Autor Thema: Telefon(strahlen) schädlich? Schnurlostelefon und Handy?  (Gelesen 21426 mal)

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Geri

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Vor ein paar Monaten begann im Osten ein Streit, ob ein Sender dort gestanden ist und ggf. für Strahlenschäden (glaublich gehäufte Krebsfälle) verantwortlich ist. Ob der Sender damals einige Jahre dort war oder nicht scheint strittig. Ob er für Schädigungen verantwortlich ist, ebenfalls.

Persönlich empfehle ich JEDEN: nur mit Lauthöreinrichtung zu telefonieren, also Telefon (Schnurlos, Handy) weg vom Ohr.
Und weiters: möglichst kurz zu telefonieren (schont auch die Geldtasche).



Interessant jedenfalls:


Gesundheitsrisiken von Funkfrequenzfeldern noch unzureichend erforscht
Mittwoch, 4. Juni 2008

Brüssel – Derzeit liegen keine gesicherten Hinweise darauf vor, dass Mobiltelefone oder Sendemasten Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schwindelgefühl hervorrufen können. Auch Vermutungen, dass Funkfrequenzfelder das Erinnerungs- und Lernvermögen beeinträchtigen, ließen sich wissenschaftlich bislang nicht bestätigen.

Dies geht aus einem aktuellen Bericht eines internationalen Expertengremiums (Scenhir) hervor. Die Gruppe berät die Europäische Kommission in Fragen zu möglichen, bislang unbekannten gesundheitlichen Risiken zum Beispiel durch moderne Technologien oder Medizinprodukte.

Zwar wiesen einige Studien auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem langjährigen Gebrauch von Mobiltelefonen und einem erhöhten Risiko für einen gutartigen Tumor des Gehörnervs hin, so Scenhir. Belege dafür, dass Menschen, die jahrelang Handys benutzen, bösartige Gehirntumore oder andere Krebsarten entwickelten, gäbe es bislang jedoch nicht.

Allerdings sei die jetzige Erkenntnislage nicht ausreichend, um abschließende Schlussfolgerungen zu ziehen, so die Wissenschaftler. Gleiches gelte für Untersuchungen über den etwaigen Einfluss von elektromagnetischen Feldern auf die Durchlässigkeit der Blut-Gehirn-Schranke.

Die Experten weisen zudem darauf hin, dass sich bislang nur wenige Studien mit möglichen gesundheitlichen Auswirkungen von Funkfrequenzfeldern auf Kinder beschäftigt hätten, obwohl diese aufgrund ihres noch nicht vollständig entwickelten Nervensystems möglicherweise empfindlicher auf den Einfluss von elektromagnetischen Feldern reagieren könnten als Erwachsene.

Das Gremium empfiehlt daher, die Wirkung von Funkfrequenzfeldern, insbesondere deren langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern weiter zu erforschen, um die bestehenden Wissenslücken zu schließen. © ps/aerzteblatt.de

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=32599

» aerzteblatt.de (26.05.2008) Studien über Handystrahlung gefälscht?

Richi

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Telefon(strahlen) schädlich? Schnurlostelefon und Handy?
« Antwort #1 am: 18. Juni 2008, 00:35 »

Handys: Kein Krebsrisiko, aber ...

17.06.08 - Erneut kein Beweis für Krebsgefahr durch Handys: Die Untersuchung des Bundesamts für Strahlenschutz, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass eine vom Telefonieren mit dem Handy ausgehende Tumorgefahr nicht nachweisbar ist.

Auch durch schnurlose Telefone oder deren Basisstationen nach DECT-Standard in der Nähe des Bettes steigt das Risiko für Hirntumore demnach nicht. Ebenso hätte sich kein Zusammenhang zwischen den Geräten und Kopfschmerzen oder Schlafstörungen bei Erwachsenen offenbart.

Allerdings war die Studie auf weniger als zehn Jahre angelegt. Mögliche langfristige Risiken, vor allem für Kinder, seien nicht abschließend geklärt. Diese Unsicherheiten legten einen "vorsichtigen Umgang mit drahtlosen Kommunikationstechniken" nahe.
Spätschäden noch nicht erkennbar?

Trotz aller Studiendaten appelliert eine Gruppe um den französischen Psychiater und Buchautor David Servan-Schreiber für einen vorsichtigen Umgang mit Handys. Zwar gebe es bislang keine Beweise, dass Handys Krebs auslösen könnten, doch mögliche Spätschäden seien noch nicht erkennbar.

