Autor Thema: Mi.24.1., 21.55, ORF III: Gesundheit als Geschäft? Wie ist das bei den Ärzten?  (Gelesen 1532 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 4.837
  • Geschlecht: Männlich


ORF III
Mittwoch, 24.1.2018, 21.55 Uhr
Wh. Do 02.50 und 04.25 Uhr,
Sa 02.55 Uhr


Gesundheit als Geschäft?

Sind die Ärzte - so die ursprüngliche Idee im Sinne der Patientinnen und Patienten - der neutrale Gegenpol zur Pharmaindustrie? Um darüber zu diskutieren, hat Siegfried Meryn Experten eingeladen.

Gesundheit ist ein Geschäft, in dem es viele Akteure gibt: Arzneimittelproduzenten und Apotheken, Medizintechnikunternehmen, Spitalsträger, Versicherungen und andere mehr - bis zur Ärzteschaft und am Ende der Kette die Patientinnen und Patienten. Viele Einrichtungen müssen also zusammenwirken, damit das bestehende Gesundheitssystem funktioniert. Und darin liegt auch oft das Problem. Unscharfe Strukturen zwischen Pharmaindustrie und Ärzteschaft, deren Leidtragende oft ahnungslose Patienten sind, sollen hinterfragt werden.

Auf der anderen Seite ist die Pharmaindustrie in der Forschung zur Bekämpfung von Krankheiten ein wichtiger Partner. Aber auch hier drangt sich die Frage auf, ob auch an Wirkstoffen gegen Krankheiten geforscht wird, die keinen großen Absatzmarkt an Medikamenten versprechen?

Eine große Anzahl an Fallzahlen für bestimmte Operationen in einem Krankenhaus ist durchaus ein Qualitätskriterium, kann aber auch ein Indiz dafür sein, dass im Zeichen der Wirtschaftlichkeit OP-Säle zu Profit-Centern werden und Controller anstatt von Ärzten die Patienten im Blick haben. Schon zu Beginn der Medizinausbildung sollte demnach ein Bewusstsein für unabhängiges wissenschaftliches Arbeiten und eine gesunde Arzt-Patient-Beziehung geschaffen werden. Funktioniert also die Idee, dass die Ärzteschaft mit Hilfe ihres Erfahrungsschatzes als neutraler Gegenpol zur Pharmaindustrie an der Patientenbasis steht? Oder werden wir Patienten in unserem Gesundheitssystem „verkauft“? Und landen finanzielle Ressourcen immer an der richtigen Stelle? Diese und andere Fragen diskutieren in MERYNS sprechzimmer unter der Leitung von Dr. Siegfried Meryn MMag. Maria Hofmarcher-Holzhacker, Gesundheitsökonomin, Doz. Dr. Fahmy Aboulenein-Djamshidian, Neurologe und Autor des Buchs „Die Pharma-Falle“ und Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär Pharmig (Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs).

http://tv.orf.at/orf3/stories/2891166/