Autor Thema: Brustkrebs ist ........  (Gelesen 15243 mal)

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Brustkrebs ist ........
« am: 22. April 2007, 17:10 »

Vorweg möchte ich noch festhalten,
dass es auch beim Mann zu Brustkrebs kommt.

Allgemeines
Die weibliche Brust besteht aus dem milchproduzierenden Drüsengewebe und den Milchgängen, über die die Milch zur Brustwarze gelangt.
Bei Brustkrebs (Mammakarzinom) handelt es sich um eine bösartige Veränderung des Brustgewebes. Die sogenannten duktalen Karzinome gehen von der Zellschicht an der Innenseite der Drüsengänge aus, während lobuläre Karzinome von den Drüsenläppchen ausgehen. Seltenere Formen des Mammakarzinoms sind der Morbus Paget (ein Karzinom der Brustwarze), der Phylloidtumor (meist sehr große Tumore, die gutartig, aber auch bösartig sein können). Sarkome (gehen vom Bindegewebe der Brust aus), oder Lymphome, die äußerst rar sind. Fibrome (Bindegewebe) und Lipome (Fettgewebe) sind gutartige Tumoren der Brust.

Entstehung und Risiko
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Statistisch gesehen erkrankt jede 8. Frau an Brustkrebs. In Österreich wird jährlich bei etwa 5000 Frauen die Diagnose Brustkrebs gestellt. Männer sind nur in den seltensten Fällen betroffen.

Bösartige Zellen können für längere Zeit auf einen kleinen Bereich im Drüsen- oder Ganggewebe begrenzt sein. Man spricht vom Carcinoma in situ (intralobuläres oder intraductales Mammakarzinom). Durchbrechen Krebszellen das Drüsengewebe und siedeln sich im sonstigen Brustgewebe an, so bezeichnet man dies als ein invasives Mammakarzinom. Krebszellen können sich über die Lymphbahnen in die Lymphknoten der Umgebung (vor allem Achsel), aber auch über die Blutbahn ausbreiten und Absiedelungen (Töchtergeschwülste = Metastasen) bilden.

Risikofaktoren
Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, wird vom Lebensstil (Ernährung), Hormonen und Erbfaktoren geprägt. Frauen mit hohem Fettkonsum und Übergewicht erkranken häufiger an Brustkrebs. Ein früher Beginn der Regelblutung, bzw. ein später Eintritt in die Wechseljahre sowie die erste Geburt im fortgeschrittenen Lebensalter bedeuten ein gesteigertes Erkrankungsrisiko. Das höchste Risiko weisen aber Frauen auf, in deren Familie (Mutter, Schwester etc.) Brustkrebs aufgetreten ist.

Brustkrebshäufung
Frauen, bei denen die Mutter oder Schwester an Brustkrebs erkrankt ist, haben ein 2-3fach erhöhtes Risiko.

Brustkrebsfamilien

Die familiäre Brustkrebserkrankung (Brustkrebsfamilien), die durch Mutationen der Brustkrebsgene (BRCA-1 und BRCA-2) charakterisiert ist, bedeutet ein besonders hohes Risiko für ihre weiblichen Angehörigen, an Brustkrebs bzw. an Eierstockkrebs zu erkranken.

Die Häufigkeit der Erkrankung steigt mit zunehmendem Lebensalter an und erreicht ein Maximum zwischen dem 55. Und 65. Lebensjahr. In den letzten Jahren ist es bei jüngeren Frauen zu einem Anstieg der Erkrankungsrate gekommen.

Faktoren für ein erhöhtes Risiko:
    * Genetische Ursache
    * Familiär gehäufte Brustkrebsfälle
    * Entfernung einer Brustkrebsvorstufe
    * Brustkrebs in einer Brust   

Faktoren für ein gering erhöhtes Risiko:

    * Beginn der Regelblutung vor dem 11. Lebensjahr und später Beginn des Wechsels
    * Kinderlosigkeit
    * Erste ausgetragene Schwangerschaft nach dem 30. Lebensjahr
    * Fehlende Stilltätigkeit
    * Fettsucht
    * Erhöhter Alkoholkonsum
    * Geringe körperliche Aktivität
    * Hormonersatztherapie länger als 10 Jahre
    * Krebserkrankung der Gebärmutter, des Eierstockes oder des Dickdarmes   

Symptome/Warnsignale
Brustkrebs wird von Frauen oft selbst entdeckt. Daher ist die monatliche Selbstuntersuchung der Brust besonders wichtig.
Seltener auftretende Anzeichen sind Schmerzen und Spannen in der Brust, eingezogene Brustwarzen, Entzündungen und Hautveränderungen („Orangenhaut“) der Brust, Schwellung der Brust oder der Lymphknoten in den Achselhöhlen oder Absonderungen aus der Brustwarze.

    * Knoten in der Brust
    * Neu aufgetretene Einziehungen der Brustwarze
    * Größenveränderung einer Brust
    * Einseitige blutige oder wässrige Sekretion aus der Brustwarze
    * Rötung der Brust
    * Ekzem der Brustwarze
    * Knoten in der Achselhöhlen   

Diagnose
Werden bei der Tastuntersuchung des Arztes, bei der Mammographie, einer Ultraschalluntersuchung oder Magnetresonanztomographie Hinweise auf ein Mammakarzinom gefunden, so kann mittels Feinnadelbiopsie (FNB) oder High-Speed-Biopsie (HSB) eine Gewebeprobe aus dem betreffenden Brustareal entnommen werden. Unter dem Mikroskop wird das Gewebe untersucht, um es als gut- oder bösartig identifizieren zu können. Der histologische Befund entscheidet über die Art des weiteren Vorgehens bzw Behandlung.

