Autor Thema: Sodbrennen - Krebs?  (Gelesen 46722 mal)

0 Mitglieder und 4 Gäste betrachten dieses Thema.

hilde

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 572
  • Geschlecht: Weiblich
Sodbrennen - Krebs?
« am: 30. Mai 2008, 13:58 »
Sodbrennen lebensverlängernd – Aufatmen bei Millionen Betroffener

Berlin (29.5.2008). Krebs-Angst zu erzeugen, ist ein wirksames Mittel, um Arztpraxen und Krankenhäuser zu füllen. Im Falle von chronischem Sodbrennen bei der Reflux-Krankheit haben sich Fachärzte, Wissenschaftler und Arzneimittel-Hersteller jedoch geirrt: Patienten mit diesem Gesundheitsproblem leben länger als andere Menschen, berichtet jetzt das Fachportal Sodbrennen-Welt.de.

Dies ist beruhigend für die Millionen von Betroffenen, die bei uns unter täglichem oder gelegentlichem Sodbrennen leiden. US-amerikanischen Studien zufolge haben selbst Patienten mit starkem, täglichen Sodbrennen keine veränderte Lebenserwartung. Menschen, die „nur“ wöchentlich oder seltener von den unangenehmen, oft quälenden Schmerzen hinter dem Brustbein oder von saurem Aufstoßen betroffen sind, leben sogar länger als Menschen ohne Sodbrennen. Experten fordern deshalb jetzt von Allgemeinärzten und Magen-Darm-Fachärzten („Gastroenterologen“), dass sie die „frohe Botschaft“ auch an ihre Patienten weiterreichen und sie beruhigen.

Einer der möglichen Gründe für die Lebensverlängerung bei Sodbrennen, so berichtet das Fachportal Sodbrennen-Welt.de weiter, ist der Blutdruck von Sodbrennen-Patienten. Dieser ist nämlich oft geringer als bei anderen Menschen. Eine Folge hiervon: Tödliche Schlaganfälle kommen bei Sodbrennen- und Refluxpatienten nur halb so oft vor wie bei anderen Personen. Zudem leben Menschen mit dauerhaft erniedrigtem Blutdruck („Hypotonie“) – im Vergleich zu anderen – bis zu sechs Jahre länger. Weitere Infos finden Sie bei www.Sodbrennen-Welt.de unter "Aufatmen bei Sodbrennen".


Speiseröhren-Krebs Diese sehr seltene Krebs-Erkrankung wird seit einigen Jahren etwas häufiger als früher entdeckt. Viele Betroffene haben dabei auffällige Schleimhaut-Veränderungen in der Speiseröhre („Barrett-Ösophagus“). Ob hieran eine ......... http://www.openpr.de/news/214895.html

Josef

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 914
  • Geschlecht: Männlich
Sodbrennen (Reflux) – Nicht immer ganz harmlos
« Antwort #1 am: 19. August 2008, 21:29 »

Wohl jeder von uns kennt dieses Gefühl, wenn man nach einem sehr reichhaltigen Essen sauer aufstoßen muss
und dabei ein brennender Schmerz in Speiseröhre und Rachenraum entsteht. Diesen Schmerz nennt man
Sodbrennen.
Passiert das nur gelegentlich, braucht man sich keine Sorgen zu machen. Tritt Sodbrennen jedoch häufiger auf,
sollte man besser zum Arzt gehen.

Was ist die Ursache für Sodbrennen?
Normalerweise dichtet ein Muskelring die Speiseröhre ab. Wird der schlaff, kann Säure aus dem Magen in die Speiseröhre zurückfließen
(Reflux) und dort die Schleimhäute reizen. Sodbrennen entsteht. Experten schätzen, dass etwa jeder dritte Deutsche gelegentlich unter Sodbrennen leidet. Über 10 Prozent haben es wöchentlich, rund 5 Prozent sogar jeden Tag.

Welche Faktoren begünstigen Sodbrennen?
Übergewicht und Stress begünstigen Sodbrennen. Auch das Alter kann eine Rolle spielen. Zudem kann Sodbrennen als Nebenwirkung von Medikamenten gegen Bluthochdruck oder Asthma auftreten.

Wann sollte man zum Arzt gehen?
Gelegentliches Sodbrennen ist in der Regel harmlos und braucht nicht behandelt zu werden. Hat man hingegen mehrmals wöchentlich oder sogar täglich Sodbrennen, sollte man seinen Hausarzt aufsuchen.

Was kann man tun gegen Sodbrennen?
Zunächst sollte man versuchen, seine Lebensgewohnheiten zu ändern:
Weniger Stress, eine gesündere Ernährung und Gewichtsreduktion sind geeignete Maßnahmen gegen Sodbrennen. Dazu gehört auch: Sich nicht den Magen „voll schlagen“, sondern öfters kleinere Mahlzeiten einnehmen.
Fettes, stark und scharf gewürztes Essen sollte ebenso vermieden werden wie Kaffee, Tee, Schokolade und Alkohol. Auch saures Obst kann Sodbrennen fördern. Statt eines Verdauungsschläfchens sollte man lieber zügig spazieren gehen. Generell ist mehr Bewegung empfehlenswert gegen Sodbrennen.

Im akuten Fall hilft vor allem trinken. Gut ist Wasser ohne Kohlensäure.
Auch das Kauen trockenen Brotes kann Entlastung schaffen.

Rezeptfreie Tabletten aus der Apotheke lindern die Symptome in leichteren Fällen. Menschen mit chronischem Sodbrennen bekommen dagegen in der Regel sogenannte Protonenpumpenhemmer von ihrem Arzt verschrieben. Diese Mittel hemmen die Säurebildung im Magen, gelten als sehr wirksam und arm an Nebenwirkungen.

Auch eine Magenspiegelung ist bei häufigem Sodbrennen ratsam. Damit kann kontrolliert werden, ob eventuell eine schwere Entzündung oder sogar eine Krebserkrankung in der Speiseröhre vorliegt. Speiseröhrenrebs durch Sodbrennen ist jedoch sehr selten.

Eine Operation kann in Frage kommen, wenn der Patient die Medikamente nicht verträgt oder diese nicht ausreichend wirken. Allerdings haben Studien ergeben, dass eine Operation nur jeden Zweiten von seinen Beschwerden befreit.

Was kann zurückfließende Magensäure noch bewirken?
Relativ neu ist die Erkenntnis, dass Magensäure, die in die Speiseröhre zurückfließt, auch zu chronischer Heiserkeit und nächtlichen Hustenattacken führen kann. Wer daran leidet, sollte bei der Ursachenforschung Reflux mit einbeziehen.
Und: Asthma-Patienten können die Schwere ihrer Erkrankung häufig durch eine spezifische Therapie der Magensäure mindern. Denn: Die Säure in der Speiseröhre kann die Lungenfunktion eines Asthmatikers verschlechtern.
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Jutta

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 957
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Sodbrennen - Krebs?
« Antwort #2 am: 09. Februar 2009, 01:18 »

Special Sodbrennen

Wenn es in der Speiseröhre brennt

Das Special Sodbrennen erklärt Hintergründe und gibt Tipps für den Alltag. Ein Selbsttest zeigt Ihnen zudem, welcher Magentyp Sie sind.

mehr http://www.lifeline.de/llspecial/home/content-120222.html


Gitti

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.339
  • Geschlecht: Weiblich
Sodbrennen - Krebs?
« Antwort #3 am: 05. August 2009, 13:53 »
 
Sodbrennen
 
Wenn die Magensäure sich dorthin verirrt, wo sie eigentlich nicht hingehört, nämlich die Speiseröhre hinaufläuft, entsteht ein ziemlich unangenehmes Gefühl: Sodbrennen. Es tritt auf, wenn der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht richtig funktioniert, saurer Speisebrei hochsteigt und die Schleimhaut in der Speiseröhre reizt.

Begünstigt wird Sodbrennen durch hektische Mahlzeiten sowie fettes, stark gewürztes oder gebratenes Essen, Alkohol, Kaffee, schwarzen Tee und Nikotin.

Um den Rücklauf der Magensäure zu verhindern, lagern Sie Ihren Oberkörper beim Schlafen oder Ruhen hoch mit Hilfe eines verstellbaren Lattenrosts oder eines zusätzlichen Kissens. Außerdem helfen bei Sodbrennen Abnehmen und regelmäßiger Sport. Jedoch sollten Sie nicht direkt nach dem Essen Sport treiben, da sonst der Magen während des Verdauens zu sehr belastet wird und wieder mit Sodbrennen reagiert.

Unser Tipp heute: Beugen Sie Sodbrennen vor, indem Sie leicht verdauliche Speisen zu sich nehmen und gründlich kauen. Außerdem ist es günstiger, während einer Mahlzeit weniger und dafür öfter zu essen.

Edi

  • Global Moderator
  • intensiv Benutzer
  • *****
  • Beiträge: 471
  • Geschlecht: Männlich
Sodbrennen - Krebs?
« Antwort #4 am: 28. September 2010, 20:58 »

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/verdauung/magen/sodbrennen/sodbrennen-und-co-_aid_14890.html

Sodbrennen & Co.Wenn der Magen murrt

Dienstag 10.08.2010, 13:53 · von FOCUS-Online-Autorin Monika Preuk
Colourbox Vor allem am festlichen Buffet greifen viele haltlos zu

Zu viel, zu üppig, zu fett – Völlerei macht dem Magen oft schwer zu schaffen. Sodbrennen und Übersäuerung sind die möglichen Folgen.

Rund 20 Millionen Mal pro Jahr, so schätzen Experten, lautet die Diagnose Magenbeschwerden und dabei vor allem Sodbrennen. Das saure Aufstoßen ist nicht nur eklig, sondern kann sich zu einem brennenden Schmerz im gesamten Brustraum ausweiten. Ursache für das Feuer in der Kehle sind saurer Mageninhalt und Magensäure, die in die Speiseröhre aufsteigen.

Dabei ist der Magen von Natur aus so konstruiert, dass dies eigentlich nicht möglich ist. „Das verhindert ein ringförmiger Muskel am Mageneingang. Er verschließt den Magen zur Speiseröhre hin und erlaubt nur eine Passage von oben nach unten, aber in der Regel nicht von unten nach oben“, erklärt der Kieler Magenexperte Ulrich R. Fölsch. Allerdings gibt es verschiedene Ursachen, die ein Zurückfließen, den Reflux, ermöglichen. „Das kann ein angeborener Defekt des Muskels sein. Auch starkes Übergewicht verändert die Anatomie derart, dass der Magen nach oben drückt und der Pförtner dadurch nicht mehr richtig schließen kann.“ Außerdem mindern bestimmte Substanzen die Kraft des Schließmuskels, die in Cola, Kaffee und Weißwein enthalten sind. Aber auch Stress kann den Reflux auslösen.

Zwar ist Sodbrennen im Prinzip harmlos. Tritt es jedoch mehrmals pro Woche auf, sollte man etwas dagegen unternehmen. Die Säure führt sonst zu Entzündungen in der Speiseröhre. Aus diesen Verletzungen kann sich auf Dauer Krebs entwickeln. Außerdem kann die Ursache für den vermeintlichen Reflux auch eine Herzerkrankung sein. Das kann zu ganz ähnlichen Beschwerden führen. Deshalb ist es wichtig, zum Arzt zu gehen, wenn man öfters oder plötzlich unter starkem Sodbrennen leidet.
nächste Seite (2/6)
Übersicht: Sodbrennen

    *
      Sodbrennen & Co.: Wenn der Magen murrt
      Seite 1
    *
      Funktionelle Dyspepsie: Zeitkrankheit Reizmagen
      Seite 2
    *
      Übelkeit und Erbrechen: Selbstschutz des Körpers
      Seite 3
    *
      Entzündung und Geschwür: Angriff der Bakterien
      Seite 4
    *
      Helicobacter pylori: Magenkeim mit Langzeiteffekt
      Seite 5
    *
      Therapie: Die stärksten Hilfen
      Seite 6

Werner

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 866
  • Geschlecht: Männlich
Sodbrennen
« Antwort #5 am: 09. Januar 2011, 00:50 »

Deftiges Fettes, wie Gänsebraten oder Raclette und Süßes, wie Stollen und Plätzchen - während der Weihnachtszeit und des Jahreswechsels wird viel geschlemmt.
Doch leider fordert diese Schwerstarbeit für den Magen oftmals ihren Tribut: Sodbrennen.

Dazu kommt es, wenn der Magenschließmuskel geschwächt ist. Nach einer üppigen Mahlzeit kann dann saurer Speisebrei ungehindert zurück in die Speiseröhre fließen,
wo die Magensäure die Schleimhaut reizt und Schmerzen verursacht. Tritt Sodbrennen nur gelegentlich auf, ist es unbedenklich. Leidet man jedoch mehrmals die Woche darunter,
sollte man abklären lassen, ob es sich um eine Speiseröhren- oder Magenentzündung handeln könnte.

Unsere Tipps:
Um Sodbrennen zu vermeiden, essen Sie in Ruhe und langsam.
Essen Sie kleine Portionen und kauen Sie gründlich.
Nehmen Sie abends nur leichte Nahrung zu sich.
Beim Genuss von Kaffee, Nikotin oder Alkohol sollten Sie bedenken, dass diese Sodbrennen begünstigen.
Wenn es zu Sodbrennen kommt, helfen Haselnüsse und Mandeln, die Magensäure zu neutralisieren.
Bei akuten Beschwerden hilft auch ein Glas lauwarmes Wasser.
 

