Autor Thema: Tuberkulose, ich doch nicht!  (Gelesen 4214 mal)

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Dietmar E.

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Tuberkulose, ich doch nicht!
« am: 22. Mai 2008, 08:53 »
Dazu konkret:
Blasenkrebspatienten bekommen oft BCG-Instillationen, siehe http://www.krebsforum.at/forum/index.php/board,157.0.html
Nur wenigen ist bekannt, auch Urologen, dass es dabei auch zu einer Tuberkulose kommen kann (Infos auf Anfrage unter kontakt@krebsforum.at)


News:
Biologicals: Tuberkulose nicht das einzige Infektionsrisiko

Portland – Medikamente, die den Tumornekrosefaktor (TNF) alpha hemmen, können nicht nur eine latente Tuberkulose reaktivieren. Nach einer Umfrage unter US-Medizinern in Clinical Infectious Diseases (2008; 46: 1738-1740) müssen Arzt und Patient auch mit dem Auftreten anderer zum Teil ungewöhnlicher Infektionen rechnen.

In den letzten Jahren wurde eine Reihe von Biologicals (vor allem) zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis eingeführt. Ihre Wirkstoffe (Etanercept, Infliximab und Adalimumab) hemmen TNF-alpha. Dieses Zytokin ist an der Immunabwehr beteiligt. Eine Blockade führt deshalb nicht nur zu langdauernden Remissionen der Autoimmunerkrankung. Es besteht auch die Gefahr, dass die Immunabwehr von Infektionen beeinträchtigt wird. Gefürchtet wird vor allem eine Reaktivierung der Tuberkulose, da viele Menschen latent mit Mycobakterium tuberculosis infiziert sind.

Die Fachinformationen schreiben deshalb vor Therapiebeginn den Ausschluss einer Infektion vor, was häufig mittels negativem Tuberkulintest möglich ist. Damit ist das Infektionsrisiko jedoch nicht vollständig gebannt, warnt die Infectious Diseases Society of America anlässlich einer Umfrage.

Die Infektiologen meldeten 73 Fälle von Staphylococcus aureus-Infektionen, 56 Fälle von Histoplasmose-Erkrankungen und 32 Patienten, bei denen nicht tuberkulöse Mykobakteriosen diagnostiziert wurden. Echte Tuberkuloseerkrankungen wurden nur bei 17 Patienten festgestellt.

Die Infektiologen raten den Rheumatologen deshalb zu einer erhöhten Aufmerksamkeit auf diese teilweise ungewöhnlichen Erkrankungen. Das gelte auch für den Einsatz des Biologicals Rituximab, das zu einer Depletion von B-Lymphozyten führt, was die Infektionsabwehr ebenfalls beeinträchtigen könnte.

rme/aerzteblatt.de

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Tuberkulose - Vitamin C
« Antwort #1 am: 25. Mai 2013, 18:06 »




Bekanntlich wird hochdosiertes Vit C (z. B. 25 g als Infusion, ggf. 3x/Woche) als Tumor(zusatz)therapie verwendet,

seit der Nobelpreisträger Paulig (?) dies erforschte,




22. Mai 2013

Biowissenschaften Medizin Pharmazie

Vitamin C gegen Tuberkulose?

Von Joachim Czichos

Das Vitamin tötet auch hochresistente Erreger ab – möglicher Einsatz zur Unterstützung der Antibiotika-Therapie

© Claudius Tesch 2 aus der deutschsprachigen Wikipedia / Creative Commons (CC BY-SA 3.0), http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

New York (USA) - Vitamin C wirkt im menschlichen Körper als Antioxidans, indem es aggressive Sauerstoffverbindungen unschädlich macht. Aber auf Tuberkuloseerreger hat das Vitamin den gegenteiligen Effekt: Es verstärkt die Bildung von Sauerstoffradikalen und tötet dadurch die Bakterien, berichten amerikanische Mikrobiologen. Mycobacterium tuberculosis, der Erreger der Tuberkulose, reagierte empfindlicher auf den Kontakt mit Vitamin C als alle anderen getesteten Bakterienarten. Auch Laborkulturen hochresistenter Stämme, die gegen die üblichen Antibiotika unempfindlich geworden waren, starben nach Zugabe des Vitamins ab. Eine Ernährung mit hohem Vitamin C-Gehalt könnte daher möglicherweise den Erfolg einer Tuberkulosetherapie verbessern, schreiben die Forscher im Fachjournal „Nature Communications“.

„Wirkstoffe, die das Absterben der Tuberkulosebakterien beschleunigen, könnten die Therapiedauer deutlich verkürzen“, erklären William Jacobs und seine Kollegen vom Albert Einstein College of Medicine in New York. Für eine erfolgreiche Behandlung ist es erforderlich, dass die Patienten mindestens sechs Monate lang täglich eine Kombination von zunächst vier und dann zwei Antibiotika einnehmen. Bei Infektionen durch resistente Stämme kann sich die Therapie sogar über zwei Jahre erstrecken. Resistente Mykobakterien entstehen dadurch, dass Patienten die langwierige Behandlung vorzeitig abbrechen.

In ihren Versuchen mit Laborkulturen zeigten die Forscher, dass die Mykobakterien auf einen Zusatz von Vitamin C in der Nährlösung sehr empfindlich reagieren und vollständig abgetötet werden können. Bei anderen Bakterienarten wie Staphylokokken, E. coli und Pseudomonaden war dazu eine mindestens 16-mal höhere Konzentration nötig. Der Effekt des Vitamins beruht auf einer Verstärkung der sogenannten Fenton-Reaktion. Dabei werden in Gegenwart von Eisenionen hochreaktive Sauerstoff- und Hydroxylradikale gebildet. In Abwesenheit von Sauerstoff oder Eisen blieb die Vitaminzugabe ohne Wirkung. Auch mehrfach resistente Stämme von Mycobacterium tuberculosis wurden durch Vitamin C abgetötet. Vitamin C-resistente Bakterien entstanden nicht. Das liegt wahrscheinlich daran, so die Forscher, dass der Effekt auf mehrere, ganz unterschiedliche Arten von Schäden in den Bakterien zurückzuführen ist. Weitere Untersuchungen müssen nun prüfen, ob die Einnahme von Vitamin C-Präparaten auch die Tuberkuloseerreger im Körper eines Patienten abtöten kann.

© Wissenschaft aktuell

Quelle: „Mycobacterium tuberculosis is extraordinarily sensitive to killing by a vitamin C-induced Fenton reaction“, Catherine Vilchèze et al.; Nature Communications, DOI: 10.1038/ncomms2898
http://www.nature.com/ncomms/journal/v4/n5/full/ncomms2898.html

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