Autor Thema: Alternativtherapien  (Gelesen 7015 mal)

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hilde

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Alternativtherapien
« am: 22. Mai 2008, 16:01 »

Die Alternativtherapie ist für mich keine Komplementärmedizin,
Oder liege ich da falsch?


Deutsche setzen häufig auf Alternativmedizin

21.05.08 - Innerhalb der Europäischen Union (EU) ist Deutschland Spitzenreiter bei der Nutzung von Alternativmedizin. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung in Deutschland nehmen die Angebote von Akupunktur bis hin zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) in Anspruch, wie Charité-Ärztin Claudia Witt berichtete.
Akupunktur, Alternativmedizin, Nadeln, Komplementärmedizin
Bei Rücken- und Knieproblemen erstatten einige Krankenkassen nun auch die Kosten für Akupunktur. Foto: DAK / Wiggers

Damit liege die Akzeptanz in Deutschland vor Frankreich (50 Prozent), der Schweiz (40 Prozent) oder Großbritannien (20 Prozent). Witt tritt in dieser Woche an der Charité die erste deutsche Uni- Professur zur Erforschung der Alternativmedizin an.

Am beliebtesten bei deutschen Patienten sind nach Witts Angaben Naturheilverfahren wie Wasseranwendungen. 65 Prozent der Frauen und rund die Hälfte der Männer griffen darauf zurück. Homöopathie nähmen in Deutschland 15 Prozent der Bevölkerung in Anspruch, bei Akupunktur seien es 9 Prozent. Viele Patienten nutzten die Angebote auch in Kombination mit der klassischen Schulmedizin.

Nach Witts Erhebungen scheint es jedoch eine Art Prototyp für alternative Heilmethoden zu geben: Es seien in der Regel jüngere, gut gebildete Menschen mit chronischen Krankheiten - häufiger Frauen als Männer.

Berührungsängste gegenüber Alternativmedizin sieht Witt bei der Ärztezunft schwinden. "Jeder dritte bis vierte niedergelassene Arzt greift heute auf Akupunktur zurück", stellt die Professorin fest. 5.000 Mediziner hätten eine Zusatzqualifikation in klassischer Homöopathie erworben. Einige Krankenkassen erstatteten inzwischen Akupunktur- Kosten bei Rücken- oder Knieproblemen. Skeptisch blieben vor allem die Uni-Kliniken: Ihnen fehlten handfeste Belege für den Nutzen.
Welche Patienten profitieren?

An der Charité will Witt Studien zur Alternativmedizin nun vorantreiben. Sie möchte unter anderem herausfinden, warum manche Patienten mehr davon profitieren als andere. Ein Problem wird die Professorin aber wohl nicht schnell lösen können: In bisherigen Studien ist zwar die Wirksamkeit mancher alternativer Heilmethode bestätigt worden. "Doch die Wirkmechanismen sind teilweise oder gar nicht bekannt", erläutert Witt. Der Lebensstil und der Glaube an eine Therapie spielten dabei sicher auch eine Rolle.

Finanziert wird der neue Charité-Lehrstuhl mit einer Million Euro fünf Jahre lang von der Karl und Veronika Carstens-Stiftung. Bisher gebe es in Deutschland 3 Professuren für die Patientenversorgung mit Alternativmedizin - aber keinen für die Forschung, erklärte Witt.

Edi

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Alternativmedizin
« Antwort #1 am: 16. August 2008, 00:30 »

Medizin & Gesundheit

28.07.08

Alternativmedizin auf dem Vormarsch: Kritik bleibt aus

Der wissenschaftliche Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Michael Utsch.
B e r l i n (idea) – Die Alternativmedizin ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Kritische Nachfragen würden kaum noch beachtet, beklagt Michael Utsch, wissenschaftlicher Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW).

