Autor Thema: Arzt - Patient Beziehung  (Gelesen 26506 mal)

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Edi

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Arzt - Patient Beziehung
« am: 11. April 2008, 21:27 »
Mit Krebspatienten besser kommunizieren

Fortbildung soll Ärzte in ihrer Kommunikation schulen

Kommunikationstraining für onkologisch tätige Ärzte: Projekt KoMPASS startet am Universitätsklinikum Heidelberg und sechs weiteren Krebszentren in Deutschland

Ärzte, die Krebspatienten betreuen, können ab sofort an speziellen Kommunikationstrainings teilnehmen. Im Rahmen des Projektes KoMPASS (Kommunikative Kompetenz zur Verbesserung der Arzt-Patienten-Beziehung durch strukturierte Fortbildung) starten in Heidelberg und sechs weiteren Krebszentren in Deutschland die neuen Fortbildungsangebote. Das Projekt wurde von Ärzten und Psychologen des Universitätsklinikums Heidelberg initiiert, wird von den Heidelberger Experten geleitet und von der Deutschen Krebshilfe e.V. gefördert.

Wie vermittele ich meinem Krebspatienten die Diagnose? Wie gelingt es, gemeinsame Therapieentscheidungen zu treffen? Wie gehe ich mit Trauer oder Wut von Patienten und Angehörigen um? Eine Krebserkrankung ist nicht nur mit körperlichen Folgen, sondern auch mit tiefgreifender Verunsicherung, Ängsten und Sorgen verbunden. Dies erschwert oft für Ärzte und Patienten gleichermaßen eine offene und hilfreiche Kommunikation. Den hohen kommunikativen Anforderungen an onkologisch tätige Ärzte stehen in Deutschland bisher nur vereinzelt Fort- und Ausbildungsangebote gegenüber.

“Mit KoMPASS möchten wir ein einheitliches und effektives Trainingsprogramm für Ärzte in der Onkologie entwickeln, in der Praxis erproben und seine Effektivität wissenschaftlich untersuchen”, erklärt Privatdozentin Dr. Monika Keller, Leiterin der Sektion Psychoonkologie an der Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg. Sie ist Mitbegründerin und Leiterin des multizentrischen Projekts. Mit KoMPASS soll an Standards angeschlossen werden, wie sie z.B. in England und der Schweiz bereits mit Erfolg etabliert sind. “In vielen Ländern gehören Kommunikationstrainings bereits zur Facharztweiterbildung.” Ziel der deutschen Initiative ist es nicht nur, die kommunikative Kompetenz von Ärzten in der Onkologie zu verbessern, sondern auch die Belastung im Beruf spürbar zu vermindern.

Die Trainings sollen deshalb vor allem praxisrelevant sein. “Neben der Vermittlung von Grundlagen und Techniken der Gesprächsführung orientieren sich die praktischen Übungen vor allem an den Anliegen der Teilnehmer”, erklärt Dr. Monika Keller. “Wichtige, häufig wiederkehrende Themen sind z.B. das Überbringen schlechter Nachrichten in allen Phasen von Krebserkrankungen, die Angst des Patienten vor bestimmten Therapieformen oder der Umgang mit Sterben und Tod.”

Die Fortbildung erfolgt in kleinen Gruppen über zweieinhalb Tage mit erfahrenen Trainern. Speziell ausgebildete Schauspieler übernehmen die Rolle von Patienten oder Angehörigen. Die Gespräche werden gefilmt und ausgewertet. “Wichtig ist der hohe Anteil an praktischen Übungen sowie das Feedback der Trainer und der Gruppe, um an realistischen Szenarios zu arbeiten”, sagt Dr. Monika Keller. Dabei können ganz überraschende Erfahrungen gemacht werden – etwa eine Situation, die der Arzt als unangenehm, oder eine Äußerung, die er als ungeeignet ansieht, kann vom Schauspieler-Patienten als wohltuend oder erleichternd empfunden werden.
Oder man erfährt, dass “der Patient” ab einem bestimmten Moment aus dem Gespräch ausgestiegen ist und viele Informationen ihn nicht mehr erreicht haben. Nach vier Monaten können die Teilnehmer ein eintägiges Auffrischtraining besuchen.

Wissenschaftliche Studie wertet Trainingserfolge aus

Die Erfolge des Trainingsprogramms werden in einer wissenschaftlichen Begleituntersuchung ermittelt. Vor, unmittelbar im Anschluss und sechs Monate nach dem Kurs wird das Kommunikationsverhalten der Teilnehmer unter anderem per standardisiertem Fragebogen sowie Video- Dokumentation von Arzt-Patienten-Gesprächen analysiert.

Termine und weitere Infos:

In den kommenden 2 1/2 Jahren werden am Universitätsklinikum Heidelberg und an sechs weiteren Zentren jeweils 5 Trainings durchgeführt. Teilnehmen können alle onkologisch tätigen Ärzte in Klinik oder Praxis, dank der Unterstützung durch die Deutsche Krebshilfe e.V. zu einem Unkostenbeitrag.

Termine 2008 in Heidelberg:
08.05.2008-10.05.2008 (Auffrischtermin: 19.9.2008)
10.07.2008-12.07.1008 (Auffrischtermin: 07.11.2008)

Baldige Anmeldung dringend zu empfehlen – begrenzte Teilnehmerzahl!

Projektleitung und Anmeldung:
PD Dr. med. Monika Keller
Sektion Psychoonkologie,
Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg Tel. (Sekr.): 06221/ 56-2727
E-Mail: catherine.schneider@med.uni-heidelberg.de

Weitere Informationen und Termine an anderen Zentren finden Sie unter www.kompass-o.de

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg und Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg

8.4.08

Dietmar E.

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Arzt - Patient Beziehung: Technologien nützen
« Antwort #1 am: 16. Mai 2008, 22:05 »
E-Health-Initiative diskutiert Nutzen für Patienten

   Technologielösungen und langfristige Entwicklung im Fokus der 3. Tagung

   Wien (pte/16.05.2008/06:25) - Die dritte Tagung der E-Health-Initiative
   http://ehi.adv.at, die heute, Freitag, in Wien stattfindet, beschäftigt
   sich in diesem Jahr mit dem Nutzen der neuen Technologien im
   Gesundheitswesen. Als Ziel der E-Health-Strategie wurde die Schaffung von
   Rahmenbedingungen für eine koordinierte langfristige Entwicklung
   vorgeschlagen. Damit soll für den Bürger bzw. den Patienten ein
   höchstmöglicher Nutzen durch den Einsatz der Informations- und
   Kommunikationstechnologie (IKT) im Gesundheitswesen gewährleistet werden.
   Zugleich warnen Experten allerdings auch vor einer rasanten Zunahme an
   Datenbegehrlichkeiten - etwa durch Privatversicherungen - die eine Gefahr
   des Datenmissbrauchs mit sich bringen.

   Bei der jetzigen Konferenz werden anhand von konkreten
   E-Health-Anwendungen innovative Nutzungsmöglichkeiten der Informations-
   und Kommunikationstechnologie im Gesundheits- und Sozialwesen aufgeführt.
   Zudem werden Erfahrungen mit diesen Anwendungen aus der Sicht von
   Diensteanbietern und Vertretern der Patienten präsentiert. Ebenso wird
   ein Ausblick auf neuere E-Health-Entwicklungen insbesondere im
   europäischen Umfeld geboten.

   Michael Gruska vom SKA-Rehabilitationszentrum der PVA in Hochegg setzt
   sich in seinem Vortrag mit der Bedeutung der telemedizinischen Verfahren
   in Diagnose und Therapie bei Herz-Kreislauferkrankungen auseinander. Die
   Anwendung moderner Verfahren könne nicht nur für den Patienten, sondern
   auch für die Allgemeinheit wesentliche Vorteile erbringen und damit
   notwendige Behandlungsmaßnahmen angenehmer und zugleich auch
   kosteneffektiver gestalten. Der Grazer Radiologe Peter Kullnig zeigt
   anhand einer Live-Demo wie die Bild- und Befundübermittlung des Diagnose
   Online Portals am DiagnostikZentrumGraz DZG http://www.dzg.at
   funktioniert.

