Autor Thema: Infos zum Gebärmutterhalskrebs  (Gelesen 14797 mal)

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Infos zum Gebärmutterhalskrebs
« am: 22. April 2007, 17:49 »

Gebärmutterhalskrebs findet derzeit in den Gesundheitsmedien starke Bedeutung. Grund ist wohl, dass es seit kurzer Zeit möglich ist, eine Impfung zu bekommen, welche vor dem Ausbruch der Krankheit schützen soll.
An anderer Stelle kann man lesen, was es mit den Kosten für die Impfung auf sich hat.
Eine sehr gute, klinische Zusammenfassung fand ich hier:


Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom)

Übersicht

Dieser Artikel beschäftigt sich mit Gebärmutterkrebs, den Risikofaktoren, den Behandlungsmöglichkeiten und den Heilungschancen. Es wird auch auf gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut eingegangen. Verschiedene operative Techniken wie die Ausschabung und die Bauchspiegelung werden erklärt.

Was ist Gebärmutterkrebs?

Gebärmutterkrebs ist eine bösartige Erkrankung der Schleimhaut (Endometrium) der Gebärmutter (Uterus).
Innerhalb der Gebärmutter können 2 verschiedene Arten von Krebs entstehen, zum einen Krebs der Gebärmuttermuskulatur, das sogenannte "Uterussarkom", welcher sehr selten ist und deshalb hier nicht weiter behandelt wird, zum anderen Krebs der Gebärmutterschleimhaut im Inneren der Gebärmutter, welcher "Endometriumkarzinom" genannt wird.

Wie häufig ist der Gebärmutterkrebs?

Es ist das häufigste Karzinom der Geschlechtsorgane der Frau in den Industrieländern. Die Häufigkeit des Gebärmutterkrebses hat während der letzten 30 Jahre zugenommen. Ca. 24/100 000 Frauen /Jahr erkranken an Gebärmutterkrebs in Deutschland. Die meisten erkrankten Frauen sind über 50 Jahre alt, nur 15 % aller Frauen mit Gebärmutterkrebs sind jünger als 50 Jahre. Der Häufigkeitsgipfel liegt um das 70. Lebensjahr. 80% aller Frauen mit Gebärmutterkrebs befinden sich nach den Wechseljahren (Postmenopause).

Welche Risikofaktoren gibt es für den Gebärmutterkrebs?

Der wichtigste Risikofaktor ist die kontinuierliche, beständige Stimulation der Gebärmutterschleimhaut durch Hormone (Östrogene). Eine Schwangerschaft und eine seltene, unregelmäßige Regelblutung, wie sie zum Beispiel bei dem Krankheitsbild der "polyzystischen Ovarien" auftreten kann, erhöhen das Risiko. Besonders gefährdet sind übergewichtige Frauen in den Wechseljahren, die nicht schwanger waren und bei denen die Menopause (letzte Regelblutung) nach dem 52. Lebensjahr eingetreten ist. Auch haben an Darmkrebs erkrankte Frauen ein 5-fach erhöhtes Risiko für das Auftreten eines Endometriumkarzinoms. Bei übergewichtigen Frauen, in deren Familie Brust- oder Eierstockskrebs bereits aufgetreten ist, besteht ebenfalls ein erhöhtes Risiko.

Wie kann man Gebärmutterkrebs verhindern?

Häufig bildet die Gebärmutterschleimhaut gutartige Wucherungen, sogenannte Polypen. Aus solchen Schleimhautwucherungen können sich Krebsvorstufen und schließlich Krebs entwickeln. Gewebswucherungen (Hyperplasien) und Polypen werden durch die Ultraschalluntersuchung und mittels Ausschabung (s.u.) diagnostiziert. Gutartige Veränderungen kann man mit Hormonpräparaten behandeln oder auch durch eine operative Verödung der gesamten Gebärmutterschleimhaut. Bei Bestehenbleiben oder Wiederkehren der Erkrankung rät man Patientinnen, die sich in den Wechseljahren befinden oder diese bereits überschritten haben, zu einer Entfernung der Gebärmutter.