Wie er im Materialdienst dieser Berliner Einrichtung schreibt, verordnen knapp zwei Drittel der deutschen Ärzte etwa bei Krebs unkonventionelle Methoden, hauptsächlich auf Wunsch der Patienten. „Wer verhindert jedoch, dass die Hilfesuchenden beispielsweise in den Fängen der Neuen Germanischen Medizin landen?“ fragt Utsch. Nach Recherchen betroffener Angehöriger seien weit mehr als 100 Todesfälle auf medizinische Behandlungsfehler dieses Verfahrens zurückzuführen. Dem EZW-Referenten zufolge haben die Auseinandersetzungen zwischen Schul- und Alternativmedizin abgenommen. Mittlerweile erstatteten die Krankenkassen pro Jahr Naturmedizin im Wert von zwei Milliarden Euro; den gleichen Betrag gäben sie für alternative Therapien aus.

Darüber hinaus zahlten Patienten jährlich rund fünf Milliarden Euro für alternativmedizinische Therapien selbst.

Handbuch stellt Schamanismus mit Naturheilkunde gleich
Mit der zunehmenden Verbreitung nähmen kritische Nachfragen ab. Das zeigten zwei neuere Publikationen. So stelle das Handbuch „Alternativ heilen“ Naturheilverfahren, etwa mit Heilpflanzen, ohne Einschränkungen mit esoterischen Methoden wie Schamanismus oder „feinstofflichen“ Therapien gleich. Das „Große Buch der ganzheitlichen Therapien“ werbe mit 60 Beiträgen für „größtenteils fragwürdige Heilverfahren, die weit ins Spekulative hineinreichen“, so Utsch. Neben Umweltmedizin oder Musiktherapie würden Geistheilung, Reiki, Selbstheilung und Steinheilkunde vorgestellt. Utsch: „Wissenschaftliche Distanz und Neutralität lässt dieses Handbuch gänzlich vermissen.“

http://www.idea.de/index.php?id=355&tx_ttnews%5Btt_news%5D=66755&tx_ttnews%5BbackPid%5D=18&cHash=480bcfe77e

Jutta

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Alternativtherapien - Deutsche Ärzteschaft
« Antwort #2 am: 16. August 2008, 16:27 »

ARZNEIMITTELKOMMISSION DER DEUTSCHEN ÄRZTESCHAFT


Außerhalb der wissenschaftlichen Medizin stehende Methoden der Arzneitherapie

Ein älterer Artikel, interessant; noch aktuell?

http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/Alternativpdf.pdf

hilde

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Ärzte Zeitung, 14.10.2008

Alternative Krebstherapien systematisch erforscht

US-Forscher sammeln in Substanz-Bibliotheken alles, was an Unerforschtem auf der Erde wächst oder im Meer lebt - und prüfen es etwa zur Krebstherapie.

Von Beate Grübler

krebstherapie_home.jpg

Stoffe für potenzielle alternative Krebstherapien werden systematisch erforscht.

In den USA werden jährlich über 120 Millionen US-Dollar in die Erforschung alternativer Krebstherapien investiert. So fördert das staatliche Krebsforschungsinstitut NCI derzeit 461 Projekte zur Komplementärmedizin, von denen einige ausschließlich auf positive Erfahrungen von Krebspatienten mit der jeweiligen Methode zurückgehen.
Das "NCI Best Case Series Program" ist vermutlich die einzige staatlich finanzierte Datenbank, die systematisch Fallbeschreibungen zur Wirksamkeit alternativer Krebstherapien sammelt. Sämtliche Berichte und die zugehörigen Dokumente wie Bildgebung und Histologie werden unvoreingenommen gesichtet, wie Professor Farah Zia vom Office of Cancer Complementary and Alternative Medicine (OCCAM) beim Welt-Krebs-Kongress in Genf berichtet hat.

Ergeben sich Anhaltspunkte für eine Wirksamkeit, wird das alternative Verfahren in einer prospektiven Studie untersucht. Auf dem Prüfstand stehen derzeit drei Konzepte:
ein nach dem indischen Arzt Banerji benannter homöopathischer Ansatz,
die Insulin-potenzierende Therapie und die
makrobiotische Diät nach Kushi.
Es sei allerdings schwierig, kooperationswillige Forschungsinstitute zu finden, so Zia.