   Günter Schreier von den Austrian Research Centers http://www.arcsmed.at
   beleuchtet den Umstand, dass Mobiltelefonen zukünftig eine stärkere
   Bedeutung für die Kommunikation zwischen Arzt und Patient zuteil werden
   könne. "Aufgrund seiner ubiquitären Verfügbarkeit, der absoluten
   Mobilität und der Vielzahl von Kommunikationsmöglichkeiten stellt das
   Handy eine universelle Toolbox für E-Health und Telemedizin dar." Diese
   reiche von der einfachen Erinnerung zur Medikamenteneinnahme per SMS,
   über das mobile elektronische Diabetes-Tagebuch bis hin zum
   Home-Monitoring bei Herzschwäche. "Zahlreiche Möglichkeiten erlauben es,
   den Patienten enger in die Gesundheitsvorsorge einzubinden und damit
   Barrieren in Richtung personalisierter Medizin zu überwinden."

   Der Pharmakologe Eckhard Beubler vom Institut für experimentelle und
   klinische Pharmakologie der Universität Graz http://www.meduni-graz.at
   verweist in seinem Vortrag auf die Gefahren von Wechselwirkungen
   verschiedener Medikamente. "Ein weggelassenes Arzneimittel verhindert
   unter Umständen mehrere Wechselwirkungen. Die Kenntnisse über
   Arzneimittelwechselwirkungen haben in den vergangenen Jahren enorm
   zugenommen", erklärt der Wissenschaftler. Der Vortrag soll an die
   Ärzteschaft appellieren, so wenige Arzneimittel wie möglich zu verordnen
   und darauf zu achten, dass diese gut aufeinander abgestimmt sind.

   Die Implementierung von E-Health-Systemen müsse allerdings in vielen
   kleinen, aber optimal aufeinander abgestimmten Schritten erfolgen, um den
   bestmöglichen Nutzen für alle Beteiligten zu erreichen, betont Karl Peter
   Pfeiffer von der E-Health-Initiative.
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Gitti

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Gesprächsführung ist erst seit kurzer Zeit Teil der ärztlichen Ausbildung in Österreich.
Die meisten berufstätigen Ärztinnen und Ärzte haben diese wichtige Aufgabe nicht an der Universität gelernt.
Eine Seminarreihe der Austrian Breast and Colorectal Cancer Group will diese Lücke schließen.

Ein gezieltes Gespräch mit einem Patienten zu führen ist keine leichte Aufgabe. Die meisten Ärzte, die heute in Österreich tätig sind, haben diese Art der Kommunikation nicht auf der Universität gelernt. Erst mit dem neuen Medizin-Curriculum wurde „ärztliche Gesprächsführung“ ein Pflichtfach für angehende Mediziner. So kann es auch heute noch passieren, dass einer betagten Dame auf dem Flur eines Krankenhauses von einem Chirurgen ein lapidares „Ihr Mann wird sterben“ zugeraunt wird. Ein Beispiel, wie ärztliche Gesprächsführung auf keinen Fall sein darf.

Meist nicht angeboren

Aber die Kommunikation mit Patienten und Angehörigen wird dem Arzt oder der Ärztin in den meisten Fällen auch nicht in die Wiege gelegt. Sie muss erlernt werden, ebenso wie andere ärztliche Fertigkeiten. Die Austrian Breast and Colorectal Cancer Group (ABCSG) startete im April mit einer Reihe von Veranstaltungen, die sich dem Thema Arzt-Patienten-Kommunikation widmet.

Die Wichtigkeit einer gelungenen Kommunikation unterstrich Prof. Dr. Raimund Jakesz von der Universitätsklinik für Chirurgie der Medizinischen Universität Wien im Rahmen seines Vortrags: „Wenn sich der Arzt in die Lage des Erkrankten einfühlen kann und dem Patienten genügend Raum lässt, um seine Gedanken, Wünsche und Hoffnungen zu äußern, ist dies ein entscheidender Beitrag zu einem günstigen Verlauf der Erkrankung.“ Jakesz betonte weiters, dass sich der Aufwand für ein intensives und gut vorbereitetes Arzt-Patienten-Gespräch lohne, denn „informierte und mündige Patienten haben eine höhere Lebensqualität und beteiligen sich aktiver an Entscheidungen“.

Ein- und mitfühlen

„Der Schlüssel zur gelungenen Gesprächsführung ist übrigens nicht die Zeit“, wie Jakesz hervorhob. „Es ist das Mitgefühl und das Einfühlungsvermögen in den Patienten.“ Im Gespräch sollte das Gefühl vermittelt werden, in den nächsten Minuten ausschließlich für die Patientin oder den Angehörigen da zu sein. „Dann reichen auch 15 Minuten für ein ausführliches Gespräch, das den Patienten getröstet und informiert zurück lässt“, so Jakesz weiter.
Der Chirurg sieht Krankheit und Leben als untrennbare Einheit und die Behandlung von kranken Menschen aus einer ganzheitlichen Sicht: „Wir wissen heute, dass die Verbindung von Körper, Geist und Seele mehr erfordert als eine klinische Therapie“, erläuterte Jakesz, „die emotionale Situation des Betroffenen muss ebenso ausgelotet werden wie das Krankheitsbild.“

Mehrere Faktoren sind für ein gelungenes ärztliches Gespräch von größter Bedeutung: Dazu gehört etwa Ruhe – „schalten Sie Ihr Handy aus, wenn Sie ein wichtiges Gespräch mit Patienten und Angehörigen führen“, rät Jakesz. Ebenso wichtig ist eine Zeitangabe: „‚In den nächsten 15 Minuten bin ich ganz für Sie da‘ – das zeigt, Sie nehmen sich Zeit für Ihren Patienten“, so Jakesz weiter, der die wichtigsten

Gesprächstechniken so bezeichnet: „Zuhören, wahrnehmen und fragen.“

Insbesondere bei lebensbedrohlichen Erkrankungen sei es zudem von großer Bedeutung, dass Befundmitteilungen immer auch mit einer Handlungsperspektive verbunden sind. „Dabei geht es nicht darum, dem Patienten Hoffnung zu geben“, sagte Jakesz und erstaunte damit machen Zuhörer. „Es geht vielmehr darum, die Hoffnung des Betroffenen zu erfragen.“
Was wünscht sich ein erkrankter Patient?
Was möchte er noch tun oder erleben können?
Worauf hofft der Erkrankte?
Das sind die Fragen, die– laut Chirurg Jakesz – jeder Arzt in einem Gespräch mit Patienten und Angehörigen stellen sollte. „Privilegiert“ fühlt sich Jakesz auch nach vielen Jahren ärztlicher Tätigkeit, wenn das Gespräch gelingt: „Die Patientinnen und Patienten öffnen vor uns ihre Seele, wenn wir Nähe zulassen, das ist ein Privileg.“

Dass die Fähigkeit, ein gelungenes ärztliches Gespräch zu führen, allerdings noch lange nicht Allgemeingut ist, zeigt das eingangs erwähnte Beispiel. Immerhin: Die den krebskranken alten Herrn behandelnde Ärztin hat sich schlussendlich bei der Seniorin für den brüsken Kollegen entschuldigt, sie ausführlich über die Erkrankung ihres Ehemanns informiert und genügend Zeit und Raum für Reaktionen und Fragen gelassen.

Die Veranstaltungsreihe der ABCSG möchte mit ihrer – vom Pharmaunternehmen Pfizer unterstützten – Veranstaltungsreihe Open minds auch in Zukunft für eine Verbesserung der ärztlichen Gesprächskultur sorgen.
Anmerkung: Das wäre gut, und höchste Zeit!

Tanja

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Gestörte Arzt - Patient Beziehung?
« Antwort #3 am: 13. Juni 2008, 15:04 »

Besser lesbar unter:

http://www.gesund.co.at/gesund/Umfragen/umfrage.htm


Österreicher als Ärztemuffel?
   

