Autor Thema: Gehirntumor und .......  (Gelesen 22803 mal)

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Dietmar E.

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Gehirntumor und .......
« am: 14. März 2008, 20:14 »
CD95: Apoptosehoffnung entpuppt sich als Krebsgehilfe

Freitag, 14. März 2008

Heidelberg – Das Molekül CD95 trägt zur Ausbreitung des Glioblastoms bei. Das haben Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg ermittelt. Sie publizierten ihre Ergebnisse im Fachjournal „Cancer Cell“ (2008; 13: 235-248).

Bösartige Tumoren haben oft die Fähigkeit verloren, sich durch den programmierten Zelltod Apoptose selbst zu zerstören. Daher kann der Krebs gegen Chemo- und Strahlentherapien resistent sein, deren Wirkung unter anderem darauf beruht, die Tumorzellen in den Selbstmord zu treiben.

Verantwortlich für diese Apoptose-Resistenz sind Defekte in einem der zahlreichen molekularen Schalter, die den Selbsttötungsprozess regulieren. Wissenschaftler versuchen daher seit langem, in Krebszellen die Bildung der Schalter und damit die Apoptosefähigkeit wiederherzustellen. Eines der wichtigsten dieser Schaltmoleküle ist CD95 auf der Zelloberfläche, das durch Bindung seines Partners CD95L aktiviert wird. Dies löst eine ganze Kaskade von biochemischen Signalen aus, die zum Tod der Zelle führt.

Im Deutschen Krebsforschungszentrum untersuchte Ana Martin-Villalba mit ihrer Arbeitsgruppe die Wirkung von CD95 auf Zellen des Glioblastoms. Bei diesem bösartigen Hirntumor versagen bislang die Therapien weitgehend: Der Krebs wächst korallenstockartig mit feinsten Ausläufern in umgebendes Hirngewebe ein, einzelne, isolierte Tumorzellen dringen sogar noch weiter vor. So haben Chirurgen keine Chance, das Tumorgewebe restlos zu entfernen. Darüber hinaus ist das Glioblastom hochresistent gegen Chemo- und Strahlentherapien.

Martin-Villalbas Team fand auf Zellen des Glioblastoms große Mengen von CD95; CD95L tritt dagegen vor allem an der so genannten Invasionsfront auf, wo das Tumorgewebe an gesundes Hirngewebe angrenzt. Trotz der Anwesenheit beider Moleküle sind die Zellen resistent gegen den programmierten Zelltod. Zudem aktiviert CD95L auf der Oberfläche der Glioblastomzellen CD95, was zur Bildung des Proteins MMP9, das als molekulare Schere bekannt ist, führt.

MMP9 durchschneidet die netzartig verwobenen Proteinfasern, die verschiedene Gewebeschichten des Körpers voneinander abgrenzen. Mithilfe dieser Proteinschere bahnen sich Tumorzellen den Weg in gesundes Gewebe und bilden so die gefährlichen Ausläufer, die tief ins Gehirngewebe vordringen.

Das Ergebnis zeigte den Wissenschaftlern einen Weg auf, die Invasion des Glioblastoms zu stoppen: Sie behandelten Mäuse, denen Glioblastome transplantiert worden waren, mit einem Antikörper, der CD95 blockiert. Daraufhin kam die Wanderung der Krebszellen zum Erliegen.

„Das ist fast ein Paradigmenwechsel“, betont Martin-Villaba. „Bisher galt es immer, die Ausbildung von CD95 und CD95L in Tumorzellen zu fördern. Beim Glioblastom müssen wir nun davor warnen: So würde die Ausbreitung des Tumors nur zusätzlich begünstigt. Das Ziel ist eher, die Aktivierung von CD95 zu blockieren.“ © hil/aerzteblatt.de
Links zum Thema

» Abstract

» Deutsches Krebsforschungszentrum
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Dietmar E.

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Gehirntumor und .......
« Antwort #1 am: 23. April 2008, 09:20 »
Kann die Schädelbestrahlung Gehirnmetastasen beim Bronchialkarzinom reduzieren?

Zusammenfassung

Ein lokal fortgeschrittenes nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom kann manchmal chirurgisch behandelt werden, doch Gehirnmetastasen sind eine häufige Lokalisation eines Rezidivs. Diese multizentrische, randomisierte Studie zeigte, dass die prophylaktische Schädelbestrahlung zusätzlich zu einem bimodalen Ansatz von Chemotherapie und chirurgischen Eingriff erhebliche Reduktionen in der Wahrscheinlichkeit und Gesamtrate von Gehirnmetastasen bewirkte. Zur Zusammenfassung

Kommentar

Beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) Stadium III handelt es sich um eine heterogene Erkrankung, die sowohl lokale als auch systemische Therapien erfordert. Für viele Patienten bleibt die Chemotherapie die Behandlung der Wahl, wobei die simultane Chemoradiotherapie der sequenziellen Chemoradiotherapie überlegen, jedoch auch toxischer ist. Das Hinzufügen von entweder einer Induktions- oder einer Konsolidierungschemotherapie konnte das Überleben nicht verbessern. Die Einbeziehung einer Operation könnte das Outcome verbessern, obwohl die endgültigen Ergebnisse einer randomisierten Studie, in der die trimodale Therapie mit nur der Chemotherapie verglichen wird, noch vorgelegt werden müssen.

Ein weiteres klinisch relevantes Problem für Patienten mit NSCLC im Stadium III ist das Auftreten von Gehirnmetastasen, insbesondere bei Patienten, die sich einer kurativen Behandlung unterziehen. In einer Studie mit Patienten mit pathologisch vollständigem Ansprechen nach einer neoadjuvanten Chemotherapie, gefolgt von einer Operation, entwickelten sich bei 43 Prozent der Patienten Gehirnmetastasen als erste Lokalisation eines Rezidivs [1. Chen AM, Jahan TM, Jablons DM, et al. Risk of cerebral metastases and neurological death after pathological complete response to neoadjuvant therapy for locally advanced nonsmall-cell lung cancer: clinical implications for the subsequent management of the brain. Cancer. 2007;109:1668-75.(close)]. Somit wird eine prophylaktische Schädelbestrahlung (PCI), die die Inzidenz von Gehirnmetastasen reduziert und das Überleben bei Patienten mit kleinzelligem Bronchialkarzinom verlängert [2. Aupérin A, Arriagada R, Pignon JP, et al. Prophylactic cranial irradiation for patients with small-cell lung cancer in complete remission. Prophylactic Cranial Irradiation Overview Collaborative Group. N Engl J Med. 1999;341:476-84.(close)], ebenfalls für Patienten mit NSCLC im Stadium III besprochen.

In der vorliegenden randomisierten Studie von Pöttgen et al. [3. Pöttgen C, Eberhardt W, Grannass A, et al. Prophylactic cranial irradiation in operable stage IIIA non small-cell lung cancer treated with neoadjuvant chemoradiotherapy: results from a German multicenter randomized trial. J Clin Oncol. 2007;25:4987-92.(close)] reduziert die PCI bei Patienten, die sich einer trimodalen Therapie für operablen NSCLC im Stadium III unterzogen, die Inzidenz von Gehirnmetastasen als erster Lokalisation eines Rezidivs. Die PCI wurde gut vertragen und hatte vor allem keine erhebliche Auswirkung auf die kognitive Funktion dieser Patienten. Insofern belegt die Studie die Anwendung der PCI bei Patienten, die sich einer intensiven Therapie unterziehen und dabei eine realistische Chance auf eine Heilung haben. Zu den Unzulänglichkeiten der Studie gehören die geringe Anzahl von Patienten und unterschiedliche systemische sowie lokale Behandlungen in den beiden Therapiearmen (chirurgischer Eingriff plus postoperative Radiotherapie gegenüber Induktions-Chemotherapie, gefolgt von einer simultanen Chemoradiotherapie plus Eingriff plus PCI).

