Autor Thema: Lungenkrebs, Therapiemöglichkeiten  (Gelesen 10619 mal)

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hilde

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Lungenkrebs, Therapiemöglichkeiten
« am: 22. März 2008, 23:43 »
Verbessertes Überleben bei Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs nach Downstaging durch Induktionstherapie

FORT LAUDERDALE, Florida (5.3.08) – Patienten mit nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom im Stadium IIIa, die nach einer Chemo/Strahlen-Induktionstherapie ein Stadium 0 oder I erreichen, haben verbesserte Langzeitüberlebensraten nach der chirurgischen Therapie, allerdings signifikant schlechtere als Patienten im Stadium I, die nur operativ behandelt werden. Darauf weist eine retrospektive Studie hin.

Die bisherige Forschung zeigte einen Überlebensvorteil durch so genanntes Downstaging bei nicht kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC). So erreichten beispielsweise in einer Studie 22 von 53 Patienten, die eine Induktion mit Chemo- plus Strahlentherapie erhielten, nach pathologischen Kriterien eine Major Response und wurden als Stadien 0, I oder II reklassifiziert (J. Thorac. Cardiovasc. Surg. 2004;127:108-13). Verglichen mit einer Überlebensrate von 24 Prozent bei den Nichtrespondern hatte die Gruppe mit Downstaging eine Überlebensrate von 48 Prozent. Das hochgerechnete Fünf-Jahres-Überleben belief sich auf 31 Prozent. In einer anderen Studie mit 42 Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC, die ebenfalls eine Chemoradiotherapie erhielten, fanden Wissenschaftler in 67 Prozent ein Downstaging des Tumors und ein „ermutigendes“ Fünf-Jahres-Überleben von 37 Prozent (J. Clin. Oncol. 1997;15:712-22). Auch hier wurde bei den Patienten mit Downstaging eine signifikant bessere Überlebensrate beobachtet.

„Unsere Studie hat dies bestätigt“, sagte Dr. Stefano Margaritora auf der Jahrestagung der Society of Thoracic Surgeons.

„Aber um tiefer auf dieses Problem einzugehen: Haben Fälle mit einem Stadium 0-I nach Induktionstherapie dieselbe Prognose wie chirurgische Patienten?“ fragte Dr. Margaritora, Thoraxchirurg an der Università Cattolica in Rom.

Um dies herauszufinden untersuchten Dr. Margaritora und seine Mitarbeiter 80 Patienten mit NSCLC der Stadien IIIa oder IIIb, bei denen durch eine Induktionstherapie ein Stadium 0 oder I erreicht wurde. Die Drei- und Fünf-Jahres-Überlebensraten dieser Gruppe verglichen sie mit 367 Patienten mit NSCLC im Frühstadium, bei denen eine alleinige Operation vorgesehen war. Demographische Variablen seien in beiden Gruppen vergleichbar gewesen, sagte er.

Die multimodale Induktionstherapie beinhaltete verschiedene Chemotherapieprotokolle (zum Beispiel Carboplatin, Cisplatin/5-FU oder Cisplatin und Gemcitabin) und gleichzeitige Bestrahlung. Die 80 Patienten, die darauf ansprachen, stammten aus einer Gruppe von ursprünglich 226 Patienten, die zwischen 1992 und 2005 mit dem Induktionsprotokoll behandelt wurden.

Bei den Patienten mit Downstaging lag das Drei-Jahres-Überleben bei 48 Prozent, das Fünf-Jahres-Überleben bei 46 Prozent. Bei den Kontrollen im Frühstadium betrugen die entsprechenden Überlebensraten 82 Prozent, bzw. 76 Prozent.

