Autor Thema: Geld/Finanzen  (Gelesen 1150 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 5.945
  • Geschlecht: Männlich
Geld/Finanzen
« am: 16. Mai 2021, 15:45 »



Himmelfahrtskommando

Ja, diese Woche feiern wir Himmelfahrt. Aber eine Himmelfahrt der ganz besonderen Art: Die Inflationszahlen sind es, die diese Woche in die Höhe rauschen. Haben die Experten für die USA zuletzt 3,6% erwartet, so wurden am Mittwoch tatsächlich die 4,2% verkündet. Oha, das liegt aber deutlich über dem 2%-Ziel der US-Notenbank. Die hat zwar schon im Vorfeld signalisiert, dass sie vorübergehend mehr akzeptiert, aber was heißt eigentlich vorübergehend? Die Notenbank sieht sich einem Himmelfahrtskommando gegenüber. Zum einen müsste sie bei derartigen Inflationsraten beginnen, die Zinsen zu erhöhen, zum anderen würde sie damit aber die gerade wieder erstarkte Wirtschaft abwürgen. Wie hoch müssten denn die Inflationszahlen steigen, damit die Notenbank eingreift? Wer diese Zahl kennt, der dürfte im Besitz eines strategischen Vorteils sein. Noch gehen alle davon aus, dass die Zahlen sich wieder beruhigen, wenn Basiseffekte durch Energiepreise und Lebensmittel abklingen. Doch sehen wir auch an vielen anderen Stellen steigende Preise: Hausbau, Holz und Halbleiter, um nur ein paar zu nennen. Alles steigt gen Himmel, da vergisst man fast, dass es eigentlich um jemanden anderen in dieser Sache ging.

Aufklärungspatrouille

Zwar fühlt sich auch Elon Musk bisweilen wie ein Messias, wenn er zu seiner Fangemeinde spricht, aber diese Woche scheint er die Aufklärungspatrouille losgeschickt zu haben. Mit einem Mal erkennt er, dass der Bitcoin – vielmehr seine Entstehung – eine wahnsinnige Energieverschwendung ist. Kurzerhand hat er entschieden, Bitcoins doch nicht als Zahlungsmittel für seine Tesla Autos zu akzeptieren. Das hatte wohl keiner erwartet. Konsequenz: Der Bitcoin mit einem kräftigen Kursrutsch. Musk stört sich am Verbrauch fossiler Brennstoffe zum Bitcoinmining. Seine Aufklärungspatrouille hat wohl erkannt, dass es sich bei dieser Währung um Kryptokohle handelt. Ganz anders diese Woche bei der größten Ölpipeline Amerikas. Diese wurde durch einen Hackerangriff lahmgelegt. Benzin wird im Südosten der USA bereits knapp. Die Pipeline befördert schließlich 45% des gesamten Öls durch die USA. Gegen Ende der Woche wird diese zwar wieder hochgefahren, doch der Schreck sitzt tief. Hier scheinen die staatlichen Aufklärer versagt zu haben, denn Hackerangriffe auf Amerikas Infrastruktur sind keine Seltenheit. Bidens Billionen zum Ausbau der Infrastruktur werden wohl dringender gebraucht als viele erwarten, sonst droht der Zapfenstreich.

.......... https://www.fundresearch.de/kolumne/greiffbar-himmelfahrt-der-ganz-besonderen-art.php

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 5.945
  • Geschlecht: Männlich
Re: Geld/Finanzen
« Antwort #1 am: 16. Mai 2021, 15:46 »



 14.05.2021 | 09:41 Uhr

„Wir vertrauen weiterhin in die Stärke der US-Wirtschaft und erwarten, dass vor allem die europäischen Märkte sich im zweiten Halbjahr stark erholen werden“, schreibt Esty Dwek in ihrem aktuellen Outlook. In Europa deute derzeit Vieles auf eine breit angelegte Wiederbelebung der Wirtschaft hin. Die Einzelhandelsumsätze seien im März um 2,7 Prozent gestiegen, und hätten damit die Erwartungen klar übertroffen. In Deutschland seien die Produktionsaufträge um drei Prozent gestiegen.

