Autor Thema: COPD  (Gelesen 9562 mal)

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Josef

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COPD
« am: 06. Mai 2008, 14:12 »

COPD und Pneumonie - Bei einer chronischen Bronchitis, einer ambulant erworbenen Pneumonie oder der Exazerbation einer diagnostizerten COPD ist eine schnelle und effiziente Antibiotikatherapie zur Hilfe des Patienten unabdingbar. Die Anforderungen an das Antibiotikum steigen mit der Dringlichkeit der Diagnose: hochwirksam und schnell in der Wirkung muß das Antibiotikum sein und zudem gut verträglich. Der Einsatz von Moxifloxacin hat sich bei diesen Patientengruppen in Klinik und Praxis als prognoseorientierte und wirtschaftliche Antibiotikatherapie bewährt.

Krankheitssituation in Deutschland bei bakteriell bedingten Atemwegsinfektionen
In Deutschland versterben jährlich nahezu 21.000 Menschen an einer akuten Exazerbation einer chronischen Bronchitis. 19.000 Todesfälle resultieren durch eine ambulant erworbene Pneumonie. Unter COPD leiden keineswegs nur Raucher. Rund 60 Prozent der Patienten haben früher einmal geraucht, jedoch nur 20 Prozent der Erkrankten rauchen noch aktuell. Leider gehen viele Patienten erst zu ihrem Arzt, wenn bereits ein hartnäckiger Infekt aufgetreten ist und die Diagnose COPD als Grunderkrankung gestellt werden muss.

Die bakteriell bedingten Atemwegsinfektionen stellen einen hohen Risikofaktor für die Patienten dar, da sie vor der Ersttherapie richtig erkannt und schnell therapiert werden müssen. Diese Aussage mag banal erscheinen. Wenn aber fast 50% aller COPD-Erkrankungen zunächst nicht richtig diagnostiziert und demnach auch falsch oder gar nicht therapiert werden, gewinnt die Aussage für jeden neuen Patienten mit einer Lungenerkrankung an Bedeutung. Bedingt durch unnötige Falschtherapien und vermeidbare Arbeitsunfähigkeiten stellt die Behandlung von ambulant erworbenen Pneumonien zudem einen wichtigen volkswirtschaftlichen Faktor dar.

Antibiotikum senkt Sterblichkeitsrate bei Pneumonie – Sterblichkeit ist abhängig von der Primärtherapie
“Bereits in den 30iger Jahren konnten Studien belegen, dass eine Behandlung mit Antibiotika die Prognose von Patienten mit Pneumonie nachhaltig bessert. Ohne eine Antibiotikatherapie verstarb nahezu jeder dritte Patient an Pneumonie. Durch die Verabreichung von Antibiotika lag die Letalität bei etwa zehn Prozent“ so Professor Dr. Tobias Welte, Hannover.

Nach jüngsten Erkenntnissen hängt der Erfolg einer riskoorientierten Behandlung weniger von der Kenntnis des Erregers ab, weniger vom Alter oder Geschlecht des Patienten sondern vielmehr vom Status seines Immunsystems und vor allem von der Kürze der Zeit bis zur Diagnose und Primärtherapie.

Bei der Behandlung mit Antibiotika kommt es ferner auf das Risiko der ambulant erworbenen Pneumonie an. Liegt ein geringes Mortalitätsrisiko vor, kann ein Antibiotikum mit schmalem Wirkspektrum verordnet werden. Hingegen sollte bei älteren, multimorbiden Menschen und auch bei Patienten mit hoher Atemfrequenz ein breit wirksames hocheffektives Antibiotikum verabreicht werden. Besondere Risikofaktoren sind die chronische Herzinsuffizienz, chronische Leber- und/oder chronische Nierenerkrankungen sowie neurologische Erkrankungen. Laut Prof. Welte konnte die Sterblichkeit in Alten- und Pflegeheimen durch eine hochwirksame Antibiotikatherapie um etwa die Hälfte gesenkt werden.

