Autor Thema: Trinken  (Gelesen 4202 mal)

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Gitti

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Trinken
« am: 28. Mai 2008, 17:26 »
Trinken lebenswichtig
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(aid) - Sommer, Sonne, Hitzewellen - der Klimawandel bescherte uns 2003 und 2006 ungewohnt heiße Sommer. Was viele freut, birgt allerdings auch etliche Gefahren. Darauf macht eine Veröffentlichung des Umweltbundesamtes aufmerksam. Vor dem Hintergrund von 7.000 Hitzetoten allein in Deutschland im Sommer 2003 informiert die Broschüre über die Gesundheitsgefahren der hohen Temperaturen. Als Ursachen für die Todesfälle nennen die Experten Herzinfarkt, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Nieren und der Atemwege sowie Stoffwechselstörungen infolge der Hitzebelastung. Am stärksten betroffen war die Altersgruppe über 70 Jahre, besonders Frauen. Durch das richtige Verhalten kann allerdings jeder Gesundheitsrisiken durch Hitze reduzieren. So ist es beispielsweise sinnvoll, Aktivitäten im Freien - wie Gartenarbeit oder Sport - auf die Morgen- und Abendstunden zu beschränken.

"Gerade bei hohen Temperaturen ist das Trinken besonders wichtig", erklärt Maria Flothkötter, Ernährungswissenschaftlerin vom aid infodienst. Denn als Reaktion auf die Wärme produziert der Körper Schweiß, der beim Verdunsten kühlt und uns so vor dem Überhitzen schützt. Weil Schweiß überwiegend aus Wasser besteht, muss die verlorene Flüssigkeit ersetzt werden. Grundsätzlich gilt, dass täglich mindestens anderthalb bis zwei Liter Flüssigkeit aufgenommen werden sollten. Bei Hitze und körperlicher Aktivität noch mehr.

Als Durstlöscher sind Trink- und Mineralwasser, aber auch ungesüßte Kräuter- und Früchtetees gut geeignet. Mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte liefern zusätzlich wertvolle Vitamine. Mit dem Schweiß abgesonderte Mineralstoffe lassen sich durch Suppen oder Brühe wieder zuführen. Dagegen sollten koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und schwarzer oder grüner Tee gemieden werden - besonders von älteren Personen, die aufgrund des nachlassenden Durstempfindens oft ohnehin zu wenig trinken. Auch wasserreiches Obst und Gemüse, wie Melonen, Gurken, Tomaten, Erdbeeren, Pfirsiche können helfen, Flüssigkeitsverluste auszugleichen. "Im Umkehrschluss gilt: Wer wenig bis kein Obst und Gemüse isst, sollte mehr trinken", so Flothkötter.
aid, Nicole Rehrmann

Weitere Informationen: Das Hintergrundpapier "Gesundheit und Klimawandel" finden Sie zum Download unter www.umweltbundesamt.de, Rubrik Gesundheit und Umwelthygiene

Sissi

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Frankfurt am Main, Juli 2008.

Wenn die Temperaturen die 30-Grad-Marke übersteigen, kommt man schnell ins Schwitzen. Das ist auch gut so, denn dadurch verschafft sich unser Körper die nötige Abkühlung. Dabei kann zwei- bis dreimal mehr Flüssigkeit verloren gehen als üblich. Jetzt ist es besonders wichtig, reichlich und regelmäßig zu trinken, um fit und gesund zu bleiben. Das Forum Trinkwasser e. V. gibt 12 Tipps zum richtigen Trinken, um gut durch die heißen Tage zu kommen.

1. Reichlich trinken: Mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag
Mindestens 1,5 bis 2 Liter empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung – bei Temperaturen über 35 Grad, sportlicher Aktivität, Haus- und Gartenarbeit sollte es mehr sein: Der Flüssigkeitsbedarf kann dann schnell auf das Doppelte bis Dreifache ansteigen.

2. Regelmäßig und über den Tag verteilt trinken
Besonders im Sommer gilt: Trinken Sie, bevor der Durst sich meldet. Durst ist ein Warnsignal des Körpers, das erst aktiv wird, wenn bereits ein Flüssigkeitsmangel vorliegt. Lassen Sie es also gar nicht erst soweit kommen und trinken Sie am besten gleichmäßig über den Tag verteilt.

3. Man kann nicht zuviel trinken
Der Flüssigkeitsbedarf ist individuell unterschiedlich – der eine braucht weniger, der andere mehr. Ein „Zuviel“ ist bei gesunden Menschen jedoch nicht möglich, da der Körper die nicht benötigte Flüssigkeit einfach wieder ausscheidet. Trinken Sie genug? Testen Sie Ihr Trinkverhalten unter www.trinkberater.de – mit der kostenfreien Online-Trinkberatung des Forum Trinkwasser e. V. Einfach den Fragebogen ausfüllen und einen Tag später die individuelle Analyse mit persönlichen Trinktipps von Ernährungswissenschaftlern per E-Mail erhalten.

4. Wasser löscht den Durst am besten
Leitungs- und Mineralwasser löschen den Durst am besten – ganz ohne Kalorien. Abwechslung bieten ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sowie stark verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte mit mindestens zwei Teilen Wasser und einem Teil Saft.

5. Aufgepeppt: Mit Zitrone & Co. die Trinklust steigern
Peppen Sie Ihr Wasser auf und machen Sie es sich dadurch schmackhaft: Geben Sie ein paar Zitronenscheiben oder Orangenscheiben (unbehandelt), ein paar Blätter frische Pfefferminze oder Zitronenmelisse ins Trinkwasser. Das verändert Aussehen und Geschmack und verwöhnt Auge und Gaumen.