Warum gehen Sie nicht zum Arzt?

Welche Gründe halten Sie am ehesten von einem gesundheitlich eigentlich notwendigen Arztbesuch ab?

www.meinungsraum.at

fehlendes Vertrauen in die Kompetenz der Ärzte       56    24,78%
für mich gibt es keine Gründe nicht zum Arzt zu gehen       42    18,58%
lange Wartezeiten in der Ordination       36    15,93%
steigende Kosten durch Selbstbehalte und Rezeptgebühren       32    14,16%
Zeitmangel       23    10,18%
Angst vor der Untersuchung bzw. Behandlung       22    9,73%
lange Wartezeiten auf einen Arzttermin       15    6,64%
Gesamtbeteiligung:    226   
Ablaufdatum: 18.07.2008
Danke, dass Sie an der Umfrage teilgenommen haben!
Werbung:
Bis 250 € pro Umfrage ?
Zuverlässige Teilnehmer für Umfragen gesucht. Jetzt bewerben.
www.UmfragenScout.com

WebMart Umfrage-System
WebMart Homepage Software

Tanja

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Re: Arzt - Patient Beziehung
« Antwort #4 am: 13. Juli 2008, 14:20 »
 Vorbereitung auf Ihren Arztbesuch

5 wichtige Fragen zu Ihrer Gesundheit, die Sie beim nächsten Termin mit Ihrem Arzt besprechen sollten.

Beantworten Sie einfach die Fragen auf dieser Seite, drucken Sie den ausgefüllten Bogen aus und bringen Sie ihn zu Ihrem nächsten Arzttermin mit. Auf diese Weise können Sie Fragen zu Ihrem Ernährungsstatus einfach mit Ihrem Arzt besprechen, so dass eventuell Maßnahmen ergriffen werden können.

Die folgenden Fragen wurden zusammengestellt, um Sie auf eine Veränderung Ihres Ernährungszustandes aufmerksam zu machen, die Sie möglicherweise nicht weiter beachtet haben. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt, damit Sie die Ihnen angemessene Behandlung erhalten.

http://www.krebsundernaehrung.de/tools/vorbereitung-auf-ihren-arztbesuch.html


Sissi

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http://www.gesund.co.at/gesund/Umfragen/umfrage.htm

Österreicher als Ärztemuffel?


*** Die aktuelle Umfrage ! ***
Österreicher als Ärztemuffel?
 Warum gehen Sie nicht zum Arzt?
Welche Gründe halten Sie am ehesten von einem gesundheitlich eigentlich notwendigen Arztbesuch ab?

   steigende Kosten durch Selbstbehalte und Rezeptgebühren
  lange Wartezeiten auf einen Arzttermin
  lange Wartezeiten in der Ordination
  fehlendes Vertrauen in die Kompetenz der Ärzte
  Angst vor der Untersuchung bzw. Behandlung
  Zeitmangel
  für mich gibt es keine Gründe nicht zum Arzt zu gehen
 

fehlendes Vertrauen in die Kompetenz der Ärzte       80    24,39%
für mich gibt es keine Gründe nicht zum Arzt zu gehen       63    19,21%
lange Wartezeiten in der Ordination       59    17,99%
steigende Kosten durch Selbstbehalte und Rezeptgebühren       46    14,02%
Angst vor der Untersuchung bzw. Behandlung       28    8,54%
Zeitmangel       27    8,23%
lange Wartezeiten auf einen Arzttermin       25    7,62%
Gesamtbeteiligung:    328   
 
Ablaufdatum: 20.07.2008




« Letzte Änderung: 17. Juli 2008, 01:51 von Sissi »

Werner

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Gesunde Kranke, kranke Gesunde
« Antwort #6 am: 06. September 2008, 00:28 »

Subjektive Symptome von Patienten korrespondieren oft nicht mit objektiven ärztlichen Befunden.

Menschen suchen einen Arzt auf, weil sie körperliche Beschwerden und/oder Schmerzen haben. Nicht immer findet der Arzt einen passenden Befund zu den Beschwerden des Patienten. Während im Rahmen des biomedizinischen Modells versucht wird, die körperlichen Beschwerden mittels diagnostischer Analysemethoden zu objektivieren, werden im biopsychosozialen Krankheitsmodell sowohl objektive als auch subjektive Parameter gleichberechtigt miteinbezogen. Denn sich gesund fühlen ist etwas anderes als gesund sein, wie eine psychologische Studie am Wiener Orthopädischen Krankenhaus Speising zeigt.

Im Idealfall sind subjektive Symptome und objektive Diagnose miteinander vereinbar, und die optimale Therapie kann erfolgen. Wenn alles gut geht, sind in diesem Prozess beide beteiligten Parteien befriedigt: der Arzt als Experte seiner Profession und der Patient als Experte seiner selbst haben dazu beigetragen, dass der Ursprung des Leidens beseitigt werden konnte.

Diagnose: Zwei wissen davon

Doch was passiert, wenn ein solcher Konsens nicht zustande kommt? Oft trifft man auf Patienten, bei denen subjektive Beschwerden und objektiver Befund nicht korrespondieren. In solch einem Fall befinden sich alle Beteiligten in einer schwierigen Situation: Der Arzt, weil er unsicher ist, welche Therapie für den Patienten zielführend ist; der Patient, weil er sich missverstanden und nicht ausreichend angenommen fühlt. Seit einigen Jahren beschäftigen sich Forscher mit den Diskrepanzen zwischen den Urteilen von medizinischen Experten und den Urteilen der Patienten selbst über ihren persönlichen Gesundheitszustand.

Gesunde Kranke und kranke Gesunde  http://www.aerztewoche.at/viewArticleDetails.do?articleId=7810

Werner

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Arzt - Patient Beziehung - besondere Zielgruppen
« Antwort #7 am: 06. September 2008, 00:32 »
Schlechte Bildung macht Gesundheitsprobleme

Bestimmte Zielgruppen sollten von Ärzten gezielt angesprochen werden.

Wer ein niedriges Bildungsniveau hat oder Probleme im sozialen Bereich, etwa wegen eines niedrigen Einkommens, hat geringere Chancen, an gute Gesundheitsinformationen heranzukommen. Das bleibt nicht ohne unerwünschte Wirkungen.

Der Bildungsgrad und der Zugang zu Gesundheitsinformationen bzw. ebenso der konkrete Lebensstil hängen eng zusammen. Meint jedenfalls Mag. Otto Rath von „Innovative Sozialprojekte“ (ISOP), einer Grazer Initiative, die Migranten, Flüchtlinge, (Langzeit-)Arbeitslose und Menschen mit Grundbildungsdefiziten mit Beratung, Qualifizierung und Beschäftigungsprojekten unterstützt: „Mit Informationskampagnen und verschiedenen Gesundheitsförderungsprojekten werden oft jene Zielgruppen erreicht, die ohnehin schon am Thema interessiert sind und auch Bereitschaft zeigen, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Menschen mit einem niedrigen Bildungsniveau sind oft solche, die von Armut gefährdet oder betroffen sind. Sie haben – auch aufgrund vieler konkreter und bitterer Erfahrungen – das Gefühl, an der eigenen Lebenssituation wenig oder nichts ändern zu können.“ Es gelte daher Formen zu finden, das Selbstvertrauen dieser Menschen zu stärken.

Unverstandene Patientenfolder

„Für Ärzte bedeutet dies zunächst, sich dessen bewusst zu sein, dass es Menschen gibt, die aufgrund ihres Bildungsniveaus oder sozialen Status mit Informationen über ihre Gesundheit sowie den Umgang mit Krankheit teils schwer umgehen können, weil sie die mit nach Hause gegebenen Texte nicht verstehen“, so Rath. Dies werde beim Arztbesuch nur selten angesprochen, wer gibt schon gerne zu, eine Information nicht verstanden zu haben?

