Autor Thema: Hyperthermie - Onkologische Begleittherapie mit der Schulmedizin  (Gelesen 20765 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Dietmar E.

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.889
  • Geschlecht: Männlich
"Wia nemma en den", damals ist es um einen schweren Koffer gegangen.

Heute sage ich mir, wo soll ich diesen Beitrag hinschreiben, und manche andere zu Hyperthermie:
Hier, oder unter Blasenkrebs?

Jedenfalls sind auch Forumsmitglieder gefordert, wenn sie hier etwas suchen.
Es gibt schon so viele interessante Beiträge, was auch der Grund ist,
dass alleine im April 2008 fast 160.000 Zugriffe waren!

Daher verweise ich immer wieder darauf:
Bitte auf die Hauptseite gehen und bei
Suche im Forum" das Suchwort eingeben,
Beiträge mit farbkopierten Wörtern aufrufen und lesen.

Nun aber zur Hyperthermie. Auch darüber stehen schon einioge Beiträge im Forum.
Auch auf TV- und Radiosendungen wurde hingewiesen.
Und, wir haben in Wien ein sehr bekanntes, "alteingesessenes" Institut:

Dr. med. Ralf Kleef

Institut für Wärme- und Immuntherapie IWIT
Windmühlgasse 30/7
A-1060 Wien
Tel +43 (1) 585-7311; Fax +43 (1) 585-7311-20
kleef@hyperthermie.at; www.hyperthermie.at
Schon die Homepage "ist eine Reise wert"!
Interessant auch: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=070814027 

Das AKH Wien beginnt in Kürze Blasenkrebspatienten
ergänzend mit Hyperthermie zu behandeln.
Wer dazu mehr wissen will: kontakt@krebsforum.at

Aber auch z. B. Erlangen und Tübingen ist eifrig unterwegs, daher anschließend auch diuese Adressen.

Die Überwärmungstherapie (Hyperthermie) zeigt bei der Behandlung einiger Krebsarten immer bessere Erfolge. „Die Hyperthermie kann die Wirkung von Strahlen- und Chemotherapie um bis zu 50 Prozent steigern“, zitiert das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau den Leiter der Erlanger Universitäts-Strahlenklinik, Prof. Rolf Sauer.

Die Hyperthermie ist dann besonders erfolgreich, wenn ein einzelner Krebsknoten selbst auf 43 Grad Celsius erwärmt werden kann. Das funktioniert bisher am besten bei Tumoren, die nicht tiefer als vier Zentimeter unter der Haut liegen. So konnte in einer Studie die Rückfallquote beim Blasenkrebs von etwa 50 auf nur noch 17 Prozent verringert werden.

Es gibt aber auch gute Ergebnisse bei "Mitomycin C Instillationen" und "Hyperthermie".

Universitätsklinikum Erlangen
OA Dr. med. Oliver Ott
91054 Erlangen
Tel.: 09 131 - 85 329 35; Fax: 09 131 - 85 359 69
E-Mail: oliver.ott@uk-erlangen.de

Rolf Sauer, Radiotherapeut, Erlangen
http://www.strahlenklinik.klinikum.uni-erlangen.de/e1585/e22/e515/index_ger.html

Universitätsklinikum Tübingen
Hoppe - Seyler - Str. 3
72076 Tübingen
Dr. Vanessa Heinrich
Tel.: 07071 - 298 216 5 / - 5893
Fax: 07071 - 295 026
hyperthermie@med.uni-tuebingen.de

Charitee-Berlin,
Prof. Wurst
Johanna Gellermann, Onkologin

Rolf Issles, München-Großhadern,
Leiter KKG Hyperthermie


Schon vor über 2 Jahren gab es:

