Autor Thema: Immunsystem, was ist das?  (Gelesen 10664 mal)

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Dietmar E.

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Immunsystem, was ist das?
« am: 08. März 2008, 10:54 »

Laut Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Immunsystem


Als Immunsystem (vom lateinischen immunis eigentlich „steuerfrei“, im übertragenen Sinne unberührt, frei, rein) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Es entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen.

Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der belebten Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind: Bakterien, Viren und Pilze, sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer).

Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, so sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen.

Alle Lebewesen – ob Tier, Pflanze oder Mensch – verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen einen solchen Abwehrmechanismus, die so genannte angeborene Immunabwehr; sie entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine komplexe, anpassungsfähige, so genannte adaptive Immunabwehr, die sie noch effektiver vor Krankheitserregern schützt.

Inhaltsverzeichnis

    * 1 Einteilung
          o 1.1 Angeborene oder unspezifische Abwehr
          o 1.2 Adaptive oder spezifische Abwehr
    * 2 Bestandteile des Immunsystems
          o 2.1 Mechanische und physiologische Barrieren
          o 2.2 Zelluläre Bestandteile
                + 2.2.1 Granulozyten
                + 2.2.2 Makrophagen
                + 2.2.3 Natürliche Killerzellen
                + 2.2.4 T-Lymphozyten
                + 2.2.5 B-Lymphozyten
          o 2.3 Humorale Bestandteile
                + 2.3.1 Antikörper
                + 2.3.2 Komplementsystem
                + 2.3.3 Interleukine
    * 3 Ablauf einer Immunreaktion
    * 4 Reifung und Alterung des Immunsystems
    * 5 Störungen und Erkrankungen des Immunsystems
          o 5.1 Immundefekte
          o 5.2 Überschießende Immunantwort
          o 5.3 Krebserkrankungen des Immunsystems
          o 5.4 Sonstige Schwachpunkte des Immunsystems
    * 6 Einflüsse auf das Immunsystem
          o 6.1 Allgemeine Stärkung des Immunsystems
          o 6.2 Impfung
          o 6.3 Immunsuppression
          o 6.4 Das Immunsystem schädigende Faktoren
    * 7 Evolution
    * 8 Einfluss auf die Partnerwahl
    * 9 Literatur
    * 10 Quellen
    * 11 Weblinks


Und wie ist deine persönliche Erfahrung dazu, oder welche Fragen hast du?
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Gitti

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Wie das Immunsystem seine Netze auswirft
« Antwort #1 am: 17. August 2008, 20:22 »
 15.08.2008

Abwehrzellen fangen krankmachende Bakterien mit DNA und toxischen Proteinen

Das Immunsystem bekämpft Entzündungen im Magen-Darm-Trakt mit Netzen aus der Erbsubstanz DNA, haben Forscher aus der Schweiz und den USA entdeckt: Wie winzige Katapulte schießen bestimmte weiße Blutkörperchen, die sogenannten Eosinophilen, die mit giftigen Proteinen gespickten DNA-Netze ab, in denen sich die Krankheitserreger verfangen und schließlich absterben. Die Erbsubstanz stammt dabei aus den Mitochondrien – häufig auch als Kraftwerke der Zelle bezeichnet –, die ihr eigenes, vom Zellkern unabhängiges Erbgut besitzen. Das Besondere: Im Gegensatz zu anderen Immunzellen, bei denen Forscher schon früher die Verwendung von DNA-Netzen beobachtet hatten, überleben die Eosinophilen das Auswerfen ihrer Netze.

Zwischen einem und drei Prozent aller weißen Blutkörperchen sind Eosinophile. Sie leben vor allem im Lymphgewebe und im Knochenmark, aber auch im Magen-Darm-Trakt. Welche Funktion sie haben, ist bislang nicht vollständig geklärt. Sie scheinen allerdings eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Parasiten zu spielen, hatten bereits frühere Studien gezeigt. Die neuen Ergebnisse legen nun jedoch nahe, dass sie dank ihrer Katapult-Fähigkeiten auch an der Verteidigung von Darm- und Magenschleimhaut gegen bakterielle Invasoren beteiligt sind: Bei Kontakt mit Bakterien stoßen die Immunzellen parallel DNA und für die Mikroben toxische Proteine aus, die dann zusammen das tödliche Netz bilden.

Das Abschießen ist für Zell-Verhältnisse ungewöhnlich schnell: Nicht einmal eine Sekunde dauert der Vorgang, bei dem die DNA zehn bis zwanzig tausendstel Millimeter weit katapultiert wird – eine Distanz, die größer ist als der gesamte Durchmesser der Immunzelle. Woher die Eosinophilen die Energie für diesen Abschuss nehmen, wissen die Forscher noch nicht. Sie vermuten allerdings, dass sie ähnlich wie Pflanzen, die ihren Pollen in die Luft schleudern, auf irgendwo gespeicherte mechanische Energie zurückgreifen. Wie effizient diese Verteidigung ist, konnten die Forscher an genetisch veränderten Mäusen zeigen: Wurde bei ihnen der Blinddarm durchbohrt, schützten die herbeieilenden Eosinophilen und ihre DNA-Netze die Tiere vor dem Auftreten einer Sepsis, einer Art Blutvergiftung, die in vielen Fällen auf eine solche Verletzung und den Eintritt der Darmbakterien ins Blut folgt.