Die Studie beweist jedoch nicht die Wirksamkeit und Sicherheit der PCI für alle Patienten mit NSCLC im Stadium III. Vor einer weitreichenderen Implementierung der PCI bei Patienten mit NSCLC im Stadium III muss noch der klinische Nutzen der PCI durch eine Reduktion der Inzidenz von Gehirnmetastasen mit oder ohne Verbesserung des Überlebens in randomisierten klinischen Studien nachgewiesen werden. Dennoch könnte die PCI bei Patienten mit einem vollständigen Ansprechen auf lokale und systemische Therapien, wie z.B. der trimodalen Therapie in der vorliegenden Studie, in Betracht gezogen werden.

Von den Patienten mit nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) weist ein Drittel bei der Diagnose ein lokal fortgeschrittenes Karzinom auf, und ungefähr ein Drittel dieser lokal fortgeschrittenen Fälle sind für eine Operation geeignet. Die neoadjuvante Behandlung (mit präoperativer Chemotherapie oder Chemoradiotherapie) bewirkt bei 20 bis 30 Prozent der Fälle nach fünf Jahren eine Heilung und stellt gegenüber nur einer Operation ein verbessertes Überleben dar. Allerdings treten bei bis zu 30 Prozent der Fälle nach der Operation Gehirnmetastasen auf, wodurch dieses die häufigste Lokalisation eines Therapieversagens ist. Die prophylaktische Schädelbestrahlung (prophylactic cranial irradiation - PCI) nach einem chirurgischen Eingriff wurde als Methode zur Reduktion von Gehirnmetastasen vorgeschlagen, doch es hat Befürchtungen gegeben, dass dieser Ansatz mit einer neurokognitiven Toxizität assoziiert sein könnte.

Bei dieser Studie handelte es sich um eine prospektive randomisierte Untersuchung einer Operation, gefolgt von einer adjuvanten Strahlentherapie des Thorax (ein bimodaler Ansatz), verglichen mit einer Chemotherapie, gefolgt von einer Chemoradiotherapie, Operation und prophylaktischer Schädelbestrahlung (PCI) (ein trimodaler Ansatz). Die Studie wurde von 1994 bis 2001 durchgeführt, wurde jedoch frühzeitig bei einer geplanten Zwischenanalyse aufgrund einer langsamen Patientenregistrierung beendet. Der primäre Endpunkt der Studie war das Überleben nach zwei Jahren; ein Rezidiv im Gehirn wurde ebenfalls untersucht, um die Bedeutung der PCI unter diesen Bedingungen zu erforschen. Bis 2001 war die Resektion, gefolgt von einer Chemotherapie zur Standardbehandlung für NSCLC geworden.

Insgesamt 112 Patienten mit lokal forteschrittenem, operablen NSCLC im Stadium IIIA wurden randomisiert. Von ihnen waren 106 für die Behandlung geeignet; 51 Patienten erhielten eine bimodale Behandlung und 55 erhielten eine trimodale Behandlung (davon erhielten 43 Patienten eine PCI).

Nach einem Follow-up von im Median 116 Monaten waren acht Patienten, die keine PCI erhielten, und sieben Patienten, die eine PCI erhielten, immer noch am Leben. Das fünfjährige Überleben betrug ohne PCI 20 Prozent und mit PCI 16 Prozent, während das fünfjährige ereignisfreie Überleben ohne PCI bei 20 Prozent und mit PCI bei 24 Prozent lag. Nach fünf Jahren senkte eine PCI signifikant die Wahrscheinlichkeit von Gehirnmetastasen als erste Lokalisation eines Therapieversagens und die Gesamtrate von Rezidiven im Gehirn (Abbildung). Bei elf Langzeitüberlebenden (vier hatten keine und sieben hatten einen PCI erhalten) wurden umfangreiche neuropsychologische Untersuchungen durchgeführt. Es wurden zwischen den Behandlungsgruppen keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der neurokognitiven Leistungsfähigkeit festgestellt, doch die neurokognitive Leistungsfähigkeit war gegenüber hinsichtlich des Alters übereinstimmenden normalen Kontrollen leicht reduziert.

Zusammenfassung (fortgesetzt)

In dieser Studie zeigte die PCI in dieser Patientenpopulation (lokal fortgeschrittenes, operables NSCLC Stadium IIIA) eine Wirksamkeit bei der Reduktion von Gehirnmetastasen, und es gab zwischen den bimodalen und trimodalen Behandlungsgruppen keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der späten neurokognitiven Effekte. Ob allerdings die Reduktion der Inzidenz von Gehirnmetastasen das Überleben verbessert, bleibt unbewiesen, und es sind weitere Untersuchungen mit größeren Patientenzahlen notwendig.

Nach fünf Jahren senkte eine prophylaktische Schädelbestrahlung signifikant die Wahrscheinlichkeit von Gehirnmetastasen als erster Lokalisation eines Therapieversagens (p = 0,02) und die Gesamtrate von Rezidiven im Gehirn (p = 0,04).
Quellen
1. Chen AM, Jahan TM, Jablons DM, et al. Risk of cerebral metastases and neurological death after pathological complete response to neoadjuvant therapy for locally advanced nonsmall-cell lung cancer: clinical implications for the subsequent management of the brain. Cancer. 2007;109:1668-75.
2. Aupérin A, Arriagada R, Pignon JP, et al. Prophylactic cranial irradiation for patients with small-cell lung cancer in complete remission. Prophylactic Cranial Irradiation Overview Collaborative Group. N Engl J Med. 1999;341:476-84.
3. Pöttgen C, Eberhardt W, Grannass A, et al. Prophylactic cranial irradiation in operable stage IIIA non small-cell lung cancer treated with neoadjuvant chemoradiotherapy: results from a German multicenter randomized trial. J Clin Oncol. 2007;25:4987-92.

Kommentar
Prof. R. Pirker
Universitätsklinik für Innere Medizin I
Medizinische Universität Wien
Wien
Österreich
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Josef

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Gehirntumor: Glutamat führt zum Hirnödem bei malignen Gliomen
« Antwort #2 am: 16. Mai 2008, 22:16 »
Glutamat führt zum Hirnödem bei malignen Gliomen

Donnerstag, 15. Mai 2008

Erlangen/Nürnberg – Der Neurotransmitter Glutamat ist verantwortlich für die Entwicklung von Ödemen bei malignen Gliomen. Das berichtet eine Arbeitsgruppe um Ilker Eyüpoglu der Neurochirurgischen Klinik der Universität Erlangen-Nürnberg in der Zeitschrift Nature Medicine (doi:10.1038/nm1772).

Flüssigkeitsansammlungen in intaktem Körpergewebe, die von benachbarten, krankhaften Gewebeveränderungen verursacht sind, werden als perifokale Ödeme bezeichnet. Problematisch werden sie vor allem bei Hirntumoren. Dadurch kommt es unter anderem zu neurologischen Ausfällen.

Gliome geben nach Angaben der Gruppe große Mengen des Neurotransmitters Glutamat ab. Dies führt zum Untergang von Nervenzellen im umliegenden Hirngewebe und reduziert die Überlebenszeit und die Lebensqualität des Patienten deutlich. Außerdem sei das Hirnnödem bei auf die Dysbalance an übermäßigem Glutamat zurückzuführen.

Auf das Überleben des Patienten haben diese Untersuchungen zunächst keinen unmittelbaren Einfluss jedoch schaffen die Ergebnisse besseren Einblick in die Biologie dieses Tumors. „Bis heute haben die therapeutischen Konzepte der letzten 40 Jahre keine deutliche Verlängerung der Überlebenszeit oder gar Heilung gebracht.

Das neue molekulare Verständnis eröffnet jedoch prinzipiell in den nächsten Jahren eine neue und eventuell effektivere therapeutische Option“, erklärten die Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Jutta

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Gehirntumor - Glioblastom
« Antwort #3 am: 06. September 2008, 00:21 »
Neues aus der Wissenschaft

Hirntumore unter Beobachtung

Zwei Forschergruppen haben einen sehr aggressiven Hirntumor, das Glioblastom, genau untersucht. Sie entdeckten mehrere Gene, die an der Entstehung der Krankheit beteiligt sind. Im Erbmaterial fanden sich auch Hinweise darauf, bei welchen Patienten ein bestimmtes Medikament nicht gut wirkt. Die Ergebnisse sollen zur Entwicklung von Therapien führen.