Montag,
02. Jänner 2006,
14:20 Uhr

Mehr dazu in den
Ö1 Highlights

Medizin und Gesundheit

Wärmeanwendungen in der Medizin. Interviewpartner: Dr. Ralf Kleef, Allgemeinmediziner und Hyperthermie-Spezialist, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Marktl, Institut für Physiologie der Uni-Wien, Präsident der Wiener Akademie für Ganzheitsmedizin, Univ.-Prof. Dr. Veronika Fialka-Moser, Vorstand der Wiener Uniklinik für physikalische Medizin und Rehabilitation, Univ.-Prof. Dr. Josef Smolen, Leiter der Abteilung für klinische Rheumatologie Wien, Natalie Röschl, Rheuma-Patientin, Dr. Gebhard Breuss, Allgemeinmediziner, Ganzheitsmediziner, Kurarzt im Kloster Marienkron, und Dr. Katrin Bienert, Allgemeinmedizinerin in Mödling mit Schwerpunkt Traditionelle Chinesische Medizin

Gerade in der kalten Jahreszeit ist die Sehnsucht vieler Menschen nach Wärme groß und Saunas oder Wellness-Einrichtungen haben Hochbetrieb. Wärme bzw. Kälte können aber auch zur Behandlung von Erkrankungen eingesetzt werden.

Wärmeanwendungen gehören zu den ältesten medizinischen Interventionen. Ihre Einsatzgebiete reichen von Beschwerden des Bewegungsapparates bis zur Krebstherapie. Vor allem im Bereich der Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sind Therapien mit Wärme - oder Kälte - weit verbreitet. Obwohl die wissenschaftliche Grundlage in vielen Bereichen der Wärmetherapie nicht fundiert ist, werden derartige Verfahren wegen ihrer weitgehenden Nebenwirkungsfreiheit und der einfachen Anwendbarkeit von den Patienten besonders gut angenommen.

Wärmeanwendungen haben darüber hinaus auch ihren Platz im Bereich der Vorsorgemedizin. Das beginnt bei Kneipp-Anwendungen und reicht bis zur Ganzkörperhyperthermie, die, ähnlich wie natürlich auftretende Fieberzustände, einen positiven Effekt auf das Immunsystem hat. Gestaltung: Christian Kugler


« Letzte Änderung: 05. Mai 2008, 00:03 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Dietmar E.

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.889
  • Geschlecht: Männlich
Hyperthermie - bei Blasenkrebs
« Antwort #1 am: 05. Mai 2008, 00:07 »
REZIDIVQUOTE 17 % !

Als neues, vielversprechendes Verfahren steht die intravesikale Hyperthermie kombiniert mit einer Instillationschemotherapie mit Mitomycin C zur Verfügung. Appliziert wird hierbei mit dem sogenannten Synergo-System (das System wird nachfolgend im nächsten Beitrag erläutert). Das Schema umfasst in wöchentlichen Intervallen sechs hyperthermische Sitzungen von jeweils 2x 30 Minuten, bei denen jeweils 20 mg Mitomycin C in 50 ml destiliertem Wasser verabreicht werden.

Nach sechswöchiger Pause folgen sechs weitere Sitzungen alle sechs Wochen.

In einer internationalen, multizentrischen Follow-up-Studie über 2 Jahre konnte eine Rezidivquote von nur noch 17 Prozent dokumentiert werden. Die im Journal of Clinical Oncology publizierten Daten wurden aufgrund der extrem positiven Ergebnisse von der FDA (amerikanische Kontrollbehörde) überprüft und als korrekt zertifiziert. Das Ding ist also ne kleine Revolution in der Therapie bei oberflächlichen Tumoren der Blase...Die Lösung für pt1G3???

Aus dem Englischen:

Patients and methods: Forty-seven patients with multiple or recurrent Ta or
T1 TCC of the bladder were treated with intravesical MMC and local
hyperthermia of the bladder wall. Patients were treated with either a
prophylactic protocol (40 mg MMC) after complete transurethral resection of
all tumours or with an ablative protocol (80 mg MMC) in patients with viable
tumours.

Results: Thirty-two patients were eligible for analysis. The prophylactic
protocol was administered to 22 patients. After a mean follow-up of 289
days, 20 patients (91%) were recurrence free.

Two patients (9%) had tumour recurrence after a mean period of 431 days. The ablative protocol
was administered to 10 patients. Complete tumour ablation was achieved in
eight patients (80%) after a mean follow up of 104.5 days.

