Autor Thema: Ultraschall  (Gelesen 5682 mal)

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Josef

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Ultraschall
« am: 09. April 2008, 22:21 »
ist für Krebspatienten die noch einfachste Untersuchung, meint man, aber trotzdem ist dies
im Abdomenbereich sehr wichtig und sehr genau.

Meist heißt es: nüchtern sein und gefüllte Blase.

Dazu heute:


Ultraschall: Nüchtern bleiben ist sinnlos

Offenbar nützt es wenig, wenn Patienten vor einer Ultraschalluntersuchung von Abdomen und Retroperitoneum nüchtern bleiben. Die Beurteilbarkeit verbessert sich jedenfalls nicht signifikant, wie jetzt beim Wiesbadener Internistenkongress dargestellt wurde.04.04.2008

Oft erschweren Darmgase die sonographische Beurteilung von abdominellen und retroperitonealen Strukturen. Viele Experten empfehlen daher, geplante Untersuchungen im nüchternen Zustand durchzuführen. Die Frage aber ist: Verbessert das in der klinischen Routine wirklich signifikant die Beurteilbarkeit?

Das wollten nun Wissenschaftler aus Regensburg wissen und analysierten Patienten mit einer geplanten abdominellen Ultraschalluntersuchung. Anhand eines Multiple-choice-Fragebogens wurde durch verblindete Untersucher die Beurteilbarkeit von elf definierten anatomischen Regionen erhoben. Primärer Endpunkt war der Vergleich aller elf Regionen einzeln, sekundärer Endpunkt der Vergleich eines Beurteilbarkeits-Index (BI) aller Regionen in der Gesamt- und den Untergruppen.

102 (36 Prozent) von 280 in Frage kommenden Patienten wiesen Ausschlusskriterien auf, 35 (13 Prozent) lehnten eine Teilnahme ab und 143 (51 Prozent) wurden randomisiert. 130 (91 Prozent) dieser Patienten konnten in die Auswertung aufgenommen werden (66 nüchtern, 64 nicht-nüchtern). Für keine der elf Regionen konnten die Studienleiter einen signifikanten Unterschied bezüglich der Rate an komplett beurteilbaren Patienten nachweisen, bei denen mehr als 90 Prozent der jeweiligen Region dargestellt werden konnten.

Der nominell größte Unterschied zeigte sich für die Gallenblase (nüchtern 45/66; 73 Prozent) versus nicht-nüchtern (34/64; 56 Prozent), p gleich 0,051 (statistischer Trend). Der mediane BI betrug für nüchterne Patienten 0,57 und 0,43 für nicht-nüchterne Patienten (p gleich 0,078). Lediglich für die Untersuchung der Gallenblase besteht also ein statistischer Trend zur besseren Beurteilbarkeit bei nüchtern untersuchten Patienten.

Quelle: 114. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) Poster Discussion
 
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Dietmar E.

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Schonender Ultraschall statt gefährlicher Strahlen
« Antwort #1 am: 25. November 2008, 17:19 »


    Ultraschall sollte häufiger eingesetzt werden


08.08.2008 – HAMBURG (MedCon/ur) – Immer häufiger kann medizinischer Ultraschall risikoreichere Verfahren wie Computertomografie (CT) oder Röntgen ablösen. Nicht nur für Kinder und Schwangere bietet die Sonografie eine schonende Alternative. Experten befürchten, dass CT-Untersuchungen in einigen Jahren für 1,5 bis 2 Prozent aller Krebserkrankungen verantwortlich sein werden.

Ein besonderer Vorteil der Sonografie: Anders als bei CT oder Röntgen sind Patienten bei der Ultraschalluntersuchung keinem Strahlenrisiko ausgesetzt, wie die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) betont. Dadurch lässt sich Ultraschall beliebig oft einsetzen. "Medizinische Ultraschallverfahren sind in den letzten Jahren immer leistungsfähiger und aussagekräftiger geworden", sagt Prof. Christian Arning, Vizepräsident der DEGUM. Doch damit steige beim medizinischen Ultraschall nicht auch das Risiko für den Patienten, so der Neurologe von der Asklepios Klinik in Hamburg-Wandsbek.

Anders bei der CT: Zur Diagnose von Blinddarmentzündungen bei Kindern zum Beispiel setzen viele Kliniken heute den Computertomografen ein. Zwar ist das Verfahren einfach und hilfreich für die Diagnose. Gleichzeitig steigt jedoch mit der Zahl der Untersuchungen die Strahlenbelastung. Diese ist bei einer CT der Bauchorgane schon heute 50-fach höher als bei früheren Röntgenuntersuchungen.

Gerade bei Kindern werde mit dem CT eine nicht vernachlässigbare Strahlendosis erreicht, warnt Professor Arning. Das Krebsrisiko durch eine einzelne CT-Untersuchung sei zwar gering. Doch bei vielen Menschen bleibt es nicht bei einer Untersuchung. Die Zahl der CT-Untersuchungen ist in Deutschland in den letzten Jahren stark angestiegen. Jährlich führen Ärzte fast zehn Millionen CTs durch. "Verglichen mit 135 Millionen Röntgenuntersuchungen - und hierin ist Deutschland Weltspitze - scheint dies wenig", sagt Neurologe Arning. Doch auf die CTs entfällt mehr als die Hälfte der gesamten Strahlenbelastung durch Röntgenaufnahmen.

Auch Radiologen schlagen Alarm: US-Experten befürchten, dass CT-Untersuchungen in einigen Jahren für 1,5 bis 2 Prozent aller Krebserkrankungen verantwortlich sein werden. Die DEGUM fordert deshalb auch für Deutschland eine offene Diskussion über die Strahlenrisiken bestimmter medizinischer Untersuchungen.