Da aber immer mehrere Gene beteiligt sind, ist das kompliziert. Das Glioblastom ist der am weitesten verbreitete Hirntumor. In der Regel überleben die Patienten ihre Diagnose nur um wenige Jahre.

Quelle: Nature und Science
« Letzte Änderung: 06. September 2008, 00:21 von Jutta »

Jutta

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Behandlungen bei Glioblastom
« Antwort #4 am: 20. Oktober 2008, 13:30 »

Temsirolimus wird bei Patienten mit Glioblastom geprüft 

mTOR-Hemmer bieten möglicherweise eine neue Therapieoption beim Glioblastom.
So gibt es erste Hinweise für eine gute Wirksamkeit einer Kombination von EGFR- und mTOR-Hemmung. 

Gitti

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Stammzellen reagieren auf Gehirntumore
« Antwort #5 am: 09. Dezember 2008, 12:19 »
8.12.2008
   
   Stammzellen reagieren auf Hirntumoren

Seit kurzem hat die Hirnforschung das Dogma ad acta gelegt, wonach sich im Gehirn erwachsener Menschen keine neuen Nervenzellen bilden können. Jüngste Forschungen haben unter anderem gezeigt, dass sich Stammzellen nach einem Schlaganfall stark vermehren und auf diese Weise auf die Verletzung antworten. Reagieren Stammzellen auch, wenn sich ein Hirntumor gebildet hat? Auf dem Kongress "Brain Tumor 2008" im Max-Delbrück-Centrum (MDC) Berlin-Buch berichtete Dr. Stefan Momma (Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main), dass sich am Tumorrand viele undifferenzierte Vorläuferzellen ansammeln, die vermutlich nicht vom Tumor selbst stammen, und die den Krebs am Wachstum hemmen könnten.


Dr. Momma und seine Kollegen, darunter auch Dr. Rainer Glass (MDC) und der Chirurg Dr. Michael Synowitz (Charité - Universitätsmedizin Berlin),
hatten http://www.journalmed.de/newsview.php?id=23917

admin

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Therapiebegleitender Tests für Patienten mit Hirntumoren
« Antwort #6 am: 08. Februar 2010, 01:16 »
QIAGEN-Tochter und Pfizer vereinbaren Entwicklung therapiebegleitender Tests für Patienten mit Hirntumoren =

   Manchester, Vereinigtes Königreich und New York, USA (ots) -
Pfizer (NYSE:PFE) und DxS (eine hundertprozentige Tochter der QIAGEN
N.V.) (NASDAQ: QGEN; Frankfurt, Prime Standard: QIA), gaben heute
eine Vereinbarung zur Entwicklung eines begleitenden Diagnostik-Tests
für PF-04948568 (CDX-110) bekannt, einem sich in der Entwicklung
befindlichen Impfstoff zur Immuntherapie für die Behandlung von
Glioblastoma multiforme (GBM). Finanzielle Details der Vereinbarung
wurden nicht bekannt gegeben.

   Pfizer hatte am 16. April 2008 eine Vereinbarung mit Celldex
Therapeutics Inc. geschlossen, die Pfizer die weltweiten exklusiven
Rechte an PF-04948568 (CDX-110) gewährt. Der Wirkstoff befindet sich
aktuell in Phase 2 der klinischen Entwicklung für die Behandlung von
neu diagnostiziertem GBM.

   Glioblastoma multiforme ist die häufigste bösartige primäre
Hirntumorerkrankung bei Erwachsenen, die weltweit bei rund 25.000
Patienten pro Jahr auftritt. Pfizers in der Entwicklung befindliches
Medikament PF-04948568 ist ein Peptid-Vakzin, das auf den
tumorspezifischen EGF-Rezeptor Variante III (EGFRvIII; Epidermal
Growth Factor Receptor variant III) zielt. Bei EGFRvIII handelt es
sich um die mutierte Form des EGF-Rezeptors. Diese ist ausschließlich
in Krebszellen zu finden und tritt bei 25 bis 40 Prozent der
GBM-Fälle auf. Das Nachweisverfahren von QIAGEN wird die
Identifikation von jenen Patienten erleichtern, deren Tumore die
EGFRvIII-Mutation aufweisen. Damit wird die Möglichkeit für eine
gezieltere und stärker personalisierte Behandlung eröffnet.

   Der diagnostische Test wird in QIAGENs Exzellenzzentrum für
therapiebegleitende Diagnostika in Manchester, Vereinigtes
Königreich, entwickelt und produziert. Der Test wird auf Basis der
Echtzeit-PCR-Technologie die EGFRvIII-RNA im Tumorgewebe nachweisen.
Sein Design erlaubt eine einfache Anwendung, was den Nutzwert des
Tests in der klinischen Routineanwendung beim Nachweis von Mutationen
zusätzlich erhöht.

   "Wir freuen uns sehr über den Vertragsabschluss mit Pfizer", sagte
Stephen Little, Vice President Personalized Healthcare bei QIAGEN.
"Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbreitung der
personalisierten Medizin. QIAGEN ist bestens für die Bereitstellung
von therapiebegleitenden Tests für unsere Partner in der
pharmazeutischen Industrie aufgestellt. Diese Vereinbarung ist eine
weitere Bestätigung unserer wissenschaftlichen und operativen
Möglichkeiten, mit denen wir bei der Auswahl der richtigen Patienten
für die richtigen Medikamente helfen können", so Little weiter.

   "Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit QIAGENs Tochter DxS an der
Entwicklung dieses wichtigen diagnostischen Tests zu arbeiten. Der
Test könnte Ärzten potenziell dabei helfen, die am besten geeignete
Behandlung für Patienten mit Glioblastoma multiforme auszuwählen",
sagte Garry Nicholson, President und General Manager des
Geschäftsbereichs Pfizer Oncology.

   Über Pfizer Oncology

   Pfizer Oncology engagiert sich weltweit für die Entdeckung,
Untersuchung und Entwicklung von innovativen Therapieoptionen, um die
Prognose von Krebspatienten zu verbessern. Unsere starke Pipeline,
die zu einer der robustesten in der Industrie zählt, ist auf die
Identifizierung und Übertragung der größten wissenschaftlichen
Durchbrüche in die klinische Anwendung für einen breiten Bereich von
Krebserkrankungen fokussiert - einschließlich von Brust-, Lungen und
Prostatakrebs, sowie Sarkomen, Melanomen und hämatologischen
Krebserkrankungen. Pfizer Oncology hat über 25 biologische und kleine
Moleküle in der klinischen Entwicklung und führt mehr als 200
klinische Studien durch.

   In Kooperation mit akademischen Einrichtungen, Forschern,
Regierungen und Lizenzpartnern arbeitet Pfizer daran,
Krebserkrankungen mithilfe von bahnbrechenden Medikamenten zu heilen
oder zu kontrollieren, und die richtigen Medikamente für die
richtigen Patienten zur richtigen Zeit zur Verfügung stellen zu
können.

   Pfizer: Gemeinsam für eine gesündere Welt

   Pfizer wurde im Jahr 1849 gegründet und ist das weltweit führende
biopharmazeutische Unternehmen, das neue Wege für eine bessere
Gesundheit beschreitet. Wir entdecken, entwickeln, produzieren und
vertreiben qualitativ hochwertige, sichere und effektive
verschreibungspflichtige Medikamente zur Behandlung und Vorbeugung
von Krankheiten bei Menschen und Tieren. Wir unterhalten
Partnerschaften mit Leistungserbringern, Regierungen und lokalen
Akteuren auf der ganzen Welt, um den Zugang zu unseren Medikamenten
zu verbreitern, sowie die Gesundheitsfürsorge zu verbessern und die
Gesundheitssysteme zu unterstützen. Pfizers Belegschaft in über 90
Ländern arbeitet tagtäglich daran, Menschen länger ein glücklicheres
und gesünderes Leben zu ermöglichen, sowie die menschliche und
ökonomische Belastung durch Krankheiten auf der ganzen Welt zu
verringern. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte
www.pfizer.com.

