Autor Thema: Suche Betroffene zum Austausch Zervixkarzinom  (Gelesen 91 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Bine43

  • Neu_hier
  • *
  • Beiträge: 1
  • Geschlecht: Weiblich
  • Gebärmutterhalskrebs pt1a2
Suche Betroffene zum Austausch Zervixkarzinom
« am: 03. Dezember 2018, 14:25 »
Hallo an alle kurz zu meiner Person,
Bin 43 Jahre und habe eine 20 jährige Tochter ( Kinderwunsch also abgeschlossen)
Im Oktober 2018 wurde mir von meinem Gynäkologen nahe gelegt, meine Gebärmutter entfernen zu lassen, es gab starke Verwachsungen in und außerhalb der Gebärmutter. Er meinte dadurch würden meine jahrelangen Bauchkrämpfe und schwallartigen Blutungen der Vergangenheit angehören. Ich war regelmäßig bei der Vorsorge und bis auf einmal vor 3 Jahren, da hatte ich papIIId, war es immer nur papII. Da ich damals eine Chlamidien Infektionen hatte, und diese erfolgreich behandelt wurde, dachte ich und auch mein Gyn es ist wieder alles in Ordnung. Ich entschied mich also für die Operation um endlich wieder ein normales Leben führen zu können ohne Schmerzmittel und ständigen Blutungen. Am 24.10.2018 musste ich im Krankenhaus sein und am 25.10.2018 wurde ich mit der Wertheim-Meigs Methode ( per Bauchspiegelung) operiert. Es wurden Gebärmutter, Gebärmutterhals und die Eileiter entfernt.Alles lief ohne Komplikationen und ich hatte auch nur am Tag nach der Op schmerzen, sonst ging es mir wirklich gut. 3 Tage später wurde ich entlassen und durfte endlich wieder nach Hause! Alles war toll, ich musste mich selbst immer wieder daran erinnern dass ich eine op hatte und mich schonen muss, sonst hätte ich es glatt vergessen. So weit so gut, nach 13 Tagen bekam ich einen Anruf von meinem Gynäkologen der mir mitteilte, dass der pathologische Befund gekommen sei und in meinem Gebärmutterhals ein Zervixkarzinom mit 4mm Eindringtiefe gefunden wurde. Es war ein Schock für mich und meine Familie, damit hatte ich in keinster Weise gerechnet. Er meinte, wir müssen noch einmal operieren und alle Lymphknoten im Bauchraum entfernen, da er nicht sagen konnte ob der Krebs schon gestrahlt hat. Am 8.11.2018 also wieder ins Krankenhaus und am 9.11.2018, die 2.Op. Wieder per Bauchspiegelung nur ein Loch mussten sie dazu stechen. Es wurden die Lymphknoten entfernt und zur Untersuchung geschickt. Die 2.op habe ich leider nicht so gut verkraftet wie die 1., das hat mich ziemlich belastet. Ich war sehr schnell erschöpft und hatte schmerzen in der Blase und mein Kreislauf wollte auch nicht so richtig mitmachen. Am 12.11.2018 ging es dann wieder nach Hause, ohne Abschluss Untersuchung, ohne irgendwelche Informationen ( bis auf die, die am Arztbrief stehen) und ohne Nachsorge. Das einzige was ich wusste, war das ich in 4-6 Wochen zu meinem Gynäkologen zur Kontrolle muss, das wars. Am 15.10.2018, dann endlich der Anruf mit der Nachricht dass alle Lymphknoten frei waren und die Behandlung somit abgeschlossen ist. Ich war der glücklichste Mensch auf dieser Erde in diesem Moment!
Nach ca 10 Tagen bekam ich plötzlich Blutungen obwohl ich diesesmal die meiste Zeit liegend verbracht habe aufgrund meiner ständigen Erschöpfung. Da es sich um frischen Blut handelte, bekam ich doch ziemliche Panik und mein Mann brachte mich ins Krankenhaus. Dort musste ich dann eine Nacht bleiben und der diensthabende Arzt stellte eine Flüssigkeitsansammlung im Douglas-Raum fest, er konnte aber anhand des Ultraschall nicht sagen um welche Flüssigkeit es sich handelt, daher am nächsten Tag noch ein CD gemacht und es stellte sich heraus dass es lymphflüssigkeit ist und das Blut aus der Scheide durch eine Naht die eine Ader aufgerieben hat kam. Mein Gyn meinte nur kein Grund zur Sorge, das ist alles normal und die Flüssigkeit geht wieder von alleine weg. Ich soll im Januar 2019 zur Kontrolle kommen.
Seit dem habe ich das Gefühl das die Flüssigkeit nicht weniger sondern mehr wird und bereits in die Oberschenkel übergegangen ist. Ich fühle mich ziemlich alleine gelassen mit meinen Sorgen, Problemen und Ängsten. Es ist ja schließlich ein Riesen Schock den man mal verdauen muss, denn dafür blieb mir gar keine Zeit und wird man entlassen und damit ist alles wieder gut, der Krebs wurde ja schließlich entfernt und man ist geheilt! Leider ist das nicht ganz so einfach, schön wäre es. Niemand hat mich über etwaige Folgen einer solchen Operation aufgeklärt z.b. das sich die Flüssigkeit stauen kann und was man tun kann wenn es so ist usw. Hat jemand hier Erfahrung mit diesem Problem?
Ich würde mich sehr über einen Austausch mit anderen betroffenen freuen,
Lg bine