Autor Thema: Ideen der Gesundheitsministerin Kdolsky  (Gelesen 6011 mal)

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Gitti

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Ideen der Gesundheitsministerin Kdolsky
« am: 21. März 2008, 20:23 »

Zahnversorgung auf Krankenschein:

Skepsis bei Zahnärzten

Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky

fordert, dass die gesamte Zahnversorgung

von der Krankenkasse übernommen wird.

Österreichs Zahnärzte, befragt von

medintern, halten das für unrealistisch.

Kdolskys Vorschlag zur Neuorganisation der

Zahnversorgung in Österreich orientiert sich an

Deutschland. Dort wurden mittlerweile alle

Zahnbehandlungen in den Leistungskatalog der

Krankenkassen aufgenommen - Prophylaxe und

Reinigung eingeschlossen. Die Folge: Teure Behandlungen

und Folgekrankheiten fallen weg.

Unklar ist jedoch, wie der Kdolsky-Plan in Österreich

umsetzbar ist. Denn Details über die Finanzierung

fehlen bis dato.

Österreichs Zahnärzte stellen die Finanzierbarkeit

des Kdolsky-Projekts in Frage. Das ist

das Ergebnis eines aktuellen Rundrufs bei Wiener Zahnärzten,

den medintern durchgeführt hat .

Grund für die Skepsis: Einerseits ist eine Finanzierung

über die Krankenkasse nicht realistisch. Andererseits

können verschiedene Gesundheitssysteme aus Deutschland

und Österreich schwer miteinander verglichen werden.

Kritik aus der eigenen Partei

Expertenberechnungen zufolge entstehen durch den

Kdolsky-Vorschlag jährlich 550 Millionen Euro Mehrkosten.

Und dieses Geld können die Krankenkassen aus

eigener Kraft nicht aufbringen, sagen die befragten Ärzte.

Im Gegenteil: Die Krankenkassen benötigen zusätzliche

Mittel, um die explodierenden Kosten im Gesundheitsbereich

und ihre Defizite auszugleichen. Auch Parteikollegen

der ÖVP-Ministerin lehnen diesen Vorschlag ab.

Wirtschaftsbund Generalsekretär Karlheinz Kopf: „Ich

kann diese Frau leider nicht mehr ernst nehmen.“

Mundhygiene auf Krankenschein?

Professionelle Mundhygiene wird heute beim Zahnarzt

angeboten, um frühzeitig Zahnverlust durch Paradontitis

zu verhindern. Allerdings nicht auf Krankenschein. Entstehen

nach Kdolskys Plänen nun keine Zusatzkosten

mehr für die Patienten, ist laut Österreichs Zahnärzten

davon auszugehen, dass immer mehr Patienten professionelle

Mundhygiene in Anspruch nehmen würden. Da zurzeit

keine Gegenfinanzierung vorhanden ist, befürchten

viele Ärzte, dass die auftretenden Mehrkosten durch Beitragserhöhungen

oder Selbstbehalte wieder ausgeglichen

würden. Und das wäre sicher nicht im Sinne der Patienten.

Dietmar E.

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Kdolsky wieder Ö. Gesundheitsministerin
« Antwort #1 am: 12. August 2008, 21:43 »
8.8.08, Krone zu:

Kdolsky will wieder Gesundheitsministerin werden


Den Artikel dazu, mit "Lebenslauf", lesen "Angemeldete" hier unten als Anlage:
« Letzte Änderung: 12. August 2008, 21:44 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)