Zu bedenken sei in diesem Zusammenhang auch, dass in Österreich wie auch im übrigen Europa etwa zehn Prozent der Bevölkerung „funktionelle Analphabeten“ sind. Also Menschen mit Defiziten bei Lese- und Schreibkompetenzen.
Und: Wer von Armut gefährdet oder betroffen ist und damit schwerer Zugang zu Informationen zum Thema Gesundheit hat, ist auch häufiger krank oder die Krankheiten können bei ihm länger andauern.

Daher meint Rath: „Wichtig ist, dass sich der Arzt gerade für diese Personen Zeit nimmt, um nachzufragen, ob die Informationen auch gut angekommen sind.“ Nötig wären auch Vereinfachungen bei den Beipackzetteln – hier könnten eine größere Schrift, einfachere Formulierungen sowie Piktogramme zum Einsatz kommen.

Ähnliches gelte auch für Informationsmaterialien, die der Arzt mitgibt.
„Es gilt zudem, auch andere Kommunikationskanäle zu nutzen“, meint Rath. Für niedergelassene Ärzte könnten dies etwa Vorträge bzw. Kooperationen mit Gesunden Gemeinden sein, bei denen bestimmte Zielgruppen gezielt angesprochen werden. Wie etwa Alleinerziehende, Migranten, Langzeitarbeitsuchende oder Menschen mit psychosozialen Problemen.

............http://www.aerztewoche.at/viewArticleDetails.do?articleId=7820

Dietmar E.

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Forschungsgelder für Arzt - Patient Beziehung !!!!!!! Nutzen ??????
« Antwort #8 am: 12. November 2008, 19:34 »
 
PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien / 12.11.2008

Wehsely: 30 Jahre Förderung medizinischer Forschung
Utl.: 2008 werden 27 Forschungsprojekte unterstützt

Wien (OTS) - "Für mich ist das wichtigste Ziel in der
Gesundheitspolitik die Sicherstellung der besten medizinischen
Versorgung für alle WienerInnen, unabhängig von Einkommen, Alter,
Herkunft oder Geschlecht. In Wien gibt es Spitzenmedizin für alle.
Die dafür notwendige Forschung wird seit 30 Jahren über den
'Medizinisch-Wissenschaftlichen Fonds des Bürgermeisters der
Bundeshauptstadt Wien' gefördert", erklärte die Wiener Gesundheits-
und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely am Mittwoch bei der 57.
Dekretüberreichung. Im Jahr 2008 werden aus Mitteln des Fonds 27
ausgezeichnete Forschungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von über
700.000 Euro gefördert. "Gesundheitspolitik darf niemals außer Acht
lassen, für wen wir arbeiten. Die Wiener Gesundheitsversorgung
richtet sich an die Menschen. Menschlichkeit ist in Wien das höchste
Prinzip", so Wehsely weiter.****

     Im Rahmen des so genannten "Bürgermeisterfonds" werden
Forschungsprojekte von Wiener ÄrztInnen aus dem öffentlichen
Gesundheitswesen sowie von der Medizinischen Universität Wien als
auch aus dem niedergelassenen Bereich gefördert.

Wien ist das einzige
Bundesland, das mit dem "Medizinisch-Wissenschaftlichen Fonds des
Bürgermeisters" die Forschungstätigkeit von ÄrztInnen mit einem
eigenen Fonds fördert. Seit Gründung des Fonds im Jahre 1978 wurden
insgesamt 1.062 Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 24,5
Millionen Euro gefördert.

Zwtl.: Themenschwerpunkte für 2009

     Um die gesundheitspolitische Ausrichtung des Fonds zu
akzentuieren, sind für einen Teil der zu vergebenden Fördermittel für
das Jahr 2009 folgende medizinisch-wissenschaftliche Schwerpunkte
vorgesehen:


o Kommunikation zwischen ÄrztInnen und PatientInnen               
o Sozial benachteiligte PatientInnen, Menschen mit               
  Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen, psychisch   
  erkrankte PatientInnen                                         
o Gender-Differences in Inanspruchnahme, Betreuungsqualität,     
  Kommunikation und Information                                   
o PatientInnen-Strukturenanalysen                                 
o Compliance-Forschung, Informed Consent, Informed Decision Making
o Ablaufprozesse, Case Management, Qualitätsmanagement aus Sicht 
  des Personals und der Sicht der PatientInnen
                   

     ProjektwerberInnen sind geladen, zusätzlich zu den bisherigen
medizinisch-wissenschaftlichen Themenkreisen auch zu den
Schwerpunktbereichen Forschungsvorhaben einzureichen.

     Die aktuelle Einreichfrist läuft noch bis zum 15. November 2008,
also noch drei Tage.


o Webtipp: www.wien.gv.at/fonds/gesundheit/index.htm


(Schluss) me

Rückfragehinweis:
   PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Mag. Michael Eipeldauer
   Mediensprecher StRin Mag.a Sonja Wehsely
   Telefon: 01 4000-81231
   Fax: 01 4000-99-81 231
   Mobil: 0676 8118 69522
   E-Mail: michael.eipeldauer@wien.gv.at
« Letzte Änderung: 12. November 2008, 19:39 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Tanja

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Re: Arzt - Patient Beziehung
« Antwort #9 am: 07. Januar 2009, 10:32 »
Optimale Patienteninformation senkt das Operationsrisiko

(openPR) - Je größer die Angst des Patienten, desto größer seine Risiken während und nach der Operation. Daher
sieht die Anästhesistin und Intensivmedizinerin Dr. Ingeborg Dornberger die Patienteninformation
als zentrale ärztliche Aufgabe.

Da Kranke im üblichen Klinik-Stress nicht alle Informationen aufnehmen und verarbeiten können, hat die
Berliner Ärztin http://www.openpr.de/news/270847.html

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06.04.2010 / 08:36 / Chronik
Acht Minuten für ein Gespräch mit dem Arzt: Wie trotz knapper Zeit der Arztbesuch gelingt (mit Geräusch) - AUDIO =

Baierbrunn (OTS) - Geräusch Uhr. Um ein Ei zu kochen, reichen ein paar Minuten. Und in ein paar Minuten kann man auch problemlos den Geschirrspüler auszuräumen oder den Müll zur Abfalltonne bringen. Aber ein paar Minuten sind sehr knapp, wenn man krank ist und mit seinem Arzt darüber sprechen möchte. Wie viel Zeit man dafür im Durchschnitt hat, dazu Peter Kanzler, Chefredakteur der "Apotheken Umschau".

O-Ton 14 sec

"Die Realität ist erschreckend. Kassenärzte haben sehr wenig Zeit für ihre Patienten. Laut einer aktuellen Studie haben Kassenärzte nur acht Minuten Zeit für ihren Patient und pro Tag haben sie 45 Patienten zu behandeln."

Wenn man einer von 45 ist und nur ein paar Minuten für das Gespräch hat, hilft nur eines: Eine gründliche Vorbereitung, um die kurze Zeit so gut wie möglich zu nutzen:

O-Ton 14 sec

"Notieren Sie wichtige Fragen vorab auf einem Extrazettel. Nehmen Sie den mit zur Untersuchung, bringen Sie auch frühere Befunde mit und auch eine Liste jener Medikamente, die Sie bereits nehmen. Und auch das ist wichtig: Wenn Sie etwas nicht verstanden haben, fragen Sie nach!"

Hilfreich ist es auch, sich vor dem Besuch der Arztpraxis über die Krankheit und mögliche Therapien klug zu machen:

O-Ton 29 sec

"Es macht auf alle Fälle Sinn sich vorab zu informieren, sei es im Internet oder auch durch die "Apotheken Umschau". Wenn Sie etwas über neue Therapien gelesen haben, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an. Aber auch das ist wichtig: Vertrauen Sie Ihrem Arzt. Der Arzt verfügt über die nötige Erfahrung und weiß in der Regel, welche Therapie und welche Medikamente für Sie am besten sind. Und noch ein Tipp: Falls der Arzt aus Ihrer Sicht zu wenig Zeit hat, dann können Sie sich auch in Ihrer Apotheke nach dem Krankheitsbild erkundigen. Viele Apotheken verfügen sogar über ein Besprechungszimmer."

