Autor Thema: Vegetarisch  (Gelesen 3829 mal)

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Gitti

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Vegetarisch
« am: 28. Mai 2008, 17:22 »
Vegetarische Ernährung kann auch Salmonellen verursachen

   Reinigende Oberflächenbehandlung reicht nicht aus


   28.05.2008 - Ein Forscherteam der Unité de Recherche en
   Génomique Végétale (URGV) in Evry und der Max F. Perutz Laboratories
   http://www.mfpl.ac.at der Universität Wien hat entdeckt, dass nicht nur
   Fleisch, sondern auch Pflanzen von Salmonellen infiziert werden können.
   Das Abwaschen von pflanzlicher Rohkost sei daher kein ausreichender
   Schutz vor einer Lebensmittelvergiftung. Die Untersuchungen wurden an
   einer Modellpflanze gemacht, die ideale Voraussetzungen zur zukünftigen
   Entwicklung von Behandlungs- und Testsystemen im Sinne der
   Nahrungsmittelsicherheit bietet. Diese Ergebnisse wurden im Fachmagazin
   PloS ONE publiziert.

   "Wir haben einzelne Bakterien mit einem fluoreszierenden Protein markiert
   und dann sehr deutlich deren Eindringen und Vermehrung in Wurzelzellen
   beobachten können", so Forschungsleiter Heribert Hirt
   http://www.heribert-hirt.info im pressetext-Interview. Wie rasant die
   Bakterien Pflanzen befallen, konnten die Forscher im Rahmen des Projekts
   des Wissenschaftsfonds FWF auch feststellen: Bereits drei Stunden,
   nachdem die Pathogene in Kontakt mit den Wurzeln kamen, waren sie in die
   Zellen feinster Wurzelhaare eingedrungen. "Schon 17 Stunden später waren
   die inneren Zellschichten infiziert", erklärt der Genetiker. Die
   Salmonellen konnten demnach sämtliche Abwehrmechanismen der Pflanze
   erfolgreich umgehen.

   Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO werden jährlich 1,5
   Mrd. Fälle von Lebensmittelvergiftungen durch Bakterien des Stammes
   Salmonella verursacht. "Bisher galten Fleischprodukte und Pflanzen, deren
   Oberfläche mit verunreinigtem Wasser in Kontakt gekommen sind, als
   einzige Infektionsquelle", erklärt Hirt. Das Problem der Kontamination
   von Pflanzen sei bislang jedoch deutlich unterschätzt worden. "Die
   Bakterien von Salmonella typhimurium können sogar in Pflanzenzellen
   eindringen und sich dort vermehren", erklärt der Wissenschaftler. "Wir
   konnten auch zeigen, dass die Infektionen von Pflanzenzellen aus einem
   solchen Infektionsherd durchaus aktiv vom Bakterium vorangetrieben werden
   und nicht wie bisher vermutet eher zufällig." Systematische
   Untersuchungen weisen daraufhin, dass diese Phänomene nicht nur bei der
   Ackerschmalwand, der Modellpflanze, auftreten, sondern auch bei anderen
   Pflanzen.

   "Normalerweise sind Pflanzen bakteriellen Angriffen nicht hilflos
   ausgeliefert", erklärt Hirt. Doch bei einer Salmonellen-Infektion versage
   diese Abwehr komplett. "Obwohl regulierende Proteine bereits 15 Minuten
   nach einer Salmonellen-Infektion aktiviert werden, können sie die
   Vermehrung der Bakterien nicht verhindern." Auch die Abwehr mittels
   aktivierter Botenstoffe wie Salicyl-, Jasmonsäure oder Ethylen erscheint
   nutzlos. "Wir kommen daher zum Schluss, dass das Potenzial dieser
   Pathogene stark unterschätzt wird", erklärt Hirt.

   Bekannt war den Forschern, dass Salmonellen bis zu 900 Tage in
   kontaminierten Böden überleben können und damit einen geeigneten
   Infektionsherd für die Pflanzen darstellen können. In Zukunft wird
   vermehrt darauf Wert zu legen sein, nicht nur bei der Bewässerung kein
   kontaminiertes Wasser, sondern auch keine Salmonellen-verunreinigten
   organischen Dünger von Farmen mit Massentierhaltung zu verwenden. Hirt
   betont die Notwendigkeit der Entwicklung neuartiger Behandlungsmethoden
   und Testsysteme für Salmonellen-Infektionen in Bewässerungssystemen,
   Dünger und letztlich in Pflanzen oder pflanzlichen Produkten, die zum
   ungekochten Verzehr vorgesehen sind.

hilde

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Käse ist nicht "käse", denn Käse macht glücklich
« Antwort #1 am: 27. Juni 2008, 14:37 »

Wer meint, durchaus noch ein paar mehr Glücksgefühle gebrauchen zu können, sollte nicht versäumen, täglich ein Käsebrot zu essen. Käse ist nämlich reich an Tryptophan, eine Substanz, welche unser Körper benötigt, um Serotonin herzustellen.