Die Experten hatten in mehr als 50 Forschungsprojekten des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms seit 2002 biologische Auswirkungen der Nutzung von Handys und schnurlosen Telefonen analysiert. Im Einzelfall wurden Veränderungen der Genaktivität beobachtet. Das stelle die Gesamtbeurteilung aber nicht infrage, hieß es. Nach Angaben der Autoren sind weitere Studien über die Langzeitwirkungen der Geräte notwendig, insbesondere bei Kindern, die mit dem Handy groß geworden seien oder groß würden.

Auch die WHO prüft im Rahmen der Interphone-Studie mögliche Krebsrisiken durch Mobiltelefone. Mehrere bereits abgeschlossene Interphone-Teilstudien aus verschiedenen Ländern haben keine Belege für ein derartiges Risiko gefunden.

me / dpa

http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_allgemeinmedizin_umweltmedizin_handy_121369590763.htm&n=1

Alle Artikel zum Stichwort:
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Krebsrisiko
Telefon

Verwandte Artikel:
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Edi

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Mobilfunk: Keine generelle Entwarnung für Handynutzer
« Antwort #2 am: 18. Juni 2008, 22:17 »

Die derzeit gültigen Grenzwerte schützen vor gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Mobilfunks - das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. Allerdings rät das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weiterhin zur Vorsorge.18.06.2008

Insbesondere für Kinder und Langzeitnutzer können Risiken nicht ausgeschlossen werden

Vor sechs Jahren hat das BfS das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) gestartet, mit dem Ziel, die geltenden Grenzwerte kritisch zu überprüfen. In 54 Teilstudien wurden Fragen zur Strahlenbelastung im Alltag aufgegriffen.

Die Studien ergaben, dass die Strahlenbelastung der Bevölkerung trotz zunehmender Technisierung weit unterhalb der Grenzwerte liegt. Expositionen nahe an den Grenzwerten treten nur bei der Nutzung einiger körpernah betriebener Geräte auf, wie z.B. bei der Nutzung von Handys.

Das Forschungsprogramm konnte jedoch nicht alle Fragen abschließend beantworten. Weiterhin Forschungsbedarf gibt es vor allem in Hinblick auf mögliche Langzeitrisiken für Handynutzungszeiten von mehr als zehn Jahren. Außerdem ist weiterhin unklar, ob Kinder empfindlicher auf Handystrahlung reagieren als Erwachsene.
Das BfS rät deshalb weiterhin auf eine vorsorgliche Verringerung der Strahlenbelastung zu achten. Jeder kann die Strahlenbelastung durch das eigene Verhalten beim Umgang mit dem Handy selbst verringern:

    * Möglichst nicht bei schlechtem Empfang telefonieren, z. B. aus Autos ohne Außenantenne.
    * Beim Kauf des Handys auf den so genannten SAR-Wert (Spezifische Absorptionsrate) achten. Als besonders strahlungsarm gelten Mobiltelefone mit einem SAR-Wert von 0,6 Watt/kg oder niedriger. Die SAR-Werte der aktuell verfügbaren Handy-Modelle stehen auf der Webseite des BfS.
    * Kopfhörer nutzen; die Strahlungsquelle (Antenne) befindet sich dann nicht direkt am Ohr.
    * SMS-Möglichkeiten nutzen, da man dann das Handy nicht am Kopf halten muss.
    * wenn möglich, das Festnetztelefon nutzen.

MEDICA.de; Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz

http://www.medica.de/cipp/md_medica/custom/pub/content,lang,1/oid,24964/ticket,g_u_e_s_t/~/Keine_generelle_Entwarnung_fuer_Handynutzer.html

hilde

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Re: Telefon(strahlen) schädlich? Schnurlostelefon und Handy?
« Antwort #3 am: 09. Juli 2008, 10:38 »
Mobiltelefone mit Tumorgarantie? - Gesundheitliche Auswirkungen von Handystrahlung weiterhin unklar

München - Die Frage nach den gesundheitlichen Auswirkungen von Handystrahlung auf das menschliche Erbgut kann nach Angaben des Münchner Krebsforschers Dr. Ulrich Kübler noch immer nicht eindeutig beantwortet werden. „Die bisherigen Studien liefern dahingehend noch kein schlüssiges Bild. Hysterie ist demnach ebenso wenig angebracht wie ein allzu sorgloser Umgang mit dem Handy“, erklärt Dr. Ulrich Kübler, der auch die Zuverlässigkeit diverser Studien in Zweifel zieht.

