Autor Thema: Bluthochdruck  (Gelesen 4724 mal)

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Jutta

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Bluthochdruck
« am: 17. April 2008, 18:08 »
Geistige Fitness leidet besonders bei 40- bis 60-Jährigen

Schon hochnormaler Blutdruck schadet dem Gehirn

Hoher Blutdruck verringert einer neuen Studie zufolge die geistige Fitness. Das gilt sogar dann, wenn der systolische Wert mit 130 bis 139 mmHg noch normal ist.

Die Behandlung sollte etwa ab dem 40. Lebensjahr beginnen.

Dies hat eine Studie der Universität Münster ergeben. "Mehr als 20 Prozent der kognitiven Einschränkungen sind auf behandelbare Risikofaktoren zurückzuführen", sagt Projektleiter Prof. Stefan Knecht. Blutdruck, Blutzucker und Körpergewicht beeinflussten zusammen mit Bildung, Alter und Geschlecht das geistige Leistungsvermögen.

Die Wissenschaftler untersuchten 377 Probanden im Alter von 44 bis 82 Jahren. Mit neuropsychologischen Tests wurden die kognitiven Fähigkeiten ermittelt und Risikofaktoren wie Hypertonie, Blutzucker, Cholesterin, Bildungsgrad, Alkohol- und Nikotinkonsum dokumentiert. Dann berechneten die Forscher die statistischen Korrelationen zwischen geistiger Leistungsfähigkeit und potenziellen Risikofaktoren.

Der Blutdruck wirkt sich der Studie zufolge vor allem bei den 40- bis 60-Jährigen auf die geistigen Fähigkeiten aus. Bei entsprechender Behandlung und Lebensweise könnten Betroffene möglicherweise im Alter länger geistig fit bleiben.

"Allerdings muss man schon früh aktiv werden, etwa ab dem 40. Lebensjahr", sagte Knecht. In weiteren Studien wollen die Forscher klären, ob bei frühzeitiger medikamentöser Blutdruck-Einstellung die geistige Leistungsfähigkeit erhalten oder gar verbessert werden kann.

dpa / me

Gitti

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Bluthochdruck: Österreicher unterschätzen ihr persönliches Risiko
« Antwort #1 am: 05. Januar 2012, 14:06 »


Bluthochdruck: Österreicher unterschätzen ihr persönliches Risiko

Der Informationsstand zu Bluthochdruck ist in Österreich hoch, das persönliche Risikobewusstsein gering


http://derstandard.at/1325485504748/Bluthochdruck-Oesterreicher-unterschaetzen-ihr-persoenliches-Risiko

Edi

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Ernährung bei Bluthochdruck
« Antwort #2 am: 13. Juli 2012, 17:36 »



Ernährung bei Bluthochdruck

Mit einem bestimmten Druck fließt das Blut durch Arterien und Gefäße in
unserem Körper. Gemessen wird der Druck in mmHg . 120 zu 80 oder 130 zu
70 gilt als ideal.

Die Werte können schwanken, bei Stress, Sport oder nach zu viel Kaffee.
Das ist normal. Ist der Blutdruck aber dauernd zu hoch, schadet das den
Gefäßen und kann zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen.

Ob der Blutdruck zu hoch ist, merkt man oft gar nicht, denn die
Krankheit zeigt selten Symptome. Wenn, dann Ohrensausen, einen roten
Kopf, Kopfschmerzen, ständiger großer Durst und Harndrang, aber das kann
natürlich auch andere Ursachen haben.

Ab 140 mmHg gilt der Blutdruck als überhöht. Nicht immer sind dann schon
Medikamente nötig. Der Arzt wird vorher prüfen, ob er schon andere
Schäden im Körper verursacht hat, aber in jedem Fall den Patienten
raten, dessen Lebensstil zu überdenken und anzupassen.

Verschiedene Ursachen
Bluthochdruck kann vererbt werden. Bestimmte Krankheiten, z. B.
Schilddrüsenerkrankungen oder auch Schmerzmittel, lassen die Werte
steigen. Aber die Hauptursache ist unsere Lebensführung - Stress,
Rauchen, wenig Bewegung, zu viel Salz im Essen und Übergewicht sind die
Hauptrisikofaktoren.