Auch die Impfsituation in Europa deute auf eine stete Normalisierung hin. In den meisten Ländern hätten bereits mindestens ein Viertel der Menschen ihre erste Impfdosis erhalten. „Insgesamt sind wir der Meinung, dass mit dem Fortschreiten der Impfkampagnen und der Verbesserung der Wiedereröffnungsaussichten jede Korrektur als Kaufgelegenheit gesehen werden kann, da die zugrunde liegende fundamentale Unterstützung weiterhin gegeben ist: fiskalische Anreize, geldpolitische Unterstützung und starke Gewinne“, so Esty Dwek. Mit Blick auf die Bilanzzahlen des ersten Quartals verweist Dwek darauf, dass 70 Prozent der Unternehmen aus dem STOXX 600 mit positiven Gewinnen pro Aktie überrascht hätten. Zyklische Sektoren sollten sich ihrer Meinung nach bei der Erholung weiterhin besser entwickeln.

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 5.945
  • Geschlecht: Männlich
Künstliche Intelligenz - KI
« Antwort #2 am: 16. Mai 2021, 15:50 »



Schon bevor die Corona-Pandemie Anfang 2020 ausbrach, breiteten sich künstliche Intelligenz (KI) und damit verbundene Computing-Techniken über ihr eigentliches Kerngebiet von Technologie- und Internetunternehmen hinaus auf andere Industriezweige aus.

14.05.2021 | 07:31 Uhr

Die Krise bewirkte jedoch eine „massive Beschleunigung“ des Trends in Richtung intelligenter Automatisierung. Alle Branchen führen jetzt KI ein – es stellt sich nur die Frage wie schnell.

Hier erkunden eine Reihe von Experten von Columbia Threadneedle Investments zusammen mit Führungskräften aus der Wirtschaft und Akademikern den Umfang und die Auswirkungen dieser sich schnell entwickelnden technologischen Revolution.

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 5.945
  • Geschlecht: Männlich
CO2 - Fußabdruck verstehen
« Antwort #3 am: 16. Mai 2021, 15:53 »
5



Der Übergang zu einer CO2-neutralen Wirtschaft ist von entscheidender Bedeutung, und um diesen Weg zu unterstützen, sollten nachhaltige Anleger die Kohlenstoffauswirkungen der Unternehmensanleihen in ihren Portfolios überwachen.

14.05.2021 | 09:34 Uhr

Aber es gibt viel mehr zu verstehen, um den CO2-Fußabdruck eines Anleihenportfolios zu verstehen, als herkömmliche Kennzahlen zeigen können.

Beginnen Sie mit einfachen Kennzahlen

Zunächst brauchen Anleger einfache, überschaubare Berichte, die ihnen helfen zu verstehen, wie sich ihre Portfolios auf das Klima auswirken. Als Antwort darauf haben eine Reihe von Anbietern, darunter MSCI, eine Reihe von Kennzahlen für den CO2-Fußabdruck entwickelt, die die CO2-Eigenschaften eines Portfolios mit einer Benchmark vergleichen.

Für Anleger in Anleihen ist die wichtigste Kennzahl die gewichtete durchschnittliche CO2-Intensität eines Portfolios. Diese misst den CO2-Fußabdruck des Portfolios in Bezug auf das Volumen der Kohlendioxid-Emissionen pro Umsatzwert (Tonnen CO2e / Mio. US$).

Die Kennzahl hat mehrere Vorteile: Sie ist über alle Anlageklassen hinweg anwendbar, einfach zu berechnen, benötigt nicht die Marktkapitalisierung oder Umsatzdaten, die für andere (auf den Aktienbesitz bezogene) Kennzahlen erforderlich sind, und sie kann in zwei Zahlen ausgedrückt werden - einem Wert für das Portfolio und einem Wert für die Benchmark.

Die Grenzen verstehen

Eine derart simple Kennzahl kann jedoch nur eine Momentaufnahme zu einem bestimmten Zeitpunkt sein. Das bedeutet, dass sie nicht in die Zukunft blicken kann, um die Pläne der Unternehmen zur CO2-Reduzierung zu berücksichtigen. So werden zum Beispiel Großverbraucher fossiler Energien wie Energieversorger benachteiligt, selbst wenn sie eine gut durchdachte Strategie zur Umstellung auf erneuerbare Energiequellen haben.