Und Letzteres macht nicht nur glücklich, sondern auch erfolgreich. Diese Erkenntnis wurde auch jüngst wieder von einer englischen Studie belegt, bei der Psychologen der Universität Camebridge Probanden auf eine tryptophanarme  Diät setzten und feststellten, dass die Studienteilnehmer ihre eigenen Interessen nicht mehr sinnvoll verfolgten.

Menschen hingegen bei denen ein vergleichsweise hoher Serotonin-Spiegel festgestellt wurde, bestachen durch die Energie und Entschlossenheit, mit der sie ihre eigenen Ziele verfolgten. Das waren erstaunliche Beobachtungen. Denn schließlich wurde bislang angenommen, dass vor allem ein ausgeglichener Blutzuckerspiegel geordnete Gedanken und Durchsetzungskraft beschert.

Nun sieht es ganz so aus, als sei der geheime Botenstoff das Serotonin für solche Qualitäten das Serotonin; gemeinsam mit Kohlenhydraten gelangt es besonders schnell ins Gehirn und so ergibt sich eine magische Mahlzeit namens „Käsebrot“. Also, lassen Sie es sich schmecken. 

admin

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Dr. Jacobs: Vegetarier leben 9.5 Jahre länger!
« Antwort #2 am: 17. Oktober 2012, 21:27 »



Studie mit 96.000 Teilnehmern: Vegetarier leben 9.5 Jahre länger!

Dr. Jacobs Weg: Neues Fachbuch liefert die medizinischen Hintergründe

Dr. Jacobs Weg: Genussvoller Verzicht



Heidesheim am Rhein (pts021/17.10.2012/16:40) - Die neuesten Ergebnisse der Adventisten-Gesundheitsstudie 2 (Adventist Health Study-2) mit 96.000 Teilnehmern aus den USA und Kanada bestätigen, dass die Vegetarier unter den Adventisten inzwischen die am längsten lebende, wissenschaftlich untersuchte Bevölkerungsgruppe der Welt darstellen.

Die Adventist Health Study ist eine Serie von Studien der Loma Linda Universität aus Kalifornien. Bereits in den Siebziger und Achtziger Jahren wurde gezeigt, dass Vegetarier länger leben als Nicht-Vegetarier: Frauen hatten eine 4,4 Jahre und Männer eine 7,3 Jahre höhere Lebenserwartung im Vergleich zur kalifornischen Bevölkerung. Dies wurde jetzt noch deutlich übertroffen. Seit 2002 läuft die unabhängige Adventist Health Study-2, welche vom National Cancer Institute, National Institutes for Health, US-Landwirtschaftministerium und World Cancer Research Fund finanziert wird.

Die Adventisten-Gesundheitsstudie 2

Am 7. Oktober 2012 präsentierte der leitende Wissenschaftler und Arzt, Gary E. Fraser, die dramatischen Zwischenergebnisse der Studie auf der Konferenz & Expo für Lebensmittel und Ernährung an der Akademie für Ernährung und Diätetik: Die männlichen Vegetarier der Adventisten werden durchschnittlich 83,3 Jahre alt und die vegetarisch-lebenden Frauen 85,7 Jahre - das sind 9,5 beziehungsweise 6,1 Jahre länger als die restliche kalifornische Bevölkerung, erklärte Fraser. Diese Ergebnisse zeigen noch deutlicher als zuvor, dass gesundheitsbewußte Vegetarier deutlich länger leben und gesund bleiben.

