Autor Thema: Krebs-Apotheken/Apotheker pantschte! Tote!  (Gelesen 2214 mal)

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Gitti

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Gitti

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Chemo-Pantscher! Unglaublich!
« Antwort #1 am: 11. November 2017, 11:38 »


Nett soll er gewesen sein. Ein ruhiger Mensch, aufmerksam und besorgt. Peter Stadtmann, der Krebsapotheker aus Bottrop, war im Umgang mit den Schwerstkranken freundlich und verbindlich. Doch gleichzeitig soll er Tausenden Krebspatienten gepanschte oder wirkungslose Krebsmedikamente gegeben haben. Manchmal enthielten die Infusionen gar keinen Wirkstoff, sondern nur Kochsalz.

Über 4.000 betroffene Patienten

Auch Christine Piontek war Kundin in Stadtmanns Apotheke. Sie kann bis heute nicht fassen, was ihr und ihren Mitpatienten widerfahren ist. Manchmal hatte der Apotheker die Infusionslösungen sogar höchstpersönlich zur Therapiesitzung vorbeigebracht.

Sendung auch später zu sehen:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama_die_reporter/rueckschau/index.html

Josef

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Ein "vorsätzlicher Mörder"?
« Antwort #2 am: 11. November 2017, 11:42 »



Er soll nur wegen Betrug an den Kassen angeklagt werden!

Ein "vorsätzlicher Mörder"?


http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2017/Unterdosierte-Krebsmedikamente-Lebensgefahr-fuer-Patienten,medikamente282.html

Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Geri

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60.000 Medikamente pantschte der geldgierige Apotheker!
« Antwort #3 am: 11. November 2017, 11:47 »




Schockierende Infos für Krebspatienten


Nicht nur, denn VIELE Krebspatienten wissen gar nicht, dass sie  KEIN  wirkungsvolles Krebsmedikament bekamen!

Wer betroffen ist, weiß nur der "Apotheker", und der schweigt!



http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/Schockierende-Infos-fuer-Krebspatienten-im-Ruhrpott,medikamente286.html
 

admin

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Krebs-Apotheken/Apotheker pantschte! Tote!
« Antwort #4 am: 27. Oktober 2020, 19:12 »
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https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/10/20/trotz-berufsverbot-klagt-bottroper-apotheker-gegen-approbations-entzug?utm_campaign=ditzelsTagebuch&utm_source=20201024&utm_medium=newsletter&utm_keyword=article

Der zu zwölf Jahren Haft verurteilte frühere Apotheker Peter Stadtmann klagt gegen die Bezirksregierung Münster, die den Entzug seiner Approbation angeordnet hatte. Dabei hat der Bundesgerichtshof ein lebenslanges Berufsverbot gegen ihn bestätigt. Zuvor war Stadtmann schon dagegen vorgegangen, dass das Ruhen seiner Approbation angeordnet worden war.

Der wegen Unterdosierungen tausender Krebsmittel sowie wegen Abrechnungsbetrugs rechtskräftig verurteilte Apotheker Peter Stadtmann klagt nach Information von DAZ.online dagegen, dass er seine Approbationsurkunde verliert. Die Bezirksregierung Münster hatte seine Approbation widerrufen, nachdem der Bundesgerichtshof im Juni das erstinstanzliche Urteil gegen Stadtmann bestätigt hatte.


Unterdosierte Krebsmittel
BGH bestätigt Haftstrafe für Bottroper Zyto-Apotheker
Unterdosierungen
Haben frühere Patienten des Bottroper Zyto-Apothekers Chancen auf Entschädigungen?

Nun muss das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen in dieser Sache entscheiden (Az. 18 K 3908/20). Dortige Richter hatten Ende 2019 schon die Entscheidung der Bezirksregierung Münster bestätigt, die Approbation ruhen zu lassen (Az. 18 K 4999/17). Die Bezirksregierung hatte vier Monate nach dessen Verhaftung im November 2019 erklärt, die vorliegenden Informationen ließen auf die Unwürdigkeit und Unzuverlässigkeit zur Ausübung des Apothekerberufs schließen. Mit Blick auf den Zeitraum der in Verdacht stehenden Straftaten, der hohen kriminellen Energie und der Skrupellosigkeit gegenüber den Auswirkungen für die Patienten seien die Vorwürfe geeignet, das Vertrauensverhältnis zu seinen Patienten nachhaltig zu untergraben. Das Fehlverhalten stehe nicht im Einklang mit den Erwartungen an einen Apotheker – und schädige das Ansehen der Apothekerschaft insgesamt.
Anwälte bestritten in früherem Verfahren Gefahr für Patienten

Insgesamt sah die Behörde damals eine große Sorg- und Bedenkenlosigkeit gegenüber den einzuhaltenden Berufspflichten sowie ein Gewinnstreben, das annehmen lasse, dass Stadtmann sich auch in Zukunft nicht an die Vorschriften halten sowie weitere Straftaten begehen werde. Deshalb könne nicht die Prognose getroffen werden, dass er künftig seine Berufspflichten erfüllen werde, weshalb er als unzuverlässig erscheine.

