Autor Thema: BESTRAHLUNGEN - Ionen- und Protonenstrahlentherapie  (Gelesen 290 mal)

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Geri

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Wer diese Art der Strahlentherapie benötigte, bekam eine Bewilligung hierfür in Deutschland. Es wurden fast die kompletten Kosten übernommen.

Wer aber dasselbe in Österreich haben wollte, der musste bisher einen sehr sehr hohen Selbstbehalt zahlen!

Aber jetzt:



Sozialversicherung finanziert Top-Behandlung für Krebspatienten
e-card

Der Hauptverband und  das  in   Wiener   Neustadt (NÖ) ansässige Krebsbehandlungszentrum EBG MedAustron GmbH haben sich am 2. Juni 2017 auf einen Vertrag zur Kostenübernahme für innovative Krebsbehandlungen (Ionen- und Protonenstrahlentherapie) geeinigt.

Damit ist sichergestellt, dass Patientinnen und Patienten mit Krebstumoren in der Nähe von strahlenempfindlichen Organen mit ihrer e-card ohne Zuzahlung eine optimale Behandlung in Anspruch nehmen können.

Der Vertrag gilt rückwirkend ab 1. Jänner 2017. Bereits durchgeführte und laufende Behandlungen für Versicherte sind damit erfasst. Die durchschnittlichen Behandlungskosten - sowohl für Protonen wie auch für lonen-BestrahIungen - belaufen sich auf 33.000 Euro.
Ab 2019 werden diese mit dem Verbraucherpreisindex (VPI) valorisiert.

Wenn Patienten aus medizinischen Gründen während einer Behandlung nicht täglich heimkehren können, übernimmt MedAustron die Kosten von Übernachtung und Verpflegung. Dem Patienten verbleibt lediglich eine Kostenbeteiligung von 15 Euro pro Tag. Davon ausgenommen sind Kinder.

Die Bevorzugung von Privatpatienten ist verboten. Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Sozialversicherung ist die Empfehlung eines unabhängigen Tumorboards, das sicherstellt, dass einem Krebspatienten die optimale Behandlung zuteil wird. Die Sozialversicherung ist berechtigt, eine weitere medizinische Expertise zur Behandlungsnotwendigkeit einzuholen. Wartezeiten bei MedAustron sind transparent im Internet zu publizieren.

Bis dato wurde die Behandlung von rund 100 Patienten und Patientinnen in ausländischen Einrichtungen von der Sozialversicherung finanziert. Es wird damit gerechnet, dass sich aufgrund des neuen Vertrages diese Zahl pro Jahr verdreifachen  wird.