Autor Thema: Krebs "besiegt", und dann?  (Gelesen 455 mal)

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Krebs "besiegt", und dann?
« am: 02. März 2019, 20:11 »




Krebs überstanden. Und wie geht es weiter?


Experten fordern bessere und individuellere Nachsorge für "Cancer Survivors"

Haben Sie schon den Begriff „Cancer Survivors“ gehört? So nennt man Menschen, die Krebs überstanden haben. Immer mehr Menschen gehören dazu, denn sie werden geheilt oder können mit der Krankheit langfristig leben. In Deutschland leben etwa 4,4 Millionen „Survivors“. Doch der Krebs und seine Behandlung führen oft noch nach Jahren zu körperlichen, seelischen und sozialen Folgen. Experten fordern deshalb eine umfassende Langzeit-Nachsorge.
 
Es gibt Survivors, die fast beschwerdefrei sind, andere haben schwerwiegende Probleme nach der Krankheit. Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums: "Bandbreite und Ausmaß der Spätfolgen sind sehr vielfältig. Patienten und Angehörige, die uns kontaktieren, berichten von Fatigue, Neuropathie, Depressionen und Angst ebenso wie von familiären, beruflichen und finanziellen Problemen. Hinzu kommen Organschäden, zum Beispiel an Herz, Lunge und Nieren. Auch über Störungen der Fruchtbarkeit und Sexualität klagen viele.“ Experten fordern nun eine veränderte Nachsorge, die entsprechend der individuellen Bedürfnisse der Patienten von einem interdisziplinär aufgestellten Team erstellt werden und langfristige Betreuung sicherstellen.
 
EANU meint: Krebs-Überlebende haben ein Recht auf ein gesundes und aktives Leben mit einer hohen Lebensqualität. Es ist gut, dass die Gruppe der Überlebenden immer größer wird, es ist aber eine große Aufgabe von Politik und Krankenkassen, die Nachsorge individuell anzupassen und deutlich zu verbessern.