Autor Thema: Warum Rückenschmerzen?  (Gelesen 3314 mal)

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hilde

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Warum Rückenschmerzen?
« am: 12. April 2008, 08:09 »
Rückenschmerz liegt in den Genen

Nicht nur Fehlbelastungen lassen das Kreuz schmerzen. Die genetische Komponente ist bei Rückenbeschwerden größer als bislang angenommen, zeigt eine finnische Zwillingsstudie.

Für die "Twin Spine Study" untersuchten Michele Crites-Battié und Kollegen von der University of Alberta 147 eineiige und 153 zweieiige Zwillingspaare.
Rücken, Wirbel, Bandscheiben
Trotz unterschiedlicher Belastungen im Beruf weisen die Bandscheiben-Degenerationen bei eineiigen Zwillingen hohe Ähnlichkeiten auf. Links: Büro-Job, rechts: LKW-Fahrer mit Hebebelastung. Foto: Spine / Battié et al.

Dabei legten die Forscher besonderes Augenmerk auf eineiige Zwillinge, die jeweils in sehr verschiedenen Bereichen tätig waren und deswegen unterschiedlichen körperlichen Belastungen ausgesetzt waren.

Belastungen wie schweres Heben, Arbeiten in gebückter Haltung oder anderen ungünstigen Positionen zeigten dabei erstaunlich geringen Einfluss auf die Degeneration der Bandscheiben.

Zudem ähnelten sich die Schäden an der Wirbelsäule bei den eineiigen Zwillingen erheblich - unabhängig von beruflicher oder privater Rückenbelastung.

Für ihre Forschungsarbeit wurde das Team um Crites-Battié kürzlich von der American Academy of Orthopaedic Surgeons mit dem Kappa Delta Award 2008 ausgezeichnet.

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Auch Rheuma kann Ursache für chronischen Rückenschmerz sein
« Antwort #1 am: 31. Juli 2012, 23:09 »



Auch Rheuma kann Ursache für chronischen Rückenschmerz sein

Donnerstag, 26. Juli 2012


Bochum – Auf eine sogenannte axiale Spondyloarthritis (AS) als Ursache für chronischen Rückenschmerz hat die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) hingewiesen. „Die Diagnose der AS beziehungsweise der axialen Spondyloarthritis, wie das gesamte Krankheitsspektrum heute zunehmend genannt wird, ist vor allem im frühen Stadium schwierig“, sagte Jürgen Braun, Leiter des Rheumazentrums in Herne und Kongress­präsident des 40. Kongresses der DGRh.

Braun wies darauf hin, dass nicht bei allen Patienten der typische Risikomarker HLA B27 nachweisbar und auch die Kernspintomographie nicht immer positiv sei. „Zudem werden junge Patienten mit chronischen Rückenschmerzen meist gar nicht auf entzündliche Ursachen hin untersucht“, ergänzte Klaus Schmidt, Kongresspräsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGORh).

An entzündlich-rheumatischen Erkrankungen leiden in Deutschland nach Angabe der Fachgesellschaften etwa 1,5 Millionen Menschen. Neben den Spondylarthritiden gehört dazu auch die rheumatoide Arthritis (RA). In Deutschland leiden mehr als 440.000 Menschen daran.

Der Kongress findet gemeinsam mit der 26. Jahrestagung DGORh und der 22. Jahrestagung der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR) vom 19. bis 22. September 2012 in Bochum statt.

www.dgrh-kongress.de  |  Rheumakongress © hil/aerzteblatt.de