Nicht alle Ärzte schaffen es, unter Zeitdruck auf den Patienten einzugehen und ihm zu erklären, wie er möglichst bald wieder gesund wird. Deswegen bieten manche Universitäten laut "Apotheken Umschau" mittlerweile Pflichtseminare an, in denen die angehenden Mediziner eine gute Gesprächsführung lernen.

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

Audio(s) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Audio Service, sowie im OTS Audioarchiv unter http://audio.ots.at

Rückfragehinweis: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/3738/aom

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Operation? Was kann ich vorher dazu beitragen?
« Antwort #11 am: 05. August 2010, 12:17 »
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100805_OTS0022/krankenhaus-eine-wichtige-checkliste-um-fuer-einen-aufenthalt-optimal-vorbereitet-zu-sein-mit-geraeusch-ueberwachungsgeraet-audio


Krankenhaus: Eine wichtige Checkliste, um für einen Aufenthalt optimal vorbereitet zu sein (Mit Geräusch "Überwachungsgerät") =

AUDIO zu OTS - Da wird Ihnen vom Arzt gesagt, dass Sie für eine Operation ins Krankenhaus müssen. Kein angenehmer Gedanke, denn zu den Schmerzen und Beschwerden, kommt oft noch die Sorge, Wichtiges zu vergessen. Wir haben uns darum um an das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" gewandt und dort wurde eine Checkliste für uns zusammengestellt. An was Sie unbedingt denken sollten, um von Ihrer Seite alles für einen optimalen Klinikaufenthalt zu tun, erklärt Allgemeinmediziner und Chefredakteur Dr. Andreas Baum.


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   Baierbrunn (OTS) - Da wird Ihnen vom Arzt gesagt, dass Sie für
eine Operation ins Krankenhaus müssen. Kein angenehmer Gedanke, denn
zu den Schmerzen und Beschwerden, kommt oft noch die Sorge, Wichtiges
zu vergessen. Wir haben uns darum um an das Apothekenmagazin
"Diabetes Ratgeber" gewandt und dort wurde eine Checkliste für uns
zusammengestellt. An was Sie unbedingt denken sollten, um von Ihrer
Seite alles für einen optimalen Klinikaufenthalt zu tun, erklärt
Allgemeinmediziner und Chefredakteur Dr. Andreas Baum:

0-Ton: 22 Sekunden

   Ganz wichtig ist natürlich der Einweisungsschein, dann die
Versicherungskarte, die ärztlichen Befunde, die Sie haben, bei
Allergikern auch der Allergie- Pass. Dann sollten Sie für Nachfragen
auch die Telefonnummer des Hausarztes parat haben, wenn Sie
Diabetiker sind, auch die von Ihrem Diabetologen. Und dann natürlich
neben der üblichen Kleidung nehmen Sie auch einen Notizblock und
Stifte mit, Lesestoff, ein bisschen Geld. Schmuck und Wertsachen
lassen Sie aber besser zu Hause.

   Und wenn Sie dann in der Klinik angekommen sind, findet vor dem
Eingriff ein Gespräch mit den Krankenhausärzten statt:

0-Töne: 21Sekunden

   Sagen Sie den Ärzten, also dem Operateur, dem Narkosearzt, dem
Stationsarzt auf jeden Fall, welche Medikamente Sie regelmäßig
einnehmen. Und bei Diabetikern müssen die Ärzte vor allem auch
wissen, welche Tabletten Sie gegen den Diabetes einnehmen bzw. wie
Ihr Insulin-Spritzschema aussieht. Und nicht vergessen sollten Sie
auch die pflanzlichen Präparate, die Sie regelmäßig nehmen, weil,
auch die können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben.

   Damit es keine Missverständnisse gibt und um bestmöglich auf die
Operation vorbereitet zu sein, fragen Sie den Arzt lieber einmal zu
viel als zu wenig, denn es gibt auch schon ein paar Tage vor der
Operation, mancherlei zu beachten:

0-Ton: 21 Sekunden

   Einige Medikamente, die müssen vor der Operation, abgesetzt werden
und das ist natürlich mit dem Arzt zu besprechen. Dazu gehören in
erster Linie Gerinnungshemmer, dann Blutverdünnende Präparate, also
ASS, Aspirin müssen in der Regel eine Woche vor einer Operation
abgesetzt werden. Und auch das Rauchen sollte man reduzieren
beziehungsweise für den Krankenhausaufenthalt am besten ganz sein
lassen, das verbessert auch die Wundheilung.

   (Mit Geräusch "Überwachungsgerät") Und dann ist die Operation
überstanden und die nächsten Tage gilt es gesund zu werden. Vertraute
Dinge, wie ein eigenes Kopfkissen, erleichtern den Klinikaufenthalt
zusätzlich, schreibt der "Diabetes Ratgeber".

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de.

Rückfragehinweis:

~
   Ruth Pirhalla
   Tel. 089 / 744 33 123
   Fax 089 / 744 33 459
   E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
   www.wortundbildverlag.de
   www.diabetes-ratgeber.net

Evi

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Schwierige Patienten, schlechte Behandlung
« Antwort #12 am: 26. Januar 2011, 16:25 »
26/01/2011
( APA )
.
Schwierige Patienten, schlechte Behandlung

Erfahrene Ärzte berichten von weniger "schwierigen Fällen"

Rund 18 Prozent der Patienten werden von den behandelnden Ärzten als schwierig eingestuft. Das hat auch Auswirkungen auf die Behandlungsergebnisse, haben amerikanische Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden. Die Untersuchung wird im "Journal of General Internal Medicine" vorgestellt.

...................... http://www.univadis.de/medical_and_more/KurzmeldungenMedizin_Detail?link=/DE/apa/Schwierige-Patienten-schlechte-Behandlung/%28language%29/ger-DE&id=26900

admin

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Arzt - Patient Beziehung
« Antwort #13 am: 30. Juli 2012, 21:51 »



Vom Arztdasein in Amerika

Patientenzufriedenheit

Montag, 30. Juli 2012

In den USA wird zunehmend Druck auf die Krankenhäuser ausgeübt, die Patientenzufriedenheit zu einem wichtigen Maßstab für das Niveau des Krankenhauses werden zu lassen: Wenn ein Patient ein Krankenhaus als “exzellent” einstuft, dann wird das in nationalen Studien aufgeführt und soll langfristig nicht nur für Patienten als Messlatte dienen, sondern ab Oktober 2012 vom US-Staat festgelegt Grundlage sein, um die Höhe der Vergütung festzulegen; schlechter bewertete Krankenhäuser erhalten dann weniger Vergütung.

Diese Patientenzufriedenheit wird durch eine schriftliche Befragung der Patienten ermittelt; sie ist unter seinem Kürzel HCAHPS bekannt und umfasst 27 verschiedene Fragen, die z.B. den Umgang Arzt-Patient und Krankenpflege-Patient betreffen, zum Teil Fragen zur Qualität der Entlassungs­dokumente, Schmerzeinstellung, Sauberkeit, Ruhe und globale Zufriedenheit beinhalten. Siehe https://www.cms.gov/Medicare/Quality-Initiatives-Patient-Assessment-Instruments/HospitalQualityInits/Downloads/HospitalHCAHPSFactSheet201007.pdf.

Das klingt auf dem ersten Blick vernünftig und patientenorientiert, doch beim näheren Betrachten ist es nicht ganz so einfach. Denn ein Patient hat oftmals eine im Verhältnis zur Behandlungsmannschaft verzerrte Hierarchisierung: Während der Arzt durchaus bereit ist, es als unwichtiges Übel anzusehen, wenn der Kaffee und die Matratze nicht dem Geschmack des Patienten entsprechen, er dafür aber gesund wird, ist der Patient dem Krankenhaus gegenüber aber dennoch verstimmt.