Therapie
Die Behandlung der Brustkrebserkrankung besteht in der Operation, der medikamentösen Therapie und in der Strahlentherapie. Die Art der (Nach)behandlung hängt von der persönlichen Situation der Frau und den Eigenschaften des Brustkrebsgewebes ab. Die Behandlungsstrategie wird individuell auf die Patientin abgestimmt und mit ihr besprochen. Die Patientin wird vor jeder Behandlungsart ausführlich über Wirkungen / Nebenwirkungen sowie über Risiken und Komplikationen der Therapie aufgeklärt.

Operation:
Bei etwa 70 Prozent aller Brustkrebspatienten kann brusterhaltend operiert werden. Das bedeutet, dass ein Großteil der Brust mit günstigem kosmetischen Ergebnis erhalten werden kann.
Eine komplette Entfernung der Brust ist nötig, wenn:

   1. ein großer Tumor besteht und dieser auf eine präoperative systemische Therapie nicht anspricht
   2. mehrere Herde in verschiedenen Teilen der Brust vorliegen
   3. ein diffuses Vorwachsen von Tumorzellen vorliegt und daher eine teilweise Erhaltung von Brustdrüsengewebe nicht sinnvoll ist.   

Strahlentherapie:
Eine Strahlentherapie ist vor allem dann notwendig, wenn eine brusterhaltende Operation durchgeführt wurde. Auch nach Brustamputationen wird in vielen Fällen eine Strahlenbehandlung vorgenommen.

Durch die Nachbestrahlung der Brust kann vor allem das Risiko eines Lokalrezidives (Wiederauftreten) von etwa 10 - 20% auf unter 5% gesenkt werden. Eine Nachbestrahlung bei Frauen mit axillärem Lymphknotenbefall kann das weitere Überleben positiv beeinflussen. Die moderne Strahlentherapie zeichnet sich durch eine exakte Bestrahlungsplanung aus, sodass nur das Zielgewebe bestrahlt wird und die Nebenwirkungen auf die Haut und angrenzende Organe wie Lunge und Herz vermieden oder möglichst gering gehalten werden können.

Medikamentöse Therapie
Frauen mit Brustkrebs profitieren von einer medikamentösen Nachbehandlung. Es kann dadurch das Risiko für ein Neuauftreten der Erkrankung in der anderen Brust und für die Bildung von Metastasen deutlich reduziert und die Überlebenschance wesentlich verbessert werden. Grundsätzlich stehen uns zytostatische Medikamente (Chemotherapie) und hormonelle Behandlungsmaßnahmen zur Verfügung. In jüngster Zeit werden auch Antikörper und Bisphosphonate in der Behandlung von Brustkrebs eingesetzt.

Unter speziellen Umständen (z.B. wenn die Erkrankung eine aggressivere Charakteristik aufweist) wird diese unterstützende Therapie mit Zytostatika empfohlen. Die Patientinnen werden in periodischen Abständen einer intravenösen Behandlung unterzogen. In den meisten Fällen wird eine aus mehreren Medikamenten bestehende Chemotherapie empfohlen, deren Nebenwirkungs-spektrum in erfahrenen Händen relativ gering ist.


Brustkrebs ist, wenn er in einem frühen Stadium festgestellt wird, durch eine Operation allein heilbar. Bei Patientinnen mit einem Tumor von unter einem Zentimeter Größe und tumorfreien Lymphknoten wird durch die Operation allein eine Heilung in mehr als 95 Prozent aller Fälle erreicht. Bei größeren Tumoren bzw. bei vorhandenen Lymphknotenmetastasen ist eine adjuvante dh. eine postoperative Therapie, entweder mit Hormonen oder mit Zytostatika bzw. mit einer Kombination beider notwendig. Durch diese Maßnahmen gelingt es, die Überlebenswahrscheinlichkeit der so behandelten Patientinnen deutlich anzuheben, sodass man sagen kann, dass nach statistischen Analysen Dauerheilungen in der Größenordung von 55 bis 70 Prozent aller behandelten Patientinnen erreicht werden können.

Vorsorge
Ein richtiges "Programm" zur Vorbeugung von Brustkrebs gibt es leider nicht. Es gibt jedoch verschiedene Faktoren, die das Risiko senken, etwa nicht zu rauchen. Daneben sind regelmäßige Früherkennungsmaßnahmen das A und O.

Folgende Faktoren bieten Schutz vor Brustkrebs:
    * Gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse, kein Übergewicht, kein Nikotin
    * Erstes Kind vor dem 30. Lebensjahr
    * Mehr als 24 Monate Stillzeit insgesamt
    * Späte erste Menstruation und früher Wechsel
    * Fehlen von Krebserkrankungen, insbesondere von Brustkrebs, in der Familie   

Die wichtigsten Grundlagen für die Früherkennung:
    * Selbstuntersuchung durch Abtasten der Brust
    * Untersuchung durch den Arzt
    * Mammographie
    * Ultraschalluntersuchung   

Das regelmäßige dh. monatliche Abtasten und Beobachten der Brust sollte zur Selbstverständlichkeit werden. Bei Frauen in geschlechtsreifen Alter ist der ideale Zeitpunkt zur Selbstuntersuchung knapp nach Ende der Monatsblutung. Werden dabei Veränderungen festgestellt, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.