„Dies ist eine exzellente Studie und elegant präsentiert“, erklärte Dr. Douglas E. Wood, Chef der Abteilung für allgemeine Thoraxchirurgie am University of Washington Medical Center in Seattle bei der Diskussion der Studie. „Sie hat die üblichen Limitierungen, die eine retrospektive Studie so mit sich bringt.“ Möglicherweise gebe es zum Beispiel einen Selektionsbias, da die Wissenschaftler nur die Patienten einbezogen, die operiert wurdem. Auf der anderen Seite „gehören zu den enormen Stärken [der Studie] die strenge Standardisierung der Techniken, ein großartiges Follow up und exzellente klinische Ergebnisse.“

Zwischen den 44 Patienten mit initialem Stadium IIIa und den 36 Patienten mit Stadium IIIb, die auf die Induktion ansprachen, gab es keinen Unterschied im Fünf-Jahres-Überleben. Die Komplikationsraten waren in beiden Gruppen ähnlich, sagte Dr. Margaritora. Alle Krebserkrankungen in der ersten Gruppe seien lokal fortgeschritten gewesen; kein Patient in beiden Gruppen hätte eine Lymphknotenmetastase aufgewiesen, ergänzte er.

Wie akkurat denn die Pathologie auf Lymphknotenmetastasen gewesen sei, fragte Dr. Wood. „Im Hinblick auf das Lymphknotenstaging waren alle [Befunde] in dieser Studie histozytologisch bewiesen“, antwortete Dr. Margaritora.

Dr. Woods frage, warum die Wissenschaftler Patienten mit NSCLC im Stadium IIIb in die Studie aufnahmen. „Dies war eine selektierte Gruppe“, sagte Dr. Margaritora. „Die initiale Herausforderung durch unsere Onkologen war es, die IIIb-Gruppe mit einzubeziehen.“

Trotz des verbesserten Überlebens bei Patienten mit Frühstadium, die eine Operation ohne vorherige Induktion erhielten, so Dr. Margaritora, „verbessert das Downstaging auf ein Stadium 0 oder I nach einer Induktionstherapie eines das Langzeitüberleben bei nicht kleinzelligen Lungenkarzinoms im klinischen Stadium III signifikant.“

 

Richi

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Lungenkrebs, Chemo, Risiko
« Antwort #1 am: 12. Juni 2008, 21:37 »
Lungenkrebs-Präventionsstudie Biomarker für Proliferation

Dr. Edward Kim spricht beim am Sonntag, 1. Juni, auf dem ‚Screening and Treatment Advances’ Press Briefing anlässlich des 44. Annual Meeting der American Society of Clinical Oncology (ASCO) zu Journalisten.

CHICAGO (EGMN) – In einer Chemopräventionsstudie mit rund 200 Rauchern und Ex-Rauchern reduzierte eine Kurzzeittherapie mit hochdosiertem Celecoxib die Expressionsspiegel eines Biomarkers, der mit präkanzerösen Lungenläsionen assoziiert ist. Dies zeigen Daten, die am 2. Juni auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology vorgestellt wurden.

Die randomisierte prospektive Doppelblindstudie zeigte bei Patienten, die drei Monate lang zweimal täglich 400 mg Celecoxib einnahmen, eine signifikante Reduktion der Ki-67-Expression, ebenso wie reduzierte Spiegel der Cyclooxigenase-2 (COX-2).

„Wir können nicht hier sitzen und sagen, dass Celecoxib Lungenkrebs verhindern wird. Dies erfordert weitere, größere Studien“, mahnte Dr. Edward S. Kim, Leiter der Studie und internistischer Onkologe am University of Texas M.D. Anderson Cancer Center in Houston in einer Presseveranstaltung auf der ASCO-Jahrestagung.

Zwischen November 2001 und September 2006 rekrutierten die Wissenschaftler 212 Raucher und ehemalige Raucher mit einer Raucheranamnese von mindestens 20 Packungsjahren. Die meisten Patienten hatten zuvor noch an keiner Krebserkrankung gelitten; jene, die bereits Krebs gehabt hatten, waren seit mindestens sechs Monaten erkrankungsfrei. Das mediane Alter der Studienteilnehmer war 53 Jahre. Die Studie wurde durch Zuwendungen des U.S. National Cancer Institute, Teil der U.S. National Institutes of Health, gesponsert.

Die Studienteilnehmer wurden auf vier Behandlungsarme randomisiert: drei Monate Placebo, dann drei Monate Celecoxib; drei Monate Celecoxib, dann drei Monate Placebo; sechs Monate Celecoxib oder sechs Monate Placebo. Zunächst wurde zweimal täglich 200 mg Celecoxib gegeben, später zweimal 400 mg täglich.