Gebärmutterkrebs kann in seltenen Fällen auch bei Patientinnen, die wegen Brustkrebs mit dem Hormonpräparat Tamoxifen behandelt wurden, auftreten. Falls Tamoxifen eingenommen wird, sollte jährlich eine Unterleibsuntersuchung einschließlich Ultraschalluntersuchung erfolgen und jede Vaginalblutung außerhalb der Menstruation abgeklärt werden.

Wie kann die Erkrankung festgestellt werden?

Das häufigste Erstsymptom ist die vaginale Blutung in der Postmenopause (während und nach den Wechseljahren). Eine solche Blutung sollte daher immer abgeklärt werden. 18 % dieser Blutungen werden durch Gebärmutterkrebs, 32 % durch gutartige Schleimhautwucherungen und 5% durch Gebärmutterhalskrebs verursacht. Bei 45% der Blutungen wird nach Untersuchung eine unauffällige Schleimhaut gefunden. Auch Zwischenblutungen, Ausfluß, Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Wasserlassen und Schmerzen im Beckenbereich können weitere Zeichen eines Gebärmutterkrebses sein.

Bei der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung wird ein Abstrich aus dem Bereich des Gebärmutterhalses entnommen und auf krebsverdächtige Zellen untersucht. Der Abstrich weist nur bei ca. 50 % der Patientinnen mit Gebärmutterkrebs Tumoren auf.
Durch eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter kann eine Verdickung der Gebärmutterschleimhaut festgestellt werden, die einen Hinweis auf das Vorliegen einer Krebsvorstufe oder eines Karzinoms geben kann.
Bei einer Ausschabung (Abrasio) der Gebärmutter wird Gewebe zur feingeweblichen Untersuchung gewonnen.

Was geschieht bei einer Ausschabung (Abrasio)?

Die Spiegelung und Ausschabung der Gebärmutter gibt Klarheit über die Natur der Veränderungen im Inneren der Gebärmutter. Dies ist eine kurze Operation, bei der zunächst der Gebärmutterhals ausgeschabt und dann mit Metallstiften (siehe Abbildung) aufgedehnt wird, damit man mit Instrumenten in die Gebärmutterhöhle gelangen kann. Zunächst wird die Gebärmutterhöhle mit einer Optik (Hysteroskop) von innen inspiziert. Mit einem löffelähnlichen Instrument (Kürette) wird Gewebe von der Oberfläche der Gebärmutterinnenseite abgeschabt. Das entfernte Material wird dann feingeweblich untersucht (Histologie, Zytologie).

Wie wird die Ausdehnung der Erkrankung eingeteilt?

Um eine Behandlung planen zu können, muß der Arzt das Stadium der Erkrankung kennen. Folgende Stadien werden beim Gebärmutterkrebs unterschieden, wobei die Einteilung nach FIGO (Fed. Int. Gynecol. Oncol.) oder TNM verwendet wird:

Stadium I:
Krebs wird nur im Hauptteil des Uterus gefunden (er wird nicht im Gebärmutterhals nachgewiesen).

Stadium II:
Krebs hat sich auch in den Gebärmutterhals ausgebreitet.

Stadium III:
Krebs hat sich außerhalb des Uterus ausgebreitet, jedoch nicht außerhalb des Beckens.

Stadium IV:
Krebs hat sich außerhalb des Beckens in anderen Körperregionen ausgebreitet oder ist in die Harnlasenwand oder den Mastdarm eingewachsen.

Rezidiv:
Ein Rezidiv bedeutet, daß der Krebs nach einer Therapie wieder aufgetreten ist (Rückfall).

Beim Gebärmutterkrebs bestehen prinzipiell vier verschiedene Möglichkeiten der Ausdehnung:

    * direktes Einwachsen in die benachbarten Organe,
    * Aussaat über die Eileiter in die Bauchhöhle,
    * Ausbreitung über die Lymphbahnen und
    * Streuung über den Blutweg.