Conclusions: Our efficacy and safety results confirm those reported in
previously published studies, suggesting the promising value of this
combined treatment modality for both prophylactic and ablative patients.
The ablative protocol offers an alternative therapy for a selected patient
population for whom no other treatment option exists.


Quelle:
THERMO-CHEMOTHERAPY FOR
INTERMEDIATE OR HIGH-RISK
RECURRENT
SUPERFICIAL BLADDER
CANCER PATIENTS
B. MOSKOVITZ*, G. MEYER, A.
KRAVTZOV, M. GROSS, A. KASTIN, K.
BITON & O. NATIV
Department of Urology Bnai Zion
Medical Center, Technion, Institute of
Technology, Haifa, Israel

"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

hilde

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 572
  • Geschlecht: Weiblich
Strahlentherapie mit Hyperthermie
« Antwort #2 am: 15. August 2008, 19:37 »

Hyperthermie

Über die Chancen, die Ergebnisse der Strahlentherapie durch den Einsatz der so genannten Hyperthermie zu verbessern, berichtete Dr. Michael Ehmann, Assistenzarzt in der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie. Er beschrieb ein Verfahren, das am Universitätsklinikum Mannheim mit Hilfe eines von der Dietmar-Hopp-Stiftung gesponserten Gerätes seit Sommer 2007 praktiziert wird: Unter Nutzung von Mikrowellen werden die betroffenen Körperzellen kurz vor der eigentlichen Bestrahlung auf etwa 43 Grad erwärmt.

Dieses Verfahren soll die Wirksamkeit der Strahlenbehandlung erhöhen. Am Universitätsklinikum Mannheim steht ein Oberflächen-Hyperthermie-Gerät zur Verfügung, das bei Tumoren zur Anwendung kommt, die recht dicht unter der Haut liegen - beispielsweise im Kopf- und Halsbereich, bei Brustwandtumoren und bestimmten Weichteiltumoren. Herr Dr. Ehmann wies darauf hin, dass sich auch die Wirksamkeit einer Chemotherapie durch den Einsatz von Hyperthermie verbessern lässt.

 Vortrag Hyperthermie, Dr. Michael Ehmann
http://www.klinikum-mannheim.de/fileadmin/VerzeichnisPR/TagDerGesundheitsforschung/2008VortragEhmann.pdf
(Dateigröße 3,9 MB)

fiam

  • Neu_hier
  • *
  • Beiträge: 24
  • Geschlecht: Männlich
Re: Hyperthermie - Onkologische Begleittherapie mit der Schulmedizin
« Antwort #3 am: 27. September 2008, 13:34 »
Hallo,

ich bin neu hier!

Ich hatte schon einige Serien Hyperthermie bei Dr. Kleef gemacht
und mache das periodisch.

Er ist der einzige der diese Therapie bei uns in Österreich anbietet.

Er ist ein sehr aufgeschlossener Arzt und bietet als einziger in Österreich
die Artemisinintherapie an.
Wenn man das googlet findet man unzählige Hinweise.
Es ist eine natürliche Substanz, die aus der TCM (chinesische Medizin) kommt.

Ich nehme das auch, er bekommt es UMSONST von einer Pharmafirma
und gibt es auch umsonst weiter. Ich weiss aber nicht, wie große Mengen er bekommt.
Es ist meiner Meinung nach neben Weihrauch das zur Zeit beste Mittel gegen Tumore,
bei genannter Dosis komplett unschädlich.