6. Ein gutes Wasser muss nicht viel kosten
Trinkwasser aus der Leitung ist mit nicht einmal einem halben Cent pro Liter unschlagbar günstig. Zum Vergleich: Ein Liter Mineralwasser kostet zwischen 13 Cent und bis zu 1,40 Euro pro Liter. Unter Mineralwässern sind die günstigen aus dem Discounter meist die schlechtere Wahl, wie eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt: Sie können mit dem Stoff Acetaldehyd belastet sein, der aus Einwegflaschen ins Wasser übergeht und den Geschmack beeinträchtigt. Ein weiterer Vorteil des Hahnenwassers: Es ist überall in guter Qualität verfügbar. Schweißtreibendes Wasserkisten schleppen ade!

7. Mit oder ohne Kohlensäure? Reine Geschmackssache
Wer`s gerne prickelnd mag, kann sein Trinkwasser mit einem Sprudler im Handumdrehen mit Kohlensäure versetzen – nach Belieben in der Intensität classic, medium oder light.

8. Eiskalte Getränke meiden
Trinken Sie die Getränke nicht zu kalt, am besten zimmerwarm. Je weiter die Temperatur des Getränks von der Körpertemperatur abweicht, desto mehr muss der Körper arbeiten, um einen Ausgleich zu schaffen. Und das bringt Sie ganz schön ins Schwitzen.

9. Ausgeschwitzte Mineralstoffe ersetzen
Mit dem Schweiß geht nicht nur Wasser, sondern gehen auch Mineralstoffe verloren. Bei großer Hitze können Gemüsebrühen und leicht gesalzener Tee helfen, die Verluste wieder auszugleichen.

10. Schlappmacher Alkohol
Alkoholische Getränke wirken in der Hitze zusätzlich schweißtreibend, machen in größeren Mengen müde und sind daher als Durstlöscher ungeeignet – ganz abgesehen von den Kalorien, die Bier, Schnaps, Sekt und Wein zusätzlich liefern.

11. Kaffee in Maßen genießen
Der Wachmacher Kaffee trägt zwar auch zur Flüssigkeitsversorgung bei, ist jedoch wegen des Koffeingehaltes nicht zum Durstlöschen geeignet. Kaffee kann stark anregend auf den Kreislauf wirken und somit das Schwitzen fördern.

12. Alternative für Trinkmuffel
Bessern Sie Ihren Flüssigkeitshaushalt mit wasserreichen Lebensmitteln auf: Essen Sie reichlich Obst, Gemüse und Salat – der hohe Wasseranteil erfrischt und liefert ganz nebenbei viel Flüssigkeit. Besonders wasserreich sind Melone, Orange, Nektarine, Ananas und Erdbeere sowie Gurke, Tomate und Zucchini.


Pressebüro des Forum Trinkwasser e. V.
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Das Forum Trinkwasser e. V. informiert über Trinkwasser in Deutschland auf Basis von Fakten und wissenschaftlichen Studien. Ziel ist es, das Bewusstsein für das Qualitätsprodukt und Lebensmittel Trinkwasser in Deutschland zu stärken. Auf der Homepage www.forum-trinkwasser.de stehen Studien, Grafiken und Pressefotos zum Thema Trinken zum Herunterladen zur Verfügung. Über neue Themen rund ums Trinkwasser informiert auch der E-Mail-Newsletter – einfach auf www.forum-trinkwasser.de/newsletter.php zum kostenfreien Abo anmelden.

Evi

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Aufgespießt: Die Mär vom vielen Trinken
« Antwort #2 am: 24. Juli 2011, 20:21 »
22.07.2011 - Medizin

Aufgespießt: Die Mär vom vielen Trinken

Empfehlung als Werbestrategie?

Wir sind von Verdurstenden umgeben. Diesen Eindruck muss man gewinnen, wenn man durch die Straßen geht oder in Bussen und Bahnen unterwegs ist. Aus Furcht vor einer Dehydrierung schleppen die Menschen gewaltige Wasserflaschen aus Plastik mit sich herum, die sie in Ermangelung einer passenden Tasche oft wie Babys in den Armen wiegen und aus denen sie fast panikartig immer wieder Flüssigkeit in sich hinein kippen. Was steckt hinter diesem bizarren Verhalten? Die schottische Medizinerin Margaret McCartney vermutet: Es könnte sich um eine raffinierte Werbestrategie der Getränkehersteller handeln.


Im renommierten „British Medical Journal“ fährt McCartney schwere Geschütze auf. Die allgemein akzeptierte Aussage, man müsse 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag trinken, sei ein reiner Mythos. Wissenschaftliche Beweise dafür gebe es nicht. Der französische Lebensmittelkonzern Danone propagiert die Trinkempfehlung in seiner Initiative „Hydration for Health“, indem er betont, bereits eine schwache Dehydrierung begünstige die Entstehung von Krankheiten wie Schlaganfälle oder Gallensteine – eine Argumentation, die von vielen Medien und Organisationen übernommen wird.

Was McCartney nachdenklich stimmt: Danone vertreibt selbst Mineralwasser wie Volvic und Evian. Und es sei auch keineswegs bewiesen, betont die Medizinerin, dass ältere Menschen, die oft wenig Durst haben, von einer großen Wasseraufnahme profitieren, wie immer wieder behauptet wird.

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/313895.html

Der Artikel im British Medical Journal