Wie kann Gebärmutterkrebs diagnostiziert werden?

Die gynäkologische Untersuchung durch den Frauenarzt beinhaltet die vaginale Untersuchung, die Abtastung, Ultraschalluntersuchung und die Ausschabung mit anschließender feingeweblicher Untersuchung.
Um die Ausdehnung des Krebses zu beurteilen, können auch weitere Untersuchungen, wie eine Blasen- oder Darmspiegelung oder bildgebende Verfahren nötig sein.
Des weiteren kann man Tumormarker bestimmen. Das sind Blutwerte, die auf eine Krebserkrankung hinweisen können. Tumormarker geben vor allem Hinweise auf den Verlauf der Erkrankung, so dass man anhand des Anstiegs oder Abfalls dieser Werte auf eine Besserung oder Verschlechterung des Tumorleidens schließen kann. Bei Gebärmutterkrebs haben allerdings Tumormarker keine große Bedeutung.

Wie kann die Erkrankung behandelt werden?


Es gibt 4 verschiedene Möglichkeiten, den Gebärmutterkrebs zu behandeln.

    * Operation (operative Entfernung des Tumors)
    * Strahlentherapie (hochenergetische Strahlen führen zum Abtöten der Krebszellen und zum Verkleinern der Tumore)
    * Chemotherapie (hierbei werden Medikamente - zum Teil über eine Infusion - zur Abtötung der Krebszellen eingesetzt)
    * Hormontherapie (weibliche Hormone werden zur Abtötung der Krebszellen eingesetzt)

Die häufigste Therapie beim Gebärmutterkrebs ist die Operation.
 

1.Operation: Bauchschnitt oder Bauchspiegelung bei Gebärmutterkrebs?

Ca. ¾ aller Frauen mit Gebärmutterkrebs werden bereits im Stadium I diagnostiziert. So können mehr als 90 % aller Betroffenen primär operativ behandelt werden. Es werden die Gebärmutter, die Eileiter und Eierstöcke entfernt, je nach Stadieneinteilung zusätzlich noch die Lymphknoten (Lymphknoten sind kleine bohnenförmige Strukturen, die überall im Körper vorkommen. Sie produzieren und speichern Immunzellen, die Infektionen bekämpfen). Die Operation kann entweder durch einen Bauchschnitt (offene Laparotomie) oder durch einen minimal-invasiven Eingriff, die Bauchspiegelung (Laparoskopie) mit Entfernung der Gebärmutter durch die Scheide geschehen Bei der Bauchspiegelung werden über mehrere kleine Zugänge ein Endoskop und die nur 5 - 10 mm breiten Instrumente in den Bauchraum geschoben. Die Bauchspiegelung ist für die Patientin schonender und mit weniger Schmerzen und einem geringeren Blutverlust verbunden.
 

2. Bestrahlung bei Gebärmutterkrebs

Bei der Bestrahlung werden Röntgenstrahlen angewendet, die die Krebszellen abtöten und die Tumoren verkleinern. Bei der äußeren Strahlentherapie (Teletherapie), auch perkutane Bestrahlung genannt, kommen die Strahlen von einer Maschine außerhalb des Körpers. Die Strahlung muß auf dem Weg zum Zielgewebe anderes, gesundes Gewebe passieren und kann dies möglicherweise schädigen (Nebenwirkungen). Bei der inneren Bestrahlungstherapie (Afterloadingtherapie) wird radioaktiv strahlendes Material (Radioisotope) durch kleine Plastikröhrchen in den Bereich eingeführt, in dem Krebszellen gefunden werden. Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß die Strahlung auf den Bereich beschränkt bleibt, den man bestrahlen möchte. Die Bestrahlung kann allein oder vor oder nach einer Operation durchgeführt werden, je nach Ausdehnung der Erkrankung. Es können auch beide Verfahren (innere und äußere Strahlentherapie) gemeinsam zur Anwendung kommen.