Ab dem 35.Lebensjahr sollte darüber hinaus bei allen Frauen eine Basismammographie vorgenommen werden, ab dem 40. Lebensjahr soll eine Mammographie in regelmäßigen Abständen (alle 1 bis 2 Jahre) durchgeführt werden. Die Mammographie ist das einzige Verfahren, mit dem Brustkrebs bereits in einem Stadium erkannt werden kann, in dem er weder tastbar ist, noch irgendwelche Symptome hervorruft.

Je früher die Diagnose gestellt wird, desto eher kann ein brusterhaltendes, operatives Vorgehen gewählt werden, und desto besser sind auch die Aussichten auf vollständige Heilung. Bei Verzögerung der Behandlung kommt es zur Ausbreitung von Krebszellen und damit zu einer Verringerung der Chancen. Aus diesem Grund kommt der Früherkennung besondere Bedeutung zu.

Anm:Ich habe mir rund 2 dutzend Beschreibungen zu Brustkrebs durchgelesen - fand diese recht gut. weiters besteht die Möglichkeit, Infobroschüren anzufordern, von verschiedenen Pharmakonzernen, Institutionen bzw. der Krebshilfe Österreich und den Landesstellen: http://www.krebshilfe.net/asp/shop_default.asp

Dietmar E.

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Brustkrebs ist ... lt. Roche
« Antwort #1 am: 01. Mai 2007, 14:26 »

R o c h e ,  zu Brustkrebs


http://www.roche.com/de/background_breast_cancer-d.pdf

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B R U S T K R E B S


Krebs kann sich entwickeln, wenn Zellen im Körper ausser Kontrolle geraten, sich sehr schnell
teilen und dann in benachbartes Gewebe eindringen oder sich im ganzen Körper verbreiten.
Eine Ansammlung solcher, sich ausser Kontrolle befindlicher Zellen wird als Tumor
bezeichnet. Beim Brustkrebs beginnt die Krankheit üblicherweise in den Milchdrüsen oder
den Milchgängen und kann durch die Wände dieser Gewebe in benachbartes Fettgewebe der
Brust eindringen und sich schliesslich in andere Teile des Körpers ausbreiten.
Der wahrscheinliche Verlauf (die Prognose) sowie die Behandlung von Brustkrebs sind vom
Krankheitsstadium (wie weit der Krebs gestreut hat) zum Zeitpunkt der Diagnose abhängig.

Brustkrebs wird grob in vier Stadien eingeteilt:

1. Stadium: Der Krebs ist auf die Brust begrenzt (Brustkrebs im Frühstadium)
2. Stadium: Der Krebs hat sich auf die umliegenden Bereiche ausgeweitet – z.B. auf die
Lymphknoten in den Achselhöhlen der Patientin (lokal fortgeschrittener Brustkrebs).
3. Stadium: Der Krebs hat sich auf das weitere Brustgewebe und die Brustkorbmuskulatur
ausgeweitet (lokal fortgeschrittener Brustkrebs)
4. Der Krebs hat sich bereits auf andere Teile des Körpers der Patientin ausgedehnt
(metastasierter oder fortgeschrittener Brustkrebs).

Risiken und Ursachen von Brustkrebs
Alle Frauen unterliegen einem Brustkrebsrisiko, und viele Ursachen der Erkrankung sind
nicht bekannt. Die Forschung hat einige Faktoren identifiziert, die das Risiko erhöhen, an
Brustkrebs zu erkranken. Zu diesen gehören:

• Erhöhtes Alter
• Ein sehr frühes Einsetzen oder spätes Aussetzen der Regelblutung
• Eine späte erste Schwangerschaft (die erste Geburt nach dem 30. Lebensjahr der Frau)
• Kinderlosigkeit
• Hormonelle Ursachen
• Familiäre Belastung

Ein häufigeres Auftreten von Brustkrebs in einer Familie kann das Krankheitsrisiko erhöhen.
In Studien wird zudem der Einfluss der Lebensführung wie z.B. die Belastung durch Pestizide,
Alkoholkonsum, Gewichtszunahme, fettreiche Ernährung sowie Bewegungsmangel auf die
Entstehung von Brustkrebs untersucht.

Das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Diagnose liegt bei 62 Jahren. Dies zeigt, wie wichtig
das Alter als Risikofaktor ist. 78% aller Brustkrebsfälle treten bei Frauen auf, die über 50 Jahre
alt sind, und nur 6% bei Frauen unter 40 Jahren. Zunehmende Sorge bereitet die Tatsache,
dass Brustkrebs in industrialisierten Staaten wie Grossbritannien zur häufigsten Todesursache
bei jüngeren Frauen im Alter zwischen 20 und 59 Jahren geworden ist.
Möglicherweise reduzieren einige Faktoren das Risiko einer Brustkrebserkrankung – hierzu
gehören das Stillen sowie Sport und Bewegung. Auch Männer können in seltenen Fällen an
Brustkrebs erkranken.
Anm: Diese Alterspyramide hat mich sehr überrascht!

