Autor Thema: Fragen, Verhalten, Sorgen, Erfahrungen, Peinlichkeiten, Empfehlungen .......  (Gelesen 7331 mal)

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admin

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Oder nur einfach mal hier das Herz ausschütten,

und auf bessere Tage und Antworten warten, wenn gewünscht.


Das ist auch das Thema unserer nächsten Zusammenkunft, nämlich:

T R E F F E N    D E R    S E L B S T H I L F E G R U P P E N  .....

KREBSPATIENTEN für Krebspatienten (KfK), allgemein,

sowie im Speziellen u. a.

Brustkrebs,

Gebärmutterhalskrebs,

Blasenkrebs,

Prostatakrebs,

Hodenkrebs,

Nierenkrebs,

Lungenkrebs .....


K r e b s  -  S e l b s t h i l f e  i n  W i e n

Wir treffen uns jeden 1. Donnerstag im Monat, so auch am

Donnerstag 3.4.08

Beginn um 18 Uhr mit Kurzreferat zu

           Chronische Erkrankung?
                       Krebs?

                          Ich
           und meine Angehörigen ......

Anschließend Diskussion und Gesprächsaustausch unter Betroffenen,
Angehörigen und Interessierten.

Cafe-Restaurant Heine, 1020 Wien, Heinestr. 39, U1-Praterstern/Ausgang Heinestraße,
Informationen unter 01-577-2395, 0650-577-2395, kontakt@krebspatient.at, www.krebsforum.at

Ein wichtiger Bestandteil jeder Therapie bei Krebspatienten ist „das Aussprechen“.
Selbsthilfegruppen mit Betroffenen und Angehörigen, Frauen und Männer, eignen sich zur gegenseitigen
Unterstützung. Dabei bekommt man Informationen in Form von Referaten und Gesprächen, kann Erfahrungen austauschen,
erhält Schriften, Flyrer, Broschüren, Bücher.

Neue Selbsthilfegruppen für Krebspatienten gibt es seit einiger Zeit in Wien, Linz und Tirol.

Selbsthilfegruppen unterstützen Patienten und Angehörige, sodass diese das Leben
nach der Diagnose Krebs besser bewältigen. Wer das Angebot einer SHG in Anspruch nimmt,
kann dort seine Isolation aufgrund der Krankheit verringern und so schneller und zu
größerer körperlicher und seelischen Gesundheit kommen.

Willst auch du eine Selbsthilfegruppe gründen - wir unterstützen dich!

Achtung: Siehe untenstehende Anlage mit Infos und Plan!

Hier unten kann man sich - aber nur angemeldet - Infos herunterladen!

Gitti

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Krebs - was nun?
« Antwort #1 am: 26. Oktober 2008, 01:15 »


Diagnose Krebs - das Leben ändert sich schlagartig! Es folgen hilfloses Warten, Operationen, belastende Behandlungen - und: Der Tod ist allgegenwärtig. In so einer Situation können Selbsthilfegruppen Halt bieten, denn dort sind Menschen, die das gleiche Schicksal teilen und die mit Rat und Verständnis zur Seite stehen.

Von Katrin Frink,. Bayern TV, Stand: 20.10.2008

Das Leben von Karin S. ändert sich schlagartig. Erst stirbt ihr Mann, kurze Zeit später bekommt sie die Diagnose Brustkrebs. Zum zweiten Mal. Nach rund 25 Jahren ist dieses Mal die andere Brust befallen. Bei der Operation kann sie nicht erhalten werden, die Brust wird amputiert. Angst, Trauer und Einsamkeit bleiben zurück. Sie braucht dringend Hilfe.

Auch das Leben von Eberhard R. ändert sich von heute auf morgen. Der Arzt steht auf einmal auf der anderen Seite: Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. Es ist eine der gefährlichsten Krebsarten, nur die wenigsten überleben Bauchspeicheldrüsenkrebs. Sofort beginnt er gegen die Krankheit anzukämpfen. Er akzeptiert die Diagnose, aber nicht die Prognose. Es folgt ein Jahr mit hilflosem Warten, Operation, Chemotherapie. Eberhard R. durchlebt Höhen und Tiefen. Seine Krankheitsgeschichte schreibt er ganz ausführlich auf. Später wird er sie als Buch veröffentlichen. Das Schreiben hilft ihm, doch genauso wichtig für ihn ist der Austausch mit anderen und nicht nur mit Freunden und Familie.
Selbsthilfegruppe "Krebs" in Amberg

Eberhard R. gründet eine Selbsthilfegruppe für Krebserkrankte in Amberg. Es ist eine gemischte Selbsthilfegruppe, Männer und Frauen mit den verschiedensten Krebserkrankungen treffen sich einmal pro Monat. Auch Karin S. kommt in die Gruppe. Dort wird ganz offen und ehrlich über die Krankheit gesprochen, es werden hilfreiche Informationen ausgetauscht, man unterstützt sich gegenseitig. Manche Erkrankte schreckt so eine Selbsthilfegruppe ab. Warum auch noch mit den Problemen anderer herumplagen? Da reicht doch die eigene Krankheitsgeschichte.