Lesen Sie dazu auch:

• Sodbrennen http://www.wissen-gesundheit.de/content.asp?wdid=1820&nip=14980

Sodbrennen (Refluxerkrankung)
      

Stress zu Hause und bei der Arbeit.

Das Abendessen war zu hektisch, zu üppig und zu fett. Es wurde geraucht und getrunken.
Wem ist es da nicht schon einmal „sauer aufgestoßen“, im wahrsten Sinne des Wortes?

Der Magen rächt sich für ungesunde Lebensweise und beeinträchtigt Millionen von Bundesbürgern das tägliche Leben.

Sodbrennen ist eine Volkskrankheit. Bis zu 40 Prozent leiden unter den schmerzhaften Symptomen des Sodbrennens.

Unangenehmes Brennen im Hals, saures oder bitteres Aufstoßen, dumpfer Schmerz oder Druck hinter dem Brustbein, sind sichere Zeichen, dass aggressive Magensäure die Schleimhaut der Speiseröhre angreift. Nicht selten werden diese Beschwerden als Herzleiden fehlgedeutet.

Auch morgendliche Heiserkeit, nächtliche Hustenanfälle, asthmaähnliche Beschwerden und Schmerzen wie bei einem Magengeschwür sind möglicherweise durch den Rückfluss von Magensaft bedingt.

Typische und häufige Langzeitfolgen von unbehandeltem chronischem Sodbrennen können auch Erkrankungen der Atemwege (Heiserkeit; Husten Asthma) sein.

Bei 90 Prozent der Menschen mit Sodbrennen ist die Speiseröhrenschleimhaut in der Regel noch nicht von der zurückfließenden Magensäure angegriffen.

Wenn aber die Säure bereits Schäden an der Speiseröhrenschleimhaut verursacht hat, zum Beispiel Entzündungen oder Gewebsdefekte, dann spricht der Arzt von einer so genannten Refluxösophagitis (chronisches Sodbrennnen).

Bei jedem Zehnten davon kommt es zu einer Umwandlung der Speiseröhrenzellschicht in Magenzellen (Barrett-Syndrom). Dies gilt als Vorstufe zu einer bösartigen Gewebeveränderung.
Ursachen für das Sodbrennen

Im Prinzip ist es einfach: Sodbrennen durch Reflux von saurem Mageninhalt in Richtung Speiseröhre entsteht immer dann, wenn der Verschluss-Mechanismus zwischen Speiseröhre und Magen nicht richtig funktioniert.

Eine solche „Schwachstelle“ des unteren Speiseröhrenschließmuskels, der wie ein Ventil funktioniert, kann durch viele Ursachen zustande kommen.

Zum Beispiel durch hohen Druck „von unten“ wie es bei Schwangeren normal ist, aber auch durch Medikamente, die den Schließmuskel erschlaffen lassen.
Oder auch durch angeborene Schäden, die mit fortschreitendem Lebensalter in Erscheinung treten.

Die Gründe für die Refluxkrankheit sind vielfältig: Sie reichen von einem geschwächten Schließmuskel am Mageneingang über eine gestörte Pumpfunktion der Speiseröhre bis zum Zwerchfellbruch, bei dem ein Stück des Magens seitlich der Speiseröhre durch die erweiterte Zwerchfellöffnung in den Brustkorb rutscht.

Auch ein Zuviel an Magensäure, zu viel Gase, oder ein durch einen gestörten Dünndarmtransport ausgelöster Rückstau  von Bauchspeicheldrüsensekret und Gallensaft können eine Ursache sein.

Was tun bei Sodbrennen?

Zur Behandlung des chronischen Sodbrennens sollten die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten umgestellt werden, denn die sind die Hauptursachen für die genannten Probleme.

Es ist anzuraten, den Konsum von Kaffee, Tee, Nikotin, Süßigkeiten, scharfen Gewürzen und Alkoholika deutlich zu reduzieren.

    *
      Die Nahrungsaufnahme statt auf drei besser auf fünf kleinere Mahlzeiten verteilen
    *
      Sich Zeit zum Essen nehmen, gut kauen.
    *
      Vor allem abends nicht zu viel und fett essen.
    *
      3 Stunden vor dem Zubettgehen möglichst nichts mehr essen.
    *
      Das Bett etwas schräg stellen mit erhöhtem Kopfende.
    *
      Gegebenenfalls Gewicht reduzieren.
    *
      Nicht zu enge Kleidung tragen

Das häufig als harmlos betrachtete Sodbrennen verlangt nach einer genauen Diagnose mit endoskopischer Untersuchung des Magen-Darm-Traktes, wobei die Menge des Säurerückflusses, der Druck des Schließmuskels und die Pumpleistung der Speiseröhre gemessen werden.

Es gibt ein Spektrum an Medikamenten, die je nach Krankheitsursache anders wirken.

Bewährt haben sich die Protonenpumpenhemmer (z. B. Pantoprazol), die die Magensäure-Produktion blockieren und zu 90 Prozent eine Heilung der Speiseröhrenentzündung bewirken. Damit heilt die Refluxkrankheit in den meisten Fällen innerhalb von vier, spätestens aber nach 8 Wochen ab und das überwiegend ohne irgendwelche Nebenwirkungen.

Die sogenannten Antazida („Gegensäuremittel“) hemmen nicht die Produktion der Magensäure, sondern binden oder neutralisieren diese.
H2-Blocker hemmen lediglich einen von mehreren Mechanismen der Säurebildung im Magen.

Sie sind deshalb nicht in der Lage, den Säuregrad des zurückfließenden Magensafts genügend stark und ausreichend lang zu vermindern. Bei längerer Anwendung stellt sich zudem ein Gewöhnungseffekt ein.

Wenn Medikamente nicht helfen, kann nur noch eine Operation die Ursache des Sodbrennens beseitigen. Standard ist, dass mit einem laparoskopischen Eingriff von außen der Magen von der Speiseröhre abgetrennt und als Manschette wieder vernäht wird. Damit wird der Schließmuskel unterstützt. Dieses Ziel verfolgen auch drei neue Eingriffe, die direkt über die Speiseröhre erfolgen.

Eine Alternative zu den bislang verfügbaren Therapien könnte ein endoskopisches Verfahren sein, das von einem amerikanischen Unternehmen entwickelt wurde.
Sie ist besonders schonend, sehr effektiv und kommt ganz ohne Skalpell aus, weil sie ausschließlich mit Wärme arbeitet.

An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat Gastroenterologe Dr. Peter Meier die europaweit größten Erfahrungen mit der sogenannten Stretta procedure.

Das Verfahren setzt direkt am Ort des Geschehens an: Meist ist ein gestörter Verschluss des Magens die Ursache für Sodbrennen; der Schließmuskel am Ende der Speiseröhre ist defekt, so dass der Mageninhalt zurückfließen kann.

In Hannover und an zwei weiteren deutschen Zentren versucht man mit Radiowellen, die Zellen am Ausgang der Speiseröhre aufzulockern und die undichte Stelle zu reparieren. Dazu müssen die Patienten einen flexiblen Schlauch schlucken.

Auf der Höhe des Schließmuskels der Speiseröhre blasen die Ärzte einen kleinen Ballon auf, über den kleine Nadeln in die Schleimhaut der Speiseröhre ausgefahren werden; diese übertragen dann die Radiofrequenz-Energie auf das Gewebe und erwärmen es. Dadurch wird die Wand der Speiseröhre angeregt, neues, strafferes Bindegewebe zu bilden, und der Übergang zum Magen verengt sich wieder.

Gleichzeitig werden Nervenenden stillgelegt, die sonst durch spontane Impulse immer wieder den Mageneingang öffnen. „Die Behandlung kann ambulant durchgeführt werden und dauert nicht länger als 45 Minuten“, sagt Peter Meier. Die Patienten erhalten zuvor eine Beruhigungsspritze, während der eigentlichen Behandlung schlafen sie.

Anschließend müssen die Patienten noch acht Wochen lang ein Medikament einnehmen, das die Säurebildung im Magen reduziert.

Das Verfahren befindet sich noch in der Versuchsphase (Stand Mai 2002). Die Patienten werden zunächst noch mindestens ein Jahr beobachtet. Erst dann kann entschieden werden, ob das Verfahren als Therapie geeignet ist.

25 Patienten sind seit Mai letzten Jahres in Hannover mit Radiofrequenz behandelt worden, alle brauchen seither deutlich weniger Medikamente, die meisten haben keine Beschwerden mehr und können ganz auf Tabletten verzichten.

Zu ähnlichen Zahlen ist eine amerikanische Studie gekommen. Von 47 Patienten hatten nach der Therapie nahezu 90 Prozent keine Krankheitssymptome wie Sodbrennen, saures Aufstoßen, Schmerzen hinter dem Brustbein oder gar Asthma mehr.

Autor(en): Heike Stüvel

• Selbsthilfe bei Sodbrennen
http://www.wissen-gesundheit.de/weather.asp?wdid=2046&nip=14980&wpid=8554&mdid=56

Täglicher Gesundheitstipp vom 23.10.2009
Selbsthilfe bei Sodbrennen

© pixelio.de (BirgitH)

Das Essen war lecker, aber Sodbrennen danach kann einem den Genuss nachträglich sozusagen vergällen. Sodbrennen tritt oft nach dem Genuss von fettigen Speisen, Alkohol, Schokolade, koffein- und kohlensäurehaltigen Getränken, Gewürzen, Zwiebeln, Pfefferminze, Zitrusfrüchten und Tomaten auf.
Allerdings ist es keine Galle, die das Brennen ausmacht, sondern ein anderes Verdauungssekret, nämlich Magensäure. Diese steigt beim Sodbrennen vom Magen in Richtung Speiseröhre auf. Dabei verkrampft sich die Speiseröhre, was bereits schmerzhaft ist. Außerdem wird auf Dauer die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre angegriffen, dies tut ebenfalls weh.
Wenn ein Zuviel an Magensäure die Ursache für das Sodbrennen ist, verschreiben Ärzte sogenannte Protonenpumpenhemmer, welche die Magensäureproduktion drosseln. Einen Protonenpumpenhemmer gibt es seit August nun auch rezeptfrei in der Apotheke zu kaufen. Ärzte sind allerdings etwas vorsichtig, diese Selbstmedikation zu empfehlen, da ein Sodbrennen auch genau untersucht werden muss.

Unser Tipp deshalb: Nehmen Sie das Medikament nicht länger als 14 Tage lang ein. Bestehen die Symptome dann noch fort, sollten Sie unbedingt einen Arzt zurate ziehen. Wenn weitere Symptome wie ungewollter Gewichtsverlust oder Schluckstörungen mit dem Sodbrennen einhergehen, sollten Sie sofort einen Termin mit einem Gastroenterologen ausmachen, damit er die Ursachen mit einer Magenspiegelung klären kann.


Lesen Sie dazu auch:
• Sodbrennen
• Sodbrennen

 

Autor: Wissen Gesundheit-Redaktion; Quelle: frau aktuell, Heft vom 28.12.2010

hilde

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 572
  • Geschlecht: Weiblich
Sodbrennen
« Antwort #6 am: 13. Juli 2011, 00:32 »

http://www.oe24.at/lifestyle/Was-tun-bei-Sodbrennen-Das-hilft/33766259

Saures Aufstoßen
Das hilft gegen Sodbrennen
Mit diesen Tipps hat das lästige Brennen keine Chance.

Sodbrennen nach deftigem Essen? Damit sind Sie nicht alleine. Die Hälfte aller Österreicher leidet aufgrund falscher Ernährung gelegentlich an Sodbrennen.

Ernährungsfehler zum Abgewöhnen!

Wie kommt es dazu?
Wenn der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht optimal funktioniert, fließt saurer Speisebrei aus dem Magen in die Speiseröhre zurück und reizt dort die ungeschützte Schleimhaut. Sodbrennen tritt meistens etwa zwei Stunden nach den Mahlzeiten oder beim Bücken und Liegen auf.

Essen zu deftig? Alkohol hilft nicht

Auslöser?
Sodbrennen tritt vor allem nach einem üppigen Essen auf, zum Beispiel nach Pommes Frites aber auch nach dem Genuss von Kaffee, Tee, Alkohol oder Süßigkeiten.

Die häufigsten Auslöser
- Kaffee, Alkohol und Nikotin, üppige Mahlzeiten, fettes Essen, stark gewürzte und gebratene Speisen, Zitrusfrüchte, Fruchtsäfte, Zwiebeln, Schokolade und Tomaten

- Stress und falsche Essgewohnheiten (zum Beispiel zu schnelles Essen)

- Übergewichtige und Schwangere leiden häufiger unter Sodbrennen

Sodbrennen selbst ist keine Krankheit, sondern eine Beschwerde, die mit unterschiedlichen Krankheiten zusammenhängen kann. Gelegentliches Sodbrennen ist allerdings unbedenklich. Tritt es häufiger auf, kann es zu einer Speiseröhren-Entzündung kommen.

Was hilft gegen Sodbrennen?
Meistens hilft eine Scheibe Weißbrot oder eine trockene Semmel. Wer nachts vor allem Probleme hat, dem hilft, wenn er den Kopf nach oben lagert, so dass aus dem Magen nichts zurück in die Speiseröhre laufen kann. In der Apotheke gibt es eine Reihe von rezeptfreien Mitteln, die in der Regel auch sehr gut helfen.

