Autor Thema: Allgemeine Information  (Gelesen 6673 mal)

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admin

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Allgemeine Information
« am: 22. April 2007, 17:22 »
Darmkrebs ist eine Krebsart, die im fortgeschrittenen Stadium leider nur sehr schwer und selten dauerhaft behandel- bzw. heilbar ist.
Anderseits ist die große Chance mittels Vorsorge, der Darmspiegelung, Früherkennung zu beachten.
Hier eine gute Kurzzusammenfassung aus Deutschland:


Darmkrebs

Darmkrebs (Kolonkarzinom) ist die häufigste Krebsart in Deutschland. Unter diesem Oberbegriff werden Krebserkrankungen des Dickdarms (Kolon), des Enddarms (Mastdarm/Rektum) und des Darmausgang (Anus) zusammengefasst. Der Enddarm ist am häufigsten betroffen. Jährlich erkranken insgesamt über 70.000 Menschen in Deutschland neu an einem bösartigen Tumor im Darm (RKI 2006), fast 28.000 sterben jährlich an dieser Krebserkrankung (Statistisches Bundesamt 2005).
Darmkrebsrisiko und Prävention

Zu den Risikofaktoren gehören schwere chronisch-entzündliche Darmkrankheiten und bestimmte Darmpolypen, die als Vorläufer von bösartigen Darmtumoren zu sehen sind. Auch die Lebensweise spielt eine Rolle: Eine ballaststoffarme, fett- und fleischreiche Ernährung, regelmäßiger Alkoholkonsum, wenig Bewegung und Übergewicht erhöhen das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

Darüber hinaus gibt es eine Form von Darmtumoren, die im Zusammenhang steht mit den vererbbaren Erkrankungen „Familiäre Adenomatöse Polyposis“ (FAP) und „Hereditäres nicht polypöses Colon-Carzinom“ (HNPCC). Die Zentren des bundesweiten Verbundprojektes „Familiärer Darmkrebs“ der Deutschen Krebshilfe bieten Risikofamilien Untersuchungs- und Beratungsangebote an.

Früherkennung
Die Früherkennung ist eine der wichtigsten Waffen gegen Darmkrebs. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten Menschen zwischen dem 50. und 55. Lebensjahr jährlich kostenlos einen Test auf verstecktes Blut im Stuhl an, ab dem 56. Lebensjahr eine Darmspiegelung. Diese Koloskopie kann nach zehn Jahren wiederholt werden. Wer auf eine Darmspiegelung verzichten möchte, kann ab dem 56. Lebensjahr alle zwei Jahre einen Stuhlbluttest nutzen. Die Koloskopie ist jedoch die sicherste Methode zur Darmkrebs-Früherkennung.
Behandlung

In den meisten Fällen wird der Tumor operiert. Bei manchen Patienten wird der chirurgische Eingriff mit einer Chemo- oder Strahlentherapie kombiniert. Auch die Kombination von Chemo- und Immuntherapie wird mittlerweile zur Darmkrebsbehandlung angewendet.
« Letzte Änderung: 04. Mai 2007, 22:32 von admin »

Dietmar E.

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Dickdarmkrebs Statistik
« Antwort #1 am: 16. Mai 2007, 18:20 »

Erkrankung: Jährlich 260.000 neue Fälle in Europa

StatistikMathematisch betrachtet erkrankt jeder 20. Mensch an Dickdarm-Krebs.
Europaweit gibt es pro Jahr 260.000 neue Fälle, 100.000 Patienten sterben daran.

In den nördlichen und östlichen Regionen sowie in Binnen-Gebieten tritt die Krankheit häufiger auf. Die Ursache ist noch nicht völlig geklärt. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei Männern bei 67 und bei Frauen bei 72 Jahren.
VorbeugenViel Obst und Gemüse, Bewegung sowie der Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum senken das Erkrankungsrisiko.

Hotline Ab Samstag, 14. April (12 Uhr), beantworten die Darmkrebs-Experten Irene Kührer und Béla Teleky unter der Hotline ö0664/3203538 Fragen von Patienten und deren Angehörigen (Anm: immer noch?).

Kurier, 12.4.07
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Dietmar E.

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Dickdarmkrebs in Österreich
« Antwort #2 am: 16. Mai 2007, 18:22 »

Dem Darmkrebs zuvorkommen

Es ist ein wenig paradox: Die am weitesten verbreitete Krebsart ist gleichzeitig jene, die sich mit Hilfe einer Vorsorgeuntersuchung am einfachsten verhindern ließe: Pro Jahr erkranken rund 5000 Österreicher an Dickdarm-Krebs, etwa 2700 sterben daran, betonen Experten anlässlich der Tagung der Europäischen Darmkrebs-Gesellschaft, die am 13. April in Wien beginnt.

Dickdarm-Krebs ist eine typische Alterserkrankung. "Selten tritt er vor dem 40. Lebensjahr auf", sagt Ass.-Prof. Irene Kührer, Chirurgin und Krebsspezialistin an der Wiener MedUni. Umso wichtiger sei es, etwa mit 50 eine erste Basis-Darmspiegelung durchführen zu lassen. Mit dieser inzwischen relativ schonend gewordenen Untersuchung können Krebs-Vorstufen (Polypen) aufgespürt und gleich entfernt werden. Werden hingegen keine verdächtigen Veränderungen entdeckt, kann man sich drei bis fünf Jahre bis zur nächsten Untersuchung Zeit lassen.