Weiterhin mag ein bestimmter Patient sich ggf. am Ton des Arztes stoßen – jeder Arzt ist anders in seinem Charakter – und gibt dem Arzt schlechte Noten, obwohl er sich aufgeopfert hat für das Wohl des Patienten. Wie wird die Beurteilung ausfallen, wenn das Zimmer nicht ganz sauber war, die Mahlzeiten zu fade und der Bettnachbar ein schnarchender lauter Mensch? Das mag oft wichtiger für viele Patienten für ihre Evaluierung sein als der für einen Patienten schwieriger zu greifende Therapieerfolg oder –misserfolg.

Was mich besonders beim Gedanken am Fragebogen zum Thema Patientenzufriedenheit stört, ist wie selbstverständlich der Therapieerfolg für unsere Gesellschaft geworden ist: Der Patient und seine Familienangehörigen sind gar nicht mehr darauf eingestellt, dass ein Patient im Krankenhaus körperlich nicht wiederhergestellt oder sogar versterben könne.

Es ist, als käme der Patient mit der absoluten Gewissheit ins Krankenhaus, gesund wieder hinauszugehen; eine zwar schmeichelnde Anerkennung der Fähigkeit des Krankenhauspersonals, doch wirklich immer realistisch? Der Mensch kann noch so viel Raubbau mit seinem eigenen Körper betrieben haben, noch so viel Krankheit im Laufe seines Lebens akkumuliert haben, dass es im Herzinfarkt oder Hirnblutung kumuliert, aber die Möglichkeit daran zu versterben, wird einfach nicht mehr akzeptiert.

Daher meine ich, dass die Patientenevaluierung kein sehr wichtiger Indikator ist und wieder ad acta gehört noch ehe sie eingeführt wurde; das Primärziel des Krankenhauses soll und muss eine niedrige Mortalität sein, bzw. eine restitutio ad integrum. Die Patientenzufriedenheit ist sekundär oder gar tertiär im Verhältnis hierzu. Es ist ungeheuerlich, dass Kollegen und Pflegepersonal plötzlich als schlecht klassifiziert werden, weil das Klopapier einmal ausgegangen war, die Krankenpflege angesichts eines Notfalles einmal den Patienten 15 Minuten warten hat lassen und der opiataffine Patient nicht sein Hydromorphon regelmäßig gespritzt erhielt.

Dass dann gar auf solchen Fragebögen Geldzahlungen basieren sollen, wie bald von Obama und Konsorten geplant, ist absurd. Doch nicht umsonst sind Politiker weder Ärzte noch Krankenpfleger, sondern eben fachfremd.

Kommentar: http://www.aerzteblatt.de/blog/51047
akira2012
am Montag, 30. Juli 2012, 20:04
Patientenzufriedenheit
Guten Abend,
natürlich muss man die Punkte der Unzufriedenheit richtig gewichten, aber auch das "sich-wohl-fühlen" trägt mit Sicherheit zur Genesung bei. Ich erzähle hier mal, was meinem Vater und unserer Familie passiert ist (Kurzversion):
Mein Vater sollte ins nachmittags CT (onkologische Erkrankung)- leider ist dort aufgefallen, dass die Schwestern/Pfleger kein Kontrastmittel gegeben hatten. Also erfolgte die Untersuchung einen Tag später. Dann wurde zunächst geplant, dass Knochenmetastasen radiologisch therapiert wurden. Dies wurde abgesagt (und mein Vater vom Arzt informiert), aber mein Vater von den Schwestern/Pflegern (die scheinbar nichts wussten) dorthin zur Therapie gebracht.
Freitags sagte uns der behandelnde Arzt, dass mein Vater die nächsten 3 Tage nicht überlebt. Samstags sagte die diensthabende Ärztin meiner Schwester, dass mein Vater wahrscheinlich nach Hause komme, da man nicht genau wüsste, wann er sterben würde und bis zu 4 Wochen könne er ja schlecht im Krankenhaus bleiben. Er ist Sonntag Morgen so gegen 2 Uhr gestorben. Auch eine derartige Behandlung gehört zur Patienten-/Angehörigenzufriedenheit. DAS soll nicht wichtig sein? Gruß Akira

Geri

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Heute Di. 31.7.12, 21h, TV.: Abenteuer Diagnose: Fataler Verdacht
« Antwort #14 am: 31. Juli 2012, 21:05 »


http://www.ndr.de/fernsehen/epg/epg1157_sid-1219639.html

Abenteuer Diagnose: Fataler Verdacht

Dienstag, 31. Juli 2012, 21:00 bis 21:45 Uhr [VPS 21:00]

Allein von November bis Dezember 1989 verließen etwa 1500 Ärzte die DDR.

Die Sekretärin bemerkt es zuerst: Ihr Chef hat Schwierigkeiten beim Schreiben, seine Finger wollen ihm nicht mehr richtig gehorchen. Zunächst beschwichtigt der Versicherungsexperte die Angelegenheit, erst als sich die Beschwerden verschlimmern, geht er zum Arzt. Der konfrontiert ihn mit einer furchtbaren Diagnose, demnach bleiben nur noch wenige Lebensjahre. Erst als sich sein Zustand nicht wie prognostiziert verschlimmert, wird sein Fall neu aufgerollt.

Nachdem der Vater von einem Tag auf den anderen die Familie verlässt, gerät Leonies Welt aus den Fugen. Verständlich, dass das kleine Mädchen sich kurze Zeit später zu verändern beginnt, für die Psychologin ganz klar eine Folge des Erlebten. Auch das Zittern, das sich plötzlich einstellt, kann damit erklärt werden. Doch als die Krampfanfälle beginnen, müssen die Ärzte umdenken: Hat Leonies Krankheit vielleicht gar nichts mit der Familiensituation zu tun?

"Abenteuer Diagnose" erzählt wahre Patientengeschichten, so spannend wie Kriminalfälle. Geschichten von Menschen, die schon nicht mehr an ihre Rettung glauben, bis ein Arzt auf die richtige Idee kommt, bis einer der unzähligen Tests das entscheidende Indiz liefert, bis eine ungewöhnliche Untersuchung den Weg zur rettenden Diagnose weist.
Autor/in: Volker Präkelt,  Anke Christians,  Volker Arend,  Redaktion: Friederike Krumme

Werner

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Patienten sollen sich nach der Erfahrung des Operateurs erkundigen
« Antwort #15 am: 03. September 2012, 21:33 »

Patienten sollen sich nach der Erfahrung des Operateurs erkundigen

Montag, 3. September 2012

Hamburg – Patienten sollten sich vor einer Operation aktiv erkundigen, wie häufig der Chirurg einen minimalinvasiven Eingriff bereits vorgenommen habe. Das rät die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV). „Diese Frage ist in den USA mittlerweile üblich und sollte auch in Deutschland zur Routine werden“, sagte Stefan Post, Direktor der Chirurgischen Klinik am Universitätsklinikum Mannheim und Kongresspräsident der DGAV. Er betonte, neben der Vorgeschichte des Patienten, der Erkrankung und Lage der Organe spiele die Erfahrung des Operateurs bei der Entscheidungsfindung eine sehr wichtige Rolle.

Ebenfalls wichtig sei zu erfragen, ob der Operateur während des Eingriffs bei Bedarf vom minimalinvasiven auf ein offenes Verfahren umsteige. „Hier liegt das richtige Maß in der Mitte“, so Post. Wer sehr häufig umsteige, beherrsche die Methode unzureichend, wer zu selten umsteige, gefährde unter Umständen die Heilungsaussichten. „Im Zweifel sollte immer das Wohl des Patienten den Ausschlag für eine Operationstechnik geben und nicht die eher kosmetische Frage, ob die Narbe einen oder sechs Zentimeter lang ist“, sagte der Viszeralchirurg.

Für einige Eingriffe haben sich laut der DGAV aber klare Präferenzen pro oder contra einer Schlüsselloch-OP herausgebildet. Müsse bei einer Frau im gebärfähigen Alter der Blinddarm entfernt werden, sei die laparaskopische Vorgehensweise vorzuziehen: „Dann kann der Chirurg während des Eingriffs auch erkennen, ob die Eierstöcke entzündet sind“, so Post.

zum Thema

    Kongress Viszeralmedizin2012 in Hamburg

Ähnliches gelte für eine Magen-verkleinerung oder -umleitung: „Auch übergewichtige Patienten operieren wir ausschließlich minimalinvasiv“, berichtet Post. Denn bei ihnen steige mit der Narbenlänge die Wundinfektionsrate.