Antibiotische Behandlung hat Sterblichkeit reduziert
Die antibiotische Behandlung hat einen wesentlichen Einfluss auf die Sterblichkeit und ebenso auf die Langzeitprognose bei bakteriell bedingten Infektionen genommen. Sie gilt heute auch bei der bakteriellen Pneumonie als Standardtherapie. Die Überwindung von Infektionen hängt laut Prof. Welte wesentlich von der richtigen Antibiotikatherapie sowie von der Pathogenität der Erreger und der Abwehrfunktion des Wirtes ab.

Kombinationstherapie oder Monotherapie mit Atemwegs-Chinolon
Hierbei empfehlen sich nach Welte entweder ein Betalaktamantibiotikum in Kombination mit einem Makrolid oder eine Monotherapie mit einem Fluorchinolon wie Moxifloxacin.

„Chinolon ist eine effektive Behandlungsoption bei der Pneumonie“, so Mitfessel. Zahlreiche Studien wie TARGET, MOXIRAPID oder CAPRIE, in denen Moxifloxacin mit Standardtherapien verglichen wurde, konnten dies belegen. Eine CAPNETZ-Analyse zeigte, dass insbesondere bei älteren Patienten mit ausgedehntem Erregerspektrum eine Sterblichkeitsreduktion bei einer Behandlung mit Moxifloxacin im Vergleich zu Betalaktamantibiotika einhergeht.

Länger exazerbationsfrei durch Moxifloxacin
Moxifloxacin kann ebenso effektiv bei der Therapie von COPD eingesetzt werden. Die exazerbationsfreien Intervalle werden deutlich verlängert. „Die MOSAIC-Studie (Multicentre randOmised Study vs standard Antibiotic regimen In outpatients with acute exacerbation of Chronic bronchitis), an der sich 730 Patienten mit akuter Exazerbation einer chronischen Bronchitis (AECB) beteiligten, konnte dies belegen. "Der klinische Heilungsprozess unter Moxifloxacin verlief signifikant besser und führte zu einer Keimeradikation", erklärte Dr. Mitfessel.

Hierbei fiel die Verlängerung der Zeit bis zur nächsten AECB von durchschnittlich 118 Tagen unter der Standardtherapie auf im Mittel 133 Tage unter Moxifloxacin als sehr herausragend auf. "Das bedeutet für den Patienten 37 exazerbationsfreie Tage mehr pro Jahr", so Mitfessel.

Pharmaökonomie in der COPD - mit Antibiotika sparen
Die Prävalenz für COPD nimmt auf der Welt kontinuierlich zu. Besonders stark betroffen sind Frauen. Im Hinblick auf die Pharmaökonomie deutet Professor Dr. Dennis Nowak aus München anlässlich des 49. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. in Lübeck darauf hin, dass Patienten bei einer Verhinderung von akuten Exazerbationen, seltener stationär aufgenommen werden müssen. Den größten Kostenfaktor im Krankenhaus stellt die Pflege des Patienten dar. Nachgeordnet kommen die Medikamente. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf nahezu 12 Milliarden Euro pro Jahr.

Eine insgesamte Verlängerung des exazerbationsfreien Intervalls kann laut Prof. Nowak nur durch eine adäquate Behandlung der COPD erreicht werden. Eine effiziente Basistherapie der COPD muss vorausgesetzt werden und im Falle von Exazerbationen eine hocheffektive Antibiotikatherapie, wie sie z.B. mit Moxifloxacin, gewährleistet werden. (MEDIZIN ASPEKTE, 04/08)

