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Gitti

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Diabetes News
« am: 21. April 2008, 11:23 »
Studie: Zweifel an Blutzucker-Selbstkontrolle bei Typ-II-Diabetikern

Londonderry/Oxford – Bei Menschen mit Typ-II-Diabetes mellitus, die kein Insulin spritzen, ist eine Blutzucker-Selbstkontrolle von zweifelhaftem Wert. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Studien im Britischen Ärzteblatt (BMJ). Eine zeigt, dass die Selbstmessungen die langfristigen Blutzuckerwerte nicht verbessern, die andere stellt die Kosteneffektivität infrage. Beide Studien berichten von einer Verschlechterung der Lebensqualität.

Beim Typ-I-Diabetes mellitus gibt es keinen Zweifel am Sinn der Blutzucker-Selbstkontrolle. Sie ist dort integraler Bestandteil der intensivierten Insulintherapie, die sich gegenüber der früheren konventionellen Therapie mit starren Insulinvorgaben und strengen Ernährungsregeln als vorteilhaft erwiesen hat und auch von den meisten Diabetikern begrüßt wird.

Die Blutzucker-Selbstkontrolle ist in der Folge auch auf Typ-II-Diabetiker ausgeweitet worden, zunächst auf jene, die Insulin spritzen, später auch auf die Mehrheit der Patienten, die ihren Blutzucker mit oralen Antidiabetika kontrollieren. Die letzte Gruppe steht den Blutzucker-Selbstkontrollen, die mit regelmäßigen Stichen in die Fingerbeere verbunden sind, oft ablehnend gegenüber. Auch in der Efficacy of Self Monitoring (ESMON) Studie war die Blutzucker-Selbstkontrolle eine Belastung für die Patienten.

An der Studie beteiligten sich 184 Patienten aus Nordirland, von denen die Hälfte zu acht wöchentlichen Blutzucker-Selbstkontrollen (viermal nüchtern und viermal postprandial) aufgefordert wurde. Diese  im Vergleich zum Typ-I-Diabetiker, der mehrmals täglich seinen Blutzucker kontrollierte, wenigen Untersuchungen waren bereits eine psychische Belastung für die Patienten. Wie Maurice O'Kane vom Altnagelvin Hospital in Londonderry berichtet, war die Zahl der zur Depressivität neigenden Diabetiker erhöht (BMJ 2008; doi:10.1136/bmj.39526.674873.BE).

Das wäre möglicherweise noch vertretbar, wenn die Selbstkontrollen zu einer Verbesserung der Blutzuckereinstellung geführt hätten. Doch dies war nicht der Fall. In beiden Gruppen konnten die HbA1c-Werte in etwa gleich gut eingestellt werden. Am Ende lagen die Werte um Durchschnitt unter sieben Prozent, was aus diabetologischer Sicht ein akzeptables Ergebnis ist.

Es stellt sich mithin die Frage, ob Patienten mit Typ-II-Diabetes mellitus, die kein Insulin spritzen, die Blutzucker-Selbstkontrolle erlassen werden sollten, was auch den Krankenkassen viel Geld sparen würde. Nach Auskunft von Judit Simon von der Oxford Universität sind die Ausgaben für diese Untersuchung in den letzten Jahren deutlich gestiegen: von 85 Millionen Pfund Sterling in 2001 auf 118 Millionen Pfund Sterling in 2003. Simon hat die Kosten-Effektivität anhand der prospektiven Diabetes Glycaemic Education and Monitoring (DiGEM) Studie berechnet.

In der Studie wurden 453 nicht Insulin injizierende Typ-II-Diabetiker auf drei Gruppen randomisiert: Die normale Betreuung ohne Blutzucker-Selbstkontrolle wurde verglichen mit einer wenig intensiven Blutzucker-Selbstkontrolle (mit der Benachrichtigung des Arztes bei erhöhten Werten) und einer intensiven Blutzucker-Selbstkontrolle (mit Schulung zur selbständigen Interpretation der Werte). Beide Gruppen sollten die Blutzuckerwerte an zwei Tagen der Woche dreimal am Tag kontrollieren.