Die Symptome von Brustkrebs
Im frühen Stadium der Erkrankung treten leider häufig keinerlei Symptome auf. Aus diesem
Grund ist es für Frauen wichtig, an den empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen.
Wenn der Krebs grösser wird, können jedoch folgende Symptome auftreten:
• Ein Knoten oder eine Anschwellung in der Brust oder in der Achselhöhle
• Eine Veränderung in Grösse und Form der Brust
• Absonderungen aus der Brustwarze oder Einziehungen der Brustwarze
• Eine Hautrötung oder Verschuppung auf der Brustwarze oder um sie herum
• Eine Vernarbung oder eine Grübchenbildung an der Brusthaut

Früherkennung und Diagnose von Brustkrebs

Eine frühe Erkennung und Behandlung von Brustkrebs erhöht die Lebenserwartung und
erweitert die Behandlungsoptionen. Etwa 95 Prozent der Frauen, bei denen ein noch lokal
begrenzter Brustkrebs entdeckt wurde (auf die Brust beschränkt oder nur auf das umliegende
Gewebe ausgedehnt) lebt nach der Diagnose noch mehr als fünf Jahre. Im Vergleich hierzu
leben nur 23 Prozent der Frauen, bei denen sich der Krebs bereits auf andere Körperteile
ausgedehnt hat, noch länger als fünf Jahre. Die Mehrzahl der Krebserkrankungen wird von
den Frauen selbst festgestellt, meist als ein kleiner, fester Knoten. Aus diesem Grund raten
viele Ärzte zu einer regelmässigen monatlichen Selbstkontrolle der Brust. Manche Ärzte
befürworten eine jährliche Kontrolluntersuchung durch den Arzt oder eine jährlich oder
halbjährliche Mammografie (eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust), um Knoten
frühzeitig zu entdecken Eine Mammografie zur Früherkennung von Anomalien wird auch
Frauen ab einem gewissen Alter oder solchen, die ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben,
empfohlen.
Wenn ein Knoten oder eine Anomalie bei einer Mammographie entdeckt wird, kann eine
Biopsie notwendig werden, bei der der Arzt eine Gewebeprobe zur mikroskopischen
Untersuchung entnimmt, um eine Diagnose zu stellen. In den meisten Fällen verursacht der
Knoten keine Schmerzen, in manchen Fällen kommt es jedoch zu krebsbedingten Schmerzen.
Für die Nachuntersuchung und die Überwachung bietet Roche Diagnostics seinen Elecsys
Krebstest. In laufenden Forschungsprogrammen wird versucht, neue Brustkrebsmarker zu
entdecken. Es wird erwartet, dass ersten Tests mit diesen neuen Markern (DNAMethylierungs-
Marker) im Jahr 2007 durchgeführt werden.

Quellenangabe:

1. World Health Organisation (2003 (http://www.who.int/mediacentre/releases/2003/pr27/en/))
Mortality Report – UK: CancerResearch UK. Februar 2003.
Breast Cancer Care UK: Hereditary Breast Cancer. Mai 2003
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"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Dietmar E.

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Roche antwortet zu Brustkrebs
« Antwort #2 am: 01. Mai 2007, 14:31 »

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BRUSTKREBS: HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN


Wie hoch sind Anzahl der Neuerkrankungen (Inzidenz) und das Vorkommen (Prävalenz)
von Brustkrebs in verschiedenen Teilen der Welt?
An Brustkrebs erkranken weltweit mehr Frauen als an jeder anderen Krebsart. Eine von 11
Frauen bekommt irgendwann in ihrem Leben Brustkrebs. Nach Angaben der
Weltgesundheitsorganisation WHO (2003) wird in diesem Jahr an mehr als einer Million
Frauen Brustkrebs diagnostiziert werden.
Weltweit gesehen ist Brustkrebs bei Frauen die häufigste krebsbedingte Todesursache, in
Europa ist es bei Frauen die zweithäufigste Todesursache überhaupt. Etwa fünf bis zehn
Prozent aller Brustkrebsfälle sind erblich bedingt. Die Forschung ist dabei, den
Zusammenhang zwischen dem Krebsrisiko und der Familiengeschichte noch besser zu
verstehen.
Industrialisierte Länder wie Nordamerika, Nordeuropa, Australien und Neuseeland haben die
höchsten Brustkrebsraten. In den Entwicklungsländern finden sich die höchsten
Erkrankungsraten für Brustkrebs in Südafrika, der Karibik, dem westlichen Asien und
Nordafrika. Frauen aus Westafrika und Ostasien haben das geringste Risiko, an Brustkrebs zu
erkranken, obwohl Studien zeigen, dass Frauen, die in eine andere Region ziehen, ihr Risiko
innerhalb von nur einer Generation an das dortige angleichen.

Was bedeutet Brustkrebs für das Leben der Patientinnen?

Frauen, die an Brustkrebs sterben, verlieren fast 20 Jahre ihres Lebens. Jedes Jahr gehen in den
USA und Europa ungefähr 2 Millionen verlorene Lebensjahre auf das Konto von Brustkrebs.
Nach der ersten Behandlung streut der Krebs bei 50 Prozent der Frauen in andere Teile des
Körpers. Diese Frauen überleben im Durchschnitt nur 18 bis 30 Monate.