Zweitens kann sie die Nuancen der CO2-Nutzung nicht erfassen. Das GHG (Greenhouse Gas, Treibhausgase)-Protokoll unterscheidet zwischen direkten (Scope 1) und indirekten Quellen von CO2-Emissionen (Scopes 2 und 3). Die Unterscheidung hängt davon ab, ob ein Unternehmen den CO2-Ausstoß selbst als Teil seiner Geschäftstätigkeit (etwa in der Produktion), als Nutzer von Energie (Heizung oder Kühlung) oder weiter unten in der Kette (Geschäftsreisen, Transport und Vertrieb) verursacht. Die Anbieter konventioneller Kennzahlen können die Emissionen von Scope 1 und 2 zuverlässig messen, stehen aber erst am Anfang der komplexen Aufgabe, Scope 3 zu berücksichtigen.

Schließlich unterscheiden die bestehenden Instrumente zur Berichterstattung über die CO2-Intensität nicht zwischen den CO2-Fußabdrücken von konventionellen Anleihen und denen von grünen Anleihen oder anderen ESG-Anleihenstrukturen. Diese Strukturen nehmen Kapital entweder für spezifische grüne Projekte über eine grüne Anleiheemission oder zur Unterstützung der unternehmensweiten Reduzierung des CO2-Verbrauchs über an Leistungskennzahlen (KPI) gebundene Anleihen auf. Außerdem berücksichtigt MSCI nicht, ob sich Unternehmen im Rahmen ihrer Geschäftsstrategie zu bestimmten Klimaschutzzielen verpflichtet haben.

CO2-Neutralität braucht Engagement

Wir sind der Meinung, dass sich ein nachhaltiges Anleihenportfolio auf Investitionen in Unternehmen konzentrieren sollte, die sich nachweislich zu einer zukünftigen CO2-Reduzierung verpflichten und gut durchdachte Strategien zur Erreichung ihrer Ziele verfolgen. Um dieses Ziel zu unterstützen, haben wir einen analytischen Ansatz entwickelt, der mehr zukunftsorientierte Informationen mit besseren Einblicken liefern kann.

Identifizieren Sie die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen

Ausgehend von MSCI-Daten zerlegen wir den gewichteten durchschnittlichen CO2-Intensitätswert eines Portfolios, so dass wir einen Einblick auf Emittentenebene erhalten. Dann analysieren wir jedes Wertpapier Emittent für Emittent und stellen dabei zwei Schlüsselfragen.

Erstens: Ist die Strategie des emittierenden Unternehmens auf anerkannte Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen ausgerichtet? Um diese Frage zu beantworten, stützen wir uns auf unabhängige Untersuchungen von Drittanbietern, die uns dabei helfen, den vorausschauenden Plan jedes Unternehmens zu überprüfen und zu bewerten.

Zweitens: Wie finanzieren die Unternehmen ihren Übergang zur CO2-Neutralität? Wir sind der Meinung, dass die Ausgabe von grünen Anleihen - oder anderen ESG-Anleihen mit spezifischen Zielen - für Unternehmen oft ein überzeugender Weg sein kann, um ihren Umstellungsplan umzusetzen. Diese Strukturen verpflichten Unternehmen zur Dekarbonisierung ohne Rücksicht auf externe Faktoren und tragen so dazu bei, die Wahrscheinlichkeit eines Kurswechsels zu verringern. In der Öl- und Gasindustrie beispielsweise macht ein Anstieg der CO2-Preise die weitere Exploration und Produktion attraktiver und birgt die Gefahr, dass die Pläne zur CO2-Reduzierung unterlaufen werden. In der folgenden Abbildung veranschaulichen wir die Ergebnisse dieser deutlich umfassenderen und vorausschauenden Analyse für eine nachhaltige Strategie.

Keegan-Lamdouar_Understanding-Your-Corporate_GR

In diesem Beispiel beträgt die gewichtete durchschnittliche CO2-Intensität des nachhaltigen Portfolios etwa zwei Drittel derjenigen der Benchmark. Darüber hinaus enthält das Portfolio weitaus mehr grüne Anleihen als die Benchmark und hat ein proportional viel größeres Engagement in Unternehmen mit spezifischen Verpflichtungen zur Klimawandelreduzierung.

Betrachten Sie das größere Bild

Da Scope 3-Emissionen eine so große Bandbreite möglicher Quellen abdecken (und weil Unternehmen sie nicht auf einheitliche Weise berechnen oder offenlegen), ist es für herkömmliche Kennzahlen schwierig, das gesamte Bild zu erfassen. Zum Beispiel beziehen sich einige Emittenten im Einzelhandel nur auf die Transportkosten der Waren als Scope 3, ohne den breiteren Fußabdruck ihrer Lieferkette zu berücksichtigen. Für viele Branchen stellen Scope-3-Emissionen jedoch den Großteil des CO2-Fußabdrucks dar, und wir berücksichtigen das beim Aufbau nachhaltiger Portfolios für unsere Kunden.