Bei den Nebenwirkungen (radiogene Nebenwirkungen) ist zwischen akuten und chronischen Nebenwirkungen zu unterscheiden.

Bei alleiniger Strahlentherapie äußern sich akute Strahlennebenwirkungen vor allem an Scheide, Darm und Blase. Hautreaktionen sind eher unwahrscheinlich, ebenso wie eine Veränderung des Blutbildes. An der Scheide zeigt sich die Strahlennebenwirkung in Form von einer Rötung oder -entzündung. An der Blase werden radiogene Veränderungen in Form von Schmerzen beim Wasserlassen, Blasenkrämpfen oder stündlichem nächtlichen Harndrang und/oder blutigem Urin oder Harnverhalt, möglicherweise verbunden mit schmerzhaften Blasenkrämpfen beobachtet. Verstärkt werden radiogene Nebenwirkungen durch zusätzliche bakterielle Infektionen. Im Darmbereich kann es zu Schmerzen beim Stuhlgang, Schleimabsonderungen oder Schmerzen oder sogar Blutabsonderungen, selten zu Durchfällen, kommen.

Bei den chronischen Nebenwirkungen sind Fisteln und Verengungen (Stenosen) als schwerwiegendste Formen zu erwähnen. Es können chronische Blasen- und Darmentzündungen auftreten. Im Bereich der Scheide ist mit Verkürzungen und Verklebungen und Beeinträchtigungen beim Geschlechtsverkehr (Kohabitation) zu rechnen. Stärkere Nebenwirkungen, die einen operativen Eingriff oder eine Dauerbehandlung erfordern, kommen in 0.7% - 8% vor.
 

3.Chemotherapie bei Gebärmutterkrebs

Bei der Chemotherapie werden Medikamente zur Abtötung der Krebszellen eingesetzt. Chemotherapie kann in Tablettenform eingenommen werden, oder sie wird dem Körper direkt als Infusion über eine Vene zugeführt. Die Medikamente gelangen in den Blutkreislauf, wirken im gesamten Körper und können auch Krebszellen außerhalb des Unterleibs zerstören. Allerdings ist nicht zu verhindern, dass auch ein Teil der gesunden Zellen mit abstirbt.

Die Nebenwirkungen sind je nach Medikament unterschiedlich. Es können Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen, Hautprobleme, Sensibilitätsstörungen an Händen und Füßen, sowie eine Verminderung der Blutkörperchen auftreten.

4. Hormontherapie bei Gebärmutterkrebs

Hormontherapie ist die Nutzung von Hormonen, um Krebszellen abzutöten. Hormone werden gewöhnlich in Tablettenform eingenommen. Manche Krebsformen sind besonders hormonempfindlich. Dies wird bei der feingeweblichen Untersuchung festgestellt. Beim Gebärmutterkrebs kann Medroxyprogesteronazetat (MPA) oder Megestrolazetat (MGA) zu Anwendung kommen. Die Nebenwirkungen dieser Therapie sind gering, jedoch muß bei älteren Patientinnen auf ein erhöhtes Thrombose- und Embolierisiko, einen erhöhten Blutzuckerspiegel und eine Veränderung des Kalziumspiegels geachtet werden. Die Therapie bewirkt oft eine Besserung des Allgemeinbefindens und eine Schmerzlinderung, führt aber nicht zur Heilung.
 

Die Wahl der Behandlungsmethode ist abhängig vom Stadium der Erkrankung. So kann im günstigsten Fall eine Operation ausreichen. Vorliegen von Risikofaktoren für eine Ausbreitung der Erkrankung und Rezidiv ist eine Zusatzbehandlung nach Operation notwendig, wobei hier die Strahlentherapie die Methode der Wahl ist. Bei Tumorbefall von Lymphknoten wird nach Opration bestrahlt und das Bestrahlungsfeld auf die Regionen der Lymphknoten ausgedehnt, um die Tumorzellen-Ausbreitung an diesen Orten zu bekämpfen. In Sonderfällen ist auch die kombinierte Bestrahlung und Chemotherapie notwendig. Eine lokale Bestrahlung der Scheide nach Entfernung der Gebärmutter ist bei Risikopatientinnen auch ratsam.