Prof. Efferth von Krebsforschungsinstitut Heidelberg forscht damit seit längerem,
das sollte jeden Zweifel beseitigen:

http://www.taz.de/index.php?id=start&art=2101&id=479&cHash=f6f18514ce

http://www.mensch-und-krebs.de/modules.php?op=modload&name=PagEd&file=index&topic_id=1&page_id=446&ismain=2

weitere Artikel dazu:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/news/chinesische-heilkraeuter-neue-chancen-durch-altes-wissen_aid_297002.html

http://www.ldk-online.de/cgi-bin/kurs/news.cgi?n=2

Und hier viel Info aus wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Artemisinin

Aber ich werde davon an anderer Stelle posten.

lg




« Letzte Änderung: 27. September 2008, 16:52 von fiam »
Die Ohren steif halten !

fiammi@web.de

Maromi

  • Neu_hier
  • *
  • Beiträge: 1
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Hyperthermie - Onkologische Begleittherapie mit der Schulmedizin
« Antwort #4 am: 13. Oktober 2008, 15:07 »
Hyperthermie.
Ich kenne die Hyperthermie sehr gut und kann sie jedem empfehlen, der vor allem an chronischen Schmerzen und Krebs leidet.
Schade, dass nichts von den Krankenkassen bezahlt wird. - Oder kennt jemand eine Möglichkeit, wie man zu einer Förderung für solche Therapien kommt?

Besonders schade finde ich, dass Dr. Kleef nicht offiziell von den Veranstaltern des Krebstages im Rathaus eingeladen wurde. Ich war dort und war sehr enttäuscht. Alles, was angeboten wurde kennt doch eh schon jeder: Mineralstoffe, Vitamine, Homöopathie, Perücken,... Es gab nichts Neues. Nicht einmal beim Vortrag über alternative medizinische Methoden wurde über die Hyperthermie gesprochen!!!! Ich glaube, dass viele die Hyperthermie noch nicht kennen. Hier fehlt es an Informationen, die Krebspatienten unbedingt weitergegeben werden sollten.

Ich hoffe, hier ändert sich etwas.

hilde

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 572
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Hyperthermie - Onkologische Begleittherapie mit der Schulmedizin
« Antwort #5 am: 13. Oktober 2008, 16:58 »
Guten Tag!
Ich war auch bei diesem Stand, bekam eine sehr gute Beratung.
Als ich eine Stunde später mit meinem betroffenen Mann kam, war dort niemand mehr.
Schade!

Ergänzung: Habe gerade gesehen, dass dazu da was steht
http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,2271.msg6217.html#msg6217
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2008, 21:08 von hilde »

Richi

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 627
  • Geschlecht: Männlich

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/article/600715/hyperthermie-ergaenzt-chemo-krebs.html

Ärzte Zeitung, 30.04.2010

Hyperthermie ergänzt Chemo gegen Krebs

MÜNCHEN (ple). Patienten mit Weichteilsarkomen profitieren von einer lokalen Erhöhung der Temperatur zusätzlich zur Chemotherapie. Das ist das Fazit aus der ersten randomisierten Phase-III-Studie mit mehr als 340 Patienten (Lancet Oncol online). Patienten mit Chemotherapie plus lokaler Hyperthermie lebten im Median noch 32 Monate ohne Krankheitszeichen, Patienten der Vergleichsgruppe ohne Hyperthermie hatten dagegen nur 18 Monate im Median keine Krankheitszeichen. Dieser Therapie-Erfolg beruhe vor allem darauf, dass das lokale Fortschreiten der Tumorerkrankung verhindert werde, so die Arbeitsgruppe um Professor Rolf Issels aus München-Großhadern.

Teilgenommen hatten Hochrisiko-Patienten, darunter Patienten mit einem Weichteilsarkom retroperitoneal oder im Abdomen. Bei der Hyperthermie wurde das Tumorgewebe mittels elektromagnetischer Strahlung (100 MHz) auf 42 °C erhitzt, für eine Stunde am ersten und am vierten Tag eines Chemotherapie-Zyklus.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/article/600715/hyperthermie-ergaenzt-chemo-krebs.html

Christine Sch.

  • Neu_hier
  • *
  • Beiträge: 2
Hyperthermie auch in Oberösterreich
« Antwort #7 am: 01. Februar 2015, 17:51 »
Es tut sich doch auch in Österreich was in diesem Bereich!!  :-)
Seit Ende 2014 gibts auch in Oberösterreich eine Hyperthermie-Möglichkeit.
Dr. Zeilner und Dr. Hutter bieten in der Ordination Vitalogikum diese Behandlung an.

www.vitalogikum.at

LG, Christine