   Über QIAGEN

   QIAGEN N.V., eine niederländische Holdinggesellschaft und der
weltweit führende Anbieter von  Probenvorbereitungs- und
Testtechnologien. Die Produkte des Unternehmens werden an
molekulardiagnostische Labore, akademische Forscher, pharmazeutische
und biotechnologische Firmen sowie an Nutzer angewandter
Testverfahren verkauft. Zum Portfolio zählt eines der weltweit
breitesten Panels an molekulardiagnostischen Tests für die Bereiche
Prävention, Profilierung und Personalisiertes Gesundheitswesen.

   Über QIAGEN und Personalisierte Medizin

   QIAGEN ist führender Anbieter von molekulardiagnostischen
Produkten, die Ärzten und pharmazeutischen Unternehmen bei der
Auswahl von Therapien für Patienten helfen. In Zusammenarbeit mit der
pharmazeutischen Industrie entwickeln und vertreiben QIAGEN und seine
hundertprozentige Tochter DxS therapiebegleitende Diagnostika zur
gezielten Behandlung von Krebs. QIAGEN verfügt über ein stetig
wachsendes Portfolio von Produkten für den Nachweis von Genmutationen
bei Krebs.

   Die TheraScreen®-Reihe von CE-markierten Kits für die klinische
Diagnostik kann genetische Mutationen in Tumoren nachweisen, die
hilfreich bei der Bestimmung von möglichen Patientenreaktionen auf
spezifische Krebstherapien sind. Damit können Ärzte die am besten
geeignete Therapie auswählen. Das Portfolio enthält zwei Kits für die
klinische Diagnostik, K-RAS und EGFR.* Das TheraScreen: K-RAS
Mutation Kit ist ein therapiebegleitender Test für Vectibix® (Amgen)
und Erbitux® (Merck KGaA), zwei Medikamente für die Behandlung von
Darmkrebs. Zusätzlich hat QIAGEN ein Portfolio an Tests für die
personalisierte Medizin auf Basis der Pyromark-Plattform entwickelt,
die es ermöglicht, Erbinformationen in Echtzeit sequenzbasiert zu
detektieren.

   Weitere Informationen über QIAGEN und die personalisierte Medizin
sind unter www.qiagen.com brufbar.

   * In den USA sind die Testkits ausschließlich zu Forschungszwecken
bestimmt. Sie sind weder von der United States Food and Drug
Administration (US amerikanische Zulassungsbehörde) noch einer
anderen regulatorischen Behörde in den USA zugelassen oder von der
Zulassung befreit worden.

   HINWEISE ZU ZUKUNFTSGERICHTETEN AUSSAGEN PFIZER:

   Die in dieser Presseinformation enthaltenen Informationen
entsprechen dem Stand vom 1. Februar 2010. Pfizer übernimmt keinerlei
Verpflichtung, in dieser Presseerklärung enthaltene
zukunftsorientierte Aussagen aufgrund von neuen Informationen oder
zukünftigen Ereignissen und Entwicklungen zu aktualisieren. Diese
Presseerklärung enthält zukunftsorientierte Aussagen, die wesentliche
Risiken und Unsicherheiten hinsichtlich eines Produktkandidaten -
PF-04948568 (CDX-110) - mit sich bringen; einschließlich seines
potenziellen Nutzens sowie einer Vereinbarung zwischen Pfizer und DxS
über die Entwicklung eines diagnostischen Testkits zur Bestimmung von
Patienten, die von einem solchen Produktkandidaten profitieren
könnten. Solche Risiken und Unsicherheiten umfassen - neben anderen
Punkten - Unwägbarkeiten, die der Erforschung und Entwicklung von
Medikamenten und diagnostischen Testkits inhärent sind; ob und wann
Aufsichtsbehörden die Zulassung für solche diagnostischen Testkits
sowie jegliche für den Produktkandidaten beantragten Anwendungen
erteilen; Entscheidungen der Aufsichtsbehörden hinsichtlich der
Produktkennzeichnung; andere Angelegenheiten, die die Verfügbarkeit
und das wirtschaftliche Potential des Produktkandidaten
beeinträchtigen könnten, sowie Entwicklungen des Wettbewerbs.

   Eine weitergehende Beschreibung der Risiken und Unwägbarkeiten
findet sich im Jahresbericht von Pfizer auf dem Formblatt 10-K für
das am 31.Dezember 2008 beendete Finanzjahr, sowie in seinen
Berichten auf den Formblättern 10-Q und 8-K.

   HINWEISE ZU ZUKUNFTSGERICHTETEN AUSSAGEN QIAGEN:

   Bei den Angaben in dieser Pressemitteilung, die keine historischen
Tatsachen sind (einschließlich von Angaben über unsere Produkte,
Märkte, Strategien und Betriebsergebnisse), handelt es sich um
vorausschauende Angaben. Diese Angaben beruhen auf aktuellen
Erwartungen, die auch Risiken und Unsicherheiten beinhalten,
einschließlich von, jedoch nicht nur, solchen, die in Zusammenhang
stehen mit: dem Management von Wachstum und internationalem Geschäft
(wie unter anderem von Währungsschwankungen und Logistik), der
Schwankung unserer Betriebsergebnisse, der geschäftlichen Entwicklung
unserer Märkte (einschließlich angewendeter Testverfahren, klinischer
und akademischer Forschung, Proteomik, Frauenheilkunde,
HPV-Testverfahren, Molekulardiagnostik, personalisierte Medizin und
Begleitdiagnostika), unseren Beziehungen mit Kunden, Lieferanten und
strategischen Partnern, dem Wettbewerb, technologischen
Veränderungen, Nachfragefluktuationen, regulatorischer Anforderungen,
der Identifizierung, Entwicklung und Herstellung von integrierten
Produkten, die sich von denen unserer Konkurrenten abheben, der
Marktakzeptanz für unsere Produkte und der Integration von erworbenen
Technologien und Unternehmen. Weitere Informationen entnehmen Sie
bitte unseren bei der SEC eingereichten Dokumenten einschließlich
unseres letzten 20-F Report. Die Informationen in dieser
Pressemitteilung gelten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Wir
übernehmen, soweit nicht gesetzlich vorgeschrieben keinerlei
Verpflichtung zur Aktualisierung dieser Informationen.
~

Rückfragehinweis:

  Pressekontakt:
  Public Relations QIAGEN GmbH
  Dr. Thomas Theuringer
  +49 2103 29 11826

  Investor Relations QIAGEN N.V.
  Dr. Solveigh Mähler
  +49 2103 29 11710

  Pfizer Media
  Samantha Cummis
  +1 (212) 733-6924

  Pfizer Investor Relations
  Suzanne Harnett
  +1 (212) 733-8009

admin

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Re: Gehirntumor und .......
« Antwort #7 am: 24. Juni 2010, 22:19 »
   
22. Juni 2010

Vielversprechende neue Technik bei rezidivierendem Glioblastom
Elektrische Wechselfelder an der Kopfhaut

Bei der neuen Behandlungsmethode namens NovoTTF werden elektrische Wechselfelder (Tumortherapiefelder oder TTFelder) an der Kopfhaut der Patienten angebracht, erklärte Dr. Roger Stupp vom Universitätsspital Lausanne. Die vom NovoTTF-100A Gerät erzeugten elektrischen Wechselfelder (100 bis 300 kHz) stören die Zellteilung und das Zusammensetzen von Organellen; die Hypothese lautet, dass dadurch das Tumorwachstum gehemmt wird.