Welche Behandlung gibt es für Brustkrebs?
Grundsätzlich hat eine Frau bei Brustkrebs fünf Behandlungsoptionen:
• Die Operation
• Die Strahlenbehandlung (Radiotherapie)
• Die Chemotherapie
• Die Hormontherapie
• Biologische Therapien
Meist kommt jedoch eine Kombination zum Einsatz. Die Art der Behandlung hängt auch vom
Stadium der Erkrankung ab. Brustkrebs kann durch so genannte lokale Therapien und auch
durch systemische Therapien behandelt werden.
Lokale Therapien werden eingesetzt, wenn die Krankheit auf die Brust begrenzt ist. Operation
und Bestrahlung sind lokale Therapien. Wenn der Brustkrebs bereits in andere Regionen des
Körpers gestreut hat, können lokale Therapien eingesetzt werden, um an diesen anderen
Stellen gegen den Krebs vorzugehen – wenn beispielsweise Brustkrebs auch Lunge oder
Knochen befallen hat, kann die Bestrahlung auch dort eingesetzt werden.
Systemische Therapien werden eingesetzt, wenn der Krebs schon viele Teile des Körpers
befallen hat. Chemotherapie, Hormontherapie und biologische systemische Therapien
erreichen alle Regionen des Körpers und wirken dort gegen den Krebs. In manchen Fällen
werden systemische Therapien auch eingesetzt, um eine Verkleinerung des Tumors zu
bewirken, bevor eine lokale Therapie zum Einsatz kommt.

Operation

Die Art des chirurgischen Eingriffs hängt vom Stadium der Erkrankung, der Tumorart, dem
Alter der Frau, ihrem allgemeinen Gesundheitszustand und ihren persönlichen Wünschen ab.
Die beiden hauptsächlichen Vorgehensweisen bei Brustkrebs sind:
• die Lumpektomie, bei der der Tumor und etwas umliegendes Gewebe entfernt werden
• die Mastektomie, bei der die ganze Brust entfernt wird
Um die Chancen auf ein längeres Überleben zu erhöhen, kommen in der Regel nach der
Operation weitere ergänzende Therapien (Bestrahlung, Hormon- oder Chemotherapie) zum
Einsatz.

Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie wird der Tumor energiereicher Röntgenstrahlung ausgesetzt, die die
Krebszellen zerstört. Sie kommt oft bei Patienten, die lokal behandelt werden, nach einer
Operation (adjuvant) zum Einsatz. Die Nebenwirkungen hängen von der Strahlendosis und
von der Region ab, die bestrahlt wurde. Beobachtet werden Jucken, Rötungen, Austrocknung
oder Schuppung der Haut und Müdigkeit.

Chemotherapie
Die Chemotherapie wird üblicherweise intravenös verabreicht, also durch einen Schlauch, der
mit einer Nadel oder einem Katheter in die Blutbahn der Patientin führt. Die intravenöse (oft
als iv abgekürzt) Chemotherapie ist eine systemische Behandlung, bei der das Medikament
über das Blut in fast alle Teile des Körpers gelangt. Die iv Chemotherapie tötet nicht nur
Krebszellen, sondern auch gesunde, sich schnell teilende Zellen im Körper der Frau -
beispielsweise Zellen, die für das Haarwachstum verantwortlich sind.
Die iv Chemotherapie wird in Zyklen eingesetzt. Einem Therapiezyklus folgt dabei eine
Erholungsphase, dann kommt der nächste Zyklus. Am häufigsten ist ein Dreiwochenzyklus,
bei dem die Frauen alle drei Wochen zur Behandlung ins Krankenhaus kommen müssen, aber
es kann auch erforderlich sein, dass eine Patientin wöchentlich ins Krankenhaus muss, um
Injektionen zu erhalten. Je nach Patientin und Erkrankungsstadium kann die Behandlung von
wenigen Wochen bis zu über einem Jahr dauern.

Orale Chemotherapie

In jüngster Zeit wurden bei den Behandlungsmöglichkeiten Fortschritte gemacht, so dass
heute auch Chemotherapien in Form einer Tablette oder einer Kapsel angeboten werden. In
diesem Fall spricht man von oraler Chemotherapie. Bei der oralen Chemotherapie braucht die
Frau keine Injektionen. Die Tabletten werden mit etwas Wasser geschluckt, was für die
Patientin viel angenehmer und weniger belastend ist. Auch werden die Risiken, die mit der iv
Chemotherapie einhergehen, wie Blutgerinnsel, Thrombosen oder Infektionen vermieden.
Die orale Chemotherapie kann zuhause eingenommen werden. Für viele Frauen, die eine orale
Chemotherapie erhalten, ist die Möglichkeit, diese zuhause einzunehmen, einer der
Hauptvorteile. Die Frauen haben das Gefühl, dass ihnen die orale Chemotherapie die Freiheit
gibt, ihr alltägliches Leben ohne Unterbrechung durch häufige Klinikaufenthalte weiter zu
leben. Neun von zehn Frauen bevorzugen die orale Chemotherapie gegenüber der iv
Chemotherapie, weil sie ihnen erlaubt, ihr Leben zu leben, Probleme mit den iv Zugängen zu
vermeiden und ihre Behandlung in der vertrauten Umgebung der Familie durchzuführen.

Hormontherapie
Das weibliche Hormon Östrogen fördert das Tumorwachstum. Behandlungen mit AntiÖstrogenen,
wie zum Beispiel Tamoxifen, blockieren die wachstumsfördernden Effekte von
Östrogen und können als postoperative Behandlung oder bei Frauen mit metastasiertem
Brustkrebs eingesetzt werden.

