Autor Thema: Eierstockkrebs - Früherkennung  (Gelesen 3509 mal)

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Jutta

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Eierstockkrebs - Früherkennung
« am: 22. März 2008, 20:17 »

CA125 als Tumormarker und transvaginale Sonographie sind zur Ovarialkarzinom-Früherkennung bei Frauen mit positiver Familien-Vorgeschichte nicht effektiv
 
Ovarialkarzinom-Mortalität ist auch immer noch relativ hoch, weil die Früherkennung für diese Krebsform noch nicht richtig greift. In einer retrospektiven Studie (1) haben Mediziner Messung des Tumormarkers CA125 im Serum und transvaginalen Ultraschall als Früherkennungs-Untersuchungen evaluiert.
 
Insgesamt wurden in England 341 asymptomatische Frauen mit positiver Familienanamnese für Eierstockkrebs in die Studie rekrutiert. Die Frauen wurden anhand des Risikoprofils (Genetische Untersuchungen zu BRCA1-Mutationen, Verläufe bei den Frauen mit Ovarialkarzinom in der Verwandschaft) in drei Gruppen eingeteilt. Bei allen Teilnehmern wurden jährlich CA125-Werte gemessen, und transvaginale Sonographie durchgeführt. Bei der transvaginalen Sonographie wurde ein besonderes Augenmerk auf freie peritoneale Flüssigkeit und ovariale Raumforderungen gerichtet.
 
In der Hochrisiko-Gruppe mit 179 Frauen traten während der 9-jährigen Studienperiode 4 Ovarialkarzinome (1 durch Screening diagnostiziert) und 1 Endometriumkarzinom (Gebärmutterkörperkrebs) auf. Pathologische Screening-Ergebnisse führten bei 30 Frauen zu explorativen Operationen, die bei 28 Frauen keine Krebskrankheit zeigten.
 
Der Prädiktive-Wert für transvaginale Sonographie alleine war ähnlich hoch, wie die Kombination von beiden Tests zusammen.
 
Fazit: Die Autoren ziehen die Schlussfolgerung, dass jährliches Screening mit CA125 und/oder  transvaginale Sonographie zur Ovarialkarzinom-Früherkennung bei Risiko-Patientinnen nicht effektiv ist. Die Untersuchungen führten oft aufgrund der falsch-positiven Befunde unnötig zu operativen Interventionen.
 
 
 

Gitti

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Ovarialkarzinom, und dann?
« Antwort #1 am: 22. Juli 2008, 16:24 »

Ovarialkarzinom: Neuer prognostischer Marker entdeckt

21.07.08 - Bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom geht eine hohe Expression der Topoisomerase II-alfa in den Tumorzellen mit einer schlechteren Prognose und einer höheren Rate an Platinresistenzen einher.

Dies entdeckte eine italienische Arbeitsgruppe um Gabriella Ferrandina. Die Autoren schlossen in ihre Studie 96 zuvor unbehandelte Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom ein, 77 davon im Tumorstadium III und 19 im Stadium IV. Das Durchschnittsalter betrug 60 Jahre, wobei die Teilnehmerinnen zwischen 27 bis 80 Jahre alt waren.

Alle Patientinnen wurden leitliniengerecht operiert und erhielten eine platinbasierte Chemotherapie, 91 zusätzlich Paclitaxel. Im Rahmen des Tumoreingriffs entnahmen die Autoren Gewebeproben, die sie immunhistochemisch auf die Expression von Topoisomerase-IIα untersuchten.
Direkte Korrelation mit Sterberisiko

Bei 70 Patientinnen (72,9 Prozent) konnten sie ....... http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_onkologie_gynaekologischetumoren_ovarialkarzinom_121663341775.htm&n=1