Anders verhalte es sich zum Beispiel bei großem, fortgeschrittenem Magenkrebs. Hier sei ein offener Eingriff günstiger. „Der Tumor sollte während der Operation nach Möglichkeit nicht einreißen“, erklärte Post. Das könne der Chirurg eher sicherstellen, wenn er die Geschwulst vorsichtig mit den Händen halte anstatt .............. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51494
« Letzte Änderung: 06. September 2012, 11:08 von admin »

admin

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Ohne Geld koa Musik! Aber Arzt soll mehr Zeit für Krebspatienten haben?
« Antwort #16 am: 09. Oktober 2012, 00:44 »


Der (Haus)Arzt bekammt in etwa 35.- Euro für chronisch Kranke,

für einen Krebspatienten.

Aber nicht pro Besuch, sondern imnerhalb von 3 (drei!) Monaten!

Ich habe "Verantwortungsbewußte" und "Entscheidungsträger" ersucht,

die Honorarrichtlinien zu verbessern.

Ergebnis: unbefriedigend bis 00000!





Krebs: Den Patienten besser zuhören lernen

Zukunftssorgen plagen die Betroffenen am häufigsten. Ärzte müssen sie ernster als bisher nehmen, sagen Experten.



Ungewisse Zukunft: Krebspatienten wünschen sich, dass Ärzte mehr auf ihre Sorgen und Ängste eingehen Ungewisse Zukunft: Krebspatienten wünschen sich, dass Ärzte mehr auf ihre Sorgen und Ängste eingehen

Es geht nicht nur um neue Medikamente und Operationstechniken: Auch die Psyche spielt in der Krebstherapie eine immer größere Rolle. Das zeigte sich auch beim Freitag eröffneten Kongress der European Society for Medical Onkology (ESMO) im Wiener Messezentrum. 16.000 Spezialisten aus 120 Ländern nehmen daran teil. Mehr als 2000 Studien werden präsentiert.

Einschränkungen des Sexuallebens, soziale Probleme, Depressionen, Angstzustände, Schlaflosigkeit: Nur 16 bis 46 Prozent der Patienten gaben in einer Studie an, dass ihre Ärzte diesen Problemen genug Aufmerksamkeit widmen, berichtete Felix K. Tauchert vom Universitären Centrum für Tumorerkrankungen in Frankfurt/Main.

Für die Studie wurden 1300 Krebs-Patienten befragt. „Jene Themen, die die Patienten am meisten belasten, werden im Arzt-Patienten-Gespräch zu wenig berücksichtigt". Am meisten litten die Betroffenen unter Sorgen um ihre Zukunft und um ihre Familie, Ängsten, Konzentrationsstörungen sowie Einschränkungen ihres Sexuallebens.

Tauchert fordert ein Umdenken. Die Patientenbedürfnisse müssten stärker als bisher in den Arztalltag integriert und vor allem ernst genommen werden. „Die meisten krebsspezifischen Fragebögen gehen davon aus, dass Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen die wichtigsten Symptome sind." Deren Wertigkeit hätte sich aber möglicherweise durch die verbesserten Begleittherapien (z. B. bei Übelkeit und Erbrechen während Chemo- oder Strahlentherapie) verändert.
Zunahme

Krebs verursacht in Europa Kosten von 120 Milliarden Euro pro Jahr, berichtet Ramon Luengo-Fernandez von der Oxford University. 36 Prozent davon betreffen die Behandlungskosten, die unbezahlte Pflege immerhin 20 Prozent. Dazu kommen ökonomische Ausfälle durch Tod und Krankheit. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung und des Rückgangs bei den Herz-Kreislauferkrankungen wird Krebs laut WHO im Jahr 2020 die häufigste Todesursache sein. Große Hoffnungen setzen die Experten in die personalisierte Medizin mit auf Grund genetischer Merkmale genau charakterisierten Patientengruppen. ESMO-Präsidentin Martine Piccart: „Wir bekommen das nicht binnen zwei Tagen hin, die Entwicklung wird noch eine Dekade dauern."
Kongress-Splitter: Cholesterinsenker gegen Krebs

- Cholesterinsenker (Statine) könnten einen Effekt gegen Krebs haben – das konnten Wissenschaftler der MedUni Wien am AKH durch Arbeiten an Zellkulturen belegen: „Statine können Zellen, auch Tumorzellen, in die Apoptose (programmierter Zelltod, Anm.) treiben", so Christoph Minichsdorfer (Uni-Klinik für Innere Medizin I). „Speziell bei Melanomzellen hat man entdeckt, dass sie bei längerer Exposition gegenüber Statinen dafür anfällig sind."

- 2013 soll in Österreich das Mammografie-Screeningprogramm starten. Alle Frauen im Alter zwischen 45 und 70 Jahren sollen regelmäßig zu der kostenlosen Untersuchung eingeladen werden. Eine Oekonsult-Umfrage unter 1011 Frauen im Alter zwischen 16 bis 83 Jahren zeigt allerdings: 81 Prozent fühlten sich über das Thema nicht ausreichend informiert. Dabei hat die Mammografie einen ganz besonderen Stellenwert für viele Frauen, so die Meinungsforscher: 74 Prozent der Befragten gaben an, dass die Mammografie „keine Röntgenuntersuchung wie jede andere auch" sei.

- Zehn Prozent der Brustkrebsfälle treten in bestimmten Familien gehäuft auf. Frauen aus diesen Familien sollen in Zukunft anhand neuer Leitlinien in 57 Zentren nach den gleichen Kriterien betreut werden, so der Radiologe Thomas Helbich und der Gynäkologe Christian Singer von der MedUni Wien.

- Bei einem fortgeschrittenen Melanom (schwarzer Hautkrebs) mit einer bestimmten Genmutation in den Tumorzellen erhöht das 2011 zugelassene Medikament Vemurafenib die durchschnittliche Überlebenszeit um rund 40 Prozent, sage der britische Experte James Larkin auf dem ESMO-Kongress.
 
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Veranstaltung: "Flamme der Solidarität"

Vor dem Musikverein sollen weiße Schleifen aufsteigen

Anlässlich des Kongresses appelliert die Österreichische Krebshilfe an die Bevölkerung, diesen Sonntag , 30. 9., zwischen 18.00 und 20.00 Uhr zum Musikvereinsplatz in Wien zu kommen, eine Kerze mitzubringen und sie als Zeichen der Hoffnung und des gemeinsamen Kampfs gegen Krebs zu entzünden („Flamme der Solidarität"). Um 19 Uhr werden Hunderte weiße Schleifen (Flogos) in den Himmel fliegen. „PatientInnen, Angehörige, Freunde, ÄrztInnen, PflegerInnen – jeder und jede sind eingeladen und willkommen, dieses Zeichen der Solidarität mit uns gemeinsam zu setzen", sagt Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof. Paul Sevelda. – „Alleine in Österreich erhalten 36.000 Menschen jährlich die Diagnose Krebs – gleichzeitig gibt es ein Vielfaches an Mitbetroffenen", so Univ.-Prof. Christoph Zielinski, Mit-Organisator des Kongresses.

Sevelda kritisiert, dass Österreich das einzige Land der 17 EU-Mitgliedsstaaten sei, in dem es noch keine Kostenübernahme der HPV-Impfung durch die öffentliche Hand gebe. Die Impfung schützt vor Infektionen mit verschiedenen Typen des Human Papilloma Virus (HPV), die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Derzeit kostet die Impfung pro Teilimmunisierung (drei Teile sind notwendig) 200 Euro.