Biologische Therapien
Eine biologische Therapie für Frauen mit Brustkrebs, der gestreut hat, ist Herceptin
(trastuzumab). Herceptin gehört zu einer neuen Klasse von Medikamenten, den
monoklonalen Antikörpern. Wenn Sie mehr über Herceptin erfahren wollen, besuchen Sie
bitte die Website www.her2status.com

Woraus besteht die Brust?

Die Brust besteht hauptsächlich aus Milchdrüsen (Lobuli), von denen die Milchgänge zur
Brustwarze führen. Wenn eine Frau ihr Baby stillt, produzieren die Milchdrüsen Muttermilch.
Jeweils einige Milchdrüsen bilden zusammen ein Drüsenläppchen. Durchschnittlich befinden
sich in jeder Brust 15 bis 20 dieser Drüsenläppchen. Der Rest der Brust besteht hauptsächlich
aus Fett, das Grösse und Form der Brust bestimmt, sowie Lymphbahnen.

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Tanja

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Brustkrebs?
« Antwort #3 am: 20. November 2007, 23:21 »
Alle Fragen zu Brustkrebs?


Kurier Gesundheitscoach, Prim. Prof. Teresa Wagner, SMZ-Süd, Wien, antwortet:


1) Morgen Mi. 21.11. v. 14-15 Uhr unter 01-526 57 60

2) im Internet diese Woche die Frage stellen und die Antwort kommt per Email (www.kurier.at/gesundheit




Dem Brustkrebs aktiv vorbeugen

Wie häufig ist Brustkrebs?

Pro Jahr erkranken in Österreich etwa 5000 Frauen an Brustkrebs. Damit ist er die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In Österreich wird bei jeder neunten Frau im Laufe ihres Lebens ein bösartiger Brusttumor festgestellt.
Wann ist eine Vorsorgeuntersuchung notwendig?
Selbstuntersuchung der Brust: Monatlich. Tastuntersuchung beim Frauenarzt/-ärztin: Jährlich. Mammografie und falls erforderlich Brust-Ultraschall: Ab dem 40. Lebensjahr zumindest alle zwei Jahre.

Wie kann ich mein Risiko an Brustkrebs zu erkranken senken?

Jede Frau kann durch einen ausgewogenen Lifestyle viel für die eigene (Brust-)Gesundheit tun und so Krebs aktiv vorbeugen: Ausreichend Bewegung ist wichtig. Vier Stunden Sport pro Woche senken das Brustkrebsrisiko um etwa 40 Prozent. Ein weiterer Faktor in der Brustkrebsvorsorge ist das Halten des Normalgewichts. Vor allem postmenopausale Frauen sind durch Übergewicht gefährdet. Der Konsum von Alkohol sollte minimiert werden (max. 1/8 l Wein pro Tag), vor allem in Kombination mit einer Hormonersatztherapie.

Erhöhen Hormone das Brustkrebs-Risiko?

Das wird immer wieder diskutiert. Unter Einnahme der Anti-Baby-Pille kommt es nicht zu einer Erhöhung des Brustkrebsrisikos. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen allerdings deutlich, dass die Hormonersatztherapie mit Kombinationsprodukten aus Östrogen und Progesteron das Risiko an Brustkrebs zu erkranken um 25 Prozent erhöht. Neue Studien zeigen, dass durch die verminderte Einnahme der Hormonersatztherapie in den USA die Brustkrebshäufigkeit seit 2002 bei den über 50-jährigen Frauen um 8,6 Prozent gesunken ist.

 Brustkrebs früher erkennen
Studie - Für Frauen mit einer bestimmten Genmutation liegt das Risiko, bis zum ihrem 70. Lebensjahr an Brustkrebs zu erkranken, bei bis zu 80 %. Dieser Hochrisikogruppe werden bereits ab einem Alter von 25 Jahren regelmäßige Untersuchungen empfohlen. Eine Studie der MedUni Wien zeigte jetzt weltweit erstmals, dass mittels Magnetresonanz-Tomographie (MRT) die Brustkrebs-Früherkennung für Hochrisikopatientinnen im Vergleich zur Mammographie signifikant verbessert werden kann. Sogar Vorstadien des Mammakarzinoms können entdeckt werden, so die Forscher an der Uni-Klinik für Radiodiagnostik.

Prävention hat mehr Effekte als modernste Arzneien

Vorsorge, Früherkennung, aber auch individuelle Nachsorge stehen beim Brustkrebs noch immer im Vordergrund. Das betonen die Wiener Brustkrebsexperten Univ.-Prof. Teresa Wagner (SMZ-Ost) und Univ.-Prof. Ernst Kubista (AKH): "Alle Forschungen zu neuen Behandlungsmöglichkeiten sind natürlich zu begrüßen. Aber mehr Effekte hätten wir wohl, wenn wir diese wesentlichen Faktoren stärken könnten."

In punkto Brustkrebs-Vorbeugung ist die kombinierte Hormonersatztherapie mit Östrogen und Gestagen nach dem Wechsel ein Thema geworden: "Sie führt zu einer Erhöhung des Brustkrebsrisikos um 25 Prozent", so Wagner. Der deutliche Rückgang an Verschreibungen in den USA nach Veröffentlichung einer entsprechenden Studie führte auch dazu, dass dort die Brustkrebshäufigkeit zwischen 2002 und 2004 bei über 50-jährigen Frauen um 8,6 Prozent zurückgegangen ist. Verteufeln wollen die Experten diese Therapie aber nicht: "Manche Frauen leiden furchtbar im Wechsel", so Wagner. Sie warnt aber vor einer "unnötigen oder zu langen Einnahme". Kubista: "Wenn ein Arzt heute noch 15 Jahre lang die Ersatztherapie ohne intensive Patientengespräche verordnet, ist das auf jeden Fall zu hinterfragen."