Internet-TV: Die wichtigsten Aussagen der Referenten für Sie zusammengefaßt

    * BOLD - Studie - eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse; Dr. H. Mitfessell
    * COPD in der Bundesrepublik - ein Paradigmenwechsel steht bevor! Prof. Dr. T. Welte, Hannover
    * Nur die Hälfte aller COPD-Fälle wird diagnostiziert. Welche Empfehlung ergibt sich für die Praxis? Dr. H. Mitfessell
    * Nur die Hälfte aller COPD-Fälle wird diagnostiziert. Welche Empfehlung ergibt sich für die Praxis? Dr. H. Mitfessell
    * Welches sind Anzeichen einer COPD - aus der Sicht des Patienten bzw. aus der des Arztes? Dr. H. Mitfessell
    * Was sagt bei einer Lungenerkrankung die Farbe des Sputums (Auswurf)? Dr. H. Mitfessell
    * Wann empfehlen Sie bei Lungeninfekten eine Therapie mit Antibiotika? Dr. H. Mitfessell
    * Essentielles der Guidelines zur Therapie der COPD; Dr. H. Mitfessell
    * Ist bei der Therapie der COPD der Immustatus zu berücksichtigen? Prof. Dr. T. Welte, Hannover
    * Compliance - patientengesteuerte Erfolgsfaktoren bei der Antibiotika-Therapie von Infektionen der Lunge Prof. Dr. T. Welte, Hannover
    * Kombinations- oder Monotherapie bei COPD und Pneumonie Prof. Dr. T. Welte, Hannover



Quellen
Vortrag: Pharmaökonomische Aspekte der COPD-Behandlung in Deutschland
Referent: Prof. Dr. med. Dennis Nowak
Klinikum der Ludwig-Maximillians-Universität München
Institut und Poliklinik für Arbeits-,
Sozial- und Umweltmedizin

Vortrag: Einfluß der Antibiotika-Therapie auf das Qutcome der Pneumonie
Referent: Prof. Dr. med. Tobias Welte
Medizinische Hochschule Hannover
Abteilung Pneumologie

Vortrag: Prognoseorientierte Antibiotikatherapie von Atemwegsinfektionen - Umsetzung in der Praxis
Referent: Dr. med. Harald Mitfessel
Internist und Facharzt für Pneumologie
Remscheid

Anlass: 49. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie ud Beatmungsmedizin am 10.04.2008
Symposium: Prognoseorientierte und wirtschaftliche Antibiotikatherapie
Veranstalter: Bayer Vital GmbH
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Dietmar E.

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Depression bei chronischer Lungenkrankheit häufig
« Antwort #1 am: 09. Mai 2008, 15:05 »

NEW YORK (Reuters Health) – Patienten mit einer schweren Chronisch Obstruktiven Lungenkrankheit leiden häufig unter depressiven Symptomen, doch nur relativ wenige von ihnen erhalten eine antidepressive Therapie, wie Wissenschaftler berichten. Des Weiteren scheinen diese Symptome das Sterberisiko zu erhöhen.

Unter dem Oberbegriff Chronisch Obstruktive Lungenkrankheit, auch bekannt als COPD, werden eigentlich zwei wichtige Lungenerkrankungen zusammengefasst: Lungenemphysem und Bronchitis. Obwohl diese beiden Krankheiten die Lunge unterschiedlich schädigen, verursachen sie doch beide Veränderungen, die es den Patienten schwer machen, ein- und auszuatmen. Beide Erkrankungen hängen eng mit dem Rauchen zusammen.

„Depressionen sind bei Patienten mit COPD mit einer verminderten Lebensqualität verbunden“, schreiben Dr. Vincent S. Fan und Kollegen vom Veterans Affairs Puget Sound Health Care System, Seattle in den Archives of Internal Medicine. „Jedoch haben Studien nicht durchgängig höhere Risiken für nachteilige medizinische Ereignisse bei Patienten mit COPD gefunden, die an depressiven oder Angstsymptomen leiden.“

Die Wissenschaftler untersuchten, ob depressive oder Angstsymptome bei COPD-Patienten Krankenhauseinweisungen oder Todesfälle vermehren. Die Patienten in dieser Studie stammen aus dem National Emphysema Treatment Trial, eine Untersuchung, die Operation und medikamentöse Therapie bei Lungenemphysem vergleicht. Insgesamt 603 Patienten aus dem Zweig mit medikamentöser Behandlung wurden in die aktuelle Studie eingeschlossen.