Darüber hinaus unterzogen sich die Probanden drei konsekutiven Bronchoskopien: zu Studienbeginn, nach drei Monaten und nach sechs Monaten. Zu diesen Zeitpunkten wurden auch vorher festgelegte Biopsien durchgeführt.

Primärer Studienendpunkt war die Veränderung des Ki-67-Markers (ein Zellkern-Protein, dass anscheinend mit der Zellproliferation verbunden ist) von Studienbeginn bis nach drei Monaten. Nach dieser dreimonatigen Phase reduzierte hochdosiertes Celecoxib verglichen mit Placebo die Expressionslevel von Ki-67 bei den Patienten, die zweimal täglich 400 mg Celecoxib einnahmen. Dieser Effekt wurde bei der 200 mg-Dosis nicht beobachtet. Die Studie war darauf angelegt, einen Unterschied hinsichtlich Ki-67 von 1,2% zwischen Celecoxib und Placebo mit einem zweiseitigen Signifikanzniveau von 5% zu entdecken.

Zudem betrachteten die Wissenschaftler zwei weitere Biomarker: COX-2 und NF-Kappa B. Die COX-2-Spiegel nahmen mit der Celecoxob-Therapie in der 400 mg-Dosis signifikant ab, die Senkung mit der 200 mg-Dosis näherte sich der Signifikanz an. Die Spiegel von NF-Kappa B wurden mit der 400 mg-Dosis Celecoxib nur bei ehemaligen Rauchern gesenkt.

Die Studie zeige die Sicherheit und Verträglichkeit von Celecoxib, sagte Dr. Kim. Bei drei Studienteilnehmern traten toxische Effekte von Grad 3 auf, aber die Wissenschaftler beobachteten keine kardiale Toxizität. Die Studie habe auch gezeigt, dass sich Patienten gefahrlos konsekutiven Bronchoskopien unterziehen können, sagte er.

Als die Wissenschaftler im Vorfeld des Studienbeginns 2001 erstmalig die Untersuchung zu Celecoxib planten, waren noch keine Bedenken bezüglicher der kardialen Sicherheit von COX-2-Inhibitoren erhoben worden, sagte Dr. Kim. Im Dezember 2004 setzten Verantwortliche am M.D. Anderson Cancer Center die Studie auf Bitte des National Cancer Institute und Pfizer Inc., der Celecoxib in den USA vermarktet, freiwillig aus.

Die Studie wurde im Mai 2005 erneut geöffnet, nachdem Vertreter der U.S. Food and Drug Administration eine Fortsetzung von Untersuchungen zu Celecoxib in der Krebstherapie und -prävention empfohlen hatten. Vor dem erneuten Studienstart setzten die Wissenschaftler aber neue Leitlinien ein, einschließlich kardiologischer Konsile und Untersuchungen für die Studienteilnehmer als Versuch, das Risiko potenzieller unerwünschter kardialer Effekte zu reduzieren.

Sollten sich Wissenschaftler dazu entschließen, Celecoxib in zukünftigen Studien über eine längere Zeitdauer einzusetzen, sollten sie versuchen, die Risiken und Vorteile abzuwägen – durch Identifizierung von Patienten mit einem von vorneherein niedrigen Risiko für kardiale Ereignisse oder durch Betonung von Patienten mit einem höheren Lungenkrebsrisiko, sagte Dr. Kim.

http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=8&profileAOIName=Allgemeinmedizin&articleItemId=96e3a37749f808a20cdb8d3c2fe1a86c

Josef

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Lungenkrebs, Therapiemöglichkeiten
« Antwort #2 am: 25. Juni 2008, 21:36 »
Kuba kündigt therapeutischen Impfstoff gegen Lungenkrebs an

Mittwoch, 25. Juni 2008

Havanna – Kubanische Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben den weltweit ersten therapeutischen Impfstoff gegen Lungenkrebs entwickelt. Gisela González, der Leiterin des Forschungsteams am Zentrum für molekulare Immunologie in Havanna, zufolge hat die Forschung an dem Präparat 1992 begonnen.