Im Falle eines Wiederauftretens der Krebserkrankung ist die Behandlung wiederum von der Ausdehnung der Erkrankung abhängig. So kann eine wiederholte Operation oder eine erneute Chemotherapie notwendig sein. Wurde primär keine adjuvante Strahlentherapie durchgeführt, dann kann dies beim Rezidiv erfolgen.
 

Ob bei Frauen in den Wechseljahren nach behandeltem Gebärmutterkrebs eine Hormonersatztherapie gegeben werden sollten, ist umstritten. Gestagene (Gelbkörperhormon, Progesteron) können gegeben werden. Östrogentherapie erscheint möglich, wenn ein niedriges Risiko für Metastasierung oder Rezidiv besteht.

Wie sind die Heilungschancen beim Gebärmutterkrebs

Die Aussicht auf Heilung und die Wahl der Behandlungsmethode hängen vom Stadium der Krebserkrankung (siehe oben), vom allgemeinen Gesundheitszustand und auch vom histologischen Tumortyp ab. (Hier gibt es verschiedene Einteilungen: Grading 1: gute Prognose, Grading 2: mäßige Prognose, Grading3: schlechteste Prognose) ab. Im Frühstadium beeinflusst auch der Rezeptorstatus (das Ansprechen des Tumors auf weibliche Hormone) das Krebswachstum.
Günstig für die Behandlung des Gebärmutterkrebses ist, daß ca. dreiviertel aller Fälle bereits im Stadium I diagnostiziert werden.
87% der an Gebärmutterhalskrebs Erkrankten überleben die Krankheit.
 

Die mittlere 5-Jahres-Überlebensrate aller Stadien liegt bei 65,1%, auf die einzelnen Stadien aufgeschlüsselt sind dies 72,3% für Stadium I, 56,4% für Stadium II, 31,5% für Stadium III und 10,6% für das Stadium IV.
Sind die Beckenlymphknoten vom Tumor befallen, so überleben nur 36% die 5- Jahres-Genze, bei nicht befallenen Lymphknoten sind dies dagegen 74%. Auch die Infiltrationstiefe, also die Eindringtiefe des Tumors in die Gebärmutterwand spielt eine wichtige Rolle. So liegt die 5 Jahres- Überlebensrate bei alleinigem Schleimhautbefall bei 100% und sinkt bei Überschreiten der Wandmitte auf 38% ab.

Die Lebensqualität ist im Normalfall nach Operation und/oder Strahlentherapie nicht stark eingeschränkt. Manche Frauen haben unter einem Lymphödem des Beines zu leiden, welches mit Lymphdrainagen und Stützstrümpfen behandelt werden kann. Nebenwirkungen der Strahlentherapie treten nur bei 0,7-8% der Fälle auf. Die psychologische Belastung und v. a. die Angst vor einem Wiederauftreten der Erkrankung stellen für die ersten Jahre nach Diagnosestellung eine Einschränkung der Lebensqualität und des Leistungsvermögens dar.

Was ist nach einer solchen Erkrankung zu beachten?

Nach einer Krebserkrankung bleiben die Patientinnen unter engmaschiger Kontrolle (Nachsorge). Die klinische Untersuchung erfolgt während der ersten beiden Jahre nach Erstbehandlung in dreimonatigen Intervallen, um ein Wiederauftreten (Rezidiv) im Bereich der Scheide oder des Beckens auszuschließen. Diese Rezidive sind heilbar. Des weiteren sollte das Risiko für eine bösartige Zweiterkrankung im Bereich des Verdauungstraktes und der Brust beachtet werden. Eine Hilfestellung bei der Verarbeitung psychischer Probleme sollte erfolgen (Selbsthilfegruppen, Psychotherapie).