Hintergrund: Erst vor kurzem war bekannt geworden, dass zwei Studien zum Thema „Handystrahlung“ manipuliert wurden. Durch die Manipulationen sollte die These, dass die Handystrahlung das menschliche Erbgut schädigen und Krebs auslösen kann, gestützt werden. „Es ist immer wieder ärgerlich mit ansehen zu müssen, wie mit den Ängsten der Menschen gespielt wird“, empört sich Kübler, der ein neuartiges Verfahrens zur zuverlässigen Früherkennung von Krebs entwickelt hat.

Neue Studien amerikanischer und schwedischer Wissenschaftler hätten zwar ergeben, dass die Strahlung, die von Mobiltelefonen ausgeht, Schlafstörungen hervorrufen könne. Diese Erkenntnis läge allerdings noch nicht die Gefährlichkeit der mobilen Geräte nahe. „Was wir definitiv wissen, ist, dass niederfrequente Strahlung zu Brüchen in den DNA-Strängen führen kann. Die Folge: Es bilden sich Tumore. Hinsichtlich der Gefahren durch die Hochfrequenz-Strahlung, die im Mobilfunk zum Einsatz kommt, gibt es hingegen noch keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse“, erklärt Kübler.

Bis dahin sollten Verbraucher, so der Ratschlag des Krebsexperten, auf strahlungsarme Handys zurückgreifen und Behörden für die Einhaltung bestimmter Grenzwerte Sorge tragen. Darüber hinaus mahnt er zur Vorsorge. „Wobei Vorsorge aber nicht gleich Vorsorge ist. Denn viele Krebsfrüherkennungsverfahren greifen viel zu spät“, so Kübler.

Weitere Informationen finden sich unter www.kueblergmbh.com beziehungsweise können per E-Mail an angefordert werden.

http://www.openpr.de/news/225199.html


Werner

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Re: Telefon(strahlen) schädlich? Schnurlostelefon und Handy?
« Antwort #4 am: 20. September 2008, 12:01 »

Strahlung vom Handy weiter umstritten

Expertendiskussion - Kann die Mobilfunkstrahlung Zellen schädigen und dadurch möglicherweise das Tumorrisiko erhöhen? An der MedUni Wien durchgeführte Studien, die zu diesem Ergebnis kamen, stehen unter Fälschungsverdacht. Doch auch andere Untersuchungen und Analysen über zellschädigende Wirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern seien "überwiegend negativ", so der deutsche Genetiker Prof. Günter Obe Mittwoch bei einer Tagung der deutschen "Forschungsgemeinschaft Funk" in Wien. "Positive Befunde sind oft nicht überzeugend und sprechen eher für Mängel bei der Durchführung der entsprechenden Experimente."

Warnung

Die Wiener Ärztekammer bleibt hingegen bei ihrer "eindringlichen Warnung hinsichtlich möglicher gesundheitlicher Schäden durch Mobilfunkstrahlen". Erik Huber, Referent für Umweltmedizin: "Erst kürzlich hat eine Meta-Analyse der Langzeitdaten epidemiologischer Studien bei Personen, die bereits mehr als zehn Jahre ein Mobiltelefon benutzen, ein bis zu 200 Prozent erhöhtes Risiko für die Erkrankung an einem Hirntumor ergeben."


Werner

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Re: Telefon(strahlen) schädlich? Schnurlostelefon und Handy?
« Antwort #5 am: 20. September 2008, 14:12 »
Pariser Umweltministerium sorgt sich um Mobilfunkstrahlung

Paris – Mögliche Gesundheitsgefahren durch die Strahlung von Mobilfunkantennen bereiten inzwischen auch der französischen Regierung Sorge. Umweltstaatssekretärin Nathalie Kosciusko-Morizet forderte die Mobilfunkanbieter am Donnerstagabend auf, sich beim Aufstellen von Relais-Antennen vorsichtshalber zusammenzuschließen, um die Strahlenbelastung zu verringern.

Zwar sei bislang nicht nachgewiesen, dass zwischen den Antennen und Krankheiten ein Zusammenhang bestehe, sagte die Politikerin. Aber viele Menschen machten sich Sorgen darüber. 