Bei der vorliegenden Untersuchung wurden Patienten mit rezidiverendem Glioblastom entweder auf die TTF-Behandlung (20 oder mehr Stunden täglich, sieben Tage pro Woche) oder auf die aktive Kontrollbehandlung mit bester Standard-Chemotherapie randomisiert. Der primäre Endpunkt war das Gesamtüberleben; als sekundäre Endpunkte galten progressionsfreies Überleben zu sechs Monaten, die Ansprechrate und Messungen der Lebensqualität. Analysiert wurden sowohl die Intent-to-treat (ITT) Population (n=237) als auch die per-Protokoll (PP) Population (185), die zumindest eine einmonatige NovoTFF-Behandlung oder einen Chemotherapie-Zyklus erhalten hatte.

Geri

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Gehirntumor: Forschung nach besserer Therapieeinstufung
« Antwort #8 am: 17. August 2010, 09:54 »
17.08.2010 - Hirntumoren genauer einstufen

Gen-Analyse von Tumorzellen ermöglicht präzisere Prognose des Krankheistverlaufes

Hirntumoren lassen sich oftmals nur schwer operabel entfernen. Fast ebenso schwierig war es bislang für die behandelnden Ärzte, eine Prognose über den weiteren Krankheitsverlauf zu treffen. Im Fall der Tumorgruppe der Ependymomen könnte sich dies nun ändern: Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg haben einen direkten Zusammenhang zwischen bestimmten Veränderungen im Erbgut der Tumorzellen und den Überlebenschancen der Patienten entdeckt. Durch eine Gen-Analyse des entfernten Tumormaterials könnte somit in Zukunft eine bessere, da individuell angepasste Folgetherapie ....... http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/311770.html

Tanja

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Hirntumoren beeinflussen Hirnchemie auch in entfernten Arealen
« Antwort #9 am: 12. März 2011, 20:06 »
09.03.2011
Unerwartete Fernwirkung

Hirntumoren beeinflussen Hirnchemie auch in entfernten Arealen

Hirntumoren verändern den Zellstoffwechsel auch in gesunden Hirnregionen. Das hat ein deutsches Forscherteam jetzt nachweisen können. Bisher hatten Wissenschaftler angenommen, solche Effekte seien eine Nebenwirkung von Chemo- oder Strahlentherapie. Anhand der Magnetresonanzspektroskopie (MRS) konnten die Forscher jetzt jedoch zeigen, dass der Tumor selbst für die Veränderungen im Stoffwechsel gesunder Hirnregionen verantwortlich ist. Das deute auf eine generell modifizierte Biochemie im Gehirn von Tumorpatienten hin, interpretieren die Wissenschaftler. Warum der Umbau stattfindet, ist bisher jedoch unklar. Eine Möglichkeit wäre, dass es sich um eine der ersten Auswirkungen einer beginnenden Metastasenbildung handelt. Sollte das stimmen, könnte die MRS zukünftig hilfreich sein, um das Streuen eines Tumors bereits in einem sehr frühen Stadium zu entdecken, schreiben Martin Busch und seine Kollegen von der Universität Witten/Herdecke.

admin

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Gehirntumor und .......
« Antwort #10 am: 27. Mai 2011, 10:54 »

Northwest Biotherapeutics erweitert laufende Studie zum Hirnkrebs =

   Bethesda, Maryland (ots/PRNewswire) -

   - Mehr klinische Standorte als vorgesehen 

   Northwest Biotherapeutics (OTC.BB: NWBO) gab heute bekannt, dass
es die Erweiterung der klinischen Studien auf weitere Standorte
beschleunigt hat und somit das Ziel, das darin bestand, in diesem
Kalenderquartal eine Verdopplung dieser Standorte in den ganzen USA
zu erreichen, überschreitet. Somit können neue Patienten in die
laufende randomisierte, doppelblinde, placebo-kontrollierte klinische
Studie zur DCVax(R)-Immuntherpaie für Glioblastoma multiforme (GBM),
der tödlichsten Art des Hirntumors, teilnehmen. Bis jetzt sind 240
Patienten an der Studie beteiligt.

   (Logo: http://photos.prnewswire.com/prnh/20110329/SF73084LOGO

   Das Unternehmen gab vor kurzem 4 klinische Standorte für eine
weitere Anmeldung zur laufenden Studie bekannt. Dabei handelt es sich
um Rochester, Cleveland, Detroit und Minneapolis. Das Unternehmen hat
nun auch New York City (NYU) und Los Angeles (UCLA) hinzugefügt.
Zudem nähert sich das Unternehmen 4 weiteren Standorten, in New
Jersey, Michigan, Texas und Washington. Das Unternehmen rechnet somit
mit 10 Studienstandorten für die Neuanmeldungen zu seiner
GBM-Hirnkrebsstudie in diesem Kalenderquartal. Dies überschreitet die
Erwartungen des Unternehmens im Bezug auf die Erweiterung der
klinischen Studie in diesem Quartal erheblich. Mindestens 5 weitere
klinische Standorte sind für das dritte Quartal dieses Jahres
vorgesehen, womit insgesamt 15 Standorte zur Verfügung stehen würden.

   "Wir sind sehr erfreut darüber, dass wir so ein grosses Interesse
und eine solche Zusammenarbeit seitens der klinischen Zentren in den
USA geniessen durften. Wir freuen uns ebenfalls darüber, dass wir
unsere Erwartungen übertroffen haben und die langen und komplexen
institutionellen Prozesse, die nötig sind, um diese Zentren für die
Anmeldung neuer Patienten für unsere GBM-Hirnkrebsstudie
vorzubereiten, abgeschlossen haben", so Dr. Alton Boynton, CEO of
NWBT.

   In vorhergehenden klinischen Studien zur DCVax(R)-Immuntherapie
für GBM-Hirnkrebs waren die Ergebnisse bemerkenswert: Die Patienten,
die die DCVax(R) bekamen, hatten eine durchschnittliche
Überlebensdauer von 3 Jahren, im Vergleich zu einer
durchschnittlichen Überlebensdauer von 14,6 Monaten mit der heutigen
Standardbehandlung (Operation, Bestrahlung und Chemotherapie). Zudem
zeigten die mit DCVax(R) behandelten Patienten durchschnittlich
innerhalb von ca. zwei Jahre keine Rekurrenz ihres Tumors auf, im
Vergleich zur Standardbehandlung, bei der die Tumoren nach nur 7
Monaten wieder auftauchten. Die mit DCVax(R) behandelten Patienten
berichteten ausserdem nicht über toxische Nebenwirkungen, was sich
klar von der Chemotherapie unterscheidet.

   Informationen zu Northwest Biotherapeutics

   Northwest Biotherapeutics, Inc. ist ein Biotechnologieunternehmen
mit Schwerpunkt auf der Entwicklung von Immuntherapieprodukten, die
Krebs wirksamer als die gegenwärtig verfügbaren Therapiemethoden
behandeln, keine Toxizität aufweisen und auf einer kosteneffektiven
Basis hergestellt werden. Das Unternehmen verfügt über eine grosse
Technologieplattform für dentrische, zellbasierte Impfungstoffe. Die
massgebliche klinische Studie des Unternehmens ist eine
Phase-II-Studie mit 240 Patienten, bei denen eine neu gestellte
Diagnose von Glioblastoma multiforme ("GBM") vorliegt, der
aggressivsten und tödlich verlaufenden Form eines Hirntumors. Das
Unternehmen hat bereits eine Genehmigung der FDA für die Durchführung
einer Phase-III-Studie von Prostatakrebs bei 612 Patienten erhalten,
sowie eine Genehmigung der FDA zur Durchführung von Phase-I-Studien
bei fünf anderen Krebsarten. Das Unternehmen hat auch eine
Phase-I/II-Studie mit DCVax(R) bei rezidivierendem metastatischem
Ovarialkrebs durchgeführt.

   Weitere Informationen über klinische Prüfzentren und über das
Unternehmen befinden sich auf der Website des Unternehmens unter
www.nwbio.com.