In keiner der beiden Gruppen verbesserte die Blutzucker-Selbstkontrolle die HbA1c-Werte, wie die Autoren bereits im letzten Jahr berichtet hatten (BMJ 2007; 335: 132-9). Es verwundert deshalb nicht, dass Simon in ihrer Studie zur Kosten-Effektivität zu einem negativen Ergebnis kommt.

Die wenig intensive Blutzucker-Selbstkontrolle ohne Schulung verteuerte die Therapie pro Jahr um 92 Pfund Sterling, bei der Variante mit Schulung waren es 84 Pfund pro Jahr. Auch in der DiGEM-Studie führten die regelmäßigen Blutzucker-Selbstkontrollen nicht etwa zu einem selbstbewussteren Umgang der Patienten mit ihrer Erkrankung. Wie in der ESMON-Studie war eine Verschlechterung der Lebensqualität nachweisbar.

Deshalb findet der Editorialist Martin Gulliford vom King’s College in London, dass die 100 Millionen Pfund Sterling, welche die Blutzucker-Selbstkontrolle bei nicht Insulin injizierenden Typ-II-Diabetikern im Jahr kostet, nutzbringender für die Patienten investiert werden könnten (BMJ, doi:10.1136/bmj.39538.469421.80). © rme/aerzteblatt.de

Evi

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Diabetiker brauchen keine speziellen Lebensmittel
« Antwort #1 am: 10. Mai 2008, 10:18 »

05.05.08 - Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen: Ein Zuckerverbot und spezielle Nahrungsmittel sind bei Diabetes nicht notwendig. Vielmehr, so das Bundesinstitut für Risikobewertung, sollten sich Diabetiker bei ihrer Ernährung an den Empfehlungen orientieren, die auch für die Allgemeinbevölkerung gelten.

Diabetiker-Wein? Geschenkt!

Bei moderatem Weingenuss ist es weitgehend unerheblich, welchen Wein Diabetiker trinken. Der Restzuckergehalt bewegt sich in Bereichen, die für gut eingestellte Patienten irrelevant sind.

Nach Darstellung des BfR ist vor allem täglicher Verzehr von Obst und Gemüse zu empfehlen, weil diese Lebensmittel nicht nur antioxidativ wirkende Substanzen enthalten, sondern auch viele Ballaststoffe. Spezielle Diabetiker-Lebensmittel seien dagegen nicht erforderlich.

Damit erübrigen sich aus Sicht des Instituts auch besondere Vorschriften für Diabetiker-Lebensmittel. "Vielmehr sollte eine einheitliche und erweiterte Nährwertkennzeichnung auf verpackten Lebensmitteln Diabetikern die Auswahl erleichtern", sagt Prof. Andreas Hensel, Präsident des BfR. Eine solche Kennzeichnung käme auch allen anderen Verbrauchern zugute.

Zuckeraustauschstoffe nicht erforderlich

Diabetikern wurde lange empfohlen, Zucker in der Nahrung streng zu kontrollieren oder auf Lebensmittel mit Zuckeraustauschstoffen, zum Beispiel Fructose, zurückzugreifen. Neuere Studien zeigen, dass solche Diäten nicht erforderlich sind.

Da Diabetes keine reine "Zuckerkrankheit" ist, sondern auch mit Störungen des Protein- und Fettstoffwechsels einhergeht, benötigen Diabetiker vielmehr individuelle Ernährungspläne. Neben normalen Blutzuckerwerten sind optimierte Blutfettwerte, normaler Blutdruck und normales Körpergewicht Ziele der Therapie.

Finger weg von fetter Wurst

Der Weg führe vor allem über ballaststoff- und vitaminreiche Ernährung: Obst, Gemüse und Salat sowie Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sollten täglich auf dem Diabetiker-Speiseplan stehen, fette Wurst- und Käsesorten dagegen ebensowenig wie Schokolade, Kuchen und Kartoffelchips.

Broteinheiten über Bord werfen

Die modernen Therapeutika ermöglichen Diabetikern große Flexibilität. Strenges Rechnen und Abzählen von BE kann bei Typ-2-Diabetes in der Regel entfallen. BE sind allenfalls als Schätzeinheiten zur praktischen Orientierung von insulinpflichtigen Diabetikern zu sehen.

