Autor Thema: Nierenkrebs  (Gelesen 2135 mal)

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Nierenkrebs
« am: 01. Mai 2016, 20:48 »




SHG Nierenkrebs

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Geri

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Nierenkrebs: Broschüre zu Bewegung und Sport
« Antwort #1 am: 29. November 2016, 23:53 »




Broschüre zu Bewegung und Sport bei Nierenkrebs


Die Bedeutung von körperlicher Aktivität bei Krebserkrankungen ist lange Zeit unterschätzt worden. Aus Angst vor Überanstrengung wurde den Patienten vielmehr geraten, sich zu schonen (1). Eine Einschätzung, die sich in den letzten Jahren grundlegend geändert hat: Studien konnten zeigen, dass Sport und körperliche Aktivität die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität von Krebspatienten verbessern (2,3). In allen Phasen einer Krebserkrankung profitieren Patienten von einem individuell angepassten Trainingsprogramm. Trotzdem wird beobachtet, dass ein Großteil der Nierenkrebspatienten körperlich inaktiv ist. Um dem entgegenzuwirken, unterstützt Novartis Oncology mit der Broschüre "Bewegung & Sport bei Nierenkrebs" Patienten während und nach der medizinischen Therapie dabei, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Ein Novum: Bisher gab es keinen Ratgeber speziell zur körperlichen Aktivität bei Nierenkrebs. Somit wird eine wichtige Versorgungslücke geschlossen.
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Die 84-seitige Broschüre enthält nützliche Bewegungsempfehlungen sowie Tipps für Kraft- und Ausdauertraining. Berücksichtigt werden dabei individuelle Problemstellungen einer Nierenkrebserkrankung wie verschiedene Therapiestadien, etwaige Nebenwirkungen der medikamentösen Therapie oder die Bildung von Metastasen. Zusätzlich sind Kontaktadressen von Patientenorganisationen und Krebssportgruppen in ganz Deutschland aufgeführt. Die Broschüre kann kostenlos auf der Website www.leben-mit-nierenkrebs.de heruntergeladen oder bestellt werden.

Broschüre für Nierenkrebspatienten informiert, motiviert und leitet an

Auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse wurde die Broschüre in Zusammenarbeit mit den Experten PD Dr. Freerk Baumann und Anika Giesen, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln, sowie Berit Eberhardt, Patientenorganisation Lebenshaus e.V., entwickelt. Ausgehend von Hintergrundinformationen und Voraussetzungen für das körperliche Training bei Nierenkrebs bietet die Broschüre einen breit gefächerten Überblick, aus dem der einzelne Patient das für sich Wichtige und Richtige für sein persönliches Wohlbefinden herausziehen kann. Das richtige Maß an körperlicher Aktivität ist immer vom persönlichen Anspruch und dem aktuellen Befinden des Patienten abhängig. Übergeordnetes Ziel der Broschüre ist die Hilfe zur Selbsthilfe, um die Lebensqualität von Nierenkrebspatienten zu verbessern und zu stabilisieren.
 
Abbildung 1: Kostenlose Broschüre für Nierenkrebspatienten "Bewegung & Sport bei Nierenkrebs"
Abbildung 1: Kostenlose Broschüre für Nierenkrebspatienten "Bewegung & Sport bei Nierenkrebs"


Körperliche Aktivität und Sport können mit unterschiedlicher Zielsetzung praktiziert werden. Gängige Formen sind Ausdauer-, Kraft-, Koordinations- oder Sensomotoriktraining. Die Bewegungsempfehlungen richten sich stets nach den einzelnen Therapiestadien, da die Belastungsfähigkeit nach der Operation, während der medikamentösen Therapie oder in der Rehabilitation sehr unterschiedlich ausfällt.

Besondere Bewegungsempfehlungen bei Metastasen oder Nebenwirkungen

Insbesondere auch beim metastasierten Nierenkrebs spielen Bewegung und Sport eine sehr wichtige Rolle: Denn durch die deutlichen Fortschritte in der Medizin stellt sich heute vordringlich die Frage, wie sich die Lebensqualität der Patienten verbessern lässt, die ihre Medikamente lebenslang begleitend einnehmen. Die Broschüre widmet sich daher auch in einem gesonderten Kapitel dem Thema "Körperliche Aktivität bei Metastasen". Das Bewegungsspektrum ist davon abhängig, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist und wo sich die Metastasen befinden. Enthalten sind Bewegungsempfehlungen bei Lungen-, Knochen-, oder Hirnmetastasen. Auch ist bei einem patientenindividuellen Bewegungskonzept zu berücksichtigen, dass die medizinische Krebstherapie Nebenwirkungen wie Fatigue, Übelkeit oder Durchfall hervorrufen kann, die bei den einzelnen Patienten unterschiedlich ausgeprägt sein und zu Beeinträchtigungen des Alltags führen können. Viele dieser Nebenwirkungen lassen sich durch körperliche Aktivität verbessern. Im Zusammenhang mit Übelkeit ist beispielsweise ein Ausdauertraining, wie Nordic Walking oder Wandern, zu empfehlen. Grundsätzlich gilt: Bevor der Patient mit einem körperlichen Training beginnt, sollte er zunächst einen Arzt besuchen, um zu prüfen, ob eine sportliche Betätigung aus onkologischer Sicht unbedenklich ist. Eine solche medizinische Unbedenklichkeitserklärung ist die Voraussetzung für ein körperliches Training.
 
Novartis
Literatur:
(1) Adamietz I. Schonen war gestern: Sport bei Krebspatienten. Wie gezieltes Training die Therapie unterstützen kann. CME 2014; 11(1):63-72.
(2) Dimeo FC, Thiel E. Körperliche Aktivität und Sport bei Krebspatienten. Onkologe 2008; 14:31-37.
(3) Fasching PA, Hübner J, Kleeberg UR. Körperliche Bewegung und Sport zur Prävention und Behandlung von Krebskrankheiten. Onkologe 2009; 15:696-701.