Eine Familie aus dem Großraum Paris hatte tags zuvor den Mobilfunkanbieter Bouygues Telecom angezeigt, weil eine der beiden 17-jährigen Töchter von dem „Elektrosmog“ Herzrhythmusstörungen bekommen habe. Das Mädchen sei erst krank geworden, nachdem die Antenne vor fünf Jahren aufgestellt worden sei, erklärte der Anwalt der Familie, Richard Forget. Die Eltern stützen sich auf die Gutachten eines Herzspezialisten, der einen Zusammenhang zwischen der Mobilfunkantenne und den Beschwerden der Jugendlichen für möglich hält.

Eine Sprecherin von Bouygues Telecom sagte, das Unternehmen habe das elektromagnetische Feld in der Umgebung der strittigen Antenne von einem unabhängigen Gutachter messen lassen. Demnach seien die Werte „180-mal niedriger als die von wissenschaftlichen Einrichtungen festgesetzten Höchstwerte“.  © afp/aerzteblatt.de

Josef

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Telefon(strahlen) schädlich? Schnurlostelefon und Handy?
« Antwort #6 am: 01. Oktober 2008, 22:46 »

 Gefährliche Handystrahlen


Im Rahmen einer Untersuchung wurden mehr als 100 Studien zur Sicherheit der mobilen Telefone überprüft. Der Leiter dieser Untersuchung war der Neurochirurg Dr. Vini Khurana, der mittlerweile weltweit für Schlagzeilen sorgte. Er warnte vor den Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung und rief die Industrie öffentlich auf, die Strahlenbelastung durch mobile Telefone zu reduzieren.


Lesen Sie diesen interessanten Artikel:
www.zentrum-der-gesundheit.de/handystrahlung-ia.html

Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Dietmar E.

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Ärztekammer warnt vor Handy-Strahlung
« Antwort #7 am: 05. Oktober 2008, 12:56 »
17.9.08

Ärztekammer hält an Warnung vor Handy-Strahlung fest
Utl.: Erhöhtes Risiko für Hirntumore - Derzeit empfohlene Grenzwerte
bieten keinen ausreichenden Schutz

Wien (OTS) - Die Ärztekammer bleibt bei ihrer eindringlichen
Warnung hinsichtlich möglicher gesundheitlicher Schäden durch
Mobilfunkstrahlen. Die Technologie sei nach wie vor zu wenig und zu
kurz erforscht, um eine Entwarnung geben zu können, betont der
Referent für Umweltmedizin der Ärztekammer für Wien, Erik Huber.
Anderslautende Meldungen seien Beschwichtigungsversuche der Industrie
und daher im Sinne eines medizinischen Vorsorgegedankens "strikt
zurückzuweisen". ****

   Laut Huber gehen die von der Mobilfunkindustrie vorgebrachten
Argumente hinsichtlich einer zurückgezogenen Studie "völlig ins
Leere". Die Ärztekammer habe sich bei der Erstellung ihrer "10
medizinischen Handy-Regeln" stets auf die Reflex-Studie bezogen, die
eindeutig einen gentoxischen Effekt auf menschliche Zellkulturen von
Mobilfunkstrahlen in der Stärke, wie sie von jedem GSM-Handy erzeugt
werden, belegt hat.

   Die Reflex-Studie sei nach wie vor unbestritten, so Huber. Es gäbe
lediglich eine kritische Stimme zu einem Teilergebnis, wie dies in
einem wissenschaftlichen Diskurs durchaus üblich sei. Diese komme von
Alexander Lerchl von der Jacobs University Bremen, "einer
Universität, die von der Industrie finanziert wird". Lerchl sei ein
ausgezeichneter Biologe mit besonderer Expertise im Bereich Melatonin
und Biorhythmus und daher "vielleicht nicht wirklich" kompetent, eine
multinationale Studie wie die Reflex-Studie inhaltlich zu beurteilen,
betont Huber.

   Noch bedeutender als die Reflex-Studie sei ohnedies die
epidemiologische Evidenz, auf die die Ärztekammer schon in der
Vergangenheit immer wieder hingewiesen habe. Huber: "Erst kürzlich
hat eine Meta-Analyse der Langzeitdaten epidemiologischer Studien bei
Personen, die bereits mehr als zehn Jahre ein Mobiltelefon benutzen,
ein bis zu 200 Prozent erhöhtes Risiko für die Erkrankung an einem
Hirntumor ergeben." Dies zeige, dass in Zukunft mehr Menschen mit der
Entstehung von Krebs in von Handy exponierten Körperregionen rechnen
müssten.

