Autor Thema: Diagnose zur Früherkennung von Lungenkrebs  (Gelesen 9445 mal)

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Richi

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Diagnose zur Früherkennung von Lungenkrebs
« am: 31. März 2008, 15:00 »

Autofluoreszenz-Endoskopie soll Sterblichkeitsrate verringern

Bildgebung in Falschfarben - blauer Fleck - deutet auf ein Karzinom hin. (Foto: R Wolf/SNF)
Lausanne (pte/31.03.2008/13:55) - Einem Forscherteam der ETH Lausanne http://www.epfl.ch ist es gelungen, eine Methode zur frühzeitigen Erkennung von Bronchialkarzinomen zu entwickeln. Nach mehreren Jahren intensiver Forschung, klinischer Studien und technischer Entwicklung ist die Methode nun für die Markteinführung bereit, berichtet der Schweizerische Nationalfonds http://www.snf.ch, der die Arbeit unterstützt hat. Die späte Diagnose für diese Form von Lungenkrebs ist für die hohe Sterblichkeitsrate verantwortlich. Lungenkrebs ist weltweit die häufigste Krebserkrankung.

Die Forscher um Hubert van den Bergh und Georges Wagnières von der ETH Lausanne haben gemeinsam mit Philippe Monnier vom Universitätsspital Lausanne ein neues Früherkennungsverfahren entwickelt. Die Diagnostische Autofluoreszenz-Endoskopie (Foto rechts) ist doppelt so empfindlich wie die herkömmliche endoskopische Untersuchung der Bronchien mit Weißlicht (Foto links). "Wir haben beobachtet, dass gesundes Bronchiengewebe, wenn es durch Licht mit einer ganz bestimmten Wellenlänge angestrahlt wird, natürlicherweise viel intensiver fluoreszierendes Licht zurückwirft als Gewebe, das Veränderungen eines Frühstadiums von Krebs aufweist", so van den Bergh im pressetext-Interview. "Diese so genannte Autofloureszenz lässt ein In-situ-Karzinom bereits in einem frühen Stadium deutlich erkennen."

Doch so einfach, wie der Ansatz klingt, war die Entwicklung des Testsystems nicht. "Wir haben 1985/86 mit einem solchen fünfjährigen Nationalprogramm begonnen", erklärt der Forscher. Eines der größten Hindernisse sei die Wahl der richtigen Wellenlänge des Lichts gewesen. "Es ging um die Frage, ob ein Tumor eventuell andere Farben hat als das normale gesunde Gewebe", erklärt der Wissenschaftler. Tatsächlich konnten die Wissenschaftler mit Hilfe des Klinkers Monnier feststellen, dass die Autofloureszenz in einem Tumor mehr als zehn Mal niedriger war als in einem gesunden Gewebe. "Optimal zur Untersuchung geeignet war dabei violettes Licht, das eine Autofloureszenz im Bereich von grünem Licht erzeugt."

"Was uns aber noch mehr als die endoskopische Untersuchung interessierte, war ein optimiertes bildgebendes Verfahren", erklärt der Wissenschaftler. Dazu sind die Forscher noch einen Schritt weiter gegangen. Da die Entfernung der Primärlichtquelle vom untersuchten Gewebe einen großen Einfluss auf die Lichtmenge hat, die von der Endoskopiekamera aufgezeichnet wird, haben die Forscher eine zweite Lichtquelle entwickelt. "Dieses rote Licht, das keine Floureszenzstrahlung erzeugt, leuchtet die Bronchien aus. Das Bild entsteht nur durch die verschiedenen Lichtintensitäten, die auf die unterschiedlichen Entfernungen zwischen Gewebe und Kamera zurückzuführen sind." Durch die gleichzeitige Aufzeichnung des grünen Lichts der Autofluoreszenz und des zurückgeworfenen roten Lichts kann der Entfernungseffekt kompensiert und das Autofluoreszenz-Bild automatisch entsprechend angepasst werden.

In klinischen Studien um Monnier konnte die Methode der Autofluoreszenz-Endoskopie ausgewertet werden, wie van den Bergh erklärt. Gemeinsam mit dem deutschen Unternehmen Richard Wolf wurde das Autofloureszenz-Endoskop marktreif. Nun arbeiten die Forscher an einer noch moderneren Variante des Systems - einem Autofloureszenz-Video. Wie wichtig die Krebsfrüherkennung ist, macht das Beispiel der Sterblichkeitsrate deutlich: Sie beträgt beim Nachweis in fortgeschrittenem Stadium nach fünf Jahren 80 Prozent, bei einer Diagnose eines Frühstadiums liegt sie hingegen bei nur zehn Prozent.