Anders ist das bei der Analyse von Heilpflanzen, die bereits in der Ethnomedizin als Arzneistoffe angewendet werden. Nach Einschätzung der WHO hat jedes vierte Medikament einen pflanzlichen Ursprung. So wurden Taxane ursprünglich aus der Eibe gewonnen und Vinca-Alkaloide aus dem Madagaskar-Immergrün. Auch Meerestiere sind potenzielle Lieferanten für neue Krebsmedikamente. In Substanz-Bibliotheken sammelt das NCI alles, was an bislang Unerforschtem auf der Erde wächst oder im Meer lebt.

Bereits über 200 000 Pflanzenextrakte sowie eine größere Menge an eingefrorenen Meeresorganismen lagern streng gesichert in einer Militärbasis und werden auf Anfrage an Forschungsinstitute weitergeben. Ein Material-Transfer-Abkommen stellt sicher, dass auch jene Staaten von der Ressourcenforschung profitieren, die das Ursprungsmaterial zur Verfügung gestellt haben. Vieles davon stammt aus Ländern, die wirtschaftlich ohnehin zu kämpfen haben und nun auch noch die Ausbeutung ihrer Heilpflanzen-Vorräte befürchten.

Die vielen Vertreter aus Schwellen- und Entwicklungsländern beim Welt-Krebs-Kongress machten aber auch noch andere Bedenken geltend: Manche Pflanzen scheinen nur dann heilsam zu wirken, wenn sie in ihrer natürlichen Umgebung angebaut und traditionell aufbereitet werden. Wer am Procedere etwas ändert oder gar nur Extrakte verwendet, verschenkt womöglich nutzbringende Wirkungen. Als Beispiel wurde Ginseng angeführt, der in Studien zur Linderung von Fatigue geprüft wurde und dessen Wirksamkeit offenbar stark von der Produktqualität der Pflanzen abhängt.

admin

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Re: Alternativtherapien
« Antwort #4 am: 08. November 2008, 22:18 »

Auf dieser Homepage ist viel Information,

aber nur für den hinterfragenden, mündigen Patienten!


http://www.naturheilpraxis-am-wald.de/newsletter.html


Richi

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Re: Alternativtherapien
« Antwort #5 am: 26. November 2008, 14:44 »
Alternative Krebstherapien - Die Ganzheitliche Krebsberatung hilft

Benningen a.N., 25. Nobember 2008 – Die ganzheitliche Krebsberaterin Elke Linder berichtet im Internetportal Krebscafé
von ihrer Arbeit mit Krebspatienten und den Wegen zur Heilung.

Krebsbetroffene, die sich für alternative Therapien interessieren, stehen oft alleine da, denn noch beschränkt sich das Therapieangebot der Ärzte, die Krebs diagnostizieren, auf konventionelle Methoden, wie Chemotherapie, Bestrahlung oder Operationen. So müssen sich Patienten eigenverantwortlich auf die Suche nach Alternativen oder unterstützenden Maßnahmen begeben. Keine leichte Aufgabe im Dschungel der Angebote. Zumal im Angesicht der gesundheitlichen Bedrohung meist die Energie und geistige Klarheit für solch eine Recherchearbeit fehlen. Zum Glück gibt es seit eingen Jahren ganzheitliche Krebsberater wie Elke Linder.

Ganzheitliche Krebsberater übernehmen diese aufwändige Recherche und sondieren, im Gespräch mit dem Patienten, die zur Verfügung stehenden Therapieoptionen. Sie vermitteln Betroffenen wichtige Grundlagen für den Heilungsweg, geben konkrete Anleitung für verschiedene Anwendungen und stellen Kontakte zu Therapiezentren, Ärzten und anderen Therapeuten her. Eine unentbehrliche Arbeit, die die Krebsberater leisten, und die in Zukunft sicher immer populärer werden wird. Das Krebscafe hat die langjährige Krebsberaterin Elke Linder über die Hintergründe ihrer Arbeit befragt und mit ihr über Krebs und seine Heilung gesprochen.