Insgesamt 40,8 Prozent der Studienteilnehmer wiesen zumindest leichte bis mittelschwere depressive Symptome auf. Nur 24,5 Prozent dieser Patienten nahmen ein Antidepressivum ein.

Auf durch die COPD verursachte Krankenhauseinweisungen hatten die depressiven Symptome keinen Einfluss, doch sie schienen die Sterblichkeit zu erhöhen; Patienten mit den schwersten Depressionssymptomen starben in den drei folgenden Jahren mit 2,74-fach höherer Wahrscheinlichkeit als Patienten mit schwachen oder gar keinen Symptomen.

Angstsymptome hatten in der Studie weder einen Einfluss auf Krankenhauseinweisungen noch auf die Sterblichkeit.

Quelle: Arch Intern Med. 2007 Nov 26;167(21):2345-53,Sex, depression, and risk of hospitalization and mortality in chronic obstructive pulmonary disease, Fan VS, Ramsey SD, Giardino ND, Make BJ, Emery CF, Diaz PT, Benditt JO, Mosenifar Z, McKenna R Jr, Curtis JL, Fishman AP, Martinez FJ; National Emphysema Treatment Trial (NETT) Research Group.
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Edi

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COPD und Schlafapnoe
« Antwort #2 am: 20. Juni 2008, 00:13 »

19/06/08,19:40, Elsevier Von Heidi Splete
Lungenfunktionsparameter könnten bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung eine obstruktive Schlafapnoe vorhersagen

BALTIMORE (EGMN) – Zwei Maße für die Lungenfunktion – ein höheres Verhältnis von forciertem exspiratorischem Einsekundenvolumen zu forcierter Vitalkapazität und eine niedrigere Gesamt-Lungenkapazität – könnte bei Patienten mit chronischer Lungenerkrankung das Vorliegen einer obstruktiven Schlafapnoe vorhersagen, auch wenn die Schwere einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung nicht mit der Schwere einer obstruktiven Schlafapnoe assoziiert ist. Darauf deuten Ergebnisse einer Studie mit 457 Erwachsenen hin.

Jüngere Studien haben gezeigt, dass schlafbezogene Atemstörungen ein signifikant erhöhtes Risiko der Gesamtmortalität mit sich bringen. Eine spezifische Beziehung zwischen chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und obstruktiver Schlafapnoe (OSA) sei noch nicht gut definiert, aber die beiden Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf, schrieb Dr. Ramez Sunna in einem Poster, das auf der Jahrestagung der Associated Professional Sleep Societies vorgestellt wurde.

Um den Zusammenhang zwischen COPD und OSA zu charakterisieren, werteten Dr. Sunna und Kollegen der University of Missouri in Columbia alle erwachsenen Patienten aus, die sich zwischen 2000 und 2007 an einem medizinschen Tertiärzentrum sowohl einem Lungenfunktionstest als auch einer Polysomnografie unterzogen.

Insgesamt erfüllten 279 Patienten (61 Prozent) die Kriterien einer OSA, 167 Patienten (37 Prozent) die Kriterien einer COPD und elf Patienten (zwei Prozent) hatten keine der beiden Erkrankungen.

Insgesamt 101 Patienten (60 Prozent) hatten sowohl COPD als auch OSA, aber es gab keine signifikante Korrelation zwischen der Schwere einer COPD und der Schwere einer OSA, wobei das forcierte exspiratorische Einsekundenvolumen (FEV1) als Basis für die COPD-Schwere und der Apnoe-Hypopnoe-Index als Indikator für die OSA-Schwere genommen wurde.