Jutta

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Mundschleimhaut verrät Lungenkrebsrisiko
« Antwort #1 am: 16. April 2008, 00:00 »
Mundschleimhaut verrät Lungenkrebsrisiko

   Gen-Veränderungen im Mund von Rauchern geben Aufschluss

   Mediziner vom Krebs-Zentrum der
   University of Texas http://www.mdanderson.org wollen von der
   Mundschleimhaut ablesen, wie hoch das Lungenkrebs-Risiko für Raucher ist.
   Rauchen schädige nicht nur die Lunge, so das Forschungsteam um Li Mao,
   sondern würde sich auch in Zellen des Mundes widerspiegeln. Veränderungen
   in bestimmten Teilen der Zell-DNA würden demnach auf ähnliche Schäden in
   Lungenzellen hindeuten, die wiederum Krebs verursachen können. Die
   Mediziner hoffen, dass es aufbauend auf ihren Erkenntnissen in naher
   Zukunft möglich wird, nur mittels Abstrich aus dem Mund eines Rauchers
   das Krebsrisiko bestimmen zu können.

   Li Mao und seine Kollegen haben im Rahmen einer Studie Zellen aus
   Mundschleimhaut- und Lungengewebe von Rauchern verglichen. Sie
   konzentrierten sich dabei auf zwei bestimmte Gene: p16 und FHIT, die beim
   Schutz vor Tumoren mitwirken. "Es gibt substantielle Veränderungen in
   diesen Genen lange bevor der Krebs ausbricht", erklärt Mao die besondere
   Eignung dieser beiden Gene als Biomarker. Die Untersuchungen ergaben,
   dass in 95 Prozent der Fälle, in denen beide Gene von Veränderungen
   betroffen waren, sowohl Schädigungen in den Lungen- als auch in den
   Schleimhautzellen zu verzeichnen waren. Es sei somit an den
   Mundschleimhautzellen erkennbar, wie die verwandte DNA in den Lungen
   aussehe.

   Ein Test auf Basis dieser Ergebnisse könnte die Untersuchung und Diagnose
   von Lungenkrebs vielfach erleichtern, da man nicht mehr darauf angewiesen
   sei, Zell-Material aus der Lunge zu extrahieren, was für viele Patienten
   eine schmerzhafte Angelegenheit sei, so Mao. "Wir sprechen hier darüber,
   dass wir mit einem Abstrich von der Innenseite der Wange die gleichen
   Informationen bekommen können, wie durch einen Abstrich vom Lungengewebe,
   den wir mittels Bronchoskopie entnehmen müssten", sagt der Mediziner
   weiter. Zudem erhoffen sich die Forscher auch positive Auswirkungen für
   Präventiv-Tests von anderen Krebsarten, die mit dem Konsum von Tabak
   verbunden seien, wie Blasen-, Pankreas- oder Halskrebs. Derartige Tests
   zur Früherkennung könnten auch für die Krebs-Überwachung eingesetzt
   werden, sowie zur Kontrolle über die Wirksamkeit der getroffenen
   Präventivmaßnahmen.

   Obwohl Rauchen als Hauptursache von Lungenkrebs gilt, sind nur rund zehn
   Prozent der Raucher wirklich betroffen. Lungenkrebs verursache aber bis
   ins vorangeschrittenen Stadium nur wenige Symptome. Dies führe laut Mao
   dazu, dass die meisten Betroffenen erst sehr spät im Krankheitsverlauf
   mit der Diagnose konfrontiert werden und so die Heilungschancen geringer
   seien. Ein Abstrich-Test könnte hier Abhilfe schaffen, so Mao
   abschließend.

  12.4.08

Gitti

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Epigenetik bietet neue Chancen für Tumorkranke
« Antwort #2 am: 04. Juli 2008, 19:43 »
Ärzte Zeitung, 03.07.2008

HEIDELBERG (Rö). Eine Früherkennungsmethode zur Diagnose des Bronchialkarzinoms hat die Arbeitsgruppe
um Professor Christoph Plass vom Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg entdeckt.