Die besten Hausmittel
Bei gelegentlich auftretenden Sodbrennen ist kein Arzt nötig. Sie können sich mit einfachen Hausmitteln selbst helfen. Leiden Sie jedoch häufiger unter dem lästigen Brennen, sollte die Ursache von einem Arzt abgeklärt werden.

Im Akutfall hilft ein Glas warme Milch, eine Scheibe Weißbrot oder eine Banane.
 
Weitere Hausmittel sind: Haselnüsse, Kartoffeln, Leinsamen, Apfelessig, Pfefferminze, Schafsgarbe und Kieselerde.


http://www.oe24.at/lifestyle/Was-tun-bei-Sodbrennen-Das-hilft/33766259




Evi

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 572
  • Geschlecht: Weiblich
Sodbrennen - Tipps gegen das Feuer in der Brust
« Antwort #7 am: 25. Juli 2011, 12:48 »


Sodbrennen - Tipps gegen das Feuer in der Brust

AUDIO zu OTS - Wiener Schnitzel mit Pommes, Currywurst, dick belegte Pizza: alles superlecker. Aber auch ziemlich fettig und wer zu viel davon isst, spürt unter Umständen bald ein heftiges Brennen in der Speiseröhre, das Sodbrennen. Peter Kanzler, Chefredakteur der "Apotheken Umschau", nennt weitere Lebensmittel, die das unangenehme Brennen auslösen.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110725_OTS0039/sodbrennen-tipps-gegen-das-feuer-in-der-brust-audio

High-Res (mp2) herunterladen

Low-Res (mp3) herunterladen

- gratis APA-OTS Audio abonnieren
und tagesaktuell auf Ihrem Handy anhören


   Baierbrunn (OTS) - Wiener Schnitzel mit Pommes, Currywurst, dick
belegte Pizza: alles superlecker. Aber auch ziemlich fettig und wer
zu viel davon isst, spürt unter Umständen bald ein heftiges Brennen
in der Speiseröhre, das Sodbrennen. Peter Kanzler, Chefredakteur der
"Apotheken Umschau", nennt weitere Lebensmittel, die das unangenehme
Brennen auslösen:

O-Ton 10 sec

   "Es gibt eine Reihe von Ursachen. Neben einem zu üppigen und
fettreichen Essen können auch Süßigkeiten, Alkohol, Kaffee und vor
allem Getränke mit zu viel Säure Sodbrennen auslösen."

   Eine ganze Reihe von Lebensmitteln können also für das Feuer in
der Brust verantwortlich sein. Doch das eigentliche Problem liegt im
Magen:

O-Ton 13 sec

   "Der Magen bildet vermehrt Säure. Wenn diese dann die Speiseröhre
nach oben steigt, weil der Magenverschluss nicht mehr richtig
funktioniert, haben wir Sodbrennen. Darunter leiden vor allem
Übergewichtige, Schwangere und auch ältere Menschen."

   Wer unter dem lästigen Brennen nach dem Essen leidet, kann etwas
dagegen tun. Folgende Tipps helfen:

O-Ton 17 sec

   "Trinken Sie viel Wasser, vor allem ohne Kohlensäure und bevorzugt
auch Milch. Das verdünnt die Säure im Magen. Und noch ein Tipp: essen
Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt und nehmen Sie
sich zum Essen Zeit. Und in der Apotheke gibt es eine Reihe von
pflanzlichen Mitteln, lassen Sie sich dort beraten."

   Wer Probleme mit Sodbrennen hat, sollte direkt vor dem Zubettgehen
nichts mehr essen, rät die "Apotheken Umschau". Ein weiterer Tipp:
stellen Sie das Kopfenden des Bettes wenn möglich höher, auch das
hilft.

ACHTUNG REDAKTIONEN:

   Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt
bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

Rückfragehinweis:

~
   Ruth Pirhalla
   Tel. 089 / 744 33 123
   Fax 089 / 744 33 459
   E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
   www.wortundbildverlag.de
   www.apotheken-umschau.de
~

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0039    2011-07-25/10:25

Geri

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 674
  • Geschlecht: Männlich
Sodbrennen - Krebs? Refluxzentrum im Ambulatorium Döbling
« Antwort #8 am: 07. Januar 2012, 00:55 »


Refluxzentrum im Ambulatorium Döbling

   Wien (OTS) - Das Ambulatorium Döbling hat ein neues Refluxzentrum
eingerichtet. Leiter der Einrichtung ist Oberarzt Dr. Thomas Winkler,
Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie. Die neue Refluxambulanz
bietet umfassende Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.

   Sodbrennen und saures Aufstoßen sind die häufigsten Symptome von
gastroösophagealem Reflux (GERD = gastro esophageal reflux disease).
Als Reflux bezeichnet man den Rückfluss von Mageninhalt in die
Speiseröhre. Eine weitverbreitete Erkrankung, die nicht zu
unterschätzen ist, wie der neue Leiter des Refluxzentrums im
Ambulatorium Döbling, OA Dr. Thomas Winkler, warnt: "Reflux
beeinträchtigt nicht nur durch die zum Teil sehr unangenehmen
Symptome die Lebensqualität beträchtlich. Bei nicht adäquater
Diagnostik und unzureichender Therapie kann nicht nur die Speiseröhre
selbst, sondern auch eine Reihe von anderen Organen insbesondere die
Lunge beträchtlich geschädigt werden. Im schlimmsten Fall kann es
sogar zu einer Tumorerkrankung in der Speiseröhre (Ösophaguskarzinom)
kommen, da Reflux der stärkste Risikofaktor für die Tumorentstehung
ist."

Diagnose und Abklärung mittels modernster Verfahren

   Im Refluxzentrum im Ambulatorium Döbling steht ein modernes
Untersuchungsrepertoire zur Abklärung der Refluxerkrankung zur
Verfügung. Eines der modernsten Verfahren ist die Impedanzmessung,
die der herkömmlichen Säuremessung (pH-Metrie) deutlich an
Informationsgehalt überlegen ist. Mit der Impedanzmessung wird der
Rückfluss von aggressiven Substanzen (Galle und Magensaft) in die
Speiseröhre mengenmäßig erfasst und zusätzlich mit den Symptomen
korreliert. Dadurch ist es möglich herauszufinden, ob die angegebenen
Symptome durch einen Reflux bedingt sind oder nicht. Zur weiteren
Abklärung werden die Gastroskopie (in Sedierung) und die
Videokinematographie eingesetzt. Bei der Videokinematographie wird
mittels Durchleuchtung unter anderem eine Bewegungsstörung der
Speiseröhre dokumentiert oder ein Reflux visualisiert. "Nach
Vorliegen aller Untersuchungsergebnisse wird für den Patienten ein
maßgeschneidertes Therapiekonzept erstellt", führt OA Dr. Winkler
weiter aus. "Ziel ist es, die Beschwerden deutlich zu verbessern oder
idealerweise zu eliminieren und einen nachhaltigen Behandlungserfolg
zu erzielen."

Ambulatorium Döbling: Umfassende Betreuung unter einem Dach

   Das Ambulatorium Döbling hat sich als Multifunktionszentrum
innovativer Medizin etabliert und kombiniert in enger Zusammenarbeit
mit der Privatklinik Döbling ein qualitativ hochstehendes
Leistungsspektrum für umfassende Diagnostik (inkl. MRT) mit
ambulanten Behandlungen verschiedener Fachrichtungen. Im neuen
Gebäude vis-à-vis der Privatklinik Döbling befindet sich Österreichs
führendes Ordinationszentrum. Ärzte verschiedener Fachrichtungen
haben hier ihre Ordination eingerichtet. Gemeinsam mit den
Diagnoseeinrichtungen des Ambulatoriums Döbling sowie dem Belegspital
für stationäre Betreuung finden Patienten eine umfassende Versorgung
unter einem Dach.

Rückfragehinweis:
   Mag. Regina Schneider
   PremiQaMed Management GmbH
   Tel.: +43 (0)1 586 28 40-309
   E-Mail: regina.schneider@premiqamed.at

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 4.504
  • Geschlecht: Männlich
Sodbrennen - Reflux
« Antwort #9 am: 24. März 2012, 16:52 »



Neues Reflux-Zentrum an der Confraternität-Privatklinik Josefstadt - BILD

Utl.: Abklärung und frühzeitige Behandlung nach neuestem internationalem Standard

   Wien (OTS) - Ein Zentrum zur frühzeitigen Abklärung und Behandlung
der Refluxkrankheit wurde kürzlich an der Confraternität-Privatklinik
Josefstadt eröffnet. Das Zentrum wird vom Physiologen Dr. Johannes
Lenglinger geleitet und verfügt über modernste Technologien:
Hochauflösende Druckmessung, allumfassendes Impedanz
Reflux-Monitoring ...

   "Bei Beschwerden wie zum Beispiel Sodbrennen können wir sehr rasch
feststellen, ob eine Reflux-Erkrankung vorliegt", so Lenglinger. "In
einem ausführlichen Beratungsgespräch erarbeiten wir dann eine
maßgeschneiderte Therapie (Ernährung, Life Style, Medikamente oder
Anti-Reflux Operation)".

   Reflux, der nicht behandelt wird, kann bekanntlich zu
Krebsvorstufen in der Speiseröhre führen. Die gastroösophageale
Reflux-Krankheit (engl. gastroesophageal reflux disease; GERD) mit
Sodbrennen, Aufstoßen, Halsschmerzen, Husten, Heiserkeit und Asthma
beeinträchtigt aber auch die Lebensqualität und Produktivität der
Betroffenen. Die Beschwerden werden durch ein Versagen des
Anti-Reflux-Ventils beim Speiseröhrenausgang hervorgerufen. Reflux
stresst die Speiseröhre und führt zur Entzündung. Die Schwäche des
Anti-Reflux-Ventils wird durch die Druck-Messung (Manometrie) der
Speiseröhre nachgewiesen.  Ein hochmodernes Messverfahren
("Reflux-Messung") ermöglicht eine exakte Beurteilung, ob Reflux die
Ursache für die Beschwerden ist.

   Zur Krebsvorsorge entwickelte der an der
Confraternität-Privatklinik Josefstadt tätige, international
anerkannte Anti-Reflux Chirurg Prof. Martin Riegler in Zusammenarbeit
mit amerikanischen Wissenschaftlern eine neue und sanfte Form der
Spiegelung der Speiseröhre mit einem speziellen
Gewebeentnahmeprotokoll (Biopsie-Protokoll), die an der
Confraternität-Privatklinik Josefstadt angewendet wird. Das hilft,
die Aussagekraft der Endoskopien zu optimieren und in weiterer Folge
eine auf den Patienten abgestimmte und nachhaltige Therapie
durchzuführen. Mit den Ergebnissen der Druck-, Reflux- und
Gewebeuntersuchungen wird ein maßgeschneidertes, individuelles
Konzept zur Wiederherstellung der Lebensqualität erarbeitet. Bei
Krebsvorstufen ist die Entfernung mit modernen endoskopischen
Methoden empfohlen (Radiofrequenzablation, HALO(R)).

   Das Motto von Prof. Riegler und seinem Expertenteam: "Unser Ziel
ist es, dass sich die Betroffenen einfach wieder wohl fühlen und
keine Angst vor einer Krebsentstehung haben müssen, also: ohne Reflux
durch den Tag".

Anmeldungen: +43 1 40114-5701 oder confraternitaet@pkj.at

Confraternität: Renommierte Privatklinik im Herzen Wiens

   Die Confraternität-Privatklinik Josefstadt ist ein Unternehmen der
PremiQaMed Gruppe. Als traditionsreiches Privatspital ist die Klinik
bekannt für exzellente Spitzenmedizin und fürsorgliche Pflege in
angenehmer Atmosphäre. Die moderne Privatklinik bietet ein
abgestuftes Versorgungskonzept unter einem Dach: Vorsorgeklinik,
Ordinationszentrum, Ambulatorium, Tagesklinik und Privatklinik für
stationäre Behandlung stehen den Patienten zur Verfügung. Die Klinik
ist neben einem breiten medizinischen Angebot vor allem auf
Kardiologie, einschließlich Herzkatheterlabor, Ophthalmologie,
Neurologie sowie Darmmedizin und Urologie spezialisiert. 

PremiQaMed Management GmbH: Benchmark im Krankenhausmanagement

   Die PremiQaMed Management GmbH ist der größte Betreiber privater,
nicht gemeinnütziger Krankenanstalten in Österreich. Rund 1.500
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Unternehmensverbund tätig.
Stabilität und Verlässlichkeit zeichnen das Unternehmen aus, das sich
seit vielen Jahren auf Wachstumskurs befindet. PremiQaMed steht für
nachhaltig erfolgreiche, innovative und verantwortungsvolle Führung
von Gesundheitseinrichtungen.

   Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
   Thomas Neumann, PremiQaMed Management GmbH
   Tel.: +43 (1)586 28 40-308, E-Mail: thomas.neumann@premiqamed.at www.premiqamed.at

Jutta

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 957
  • Geschlecht: Weiblich



GERD: Die brennende Gefahr

Sodbrennen – ein häufig unterschätztes Alarmsignal


Wann: Donnerstag, 27. September, 10 Uhr

Wo: ÖJC, Blutgasse 3, 1010 Wien

Jeder fünfte Erwachsene leidet einmal pro Monat unter Sodbrennen, jeder zehnte zweimal pro Monat, ein geringer Prozentsatz sogar noch häufiger. Meist tritt ein sogenannter „Gelegenheitsreflux“ nach üppigen Mahlzeiten auf. Treten jedoch die Beschwerden täglich oder mindestens zwei- bis dreimal pro Woche – in der Regel nach dem Essen, seltener als nächtliche Episoden – auf, liegt eine Refluxkrankheit (Gastroesophageal Reflux Disease – GERD) vor, die langfristig über den sogenannten Barrett-Ösophagus bis zu Speiseröhrenkrebs führen kann.
Als Gesprächspartner stehen zur Verfügung:
 Primar Univ. Prof. Dr. Rainer Schöfl, Vorstand der Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz: „GERD: Ursachen, Symptome, Risiken und Therapiemöglichkeiten“
 Dr. Christan Euler, Allgemeinmediziner und Präsident des Hausärzteverbandes: „Die Refluxkrankheit: eine Herausforderung in der allgemeinen Praxis“
 Mag. pharm. Kurt Vymazal, Pharmazeut: „Was der Apotheker zur Selbstbehandlung von Sodbrennen empfehlen kann“
 Barbara Angela Schmid, Diätologin und Leiterin der Landesgruppe Wien: „Ernährungstherapie bei Sodbrennen, was wirklich hilft“

----------------------------------------------------------------------------------------

2. GERD: Ursachen, Symptome, Risiken und Therapiemöglichkeiten
Prim. Univ.-Prof. Dr. Rainer Schöfl, Krankenhaus der Elisabethinen, Linz, Interne 4 – Gastroenterologie & Hepatologie, Stoffwechsel- & Ernährungsmedizin, Endokrinologie
Refluxkrankheit aus klinischer Sicht
Wenn Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt, wird dies häufig durch Sodbrennen schmerzlich spürbar. Bei seltenem Auftreten handelt es sich meist um eine harmlose Beschwerde, die fast jeder Erwachsene schon einmal erlebt hat. Bei höherer Frequenz spricht man von Refluxkrankheit. Die Behandlung erfolgt jeweils maßgeschneidert nach dem Schweregrad und Krankheitsstadium.
Bei Reflux fließt Mageninhalt in die Speiseröhre (Ösophagus) zurück. Das typischste Symptom ist Sodbrennen – ein brennendes Gefühl hinter dem unteren Brustbein, seltener sind nicht-herzbedingte Schmerzen im Brustkorb. Diese Beschwerden treten üblicherweise nach reichlichen Mahlzeiten und dem Konsum säurebetonter Getränke auf und können durch einen Schluck Wasser zum Verschwinden gebracht werden. Weiters kann es zu Aufstoßen mit saurem Geschmack am Zungengrund und im Rachen kommen.
Wenn Magensaft – häufig unbemerkt in der Nacht – in Kehlkopf, Luftröhre und Lunge gelangen, kann dies Husten, Heiserkeit und im Extremfall sogar eine Lungenentzündung verursachen. In diesen Fällen spricht man von einer sogenannten extraösophagealen Refluxkrankheit, die jedoch vielfach schwer zu diagnostizieren ist.
Häufiges Leiden
Etwa 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung leiden einmal pro Monat unter Sodbrennen, rund zehn Prozent einmal in zwei Wochen. Die Refluxerkrankung wird in zwei große Gruppen unterteilt: Etwa zwei Drittel der Betroffenen leiden unter einer relativ harmlosen nicht-erosiven Refluxkrankheit (NERD), die nach kurzer täglicher Medikamenteneinnahme meist anlassbezogen behandelt werden kann. Bei einem Drittel liegt eine erosive Refluxkrankheit (ERD) mit endoskopisch bzw. bioptisch erkennbaren Veränderungen der Speiseröhrenschleimhaut vor, die eine intensivere Therapie und Kontrolle erfordert. Mögliche Langzeitkomplikationen sind gutartige Engstellen, das Barrett-Syndrom mit intestinaler Metaplasie (Ersatz der normalen Speiseröhrenschleimhaut durch eine Art Darmschleimhaut) und Speiseröhrenkrebs (etwa 170 Neuerkrankungen/Jahr in Österreich).
Einfache Diagnostik
Die Diagnostik einer Refluxkrankheit ist sehr einfach. Ein Patient mit typischer Symptomatik erhält eine zweiwöchige Probetherapie mit einem Protonenpumpenhemmer (PPI) in Standarddosis. Wenn er damit beschwerdefrei wird, ist die Refluxkrankheit bewiesen. Trotzdem wird unter gewissen Umständen eine Gastroskopie durchgeführt. Einerseits sollen alle Menschen mit nennenswerter Refluxproblematik einmal im Leben – am besten um das 40. Lebensjahr – gastroskopiert werden. Damit sollen Patienten mit erosiven Schleimhautveränderungen der Speiseröhre identifiziert werden, die einen Barrett-Ösophagus ausbilden werden oder schon ausgebildet haben und zur Prävention von Speiseröhrenkrebs in ein Überwachungsprogramm aufgenommen werden sollen, um Krebsvorstufen früh und rechtzeitig zu erkennen. Andererseits werden Patienten gastroskopiert, die über beängstigende Symptome wie Schluckbeschwerden, unbeabsichtigten Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl klagen. Diese Beschwerden weisen auf ernsthafte Komplikationen wie Erosionen, Engstellen oder Krebs hin. Hier muss aus Vorsorgegründen eine Gastroskopie erfolgen, um Tumore frühzeitig zu erkennen.
_________________________________________________________________

Eine weiterführende Untersuchungsmethode ist die pH-Metrie, bei der eine Sonde in die Speiseröhre gelegt und über 24 Stunden der Säuregrad gemessen wird. Sie ist nur zur Abklärung unsicherer Diagnosen sowie als Qualitätskontrolle vor und nach der operativen Therapie der Refluxkrankheit (Fundoplicatio) notwendig.
Stadienabhängige Therapie
Die nicht-erosive Refluxkrankheit wird üblicherweise für ein Monat mit der Standarddosis eines Säurehemmers behandelt. Wenn dies in seltenen Fällen nicht ausreicht, wird die Dosis verdoppelt. Im Anschluss daran erhält der Patient für zwei bis drei Monate die halbe Standarddosis. Danach kann er eine bedarfsorientierte medikamentöse Therapie versuchen.
Die erosive Refluxkrankheit wird nach dem gleichen Schema, aber für zwei bis drei Monate mit einem täglichen Säureblocker in Standarddosis therapiert. Danach wird die Gastroskopie wiederholt und für zumindest weitere drei Monate auf die halbe Dosis zurückgegangen. Dann versucht man auf eine bedarfsweise Medikation umzustellen. Da die ERD mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederkehrt, bekommen allerdings viele Patienten letztendlich eine Dauermedikation. Patienten mit endoskopisch diagnostiziertem Barrett-Ösophagus wird neben regelmäßigen Kontrollen zu einer medikamentösen Säurehemmung oder operativen Maßnahmen geraten.
Nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen
Die Auswahl der Therapie erfolgt maßgeschneidert nach Schweregrad und Stadium und orientiert sich vor allem an den Beschwerden. Bei schweren Formen ist der Einsatz von Protonen- pumpeninhibitoren (PPIs) unumgänglich. Bei vielen Patienten ist jedoch der Einsatz einer so hochwirksamen Therapie, die aufgrund der starken Säureunterdrückung auch ernste Nebenwirkungen haben kann, nicht angemessen und sinnvoll. Wenn Sodbrennen nur selten und nach reichhaltigem Essen und Trinken auftritt, wäre der Einsatz von PPIs – zumal bei regelmäßiger Einnahme – wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. PPIs eignen sich auch deshalb nicht gut als Bedarfsmedikation, weil ihre Wirkung erst nach etwa einer halben Stunde eintritt und sie am besten wirken, wenn sie auf nüchternen Magen etwa eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit geschluckt werden. Tatsächlich benötigen die meisten Patienten jedoch möglichst rasch eine Beschwerdelinderung, wenn sie nach einer reichhaltigen Mahlzeit Sodbrennen bekommen.
Hier ist ein Medikament wie das seit kurzem rezeptfrei in der Apotheke erhältliche Gaviscon® mit völlig neuem Wirkmechanismus und rascher einsetzender Beschwerdelinderung sicher besser geeignet. Optimale Einsatzgebiete für das neue Gaviscon® sind gelegentliches Sodbrennen und milde Formen von Refluxkrankheit ohne subjektiven Krankheitswert und ohne Alarmsymptome bzw. beeinträchtigter Lebensqualität sowie die bedarfsweise Einnahme nach mehrmonatiger säurehemmender Dauertherapie gegen ERD oder GERD.
Curriculum vitae
1959 – 07 – 16 born in Linz, Upper Austria
1977 – 1983 Medical School, University of Vienna
1984 – 1990 Assistent (resident) I. Medical Department, University of Vienna
1990 – 1993 Specialisation in Gastroenterology and Hepatology
1991 - 2002 Assistant Professor, Division of Gastroenterology and Hepatology
1995 - 2001 Director of Therapeutic Endoscopy,
_________________________________________________________________

Department of Internal Medicine IV, University of Vienna
since 2001 Head, Department of Internal Medicine 4 (Gastroenterology, Hepatology, Metabolism, Nutrition, Endocrinology), Elisabethinen Hospital Linz, Austria
1996 European Diploma of Gastroenterology
1998 Professor of Medicine, title of thesis: malignant bile duct obstruction
1993 – 1997 Secretary of the Austrian Society for Gastroenterology and Hepatology
1998 - 2002 Chairman Endoscopy Group of the Austrian Society for Gastroenterology and Hepatology
since 1999 Member of Editorial Board of “ENDOSCOPY”
2002 - 2008 Councillor, Member of Governing Board of ESGE (European Society of Gastrointestinal Endoscopy)
since 2003 Member of Editorial Board of “Journal für Gastroenterologie und Hepatologie”
2003 - 2010 Chairman of the Education Committee of the Upper Austrian Chamber of Doctors
since 2008 Member of Editorial Board “Gastro-Hepa-News”

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

3. Die Refluxkrankheit: eine Herausforderung in der allgemeinen Praxis
Dr. Christian Euler, Arzt für Allgemeinmedizin, Rust
Reflux – eine Herausforderung in der allgemeinmedizinischen Praxis
Sodbrennen (Reflux) ist ein in der Allgemeinpraxis häufig gesehenes Beschwerdebild. Zentrale Ziele einer adäquaten Behandlung sind einerseits eine gute Beschwerdelinderung und andererseits ein möglichst geringer Eingriff in die natürlichen Verdauungsvorgänge sowie eine minimale Belastung des Organismus. Dies gilt insbesondere für multimorbide Patienten, die viele verschiedene Medikamente einnehmen. Ein innovatives rezeptfreies Präparat mit dem pflanzlichen Wirkstoff Natriumalginat stellt eine wertvolle Bereicherung zur Behandlung von Sodbrennen dar. Seine Wirkung ist auf den Magen beschränkt und rein physikalischer Natur, ohne die Magensäure zu hemmen.
Bei Patienten mit Refluxsymptomen besteht die Grundaufgabe des Hausarztes darin, die Beschwerden zu lindern. Parallel dazu wird beurteilt, ob der Betroffene eine weiterführende Diagnostik im Sinne einer Früherkennung schwerwiegender Gesundheitsstörungen durch einen Gastroenterologen benötigt oder weiterhin vom Hausarzt medikamentös behandelt und auch im Sinne einer verstärkten Eigenverantwortlichkeit und empfehlenswerten Lebensstilmodifikation aufgeklärt und begleitet werden kann.
So viel wie nötig, so wenig wie möglich
Das Therapieprinzip folgt dem Motto „So viel wie nötig, so wenig wie möglich.“ Dazu steht eine Vielzahl an Optionen mit verschiedenen Wirkansätzen zur Auswahl. Die Palette reichte bislang von herkömmlichen Säurebindern (Antacida) über H2-Blocker bis zu modernen Protonenpumpenhemmern (PPIs) und wird seit kurzem durch das neue rezeptfreie Präparat Gaviscon® erweitert, dessen pflanzlicher Inhaltsstoff Natriumalginat ein völlig neues Wirkprinzip darstellt.
Breite Therapiepalette
 Säurebinder entfalten ihre Wirkung ausschließlich im Magen und neutralisieren die Magensäure. Sie können allerdings in der Folge zu einer überschießenden Magensäuresekretion führen- rebound effect.
 H2-Blocker hemmen die Sekretion von Magensäure, wirken jedoch auch systemisch – d.h. sie werden aus dem Darm aufgenommen und in die Blutbahn abgegeben – und können in seltenen Fällen Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Durchfall und Verstopfung verursachen.
 Protonenpumpenhemmer (PPIs) unterdrücken ebenfalls die Bildung von Magensäure und entfalten eine systemische Wirkung. Sie werden häufig als langfristige Magenschutztherapie beispielsweise bei Patienten eingesetzt, die nichtsteroidale Antirheumatika bekommen. PPIs sind hochpotente, wertvolle Medikamente, werden jedoch oft auch verordnet, wenn mit weniger stark in den Organismus eingreifenden Präparaten durchaus das Auslangen zu finden wäre.
 Das innovative rezeptfrei in der Apotheke erhältliche Natriumalginat (Gaviscon®) verfügt über einen völlig neuartigen Wirkmechanismus. Es bildet – kurz nach dem Essen eingenommen – eine gelartige Schutzschicht über dem Nahrungsbrei und
_________________________________________________________________