   Haftungsausschluss

   Aussagen in dieser Pressemitteilung, die keine historischen
Tatsachen sind, z.B. Aussagen über die zukünftige Behandlung von
Patienten mit GBM, die DCVax(R)-Brain anwenden, und über zukünftige
klinische Studien sind vorausschauende Aussagen, wie sie im Private
Securities Litigation Reform Act aus dem Jahr 1995 definiert sind.
Vorausschauende Aussagen sind gekennzeichnet durch Worte wie
"erwartet", "glaubt", "beabsichtigt" und ähnliche Ausdrücke. Die
tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von denen abweichen, die in
den vorausschauenden Aussagen vorhergesagt wurden. Es gibt eine
Anzahl bestimmter wichtiger Faktoren, die für die erheblichen
Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse von den angenommenen
verantwortlich sein könnten, z.B. die Fähigkeit des Unternehmens,
zusätzliches Kapital aufzubringen, Risiken, die mit der Möglichkeit
des Unternehmens zusammenhängen, Patienten in seine klinischen
Studien aufzunehmen und die Studien zeitgerecht abzuschliessen, die
Unsicherheit des Verlaufs klinischer Studien, Unsicherheiten über die
zeitgerechte Durchführung von Dienstleistungen dritter Parteien, und
ob die Produkte des Unternehmens sich als sicher und wirksam
erweisen. Weitere Informationen über diese und andere Faktoren, z.B.
die Risiken, die die Ergebnisse des Unternehmens beeinflussen
könnten, sind den an die Securities and Exchange Commission ("SEC")
übermittelten Veröffentlichungen des Unternehmens zu entnehmen.
Schlussendlich kann es weitere Faktoren geben, die zuvor nicht
genannt wurden oder die nicht in den SEC-Unterlagen des Unternehmens
genannt sind, die für die Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse
von den in den vorausschauenden Aussagen genannten verantwortlich
sein können. Soweit nicht gesetzlich vorgeschrieben, übernimmt das
Unternehmen keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen als
Folge von neuen Informationen, zukünftigen Ereignissen oder
Entwicklungen zu aktualisieren.

Rückfragehinweis:
  Dr. Alton Boynton, +1-425-503-6351

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0001    2011-05-27/00:30

270030 Mai 11

PRN0001 0745


Geri

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Gehirntumor, Glioblastom: Therapie mit Nanopartikel
« Antwort #11 am: 10. Juli 2011, 00:00 »
Donnerstag, 7. Juli 2011

Glioblastom: Therapie mit Nanopartikel

© Springer

Berlin – An der Berliner Charité hat die Ära der Nanotherapie begonnen. An der dortigen Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie erhalten Patienten mit rezidiviertem Glioblastom Implantate aus magnetischen Nanopartikeln.

Die Partikel werden dann von außen durch ein hoch­frequen­tes Magnetfeld erhitzt. Die NanoTherm®-Therapie soll die Tumorzellen zerstören und die Wirkung einer externen Strahlentherapie unterstützen.

Nach Auskunft des Herstellers, einer Spin-Off-Gründung von Mitarbeitern der Charité, handelt es sich bei den Nanopartikeln um sehr kleine, in Wasser gelöste Teilchen aus Eisenoxid mit einer Hülle aus Aminosilanen und einem Durchmesser von circa 15 Nanometern.

Die Partikel würden durch ein Magnetfeld, welches bis zu 100.000 Mal in der Sekunde seine Polarität wechselt, in Schwingung versetzt, was die Wärme erzeuge. In Abhängigkeit von den erreichten Temperaturen im Tumor und der Behandlungsdauer würden die Tumorzellen entweder irreparabel geschädigt, oder sie werden empfindlicher gegenüber einer begleitenden Radio- oder Chemotherapie, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers.

Die EU-Zulassung der Therapie gründet sich die Ergebnisse einer Phase-II-Studie, die kürzlich im Journal of Neurooncology (2011; 103: 317-2) publiziert wurde. Im Bundeswehrkrankenhaus Berlin und am Klinikum Krefeld waren 66 Patienten mit supratentorialem Glioblastom, darunter 59 im Rezidiv nach früherer Therapie, behandelt worden.

Bei allen Patienten waren vor der Therapie alle magnetischen Gegenstände in der Umgebung von 40 cm um die Implantate, also Zahnfüllungen, Kronen oder Implantate entfernt worden. Die Instillation von 4,5 ml der magnetischen Nanopartikel erfolgte unter Allgemeinnarkose. Dabei wurde auch eine Thermosonde implantiert, um später festzustellen, ob die externe Magnetfeldapplikation die Zieltemperatur erreichte.

zum Thema

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46549/Glioblastom_Therapie_mit_Nanopartikel.htm

    Pressemitteilung der Charité
    Informationen des Herstellers
    zur Studie

Die Thermotherapie dauerte jeweils eine Stunde und sie wurde im halbwöchigen Turnus sechs Mal appliziert. Die Temperatursonde registrierte eine mediane Temperatur von 51,2°C. Es wurden aber Maxima von bis zu 82°C gemessen.

Dies blieb nicht unbemerkt: 23 Patienten gaben bei der Therapie ein leichtes Schwitzen an (Grad 1), 31 Patienten bemerkten ein Wärmegefühl im Behandlungsgebiet, bei 6 Patienten kam es zu einem Anstieg der Körpertemperatur auf über 38°C. Zu den weiteren Nebenwirkungen zählten Kopfschmerzen, Tachykardien und Blutdruckschwankungen.

Bei 15 Patienten kam es zu fokalen epileptischen Anfällen, bei 14 Patienten zu Veränderungen der Motorik, die viele aber bereits krankheitsbedingt kannten. Außer der Verschlechterung einer Hemiparese waren alle Störungen reversibel, teilt der Neurochirurg Klaus Maier-Hauff vom Bundeswehrkrankenhaus Berlin mit.

Unmittelbar vor oder nach der Thermotherapie erhielten die Patienten eine stereotaktische Bestrahlung mit einer Gesamtdosis von 30 Gray verteilt auf die einzelnen Therapiesitzungen. Da es sich um eine offene Studie ohne Vergleichsgruppe handelte, muss offen bleiben, welcher Anteil der Wirkung auf die konventionelle Radio- und welcher auf die neue Thermotherapie entfiel.

Maier-Hauff gibt die mediane Überlebenszeit der 50 Patienten mit rezidiviertem Glioblastom mit 13,4 Monate an (95-Prozent-Konfidenzintervall 10,6–16,2 Monate). Die Überlebenszeit seit Diagnose des Tumors betrug median 23,2 Monate.

Strahlentherapeuten und die Klinikleitung sprechen von http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46549/Glioblastom_Therapie_mit_Nanopartikel.htm

Edi

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Gehirntumor: Fluoreszenzgestützte Operationstechnik
« Antwort #12 am: 20. September 2012, 23:55 »


Fluoreszenzgestützte Operationstechnik ermöglicht präzise Entfernung von Hirntumoren

Mittwoch, 19. September 2012

Jena – Eine neue Operationsmethode bei Hirntumoren ergänzt das Behandlungs­spektrum der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Jena (UKJ). Dabei werden Hirntumoren durch den Einsatz einer körpereigenen Substanz und speziellem UV-Licht während der Operation sichtbar gemacht. Das ermöglicht eine präzisere Entfernung des Tumors.