Der Fettgehalt und die Art der Kohlenhydrate stellen dagegen wegen der verzögerten oder beschleunigten Resorption eine durchaus bedeutende Größe dar, die im BE-Konzept nicht erfasst wird.

Butter verwenden. Ihre Nahrung sollte nicht zu viel Kochsalz enthalten. Alkohol sollten sie nur maßvoll konsumieren, etwa bis zu zwei Gläser Wein am Tag.

Wie alle anderen Verbraucher auch würden Diabetiker von einer erweiterten, einheitlichen Nährwertkennzeichnung profitieren, wie sie derzeit auf europäischer Ebene diskutiert wird. Leicht verständliche Angaben nicht nur zu Brennwert, Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett, sondern auch zu Gesamtzucker, gesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen und Natrium oder Kochsalz auf verpackten Lebensmitteln würden die Auswahl geeigneter Produkte erleichtern.

me / Quelle: BfR

Geri

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Typ-2-Diabetes
« Antwort #2 am: 11. Mai 2008, 12:33 »
Management des Körpergewichts bei Typ-2-Diabetes

Zusammenfassung

Ein kürzlich erschienener Review kam zu dem Schluss, dass einige aufkommende Behandlungen für Typ-2-Diabetes die glykämische Kontrolle verbessern können, ohne die Gewichtszunahme, die mit bestimmten bestehenden Klassen von Antidiabetika assoziiert sind, zu verursachen. Zur Zusammenfassung

Kommentar

Die Prävalenz von Diabetes, Übergewicht und Adipositas hat sowohl in Entwicklungsländern als auch in Industrienationen epidemische Ausmaße erreicht. Die Koexistenz von Diabetes und Übergewicht/Adipositas stellt für den Arzt eine zusätzliche Herausforderung dar. Diese Arbeit von Krentz bietet einen ausgezeichneten, umfassenen Überblick über die therapeutische Situation und untersucht die Wirkungen von Antidiabetika auf die Gewichtszunahme.

Metformin ist ein ausgezeichnetes Medikament für neu diagnostizierte adipöse oder nicht-adipöse Patienten mit Typ-2-Diabetes. Es verbessert die Postrezeptor-Insulin-Signalübertragungswege, um die zelluläre Insulinsensitivität zu erhöhen [1. Eurich DT, McAlister FA, Blackburn DF, et al. Benefits and harms of antidiabetic agents in patients with diabetes and heart failure: systematic review. BMJ. 2007;335:497.(close)],[2. UK Prospective Diabetes Study (UKPDS) Group .Effect of intensive blood-glucose control with metformin on complications in overweight patients with type 2 diabetes (UKPDS 34). Lancet. 1998;352:854-65.(close)], und verbessert das Lipidprofil, reduziert die vaskuläre Reaktivität und verbessert die Endothelfunktion. Amerikanische und europäische Leitlinien empfehlen seine Anwendung bei Patienten mit Typ-2-Diabetes zusätzlich zu Änderungen der Lebensweise. Metformin ist das einzige Medikament unter den klassischen Antidiabetika, das nicht das Gewicht erhöht.

Obwohl die Glitazone die Plasmaglukosewerte und die Konzentrationen des glykosilierten Hämoglobins (HbA1c) senken, sprechen viele Patienten mit Typ-2-Diabetes nicht auf eine Monotherapie mit einem Thiazolidinedion an. Glitazone sollten außerdem aufgrund der möglichen kardiovaskulären Nebenwirkungen und der in einigen Fällen beobachteten Gewichtszunahme von 10 kg [3 . Bolen S, Feldman L, Vassy J, et al. Systematic review: comparative effectiveness and safety of oral medications for type 2 diabetes mellitus. Ann Intern Med. 2007;147:386-99.(close)] mit Vorsicht eingesetzt werden.