verhindert so dessen Rückfluss in die Speiseröhre. Die Magensäure bleibt dabei unverändert im Magen vorhanden.
Magensäure erfüllt wichtige Funktionen
Die Therapie von Sodbrennen bei gleichzeitiger Erhaltung der Magensäure ist aus verschiedenen Gründen vorteilhaft. Einerseits ist bei Sodbrennen nicht die Magensäure selbst das Problem, sondern ihr Kontakt mit der gegen sie empfindlichen Speiseröhrenschleimhaut – dieser Kontakt wird durch Natriumalginat rein physikalisch verhindert. Andererseits ist die Magensäure für viele Verdauungsvorgänge essenziell wichtig – eine Neutralisierung oder Unterdrückung, wie dies mit anderen Therapien der Fall ist, kann insbesondere bei Langzeitanwendung erhebliche Nachteile mit sich bringen. Dazu zählen Verdauungsstörungen, erhöhte Infektanfälligkeit gegenüber Keimen aus nicht einwandfreien Nahrungsmitteln und Appetitmangel. Andererseits ist die Magensäure zur Aufschließung von Nahrungsbestandteilen erforderlich. Speziell bei Langzeiteinnahme von PPIs kann die Entwicklung von Osteoporose gefördert werden, weil wichtige Bausteine für den Knochenaufbau nicht entsprechend aufgeschlüsselt werden. Weiters kann es zu Eisenmangel kommen.
Vermeidung von Arzneimittel-Wechselwirkungen
Ein wachsender Problembereich sind aufgrund der steigenden Lebenserwartung multimorbide alte Patienten, die viele verschiedene Medikamente einnehmen, deren unerwünschte Wechselwirkungen im Organismus großteils noch gar nicht ausreichend geklärt sind. Daher sind Arzneimittel mit einem sehr genau definierten Wirkspektrum und -mechanismus, die keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten verursachen, besonders vorteilhaft. Weiters ist zu beachten, dass Medikamente in Kapselform einen säureblockierten Magen in der Regel unverändert passieren und daher nicht wirken können. Auch aus diesen Gesichtspunkten erscheint die Einnahme von Gaviscon® , das rein physikalisch als Schutzschicht wirkt, dabei aber nicht in die physiologischen Körperfunktionen eingreift, bei Sodbrennen besonders vorteilhaft.
Angemessene Therapiewahl
Bei Patienten, die nur gelegentlich unter Sodbrennen in enger Korrelation mit Stress, üppigen Speisen oder nach dem Zubettgehen leiden, sowie bei multimorbiden Patienten, die vielerlei Medikamente einnehmen, erscheinen weniger stark in den Organismus eingreifende Medikamente als erste Therapiewahl adäquat und ausreichend. Natriumalginat als nicht systemisch wirkendes und nicht säurehemmendes Mittel scheint hier Vorteile zu bieten. PPIs sollten hingegen in erster Instanz der Behandlung schwerer Beschwerdeformen vorbehalten bleiben und erst bei mangelndem Erfolg anderer Therapien eingesetzt werden.
Curriculum vitae
Geboren 1951 in Wien als Mittlerer von drei Kindern.
Volksschule, Gymnasium und Universität in Wien.
Promotion 1976
Spitalsausbildung in Eisenstadt
Seit Sommer 1980 Gemeindearzt von Rust.
Verheiratet mit Dr. med. Elisabeth Euler, sieben gemeinsame Kinder.
Mehrere Perioden als Kammerrat in der burgenländischen Ärztekammer engagiert.
Seit Jahrzehnten im österreichischen Hausärzteverband standespolitisch tätig.
Leidenschaftlicher Gegner der Gesundheitsreform, die die Behandlung kranker Menschen durch eine elektronisch gestützte Verwaltung von Krankheiten ersetzen will.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

4. Was der Apotheker zur Selbstbehandlung von Sodbrennen empfehlen kann

Mag. Kurt Vymazal, Apotheker in Wien
Neues rezeptfreies Medikament aus der Apotheke
Rasche Hilfe gegen Sodbrennen
Viele Betroffene lassen sich bei gelegentlich auftretendem Sodbrennen in ihrer Apotheke beraten. Ein neues Präparat mit dem pflanzlichen Wirkstoff Natriumalginat (Gaviscon®) bereichert seit kurzem die therapeutischen Möglichkeiten. Seine beschwerdelindernde Wirkung ist bereits binnen weniger Minuten spürbar. Da das Wirkprinzip rein physikalischer Natur ist, zeichnet sich die Substanz durch eine besonders hohe Verträglichkeit aus.
Unter Sodbrennen leidet etwa jeder fünfte Erwachsene einmal, jeder zehnte zweimal pro Monat. Klassisches Symptom ist ein brennendes Gefühl, das entlang des Brustbeines bis in den Rachen aufsteigen kann. Viele Betroffene wenden sich in erster Linie an ihren Apotheker und lassen sich über rezeptfreie Präparate individuell beraten. Solange Sodbrennen nur gelegentlich nach üppigerem Essen oder Trinken bzw. fallweise in Stress-Situationen auftritt, ist eine Selbstbehandlung durchaus vertretbar und sinnvoll. Hingegen sollte bei über mehrere Wochen lang andauerndem oder häufiger auftretendem mit heftigen Beschwerden verbundenem Sodbrennen sowie wiederholter Rückfluss von Mageninhalt in den Mund unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Dies gilt beispielsweise auch bei regelmäßiger Einnahme bestimmter Medikamente wie z.B. nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR), die unerwünschte Wirkungen auf die Magenschleimhaut entfalten können, bzw. bei Verdacht auf eine Speiseröhrenentzündung etwa bei übermäßigem Alkoholkonsum.
Mittel aus der Apotheke
Solange Sodbrennen nur gelegentlich anlassbezogen aufgrund bekannter Ursachen auftritt, können rezeptfreie Medikamente guten Gewissens vom Apotheker empfohlen werden. Dazu stehen verschiedene Substanzklassen zur Verfügung. Während H2-Blocker heutzutage kaum mehr zum Einsatz kommen, werden klassische Säurebinder (Antacida) nach wie vor häufig verwendet. Sie enthalten beispielsweise Aluminiumhydroxid, Bikarbonat oder Natriumhydrogenkarbonat und neutralisieren die Magensäure. Antacida wirken innerhalb weniger Minuten, haben jedoch einige potenzielle Nachteile: Sie können den Magen dazu anregen, vermehrt Säure zu bilden (sogenannter „Säure-Rebound“) – dies ist bei Sodbrennen eindeutig kontraproduktiv. Weiters kann ungenügend saurer Mageninhalt in den Dünndarm gelangen und zu Verdauungsstörungen führen. Mit der Einnahme von Antacida können darüber hinaus größere Mengen an Aluminium, Natrium etc. in den Körper gelangen und bei regelmäßiger Einnahme Probleme verursachen. Beispielsweise ist dies bei Patienten mit Bluthochdruck, die wenig Natrium konsumieren soll, zu bedenken.
Die am häufigsten bei Sodbrennen und Refluxkrankheit, aber auch als begleitender Magenschutz bei Dauermedikation mit NSAR eingesetzten Protonenpumpenhemmer wirken zwar äußerst effektiv. Sie sollten jedoch schweren Fällen vorbehalten bleiben, da sie unter anderem einen massiven Eingriff in die natürlichen Abläufe des Verdauungstraktes bewirken können. Sie sind daher nur in Kleinstpackungen rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.
Seit kurzem bereichert ein völlig neues Wirkprinzip die Palette der rezeptfreien Medikamente zur Behandlung von Sodbrennen. Das pflanzliche Natriumalginat (Gaviscon®) wirkt in erster Linie physikalisch als Säurebarriere. Unmittelbar nach der Mahlzeit eingenommen, entwickelt es im Magen ein gelartiges „Floß“, das auf dem
_________________________________________________________________

Speisebrei schwimmt und dessen Rückfluss in die Speiseröhre verhindert. Zu beachten ist, dass andere Medikamente entweder zehn bis zwanzig Minuten vor oder etwa eine Stunde nach Gaviscon® eingenommen werden sollten. Bisherige Rückmeldungen von Apothekenkunden zur Wirkung und Verträglichkeit des neuen rezeptfreien Präparates waren durchwegs äußerst positiv. Die Wirkung des Natriumalginats ist ausschließlich auf den Magen beschränkt, somit kann das Präparat vor allem auch für Patienten, die bereits einige andere Arzneimittel einnehmen müssen und auch in der Schwangerschaft bedenkenlos empfohlen werden.
Mag. pharm. Kurt Friedrich Vymazal
Promenadeweg 14
A-3012 Wolfsgraben

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

5. Ernährungstherapie bei Sodbrennen, was wirklich hilft
Barbara A. Schmid; Diätologin ; Leiterin der Landesleitung
Wien ; www.iss-dich-frei.at
Thema: Ernährungstherapie bei Sodbrennen &
Refluxerkrankungen
Die Ursachen von Gastroösophagealer Refluxkankheit (GERD), der in der diätologischen Praxis vorstelligen Patienten, sind sehr unterschiedlich.
Allen voran ist das ...........................

Fortsetzung nächster Beitrag!
______________________________________________________________

Jutta

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 957
  • Geschlecht: Weiblich
Sodbrennen 2 - Fortsetzung
« Antwort #11 am: 18. Oktober 2012, 01:17 »



Fortsetzung vom vorigen Beitrag

......................

5. Ernährungstherapie bei Sodbrennen, was wirklich hilft

Barbara A. Schmid; Diätologin ; Leiterin der Landesleitung
Wien ; www.iss-dich-frei.at
Thema: Ernährungstherapie bei Sodbrennen &
Refluxerkrankungen
Die Ursachen von Gastroösophagealer Refluxkankheit (GERD), der in der diätologischen Praxis vorstelligen Patienten, sind sehr unterschiedlich.
Allen voran ist das Übergewicht, insbesondere die viszerale Fettverteilung (Apfelverteilung) in Verbindung mit Überdehnung und Schwächung des Speiseröhren-Schließmuskels als Konsequenz übergroßer Portionen zu nennen. 80% der Refluxkranken sind übergewichtig.
Die Erhöhung des Drucks im Bauchraum stellt auch bei Schwangeren im dritten Trimester ein Risiko für GERD dar.
Multimorbide Patienten mit Arzneimittelwechselwirkungen entwickeln oft Beschwerden einer GERD. Ein zusätzlicher Protonenpumpenhemmer gehört meist zur Standardmedikation.
Auch Allergiker können mit Schluckbeschwerden Hinweis auf eine Ösophagitis geben.
Das Beschwerdespektrum ist umfangreich und reicht von saurem Aufstoßen,
lokalisierte epigastrische Schmerzen, diffuse Schmerzen im Oberbauch über nächtliches Hungergefühl, Schmerzen bei leerem Magen, Völlegefühl nach dem Essen bis hin zu raschem Sättigungsgefühl, Nausea und Erbrechen
Die Zielsetzung der Ernährungstherapie umfasst die Differenzierung der Ursachen, basierend auf der medizinischen Abklärung, die Identifizierung von symptomauslösenden bzw. -verstärkenden Nahrungsfaktoren und die konsequente diätetische Behandlung der selbigen.
Klinische Untersuchungen zum Einfluss einzelner Diätmaßnahmen kommen zum Teil zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.
Folglich fehlt leider zurzeit für die diätetische Behandlung von Refluxerkankungen eine aussagekräftige empirisch nachgewiesene Wirksamkeit von bestimmten Interventionen.
Gezielte Untersuchungen und Studien sind hier wünschenswert. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass alle GERD Patienten von einer diätologischen Therapie profitieren, sobald die gängigen Lifestyle Tipps, durch individuelle Ernährungsumstellung ergänzt wird. Spürbar durch eine deutliche Verbesserung der Beschwerden.
Die gängigen „ Lifestyle-Tipps“ lauten
• Tragen Sie locker sitzende Kleidung.
• Rauchen Sie nicht.
• Heben Sie den Kopf Ihres Bettes 6 bis 9 Zoll. Warten Sie drei Stunden nach dem Essen vor dem Hinlegen.
• Essen Sie mehrere kleine, nicht so schwere Mahlzeiten über den Tag.
• Essen Sie in einer ruhigen, entspannten Umgebung.
Die Zusammensetzung der Nahrung hat einen großen Einfluss auf die Muskelspannung des Speiseröhren-Schließmuskels: So reduzieren fettreiche Mahlzeiten den Muskeltonus um 30%, eiweißreiche Mahlzeiten erhöhen hingegen den Tonus und verbessern dadurch die Funktion des Speiseröhren-Schließmuskels.
_________________________________________________________________

