Krebszellen zum Ziel und können mit erheblichen Nebenwirkungen wie schwerer Übelkeit oder vorübergehendem Haarausfall verbunden sein. Auch die Bildung von Blutzellen kann gehemmt werden. Sind die roten Blutkörperchen (sog. Erythrozyten) davon betroffen, entwickelt sich eine Anämie.

Mangel an roten Blutkörperchen

Der Mensch ist nur für einen sehr begrenzten Zeitraum in der Lage, Energie ohne Sauerstoff zu produzieren. Der gasförmige Brennstoff wird über die Lunge aufgenommen, dort auf das Blut übertragen und von diesem im ganzen Körper verteilt. Den Sauerstofftransport im Blut übernehmen die roten Blutkörperchen, sog. Erythrozyten. Rote Blutkörperchen entstehen aus Stammzellen im Knochenmark.

Ihre Bildung (sog. Erythropoese) muß streng reguliert werden, da der Sauerstoffbedarf des Körpers variiert. Bei stärkeren Belastungen braucht er mehr. Diese Aufgabe, eine "bedarfsgerechte Bildung" sicherzustellen, hat der Wachstumsfaktor Erythropoetin. Dabei handelt es sich um ein von der Niere gebildetes Hormon. Rote Blutkörperchen haben nur eine begrenzte Lebensdauer von 120 Tagen. Anschließend werden sie von Milz und Leber abgebaut. Damit der Körper stets ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, ist eine lebenslange Neubildung von Erythrozyten notwendig. Bei einem Gesunden werden stündlich ca. 10 Milliarden alte Blutkörperchen entfernt und durch neue ersetzt.

Durch einen Sensor ist die Niere ist in der Lage, den Sauerstoffgehalt des Blutes zu messen. Ist dieser zu niedrig, schüttet sie vermehrt Erythropoetin aus. Dies gelangt über den Blutstrom zum Knochenmark und regt dort die Bildung der Erythrozyten an. Die Sauerstoffversorgung im Gewebe steigt.

Das Gehirn reagiert besonders empfindlich auf eine anhaltende Unterversorgung. Ein Sauerstoffdefizit verursacht daher zunächst zunehmende Müdigkeit und Benommenheit, später Bewusstlosigkeit. Diese Symptome können bei einem verringerten Sauerstoffgehalt der Luft, einem Hindernis in den Atemwegen oder einem Mangel an roten Blutkörperchen auftreten.

Behandlungsmöglichkeiten der Fatigue

Studien belegen der Mistertherapie eine Verbesserung des Fatigue Syndroms.

Die zur Zeit erfolgversprechendste Behandlungsmöglichkeit des Fatigue-Syndroms ist nach Ansicht vieler Onkologen die Behebung der Blutarmut.

Einen positiven Effekt auf die Leistungsfähigkeit der Patienten kann ein moderates körperliches Training ausüben. Studien haben gezeigt, dass sich Betroffene, die regelmäßig einige Minuten sportlich tätig waren, besser fühlen als Patienten, die sich extrem schonen. Wichtig ist hierbei, die richtige Balance zwischen An- und Überforderung zu finden. Deshalb sollten derartige Aktivitäten nur in Absprache mit den behandelnden Ärzten durchgeführt werden.

Es gibt mittlerweile viele Hinweise von Betroffenen und Experten, die zu einem besseren Umgang mit der Erkrankung und ihren Folgen beitragen können. Einige Tipps lauten:

Teilen Sie Ihre Kräfte ein! Führen Sie Tagebuch, um die besten Tageszeiten für Aktivitäten oder Belastungen zu ermitteln. Planen Sie den Ablauf eines Tages voraus. Erledigen Sie zuerst die Dinge, die Ihnen besonders wichtig sind. Sorgen Sie für regelmäßige Ruhepausen, die aber nicht zu lang sein sollten. Organisieren Sie Hilfe, bevor eine Aufgabe Sie überfordert.
Bewerten Sie Ihre Ziele realistisch! Akzeptieren Sie, dass Ihre Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Überprüfen Sie immer wieder, ob Sie sich mit eigenen Erwartungen nicht zu sehr belasten.
Sorgen Sie für erholsamen Schlaf! Raumtemperatur, Geräusche, anwesende Personen, vorausgegangene Mahlzeiten können Ihre Einschlafphase beeinträchtigen - versuchen Sie, optimale Bedingungen herzustellen. Machen Sie ein kurzes Nickerchen, wenn Sie tagsüber schläfrig werden.
Ernähren Sie sich bewusst! Ihr Körper benötigt ausreichende Mengen an Vitaminen und Spurenelementen, insbesondere die Vitamine C und B12, Folsäure sowie Eisen. Essen Sie häufiger kleine Mahlzeiten, wenn Sie wenig Appetit haben. Greifen Sie vermehrt zu hochkalorischen (energiereichen) Nahrungsmitteln. Nehmen Sie viel Flüssigkeit zu sich.
 