Ein Biomarker soll die Überlebenschancen der Patienten erhöhen. Weitere Themen der neuen Ausgabe
des "International Journal of Cancer" sind die Aufklärung der Wirkmechanismen der Zytostatika Azacytidin und Decitabin,
sowie die Unterdrückung eines Signalweges, der an der Darmkrebsentstehung beteiligt ist.

"Lungenkrebs früher erkennen" -Sonderausgabe Epigenetik des International Journal of Cancer,
Band 123 (1), neu erschienen, www.dkfz-heidelberg.de

Tanja

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Diagnose zur Früherkennung von Lungenkrebs
« Antwort #3 am: 11. September 2008, 11:40 »

LEIPZIG (dpa). Über die Feuchtigkeit in der Atemluft könnte in Zukunft Lungenkrebs im Frühstadium erkannt werden. Forscher der Leipziger Universität und des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie haben eine neuartige Diagnosemöglichkeit entwickelt.

Bestehe der Verdacht auf einen Lungentumor, müssten die Betroffenen nicht mehr geröntgt oder endoskopisch untersucht werden, so Dr. Jörg Lehmann vom Fraunhofer-Institut in Leipzig am Dienstag. Lediglich eine Viertelstunde lang in ein Gerät zu atmen, wäre in Zukunft nötig. Die so gesammelte ausgeatmete Feuchtigkeit könne dann auf bestimmte Eiweißmoleküle untersucht werden, die ein sicheres Anzeichen für Tumore in der Lunge seien.

Die Methode muss nun in klinischen Studien geprüft werden. Die Forscher suchen zudem ein Unternehmen, das gemeinsam mit den Wissenschaftlern einen Testapparat entwickelt. Bis zur Anwendung in der Praxis könnten noch einige Jahre vergehen.

Jährlich erkranken 50 000 Menschen in Deutschland an Lungenkrebs. Es ist die dritthäufigste Krebsart und zugleich eine der tückischsten, weil die Früherkennung sehr schwierig ist. Bisher ist es schwer, im Anfangsstadium zwischen chronisch-entzündlichen und tumorbedingten Beschwerden zu unterscheiden. Je früher aber die Krankheit erkannt und mit der Therapie begonnen wird, desto größer sind die Heilungschancen.

Gitti

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Re: Diagnose zur Früherkennung von Lungenkrebs
« Antwort #4 am: 07. Oktober 2008, 17:46 »

Tumoren auf der Spur

Den Verdacht auf Krebs bestätigt oft eine Röntgenaufnahme der Lunge. Andere bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Computertomographie lassen Rückschlüsse auf die Ausdehnung des Tumors oder auf Metastasen zu.

Doch beweisen lässt sich die Diagnose „Lungenkrebs“ nur, wenn Experten Krebszellen finden. Die besten Ergebnisse erzielt dabei die Bronchoskopie (Spiegelung der Bronchien), bei der ein flexibler Schlauch (Endoskop) durch Mund oder Nase in die Bronchien geschoben wird. Mit dem Endoskop kann der Arzt die Bronchien ausleuchten und mittels einer Minikamera auf Veränderungen untersuchen. Gleichzeitig kann er Gewebeproben entnehmen (Biopsie), die er unter dem Mikroskop auf ihre eventuelle Bösartigkeit hin untersucht. Auch die Untergruppen des Bronchialkarzinoms, das Plattenepithel- und Adenokarzinom sowie das groß- und kleinzellige Lungenkarzinom kann der Arzt so bestimmen.

Eine Spülung der Bronchien (Bronchial-Lavage) oder ein Bürstenabstrich von der Bronchienwand liefern ebenfalls einzelne Zellen, die mikroskopisch untersucht werden können.

Liegt der verdächtige Bezirk am Lungenrand, ist eine Bronchoskopie nicht möglich. Seit einigen Jahren kommt hier eine weitere, neue Methode zum Zug, die Feinnadelbiopsie. Der Arzt schiebt dabei von außen, durch die Brustwand eine lange, dünne Nadel in das Untersuchungsareal vor. Dann kann er etwas Gewebe ansaugen. Der Eingriff, der mittels Computertomographie kontrolliert wird, wird meistens in spezialisierten Fachkliniken durchgeführt.