Die Behandlung mit Sulphonylharnstoffen reduziert die Nüchternglukose im Plasma und das HbA1c signifikant. Die britische Prospective Diabetes Study zeigte, dass Sulphonylharnstoffe mikroangiopathische diabetische Komplikationen signifikant reduzierten, und demonstrierte eine Tendenz hin zu einer Reduktion der Inzidenz von Myokardinfarkten [4. UK Prospective Diabetes Study (UKPDS) Group. Intensive blood-glucose control with sulphonylureas or insulin compared with conventional treatment and risk of complications in patients with type 2 diabetes (UKPDS 33). Lancet. 1998;352:837-53.(close)]. Ein bedeutender Nachteil der Anwendung von Sulphonylharnstoffen ist jedoch die damit assoziierte Gewichtszunahme.



Das Aufkommen neuer Medikamente - einschließlich der Glucagon-like-Peptid-1-Mimetika, der oralen Dipeptidyl-Peptidase IV-Inhibitoren und der Antiadiposita Rimonabant, Orlistat und Sibutramin - hat die Auswahl der therapeutischen Optionen für übergewichtige oder adipöse Patienten mit Diabetes erweitert. Allerdings benötigen wir mehr Zeit, um ihre Wirksamkeit und langfristige Sicherheit zu beurteilen.

Es lassen sich folgende Schlussfolgerungen ziehen: 1.) Metformin ist eines der sichersten und effektivsten Medikamente zur Behandlung von adipösen Patienten mit Diabetes; 2.) die Sulphonylharnstoffe sind die zweite Behandlungsoption, wenn die Insulintherapie verzögert wird; 3.) die Glitazone sollten mit Vorsicht angewandt werden; und schließlich 4.) die neuen antidiabetischen und gewichtreduzierenden Medikamente sind gute Ergänzungen zum therapeutischen Armamentarium, doch es sind weitere Beobachtungen notwendig, bevor ein endgültiges Urteil gefällt werden kann.

Zusammenfassung

Adipositas ist wohl der wichtigste modifizierbare Risikofaktor für die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2, und man nimmt an, dass sich die Kombination dieser beiden Erkrankungen nachteilig auf die langfristige kardiovaskuläre Gesundheit auswirkt. Folglich sind Interventionen zur Reduktion der Adipositas sowohl für die Prävention als auch für die Behandlung von Typ-2-Diabetes von Bedeutung. Das Ziel des aktuellen Reviews war ein Vergleich der Wirkungen traditioneller und aufkommender neuer Behandlungen für Typ-2-Diabetes auf das Körpergewicht.

Studien haben demonstriert, dass Lifestyle-Interventionen durch Ernährung und Sport die Wahrscheinlichkeit, dass adipöse Patienten Typ-2-Diabetes entwickeln, reduzieren. Lifestyle-Interventionen werden ebenfalls empfohlen, sobald Typ-2-Diabetes diagnostiziert wird, und für sein nachfolgendes Management. Allerdings führen solche Bemühungen allein selten zu einer wesentlichen oder nachhaltigen Gewichtsreduktion. Bei bestimmten Patienten könnte die Anwendung von Antiadiposita wie Orlistat und Sibutramin bei der Gewichtsreduktion mitwirken.



Ein Nachteil bestimmter Klassen traditioneller Antidiabetika, wie z.B. Sulphonylharnstoffen, Thiazolidindionen und Insulin, ist die Tatsache, dass sie mit einer Gewichtszunahme assoziiert sind (Tabelle). Eine bemerkenswerte Ausnahme stellt Metformin dar, das das Körpergewicht nicht erhöht und mit einer leichten Gewichtsreduktion assoziiert sein könnte. Metformin wird weithin als die bevorzugte Behandlung für übergewichtige und adipöse Patienten mit Typ-2-Diabetes betrachtet.