Bei einer milden Form von Bluthochdruck ist es durchaus möglich, nach
einer Umstellung des Lebensstils und der Ernährung, ohne Medikamente
auszukommen oder sie nach einer bestimmten Zeit wieder abzusetzen.

Ist der Blutdruck aber stark erhöht, geht es meistens gar nicht mehr
ohne Medikamente. Durch eine günstige Ernährung stützt man die Therapie
und sorgt   gleichzeitig dafür, andere Risiken zu verringern - zu hohen
Blutzucker, zu hohe Blutfette, die mitverantwortlich sind für
Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Gewicht senken/Ernährung umstellen
Übergewichtige sollten zuallererst ihr Gewicht normalisieren. Das
entlastet das Herz-Kreislauf-System. Übergewicht gilt als eine der
Hauptursachen für Bluthochdruck.
Wir essen mehr Kalorien, als wir verbrauchen. Wir essen zu viel, zu
fett, zu salzig und zu süß.

Wer sich umstellen will oder muss, sollte auf Fertigkost möglichst
verzichten, denn sie enthalten oft viel Fett, Salz, Zucker, künstliche
Aromen, Geschmacksverstärker. Wer selbst kocht, hat Einfluss darauf, wie
viel davon sein Essen enthält und gewöhnt sich wieder an den natürlichen
Geschmack der selbst gemischten Schorle und des Quarks mit frischen
Kräutern.

Auch in der Kantine kann man darauf achten: Statt salziges
Fertigdressing, selber Öl und Essig mischen, lieber gedünsteten Fisch,
statt paniertem Schnitzel - natürlich ohne Remoulade oder andere
Fertigsaucen. In vielen Kantinen kann man sich seine Mahlzeit
zusammenstellen  - also auch nur Gemüse mit Kartoffeln essen, oder Salat
mit Fisch oder Fleisch kombinieren.

Einkaufen light
Milde Käse enthalten weniger Salz als herzhafte Sorten. Rindfleischwurst
und Geflügelwurst sind fettärmer als Salami und Schmierwürste.

Mehr als 6 Gramm Salz am Tag sollte man nicht zu sich zu nehmen. Aber
die sind schnell erreicht, denn Salz streut man ja nicht nur ins Essen,
es ist oft schon reichlich drin:  in Wurst, in Käse. Besser isst man
deshalb davon weniger, statt dessen mal ein Brot mit Gurke, Tomate,
Paprika und Kräuterquark.
   
Zubereitung
Auch bei der Zubereitung gibt es immer eine Light-Variante, die trotzdem
noch schmeckt: In beschichteten Pfannen und Töpfen braucht man weniger
Fett oder Öl.
Paniertes saugt das Fett nur so auf - daher ist Braten ohne besser. Als
fettarme Garmethoden eignen sich Grillen, oder Garen in Bratfolie oder
im Römertopf.
Beim Gemüse sollte man nur wenig Butter verwenden. Mehlschwitzen mit
ausgelassenem Speck sind fettig. Kartoffelpüree kann man mit Magermilch
anrühren und ein Schuss Sahne statt des ganzen Päckchens reicht völlig
für die Sauce.
Pflanzliche Öle sind besser als tierische Fette. Für ein Salatdressing
reichen zwei Esslöffel eines guten kaltgepressten Öls.

Für eine ausgewogene Ernährung empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für
Ernährung (DGE) nur dreimal wöchentlich Fleisch oder Wurst zu essen,
einmal ein Ei-Gericht, zweimal Fisch und am siebten Tag fleischlos.

Abschied von alten Gewohnheiten
Ernährungsgewohnheiten, die man angenommen hat, kann man auch wieder
ablegen. Es ist ein Erziehungsprozess. Man gewöhnt sich daran, kleinere
Portionen zu nehmen, fettärmer zu essen, weniger zu salzen und vermisst
es dann auch nicht mehr. Es ist wie ein neues "Programm" im Kopf.