« Letzte Änderung: 20. November 2007, 23:38 von Tanja »

Jutta

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Brustkrebs: Vorsorge
« Antwort #4 am: 06. Januar 2008, 01:05 »
http://www.hexal-onkologie.de/

Brustkrebs

Krebs entsteht in den Körperzellen, den Bausteinen des Körpergewebes. Aus dem Gewebe werden die Körperorgane gebildet. Normalerweise wachsen Zellen und teilen sich, wobei sich in dem Maße neue Zellen bilden, wie der Körper sie benötigt. Wenn Zellen alt werden, sterben sie ab und neue Zellen nehmen ihren Platz ein. Manchmal gerät dieser geregelte Prozess außer Kontrolle. Neue Zellen bilden sich, wenn der Körper sie gar nicht benötigt, und alte Zellen sterben nicht ab, obwohl dies eigentlich der Fall sein sollte. Diese zusätzlichen Zellen können eine Gewebemasse bilden, die als Geschwulst oder Tumor bezeichnet wird. Nicht alle Tumore sind Krebs. Tumore können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein.

Zellen von bösartigen Tumoren können in benachbarte Gewebe und Organe eindringen und diese schädigen. Es kann auch vorkommen, dass Krebszellen sich von einem bösartigen Tumor ablösen und in die Blutbahn oder das lymphatische System eindringen. Auf diese Weise streuen Krebszellen von dem ursprünglichen Tumor ( Primärtumor) aus und bilden neue Tumore in anderen Organen. Dieses Ausstreuen von Krebs wird als Metastasierung bezeichnet. Wenn Brustkrebszellen in das Lymphsystem eindringen, können sie in Lymphknoten in der Nähe der Brust nachweisbar sein.

Krebszellen können auch über das Lymphsystem oder die Blutbahn zu anderen Organen gelangen. Wenn Krebs ausstreut (metastasiert), hat der neue Tumor die gleiche Art anomaler Zellen und wird mit demselben Namen bezeichnet wie der Primärtumor. Wenn sich Brustkrebs beispielsweise in den Knochen ausbreitet, sind die im Knochen vorhandenen Krebszellen Brustkrebszellen. Die Krankheit ist dann metastasierter Brustkrebs und kein Knochenkrebs. Sie wird deshalb wie Brustkrebs behandelt, und nicht wie Knochenkrebs. Diese Art Tumor wird u. a. Fernmetastase genannt.

 

Brustkrebsrisiko


Die genauen Ursachen von Brustkrebs sind nicht bekannt. Man weiß aber, dass Stoßen, Quetschen oder Berühren der Brust keinen Brustkrebs verursacht. Und: Brustkrebs ist nicht ansteckend. Niemand kann sich mit dieser Krankheit bei jemand anderem anstecken. Forschungen haben gezeigt, dass Frauen mit bestimmten Risikofaktoren häufiger an Brustkrebs erkranken als andere. Diese können u. a. sein:


Alter: Die Wahrscheinlichkeit Brustkrebs zu bekommen, nimmt mit dem Alter zu. Frauen über 60 haben das höchste Risiko.
 

Persönliche Vorbelastung:
Brustkrebs in einer Brust erhöht das Risiko für die andere Brust.
 

Familiäre Vorbelastung:
Wenn Mutter, Schwester oder Tochter Brustkrebs gehabt haben, ist das Brustkrebsrisiko erhöht.
 

Genetische Veränderungen:
Veränderungen in bestimmten Genen (BRCA1, BRCA2 u. a.) erhöhen das Brustkrebsrisiko.
 

Rauchen: T
abakkonsum erhöht das Krebsrisiko.
 

 Gynäkologische Vorgeschichte:
Je älter eine Frau bei Geburt des ersten Kindes ist, desto höher ihr Brustkrebsrisiko. Frauen, bei denen die Menstruation früh (vor dem 12. Lebensjahr) eingesetzt hat, die spät in die Menopause gekommen sind (nach dem 55. Lebensjahr) oder die nie Kinder gehabt haben, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Frauen, die im Rahmen einer Hormontherapie nur Östrogene einnehmen, haben ein leicht erhöhtes Risiko, Brustkrebs zu entwickeln; Frauen, die Östrogene und Gestagene einnehmen, haben ein deutlich erhöhtes Risiko. Jüngste Untersuchungen ergaben, dass unter kombinierter Hormontherapie (Östrogene und Gestagene) etwa 8 zusätzliche Brustkrebserkrankungen auf 10.000 Frauen auftraten; allerdings ergaben die Studien auch, dass unter Hormontherapie die Wahrscheinlichkeit abnimmt, an Darmkrebs zu erkranken (minus 6 von 10.000 Frauen). Die Lebenserwartung hormonbehandelter Frauen ist ansonsten unverändert.
 

Gewebedichte in der Brust:
Ältere Frauen mit dichtem Brustgewebe (kein Fettgewebe) haben ein erhöhtes Brustkrebsrisiko.
 