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Arzt - Patient Beziehung
« Antwort #17 am: 03. März 2013, 17:18 »






„Partizipative Entscheidungsfindung“

als neue Herausforderung für Ärzte und deren Auswirkungen auf die Arzt - Patienten - Beziehung


http://www.patientenanwalt.com/fileadmin/dokumente/04_publikationen/expertenletter/patient/2012_Patient_Expertenletter/Partizipative_Entscheidungsfindung_Julia_Zeidlhofer_Expertenletter_Pat.pdf

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Ärzte dürfen nicht grundlos von Standardtherapie abweichen
« Antwort #18 am: 16. Juli 2014, 01:09 »




Medizinrecht: Ärzte dürfen nicht grundlos von Standardtherapie abweichen

Wenn Ärzte andere Behandlungsmethoden anwenden als die Standardtherapie, ohne ihre Patienten darauf hinzuweisen, ist das ein Behandlungsfehler. Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden (Urteil vom 25.02.2014, Az.: 26 U 157/12). Als grob gilt der Fehler, wenn sich der Patient bereits für die Standardtherapie entschieden hatte.

Medizinrechts-Beratungsnetz bietet kostenfreies Orientierungsgespräch

Im vorliegenden Fall hatte ein Arzt die Hautkrebserkrankung eines Patienten mit einer fotodynamischen Therapie behandelt. Zuvor hatte der Patient die Standardtherapie gewünscht: den Tumor operativ zu entfernen. Der Arzt hatte den Patienten nicht darüber informiert, dass bei der fotodynamischen Therapie die Gefahr höher ist, dass der Krebs zurückkehrt.

"Grundsätzlich darf jeder Arzt nach eigenem medizinischen Ermessen die Therapie wählen", sagt Dr. Britta Specht, Vorstandsvorsitzende des Medizinrechtsanwälte e.V. "Weicht er dabei jedoch von der Standardtherapie ab, muss er dies nachvollziehbar begründen können und den Patienten darüber aufklären."

Das Medizinrechts-Beratungsnetz des Medizinrechtsanwälte e.V. bietet Patienten und deren Angehörigen bei Fragen des Medizinrechts oder medizinnahen Sozialrechts ein kostenfreies juristisches Orientierungsgespräch bei einem Vertrauensanwalt in Wohnortnähe. Ratsuchende können Beratungsscheine online anfordern (www.mrbn.de/beratungsschein-anfordern), oder unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 / 0 73 24 83 (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr).

Quelle: Medizinrechts-Beratungsnetz

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=43520

hilde

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Hausärzte sind und bleiben wichtiger Partner für Krebskranke
« Antwort #19 am: 03. September 2014, 23:40 »



Hausärzte sind und bleiben wichtiger Partner für Krebskranke

Sie sind rein formal in der Pflicht, dennoch wird ihre Rolle in der interdisziplinären Betreuung von krebskranken Patienten diskutiert. Das Sozialgesetzbuch V regelt die Verantwortung des Hausarztes. Sie sind für die allgemeine und fortgesetzt ärztliche Betreuung eines Patienten in Diagnostik und Therapie bei Kenntnis des häuslichen und familiären Umfeldes, die Koordination, die Dokumentation sowie die Einleitung und Durchführung präventiver und rehabilitativer Maßnahmen zuständig.

Der Patient soll und muss seinen Hausarzt in http://www.dr-wasylewski.com/akademie/news/hausaerzte-sind-und-bleiben-wichtiger-partner-fuer-krebskranke.html

Werner

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D - Gesundheitsapp: iManageCancer für Krebspatienten
« Antwort #20 am: 28. Januar 2016, 00:32 »




Gesundheitsapp: iManageCancer für Krebspatienten


Fortschritte in der Tumorbehandlung machen Krebs immer öfter zu einer heilbaren oder chronischen, langwierigen Erkrankung. Als solche stellt sie Betroffene und ihr Umfeld vor hohe Herausforderungen, ihre Gesundheit zu managen und die Krankheit zu bewältigen. Mehr denn je sind Patienten und deren Angehörige daher gefordert, eine aktive Rolle zu übernehmen. Das EU-Projekt iManageCancer will Patienten durch innovative Gesundheitsapps unterstützen und wird künftig eine Selbstmanagement-Plattform bereitstellen, die auf die speziellen Bedürfnisse von Krebspatienten zugeschnitten ist und deren Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt.


Diese Plattform für Smartphones wird dem Patienten helfen, bestimmte Aspekte der Krankheit besser zu managen und seine Rolle in Entscheidungsprozessen hinsichtlich seiner Behandlung zu stärken. So unterstützen die geplanten Tools der IT-Plattform z. B. beim Medikamentenmanagement; sie warnen vor Wechselwirkungen und Gegenanzeigen, helfen klinische Dokumente zu verstehen und zu verwalten, werten die psychische Belastung des Patienten und seines Umfelds aus, stellen passgenaue Informationen zu Therapieentscheidungen bereit, erkennen und warnen vor Komplikationen oder helfen bei der Schmerzbehandlung und einer notwendigen Anpassung des Lebensstils.

Eine besondere Rolle nehmen darüber hinaus auch seriöse Spiele ein, die insbesondere Kinder stärken sollen, eine positive Haltung zu ihrem Leben und zu ihrer Erkrankung zu behalten oder Erwachsene im Umgang mit Krankheitsfolgen weiterbilden und motivieren. Patienten können auf Wunsch auch ihre Ärzte miteinbeziehen, um die erhobenen Daten mit ihnen zu teilen. Ein Forum zum Austausch unter Betroffenen rundet die Plattform ab.

iManageCancer ist eine im Februar 2015 gestartete europäische Forschungsaktivität zum Empowerment der Patienten und zur Stärkung ihrer Fähigkeiten, mithilfe neuer Gesundheitsapps und eHealth-Diensten ihre Erkrankung besser zu managen. Neun interdisziplinäre Partner aus fünf europäischen Ländern entwickeln und erforschen intelligente, informative und unterhaltsame Wege und Werkzeuge, um chronisch Kranke beim Management ihrer Gesundheit auf neue Art mittels ihres Smartphones zu unterstützen.

Das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT koordiniert dieses Vorhaben. Seine Aufgaben konzentrieren sich auf die Weiterentwicklung eines "Care-Flow-Engine" genannten Expertensystems, das Arzt und Patienten durch die Behandlung führt. Die an das Konzept der Behandlungspfade angelehnte Technik soll es Onkologen erlauben, Behandlungsprozesse mit integrierten Aufgaben, Entscheidungsregeln und Hilfestellungen zu formulieren, die das System dann für Patienten und ihre Ärzte personalisieren und ausführen kann. Die medizinische Federführung obliegt der Klinik für pädiatrische Hämatologie und Onkologie des Universitätsklinikums des Saarlandes.

Eine Basisversion der IT-Plattform für die klinische Erprobung durch Patienten, Angehörigen und Ärzten wird im Oktober 2016 erwartet.

Weitere Informationen zum Projekt, das unter dem Grant Agreement 643529 Förderung aus dem EU-Programm Horizont 2020 für Forschung und Innovation erhält, finden Sie unter http://imanagecancer.eu/ (Laufzeit: 01.02.2015 - 31.07.2018).

Quelle: Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT


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WAHNSINN - Arzt braucht Patienten NICHT aufklären!
« Antwort #22 am: 08. Juni 2019, 11:27 »
26360





Laut einem "Urteil der Schiedsstelle in der Ärztekammer":


Der Arzt hätte nur dann aufzuklären, wenn "Schädigung laut Statistik über 0,2 % liegt, in Österreich 0,5 %.


Was sagst du dazu? Hast du DAS gewußt?




PS: Dem Vorstand der Urologie war 2016/2017 keine Warnung zu Fluorchinolone bekannt.


PPS: Gutachter der Urologie ...... Antibiotika mit Fluorchinolone (z. B. Reserve-Antibiotikum Ciproxin) konnten daher (bis vor ein paar Monaten) bei einem Harnwegsinfekt als ERST-Medikation gegeben werden!



Meinungen an: info@krebspatienten.at

« Letzte Änderung: 17. Juni 2019, 16:41 von admin »