Ähnlich wichtig ist es, sich über CO2-”Reduktionen” im Klaren zu sein, die lediglich den kleinen Mann ausrauben, um den großen Mann zu bezahlenletzlich ein Nullsummenspiel sind. Der Plan eines brasilianischen Autoherstellers, seine Fahrzeuge von emissionsintensivem Diesel auf Ethanol umzustellen, mag wie ein großer Gewinn aussehen - bis wir die daraus resultierenden Umweltkosten durch die Abholzung des Amazonasregenwalds berücksichtigen.

Das Ziel im Auge behalten

Anleger sollten sich über die wichtigsten Meilensteine und das Endziel eines Unternhemens bezüglich der CO2-Reduzierung im Klaren sein. Wir sind eher skeptisch gegenüber Dekarbonisierungsstrategien, die auf hypothetischen zukünftigen technologischen Fortschritten beruhen oder eine große Menge von CO2-Ausgleichskäufen beinhalten. Und wir sind der Meinung, dass Anleger wissenschaftlich fundierte Ziele bevorzugen sollten. Die Publikation International Capital Markets Association Climate Transition Finance Handbook 2020 (in englischer Sprache) schlägt einige nützliche Mindeststandards vor, die in zukünftigen Ausgaben wahrscheinlich weiter entwickelt werden.

Schließlich sind wir der Meinung, dass Anleger auf ehrgeizige Ziele drängen und kontinuierliche Verbesserungen anstreben sollten, um bis 2050 einen Netto-Null-Emissionsausstoß zu erreichen. Das Engagement mit dem Management der Unternehmen ist der Schlüssel zum Verständnis ihrer Fortschritte.

Der Übergang zu einer CO2-neutralen Wirtschaft ist ein riesiges und sich entwickelndes Thema. Die Daten, der Detaillierungsgrad und die Wissenschaft dahinter entwickeln sich alle weiter. Einige grundlegende Kennzahlen haben eine solide Grundlage geschaffen, aber Anleger müssen auf neue Erkenntnisse achten und bereit sein, neue Analysen zu übernehmen, um den CO2-Fußabdruck ihrer Anleihenportfolios besser zu verstehen.

Shawn Keegan und Salima Lamdouar sind Portfoliomanager für Credit bei AB.

In diesem Dokument zum Ausdruck gebrachte Meinungen stellen keine Analysen, Anlageberatungen oder Handelsempfehlungen dar, spiegeln nicht unbedingt die Ansichten aller Portfoliomanagementteams bei AB wider und können von Zeit zu Zeit überarbeitet werden.

MSCI gibt keine ausdrücklichen oder stillschweigenden Garantien oder Zusicherungen und übernimmt keinerlei Haftung in Bezug auf die hierin enthaltenen MSCI-Daten.

 
 
 
 
 
 
 
 

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 5.945
  • Geschlecht: Männlich
Geht den Aktienmärkten die Luft aus?
« Antwort #4 am: 16. Mai 2021, 15:54 »
7


Geht den Aktienmärkten die Luft aus? Esty Dwek, die globale Marktstrategin von Natixis Investment Managers sieht dies nicht so. Ihrer Meinung nach signalisieren die jüngsten Kursrücksetzer an den europäischen Börsen zwar eine erhöhte Volatilität, sollten dem weiteren Anstieg der Aktienkurse jedoch nicht im Wege stehen.

14.05.2021 | 09:41 Uhr

„Wir vertrauen weiterhin in die Stärke der US-Wirtschaft und erwarten, dass vor allem die europäischen Märkte sich im zweiten Halbjahr stark erholen werden“, schreibt Esty Dwek in ihrem aktuellen Outlook. In Europa deute derzeit Vieles auf eine breit angelegte Wiederbelebung der Wirtschaft hin. Die Einzelhandelsumsätze seien im März um 2,7 Prozent gestiegen, und hätten damit die Erwartungen klar übertroffen. In Deutschland seien die Produktionsaufträge um drei Prozent gestiegen.