Die Mitglieder in Amberg sehen das anders. Heinz R. zum Beispiel. Mit seiner Familie konnte er nicht über den Krebs sprechen. Er brauchte dringend jemanden zum Reden und fand in der Zeitung die Annonce der Selbsthilfegruppe. Heute sagt er, er wisse nicht, ob er die Krankheit ohne die Gruppe überstanden hätte. Auch Karin S. hatte niemanden: "Man teilt in der Selbsthilfegruppe die Angst und in dem Moment, in dem die Angst weg ist, hat man wieder mehr Vertrauen zum Leben," sagt sie.

Ein wichtiger Punkt ist auch, jeder in der Selbsthilfegruppe weiß, wovon der andere spricht. Man wird verstanden. Freunde und Familie können sich manchmal nur sehr schlecht in die betroffene Person hineinversetzen.
Erfahrungen weitergeben

Zehn Jahre ist es jetzt her, dass Eberhard R. an Bauchspeichelsdrüsenkrebs erkrankt ist. Er lebt! Sein Wille, sein Glaube und die Unterstützung seiner Frau, seiner Familie, Freunden und auch der Selbsthilfegruppe haben ihm geholfen. Seine Erfahrungen gibt er in der Selbsthilfegruppe weiter. "Ich habe gespürt, dass ich nach dieser Krankheit eine Bestimmung habe, ich habe ja überlebt. Zuerst war ich der Krankheit genauso hilflos gegenüber gestanden, jetzt kann ich doch manchem mit ähnlichen Beschwerden Rat geben und kann ihm auch helfen, vielleicht gesünder zu werden," sagt er. Eberhard R. ist zu einem Hoffnungsträger geworden, einem Vorbild für andere Erkrankte.
Der Tod ist allgegenwärtig

Doch nicht jeder aus der Selbsthilfegruppe schafft es, die Krankheit zu bekämpfen. Der Tod ist allgegenwärtig. In einem Jahr starben in der Amberger Gruppe sechs Mitglieder hintereinander. Eine schwere psychische Belastung, die nicht jeder  Erkrankte aushalten kann. Doch den Tod zu akzeptieren und sich mit ihm auseinanderzusetzen, ist extrem wichtig, sagt Eberhard R.
Anderen Mut machen

Auch Karin S. hat Freunde durch den Krebs verloren, trotzdem ist sie der Gruppe treu geblieben. Sie brauchte dringend jemanden zum Reden, jemanden der für sie da ist. Durch den Krebs hatte sie ihre Brust verloren, fühlte sich nicht mehr als vollwertige Frau, wollte sich am liebsten immer nur verstecken. Heute, einige Jahre später, hat sie diese Phase überwunden. Sie ist selbstbewusster geworden, kleidet sich auch wieder gerne figurbetont. Außerdem modelt sie, führt Bade- und Strandmode für krebskranke Frauen vor, die auch Prothesen tragen. Karin S. ist, das hätte sie nie gedacht, zu einer Hoffnungsträgerin geworden, einem Vorbild auch für die Frauen aus ihrer Gruppe. Sie macht anderen Mut. Obwohl sie die Krankheit überstanden hat, kommt sie noch regelmäßig in die Gruppe. Das ist auch das Konzept. Die Selbsthilfegruppe für Krebs in Amberg ist eben wie ein Puzzle: Jeder trägt seinen Teil zum Ganzen bei. Man nimmt und gibt.
Weitere Informationen:

Bayerische Krebsgesellschaft e.V.
Nymphenburgerstr. 21a
80335 München
Tel. 089 54 88 40- 0
Fax 089 54 88 40- 40
Email: info@bayerische-krebsgesellschaft.de
Internet: www.bayerische-krebsgesellschaft.de

Selbsthilfekoordination Bayern
Scanzonistraße 4
97080 Würzburg
Telefon: 0931 / 20 57 910
Telefax: 0931 / 20 57 911
E-Mail: selbsthilfe@seko-bayern.de
Internet: www.seko-bayern.de oder www.selbsthilfe-in-bayern.de

NAKOS
Nationale Kontakt- und Informationsstelle
zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen
Wilmersdorfer Str. 39
 10627 Berlin
Telefon: 030 / 31 01 89 60
Fax: 030 / 31 01 89 70
E-Mail:selbsthilfe@nakos.de
Internet: www.nakos.de/site/adressen/datenbanken/

Evi

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Angehörige und Krebs
« Antwort #2 am: 02. Januar 2009, 17:35 »

Gibt es in Wien eine Selbsthilfegruppe für Angehörige?