Weniger Tote
Derzeit ist die Darmspiegelung nicht Teil der kostenlosen Gesundenuntersuchung. Auf Verschreibung eines Arztes wird sie aber im Einzelfall bezahlt. Ein flächendeckender Einsatz für alle über 50 könnte die Todesraten um 90 Prozent verringern, sind Ärzte überzeugt.

Noch kein Ersatz, aber immerhin eine Ergänzung zur klassischen Darmspiegelung sei die Untersuchung des Kolon mittels Computertomografie, sagt Univ.-Prof. Béla Teleky, MedUni Wien: "Mit ihr kann man auch den Beginn des Darms sehr gut abbilden. Umgekehrt können bei der CT kleinere Polypen leichter mit Stuhlpartikel verwechselt werden."
Wer bereits an Dickdarm-Krebs erkrankt ist, hat heute deutlich bessere Überlebenschancen als noch vor 20, 25 Jahren, wie Univ.-Prof. Christoph Zielinski, Krebsspezialist an der Wiener MedUni, betont. "1980 hatten wir nur zwei Arzneimittel-Substanzen zur Verfügung. Patienten im fortgeschrittenen Stadium überlebten im Schnitt sechs Monate. Heute sind es zwei Jahre."

Zu den wichtigsten Durchbrüchen der vergangenen Jahre zählen sogenannte Biologicals. Diese Substanzen greifen den Tumor oder seine Tochtergeschwüre zielgenau an. Sei es durch die Blockade der Blutversorgung oder von Wachstumsfaktoren, die die Krebszellen für ihr Gedeihen benötigen.

http://www.krebshilfe.net
Kurier, 12.4.07
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Gitti

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Verdauung, damit es nicht zum Darmkrebs kommt: die "13" Gebote
« Antwort #3 am: 03. Juni 2008, 23:55 »

Recht interessant finde ich diese Aufstellung.

Ich glaube auch, dass viele Krankheiten über die Ernährung, über die Verdsauung entstehen.

13 gesunde Darmtipps:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/verdauung/darm/therapie/tipps/fitness-fuer-den-darm_aid_13302.html

lebensmüde

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Re: Allgemeine Information
« Antwort #4 am: 05. Juni 2008, 21:22 »
Ich habe nicht geraucht, trinke keinen Alkohol, bewege mich gut, verwende bestes Olivenöl, esse ausgewogen, fast kein Fleisch sondern Fisch unf Gemüse, höchstens Weißfleisch, war 3 Monate vor der Darmspiegelung bei einer Untersuchung  - alles in Ordnung - und nun habe ich ein Carcinom ca. 2 cm vom Darmausgang entfernt. Chemo und Bestrahlung sind vor der OP angesagt, aber es wird voraussichtlich KEIN Weg an einem permanten Dauerausgang  vorbei gehen. Na danke für die 13 Tipps, die ich schon mein Leben lang mache!!

Gitti

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Kopf hoch!
« Antwort #5 am: 05. Juni 2008, 23:35 »
Hallo,
mit deinem leider verwendeten Alibinamen werde ich dich sicher nicht anreden, und wie heißt du?
Warum?
Wir wollen hier trotz allem positiv sein!
Sicher, in deiner ersten Phase ist dies nicht möglich, ist mann/frau verzweifelt, und auch das gehört dazu.
Auch "Schuldzugeständnisse" nützen nichts (mehr), sondern Kopf hoch, da musst du durch, und du schaffst es!
Sowohl die nächste Zeit als auch die nächsten Jahre hast du dir sicher anders vorgestellt.
Ich hoffe dass du Familie hast, die zu dir steht, einen Rückhalt in der wahrscheinlich schwierigsten Zeit
in deinem Leben bietet!
Alles Gute!
Gruß Gitti

PS: Trotzdem, hoffentlich lesen viele noch nicht Darmkrebsbetroffene die "13 Tipps"!

Dietmar E.

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KEIN: Vit.C Medik.,rohes Fleisch(Wurst),Radieschen,Karfiol,Brokkoli,Kohlrüben

.............. und das 2 Rage vor Testbeginn und während dem Test!

Nur dann ist gewährleistet, dass dein Test auf

"Unsichtbares Blut im Stuhl"


Gefahr von schwerer Darmentzündung bis Darmkrebs

richtig durchgeführt wird.

Bei Einnahme von Aspirin, Kortison, Antirheumatika, Zäpfchen, mit dem Arzt sprechen!

Vit. C. als Tablette bis 250 mg, oder in einer Infusion, bis 1000 mg/Tag, z. B. Cevitol, macht nichts.

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21HEIDI

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Re: Allgemeine Information
« Antwort #7 am: 12. Februar 2009, 14:43 »


siehe unter Darmkrebs,

Austausch untereinander Sonstiges

http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,3032.msg8016.html#msg8016
« Letzte Änderung: 12. Februar 2009, 23:57 von admin »

Sissi

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Darmkrebs, und dann?
« Antwort #8 am: 31. März 2016, 22:10 »