Die Wissenschaftler analyierten die COPD-Patienten aber gesondert und fanden dabei heraus, dass jene mit sowohl COPD als auch OSA ein signifikant höheres Verhältnis von FEV1zu forcierter Vitalkapazität (FVC) hatten als COPD-Patienten ohne OSA (61,03 Prozent vs. 54,61 Prozent), auch wenn beide dieser Werte unter dem Wert von rund 75 Prozent lagen, der für gesunde Erwachsenen als normal gilt. Zudem hatten COPD-Patienten mit OSA einen signifikant niedrigeren Prozentwert für die Gesamt-Lungenkapazität als COPD-Patienten, die keine OSA hatten. Und eine Mehrzahl (58,4 Prozent) der Patienten mit sowohl COPD als auch OSA waren männlich. Diese Assoziationen blieben nach Anpassung an Variablen einschließlich demografischer Faktoren, Raucheranamnese und Body Mass Index ebenso wie Schnarchen und Tageschläfrigkeit signifikant.

Das Vorliegen einer höheren FEV1/FVC-Ratio sowie eine niedrigeren Gesamt-Lungenkapazität bei COPD-Patienten mit undiagnostizierter OSA könnte als Signal dienen, einen Patienten auf eine OSA zu untersuchen, merkten die Wissenschaftler an. Um die Ergebnisse zu bestätigen und zu charakterisieren, seien jedoch mehr Daten notwendig und die Studie laufe noch weiter.

http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=24&profileAOIName=HNO-Heilkunde&articleItemId=ef0d6d169b41e501e4932cae2174ffe2

Zur Übersicht HNO-Heilkunde

Sissi

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COPD?
« Antwort #3 am: 05. August 2008, 13:22 »

23/07/08,12:00, Aerzte_Zeitung

COPD ist häufiger als bisher vermutet

COPD - diese vier Buchstaben stehen für eine Krankheit, die aller Wahrscheinlichkeit nach in wenigen Jahren auf Platz 3 der häufigsten Todesursachen weltweit stehen wird. Im Jahr 1990 nahm sie noch Platz 6 ein. Weltweit beträgt die Prävalenz der COPD 18,5 Prozent. Wichtigste Ursachen sind Rauchen und Feinstaub.

Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist sehr viel häufiger als bisher angenommen. Das belegen neue Daten aus der BOLD*-Studie. So konnte in Österreich bei über einem Viertel der zufällig ausgewählten über Vierzigjährigen eine COPD im Stadium I (FEV1 über 80 Prozent) oder höher nachgewiesen werden. Eine COPD im Stadium II - IV hatten 10,7 Prozent (II: FEV1 50 bis 80 Prozent; III / IV: FEV1 < 50 Prozent). Bereits diagnostiziert war die Erkrankung nur bei 5,6 Prozent der Teilnehmer (Chest 131, 2007, 29).

Dabei kann man einer COPD durchaus früh auf die Spur kommen. Nach Meinung von Professor Tobias Welte aus Hannover können drei einfache Fragen in der Hausarztpraxis klären, ob eine Spirometrie notwendig ist: Sind Sie über 40 Jahre alt? Sind Sie Raucher oder Exraucher? Haben sie Atemnot oder Husten?

In einem Pilotprojekt hatten ............ http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_Medizin_Detail?articleItemId=e57e5c56fb6d081d91e986d89fc4a97c

Werner

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Re: COPD
« Antwort #4 am: 18. August 2008, 22:12 »

Positiver Therapieeffekt auf Krankheitsfortschritt bei COPD erstmals nachgewiesen =

   Wien (OTS) - Bis heute war Raucherentwöhnung die einzige
Intervention, mit der man nachweislich den fortschreitenden Verlust
an Lungenfunktion positiv ändern konnte. Dieser Verlust ist ein
wichtiger Indikator der Krankheitsprogression. Aktuelle
Studienergebnisse zeigen nun, dass eine Therapie mit Seretide
forte(R) zu einer signifikanten Reduktion des Verlustes an
Lungenfunktion bei COPD- Patienten führt.