Ganzheitliche Krebsberatung – Ein Interview mit Elke Linder
www.krebscafe.de/blog/2008/11/19/ganzheitliche-krebsberat...

Andreas Thies
Langestr. 60
71726 Benningen am Neckar
Tel.: 07144 - 8971000


www.Krebscafé.de ist ein Internetblog und Informationsportal über alternative Krebstherapien für Patienten, Therapeuten und Interessierte. Täglich erhalten Menschen hier Informationen zu unkonventionellen Heilmethoden, die Ihre Kraft und Effektivität schon viele Male unter Beweis gestellt haben und trotzdem immer noch ein Nischendasein fristen. Neben Neuigkeiten aus Forschung und Wissenschaft berichtet der selbst von Krebs betroffene Autor Andreas Thies über Grundlegendes zum Thema Krebs, beleuchtet Therapiekonzepte und gibt anderen Betroffenen Ratschläge zum alltäglichen Umgang mit der Erkrankung. „Krebs betrifft immer den ganzen Menschen“, sagt Thies und begründet damit seine Herangehensweise, die Heilung auf ganzer Linie anzugehen und vielfältige Informationen aus allen Lebensbereichen für Krebspatienten bereitzustellen.

Reinardo

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Re: Alternativtherapien
« Antwort #6 am: 04. März 2009, 14:59 »
Hallo Jutta:-
Deinen Beitrag betr. Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft habe ich mir herausgedruckt und gelesen.
Das ist natürlich zeitlos aktuell.
Die ersten 1 1/2 Seiten des Traktats definieren die Ethik und die hehren Ziele der evidenz-basierten Schulmedizin, um dann am Beispiel der Homöopathie jeder alternativen Medizin das Existenzrecht abzusprechen.
Ich spreche hier von Krebs und speziell von Prostatakrebs, wo ich betroffen bin und Ahnung habe. Da muss ich sagen, dass es das im Traktat gegeißelte Problem nicht gäbe, wenn  die "evidenz-basierte" Schulmedizin mit ihren Therapie-Angeboten erfolgreich und überzeugender wäre. Wer hier mit Prostatakrebs diagnostiziert ist, den schicken die auf Evidenz-Basis behandelnden Ärzte gleich in die Klinik, wo der Patient entmannt wird. Den Frauen schneiden die Evidenz-Ärzte  bei Brustkrebs die Brüste ab. Das nennen sie dann "kurativ"  und "Goldstandard" der Krebstherapie.
Die Leistungen sind zu schlecht.

Ein großes Manko in der Krebstherapie ist auch, dass sie das in Jahrmillionen entwickelte körpereigene Immunsystem bei den Krebstherapien nicht nutzen, vielmehr ignorieren und mit ihren agressiven Therapien sogar zeitweilig oder chronisch kaputt machen. Nicht nur das Immunsystem, auch die vielen krebshemmenden Mittel  aus der Natur werden nicht genutzt.
Da sind die Alternativen halt besser.

Als Drittes würde ich sagen, dass die im Traktat so gepriesenen Versuche  an Patientenkollektiven nur in der Theorie überzeugen. Praktisch verhindern sie jedweden Fortschritt, jede Bereitschaft zu Innovation beim behandelnden Arzt, weil es ja "noch keine Versuche gegeben hat". Diese aufwendigen Versuche kosten viel Geld, dauern sehr lange. Das können nur Pharmafirmen finanzieren, und die sind von Interessen geleitet.
 
Bei Krebs kann ich nur raten, nach der Diagnose sich auch einmal anzuhören, was die Alternativen dazu sagen.

Gruss, Reinardo

« Letzte Änderung: 04. März 2009, 15:09 von Reinardo »