Auch die Impfsituation in Europa deute auf eine stete Normalisierung hin. In den meisten Ländern hätten bereits mindestens ein Viertel der Menschen ihre erste Impfdosis erhalten. „Insgesamt sind wir der Meinung, dass mit dem Fortschreiten der Impfkampagnen und der Verbesserung der Wiedereröffnungsaussichten jede Korrektur als Kaufgelegenheit gesehen werden kann, da die zugrunde liegende fundamentale Unterstützung weiterhin gegeben ist: fiskalische Anreize, geldpolitische Unterstützung und starke Gewinne“, so Esty Dwek. Mit Blick auf die Bilanzzahlen des ersten Quartals verweist Dwek darauf, dass 70 Prozent der Unternehmen aus dem STOXX 600 mit positiven Gewinnen pro Aktie überrascht hätten. Zyklische Sektoren sollten sich ihrer Meinung nach bei der Erholung weiterhin besser entwickeln.

 
 
 
 
 
 
 
 
Weiter

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 5.945
  • Geschlecht: Männlich
Tech Stars
« Antwort #5 am: 16. Mai 2021, 15:56 »
8



Comeback: Tech-Star im zweiten Anlauf - diese Fonds dürften sich lohnen

Erfahrung inklusive - über Fonds, die den 2000er-Crash überlebten und wieder glänzen. Was Berater wissen sollten.

14.05.2021 | 07:00 Uhr von «Andreas Hohenadl»

In wenigen Monaten ist es so weit: Dann jährt sich der Börsengang der Deutschen Telekom zum 25. Mal. Das Ereignis löste - begleitet von einer großen Werbekampagne - bei den Deutschen eine regelrechte Aktien-Euphorie aus. Befeuert wurde diese in den folgenden Jahren durch unzählige junge Firmen, die ihr Geschäftsmodell auf den neuen Kommunikationsformen Mobilfunk und Internet aufbauten und ebenfalls an die Börse strebten.

Das Ergebnis ist bekannt: Kurz nach der Jahrtausendwende platzt die sogenannte Dotcom-Blase. Aus den Aktienkursen der Telekom sowie der Neue-Markt-Unternehmen entweicht ganz viel Luft. Und den Deutschen vergeht die Lust auf Börse für viele Jahre.

Das ändert sich in jüngster Zeit wieder. Dabei weckt heute wie vor mehr als 20 Jahren besonders ein Segment die Fantasie der Anleger: Technologie-Unternehmen. Selbst eine so gewaltige Krise wie die Corona- Pandemie konnte die Rally bei den Aktien dieser Firmen nicht bremsen. Im Gegenteil.

Die in zahlreichen Ländern verhängten Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen beschleunigten Trends wie das Online-Shopping oder die Digitalisierung von Arbeits- und Geschäftsprozessen enorm. Das lässt die Kassen bei kleinen, spezialisierten Tech-Firmen wie bei den Internetriesen klingeln.

Bestes Beispiel ist Amazon. Der weltgrößte Online-Versandhändler hat seinen Nettogewinn im ersten Quartal 2021 verdreifacht und damit sämtliche Erwartungen übertroffen. "Die anderen Technologieriesen stehen dem in nichts nach", so Olivier de Berranger, Investmentstratege des Fondsanbieters LFDE.

So seien die Nettogewinne bei der Google-Mutter Alphabet um 163 Prozent, bei Apple um 110 Prozent, bei Facebook um 94 Prozent und bei Microsoft um 44 Prozent gestiegen. "Es handelt sich dabei jedoch nicht um eine Erholung: Denn bereits das Vorjahr lief für sie fantastisch", konstatiert de Berranger.
Basis für echte Gewinne

Dass hinter den Kurszuwächsen der Tech-Firmen echte Gewinne stehen, das unterscheidet diesen Aufschwung von der Rally um die Jahrtausendwende. Damals waren viele Geschäftsprognosen mehr auf frommen Wünschen als auf realistischen Gewinnaussichten aufgebaut. Das bekamen auch Fonds zu spüren, die seinerzeit das Technologie-Thema spielten.

Viele dieser Portfolios verloren im Dotcom-Crash 90 Prozent und mehr an Wert und verschwanden irgendwann sang- und klanglos vom Markt. Doch einige der Anlagevehikel überlebten und bescherten den Anlegern vor allem in den vergangenen zehn Jahren hohe Renditen.

Im Folgenden stellen wir drei interessante Vertreter dieser Gruppe und ihre Historie vor. Allen gemeinsam ist, dass sie in der langen Zeit ihres Bestehens einem ständigen Wandel unterworfen waren.