Autor Thema: Umgang mit Depression  (Gelesen 421 mal)

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Umgang mit Depression
« am: 22. Mai 2021, 13:59 »





Depression - Lass uns darüber reden

3. April 2017, 14:05
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Dieser Satz ist das Motto des am 7. April stattfindenden Weltgesundheitstages. Ein offener Dialog über psychische Erkrankungen ist in zweifacher Hinsicht nötig: Einerseits sind viele depressive Menschen froh, wenn sich jemand die Zeit nimmt und ihnen zuhört. Und andererseits sind Erkrankungsbilder wie Angststörungen und Depressionen nach wie vor tabuisiert.
Wenn sich eine Kollegin das Bein bricht, wird nicht getuschelt. Gibt eine Person zu, dass es ihr psychisch so schlecht geht, dass sie nicht mehr arbeiten kann, reagieren Chefs und das Umfeld ganz anders.
Und das obwohl nach Untersuchungen der WHO 25 Prozent der Bevölkerung eines EU-Landes innerhalb eines Jahres entweder unter den Symptomen einer Angsterkrankung oder einer Depression leiden. Besonders häufig betroffen sind Jugendliche, Frauen und alten Menschen.
Jede/r von uns kennt Personen, denen es psychisch nicht gut geht. Das ist die Normalität in unserer Gesellschaft.
Dennoch haben viele Berührungsängste. Trauen sich nicht mal zu fragen, wie es dem Gegenüber geht. Das ist auch nicht immer einfach. Depression ist eine leise Erkrankung. Die Betroffenen erleben sich selbst und die Umwelt als negativ. Sie fühlen sich wie versteinert. Freude und Zuneigung sind aus dem Gefühlsspektrum verschwunden. Der Alltag ist für sie kaum mehr bewältigbar. Freundlich gemeinte "Motivierungs-Schubserl" werden als massive Überforderung empfunden und oft brüsk zurückgewiesen.
Zwischen 1990 und 2013 hat sich - nach Angaben der WHO - die Zahl der von Depressionen und/oder Angststörungen Betroffenen weltweit von 416 Millionen Menschen auf 615 Millionen erhöht. Anders ausgedrückt - fast zehn Prozent der Weltbevölkerung leiden an diesen seelischen Erkrankungen.
Mehr als 40 Prozent der Krankenstandstage sind auf diese beiden Ursachen zurückzuführen.
Besonders erschreckend: Viele Personen mit schweren Depressionen werden nicht behandelt. Weil sie sich nicht trauen, Hilfe zu suchen. Weil ihnen niemand Hilfe anbietet.
Wollen Sie nicht am kommenden Montag mit uns darüber reden?
Univ.-Prof.in Dr.in Karin Gutiérrez-Lobos informiert Sie dieses Mal über erste Anzeichen, frühe Hilfen und ausreichende Therapieangebote für Depressionen.

Eine Sendung von Dr. Christoph Leprich
Service

Ass.-Prof.in Dr.in Katrin Skala, Fachärztin für Kinder- u. Jugendpsychiatrie, MedUni Wien, Uniklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Prim.a Dr.in Margit Wrobel, Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie, Krankenanstalt Rudolfstiftung, Vorständin der Allgemeinen Psychiatrischen Abteilung
Silvia Ballauf, pro mente Wien, Fachbereichsleiterin Selbsthilfe

Weltgesundheitstag 2017
Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie
Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie
Psychologen-Suche
Kriseninterventionszentren in Österreich
Notrufe
HPE - Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter
Bündnis Depression (mit Selbsthilfegruppen, Telefonseelsorge, Krankenhäusern, und vielem mehr)
Psychotherapeutische Verfahren bei Depression
Selbsttest
Ratschläge für Angehörige
Dokumentation: die Wahrheit über Depressionen
Dokumentation: Mit Depressionen leben
Aufklärungsvideo der WHO
Radiobeitrag: Werden wir alle immer depressiver?

Dr. Sabine Gapp-Bauß, "Depression und Burn-out überwinden: Ihr roter Faden aus der Krise: Die wirksamsten Selbsthilfestrategien", Verlag: VAK; Auflage: 3 (15. Februar 2016)

Ainsley Johnstone, Matthew Johnstone, "Mit dem schwarzen Hund leben: Wie Angehörige und Freunde depressiven Menschen helfen können, ohne sich dabei selbst zu verlieren",
Verlag Antje Kunstmann; Auflage: 4 (1. September 2009)

Matt Haig, "Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben", dtv Verlagsgesellschaft 2016
Sendereihe

    Radiodoktor - Medizin und Gesundheit