 

admin

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Gynäkologie am Allgemeinen Krankenhaus Wien (AKH) informiert
« Antwort #1 am: 26. November 2007, 19:18 »
Eine recht gute Quelle zur Information

fand ich hier:

http://www.gynonko.at/front_content.php?idcat=3

« Letzte Änderung: 26. November 2007, 19:26 von admin »

Dietmar E.

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Österreichische Initiative gegen Gebärmutterhalskrebs / 03.12.2008

60.000 Frauen jährlich mit unklarem Krebsabstrich konfrontiert: GynäkologInnen und Initiative schnüren "PAP-Ratgeber-Paket"

   Wien (OTS) - 60.000 Frauen sind in Österreich jährlich mit einem
unklaren Krebsabstrich konfrontiert, 5.000-6.000 davon müssen sich
aufgrund einer Krebsvorstufe einem operativen Eingriff unterziehen
(Konisation) - 550 Erkrankungsfälle an Gebärmutterhalskrebs sind
damit nur die Spitze eines Eisberges. Die psychische und körperliche
Belastung der Frauen ist groß.
Um Patientinnen in Zukunft noch besser
unterstützen zu können, hat der Berufsverband Österreichischer
GynäkologInnen nun gemeinsam mit der Österreichischen Initiative
gegen Gebärmutterhalskrebs ein "PAP-Ratgeber-Paket" erstellt. Dieses
kann von GynäkologInnen bestellt und bei unklarem PAP-Abstrich an die
Patientin weitergegeben werden. 

"PAP-Ratgeber-Paket" bei Österreichs GynäkologInnen

   GynäkologInnen sprechen täglich mit Frauen, die von Krebsvorstufen
betroffen sind, viele Fragen kommen jedoch erst auf, wenn die Frauen
die Praxis verlassen haben. Der Inhalt des "PAP-Ratgeber-Paketes":
Ein Brief, ein Ratgeber für Frauen mit unklarem PAP-Befund, der
versucht, die häufigsten Fragen zu beantworten sowie ein Fragebogen,
der auf Basis einer internationalen Vorlage dazu dienen soll, die
Situation der Frauen sowie deren Bedürfnisse zu erfassen, um das
Informationsangebot in Zukunft noch besser darauf abstimmen zu
können.
Das Paket kann von GynäkologInnen bestellt werden, Frauen
können es zudem auch direkt im Büro der Initiative oder über die
Website www.gebaermutterhalskrebs.at anfordern.

Angebot der Österreichischen Initiative gegen Gebärmutterhalskrebs

   Um Frauen mit unklarem PAP-Befund bestmöglich zur Seite zu stehen,
hat die Initiative eine Reihe weiterer Maßnahmen ins Leben gerufen.
Ab sofort gibt es regelmäßige "Get-together-Abende", die Frauen
Austausch ermöglichen sollen und an denen ein/e medizinische/r
ExpertIn für alle Fragen zur Verfügung steht.

Die nächsten Termine:

Mi., 3. Dezember 2008 & Mi. 17. Dezember 2008, ab 19h; Rechte
Bahngasse 14, 1030 Wien.

Zudem sucht die Initiative Botschafterinnen,
die selbst Erfahrung mit dem Thema gemacht haben und anderen Frauen
zur Seite stehen möchten.

Die nächste Expertenhotline findet am
Fr. 5.Dezember 2008 in der Zeit von 14:30-17:30 Uhr statt: 0800-311 900

(kostenlos aus ganz Österreich).

Das PAP-Erinnerungssystem auf
www.gebaermutterhalskrebs.at erinnert zuverlässig per E-Mail, SMS
oder Post an den nächsten Krebsabstrich.

Unklarer Befund - was nun?

   Das Gebot der Stunde heißt erst einmal abwarten. Ein unklarer
Befund ist noch lange kein Beweis für eine Erkrankung und zunächst
einmal nur ein Grund zu erhöhter Aufmerksamkeit.