Neue pharmakologische Ansätze könnten die Auswahl therapeutischer Optionen für übergewichtige oder adipöse Patienten mit Typ-2-Diabetes erweitern. Zu diesen neuen Behandlungen gehören die Glucagon-like Peptid 1 (GLP-1)-Mimetika und die Dipeptidyl-Peptidase-IV (DPP-IV)-Inhibitoren. Diese beiden neuen Klassen von Therapien verstärken die Aktivität von GLP-1, einem Hormon, das die glukose-abhängige Insulinausschüttung stimuliert, die Magenentleerung hemmt und den Appetit reduziert. Studien haben demonstriert, dass die Behandlung mit GLP-1-Mimetika mit einer Gewichtsreduktion assoziiert ist, und dass DPP-IV-Inhibitoren allgemein gewichtsneutral zu sein scheinen. Der Autor weist ebenfalls darauf hin, dass sich aufkommende neue Anti-Adipositas-Medikationen, wie z.B. der selektive Cannabinoid-1-Rezeptorblocker Rimonabant, bei der Reduktion des Körpergewichts bei übergewichtigen oder adipösen Patienten mit Typ-2-Diabetes als wertvoll erweisen könnten.

Der Autor schloss, dass neue Behandlungen für Typ-2-Diabetes die glykämische Kontrolle verbessern könnten, ohne eine Gewichtszunahme zu verursachen, mahnte jedoch, dass die genaue Funktion dieser Medikationen bei der Behandlung von adipösen Patienten mit Typ-2-Diabetes noch vollständig ermittelt werden müsse.


Jutta

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Diabetes: Frühe Insulintherapie ist besser als Tabletten
« Antwort #3 am: 23. Mai 2008, 19:49 »
Patienten mit Diabetes vom Typ 2, auch Altersdiabetes genannt, sind nicht mehr in der Lage, ihren Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.

Mit fortschreitender Krankheit lässt die Funktion der Insulin bildenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse immer mehr nach. Chinesische Mediziner haben jetzt gezeigt, dass eine früh einsetzende, zwei bis fünf Wochen andauernde Intensivtherapie mit Insulin den Verlauf der Krankheit aufhalten kann. Im Vergleich dazu war die übliche Behandlung mit Tabletten deutlich weniger effektiv, schreiben die Forscher im Fachblatt "The Lancet". Es bleibt allerdings noch zu klären, wie die beobachtete Wirkung genau zustande kommt.

"Unsere Ergebnisse sprechen dafür, bei Patienten mit Typ-2-Diabetes frühzeitig mit einer vorübergehenden intensiven Insulintherapie zu beginnen", erklären die Mediziner um Jianping Wenig von der Sun Yat-Sen University in Guangzhou. Sie behandelten 382 Patienten im Alter zwischen
25 und 70 Jahren sofort nach der Erstdiagnose auf drei verschiedene Arten. Zwei Gruppen erhielten Insulin, entweder kontinuierlich durch eine Infusion unter die Haut oder mehrmals täglich durch Injektionen.
Die übrigen wurden mit Diabetestabletten behandelt, die den Wirkstoff Metformin und/oder Gliclazid enthielten. In allen Fällen erfolgte die Therapie noch zwei Wochen lang, nachdem der Blutzucker auf normale Werte gefallen war.

Die Insulinbehandlung führte bei 96 Prozent der Patienten nach 4-6 Tagen zu einem normalen Blutzuckerspiegel. Die Tabletten erreichten diese Wirkung bei 83 Prozent der Probanden erst nach 9 Tagen. Eine Kontrolluntersuchung nach einem Jahr ergab für die mit dem Hormon Behandelten normale Zuckerwerte bei 45 bzw. 51 Prozent der Patienten, in der Tablettengruppe waren es nur 27 Prozent. Ein Glukosetoleranztest zeigte, dass die Insulintherapie sich positiv auf die Funktion der Betazellen auswirkte. Das schnelle Absenken des Blutzuckerspiegels durch die Insulingabe reiche nicht aus, um diese Wirkung zu erklären, schreiben Ravi Retnakaran und Daniel Drucker von der University of Toronto in einem begleitenden Kommentar. Möglicherweise spiele dabei auch die Rolle des Hormons als Entzündungshemmer oder Wachstumsstimulator eine Rolle, was in weiteren Studien untersucht werden müsste.