Gitti

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Lungenkrebs/COPD: Jede fünfte Raucherlunge übersieht der Arzt
« Antwort #5 am: 09. April 2010, 09:52 »
Tragisch, und ....

Gestern in der U-Bahn, am Weg zur Pressekonferen:
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2329807/viel-kritik-nach-evaluierung-des-nichtraucherschutzes.story

habe ich eine Frau angesprochen mit einem Wagerl mit einer Sauerstoffflasche:
War regelmäßig bei der Gesundenuntersuchung und plötzlich COPD-enorm.

Grund: täglich beruflich verwendete Reinigungsmittel (aber auch Raucherin).

Neben ihr ein Bekannter, mit nur mehr einem Lungenflügel: Raucher (gewesen).

Und der (Gesundheits?)Minister will kein generelles Rauchverbot in den Lokalen!


http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=100409003


Ärzte übersehen jede fünfte Raucherlunge COPD bleibt bei den meisten Patienten lange unbemerkt

 <http://img.pte.at//lowrespics/1270735681i853.jpg>    

Lunge eines Rauchers, die bereits Vorzeichen eines Emphysems hat (Bild: University of Iowa)   
Toronto/Iowa City/Regensburg (pte/09.04.2010/06:05) - Obwohl die Raucherkrankheit COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) die vierthäufigste Todesursache ist, wissen viele Patienten nichts davon. Jeder Fünfte Erkrankte erhält trotz Beschwerden keine entsprechende Diagnose vom Hausarzt, berichten Forscher im "Canadian Medical Association Journal". "Die Dunkelziffer derer, die mit einer nicht erkannten COPD leben, ist besonders in ihrer Frühphase sehr hoch. Dabei entscheidet der Zeitpunkt der Erkennung über das weitere Leben", bestätigt Michael Pfeifer von der Gesellschaft der deutschen Lungenfachärzte http://www.pneumologie.de gegenüber pressetext.

Zwei von drei Patienten ahnungslos

Die kanadischen Forscher untersuchten die wichtigste Risikogruppe für COPD, nämlich Menschen ab 40 Jahren mit mindestens 20 Jahren Raucherkarriere. Ein Fünftel der 1.000 Untersuchten litt an COPD und mehr als drei Viertel an zumindest einer Form von Atembeschwerden wie etwa Raucherhusten. Es zeigte sich, dass zwei von drei Patienten keine Ahnung von ihrer Erkrankung hatten und jeder Fünfte bei Hausarzt-Besuchen keine entsprechende Diagnose bekommen hatte. "Menschen aus der Risikogruppe sollten vom Arzt genau untersucht und möglichst früh behandelt werden", fordert Studienautor Roger Goldstein.

Der Grund liegt für Pfeifer im schleichenden Verlauf von COPD. "Sie beginnt langsam mit eingeschränkter Leistung, auf die sich Betroffene einstellen. Statt einkaufen zu gehen, fahren sie eben mit dem Auto. Und der Husten und Auswurf als weiteres Frühzeichen ist bei Rauchern sehr weit verbreitet und wird übersehen", so der Experte. Früherkennung sei wichtig, da sie die Erfolgschancen der Intervention erhöht. Intervention heißt heute nur Nikotinverzicht, da es keine wirksamen Medikamente gibt. Vorteile bringt der Rauchstopp jedoch allemal. "Er verhindert das Ausbrechen der Krankheit oder die schnelle Verschlechterung. Das steigert die Lebensqualität und Lebenserwartung deutlich."

Raucher meiden den Arztbesuch

Schuld für das zu späte Erkennen der Krankheit gibt Pfeifer vor allem den Betroffenen selbst. "Viele Raucher meiden wegen ihres schlechten Gewissens den Arzt. Gratis- Lungenfunktionstests nutzen eher Nichtraucher, um ihre intakte Lunge zu bestätigen." Wegen fehlenden Wissens über COPD würden zudem Symptome oft falsch interpretiert. Doch auch die Hausärzte stünden in Verantwortung. "Oft machen sie keinen qualitativ guten Lungenfunktionstest oder interpretieren Veränderungen der Frühphase als normal." Laut Pfeifer sollte der Hausarzt die Diagnose stellen und dann zum Lungenfacharzt überweisen, der sie bestätigen oder verfeinern kann.