   Am 15. August veröffentlichte Studienergebnisse zeigen erstmals,
dass eine medikamentöse Behandlung die Krankheitsprogression der
"Chronisch Obstruktiven Lungenerkrankung (COPD)" verlangsamen kann,
indem der Verlust an Lungenfunktion reduziert werden konnte (1).
Somit zeigte eine medikamentöse Therapie erstmalig einen positiven
Einfluss auf den Verlauf dieser schwerwiegenden Lungenerkrankung, die
weltweit für mehr als 3 Million Todesfälle pro Jahr verantwortlich
ist (2). In Österreich leidet etwa jeder zehnte Erwachsene ab 40
Jahren an einer behandlungsbedürftigen Form der COPD, die am
häufigsten durch langjähriges Rauchen verursacht wird (3).

   Die Ergebnisse, publiziert im "American Journal of Respiratory and
Critical Care Medicine", wurden aus den Daten von mehr als 6,000
COPD-Patienten der bereits letztes Jahr veröffentlichten TORCH-Studie
(TOwards a Revolution in COPD Health) gewonnen.

   Kommentiert wurden die Ergebnisse von Professor Bartolome Celli
von der Abteilung für Lungenkrankheiten und Intensivmedizin,
Caritas-St Elizabeth’s Medical Centre, Boston, Massachusetts, USA,
Erstauthor und Mitglied des Lenkausschusses der TORCH Studie: " Diese
Ergebnisse erweitern die nachgewiesenen Vorteile, die COPD-Patienten
von der von uns untersuchten Kombinationstherapie gewinnen können.
Die Prognose für COPD-Patienten ist im Allgemeinen schlecht, sodass
eine Therapie, die den Verlauf der Krankheitsprogression positiv
beeinflussen kann, eine bedeutende Weiterentwicklung im Management
der COPD darstellt."

Referenzen:

(1) Celli BR, et al. Effect of Pharmacotherapy on Rate of Decline of
Lung Function in COPD: Results from the TORCH Study. Am. J. Respir.
Crit. Care Med. 2008:200712-1869OC.

(2) WHO. Chronic Obstructive Pulmonary Disease (COPD): Fact Sheet No.
315. In: WHO, editor. COPD, 2008.

(3) Schirnhofer et al. COPD Prevalence in Salzburg, Austria: Results
From the Burden of Obstructive Lung Disease (BOLD) Study. Chest
2007:131:29-36.

Rückfragehinweis:
   Dipl.-Kffr. Martha Bousek
   Corporate Communications & Public Affairs
   GlaxoSmithKline Pharma GmbH
   Tel. + 43 1 97075-501
   martha.bousek@gsk.com

http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20080818_OTS0146&mabo=1

Jutta

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Mutter - Abgase - Kind
« Antwort #5 am: 16. Februar 2009, 08:34 »
16.02.2009

Smogschäden sind erblich

Abgasbelastung von Müttern bewirkt Asthma bei den Kindern

Eine starke Belastung der Mutter mit Abgasen verändert bei ungeborenen Kindern molekulare Markierungen auf der DNA, was später zu Asthma führen kann. Das haben Forscher herausgefunden, als sie bei Schwangeren in Manhattan die Schadstoffbelastung und weiße Blutkörperchen aus der Nabelschnur untersuchten. Die Wissenschaftler glauben, damit ein hilfreiches Warnsignal für Asthma gefunden zu haben.

Werner

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COPD - Raucherkrankheit, immer häufiger
« Antwort #6 am: 16. November 2010, 21:47 »

Dienstag, 16. November 2010

Ärzteschaft KBV stellt Vertragsentwurf zur COPD vor

Andreas Köhler /Lopata
Berlin – Ein neuartiges Konzept zur Versorgung von Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenkrankheit (COPD) haben die Vertragswerkstatt der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesverband der Pneumologen vorgestellt. „Viele Menschen leiden in Deutschland unter chronischer Bronchitis. Die Tendenz ist steigend. Wir wollen die Lebensqualität der Betroffenen optimieren und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Köhler heute in Berlin.

COPD ist eine chronische Atemwegs- und Lungenerkrankung. Ursache ist fast immer das Rauchen. In Deutschland erkranken daran http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/43523/KBV_stellt_Vertragsentwurf_zur_COPD_vor.htm