Links:

Sun Yat-Sen University, Guangzhou: http://www.sysu.edu.cn/en/ The Lancet: www.thelancet.com

Gitti

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Diabetes Risiko Test
« Antwort #4 am: 17. Juni 2008, 11:18 »

Eine Erkrankung an Diabetes mellitus kann jeden treffen. Es gibt jedoch eine Reihe von Risikofaktoren, die das Auftreten des Diabetes und der damit verbundenen Begleit-und Folgeerkrankungen begünstigen.

Hierzu gehören z.B. Übergewicht, zu wenig körperliche Aktivität, Bluthochdruck, Rauchen, gestörte Blutfette, zunehmendes Alter und eine erbliche Veranlagung. Je mehr Risikofaktoren vorliegen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, irgendwann an einem Diabetes mellitus (Typ 2) zu erkranken.

Jeder Leser auf www.diabetes-germany.com kann sein individuelles Diabetes-Risiko kostenlos, schnell und einfach testen. Dieser Test ersetzt zwar keinen Besuch beim Hausarzt, er bietet aber die Möglichkeit, sich direkt zu informieren.

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Lindenweg 8
74915 Waibstadt
Internet: www.diabetes-germany.com
eMail: info@diabetes-germany.com


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Volkskrankheit Diabetes Interessierten. Informationen rund um die Themengebiete Diabetes, Geld und Börse; Diabetes & Versicherungen, Diabetes & Ernährung, Diabetes & Wein, Diabetes & Hautpflege, Diabetes & Reisen sowie neueste Nachrichten aus der Diabetes-Forschung und Informationen zu neuen Produkten für Diabetiker machen das Online-Portal diabetes-germany.com zu einer wichtigen Informationsplattform für Diabetiker, deren Angehörige und Interessierte.

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Diabetes: Zu wenig Prävention und Screenings
« Antwort #5 am: 11. September 2010, 21:57 »
Diabetes Initiative Österreich: mehr Prävention und flächendeckende Screenings im Kampf gegen Diabetes notwendig =