"Die Angst vor Krebs
ist meist groß, jedoch sollten Frauen wissen, dass nur ein sehr
kleiner Teil der unklaren Befunde tatsächlich eine
Gebärmutterhalskrebserkrankung nach sich zieht. Die meisten
Veränderungen bilden sich von selbst wieder zurück und sind nicht
bösartig," so Dr. Michael Elnekheli, Präsident des Berufsverbandes
Österreichischer GynäkologInnen.

Konisation: Routine für den Arzt - große psychische Belastung für die
Frau.

   Bilden sich Veränderungen am Gebärmutterhals nicht zurück bzw.
kommt es zum Fortschreiten der Erkrankung, ist es notwendig, das
betroffene Gewebe durch eine so genannte "Konisation" zu entfernen.
Eine Konisation ist zwar ein eher kleinerer, aber durchaus sehr
verantwortungsvoller operativer Eingriff, der in Vollnarkose
durchgeführt wird.

   Wird eine Krebsvorstufe rechtzeitig erkannt und vollständig
entfernt, ist in der Regel keine weitere Therapie notwendig. Leider
ist dies jedoch nicht bei allen Frauen der Fall - immer noch stirbt
in Österreich etwa jeden 2. Tag eine Frau an Gebärmutterhalskrebs.

Der europäische Kurs: Kombination aus PAP-Abstrich & HPV-Impfung

   "Wir sind täglich in der Praxis mit den Ängsten unserer
Patientinnen konfrontiert, hier ist zweifellos die Gesundheitspolitik
gefragt" so Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter. "Ein PAP-Abstrich kann
Zellveränderungen im Bereich des Gebärmutterhalses frühzeitig
erkennen, allerdings handelt es sich dabei nur um eine sekundäre
Vorbeugung (sog. sekundäre Prävention), da ja schon Zellveränderungen
vorliegen.
Diese Zellveränderungen im Sinne einer primären Vorbeugung
(sog. primäre Prävention) überhaupt zu verhindern, ist durch die
HPV-Impfung möglich. Deshalb ist die Einführung einer kombinierten
Vorsorgestrategie nach europäischem Vorbild, also PAP-Abstrich
kombiniert mit HPV-Impfung, dringend notwendig".

   Die Impfung gegen HPV verhindert dem gegenüber von vornherein eine
Infektion mit den Virenstämmen 16 und 18, die für mehr als 70% aller
Gebärmutterhalskrebsfälle - und damit auch deren Vorstufen -
verantwortlich sind. In den vergangenen Jahrzehnten konnte durch den
PAP-Abstrich die Zahl von Fällen mit Gebärmutterhalskrebs auch in
Österreich drastisch gesenkt werden, allerdings war in den letzten
Jahren kein weiterer Rückgang mehr zu registrieren. Wir stehen seit
Jahren konstant bei jährlich rund 550 Erkrankungen und 180
Todesfällen.
Gründe dafür sind, dass einerseits viele Frauen die
Möglichkeit einer regelmäßigen gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung
nicht wahrnehmen, und es sich andererseits beim PAP-Abstrich eher nur
um eine sekundär-präventivmedizinische Maßnahme handelt. Die
Einführung einer kombinierten Vorsorgestrategie aus PAP-Abstrich &
HPV-Impfung würde nun einen weiteren deutlichen Rückgang an
Erkrankungsfällen erwarten lassen.

   Außer Österreich und Finnland haben mittlerweile alle
westeuropäischen Länder die staatliche Finanzierung der HPV-Impfung
beschlossen. Für Finnland ist dabei zu sagen, dass, bedingt durch ein
sehr kostenintensives und aufwändiges PAP-Screening, praktisch kaum
Frauen an Gebärmutterhalskrebs erkranken und aus diesem Grund kein
zusätzliches Geld für eine zusätzliche Zervixkarzinomprävention
ausgegeben wird.
Dieses Argument gilt aber für Österreich nicht: "Die
Teilnahme am PAP-Screening liegt in Österreich derzeit bei nur rund
30%. Aus diesem Grund registrieren wir in Österreich alle 2-3 Tage
einen Todesfall an Gebärmutterhalskrebs, und bei rund 5.000-6.000 von
Krebsvorstufen betroffenen Frauen besteht Handlungsbedarf im Sinne
einer Operation. Die parallele Durchführung beider Präventivmaßnahmen
muss deshalb auch in Österreich das Ziel sein", so Univ.-Prof. Dr.
Leodolter.