Zur Krankheit COPD, die genau genommen eine ganze Gruppe ähnlich schlimmer Atemleiden beschreibt, gehört auch das Lungenemphysem. Radiologen der University of Iowa berichten in der Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences", dass Computertomografie das Emphysem bereits vor den ersten organischen Schädigungen durch veränderten Blutfluss in der Lunge feststellen kann. "Die Entdeckung könnte helfen, die Ursachen der Krankheit und ihre Unterschiede zu anderen Lungenleiden besser zu verstehen und die Wirksamkeit neuer Therapien zu bestätigen", so Studienautor Eric Hoffman.

Lungenfunktion regelmäßig testen

Pfeifer sieht den CT-Nachweis nur für wissenschaftliche Zwecke brauchbar. "Die Strahlenbelastung und die hohen Kosten schließen den klinischen Einsatz aus." Sinnvoll für die Früherkennung sei hingegen die wiederholte Lungenfunktionsmessung bei Risikogruppen, und zwar regelmäßig im Abstand von ein bis zwei Jahren. "Ein beschleunigter Abfall der Funktionswerte bietet die besten Voraussetzungen einer frühen Diagnose. Genutzt wird diese Möglichkeit jedoch bisher kaum", so der Lungenspezialist.

Originalartikel unter http://www.cmaj.ca/embargo/cmaj091784.pdf (Ende)

 <http://pressetext.de/>
Aussender: pressetext.deutschland <http://pressetext.de/>
Redakteur: Johannes Pernsteiner
email: pernsteiner@pressetext.com <mailto:pernsteiner%40pressetext.com>
Tel. +43-1-81140-316

Richi

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Lungenkrebs: Diagnose aus der Atemluft bald möglich?
« Antwort #6 am: 22. Januar 2011, 14:40 »

19.01.2011

Lungenkrebs: Diagnose aus der Atemluft bald möglich?

Deutsche Wissenschafter arbeiten an einem System, wie man aus der Atemluft Rückschlüsse auf eine eventuelle Lungenkrebserkrankung ziehen könnte. Das Lungenkarzinom ist eines der größten Probleme der modernen Medizin.

.............. http://www.kleinezeitung.at/magazin/wellness/2647135/lungenkrebs-diagnose-atemluft-bald-moeglich.story

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Lungenkrebsdiagnostik www.lungenkrebs-testen.at
« Antwort #7 am: 18. März 2013, 20:28 »




Lungenkrebsdiagnostik gewinnt an Bedeutung

Neue Internetseite www.lungenkrebs-testen.at von Pfizer Österreich


Wien (OTS) - In der modernen Lungenkrebstherapie werden molekulare
Diagnoseverfahren immer wichtiger. Auf der neuen Internetseite
www.lungenkrebs-testen.at von Pfizer Österreich erfahren Patienten
und deren Angehörige mehr über diese Analyseverfahren und ihre
Bedeutung für die Diagnose und Therapie von Lungenkrebs.

Diagnose Lungenkrebs

In Österreich erkranken jedes Jahr etwa 4.000 PatientInnen an
einem Bronchialkarzinom, etwa 3.500 Menschen sterben jährlich an
dieser Tumorerkrankung (1). In etwa 85 Prozent der Fälle handelt es
sich dabei um ein sogenanntes nicht kleinzellige Bronchialkarzinome
(non small cell lung cancer, NSCLC), von denen sich etwa 75 Prozent
bei der Erstdiagnose bereits in einem fortgeschrittenen
Krankheitsstadium befinden oder eine Metastasierung aufweisen (2).

Neueste Forschungsergebnisse haben das Verständnis für diese
Erkrankung und deren Therapiemöglichkeiten grundlegend verändert.
Man hat herausgefunden, dass bestimmte genetische Veränderungen in
Krebszellen in einigen Fällen als Angriffspunkte für eine gezielte
Therapie genutzt werden können. Insbesondere beim nicht kleinzelligen
Bronchialkarzinom werden daher zunehmend Arzneimittel eingesetzt, die
auf die genetische Beschaffenheit von Tumoren ausgerichtet sind. Es
hat sich gezeigt, dass diese so genannten "personalisierten
Therapien" bei bestimmten Patientengruppen sehr gute
Erfolgsaussichten bieten und das Spektrum der herkömmlichen
Behandlungsmethoden (wie z.B. Chemo- oder Strahlentherapie)
erweitern.

