Autor Thema: Gehirntumor: neue radioaktive Therapie  (Gelesen 3559 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Werner

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 866
  • Geschlecht: Männlich
Gehirntumor: neue radioaktive Therapie
« am: 06. März 2008, 10:32 »
Hirntumor   06.03.2008

Radioaktive Therapie zerstört Zelle von innen

An der Innsbrucker Klinik für Nuklearmedizin lässt eine österreichweit neue Therapie aufhorchen. Bis jetzt wurden zehn Patienten mit dieser radioaktiven Therapie behandelt, bei manchen ist derzeit kein klinischer Tumor mehr nachweisbar. Glioblastom: Bösartiger Hirntumor
Hirntumore sind für Mediziner, egal ob es sich um Neurologen, Neurochirurgen oder Nuklearmediziner handelt, eine große therapeutische Herausforderung. Besonders schlechte Prognosen hat dabei das Glioblastom -ein sehr aggressiver und schnell wachsender Hirntumor.

Neurochirurg, Herwig Costron

Therapie besteht aus zwei Komponenten
Nun gibt es berechtigte Hoffnung für diese Patientengruppe. Bei der sogenannten Radiopeptidtherapie werden zusätzlich zur Chemo- und Strahlentherapie radioaktive Substanzen direkt in die Tumorhöhle eingebracht und somit von innen her bekämpft.

Herwig Costron, Neurochirurg an der Innsbrucker Klinik, erklärt: "Die Therapie besteht aus zwei Komponenten. Die eine Komponente dockt an der Zelle an und die zweite Komponente ist die Strahlungseinheit, die die Zelle von innen zerstört."

Nuklearmedizinerin Irene Virgolini

Ausgewählte Patientengruppe
Die neue Therapie wird derzeit nur für eine ausgewählte Patientengruppe angewandt. Mit einem Spezialtest muss vorher herausgefunden werden, ob sich die Patienten auch für diese Behandlung eignen. Wenn sie ansprechen, dann hat diese nuklearmedizinische Therapie viele Vorteile, sagt Irene Virgolini, Chefin der Innsbrucker Nuklearmedizin: "Der Vorteil dieser Therapie besteht darin, dass lokal behandelt werden kann und praktisch keine Nebenwirkungen zu erwarten sind, weil die gesamte Radioaktivität in den Tumor geht.“

Noch spricht man von experimenteller Medizin, die aber sehr vielversprechend sei, sagt Prof. Virgolini.
« Letzte Änderung: 06. März 2008, 10:49 von Werner »