Denn in vielen Fällen kann Ultraschall die Computertomografie ablösen. Anders als das CT kommt die Sonografie völlig ohne ionisierende Strahlung aus. Die Bilder entstehen durch die Reflexion von Schallwellen an den Grenzflächen verschiedener Gewebe. Die einzige mögliche Nebenwirkung wäre eine Erwärmung des Gewebes. Diese thermischen Effekte sind bei qualifizierter Anwendung heutiger Geräte jedoch minimal, versichert Professor Merz, Präsident der DEGUM und Direktor der Frauenklinik am Krankenhaus Nordwest in Frankfurt am Main.
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Edi

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Neue Ultraschall-Methode erkennt kleine Tumoren
« Antwort #2 am: 15. Juli 2012, 20:26 »


Neue Ultraschall-Methode erkennt kleine Tumoren

Donnerstag, 12. Juli 2012

Chapel Hill – Eine neuartige Sonographie-Methode soll Ärzten dabei helfen, Tumore früher zu entdecken. Wie Wissenschaftler des UNC Lineberger Comprehensive Cancer Centers berichten, kann die neue, hochauflösende Ultraschalltechnik bereits sehr kleine Tumoren erkennen. Die Studie ist in der Online-Ausgabe des Fachmagazins Radiology (doi: 10.1148/radiol.12112000) zu finden.

Die neuartige Bildgebung macht sich den Verlauf der tumorversorgenden Blutgefäße zunutze. Wie die Autoren unter der Leitung von Paul Dayton berichten, ist es ihnen gelungen, den Verlauf dieser Gefäße mittels Ultraschall darzustellen. Das sei effektiv, kostengünstig und schnell.

Basis ihrer hochauflösenden Ultraschall-Methode ist die sogenannte akustische Angiographie. Dabei spielt ein intravaskulär verabreichtes Kontrastmittel eine zentrale Rolle, das im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen jegliches Gewebe um die Blutgefäße herausfiltert und eine klare Darstellung der Gefäße ermöglicht. In Verbindung mit der sichtbaren Gefäßdarstellung erfolgt eine akustische Messung der vom Gefäßverlauf reflektierten Tonsignale, die die bildliche Darstellung ergänzen können.

zum Thema

    Abstract der Studie in Radiology
    UNC Lineberger Comprehensive Cancer Center

Diese Methode wendeten die Wissenschaftler bei gesunden Ratten und solchen mit einem Tumor an. Dort gelang es ihnen, zwischen einer gesunden Blutgefäß-Verteilung und einem einen Tumor versorgenden Gefäßbett zu unterscheiden. Die dabei entdeckten Tumoren lagen in der Größenordnung von unter einem Zentimeter.

Allerdings ......... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50872

Richi

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Früherkennung: Sonograühie (Ultraschall) der Sieger
« Antwort #3 am: 16. Februar 2013, 16:39 »





Früherkennung: Sono, der Sieger
©

Laut einer Studie seien Sonografien zur Früherkennung von kardiovaskulären Erkrankungen und ernährungsbedingten Leberschäden sensitiver als die Ganzkörper-Kernspintomografie (MRT). Gilt dies auch für die Tumorfrüherkennung?
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Studie
DEGUM
Kardiovaskuläre Erkrankungen sind in Deutschland laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes die häufigste Todesursache, führen überdies zu einem Verlust an Lebenserwartung und Lebensqualität und induzieren die höchsten Behandlungskosten. Maligne Tumore sind die zweithäufigste Todesursache, mit einem deutlichen Anstieg der Prävalenz seit 1990 um ca. 35 Prozent bei Frauen und ca. 80 Prozent bei Männern. Ob jedoch eine erweiterte Vorsorgeuntersuchung unter Einbeziehung einer Bildgebung zu einer früheren Entdeckung kardiovaskulärer und maligner Befunde und damit möglicherweise zur Verhütung einer Krankheitsmanifestation führt, wird kontrovers diskutiert.
Retrospektive Untersuchung bei 833 Patienten
In der neuen Studie des PräventionsCentrums Hamburg mit 833 Patienten (266 Frauen, 567 Männer) zwischen 19 und 93 Jahren und einem Durchschnittsalter von 56,6 Jahren wurden alle Patienten mit einem Sonografiegerät der Stufe III der DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin)-Geräteliste untersucht. Gleichzeitig wurden die Patienten im Rahmen eines medizinischen "Check-ups" mit einer Ganzkörper-MRT untersucht und die beiden Ergebnisse, sowohl hinsichtlich des Auffindens maligner Tumoren als auch des Nachweises kardiovaskulärer Risikofaktoren bzw. Erkrankungen, miteinander verglichen. Nach einer körperlichen Untersuchung, Blutdruckmessung, EKG, Spirometrie und Labordiagnostik erhielten alle Patienten sowohl eine Ganzkörper-MRT (MR-Angiografie, MRT von Kopf, Thorax, Abdomen, ggf. mit virtueller Koloskopie) als auch eine sonografische Untersuchung (extrakranielle hirnzuführende Gefäße, Schilddrüse, Abdomen und Herz).
Auch andere für den Patienten potentiell bedeutsame Zufallsbefunde, beispielsweise Steinleiden oder benigne Tumoren, wurden erfasst. Die anonymisierten Daten .......... http://news.doccheck.com/de/article/212969-frueherkennung-sono-der-sieger/?utm_source=DC-Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Newsletter-AT-News-2013-02-14&mailing=42782&dc_user_id=2da1210bafe5bb4524a56f3431ceb237&cide=dce106888&t1=1360841764&t2=484c1ce738850e533a1b7a6ea73cf28a75732107