Die Anwendung personalisierter Krebstherapien setzt allerdings
voraus, dass das Tumorgewebe zuvor einem molekularbiologischen Test
unterzogen wird. Die hierbei angewandten Analyseverfahren und ihre
Bedeutung für Diagnose und Therapie von Lungenkrebs stehen im
Mittelpunkt der Internetseite www.lungenkrebs-testen.at, die sich in
erster Linie an Patienten und deren Angehörige richtet. Neben
medizinischen Informationen bietet die Internetseite auch praktische
Services, so kann z.B. der gesamte Inhalt als PDF heruntergeladen
oder seitenweise ausgedruckt werden.

Pfizer - Gemeinsam für eine gesündere Welt

Pfizer erforscht und entwickelt moderne Arzneimittel für alle
Lebensphasen von Mensch und Tier. Mit einem der höchsten
Forschungsetats der Branche setzt Pfizer, mit Hauptsitz in New York,
neue Standards in verschiedenen Therapiegebieten wie beispielsweise
Entzündungskrankheiten, Krebs, Schmerz oder bei Impfstoffen. Weltweit
arbeiten bei Pfizer rund 100.000 Mitarbeiter daran, Krankheiten zu
heilen, zu lindern oder vorzubeugen. Pfizer ist in über 80 Ländern
mit Niederlassungen präsent und erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen
Umsatz von rund 59 Milliarden US-Dollar.

In Österreich gliedert sich das Unternehmen in zwei
Geschäftsfelder: Rezeptpflichtige Medikamente und rezeptfreie
Produkte. Das Produktportfolio umfasst innovative Originalpräparate
und patentfreie Produkte einschließlich Generika. Pfizer Corporation
Austria ist ein wichtiger Partner der medizinischen Forschung und
Entwicklung in Österreich. Um mehr über unseren Einsatz zu erfahren,
besuchen Sie uns auf www.pfizer.at.

Referenzen:

(1) Statistik Austria, Österreichisches Krebsregister (Stand:
13.09.2011) und Todesstatistik
(2) Reade CA, Ganti AK. EGFR targeted therapy in non small cell lung
cancer: potential role of cetuximab. Biologics. 2009; 3: 215-224.

Richi

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Lungenkrebs kann/könnte durch Atemtest erkannt werden
« Antwort #8 am: 30. Januar 2014, 22:00 »




Forscher weisen Lungenkrebs mit Atemtest nach

Luftmessung identifiziert Krebs zu 95 Prozent und erübrigt Biopsien

Atemluft: Ausgeblasene Luft verrät, ob man Krebs hat

Louisville (pte003/30.01.2014/06:10) - Forscher haben bei Tests der Atemluft von Personen krebsspezifische Substanzen erkannt. Falls die noch nicht veröffentlichten Studienergebnisse halten, was die Pretests versprechen, könnten bald auch Biopsieverfahren bei der Krebsgeschwür-Diagnose der Vergangenheit angehören. Die sogenannten Carbonyle im Atem können dabei Aufschluss geben, ob verdächtige Lungenläsionen, die im CT erkannt wurden, bösartig sind.

Carbonyl-Niveau entscheidend

Die Maschine, welche die Atemluft auf vier krebsspezifische Substanzen testet, wurde an der Universität in Louisville http://louisville.edu entwickelt. Die Tests haben ergeben, dass ein erhöhter Gehalt bei drei von vier Carbonylen in 95 Prozent der Fälle die Diagnose Lungenkrebs ergab, während normale Niveaus dieser Substanzen ein nicht krebsartiges Geschwür in 80 Prozent der Fälle voraussagte.

Gemäß der Studie sank das Carbonyl-Niveau bei Krebspatienten nach einer Operation, bei der der Krebs entfernt wurde, auf ein normales Level. Den Vorteil dieser Diagnosemethode erklärt Studien-Autor Michael Bousamra: "Anstatt, dass Patienten anstrengende Biopsie-Prozeduren über sich ergehen lassen müssen, wenn ein verdächtiges Gewächs in der Lunge identifiziert wurde, zeigt unsere Studie, dass die ausgeatmete Luft allein genügt, um zu entscheiden, welcher der Patienten eine sofortige Operation benötigt."

(Ende)
Aussender:    pressetext.redaktion