Eine große Herausforderung bei neuro-onkologischen Eingriffen besteht darin, dass hirneigene Tumoren in der Regel weit in das eigentliche Hirngewebe einwachsen und somit als Tumor nur schwer zu erkennen sind. „Gleichzeitig ist das Ziel solcher Operationen, eine nahezu vollständige Tumorentfernung zu erzielen, ohne dabei jedoch relevante Hirnregionen zu gefährden“, erklärt Klinikdirektor Rolf Kalff.
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Die fluoreszenzgestützte Operationstechnik soll genau dies erleichtern. Dazu http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51715

Edi

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Gehirntumor: Künstliches Ankurbeln des Immunsystems könnte .........
« Antwort #13 am: 08. Oktober 2012, 23:46 »



Gehirntumor: Künstliches Ankurbeln des Immunsystems könnte schonendere Therapie ermöglichen

Wien (OTS) - Hirn-Metastasen sind häufige, begleitende Komplikationen
von anderen Krebsarten, vor allem bei Lungen-, Brust- und Hautkrebs.
Die körpereigene Immunantwort im Gehirn wird bei der Bekämpfung
dieser Metastasen durch Entzündungsreaktionen wirkungslos gemacht.
MedUni Wien-ForscherInnen haben nun die Immunantwort des Gehirns auf
einwachsende Metastasen erstmals genau charakterisiert. Das könnte
die Entwicklung von neuen, schonenderen Therapie-Möglichkeiten
anstoßen.

"Die aktivierten Fresszellen werden vom Tumor geradezu überrannt und
auch die weißen Blutkörperchen sind im Kampf gegen die Metastasen zu
schwach und müssten erst angekurbelt werden", erklärt der Onkologe
Matthias Preusser von der Universitätsklinik für Innere Medizin I und
vom Comprehensive Cancer Center (CCC), einer gemeinsamen Einrichtung
von MedUni Wien und AKH Wien.

Untersucht wurde das Autopsiegewebe von Gehirnen mit Metastasen, die
ursprünglich von Brustkrebs-, Lungenkrebs- oder Hautkrebserkrankungen
stammten. Das sind auch die häufigsten Ursprungsherde. Hirnmetastasen
entstehen dadurch, dass sie sich ausgehend von Tumoren in anderen
Körperbereichen bis ins Gehirn verbreiten.

Die WissenschafterInnen im Klinischen Institut für Neurologie, am
Zentrum für Hirnforschung, CCC und an der Universitätsklinik für
Innere Medizin I stellten fest, dass die Metastasen im Gehirn zwar
auf einen Wall von Fresszellen treffen, dieser aber zu schwach ist,
um die Tumorbildung erfolgreich zu bekämpfen. Um das zu erreichen,
müssen die weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) als zweite Instanz der
Immunabwehr stärker aktiviert werden.

Diese Erkenntnisse könnten dazu beitragen, neue Therapie-Strategien
zu entwickeln, die dahin abzielen, die weißen Blutkörperchen oder
andere Teile des Immunsystems stärker zu aktivieren - und zwar
medikamentös wie zum Beispiel mit Antikörpertherapien oder Impfungen.

300 bis 400 PatientInnen mit Hirnmetastasen werden an der MedUni Wien
jährlich behandelt. Die Standard-Behandlung ist in den meisten Fällen
eine Bestrahlung des Kopfes bzw. Gesamtbestrahlung des Gehirns - mit
gewissen Risiken und möglichen Nebenwirkungen. Nur in geringem Maße
sind auch medikamentöse Behandlungsmethoden bei bestimmten
Krebs-Arten verfügbar. Preusser: "Unsere Erkenntnisse könnten ein
wichtiger Schritt in Richtung der Entwicklung solcher schonenderer
Behandlungsmöglichkeiten sein."

Die vorliegende Studie wurde fächerübergreifend am Klinischen
Institut für Neurologie, an der Abteilung für Neuroimmunologie des
Zentrums für Hirnforschung und am Comprehensive Cancer Center (CNS
Tumours Unit) verfasst. Autorin Anna Sophie Berghoff vom CCC stellte
die Studienergebnisse in einem Vortrag auf dem Kongress der
Europäischen Vereinigung der Neuro-Onkologen (EANO) in Marseille vor.

Service: Clinical & Experimental Metastasis

"Characterization of the inflammatory response to solid cancer
metastases in the human brain" Anna Sophie Berghoff, Hans Lassmann,
Matthias Preusser, Romana Höftberger. Clin. Exp. Metastasis, 2012,
10.1007/s10585-012-9510-4.

Termin: ESMO 2012 in Wien

Von 28. September bis 2. Oktober 2012 findet unter Federführung der
MedUni Wien und des Comprehensive Cancer Centers (CCC) der Kongress
der ESMO 2012, der European Society for Medical Oncology (ESMO) im
Austria Center statt. Weitere Infos: www.esmo.org.

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Mobiltelefonieren verursacht Kopftumor: der Betroffene berichtet!
« Antwort #14 am: 02. Dezember 2012, 02:18 »



Mobiltelefonieren verursacht Kopftumor: der Betroffene berichtet!

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 10 Uhr Café Landtmann (Bel-Etage), Universitätsring 4, 1010 Wien

PRESSEKONFERENZ - Mobiltelefonieren verursacht Kopftumor: der Betroffene berichtet!…

Termin herunterladen (.vcs) Termin herunterladen (.ics) TEROTS_20121206_82384471_0 CI WI H
Ort: Universitätsring 4, 1010, Wien
Datum: 06.12.2012
Zeit: 10:00:00

Wien (OTS) - Das italienische Höchstgericht hat es vor Kurzem
bestätigt: Exzessives Telefonieren mit Handy und Schnurlostelefon
kann zu 80 %-iger Invalidität führen! Diese
Höchstgerichtsentscheidung in Sachen Mobilfunk und
Gesundheitsgefahren ist eine Premiere in Europa und wird
voraussichtlich weitere Klagen nach sich ziehen, da auch die
Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) radiofrequente
elektromagnetische Felder - wie jene des Mobilfunks - als "mögliches
menschliches Karzinogen" einstuft. Im Rahmen dieser Pressekonferenz
berichtet der Betroffene, Innocente Marcolini, worunter er infolge
übermäßiger Handynutzung zu leiden hat und wie wichtig diesbezügliche
Vorsichtsmaßnahmen sind. Die potenziellen gesundheitlichen Gefahren
und Langzeitfolgen exzessiver Handynutzung werden ebenso diskutiert
wie die dringend notwendigen Vorsichtsmaßnahmen,
Informationskampagnen, Anpassung der EU-Ratsempfehlung aus 1999 und
die Folgen des italienischen Gerichtsurteils für Versicherungen,
Krankenkassen, Ärzte und Arbeitgeber.

TeilnehmerInnen:
- Dr. Gerhard Heilingbrunner, ehrenamtlicher Präsident
Umweltdachverband
- Dr. Piero Lercher, Ärztekammer Wien, Leiter des Referats für
Umweltmedizin
- Prof. Michael Kundi, Med. Universität Wien, Ärzte für eine gesunde
Umwelt (ÄGU)

    Innocente Marcolini, Betroffener
    Eva Marsálek, Plattform Mobilfunk-Initiativen

Wir freuen uns, Sie bei dieser Pressekonferenz zu begrüßen.

PRESSEKONFERENZ - Mobiltelefonieren verursacht Kopftumor: der
Betroffene berichtet!

 TeilnehmerInnen:
 
 - Dr. Gerhard Heilingbrunner, ehrenamtlicher Präsident
 Umweltdachverband
 - Dr. Piero Lercher, Ärztekammer Wien, Leiter des Referats für
 Umweltmedizin
 - Prof. Michael Kundi, Med. Universität Wien, Ärzte für eine gesunde
 Umwelt (ÄGU)
 - Innocente Marcolini, Betroffener
 - Eva Marsálek, Plattform Mobilfunk-Initiativen

 Datum:   6.12.2012, um 10:00 Uhr
 Ort:     Café Landtmann Bel-Etage
          Universitätsring 4, 1010 Wien

Edi

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Ergänzender Therapiebaustein bei Glioblastomen
« Antwort #15 am: 02. März 2013, 22:19 »



Immuntherapie mit WT1-reaktiven T-Zelle als ergänzender Therapiebaustein bei Glioblastomen

Manche T-Zellen des Immunsystems sind natürliche Feinde von Krebszellen. Ihre Wirksamkeit in der Therapie hängt offenbar ganz entscheidend davon ab, wie sie auf ihren Einsatz im Organismus vorbereitet werden. Viele T-Zellen des Immunsystems sind grundsätzlich dazu in der Lage, Tumorzellen zu erkennen und zu zerstören. Die Wissenschaft versucht darum, die Kräfte der T-Zellen für die Behandlung von Krebs auszunutzen. An solchen Immuntherapien arbeiten weltweit viele Forschungseinrichtungen, und auch an der Universität Würzburg gibt es einschlägige Projekte.