Der erste klinische Test stamme aus dem Jahr 1995. Das aus zwei Proteinen bestehende Serum löse eine Immunreaktion des menschlichen Organismus gegen die Krankheit aus und sei mit keinen Nebenwirkungen verbunden.

................ http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=32828
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Edi

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Nicht kleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC)
« Antwort #3 am: 15. Juli 2008, 23:42 »
NSCLC: Komorbidität beeinflusst Überleben

Bevorzugt ältere Patienten erkranken an nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC). Sie erhalten weniger oft eine aggressive Chemotherapie und nehmen seltener an klinischen Studien teil als Jüngere. Was aber ist prognostisch wichtiger: Alter oder eventuelle Begleiterkrankungen?

Dieser Frage ging eine retrospektive Analyse von Daten zweier prospektiv randomisierter Studien aus Kanada zur systemischen Chemotherapie – die eine adjuvant, die andere palliativ – mit 1.255 NSCLC-Patienten im Alter zwischen 34 und 89 Jahren (median 61 Jahre) nach. 34% waren mindestens 65 Jahre alt, bei 31% bestanden Begleiterkrankungen.
Zur Bestimmung der Komorbidität diente der CCI (Charlson Comorbidity Index). Je höher der ermittelte Score (CCIS), desto schlechter die Prognose. 69% der NSCLC-Patienten wiesen einen CCIS von 0 auf, 25% von 1 und 6% von ≥ 2. Ältere Patienten hatten häufiger einen CCIS ≥ 1 (42 vs. 26%), ebenso männliche häufiger als weibliche Patienten (35 vs. 21%) und solche mit Plattenepithelkarzinomen im Vergleich zu Adenokarzinomen (36 vs. 29%). Während das Alter das Gesamt überleben nicht beeinflusste, war der CCIS tatsächlich prognostisch bedeutsam: Ein CCIS ≥ 1 ging mit kürzerer Überlebenszeit einher.
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Fazit:

Das Vorhandensein von Begleiterkrankungen (CCIS ≥ 1) signalisiert schlechtere Überlebenschancen, nicht jedoch ein Alter über 65 Jahre. Obwohl die älteren NSCLC-Patienten in den analysierten Studien unterm Strich eher eine weniger aggressive Chemotherapie erhielten, hatten sie offensichtlich den gleichen Nutzen davon wie jüngere Patienten. Möglicherweise ist die Komorbidität das wichtigere Kriterium für die Wahl der individuellen Therapie.

Evi

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Re: Lungenkrebs, Therapiemöglichkeiten mit Stammzellen
« Antwort #4 am: 14. August 2008, 15:33 »

Lungenkarzinom: Preis für Kai Nowak

Doktor Kai Nowak, Sektion Spezielle Chirurgische Onkologie und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Mannheim, wurde mit dem Forschungspreis der European Society of Thoracic Surgery (ESTS) ausgezeichnet.

Er erhielt den Preis für seine wissenschaftliche Arbeit zum Lungenkarzinom. Einer der Hauptkennzeichen des Lungenkarzinoms ist seine starke Durchblutung durch neugebildete Blutgefäße (Neoangiogenese). Ob endotheliale Stammzellen aus dem Knochenmark, so genannte endothelialer Progenitorzellen (EPCs), bei der Gefäßneubildung eine Rolle spielen, ist derzeit Gegenstand intensiver Forschungstätigkeit.

Durch unterschiedliche Stimuli kann die Mobilisierung der EPCs aus dem Knochenmark in die Gefäßstrombahn initiiert werden. Dann wandern die Zellen, die durch die gleichzeitige Ausbildung der Oberflächenmarker CD 133, CD 34 und VEGF-Rezeptor 2 charakterisiert sind, entlang eines chemotaktischen Gradienten zum "Anforderungsort", um dort zu "homen" und sich zu differenzieren. Mehrere experimentelle Arbeiten belegen die Rolle der EPCs bei der Tumorangiogenese.