Kalte Speisen und Getränke verlangsamen den Rücktransport von bereits in die Speiseröhre über getretenen Mageninhalt in den Magen und verschlechtern, wie auch ein zu hoher Flüssigkeitsanteil innerhalb einer Mahlzeit, die Beschwerden.
Alkohol, Kaffee (Koffein als auch bestimmte Kaffeeinhaltstoffe), sehr zuckerhaltige Getränke wie Limonaden, Kaffee+Zucker, als auch bitterstoffhaltige Magentees (Cnicin) und Schokolade & kakaohaltige Produkte können durch deren biochemische Wirkung im Magen als alimentärer Auslöser für Beschwerden einer GERD genannt werden.
Im welchem Ausmaß ist jedoch von Patient zu Patient verschieden und sollte individuelle abgeklärt werden.
Weitere Faktoren können refluxfördernd wirken:
scharf Gegrilltes, Frittiertes, Pikantes und stark gewürzten Saucen.
Magenbeschwerden haben auch eine deutlich psychosomatische Komponente, denn vielen Menschen „schlagen“ Hetze, Stress und Ärger auf den Magen.
Besonders nachteilig zeigen sich Störfaktoren wie emotionale Belastungen, Zeitdruck, Arbeitsüberlastung, Mangel an Ruhephasen und Mehrfachbelastungen im weitesten Sinne.
Die diätologische Therapie stellt nicht nur das WAS, sondern auch das WIE esse ich und die ESSENSUMSTÄNDE in den Mittelpunkt der Therapie.
Die Ernährungsempfehlungen beziehen sich sowohl auf die Ausgangsituation des Patienten (Grunderkrankung, Gewicht, Medikamenteneinnahme, Allergien,..), die
Menge, die Textur , die Frequenz , die Zusammensetzung und die Temperatur einer Mahlzeit als auch auf den individuellen Habitus bei der Essensaufnahme.
Empfehlungen betreffend das Ernährungsverhalten werden folgendermaßen beschrieben:
• Aufrechtes Sitzen beim Essen
• Aufrechtbleiben nach dem Essen
• Gut kauen
• Zeit für das Essen nehmen
• Sich nur aufs Essen konzentrieren, kein „neben bei“ Essen „
• Links schlafen (Erleichtert Magenentleerung)
• Schlafen mit erhöhten Oberkörper
• Keine Nüchternphasen
Diätologen können nach gezielter Anamnese und vorhandenen Befunden durch individuelle Ernährungsumstellung bei Refluxerkrankungen einen bedeutenden Beitrag leisten und sollten frühzeitig in die Therapie eingebunden werden.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

6. Factsheet
Pflanzliches Natriumalginat (Gaviscon®) gegen Sodbrennen
Rasche Beschwerden ohne systemische Effekte
Seit Anfang Juli 2012 gibt es ein innovatives Medikament gegen Sodbrennen mit einem völlig neuen Wirkprinzip auf dem heimischen OTC-Markt. Der pflanzliche Stoff Natriumalginat bildet bei Kontakt mit der Magensäure eine neutrale Schutzschicht über dem Mageninhalt und verhindert das Aufsteigen von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Das Alginat wird nicht vom Körper aufgenommen und unverstoffwechselt wieder ausgeschieden. Dadurch werden systemische Effekte und natürlich auch Wechselwirkungen vermieden.
Das Medikament ist unter dem Handelsnamen GAVISCON® rezeptfrei in österreichischen Apotheken erhältlich sein, es ist gut verträglich und eignet sich auch zur Anwendung durch Patienten, die schon einige andere Medikamente regelmäßig einnehmen müssen und auch während der Schwangerschaft und Stillzeit.
Von Befindlichkeitsstörung bis ernsthafte Erkrankung
Das klassische Symptom des Sodbrennens ist ein brennendes Gefühl, das entlang des Brustbeines bis in den Rachen aufsteigen kann. Beim sogenannten sauren Aufstoßen wird Mageninhalt regurgitiert. Daneben können extra-ösophageale Beschwerden und Schmerzen im Brustraum auftreten.
Etwa 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung leidet einmal pro Monat unter Sodbrennen, rund zehn Prozent einmal in zwei Wochen, ein geringer Prozentsatz noch häufiger. Eine Refluxerkrankung liegt vor, wenn die Symptome Leidensdruck auslösen. Etwa zwei Drittel der Betroffenen leiden unter einer nicht-erosiven Refluxkrankheit. Bei einem Drittel liegt eine erosive Refluxkrankheit mit endoskopisch bzw. bioptisch erkennbaren Veränderungen der Speiseröhrenschleimhaut vor. Mögliche Langzeitkomplikationen sind Verengungen der Speiseröhre (Stenosen), das Barrett-Syndrom mit intestinaler Metaplasie und – selten – Speiseröhrenkrebs.
Mögliche Ursachen für Sodbrennen und Refluxkrankheit
Zwei Drittel der Fälle können mit einem ungesunden Lebensstil in Zusammenhang gebracht werden. Besonders schädlich wirken fett- und /oder zuckerreiche Speisen und säurebetonte Getränke (z.B. kohlensäurehältige Getränke oder Weißwein). Übergewicht (erhöhter abdomineller Druck) sowie Bewegungsmangel, Rauchen und Stress gelten als Cofaktoren in der Entwicklung von Refluxkrankheiten. Schwangerschaftsbedingt leiden viele Frauen meist im fortgeschrittenen Trimester an Refluxbeschwerden. Weiters können an der Entstehung der Beschwerden duodenogastraler Reflux, Motilitätsstörungen der Speiseröhre oder Hiatushernien beteiligt sein.
Therapieoptionen
Diätetische Maßnahmen und eine Verbesserung des Lebensstils können häufig Abhilfe schaffen. Daneben steht eine Palette verschiedener medikamentöser Therapien zur Verfügung. Dazu zählen H2-Blocker, Säurehemmer (Antacida) und Protonenpumpenhemmer (PPIs). Experten befürworten zunehmend eine individualisierte Stufentherapie, die speziell auf die Beschwerden des Patienten zugeschnitten ist. Demnach sollen zunächst Präparate eingesetzt werden, die möglichst wenig in die Verdauungsmechanismen und den Gesamtorganismus eingreifen und nur bei Bedarf ist auf systemisch wirkende Substanzen überzugehen.
Neues Wirkprinzip Natriumalginat
Gaviscon® wird nach den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen eingenommen und bildet eine neutrale Schutzschicht, die wie ein Floß auf dem Mageninhalt liegt und das Aufsteigen von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre verhindert. Eine Linderung der Beschwerden ist innerhalb von fünf Minuten spürbar. Der Hauptwirkstoff ist ein rein pflanzliches Alginat, das aus der Alge Laminaria hyperborea gewonnen wird. Es wird nicht vom Körper aufgenommen und unverstoffwechselt wieder ausgeschieden. Die
_________________________________________________________________

Magensäure bleibt erhalten, daher wird auch die natürliche Verdauung nicht beeinträchtigt.
Das Alginat in Gaviscon erhält daher die Physiologie der Verdauung, interagiert auch nicht mit anderen, notwendigen Medikamenten und stört daher andere (langfristige) Therapieerfordernisse nicht.


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


7. Zusammenfassung
Neues Wirkprinzip gegen Sodbrennen
Rasche Beschwerdelinderung ohne systemische Effekte
Seit Juli 2012 ist ein innovatives Medikament (Gaviscon®) gegen Sodbrennen mit einem völlig neuen Wirkprinzip rezeptfrei in Österreichs Apotheken erhältlich. Der pflanzliche Stoff Natriumalginat bildet bei Kontakt mit der Magensäure eine neutrale Schutzschicht über dem Nahrungsbrei und verhindert das Aufsteigen von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Das Alginat wird nicht vom Körper aufgenommen und unverstoffwechselt wieder ausgeschieden. Dadurch werden systemische Effekte und Wechselwirkungen vermieden. Laut Expertenmeinung stellt Gaviscon® eine wertvolle Bereicherung für eine stadiengerechte Therapie dar.
Bei Reflux fließt Mageninhalt in die Speiseröhre (Ösophagus) zurück. Das klassische Symptom ist Sodbrennen – ein brennendes Gefühl, das entlang des Brustbeines bis in den Rachen aufsteigen kann. Diese Beschwerden treten üblicherweise nach reichlichen Mahlzeiten und dem Konsum säurebetonter Getränke auf und können durch einen Schluck Wasser zum Verschwinden gebracht werden. Weiters kann es zu Aufstoßen mit saurem Geschmack am Zungengrund und im Rachen kommen. Daneben können extra-ösophageale Beschwerden wie vor allem Husten und Heiserkeit sowie Schmerzen im Brustraum auftreten.
„Etwa 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung leiden einmal pro Monat unter Sodbrennen, rund zehn Prozent einmal in zwei Wochen, ein geringer Prozentsatz noch häufiger“, berichtete Prim. Univ.-Prof. Dr. Rainer Schöfl, Krankenhaus der Elisabethinen, Linz, Interne 4 – Gastroenterologie & Hepatologie, Stoffwechsel- & Ernährungsmedizin, Endokrinologie. Eine Refluxerkrankung liegt vor, wenn die Symptome Leidensdruck auslösen. „Sie wird in zwei große Gruppen unterteilt: Etwa zwei Drittel der Betroffenen leiden unter einer relativ harmlosen nicht-erosiven Refluxkrankheit (NERD), die nach kurzer täglicher Medikamenteneinnahme meist anlassbezogen behandelt werden kann“, erläuterte Prim. Schöfl. Bei einem Drittel liegt eine erosive Refluxkrankheit (ERD) mit endoskopisch bzw. bioptisch erkennbaren Veränderungen der Speiseröhrenschleimhaut vor, die eine intensivere Therapie und Kontrolle erfordert. Mögliche Langzeitkomplikationen sind gutartige Engstellen, das Barrett-Syndrom mit intestinaler Metaplasie (Ersatz der normalen Speiseröhrenschleimhaut durch eine Art Darmschleimhaut) und Speiseröhrenkrebs (etwa 170 Neuerkrankungen/Jahr in Österreich).
Mittel aus der Apotheke
Solange Sodbrennen nur gelegentlich anlassbezogen aufgrund bekannter Ursachen auftritt, können rezeptfreie Medikamente guten Gewissens vom Apotheker empfohlen werden. Dazu stehen verschiedene Substanzklassen zur Verfügung“, betonte Mag.pharm. Kurt Vymazal, Apotheker in Wien. Während H2-Blocker heutzutage kaum mehr zum Einsatz kommen, werden klassische Säurebinder (Antacida) nach wie vor häufig verwendet. Sie enthalten beispielsweise Aluminiumhydroxid oder Natriumhydrogenkarbonat und neutralisieren die Magensäure. Antacida wirken innerhalb weniger Minuten, können jedoch den Magen dazu anregen, vermehrt Säure zu bilden (sogenannter „Säure-Rebound“). „Dies ist bei Sodbrennen eindeutig kontraproduktiv“, merkte Vymazal an.
Die am häufigsten bei Sodbrennen und Refluxkrankheit, aber auch als begleitender Magenschutz bei Dauermedikation mit NSAR eingesetzten Protonenpumpenhemmer wirken zwar äußerst effektiv, hemmen jedoch ebenfalls die Magensäure. Dadurch kann ungenügend saurer Mageninhalt in den Dünndarm gelangen.
Alle drei genannten Substanzgruppen wirken systemisch – das heißt, sie werden aus dem Darm aufgenommen – und bewirken durch die Säurehemmung, dass ungenügend saurer Mageninhalt in den Dünndarm gelangen kann. „Dies kann bei Langzeitanwendung
_________________________________________________________________

erhebliche Nachteile mit sich bringen. Dazu zählen unter anderem Verdauungsstörungen, erhöhte Infektanfälligkeit gegenüber Keimen aus nicht einwandfreien Nahrungsmitteln und Appetitmangel“, betonte Dr. Christian Euler, Arzt für Allgemeinmedizin, Rust.
Neues Wirkprinzip Natriumalginat
Das seit wenigen Monaten rezeptfrei in der Apotheke erhältliche Gaviscon® verfügt über ein völlig neues Wirkprinzip, das – im Gegensatz zu den bisherigen Therapieoptionen – ausschließlich auf den Magen beschränkt ist. Es wird nach den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen eingenommen und bildet eine neutrale Schutzschicht, die wie ein Floß auf dem Nahrungsbrei liegt und das Aufsteigen von Mageninhalt in die Speiseröhre verhindert. „Das Präparat schützt die Schleimhaut, lässt den Inhalt des Verdauungsschlauches unverändert“, so Dr. Euler. Eine Linderung der Beschwerden ist innerhalb von fünf Minuten spürbar. Der Hauptwirkstoff ist ein rein pflanzliches Alginat, das aus der Alge Laminaria hyperborea gewonnen wird. Es wird nicht vom Körper aufgenommen und unverstoffwechselt wieder ausgeschieden, gut verträglich. Gaviscon® eignet sich auch zur effektiven Behandlung des anlassbezogenen Sodbrennens, besonders aber auch für Patienten, die bereits mehrere Arzneimittel einnehmen müssen und Wechselwirkungen vermeiden wollen und zur Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit.
Stadiengerechte Therapie
Die Experten betonten einhellig, dass Sodbrennen und Refluxkrankheit stadiengerecht nach dem Motto „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“ erfolgen sollte und bezeichneten Gaviscon® als wertvolle Bereicherung der Behandlungsoptionen. Dr. Euler: „Es erscheint sinnvoll, mit nicht systemisch wirksamen Präparaten zu beginnen und nur bei Bedarf pharmakologisch wirksame (systemisch wirkende) Substanzen einzusetzen. Eine nicht systemisch wirkende Therapiemöglichkeit ist insbesondere auch bei multimorbiden Patienten von Vorteil, um Arzneimittelwechselwirkungen zu minimieren.“

Hennrich.PR – Agentur für Gesundheit & Kommunikation, 1140 Wien, www.hennrich-pr.at
_____________________________

Werner

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 866
  • Geschlecht: Männlich
Sodbrennen? Vorsicht!
« Antwort #12 am: 16. Dezember 2012, 22:12 »
yh0hayy



Chronisches Sodbrennen vermeiden


(Zentrum der Gesundheit) - Sodbrennen ist ein weit verbreitetes Verdauungsproblem, das äusserst unangenehm sein kann. Wer an Sodbrennen leidet, sollte unbedingt vermeiden, dass es sich zu einem chronischen Leiden entwickelt. Denn die so genannte Refluxösophagitis (= chronisches Sodbrennen) kann sich sehr aggressiv auf die Speiseröhre auswirken und schwere Folgen mit sich bringen. Wir zeigen Ihnen Wege, wie Sie dies vermeiden können.
Chronisches Sodbrennen vermeiden Chronisches Sodbrennen vermeiden

Die Symptome von Sodbrennen

Viele Menschen leiden gelegentlich oder auch häufig unter Sodbrennen. Zu den Symptomen von Sodbrennen zählen Brustschmerzen, ein brennendes Gefühl im oberen Brust- und im unteren Rachenbereich, spontanes Erbrechen und Übelkeit. Diese Symptome sind auf die Magensäure zurückzuführen, welche bei Sodbrennen in die Speiseröhre emporsteigt. Bei chronischem Sodbrennen kann die Schleimhaut der Speiseröhre durch die aggressive Magensäure schwere Schäden davontragen, die im schlimmsten Fall sogar zu Geschwüren führen können. Daher sollte man Sodbrennen vermeiden oder am besten von Grund auf beheben.