 
Abb.: T-Lymphozyten sind Zellen des Immunsystems, die Krebszellen zerstören können. Ihre Aktivität spiegelt sich in der Grafik wider, die im rechten Teil den vermehrten Tod der Tumorzellen anzeigt. (Bild Matthias Wölfl)


Matthias Wölfl, Oberarzt an der Universitätskinderklinik, ist einer der Würzburger T-Zell-Experten. Als Postdoc in den USA war er bis 2007 an einem Projekt beteiligt, bei dem es um den Einsatz von T-Zellen gegen Leukämie ging. Jetzt sind die viel versprechenden Ergebnisse des Projekts im renommierten Journal „Science Translational Medicine“ veröffentlicht.

T-Zellen aktivieren und vermehren

Was bei dem Projekt in den USA gemacht wurde? „In jedem Menschen gibt es so genannte WT1-reaktive T-Zellen, die bestimmte Leukämieformen bekämpfen können“, erklärt Wölfl. Doch leider kommen diese Zellen im Körper nur in verschwindend kleinen Mengen vor: Unter einer Million T-Zellen befinden sich nur bis zu zehn der gesuchten Kandidaten.

Um die Zellen in der Therapie einsetzen zu können, müssen sie darum zuerst aus dem Blut „gefischt“ und im Labor so aktiviert werden, dass sie sich teilen und vermehren. Nach einem zwei Monate dauernden Prozess sind schließlich so viele T-Zellen vorhanden, dass sich daraus eine hoch konzentrierte Infusion für die Patienten herstellen lässt.

Überraschung nach 15 Jahren Arbeit

An diesem aufwändigen Projekt des Fred-Hutchinson-Krebsforschungszentrums in Seattle hat Wölfl drei Jahre lang mitgewirkt. Insgesamt stecken aber 15 Jahre Forschungsarbeit in den jetzt veröffentlichten Ergebnissen. Und die bergen eine Überraschung: „Für die therapeutische Wirkung ist es offenbar ganz entscheidend, auf welche Weise man die T-Zellen im Labor aktiviert“, so Wölfl.

Was die Forscher herausfanden: Kommen die T-Zellen bei ihrer Aktivierung mit dem Botenstoff Interleukin-21 in Kontakt, sind sie später weitaus langlebiger und damit auch länger gegen Tumorzellen aktiv. Im Blut der Patienten waren sie bis zu ein Jahr lang nachweisbar. Fehlte dagegen bei der Aktivierung das Interleukin, waren sie schon nach weniger als vier Wochen verschwunden.

Patienten mit hohem Rückfallrisiko

Getestet wurden die T-Zellen an elf Erwachsenen in den USA. Sie alle hatten die üblichen Therapien gegen Leukämie hinter sich und befanden sich in einer schwierigen Ausgangsposition: Alle hatten zuvor auch Stammzelltransplantationen erhalten, bei allen war das Risiko für einen Rückfall sehr hoch.

„Unter diesen Bedingungen dürfen wir froh sein, dass bei einigen Patienten eine Wirkung auf die bösartigen Zellen erreicht wurde. Drei Patienten haben sogar mehr als zwei Jahre lang leukämiefrei überlebt“, so Wölfl.

Nur elf Patienten und keine Kontrollgruppe? „Die Untersuchung war als Phase I/II-Studie angelegt, die am Anfang jeder Arzneimittelentwicklung steht. Die Frage der Wirksamkeit darf man dabei gar nicht stellen, denn dazu müssten weitaus mehr Patienten behandelt werden“, erklärt Wölfl. Dennoch habe die Untersuchung sehr wertvolle Erkenntnisse zum biologischen Verhalten der T-Zellen und zu ihrer Anwendungssicherheit geliefert. Und sie lasse erkennen, dass diese Form der Immuntherapie durchaus Behandlungserfolge verspricht.

Zusätzlicher Baustein der Therapie

„Grundsätzlich können T-Zellen nur ein zusätzlicher Baustein der Therapie sein“, betont Wölfl. Sie kommen für Patienten in Frage, bei denen die Zahl der Krebszellen durch die herkömmliche Behandlung stark verringert wurde: „In dieser Situation greift eine Immuntherapie am besten.“

Immuntherapie gegen Hirntumoren

An der Würzburger Universitätskinderklinik befasst sich Matthias Wölfl ebenfalls mit der Immuntherapie durch T-Zellen. Dabei wird in Kooperation mit den Professoren Paul Gerhardt Schlegel und Matthias Eyrich geprüft, wie T-Zellen zu aktivieren und aufzubereiten sind, damit sie die Überlebenschancen von Kindern und Jugendlichen mit bösartigen Hirntumoren (Glioblastomen) verbessern.

Die Projektpartner stecken derzeit mitten in der Arbeit, Patienten können noch nicht behandelt werden. Auch für diesen Therapieansatz gilt, dass er die herkömmliche Behandlung (Operation, Chemotherapie, Bestrahlung) ergänzen soll. Keinesfalls sei das Verfahren als „neue Wunderwaffe“ gegen Hirntumoren zu bewerten, betont Wölfl.

Das Hirntumor-Projekt wird im bayerischen Forschungsnetzwerk BayImmuNet gefördert und maßgeblich von der „Elterninitiative Aktion Regenbogen für leukämie- und tumorkranke Kinder Main-Tauber e.V.“ finanziell unterstützt.

Literaturhinweis:
Aude G. Chapuis, Gunnar B. Ragnarsson, Hieu N. Nguyen et al.
Transferred WT1-Reactive CD8+ T Cells Can Mediate Antileukemic Activity and Persist in Post-Transplant Patients.
Science Translational Medicine, 27. Februar 2013, Vol. 5, Issue 174, p. 174ra27, DOI: 10.1126/scitranslmed.3004916

Quelle: Julius-Maximilians-Universität Würzburg


http://www.journalmed.de/newsview.php?id=40043


Tanja

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Neuroblastom: Forscher suchen ...........
« Antwort #16 am: 10. Juni 2013, 00:06 »



04.06.2013
   
   
Neuroblastom: Forscher suchen den molekularen Schlüssel zum Phänomen der Selbstheilung

Das Neuroblastom ist eine der häufigsten bösartigen Krebserkrankungen im Kindesalter. Hierbei entarten Zellen des Nervengewebes. Trotz der Kombination unterschiedlicher Methoden in der Therapie ist die Heilungschance bei aggressivem Formen der Erkrankung noch immer sehr gering. Gleichzeitig ist das Neuroblastom aber eine der ganz wenigen Krebserkrankungen, bei denen es zum spontanen Rückgang des Tumors kommen kann. Warum dies in manchen Fällen geschieht, in anderen aber nicht, ist noch weitgehend unklar. Wissenschaftler der Goethe Universität in Frankfurt wollen dieses Rätsel entschlüsseln und so zur Entwicklung neuer Therapieansätze beitragen.

Neuroblastom tritt zumeist in den ersten fünf Lebensjahren auf, kann aber in seltenen Fällen auch ältere Kinder oder sogar Erwachsene betreffen. Die Krankheit entsteht meist spontan, das heißt ohne erbliche Vorbelastung. Die genauen Ursachen sind noch nicht bekannt. Wie für andere Krebserkrankungen bei Kindern vermutet man, dass diese Tumoren aus unreifen, embryonalen Vorläuferzellen hervorgehen, die auf noch nicht geklärte Art und Weise im Körper überdauern konnten. Konkret nimmt man an, dass Neuroblastom-Tumore ihren Ursprung in unreifen Neuralleistenzellen des Nervensystems (sogenannten Neuroblasten) haben.

Diese Zellen wandern auf http://www.journalmed.de/newsview.php?id=40794