Die Arbeitsgruppe um Kai Nowak stellte bei ihren Untersuchungen an 36 Patienten mit kleinzelligem und nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom fest, dass die Konzentration endothelialer Progenitorzellen im Blut bei den Betroffenen im Vergleich zu gesunden Menschen stark erhöht war. Die Menge der EPCs scheint dabei mit dem Ausmaß der Tumorerkrankung zu korrelieren. Rund vier Monate nach Therapiebeginn (Chirurgie oder Chemotherapie) wurde die EPC-Konzentration bei 20 Patienten erneut erhoben.

War die Therapie erfolgreich verlaufen, sank die EPC- Konzentration signifikant. Damit könnte die EPC-Konzentration im Vollblut ein geeigneter diagnostischer und prognostischer Marker sein, um den therapeutischen Erfolg einer Therapie abzuschätzen.

Universitätsklinikum Mannheim

Dietmar E.

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Re: Lungenkrebs, Therapiemöglichkeiten
« Antwort #5 am: 31. Oktober 2008, 09:18 »

Beim Weltkrebskongress vor 3 Wochen im Austria Center in Wien hörte man davon oft.
Auch dass die Krebstherapien unerschwinglich teuer seien, sodass vorher
durch ......... gecheckt wird, ob diese Wirkstoffe bei diesere Krebsart überhauptsinnvoll
sind; z. B. bei Brustkrebs, Nierenkrebs, Leberkrebs, Lungenkrebs.




Fingerabdruck eines Mörders

von Caroline Ring und Georg Dahm (Hamburg)

Warum geraten manche Körperzellen plötzlich außer Kontrolle und wuchern zu Krebsgeschwüren aus? Neue Antworten auf diese Frage hat ein internationales Ärzteteam im Erbgut von Lungenkrebspatienten gefunden.

http://www.ftd.de/forschung_bildung/forschung/:Lungenkrebs-Fingerabdruck-eines-M%F6rders/431207.html?nv=nl+

"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Evi

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Antikörper-Therapie bei Lungenkrebs
« Antwort #6 am: 14. November 2008, 14:22 »
Vorteil für Antikörper-Therapie bei Lungenkrebs bestätigt

Der Angiogenese-Hemmer Bevacizumab dürfte Eingang in die Standardtherapie von Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs finden. Denn eine kontrollierte Studie ergab einen signifikanten Vorteil für die primäre Kombination aus Bevacizumab plus Chemotherapie.

Ärztezeitung

hilde

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Re: Lungenkrebs, Therapiemöglichkeiten
« Antwort #7 am: 24. Januar 2009, 10:53 »
Neues Tumorsuppressorgen als Hoffnung gegen Lungenkrebs

Freitag, 23. Januar 2009

Cincinnati – Wissenschaftler der University of Cincinnati (UC) haben ein neues Tumorsuppressorgen identifiziert. Ihre Studie belegt, dass die „Proteinkinase C zeta“ das Wachstum von Ras-induzierten Tumoren hemmen kann. Die Wissenschaftler publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Molecular and Cellular Biology (2009; 29: 104-115).

Protoonkogene spielen beim normalen Zell- und Gewebsumsatz eine Rolle. Modifikationen dieser Gene können zur Entgleisung dieses Umsatzes und somit zum bösartigen Wachstum führen. Vergangene Studien konnten zeigen, dass das Ras-Protoonkogen bei 25 aller menschlichen Lungenkarzinome abnorm hoch exprimiert vorliegt. Die zellulären Vorgänge, die zur Erhöhung der Ras-Expression führen, waren jedoch bisher unbekannt.

Die UC-Arbeitsgruppe von Jorge Moscat untersuchte die biologischen Mechanismen, die http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35161

Jutta

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Ziel: Lungenkrebs-Therapie per Inhalation
« Antwort #8 am: 25. März 2009, 16:55 »
Antisense-Oligonukleotid soll Telomerase ausschalten

Ziel: Lungenkrebs-Therapie per Inhalation

06.03.09 - Einen neuen Ansatz bei Lungenkrebs verfolgen Wissenschaftler in Saarbrücken und Stuttgart: Sie entwickeln Substanzen zur inhalativen Anwendung und wollen damit die Telomerase hemmen, die den Krebszellen uneingeschränktes Wachstum ermöglicht.