Die Anwälte von Stadtmann hatten dies in dem damaligen Verfahren bestritten: Es bestehen keine überzeugenden Ermittlungsergebnisse, erklärten sie laut dem Urteil des Verwaltungsgerichts. Der Haftbefehl widerspreche den Vorschriften, da er auf zehntausende Taten abziele, nicht aber eine Tat konkretisiere. Der Nachweis und die Quantifizierung eines Schadens, der durch die angeblichen Unterdosierungen entstanden sein solle, sei schwierig, erklärten die Anwälte: Nach Auskünften von Sachverständigen bleibe es spekulativ, ob bei korrekter Dosierung der Medikamente diese gleichwohl Erfolg gehabt hätten. Es fehlten wissenschaftliche Daten, die eine Wirkungsminderung durch Unterdosierungen abschätzen ließen. Auch sei aufgrund der Inhaftierung die Zytostatikaherstellung geschlossen, sodass keine Gefahr für wichtige Gemeinschaftsgüter bestehe.


Apotheker muss Garant für eine ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung sein

Für das Ruhen der Approbation müsse kein Schaden durch Unterdosierungen festgestellt werden, argumentierte die Bezirksregierung – dies sei der strafrechtlichen Beurteilung vorbehalten. Ob die jeweiligen Therapien keinen Erfolg versprächen, sei unerheblich. Ein Apotheker habe als Garant für eine ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung zu dienen, erklärte die Behörde – er habe den Rezeptierungen Folge zu leisten. Dies habe Stadtmann nicht nur ignoriert, sondern vorsätzlich missachtet: Dies sei berufsrechtlich besonders verwerflich und begründe seine Berufsunwürdigkeit. So sei die Rückgabe der Approbationsurkunde gerechtfertigt, da verhindert werden müsse, dass Stadtmann den Anschein erwecke, berechtigt zu sein, den Beruf als Apotheker auszuüben.

Stadtmann klagte gegen den Bescheid der Bezirksregierung – es fehlten konkrete Ermittlungsergebnisse, die strafrechtlich vollendete Tatbestände gegen das Leben oder die Gesundheit von Patienten belegten, behauptete er. Die Bezirksregierung verteidigte ihr Vorgehen – es sei in diesem Ausnahmefall nicht hinnehmbar, dass auch nur die geringste Möglichkeit bestünde, dass der Kläger in absehbarer Zeit erneut seinen Beruf ausübe. Es bestehe die Gefahr wiederholter Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz, da aufgrund der finanziellen Motivation seines Handelns eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine erneute missbräuchliche Tätigkeit bestehe, um unrechtmäßige finanzielle Vorteile zu erlangen – auch da Stadtmann sich eine frühere Strafanzeige gegen ihn nicht zur Warnung habe gereichen lassen, sondern sein Fehlverhalten „unbeeindruckt davon und mit gesteigerter krimineller Energie“ fortgesetzt habe. Die damalige Untersuchungshaft hätte kurzfristig aufgehoben werden können und eine erneute Berufstätigkeit zunächst unbemerkt bleiben.
„Unwürdigkeit und Unzuverlässigkeit für die Ausübung des Berufs“

Nachdem das Landgericht Essen Stadtmann im Juli 2018 zu zwölf Jahren Haft verurteilt und ein lebenslanges Berufsverbot sowie eine Einziehung von 17 Millionen Euro angeordnet hatten, sahen die Richter des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen seine Klage gegen die Bezirksregierung als unbegründet an – auch wenn das Strafverfahren damals noch nicht rechtskräftig entschieden war, da Stadtmann wie auch Nebenkläger Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt hatten. „Im Streitfall liegt eine hohe Verurteilungswahrscheinlichkeit des Klägers vor“, schrieben die Richter. „Aus den zahlreichen Straftaten, die der noch nicht rechtskräftigen Verurteilung des Klägers zugrunde liegen, folgen seine Unwürdigkeit und Unzuverlässigkeit für die Ausübung des Berufs als Apotheker.“ Die Ruhensanordnung könne auch gerade bei noch nicht abgeschlossenen Strafverfahren erfolgen.

Schon der Betrug bei 59 monatlichen Abrechnungen stelle schwere Straftaten dar. „Eine korrekte Abrechnung pharmazeutischer Leistungen gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen gehört zu den selbstverständlichen Berufspflichten des Apothekers“, schreiben die Richter in ihrem Urteil. Von hohem Gewicht sei auch die Verurteilung wegen vorsätzlichen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz in
14.537 Fällen – auch da die unterdosierten Zytostatika individuell verordnet und dann auch großteils verabreicht worden waren. „Ein Apotheker, der mit einer Betriebserlaubnis für die Zytostatikaherstellung, speziell von ihm zubereitete Arzneimittel, die Maßgaben der ärztlichen Verordnung massiv und wiederholt in mehreren tausend Fällen nicht einhält, verletzt seine Berufspflichten in äußerst hohem Maße.“

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/10/20/trotz-berufsverbot-klagt-bottroper-apotheker-gegen-approbations-entzug/chapter:2


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Krebs-Apotheken/Apotheker pantschte! Tote!
« Antwort #5 am: 18. November 2020, 21:45 »




Hunderte, wenn nicht tausende Patienten erhielten vom Apotheker Peter Stadtmann unterdosierte Krebsmittel. Doch welche Zytostatika gepanscht waren, ist nicht nachweisbar – daher sind Entschädigungszahlungen schwer durchzusetzen. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sichert nun zu, den Betroffenen über einen Fonds zu helfen.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/11/18/nrw-will-betroffene-des-bottroper-zyto-skandals-unterstuetzen?utm_campaign=kurzNach6&utm_source=20201118&utm_medium=newsletter&utm_keyword=article