Weitere Ergebnisse der Adventist Health Study 2:
* Veganer (reine Pflanzenköstler) sind im Durchschnitt 13,6 kg leichter als Nicht-Vegetarier.
* Veganer haben einen um fünf Einheiten niedrigeren BMI als Nicht-Vegetarier.
* Vegetarier und Veganer sind weniger insulinresistent als Nicht-Vegetarier.
* Veganer haben am wenigsten Bluthochdruck und das geringste Risiko für Typ-2-Diabetes.
* Im Vergleich mit Pflanzenköstlern haben Nicht-Vegetarier, die Fleisch essen, ein viermal so hohes Risiko, Typ 2-Diabetes mellitus zu entwickeln.
* Die Blutwerte von C-reaktivem Protein (Entzündungsmarker), IGF-1 (Wachstumsfaktor) und Insulin waren bei Vegetariern niedriger.
* Schlanke machen häufiger regelmäßig Sport, essen pflanzlich und vermeiden Zigaretten im Vergleich zu übergewichtigen Personen. Dies weist darauf hin, dass zahlreiche Faktoren die Gesundheit der Studienteilnehmer verstärken.

Nicht nur das Weglassen von Fleisch wirkt sich positiv aus. Auch Gemüse, Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte, die von Vegetariern häufig verzehrt werden, können per se das Risiko für Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes senken und die Gewichtskontrolle und Gehirnfunktion verbessern, berichtet die Loma Linda Universität. Insgesamt hatten die Vegetarier eine gesündere Lebensweise, die zu diesem einmaligen Ergebnis mitbeiträgt.

Dr. Jacob's Institut untermauert Studienergebnisse mit neuem Fachbuch

In dem Fachbuch "Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts" widmet sich das Dr. Jacob's Institut der zentralen Fragestellung: Was sind die effektivsten Maßnahmen gegen unsere Zivilisationskrankheiten? In dem Fachbuch "Dr. Jacobs Weg" werden die einzelnen Faktoren des Zusammenhangs zwischen Ernährung und Gesundheit untersucht und aus bisher ungewohnten Blickwinkeln auf der Basis von etwa 500 wissenschaftlichen Studien beleuchtet. Dabei widerlegt der Autor mit wissenschaftlich gesicherten Fakten einige moderne Ernährungsmythen.
Als epidemiologische, lebendige Beispiele dienen hier unter anderem die Ergebnisse der China Study, die bereits veröffentlichten Ergebnisse der Adventist Health Study sowie die Bewohner von Okinawa, die in einer langjährigen Studie genau untersucht wurden und bisher als die am längsten lebenden Erdenbürger galten. Vom ersten Platz der "durchschnittlichen" Lebenserwartung wurden sie zwar nun verdrängt, doch Okinawa bietet immer noch ein besonderes Phänomen: Auf Okinawa leben anteilig die meisten über 100-Jährigen der Welt.

Die vitalen "Golden Agers" ernähren sich traditionell und überwiegend pflanzlich. Sobald sie sich jedoch auf die westliche Ernährung einlassen, sind sie den Zivilisationskrankheiten genauso ausgeliefert wie wir. Dieser Umkehrprozess mit all seinen Folgen ist bereits im vollen Gange und verdrängt die Männer auf Okinawa in Sachen Lebenserwartung vom ersten Platz der Welt auf den letzten Japans.

Insulin-Index: Steak setzt 27 Prozent mehr Insulin frei als Pasta al dente

Die westliche Ernährung hält ein insulinogenes Highlight nach dem anderen bereit. Mahlzeiten, die tierisches Protein und Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index kombinieren, wie zum Beispiel Steak mit Kartoffeln, führen zu einer besonders hohen Insulinausschüttung und zu einem schnellen Blutzuckerabfall. So steigt die Sucht nach den anabolen, sympathikomimetischen, serotonergen Insulinwirkungen stetig an. Ein Teufelskreis, der abdominale Fettleibigkeit, Fettleber, Insulinresistenz und das metabolische Syndrom im Schlepptau hat und die Tür für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs öffnet.

Bill Clinton: "Eine vegane Ernährung half mir, 11 Kilo abzunehmen, und hat mein Leben gerettet."

Nach einem Herzinfarkt, vier Beipässen und zwei Stents stieg er auf Anraten von Dean Ornish auf fettarme, rein pflanzliche Vollwertkost um. Das Ornish-Konzept hilft sogar verengte Herzkranzgefäße wieder zu weiten. In einer zweijährigen klinischen Studie verhinderten Prostatakrebs-Patienten das Fortschreiten ihrer Erkrankung.

Der Dr. Jacobs Weg ist eine Weiterentwicklung des Ornish-Konzepts unter Berücksichtigung der Insulin-, pH und Redox-Wirkung der Ernährungs- und Lebensweise. Eine überwiegend pflanzliche Ernährung ist die Grundlage des Dr. Jacobs Weges; sie wird von den führenden Ernährungswissenschaftlern Elmadfa und Leitzmann als die natürliche, evolutionsbedingte Ernährung des Menschen beschrieben.