Weiterführende Informationen finden sich ebenfalls in unserem Patienten-Infobrief Erschöpfung, der zu allen Aspekten des Fatigue-Syndroms bei Krebserkrankungen informiert.

http://www.onkologie.de/Krebs/Service/Downloads/Infobrief-Erschoepfung-Fatigue.pdf

Tanja

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Re: KREBS UND FATIGUE
« Antwort #5 am: 05. November 2008, 17:00 »
Krebssprechstunde: Anämie und Fatigue bei Krebspatienten


PD Dr. Oberhoff

http://www.krebsgesellschaft.de/index.php?seite=krebssprechstunde_nachbericht_fatigue_11092007&navigation=49300

Am 11. September 2007 beantwortete PD Dr. Oberhoff (Essen) in einer Online-Sprechstunde Ihre Fragen zum Thema Fatigue bei Krebspatienten. Die außerordentliche Müdigkeit und Abgeschlagenheit, die auch ‚Fatigue’ genannt wird, ist eine der häufigsten Begleiterscheinungen von Tumorerkrankungen.
Dr. Oberhoff hat umfangreiche Hintergrundinformationen zu Ursachen und Häufigkeit von Fatigue gegeben und ist bei der Beantwortung der Fragen auf Therapiemöglichkeiten wie Erythropoetin, Bluttransfusionen, Bewegungstherapie und psychosoziale Maßnahmen eingegangen.

Fatigue beeinträchtigt die Lebensqualität von Krebspatienten
Die Tumorerschöpfung (Fatigue-Syndrom) ist durch eine außerordentliche Müdigkeit, mangelnde Energiereserven und ein massives Ruhebedürfnis auch nach geringsten Anstrengungen gekennzeichnet. Etwa jeder zweite Krebspatient leidet unter Fatigue, so Dr. Oberhoff. Laut einer Untersuchung fühlen sich rund die Hälfte der befragten Krebspatienten durch Fatigue im Alltag beeinträchtigt und damit deutlich mehr als durch Schmerz oder Übelkeit/Erbrechen. Unter der Fatigue leidet die Hälfte der Betroffenen entweder täglich oder an den meisten Tagen.

Die Therapie richtet sich nach den Ursachen der Fatigue, eine häufige Ursache ist Blutarmut
Die Fatigue kann verschiedene Ursachen haben, auch mehrere Ursachen gleichzeitig. Eine besonders häufige Ursache ist die Blutarmut (Anämie). Aber auch eine Chemo- oder Strahlentherapie, Fieber, Schmerzen, Infektionen, Angst, Depressionen sowie Probleme im sozialen Umfeld können eine Fatigue-Symptomatik hervorrufen. Die ausreichende Therapie von Schmerzen und Infektionen, gegebenenfalls psychosoziale Maßnahmen und eine Anpassung der Lebensgewohnheiten können die Fatigue mindern.

Eine Anämie bei Krebspatienten kann entweder durch die Grunderkrankung selbst oder eine Chemo- oder Strahlentherapie bedingt sein. Bei einer Anämie ist die Sauerstoffversorgung sämtlicher Organe eingeschränkt und mitunter können selbst einfache Handgriffe wie z. B. das Zähneputzen nur mit größter Anstrengung verrichtet werden. Insbesondere bei Leukämien, Lymphomen und gynäkologischen Tumoren tritt bei rund 50% der Patienten eine Anämie auf.

Grundsätzlich kann eine Anämie im Akutfall mit Bluttransfusionen, für eine längerfristige Stabilisierung der Blutwerte mit dem Wachstumshormon Erythropoetin (EPO) behandelt werden. EPO regt die Reifung roter Blutkörperchen im Knochenmark an. Anders als mit Bluttransfusionen lassen sich mit EPO häufig stabile Hämoglobinwerte erzielen. Laut Dr. Oberhoff liegen die Ansprechraten einer EPO-Therapie bei 50-60%. Die Frage, ab welchem Hb-Wert eine Therapie eingeleitet werden sollte, wurde von Dr. Oberhoff differenziert beantwortet, da nach seinem Ermessen nicht der Hb allein ausschlaggebend sei, sondern auch die Symptomatik. So könne ein Patient mit einem Hb von 9 g/dl sich sehr schlecht fühlen, ein anderer mit vielleicht generell niedrigeren Hb-Werten jedoch keine Symptome zeigen.

Auch einige sehr konkrete Fragestellungen, wie zur Sequenz und zum Ansprechen auf die EPO-Therapie wurden in der Sprechstunde thematisiert und von Dr. Oberhoff beantwortet. So ist nach heutigem Kenntnisstand die 1x wöchentliche Gabe genauso gut wirksam wie die Verteilung der Dosis auf drei Tage der Woche. Bei fehlendem Ansprechen nach vier Wochen kann noch ein Therapieversuch mit einer auf das doppelte erhöhten Dosis erfolgen.

Bewegungstherapie als begleitende Maßnahme und zur Vorbeugung von Fatigue
Inzwischen ist es wissenschaftlich gut belegt, so Dr. Oberhoff, dass ein kontrolliertes Ausdauertraining die Fatigue-Beschwerden lindern oder auch deren Entstehung im Verlauf einer Chemotherapie vorbeugen kann. Ein moderates Ausdauertraining ist ein wichtiger Bestandteil einer modernen Krebstherapie und kann die Lebensqualität günstig beeinflussen.

Fatigue thematisieren!
Wie Dr. Oberhoff in einem Resumee der Sprechstunde betonte, gibt es offensichtlich von Seiten der Patienten viele Unsicherheiten beim Umgang mit der Fatigue. Viele Patienten sprechen das Thema ihrem Onkologen gegenüber nicht an, da sie die Symptome für unvermeidbar halten und ihnen nicht bekannt ist, dass es Therapiemöglichkeiten gibt.
Doch müssten die Patienten auch versuchen, ihre Probleme zu formulieren und beim behandelnden Arzt aktiv zu thematisieren. Auf der anderen Seite gelte für den Arzt, sich mit der teilweise schwierigen Ursachenfindung auseinander zu setzen, den Patienten in seiner Problematik ernst zu nehmen und mit ihm zusammen nach einer Lösung zu suchen.