Trotz verbesserter Therapien hätten sich die Heilungschancen bei Lungenkrebs nicht grundlegend verbessert, erklärt Prof. Claus-Michael Lehr von der Universität des Saarlandes / Institut für Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie.

Im Rahmen des Forschungsprojektes soll daher eine neue Strategie entwickelt werden. Im Visier der Forscher steht das Enzym Telomerase, das Tumorzellen vor dem Absterben bewahrt.

In normalen Körperzellen verkürzen sich die Telomere an den Enden der Chromosomen mit jeder Zellteilung, so dass die Zellteilung irgendwann aufhört. In Krebszellen hingegen verlängert das Enzym Telomerase die Chromosomen-Enden immer wieder. Dadurch können sich die Tumorzellen immer weiter teilen.

http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_onkologie_experimentelle-onkologie_lungenkrebs_123635082042.htm&n=1

admin

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Lungenkrebs, Therapiemöglichkeit Nexavar
« Antwort #9 am: 15. Juni 2010, 22:30 »
Dienstag, 15. Juni 2010
Medizin Lungenkrebs: Nexavar enttäuscht erneut

Berlin – Das Krebsmedikament Sorafenib hat auch im zweiten Anlauf keine lebensverlängende Wirkung beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) erzielt. Sorafenib gehört zur wachsenden Gruppe der Tyrosinkinase-Inhibitoren (Prototyp: Imatinib), die Tumorzellen von äußeren Wachstumsimpulsen isolieren.

Eine Besonderheit von Sorafenib, das von der Bayer AG zusammen mit dem kalifornischen Hersteller Onyx vertrieben wird, besteht darin, dass es sowohl die vermehrte Zellteilung hemmt, als auch das Wachstum von Tumorgefäßen unterbindet. Das ließ ein breites Anwendungsspektrum erwarten. Bislang ist das Medikament jedoch nur für das seltene Leberzellkarzinom und (als Zweitlinientherapie) beim Nierenzellkarzinom zugelassen.

Eine weitere angestrebte Indikation ist das NSCLC. Dort kam es aber bereits 2008 zu einer Enttäuschung. Die „Evaluation of Sorafenib, Carboplatin and Paclitaxel Efficacy in NSCLC“ oder ESCAPE-Studie wurde gestoppt, nachdem eine Zwischenauswertung ergeben hatte, das die erhoffte lebensverlängernde Wirkung beim NSCLC nicht mehr zu erwarten war. In der Studie waren 926 Patienten mit Sorafenib oder Placebo zusätzlich zur Chemotherapie aus Carboplatin plus Paclitaxel behandelt worden.

zum Thema

    * Pressemitteilung von Bayer
    * Pressemitteilung von Onyx

In der Untergruppe der Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom war es in der ESCAPE-Studie sogar zu einem Anstieg der Sterblichkeit gekommen. Dies hatte zur Folge, dass das Studienprotokoll der „NSCLC research Experience Utilizing Sorafenib“ oder NExUS-Studie geändert wurde.

...................... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41603/Lungenkrebs_Nexavar_enttaeuscht_erneut.htm

Evi

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Tamoxifen könnte vor Lungenkrebs schützen
« Antwort #10 am: 25. Januar 2011, 01:48 »
Montag, 24. Januar 2011

Krebsregister: Tamoxifen könnte vor Lungenkrebs schützen


Genf – Die frühere Behandlung eines Mammakarzinoms mit Anti-Östrogenen scheint sich im Fall einer späteren Lungenkrebserkrankung günstig auf die Prognose auszuwirken. Dies zeigt die Analyse eines Krebsregisters in Cancer (2011; doi: 10.1002/cncr.25638).