Zentrale Themen
* Insulin macht uns erst groß, dann dick und dann krank.
* Glykämischer Index Insulin-Index
* Harvard-Studie mit 442.000 Teilnehmern: Fleisch erhöht stark das Diabetesrisiko, Vollkornprodukte senken es.
* Kuhmilch enthält 3,75 mal mehr Methionin als Humanmilch. Tierprotein ist besonders reich an Methionin (säurebildend, prooxidativ, Abbau zu Homocystein). Was ist für den Menschen "artgemäß"?
* Methioninrestriktion kann Zellalterung und Tumorwachstum verlangsamen.
* Welche Rolle spielt oxidiertes Methionin in der Pathogenese von Alzheimer und BSE?
* Die wirkungsvollsten Ernährungstherapien bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und rheumatischen Erkrankungen
* Proteinreiche Low-Carb Diäten führen zu schnellen Wasser- und Gewichtsverlusten, aber können langfristig der Gesundheit schaden.
* Wie sinnvoll ist eine ketogene Diät bei Krebs?
* Weniger ist mehr: Ernährung bei Prostatakrebs

Das Fachbuch "Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts" beruht auf der Auswertung von etwa 500 wissenschaftlichen Studien sowie persönlicher Anwendungs- und Erfahrungswerte. Es vereint die klinisch und epidemiologisch erfolgreichsten Ernährungskonzepte der Welt unter Berücksichtigung der Insulin-, pH- und Redox-Balance in einem praxisnahen Ernährungsplan. Dr. Jacobs Ernährungsplan gewährleistet eine gesunde Vollversorgung auf pflanzlicher Basis und vermeidet das "Soja-Pudding-Veganer-Syndrom". Denn eine vegane oder vegetarische Ernährung ist nicht automatisch auch gesund.

Genussvoller Verzicht und kulinarische Entdeckungsreise: Wie Sie gesund und nachhaltig abnehmen, aber dabei so viel essen können, wie Sie möchten - nur ganz anders als bisher.

Titel: Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts. Autor: Dr. med. Ludwig Manfred Jacob. Verlag: Editions Résurgence. ISBN: 978-2-87434-151-9. Erscheinungstermin: 19.10.2012

Dr. Jacob's Institut für komplementär-medizinische Forschung
Das Dr. Jacob´s Institut, Herausgeber des Buches "Dr. Jacob´s Weg", hat sich zum Ziel gemacht, ganzheitliche Zusammenhänge in der Ernährungswissenschaft, Naturheilkunde und Erfahrungsheilkunde wissenschaftlich aufzuklären und dadurch zur Verbesserung und zum Erhalt wertvoller Präventionsmaßnahmen und Therapien beizutragen. Da Prävention immer besser ist als Therapie, liegt der Schwerpunkt auf Ernährung und Lebensweise. Diese haben auch bei der Therapie der klassischen Zivilisationserkrankungen einen hohen Stellenwert. "Primum nihil nocere, secundum bene facer" ist der Leitsatz des Dr. Jacob's Instituts. Erstens: Nicht schaden. Zweitens: Gutes bewirken.

Weitere Informationen:
http://www.drjacobsinstitut.de
Redaktionen und Zeitschriften erhalten ein Rezensionsexemplar des Buches "Dr. Jacob´s Weg" unter der Email: info@drjacobsinstitut.de (Anschrift bitte angeben).
Abdruck honorarfrei / Belegexemplar an Herausgeber erbeten

Herausgeber:
Dr. Jacob`s Institut für komplementärmedizinische Forschung
Dr. med. Ludwig Manfred Jacob
Egstedterstraße 46, 55262 Heidesheim am Rhein
E-Mail: info@drjacobsinstitut.de; www.drjacobsinstitut.de

Pressekontakt:
Dr. med. Ludwig Manfred Jacob

(Ende)
Aussender:    Dr. Jacob´s Institut für komplementär-medizinische Forschung
Ansprechpartner:    Dr. med. Ludwig Manfred Jacob
E-Mail:    info@drjacobsinstitut.de
Website:    www.drjacobsinstitut.de

http://www.pressetext.com/news/20121017021

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In Deutschland leben rund sechs Millionen Vegetarier.
« Antwort #3 am: 31. März 2013, 00:05 »



Vegan leben ohne Mangelerscheinungen

(aus der Sicht der westlichen Medizin)


