Autor Thema: Leberschäden durch Medikamente  (Gelesen 471 mal)

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Leberschäden durch Medikamente
« am: 05. Juni 2018, 00:01 »


Bei viewlen Medikamenten müssen regelmäßig Leberwerte und Nierenwerte gemessen werden, da es zu ....... kommen kann!



Arzneimittel-induzierte Leberschäden sind keine Seltenheit und können tödlich enden, wie Professor Dr. Christian P. Strassburg vom Universitätsklinikum Bonn Freitag beim Pharmacon in Meran erklärte. Die Details sind bei Pharmazeutische-Zeitung.de zu lesen.

Leberschäden: Phytos als potenzieller Auslöser oder Verstärker
 
Arzneimittel-induzierte Leberschäden sind keine Seltenheit und können tödlich enden. Das betonte Professor Dr. Christian P. Strassburg vom Universitätsklinikum Bonn am Freitag beim Fortbildungskongress Pharmacon in Meran. Der Hepatologe verwies auf eine Studie aus Schweden, nach welcher 17 Prozent aller Fälle von akutem Leberversagen Arzneimittel-induziert sind. Während in den USA und England die Paracetamol-Toxizität führend sei, spielte in europäischen Analysen neben nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) vor allem auch die Gabe der Fixkombination aus Amoxicillin/Clavulansäure eine wichtige Rolle. «Die Leberschädigung macht bei diesen Präparaten die Clavulansäure», stellte Strassburg klar.

Hepatitis, Cholestase oder Fibrose: Wie der Mediziner informierte, lassen sich praktisch sämtliche Lebererkrankungen auch durch Medikamente hervorrufen. «Die Medikamentenanamnese der vergangenen sechs Monate abzufragen, gehört deshalb immer zum praktischen Vorgehen bei Hepatotoxizität.»

Strassburg unterschied zwischen drei typischen Reaktionsmustern: die direkte (intrinsische) Toxizität sowie die idiosynkratische (nicht vorhersehbare) Toxizität, die mit oder ohne immunallergische Zeichen auftreten kann. Die Diagnose einer direkten Toxizität wie sie zum Beispiel durch Paracetamol ausgelöst wird, sei in der Regel einfacher. Sie tritt prompt ein und ist dosisabhängig. In der Praxis träten aber idiosynkratische Reaktionen häufiger auf. Letztere seien nicht dosisabhängig und nicht im Tierversuch reproduzierbar. Zudem träten sie mit einer Latenz von bis zu 100 Wochen auf.

«Auch Phytotherapeutika wie Schöllkraut und Johanniskraut können idiosynkratische Reaktionen hervorrufen», sagte Strassburg. Zudem betonte er, dass sie oft pharmakokinetische Modulatoren sind, das heißt als Enzyminduktoren oder -hemmer wirken, und so in den Metabolismus anderer Pharmaka eingreifen. Deshalb frage er seine Patienten auch immer, ob und falls ja, welche pflanzlichen Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel sie einnehmen oder im vergangenen Halbjahr eingenommen haben. (ss)


https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=76652