Die Ursachen für Sodbrennen können verschiedener Natur sein. Generell kann man jedoch sagen, dass sich bei Sodbrennen die Regulation der Magensäureproduktion nicht im Gleichgewicht befindet. Sodbrennen kann nämlich sowohl durch einen Magenssäureüberschuss als auch durch einen Magensäuremangel entstehen. Paradoxerweise hat ein chronischer Magensäuremangel ähnliche Symptome wie ein Magensäureüberschuss.

Im folgenden stellen wir Ihnen einige Nahrungsmittel vor, die Sie bei Sodbrennen besser meiden sollten, damit ...... http://www.zentrum-der-gesundheit.de/chronisches-sodbrennen-vermeiden-ia.html?et_cid=89&et_lid=4939890&et_sub=sodbrennen
« Letzte Änderung: 17. Dezember 2012, 11:49 von admin »

Josef

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 914
  • Geschlecht: Männlich
Aufstoßen, Sodbrennen: Entsäuerung des Magens
« Antwort #13 am: 13. März 2013, 23:31 »
x



Richtig essen!


nicht:
scharf gewürzt
süß
fett

Wenn doch, dann "dazwischen":
Wasser
trockenes Brot
zum Neutralisieren der Säure
ggf. vorher:
Kartoffeln
Nudeln
Yoghurt


Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Tanja

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 932
  • Geschlecht: Weiblich




Speiseröhrenkrebs: Epidemie in Großbritannien

Unerklärlicher Anstieg bei Männern - Lebenswandel entscheidend


London (pte014/18.06.2013/11:25) - Laut Cancer Research UK http://cancerresearchuk.org sind in Großbritannien die Fälle von Speiseröhrenkrebs in den vergangenen Jahren massiv angestiegen, sodass die Behörden nun verstärkt gegen die Epidemie ankämpfen sollten. Vor allem Männer erkranken drei Mal so wahrscheinlich an diesem Krebs als Frauen.

Frühe Diagnose wichtig

Laut den neuesten Zahlen gehören diese Daten zu den größten geschlechtsspezifischen Unterschieden bei Krebs überhaupt. Entscheidend für den Ausgang der Krankheit ist eine frühe Diagnose. Wissenschaftler arbeiten derzeit an neuen Verfahren, die Symptome früher zu erkennen und versuchen den genetischen Code dieser Krankheit zu entschlüsseln.

Speiseröhrenkrebs steht heute in Großbritannien bei Krebserkrankungen an neunter Stelle. Dieser Krebs gilt als einer der am schwersten zu erkennenden und zu behandelnden Erkrankungen. Nur einer von zehn Patienten lebt nach der Diagnose zehn Jahre oder länger. Aktuelle Zahlen zeigen, dass 2010 rund 5.600 Briten daran erkrankten. Im Vergleich dazu waren 2.800 Frauen betroffen. Das entspricht einem Lebenszeitrisiko von eins zu 56 bei Männern und eins zu 110 bei Frauen.

Sodbrennen als Indikator

Es gibt zwei Arten von Speiseröhrenkrebs: Plattenepithelkarzinome, die mit Rauchen, Alkoholkonsum und wenig Obst in der Ernährung in Zusammenhang stehen und Adenokarzinome, die mit Fettsucht, Rauchen und einem dauernden Rückfluss der Magensäure in Verbindung stehen. Die Forscher gehen davon aus, dass der ständige Anstieg bei Adenokarzinomen dafür verantwortlich ist, dass deutlich mehr Männer erkranken.

Tim Underwood von der University of Southampton http://southampton.ac.uk zufolge sind bei dieser Krebsform immer noch viele Fragen offen "Wir brauchen einen Durchbruch und wir brauchen ihn dringend. Es gibt eine Epidemie und die Aussichten sind schlecht." Underwood nimmt derzeit am New York Marathon teil, um Geld für die Forschung zu bekommen. Eine frühere Diagnose sei von entscheidender Bedeutung. "Es ist nicht normal, dass Essen in der Speiseröhre stecken bleibt und Sodbrennen an der Tagesordnung steht."

(Ende)
Aussender:    pressetext.redaktion

Gitti

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.339
  • Geschlecht: Weiblich
Sodbrennen
« Antwort #15 am: 18. Mai 2014, 00:29 »



13.05.2014 20:15 Uhr

Was hilft gegen Sodbrennen?

Magensäure fließt zurück in den Magen. © NDR

Bei Sodbrennen steigt saurer Mageninhalt brennend hinter dem Brustbein auf.


Es ist unangenehm und oft auch schmerzhaft: Sodbrennen. Fast jeder kennt das und fast jeder hat ein Hausmittel parat: Natron aufgelöst in Wasser mit ein bisschen Essig, Heilerde, warme oder kalte Milch, süße Mandeln oder einfach nur viel Wasser trinken sollen das brennende Gefühl hinter dem Brustbein verschwinden lassen. Doch nicht immer ist Sodbrennen nur lästig: Tritt es immer wieder auf, kann es vor allem bei älteren Patienten zu Blutungen, Verengung oder Vernarbung der Speiseröhre führen. In seltenen Fällen kann Sodbrennen sogar Krebs verursachen.

Was tun bei Sodbrennen?
Visite - 13.05.2014 20:15 Uhr Autor/in: Madlen Zeller

Sodbrennen - der Name bezeichnet das unangenehme Gefühl, wenn saurer Mageninhalt hinter dem Brustbein aufsteigt. Was steckt dahinter und wann können Hausmittel helfen?

Unzureichender Verschluss des Mageneingangs

Ursache ist ein unzureichender Verschluss des Mageneingangs. Ist der Schließmuskel erschlafft, fließt der Magensaft immer wieder in die Speiseröhre und verätzt sie. Kommt nur selten Magensäure hoch, lässt sie sich einfach wieder runter spülen. Die Reinigungsfunktion der Speiseröhre wird durch das Trinken unterstützt, der Magensaft wird mit dem Getränk aus der Speiseröhre wieder hinunter in den Magen gespült. Das ist der einzige Effekt, der von Flüssigkeit zu erwarten ist. Darum ist es völlig egal, ob Betroffene mit Milch, Tee oder Wasser spülen. Nur Kohlensäure sollte das Getränk nicht enthalten. Heilerde, ein anderes beliebtes Hausmittel, kann allenfalls die Magensäure etwas binden und so zu einer vorübergehenden Beschwerdelinderung führen. Das geht aber auch mit Geduld und Spucke: Speichel pur oder vermischt mit fein zerkauten Haferflocken und Mandeln befördert den Magensaft langsam wieder herunter. Natron hat dagegen als Hausmittel ausgedient: Es kann nicht, wie früher vermutet, Magensäure neutralisieren.

Abends auf schwere Mahlzeiten verzichten

Wer nur gelegentlich unter Sodbrennen leidet, sollte abends auf große schwere Mahlzeiten verzichten, denn sie beeinträchtigen die Schlafqualität, was wiederum Sodbrennen begünstigt. Wer doch mal spät gegessen hat, sollte auf der linken Seite schlafen, denn rechts fließen Magenreste leichter in die Speiseröhre zurück und lösen Sodbrennen aus.

Weitere Informationen

    Gastro Liga e.V.
    Alarmzeichen Sodbrennen

Wenn das Sodbrennen regelmäßig auftritt, können freiverkäufliche Antazida helfen. Diese Aluminium-Magnesium-Salze neutralisieren die Magensäure und wirken schnell, aber nur für 20 bis 30 Minuten. Schwappt die Magensäure immer häufiger über, helfen nur noch rezeptpflichtige Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol oder Pantoprazol. Sie drosseln die Produktion der Magensäure 36 Stunden lang. Betroffene müssen sie täglich einnehmen und regelmäßig zur Magenspiegelung gehen. Dabei untersucht der Arzt mit einem Endoskop die Speiseröhren- und Magenschleimhaut auf Verätzungen und Veränderungen.
Weitere Informationen
Internist Prof. Thomas Rösch vom Universitätsklinikum in Hamburg © Universitätsklinikum Hamburg
"Sodbrennen ist das Symptom der Reflux-Krankheit"
27.11.2012 20:15 Uhr
Visite

Können Patienten Magensäurehemmer über einen langen Zeitraum bedenkenlos einnehmen? Gibt es Alternativen? Diese und weitere Fragen hat Prof. Rösch im Chat beantwortet. mehr

Interviewpartner im Beitrag:
Prof. Dr. Stephan Miehlke
Gastroenterologe
Magen-Darm-Zentrum Eppendorf
Eppendorfer Landstraße 42
20249 Hamburg
Internet: www.mdz-hamburg.de

Dieses Thema im Programm:
Visite | 13.05.2014 | 20:15 Uhr



+ Video:  http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Was-hilft-gegen-Sodbrennen,sodbrennen102.html

Gitti

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.339
  • Geschlecht: Weiblich
Ernährung bei Sodbrennen
« Antwort #16 am: 21. Mai 2014, 23:38 »




Ernährung bei Sodbrennen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. März 2014)

    Was sollte man essen?
    Weitere Informationen

Was sollte man essen?

Sodbrennen tritt häufig nach dem Essen auf – denn nach dem Verzehr mancher Nahrungsmittel produziert der Magen besonders viel Magensäure. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Ernährung lassen sich die Beschwerden bei Sodbrennen oft schon lindern!

Generell hilft es, wenn Sie bei Ihrer Ernährung auf folgende Tipps achten:

    Fettarm ernähren: Legen Sie Wert auf eine ausgewogene, fettarme Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Ballaststoffen.
    Üppige Mahlzeiten meiden: Ist der Magen vollständig gefüllt, entsteht Druck auf den unteren Schließmuskel der Speiseröhre und Magensäure kann in die Speiseröhre gelangen.
        Essen Sie statt drei großer Mahlzeiten am Tag lieber vier bis sechs kleine Mahlzeiten.
        Insbesondere abends sollten Sie nur eine kleine Mahlzeit zu sich zu nehmen.
        Legen Sie sich nach den Mahlzeiten nicht direkt hin, damit die Magensäure nicht Richtung Speiseröhre fließen kann.
        Zwischen Abendessen und Zubettgehen sollten ca. drei Stunden liegen.
    Bestimmte Lebensmittel meiden: Verzichten Sie auf
        fette Speisen,
        scharfe Gewürze,
        Zitrusfrüchte,
        Pfefferminze
        sowie Schokolade und andere Süßigkeiten.
        Diese Lebensmittel können die Magensäureproduktion fördern. Problematisch sind manchmal auch Gurkensalat, grüne Paprika, rohe Zwiebeln, Kohlgemüse, Hülsenfrüchte oder frisches Brot.
    Die Getränkewahl: Achten Sie darauf, was Sie trinken. Getränke, die Koffein enthalten (z.B. Kaffee, schwarzer Tee, Colagetränke) sowie Pfefferminztee, Getränke mit Kohlensäure oder säurehaltige Säfte (z.B. Tomatensaft, Orangensaft) führen zu mehr Säure im Magen. Das Gleiche gilt für Alkohol. Manche Betroffene reagieren auch auf zu kalte oder zu heiße Getränke mit Sodbrennen.
    Nicht rauchen: Wie Alkohol ist Nikotin gleich doppelt ungünstig bei Sodbrennen, denn es fördert zum einen die Produktion von Magensäure und lässt zum anderen die Muskulatur des Mageneingangs erschlaffen.
    Hausmittel können helfen: Lindernd wirken bei vielen Betroffenen Hausmittel wie Haferflocken, eingeweichte Leinsamen oder bestimmte Tees.

Wissen Sie bereits, auf welche Lebensmittel Sie regelmäßig mit Sodbrennen reagieren, sollten Sie diese meiden. Wer dies noch herausfinden möchte, kann über einen Zeitraum von mehreren Wochen ein Sodbrennen-Tagebuch führen.

