Autor Thema: Kontrollen schützen Diabetiker vor Folgeschäden  (Gelesen 4669 mal)

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Tanja

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 Fünf verschiedene Selbstkontrollen

   empfiehlt der Internist und Diabetologe Dr. med. Christoph Lembens in der
   aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Mai 2008 den
   Diabetikern. Damit entgeht der Zuckerkranke den bösen Folgeschäden.

   Der Mediziner empfiehlt Diabetikern, sich täglich zu wiegen, wöchentlich
   die Haut und die Füße zu inspizieren, zweimal wöchentlich den Blutdruck
   morgens nüchtern zu messen und einmal monatlich den Urinzucker zu
   kontrollieren. Auch wenn Diabetiker noch keine medikamentöse Therapie
   benötigen, rät der Diabetologe, mindestens zweimal wöchentlich den
   Blutzucker zu Hause zu kontrollieren: jeweils nüchtern sowie zwei Stunden
   nach dem Frühstück.

Damit der Arzt die Daten nutzen kann, sollten die
   Patienten sie systematisch aufschreiben und ein Blutzucker-Tagebuch
   führen. Zusammen mit den Ergebnissen der ärztlichen Untersuchungen können
   sie dann dazu dienen, die Behandlung zu optimieren.

Regelmäßige ärztliche
   Untersuchungen »auf Herz und Nieren« helfen, eventuelle Schädigungen
   rechtzeitig zu erkennen, um ihnen schnellstmöglich entgegenwirken zu
   können.

   Die Neue Apotheken Illustrierte erscheint ab dem 1. Mai mit völlig neuem
   Aussehen und will sowohl jungen wie auch älteren Menschen helfen, gesund
   zu bleiben.

   Außerdem in diesem Heft: Grüne Medizin +++ Knieschmerz lindern +++
   Homöopathie: Welche Pflanzen stecken drin?

   Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
   Neue Apotheken Illustrierte
   Dr. Frank Schäfer
   Tel: 06196 928-318
   Fax: 06196 928-320
   E-Mail: redaktion@nai.de
   Internet: http://www.nai.de

Sissi

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Diabetes und Amputationen
« Antwort #1 am: 25. August 2008, 22:53 »

   Hälfte aller Diabetes-Amputationen vermeidbar - Experten kritisieren vorschnelle Radikaloperationen


   Heidelberg (pte/25.08.2008/13:54) - "Jährlich werden in Deutschland knapp
   40.000 Diabetes bedingte Amputationen vorgenommen - nur die Hälfte ist
   jedoch wirklich notwendig", meint Wolfram Wenz, leitender Oberarzt an der
   Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg
   http://www.klinikum.uni-heidelberg.de, im pressetext-Interview. "In
   einigen Fällen wird bereits nach einem Jahr bei Diabetespatienten ein Fuß
   amputiert, obwohl mit etwas Geduld und Einsatz dieser durchaus zu retten
   wäre", beklagt der Spezialist für rekonstruktive Fußchirurgie.

Den Grund
   dafür sieht er darin, dass es zu wenig Spezialärzte für das Thema
   diabetisches Fußsyndrom in Deutschland gibt. "Oftmals kümmern sich in den
   Kliniken Internisten um Diabetiker, die nicht immer das absolute
   Fachwissen um die Komplexität der Thematik haben", meint Wenz. Ein
   ähnliches Bild zeichnet auch Eckhard Müller, Sprecher der
   Arbeitsgemeinschaft diabetischer Fuß http://www.ag-fuss-ddg.de,
   gegenüber pressetext: "Einige Ärzte sind einfach zu ungeduldig und können
   den Heilungsprozess nicht abwarten. Das ist ein ernsthaftes Problem."

   In einer Erhebung konnte Wenz nachweisen, dass circa 36 Prozent der
   Diabetiker nach der ersten Amputation binnen eines Jahres versterben und
   rund die Hälfte innerhalb der nächsten drei Jahre. Nach fünf Jahren lebt
   nicht einmal mehr jeder dritte Amputationspatient. "Der Grund dafür
   dürfte sein, dass eine Amputation für die Betroffenen der Anfang vom Ende
   ist und sie sich innerlich aufgeben", sagt Wenz.
Dazu komme, dass nach
   einer Fuß- oder Beinamputation das verbleibende Bein viel stärker
   belastet wird. Dadurch würde bei rund 50 Prozent der Beinamputierten
   binnen der nächsten vier Jahre auch das zweite abgenommen werden. "Durch
   die Amputationen sind die Patienten nicht mehr in der Lage, alleine für
   sich zu sorgen und landen in der Vielzahl in Pflegeheimen", führt Wenz
   aus. "Da kann doch kaum noch von einer Erleichterung für die Patienten
   gesprochen werden."

   Wenz plädiert dafür, statt auf Amputationen auf vorbeugende Maßnahmen und
   Gliedmaßen erhaltende Operationen zu setzen. Dazu gehört auch eine genaue
   Beobachtung des eigenen Körpers. "Das Problem bei Diabetikern ist, dass
   sie oftmals gar nicht mitbekommen, dass sie eine Wunde haben", sagt
   Michael Stumvoll, Experte für Diabetes an der Universität Leipzig,
   gegenüber pressetext. Denn neben einem Verschluss der Gefäße kommt es
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=080825025


hilde

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Diabetiker und Darmkrebs
« Antwort #2 am: 01. März 2009, 11:08 »

Darmkrebskampagne hat Diabetiker im Fokus

MÜNCHEN (ars). "Ich wünsche mir, dass Hausärzte mehr über Darmkrebs aufklären", sagte Dr. Christa Maar bei einer Veranstaltung zum Auftakt des Darmkrebsmonats März. Schwerpunkt der diesjährigen Kampagne ist die Risikogruppe der Diabetiker.

Für Diabetiker empfiehlt sich vor Beginn einer Insulin-Behandlung eine Koloskopie, sagte die Präsidentin der Felix-Burda-Stiftung. Denn insulinpflichtige Diabetiker haben im Vergleich zur Normalbevölkerung ein zwei- bis dreifach höheres Risiko, Darmkrebs zu bekommen. Insulin wirkt anabol und kann das Tumorwachstum fördern. Maar verwies auf den Erfolg von Darmkrebs-Präventionsprogrammen. Vor der Einführung im Jahr 2002 starben 33 000 Menschen daran, 2008 waren es 27 000. Seit 2002 haben 3,5 Millionen Menschen in Deutschland eine Vorsorgekoloskopie machen lassen, bei jedem Dritten davon wurde ein Adenom entfernt, bei einem Prozent ein Karzinom entdeckt, davon 70 Prozent in frühen Stadien.

http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_Medizin_Detail?articleItemId=9d48ef9ec25ae2990a014cc544c18bac