   Alle Presseunterlagen stehen auf
http://www.gebaermutterhalskrebs.at unter "Presse" zum Download
bereit. Ab ca. 15 Uhr stehen im Pressebereich auch Fotos der
Pressekonferenz zur Verfügung.

Rückfragehinweis:
   eXakt PR,  Dr. Andrea Hasner, Wällischgasse 8, 1030 Wien
   Tel.: +43 (1) 890 27 76/12, Fax: +43 (1) 890 27 76/15
   E-Mail: hasner@exakt-pr.at
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Edi

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Re: Infos zum Gebärmutterhalskrebs
« Antwort #3 am: 03. Dezember 2008, 23:17 »
Wussten Sie schon, ...


..., dass eine HPV-Infektion in der Regel unbemerkt verläuft und keine Beschwerden verursacht? Mehr erfahren Sie hier:

Spezial: HPV-Impfung

http://www.gesundheitsinformation.de/hpv-impfung.352.56.html




Jutta

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Re: Infos zum Gebärmutterhalskrebs
« Antwort #4 am: 24. März 2009, 17:08 »


Web-TV
Gebärmutterhalskrebs im Lifeline-TV
Gebärmutterhalskrebs wird durch Viren verursacht, vor diesen Viren können sich Mädchen und junge Frauen mit einer Impfung schützen. Die Impfung ist gut verträglich, ihre Wirkung aber kann diesem Krebs und seinen Krebsvorstufen vorbeugen. Informieren Sie sich hier. mehr

http://www.gesundheitsfernsehen.lifeline.de/cda/web-tv.html?vid=52

Gitti

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Infos zum Gebärmutterhalskrebs
« Antwort #5 am: 01. Februar 2011, 23:39 »

25. Jänner 2011

Aktionswoche gegen das Zervixkarzinom

Die Europäische Gesellschaft für Gebärmutterhalskrebs macht international mobil.

Zum fünften Mal wird derzeit in vielen europäischen Ländern die „Cervical Cancer Prevention Week“ abgehalten. Bis zum 29. Jänner 2011 wird in Deutschland, Großbritannien, Italien und Frankreich, aber auch in Slowenien, Kroatien und vielen anderen Staaten in dieser Aktionswoche auf die Möglichkeiten der Prävention gegen Gebärmutterhalskrebs aufmerksam gemacht.

Die Europäische Gesellschaft für Gebärmutterhalskrebs (European Cervical Cancer Association, ECCA ) besteht aus Organisationen und Einzelpersonen aus über 30 Ländern und hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein in der Bevölkerung für Gebärmutterhalskrebs und für die Präventionsmöglichkeiten gegen diese Erkrankung zu erhöhen. Im Jahr 2007 rief die ECCA die Woche zur Prävention gegen Gebärmutterhalskrebs ins Leben.

..................... http://www.springermedizin.at/fachbereiche-a-z/a-h/gynaekologie-und-geburtshilfe/?full=20499

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Gebärmutterhalskrebs - Infos und "Test"
« Antwort #6 am: 25. Mai 2013, 23:46 »


   
         
   
Cervical cancer is one of the most preventable kinds of cancer. Once a leading cause of cancer death in the US, cervical cancer is now much less common. The reason? Regular screenings with Pap tests that can help prevent the disease or catch it early when it’s most treatable. And a new cervical cancer vaccine for youth should boost the potential of prevention even further.

To estimate your risk of cervical cancer and learn about ways to lower that risk, take a few minutes to answer some questions about your health, background, and lifestyle.

http://www.yourdiseaserisk.siteman.wustl.edu/YDRDefault.aspx?ScreenControl=YDRGeneral&ScreenName=YDRcervical