Notieren Sie hier, wann das Sodbrennen auftritt und was Sie zuvor gegessen und getrunken haben. Halten Sie auch fest, wenn Sie vielleicht gerade viel Stress haben oder sehr in Eile waren. So lässt sich relativ rasch feststellen, ob das Sodbrennen immer nach bestimmten Nahrungsmitteln oder in bestimmten Situationen auftritt. Auf diese Weise können Sie Auslöser für das Sodbrennen erkennen und diese vermeiden.

Bei sehr häufigem Sodbrennen reichen reine Ernährungsmaßnahmen jedoch oft nicht aus – hier ist eine Abklärung durch den Arzt zu empfehlen.

Quellen:

Was ist Sodbrennen? Online-Informationen des Berufsverbands Deutscher Internisten e.V.: www.internisten-im-netz.de (Abrufdatum: 5.3.2014)

Online-Informationen des aid-Infodiensts: www.was-wir-essen.de (Stand: 05.01.2012)

Biesalski, H., Grimm, P.: Taschenatlas Ernährung. Thieme, Stuttgart 2011

Biesalski, H.-K.: Ernährungsmedizin. Thieme, Stuttgart 2010

Suter, P.M.: Checkliste Ernährung. Thieme, Stuttgart 2008

Schauder, P., Ollenschläger, G.: Ernährungsmedizin. Urban & Fischer, München 2006

Stand: 14. März 2014


http://www.onmeda.de/special/sodbrennen_was_hilft/ernaehrung_bei_sodbrennen.html


Gitti

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.339
  • Geschlecht: Weiblich
Sodbrennen Risikofaktoren: Kaffee, Knoblauch, Currywurst
« Antwort #17 am: 25. Januar 2015, 20:43 »


 Risikofaktoren für Sodbrennen: Kaffee, Knoblauch, Currywurst


Bauchschmerzen und Sodbrennen: Fettes Essen vermeiden

Welche Speisen verursachen Sodbrennen und woran liegt das? Gastroenterologe Thomas Frieling erklärt, wie eine Ernährungsumstellung Aufstoßen und Schlimmeres verhindern kann.


Zur Person
Thomas Frieling ist Gastroenterologe, Professor und Ärztlicher Direktor am Klinikum Krefeld. Er ist im Beirat bei der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, Gründer der Stiftung Neurogastroenterologie und Vorstand der Gastroliga.
SPIEGEL ONLINE: Wie beeinflusst das Essen die Neigung zum Aufstoßen und für Sodbrennen?

Frieling: Große Mengen an Nahrung, Essen, das viele Ballaststoffe enthält - und vor allem fettreiche Speisen fördern Aufstoßen und Sodbrennen.

SPIEGEL ONLINE: Das sind ja sehr unterschiedliche Risikofaktoren...

Frieling: Ihnen ist gemeinsam, dass sie die Entleerung des Magens verlangsamen. Je länger Speisen im Magen sind, desto mehr Gas entsteht, das entweichen muss - als Aufstoßen. Dabei kann Magensäure in die Speiseröhre gelangen, es entsteht Sodbrennen.

SPIEGEL ONLINE: Warum bewirken fette Speisen ein besonders starkes Aufstoßen und Sodbrennen?

Frieling: Wenn ein Mensch Fett isst, gibt es eine sehr sinnvolle Reaktion des Körpers. Sobald das erste Fett aus dem Magen in den Darm gelangt, gibt dieser über das Nervensystem ein Signal zurück an den Magen, seine Bewegungen zu verlangsamen. Dadurch bleibt die fette Nahrung länger im Magen, denn der Darm braucht für die Fettverdauung mehr Zeit als für andere Nahrungsbestandteile. Bei Menschen, die viel Fett essen, leert sich der Magen also langsamer - und derjenige wird anfälliger für Aufstoßen und Sodbrennen.

SPIEGEL ONLINE: Ballaststoffe gelten gemeinhin als gesund - warum fördern sie Sodbrennen?

Frieling: Erstens sind sie schwer verdaulich und bleiben lange im Magen. Zweitens sorgen sie dafür, dass Substanzen freigesetzt werden, die die Magenentleerung verzögern und die Speiseröhrenmuskulatur erschlaffen lassen. So kann Magensäure in die Speiseröhre gelangen. Das bedeutet aber nicht, dass es ungesund ist, Ballaststoffe zu essen. Aber, wenn man unter Sodbrennen und Aufstoßen leidet, können sie eine Ursache sein.

SPIEGEL ONLINE: Welche Risikofaktoren für Aufstoßen und Sodbrennen gibt es außerdem?

Frieling: Weitere Risikofaktoren für Aufstoßen sind Kaffee, scharfe Gewürze, scharf gebratene Speisen.

SPIEGEL ONLINE: Wie wirken Knoblauch und Alkohol?

Frieling: Beides kann zu einer Öffnung des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre führen, wodurch es zu vermehrtem Luftaufstoßen kommen kann. Aber auch das ist individuell sehr verschieden. Es gibt Patienten, die essen sehr viel Knoblauch und denen geht es gut - und andere, nehmen ein Milligramm zu sich und bekommen heftige Beschwerden. Warum wir so unterschiedlich reagieren, ist unbekannt.

SPIEGEL ONLINE: Was empfehlen Sie Menschen, die sehr unter Aufstoßen und Sodbrennen leiden?

Frieling: Wir lassen unsere Patienten ein Ernährungstagebuch führen. Auf der linken Seite wird notiert, was man isst, rechts davon, wie es einem danach ergangen ist. So kann man ermitteln, welche Nahrung bei einem Patienten Aufstoßen und Sodbrennen hervorruft. Auf dieser Grundlage kann man die Ernährung umstellen, meistens hilft es, statt einer großen mehrere kleinere Mahlzeiten einzunehmen, weniger Ballaststoffe und weniger Fett zu essen - kurz: gesundes mediterranes Essen zu sich zu nehmen. Das hilft vielen Patienten.

SPIEGEL ONLINE: Ist Sodbrennen einfach nur lästig oder sogar gefährlich?

Frieling: Sodbrennen ist lästig und in der Regel nicht gefährlich. Menschen, bei denen es sehr lang anhält oder sehr häufig auftritt, sollten aber ihren Hausarzt aufsuchen. Oft wird dann eine Magenspiegelung gemacht, um herauszufinden, ob das Sodbrennen durch die Refluxerkrankung, also den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre ausgelöst wird. Das ist die häufigste Ursache von Sodbrennen, aber es gibt aber auch andere Erkrankungen der Speiseröhre die solche Beschwerden verursachen.

SPIEGEL ONLINE: Welche Folgen kann Sodbrennen im schlimmsten Fall haben?

Frieling: Im schlimmsten Fall kann die Magensäure in der Speiseröhre zu Entzündungen der Schleimhaut führen, Geschwüre und narbige Engen können entstehen. Dies verursacht Schluckbeschwerden, ein Alarmsignal, mit dem man unbedingt zum Arzt gehen sollte. Auch die Entwicklung eines "Barrett Ösophagus", das heißt, der Bildung von Magenschleimhaut in der Speiseröhre, wird durch den Reflux ausgelöst. Hieraus kann in seltenen Fällen ein Speiseröhrenkrebs entstehen.


http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/sodbrennen-fett-ballaststoffe-knoblauch-koennnen-ausloeser-sein-a-1008743.html





hilde

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 572
  • Geschlecht: Weiblich
Zehn Top-Tipps gegen Sodbrennen
« Antwort #18 am: 17. Dezember 2015, 21:36 »

Zehn Top-Tipps gegen Sodbrennen

    Stress, enge Hosen, fettes Essen: All das kann Sodbrennen auslösen.


Sechs von zehn Deutschen fühlen sich gestresst, rund halb so viele klagen über Sodbrennen. Wenn Ärger und Hektik auf den Magen schlagen, kann das jedoch nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich werden. Gegen Sodbrennen und Reflux helfen diese zehn Ratschläge.

Etwa jeder dritte Bundesbürger leidet hin und wieder an Sodbrennen (saurem Aufstoßen). Viele von ihnen haben gar regelmäßig mit den unangenehmen Symptomen von Reflux zu kämpfen. Dabei können sehr unterschiedliche Faktoren dazu beitragen, dass Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Unsere zehn Tipps sagen den häufigsten Auslösern den Kampf an.

Wichtig: Halten die Symptome trotz Stressabbau und Beherzigung der Ratschläge über zwei Wochen an, sollten Sie sich mit dem Sodbrennen bei Ihrem Arzt vorstellen. Auf lange Sicht erhöht der Magensäure-Rückfluss nämlich das Risiko für Speiseröhrenkrebs.

    Aus drei mach sechs: Verteilen Sie die tägliche Nahrungsmenge auf mehrere kleine statt ein paar üppige Mahlzeiten. Gut für Refluxpatienten ist leichte, gesunde Kost wie Gemüse oder Fisch. Sehr süße, scharf gewürzte, fette und schwer verdauliche Speisen sollten dagegen lieber nur selten auf den Tisch kommen.

    Bewusst genießen: Essen Sie langsam und kauen Sie jeden Bissen gründlich. Ein Spaziergang hilft, die Magenentleerung anzukurbeln und Sodbrennen zu vermeiden. Nachteilig sind dagegen Verdauungsschlaf oder -schnäpschen: Sie bremsen die Verdauung und begünstigen saures Aufstoßen.

    Erholsamer Schlaf: Häufig tritt Sodbrennen nachts auf. Schlafen Sie am besten mit leicht hoch gelagertem Kopf und Oberkörper. Dies verhindert den Rückfluss der Magensäure. Eine Schlafposition auf der linken Seite verringert den Druck auf den Magen zusätzlich. Essen Sie abends nicht zu spät – so kann der Magen die Mahlzeit schon vor dem Schlafengehen verdauen. Ideal ist, wenn der Magen dafür drei bis fünf Stunden Zeit hat.

    Clever trinken: Bevorzugen Sie als Durstlöscher Mineralwasser mit wenig oder keiner Kohlensäure und Tee. Trinken Sie kohlensäurehaltige sowie saure Getränke wie Kaffee und Alkohol nur in Maßen und zur Abwechslung. Ein Übermaß kann Sodbrennen hervorrufen.

    Lockere Kleidung: Die zu knappe Jeans oder ein zu enger Gürtel erzeugen zusätzlichen Druck auf die Magengegend und fördern saures Aufstoßen. Wählen Sie lockere und legere Kleidung, in der sie bequem Luft bekommen.

    Relaxen im Alltag lernen: Kleine Rituale wie beispielsweise ein Spaziergang oder Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training tragen zum Stressabbau bei.

    Immer in Bewegung bleiben: Überflüssige Pfunde erhöhen den Druck auf den Magen, so dass der Schließmuskel nicht mehr richtig zumacht. Bleiben Sie in Bewegung, um das Normalgewicht zu halten beziehungsweise Übergewicht zu reduzieren. Damit nimmt auch der Druck auf den Magenverschluss ab.

    Rauchen aufhören oder reduzieren: Nikotin hat eine erschlaffende Wirkung auf den Schließmuskel am Mageneingang. Reduzieren Sie deshalb das Rauchen oder noch besser: Machen Sie gleich ganz Schluss damit, um Reflux zu verhindern. Tipps dazu finden Sie hier.
    News zu Sodbrennen
        Das gesunde Rezept aus Echo der Frau
        Kartoffeln lindern Sodbrennen
        Einnahmemodus beeinflusst Wirksamkeit
        Sodbrennen: Jeder Zweite nimmt Medikament falsch
        Abnehmen gegen Reflux
        Sodbrennen mit Diät in den Griff bekommen

    Medikamenten-Check: Manche Medikamente wie Asthma-, Schmerz- oder Herz-Kreislaufmittel können Sodbrennen auslösen. Sprechen Sie mit dem Apotheker oder Arzt, wenn Sie den Verdacht haben, dass das bei Ihnen der Fall sein könnte.

    Hilfe aus der Apotheke: Säurebinder (Antazida) wirken bei leichten und gelegentlichen Beschwerden durch Sodbrennen. Schwangere sollten die Mittel aber nur in Absprache mit ihrem Arzt nehmen. Gleiches gilt für bestimmte Protonenpumpenhemmer gegen Reflux.

Sodbrennen vorbeugen – die besten Tipps

http://www.lifeline.de/themenspecials/sodbrennen/zehn-top-tipps-gegen-sodbrennen-id137414.html


Werner

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 866
  • Geschlecht: Männlich
Sodbrennen - 27 Hilfen
« Antwort #19 am: 27. Dezember 2015, 00:20 »





Achten Sie darauf, dass Sie tagsüber mehrere kleine Mahlzeiten essen und den Organen dazwischen Zeit zum Verdauen geben. Denn je voller der Magen, desto höher ist das Risiko, dass der saure Inhalt nach oben entweicht.

Grundsätzlich sollten Sie vor dem Zubettgehen Ihren Magen nicht belasten und ab ungefähr 18 Uhr die nächtliche „Fastenphase“ einläuten. Denn gerade im Liegen wird der Rückfluss der Magensäure begünstigt – noch stärker ist der Effekt, wenn der Magen sehr voll ist.


http://www.lifeline.de/themenspecials/sodbrennen/galerie-sodbrennen-hausmittel-vorbeugen-id71344.html