In Deutschland leben rund sechs Millionen Vegetarier. Davon ernährt sich etwa jeder Zehnte vegan, verzichtet also auf jegliche tierische Produkte. Hinter der veganen Ernährung stehen nicht nur ethische und weltanschauliche Gründe. Auch Allergiker, Personen mit Laktoseunverträglichkeit oder Menschen, die sich ganz besonders gesund ernähren wollen, streichen Milch, Ei und/oder Fleisch von ihrem Speiseplan. Zudem haben Massentierhaltung, Fließbandschlachtung und Tiertransporte unter quälerischen Bedingungen u.ä.m. vielen den Appetit auf Fleisch verdorben. Für manche ist es so nur noch ein weiterer, konsequenter Schritt zu veganer Ernährung, denn Milch- und Eierproduktion sind untrennbar mit der Fleischwirtschaft verbunden. Damit eine Kuh Milch gibt, muss sie jedes Jahr kalben, und gewöhnlich landet (zumindest) der männliche Nachwuchs früher oder später auf der Schlachtbank. Ähnlich ist es auch bei Legehennen, weshalb in Deutschland jährlich rund 45 Millionen männliche Küken nach dem Schlüpfen getötet werden.

Zahlreiche Studien belegen mittlerweile, dass Vegetarier und insbesondere Veganer (Menschen, die sich vegan ernähren) seltener an Übergewicht, Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerden leiden. Purine, Cholesterin und tierisches Fett in Fleisch, Milch und Eiern wirken sich hier problematisch auf die Gesundheit aus. Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Krebs und Diabetes treten deshalb bei Menschen, die sich ausschließlich pflanzlich ernähren, deutlich seltener auf. Neben der gezielten Nahrungsauswahl liegt dies aber auch an ihrer insgesamt gesünderen Lebensweise. Veganer trinken im Durchschnitt weniger Alkohol, rauchen seltener, bewegen sich regelmäßiger und konsumieren seltener Genussmittel und Drogen.

Gleichzeitig warnen Ernährungswissenschaftler aber auch vor den Gefahren einer veganen Ernährung, weil sich leicht ein Mangel einstellen kann. Davon betroffen sind vor allem Säuglinge und Kleinkinder sowie schwangere und stillende Mütter, aber auch alle anderen vegan lebenden Menschen, die nicht auf eine ausreichende Versorgung mit den Vitaminen B2, B12 und D, Eisen, Calcium, Jod und Zink achten. Wird die Nahrungsauswahl nicht bewusst vorgenommen, kann es zudem auch leicht zu einer Unterversorgung mit Energie und lebensnotwendigen Proteinen kommen.

.... http://www.shiatsu-austria.at/einfuehrung/ernaehrung_w11.htm

Jutta

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Leben Vegetarier gesünder?
« Antwort #4 am: 02. Juni 2013, 22:52 »



Vegetarier leben gesünder

Freitag, 31. Mai 2013

dpa

Chicago – In einer gemischten Gruppe von Vegetariern und Nicht-Vegetariern haben die Vegetarier die geringere Sterblichkeit. Das berichten Wissenschaftler um Michael Orlich von der Loma Linda University in Kalifornien in der Fachzeitschrift JAMA Internal Medicine (doi:10.1001/jamainternmed.2013.6473).

Orlich und seine Kollegen untersuchten insgesamt 73.308 Frauen und Männern, die zur religiösen Gruppe der Adventisten gehören. Sie befragten alle Studienteilnehmern zu ihren Ernährungsgewohnheiten und unterteilten sie daraufhin in fünf Gruppen: Nicht-Vegetarier, Vegetarier, die Fisch und Meeresfrüchte essen, Vegetarier, die Milchprodukte und Eier essen, Veganer, die überhaupt keine tierischen Produkte essen, und so genannte Semi-Vegetarier. Außerdem erfassten die Wissenschaftler die Mortalität in der Studiengruppe über sechs Jahre.

aerzteblatt.de

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    Vegetarismus senkt Herzinfarktrisiko
    Vegetarier weniger diabetesgefährdet

zum Thema

    Loma Linda University
    Adventist Health Studies

Laut den Autoren waren die Studienteilnehmer, die zu einer der vegetarischen Gruppen gehörten, eher älter und besser ausgebildet, sie tranken weniger Alkohol rauchten weniger, bewegten sich mehr und waren dünner.

Im Beobachtungszeitraum starben 2.570 Studienteilnehmer. Die Mortalität der Vegetarier lag dabei zwölf Prozent unter der der Nicht-Vegetarier.

Die Autoren weisen darauf hin, dass    http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54627