Sinnvoll sind regelmäßige Mahlzeiten mit Pausen von 4 bis 5 Stunden in
Kombination mit regelmäßiger  Bewegung - ideal sind Ausdauersportarten
wie Radfahren, Schwimmen oder Walken.

Mehr zum Thema:
www.hochdruckliga.de
Deutsche Gesellschaft für Hypertonie

www.herzstiftung.de
Deutsche Herzstifung

www.dge.de
Deutsche Gesellschaft für Ernährung

http://www.patientenleitlinien.de/Bluthochdruck/bluthochdruck.html
Internetseite der medizinische Fakultät der Uni Witten/Herdecke

Jutta

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Re: Bluthochdruck
« Antwort #3 am: 28. Oktober 2012, 00:55 »


Diabetes: Hülsenfrüchte senken Blutdruck und HbA1c-Wert

Dienstag, 23. Oktober 2012


 Toronto – Aufgrund ihrer langsam aufgeschlossenen Kohlenhydrate und einem hohen Fasergehalt gehören Hülsenfrüchte zu den von Diabetologen besonders empfohlenen Speisen. Eine entsprechende Diät hat jetzt in einer randomisierten klinischen Studie in den Archives of Internal Medicine (2012; doi:10.1001/2013.jamainternmed.70) Blutdruck und HbA1c-Wert gesenkt.

Die Vorgabe, die die Diätassistenten der Hälfte der Studienteilnehmer machten, war der Verzehr von mindestens einem Becher von gekochten Bohnen, Kichererbsen, Linsen oder anderen Hülsenfrüchten pro Tag. In der Vergleichsgruppe sollten die langjährigen Diabetiker (HbA1c 6,5-8,5 Prozent trotz oraler Antidiabetika) auf den Verzehr von Vollkornprodukten achten.

Nach den von David Jenkins, Universität Toronto, und Mitarbeitern mitgeteilten Ergeb­nissen haben beide Diäten ihr Ziel erreicht. Die Diabetiker reduzierten die Kalorienzufuhr, sie aßen weniger Fette und mehr Proteine. Der HbA1c-Wert besserte sich unter der Hülsenfruchtdiät um 0,5 Prozentpunkte und unter der Vollkorndiät um 0,3 Prozentpunkte.

zum Thema

    Abstract der Studie in den Archives of Internal Medicine

Der Unterschied war hier nicht signifikant. Bessere Ergebnisse erzielte die Hülsen­fruchtdiät jedoch in den Auswirkungen auf den Blutdruck: Der systolische Wert ging um 4,5 mm Hg gegenüber der Vollkorndiät zurück. Dies wirkte sich günstig auf das kardio­vaskuläre Risiko aus. Das rechnerische 10-Jahresereignisrisiko ging von 107 auf 9,5 Prozent zurück, das waren 0,8 Prozent mehr als unter der Vollkorndiät.

Obwohl die Unterschiede vor allem den Blutdruck betrafen, führt Jenkins den Erfolg der Hülsenfruchtdiät auf den niedrigen glykämischen Index zurück. Der glykämische Index ist das Zeitintegral des postprandialen Blutzuckeranstiegs im Vergleich zum Verzehr der gleichen Menge Traubenzuckers. Der Quotient wird dann mit 100 multipliziert. Dies ergibt für den Traubenzucker den ungünstigen Wert von 100.

Hülsenfrüchte sind wegen des Gehalts an schwer aufschließbaren Kohlenhydraten besonders ...... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52122

Werner

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"Bluthochdruck wird verharmlost"
« Antwort #4 am: 18. Dezember 2012, 00:24 »





"Bluthochdruck wird verharmlost" Jeder dritte Österreicher hat zu hohe Werte.


Ein großer Teil hat davon aber keine Ahnung.

http://kurier.at/lebensart/gesundheit/risiko-alarm-jeder-dritte-hat-einen-zu-hohen-blutdruck-bluthochdruck-wird-verharmlost/1.900.772