Anlass für die Studie von Elisabetta Rapiti vom Genfer Krebsregister war ein Ergebnis der Women's Health Initiative. Dort war aufgefallen, dass Frauen, die eine Hormonersatztherapie mit Östrogenen durchgeführt hatten, häufiger an Lungenkrebs erkrankten (Lancet 2009; 374: 1243-51). Im Umkehrschluss könnte dies bedeuten, dass die Therapie mit Anti-Östrogenen einen hemmenden Einfluss auf die Entwicklung von Bronchialkarzinomen hat.

............... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44404/Krebsregister_Tamoxifen_koennte_vor_Lungenkrebs_schuetzen.htm

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Freiburger Chirurgen entfernen ganzen Lungenflügel via Schlüsselloch-OP
Montag, 6. August 2012

Freiburg – Thoraxchirurgen am Universitätsklinikum Freiburg haben zum bisher ersten Mal in Baden-Württemberg einen ganzen Lungenflügel minimal-invasiv entfernt. Sie operierten einen an Lungenkrebs leidenden Patienten. Einzelne Lungenlappen seien in den vergangenen zwei bis drei Jahren immer wieder via Schlüsselloch-Operation entfernt worden, doch die Entnahme ganzer Lungenflügel sei bisher die absolute Ausnahme geblieben, so die Freiburger Mediziner.

„Für den Arzt ist dieser Eingriff zwar eine Herausforderung, der Patient profitiert aber sehr von dieser Operationsmethode, gerade wenn er ohnehin geschwächt ist und an Vorerkrankungen leidet, wie der von uns behandelte 62-Jährige, und die Erhaltung einzelner Lungenlappen ausgeschlossen ist“, erklärte Bernward Passlick, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Thoraxchirurgie am Uniklinikum Freiburg.

Anstelle von 25 Zentimeter maß der Schnitt des Chirurgen nur fünf Zentimeter und auf die Spreizung der Rippen konnte er ebenfalls verzichten. Außerdem lässt sich dem Klinikum zufolge durch das schonende Verfahren die Zahl der Lungenentzündungen und anderer Komplikationen vermindern.

Der zu entfernende Lungenflügel wurde von Passlick und seinem Team noch im Körper des Patienten sicher in einem Plastiksack verpackt, damit die Wundränder nicht mit Tumorzellen in Kontakt kommen, was zur Bildung von Metastasen führen könnte. „Möglich ist die minimal-invasive Entfernung eines ganzen Lungenflügels allerdings nur, wenn der Tumor eine Größe von fünf Zentimetern nicht überschritten hat“, so Passlick. © hil/aerzteblatt.de

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Lungenkrebs - Positive Wirkung durch Misteltherapie
« Antwort #12 am: 02. März 2019, 19:51 »




Misteltherapie: Positive Wirkung bei Lungenkrebs


Wird bei Lungenkrebspatienten zusätzlich zur konventionellen Chemotherapie mit Mistel behandelt, leben diese Patienten deutlich länger. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie, die jetzt in Berlin vorgestellt wurde. Das durchschnittliche Überleben in der kombinierten Behandlungsgruppe (Chemotherapie, gegebenenfalls Bestrahlung plus Mistel) betrug 17 Monate. In der Vergleichsgruppe ohne Mistel lag der Mittelwert für das Überleben bei acht Monaten. Nach einem Jahr waren in der „Mistelgruppe“ noch 60,2 Prozent am Leben gegenüber 35,5 Prozent in der Kontrollgruppe. Die Drei-Jahres-Überlebensrate lag bei den mit Mistel behandelten Patienten bei 25,7 Prozent gegenüber 14,2 Prozent in der Kontrollgruppe. Insgesamt lag die Sterblichkeit in der Gruppe mit additiver Misteltherapie um 56 Prozent niedriger.
 
„Ein bemerkenswertes Ergebnis, von dem wir selbst überrascht waren“, kommentiert Dr. med. Friedemann Schad, Erstautor der Studie und Leiter des Onkologischen Zentrums am anthroposophischen Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe. Angesichts der schlechten Prognosen von fortgeschrittenen Bronchialkarzinom sollte die Misteltherapie bei Lungenkrebs weiter erforscht werden.

https://www.damid.de/presse/pressmitteilungen/603-positive-wirkung-bei-lungenkrebs.html