Krankhaftes Übergewicht nach der Menopause:
Nach der Menopause haben adipöse Frauen ein erhöhtes Risiko
für die Entwicklung von Brustkrebs. Adipös zu sein bedeutet, dass die betreffende Frau
einen anomal hohen Anteil an Körperfett hat ( Body-mass-index > 30).
 


Es ist hilfreich, die Risikofaktoren zu kennen. Es ist aber auch wichtig zu wissen,
dass die meisten Frauen mit diesen Risikofaktoren nicht an Brustkrebs erkranken.

 

Früherkennung

Früherkennungsuntersuchungen ( Screenings) werden durchgeführt, bevor Symptome vorhanden sind. Sie können dem Arzt helfen, Krebs frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Eine Behandlung ist eher wirksam, wenn der Krebs frühzeitig entdeckt wird.

Mammographie-Screening


Frauen über 40 Jahren sollten alle 1 bis 2 Jahre eine Mammographie machen lassen. Frauen mit überdurchschnittlich hohem Brustkrebsrisiko sollten mit ihrem Arzt darüber sprechen, ob bei ihnen eine Mammographie vor dem 40. Lebensjahr angebracht ist und wie oft diese wiederholt werden sollte.

Beim Mammographie-Screening wird oft ein Knoten in der Brust erkannt, bevor dieser getastet werden kann. Auch Gruppen winziger Kalziumeinlagerungen ( Mikroverkalkungen) werden erkennbar. Knoten oder Einlagerungen können Anzeichen für Krebs sein. Ist bei der Mammographie ein anomaler Bereich erkennbar, müssen eventuell noch weitere Aufnahmen oder eine Biopsie durchgeführt werden. Die Biopsie ist der einzige Weg, um sicher sagen zu können, ob Krebs vorliegt.

Die Mammographie ist für Ärzte ein sehr effektives Instrument, um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen. (Sie ist zur Zeit das einzige System, das verdächtigen Mikrokalk – ein möglicher Hinweis auf sehr frühen Milchgangs-Krebs – entdecken kann.) Es kann aber vorkommen, dass:


 Mammogramm manche bereits vorhandenen Tumore nicht erkannt werden (falsch-negativer Befund).

 

 im Mammogramm Verdächtiges zu sehen ist, obwohl es sich schließlich dabei nicht um Krebs handelt (falsch-positiver Befund).
 

 manche schnell wachsende Tumore bereits in andere Körperbereiche gestreut haben, bevor sie bei der Mammographie entdeckt werden.
 

Bei der Mammographie (ebenso wie bei Röntgenaufnahmen der Zähne und anderen Routine-Röntgenuntersuchungen) werden geringe Strahlendosen verwendet. Obwohl der Nutzen dieser Untersuchung das Risiko fast immer übersteigt, könnte eine wiederholte Exposition gegenüber Röntgenstrahlen schädlich sein. Frauen sollten deshalb mit ihren Ärzten über die Notwendigkeit jeder Röntgenaufnahme sprechen.

Brust-Ultraschall


Bei dieser Untersuchung kommt hochfrequenter Ultraschall zum Einsatz. Ein erfahrener Arzt mit einem sehr guten Gerät kann Knoten in der Brust ab ca. 0,1 cm Größe entdecken. Nach neueren Untersuchungen ist die Aufdeckungsrate im Verhältnis zur Mammographie etwa gleich groß. Bei großen, dichten Brüsten ist der Ultraschall die bessere Methode zur Entdeckung von Knoten. Wird Brust-Ultraschall zusätzlich zur Mammographie verwendet, verbessert sich die Aufdeckungsrate um ca. 30 Prozent.

Brustuntersuchung durch den Arzt

Bei einer klinischen Brustuntersuchung tastet der Arzt die Brust ab und sucht nach Unterschieden (z. B. in Form oder Größe) zwischen den Brüsten. Mit den Fingerkuppen tastet der Arzt jede Brust auf Knoten ab und untersucht auch Achselhöhle und Schlüsselbeinbereich. Ein Knoten hat im Allgemeinen die Größe einer Erbse, bevor er getastet werden kann; eine sichere Diagnose ist dadurch zumeist nicht möglich.

Selbstuntersuchung

Eine Selbstuntersuchung sollte jede Frau einmal im Monat vornehmen, um etwaige Veränderungen in ihren Brüsten zu erkennen. Veränderungen können aber auch auf dem Älterwerden, dem Menstruationszyklus, einer Schwangerschaft, der Menopause oder der Einnahme der Pille oder anderer Hormone beruhen. Häufig ist die Brust auch direkt vor oder während der Periode geschwollen und druckempfindlich.

Frauen, die bei der Selbstuntersuchung der Brust oder zu einem anderen Zeitpunkt
etwas Ungewöhnliches bemerken,
sollten ihren Arzt aufsuchen.


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Brustkrebs? Infos!
« Antwort #5 am: 26. Mai 2013, 00:16 »


   
         
   

Breast cancer is a feared disease. Even though lung cancer and heart disease kill more women each year, surveys show that women view breast cancer as their biggest health threat. But women can take steps to lower their risk.

Even though men can get breast cancer, Your Disease Risk can't give men an accurate assessment of their risk. Because breast cancer is rare in men, we don't have enough information on risk factors.

To estimate your risk of breast cancer and learn about ways to lower that risk, take a few minutes to answer some questions about your health, background, and lifestyle.
Click on the arrow below to begin the questionnaire:



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