Autor Thema: Medikamente gegen Schmerzen  (Gelesen 3760 mal)

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Josef

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Medikamente gegen Schmerzen
« am: 21. Mai 2008, 00:02 »
Schmerzpflaster nicht zerschneiden

13.05.08.

Schmerzpflaster sollten nicht zerschnitten werden. “Das Zerschneiden ist auch dann nicht erlaubt, wenn im Beipackzettel Hinweise zur Teilbarkeit fehlen”, sagt Apotheker Prof. Dr. Martin Schulz, Geschäftsführer Arzneimittel der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Durch das Teilen eines Pflaster kann die Dosierung ungenau werden, zudem ist die fachgerechte Lagerung des unbenutzten Pflasterabschnitts problematisch. Schulz: “Auf keinen Fall darf der flüssige oder halbfeste Inhalt eines Schmerzpflasters auf die Haut gelangen, sonst kann es zu schweren, ja lebensbedrohlichen Vergiftungen kommen.” Werden niedrigere Dosierungen gewünscht, sollten Pflaster mit einer geringeren Wirkstärke aufgeklebt werden. Schmerzpflaster mit den Wirkstoffen Fentanyl oder Buprenorphin dürfen auch nie an andere Personen weiter gegeben werden.

Verbrauchte Schmerzpflaster enthalten noch große Mengen des Arzneistoffes. Auch kleine Mengen dieser Wirkstoffe können insbesondere Kindern, die in unbeaufsichtigten Momenten ein Pflaster “ausprobieren”, gefährlich werden. Diese arzneistoffhaltigen Pflaster sollten daher immer sorgfältig entsorgt werden.

Quelle: ABDA
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Gitti

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opioidhaltige Schmerzmittel
« Antwort #1 am: 31. August 2010, 16:30 »
http://www.univadis.de/medical_and_more/KurzmeldungenMedizin_Detail?link=/DE/apa/Umfrage-zeigt-Wissensluecken-beim-Einsatz-von-Opioiden/%28language%29/ger-DE&id=1701

31/08/2010
( APA )
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Umfrage zeigt Wissenslücken beim Einsatz von Opioiden

Schnell wirksame Mittel werden häufig unterdosiert

Deutsche Ärzte sind im Umgang mit opioidhaltigen Schmerzmitteln nicht sattelfest. Häufig werden aus Unsicherheit Opioidanalgetika nicht verschrieben. Das hat eine Umfrage von Forschern der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden unter 226 Schmerztherapie-interessierten Ärzten ergeben. Die Ergebnisse wurden in "Der Schmerz" vorgestellt.

80 Prozent der Befragten Mediziner verschreiben Opioide, jedoch konnten nur die wenigsten Fragen zur Anwendung und Medikamentenwahl nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand richtig beantworten. Nach den Einsatzgebieten gefragt, nannte fast alle Ärzte Tumorschmerzen, rund 50 Prozent konnten weitere Diagnosen nennen. Bis zu 13 Prozent gaben allerdings auch Einsatzgebiete an, von denen Spezialisten eindeutig abraten. Auch bei der Dosierung mangelt es an Wissen. 40 Prozent würden laut der Umfrage ein schnell wirkendes Medikament unterdosieren.

Die Forscher empfehlen eine intensivere Ausbildung von Medizinstudenten und eine Weiterbildung von Ärzten. Die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V (DGSS) hat gemeinsam mit anderen Fachgesellschaften allen Medizinischen Fakultäten ein Kerncurriculum zur Verfügung gestellt, das die wichtigsten Informationen zur Schmerztherapie in 14 Stunden zusammenfasst und im Querschnittsfach des Studiums gelehrt werden kann. (moe)

Quellen: Der Schmerz, Uniklinikum Dresden, DGSS