Die Strategie, mit einem DNA-Netz Erreger einzufangen, nutzen auch andere Immunzellen wie beispielsweise die Neutrophilen, die häufigste Art von weißen Blutkörperchen. Allerdings verläuft die Netzattacke für diese Zellen tödlich: Bei ihnen stammt die DNA für die Netze dem Zellkern und wird im Verlauf eines speziellen Selbstmordprogramms freigesetzt.


Shida Yousefi (Universität Bern) et al.: Nature Medicine, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1038/nm.1855

ddp/wissenschaft.de – Ilka Lehnen-Beyel

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/294433.html

hilde

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Re: Immunsystem, was ist das?
« Antwort #2 am: 26. November 2008, 20:32 »
Das Immunsystem

Unser Immunsystem ist für die Erhaltung unserer Gesundheit zuständig. Eine gesunde Ernährung stärkt es und begünstigt die Gesundheit des ganzen Körpers.
Fachbegriffe erklären wir in diesem Glossar >> glossar-zdg
Immunsystem - Die Polizei in unserem Körper!

Immunsystem
    Funktionierendes Immunsystem

Das Immunsystem ist das Abwehrsystem des menschlichen Körpers gegen alle Krankheitserreger (Mikroorganismen wie Viren, Bakterien, Parasiten) und Fremdstoffe, mit denen der Mensch in Berührung kommt. Es ist ein System, das wie ein großes Netz unseren gesamten Körper durchzieht.

Die Arbeit des Immunsystems ist immer mit einem Reinigungsprozess verbunden, das gut an dem Beispiel einer Infektion deutlich gemacht werden kann:

Eine Infektion ist eine Störung des Körpers durch eingedrungene Krankheitserreger, die sich im Körper vermehren. Der beste Nährboden für derartige Krankheitserreger stellen Schlacken oder abgestorbene Zellen dar. Daraus folgt, dass man das Immunsystem durch eine entsprechende "Pflege" sinnvoll unterstützen kann:

    * Durch die Vermeidung von Schlacken durch eine gesunde Ernährung
    * Durch gezielte Reinigung des Körpers, indem der Lymphfluss beschleunigt und der Stoffwechsel aktiviert wird. Dies erreicht man durch Fastentage oder durch eine Entschlackungskur, sowie durch eine ausreichende Zufuhr eines reinen Trinkwassers.

Es existieren zwei Immunsysteme

Wir unterscheiden das organbezogene Immunsystem und das Haut- und schleimhautassoziierte Immunsystem.

.................. http://www.zentrum-der-gesundheit.de/immunsystem.html

Tanja

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Kampf gegen Krebs: Immunsystem-Turbo entdeckt
« Antwort #3 am: 19. August 2013, 23:26 »



Kampf gegen Krebs: Immunsystem-Turbo entdeckt

Forscher streben effiziente Verteidigung ohne autoimmune Reaktion an



Philadelphia (pte011/19.08.2013/11:05) - Wissenschaftler des Children's Hospital of Philadelphia http://chop.edu haben eine Möglichkeit der Aktivierung des Immunsystems für den Kampf gegen Krebs entwickelt. Tierstudien legen nahe, dass eine Veränderung der Balance - die das Immunsystem so ausbalanciert, dass es Angreifer, aber nicht das eigene Körpergewebe angreift - neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnen könnte http://nature.com/nm .

Treg-Zellen als Schlüssel

Es gibt eine ganze Reihe von Krankheiten, die dadurch verursacht werden, dass sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. Dazu gehören zum Beispiel Typ-1-Diabetes und Multiple Sklerose. Ein beliebtes Forschungsgebiet bei Krebs und Autoimmunerkrankungen sind sogenannte Treg-Zellen. Sie gehören zu jenem Teil des Immunsystems, der normalerweise alles beruhigt, um zu verhindern, dass der Körper angegriffen wird. Daher versuchten die Wissenschaftler, ihre Funktion zu unterbrechen.

Laut Wayne Hancock, einer der Autoren der Studie, ist es notwendig einen Weg zu finden, die Funktion der Treg-Zellen zu reduzieren, die eine Aktivität gegen Tumore ermöglicht. Autoimmune Reaktionen müssen hierbei jedoch unterbunden werden. Die Wissenschaftler züchteten Mäuse, denen eine Chemikalie fehlte, die diese Zellen benötigen, um effektiv zu funktionieren. In einem nächsten Schritt setzten sie ein Medikament ein, das den gleichen Effekt bei normalen Mäusen hervorrief.

Weitere Studien erforderlich

Bei beiden Experimenten führte die Veränderung des Immunsystems zu  http://www.pressetext.com/news/20130819011
« Letzte Änderung: 23. August 2013, 14:17 von admin »