   Wien (OTS) - Anlässlich einer Pressekonferenz der Diabetes
Fachgesellschaft ÖDG fordert die Diabetes Initiative Österreich
(DIÖ), den Kampf gegen Diabetes mit mehr Engagement zu führen. "Heute
leiden rund 600.000 Personen an Diabetes, teils ohne es zu wissen.
Die meisten dieser Menschen leiden an Typ-2 Diabetes - einer
lebensstilbedingten Erkrankung. Wir müssen mit einem epidemiehaften
Anstieg der Prävalenzzahlen für die nächsten Jahre rechnen, das
sollte uns allen ein dringender Auftrag sein, noch mehr gegen diese
Stoffwechselerkrankung zu tun", so Univ. Prof. Dr. Bernhard Ludvik,
Präsident der Diabetes Initiative Österreich.
Gesundheitsförderung weiter ausbauen - flächendeckende Screenings
notwendig
   "Die aktuellen Maßnahmen zur Primärprävention, der klassischen
Gesundheitsförderung, bieten die richtigen Ansätze, sind aber noch
ausbaufähig. Wir benötigen noch mehr zielgruppenspezifische Angebote
und müssen klare, einfache Botschaften transportieren. Wir können
heute unsere Risikogruppen gut eingrenzen, müssen diese aber besser
und treffsicherer informieren. Das betrifft eine Vielzahl von
Personengruppen, von Kindern bis zu Senioren", so Ludvik weiter.
Prim. Univ. Doz. Dr. Raimund Weitgasser, Präsident der ÖDG und
Vorstandsmitglied der DIÖ, ergänzt: "eine kürzlich veröffentlichte
HTA-Studie der Gesundheit Österreich GmbH zur Effizienz und
Effektivität eines Diabetes Typ-2 Screenings zeigt uns, dass wir vor
allem den Typ-2 Diabetes ganzheitlich als Folgeerkrankung eines weit
verbreiteten Lebensstils betrachten müssen und deshalb unsere
Maßnahmen konzertiert setzen müssen. Wir brauchen ein strukturiertes
Screening-Verfahren mit Blick auf die Risikogruppen, auf das sich
alle Versorgungsebenen verständigen. Wir wünschen uns zudem, dass ein
effektives Disease Management Programm für Diabetes-Patienten
flächendeckend in ganz Österreich umgesetzt wird", so Weitgasser
abschließend.
Hinweis: Nordic City Walk am 17. Oktober 2010
   Auf Wunsch der ÖDG weist die Diabetes Initiative freundlich auf
den zum 5. Mal stattfindenden "Nordic City Walk" der ÖDG hin, der
heuer am 17. Oktober 2010 veranstaltet wird. Nähere Informationen
über die Teilnahme zum Event finden Sie unter: www.oedg.at
Über die Diabetes Initiative Österreich
   Die Diabetes Initiative Österreich ist ein junger, gemeinnütziger
Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, eine führende Rolle im Kampf
gegen Diabetes in Österreich einzunehmen. Unter dem Dach der Diabetes
Initiative Österreich sind im Vereinsvorstand Personen tätig, die in
ihren beruflichen Funktionen federführend im Kampf gegen Diabetes in
Österreich auftreten.
Dem Verein steht ein hochrangiges Präsidium vor:
 Präsident: Univ.-Prof. Dr. Bernhard Ludvik
 1. Vizepräsident: Dr. Martin Gleitsmann
 2. Vizepräsidentin: Dr. Doris Langeder
   Die vier inhaltlichen Säulen der Initiative bilden vier
Arbeitskreise, die ebenfalls von hochrangigen Proponenten geleitet
werden:
 Leiter AK-Bewegung: Mag. Christian Lackinger
 Leiter AK-Therapie: Univ. Doz. Dr. Raimund Weitgasser
 Leiter AK-Ernährung: Univ. Doz. Dr. Ingrid Kiefer
 Leiter AK-Public Health: Univ. Prof. Dr. Anita Rieder
   Die Diabetes Initiative Österreich wird bereits von einer Vielzahl
an Partnern und fördernden Mitgliedern unterstützt: Caritas
Österreich, Gourmet, Hilfswerk Österreich, Sportunion, Ströck, SV der
gewerblichen Wirtschaft, sanofi-aventis, Österreichischer
Seniorenbund, Plattform Gesundheitswirtschaft der Wirtschaftskammer
Österreich, Pensionistenverband Österreich, Österreichischer
Seniorenrat, Wiener Gesundheitsförderung
Rückfragehinweis:
~
   Diabetes Initiative Österreich
   c/o vereint Vereins- und Konferenzmanagement
   Hollandstraße 14, 1020 Wien
   Tel : +43/1/533 35 42
   Email : office@diabetesinitiative.at
   www.diabetesinitiative.at

Gitti

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Diabetes - die stille Gefahr
« Antwort #6 am: 30. April 2012, 00:21 »


+ Diabetes - die stille Gefahr

Mittwoch, 2. Mai 2012: 15.00 - 16.00 Uhr, Planet Wissen, WDR Fernsehen
Wiederholung: 3. Mai, ab 8.20 Uhr, WDR Fernsehen

"Planet Wissen" geht auf Risikofaktoren, Symptome, und den Umgang mit
der Zuckerkrankheit ein. Der Diabetologe und Wissenschaftler Dr. Karsten
Müssig wird im Studio zudem auf neue Forschungsansätze zur Bekämpfung
dieser stillen Gefahr eingehen.
 
http://www.wdr.de/wissen/wdr_wissen/programmtipps/fernsehen/12/05/02_1500_w.php5

Werner

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Diabetes und Ingwer
« Antwort #7 am: 16. September 2012, 12:02 »



Diabetes-Studie: Ingwer wirkt blutzuckerregulierend

Laut einer Studie der University of Sydney könnte das Gewürz und alte asiatische Heilmittel Ingwer erhöhte Blutzuckerwerte regulieren und so Komplikationen bei Diabetes-Langzeitpatienten entgegenwirken. Die Studie wurde Anfang August in der renommierten Wissenschaftszeitschrift "Planta Medica" veröffentlicht und beschäftigt sich mit der möglichen Regulierung des Blutzuckerspiegels durch die Einnahme von Ingwer und seiner Nutzung von Muskelzellen.

------- http://www.journalmed.de/newsview.php?id=38610