   Zwtl.: EMF mit Asbest und Benzol verglichen

   Huber weist auch darauf hin, dass es die Mobilfunkindustrie von
Anfang an verabsäumt habe, sich bereits im Vorfeld mit dem Problem
elektromagnetischer Felder (EMF) auseinanderzusetzen. "Diese
Technologie wurde vor ihrer großflächigen Verbreitung nie vertieft
auf gesundheitliche Auswirkungen überprüft", so Huber. Die derzeit
empfohlenen Grenzwerte würden absolut keinen ausreichenden Schutz
bieten. Daher solle man sich von Beschwichtigungsversuchen wie: "Die
Grenzwerte sind vollkommen ausreichend" nicht in die Irre führen
lassen, betont Huber, der auch darauf hinweist, dass ein Medikament
mit einer ähnlich unsicheren Datenlage wie derzeit bei der
Mobilfunkstrahlung "nie im Leben zugelassen werden würde".

   Der engagierte Umweltmediziner führt weiters aus, dass bereits im
August 2007 mit der Veröffentlichung des "Bioinitiative Report" das
EMF-Problem einer weltweiten Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde.
Der Bericht veranlasste sogar die EU-Umweltagentur, EMF mit anderen
Umweltschadstoffen wie Asbest oder Benzol zu vergleichen und unter
Hinweis auf den Bericht die wissenschaftliche Basis der heutigen
EMF-Grenzwerte in Frage zu stellen. Huber: "Wir sehen es daher als
unsere Pflicht an, im Sinne des Vorsorgegedankens Patienten gegen die
Interessen der Wirtschaft zu schützen."

   Huber bekräftigt nochmals die wichtigsten von der Ärztekammer
empfohlenen Vorsorgemaßnahmen:
- Prinzipiell so wenig und so kurz wie möglich telefonieren.
- Das Handy während des Gesprächsaufbaus von Kopf und Körper
fernhalten (gilt auch beim Versenden von SMS).
- Beim Kauf eines Handys auf einen möglichst geringen SAR-Wert
achten.
- Zu Hause über das Festnetz telefonieren und das Handy ausschalten.
(hpp)

   (S E R V I C E - Die Plakate "Strahlende Informationen: 10
medizinische Handy-Regeln" können in der Pressestelle der Ärztekammer
für Wien kostenlos unter Tel. 01/51501 - 1223 DW, E-Mail:
pressestelle@aekwien.at, bestellt werden. Plakat-Download auf der
Homepage der Ärztekammer für Wien:
http://www.aekwien.at/media/Plakat_Handy.pdf.)

Rückfragehinweis:

~
   Ärztekammer für Wien - Pressestelle
   Dr. Hans-Peter Petutschnig
   Tel.: (++43-1) 51501/1223 od. 0664/1014222
   Fax: (++43-1) 51501/1289
   mailto:hpp@aekwien.at
   http://www.aekwien.at
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Werner

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Re: Telefon(strahlen) schädlich? Schnurlostelefon und Handy?
« Antwort #8 am: 05. Oktober 2008, 22:34 »
Symposium Mobilfunk und Gesundheit:

Der Einfluss Elektromagnetischer Felder auf den menschlichen Körper

15. November 2008, Wien.  Wiss. Leitung: Dr. Gerhard Hubmann

Die in letzter Zeit immer häufigeren - zum Teil kontroversiellen - Meldungen über gesundheitliche Auswirkungen elektromagnetischer Felder (EMF) speziell den Bereich Mobilfunk betreffend, sind für KollegInnen, die sich bisher noch nicht oder sehr wenig mit dem Thema befasst haben, kaum überschaubar. Viele Menschen sind mittlerweile einem komplexen Gemisch elektrischer und magnetischer Felder und elektromagnetischer Strahlung unterschiedlicher Frequenzen, Signalmuster, Intensitäten und Einwirkzeiten ausgesetzt. Umgangssprachlich wird dies unter dem Begriff Elektrosmog zusammengefasst. Das Symposium ist eine Kooperation mit dem Referat für Umweltmedizin der ÖÄK und ist mit 6 freien Fortbildungspunkten der ÖÄK approbiert.

Weitere Infos... office@gamed.or.at

Dietmar E.

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Re: Telefon(strahlen) schädlich? Schnurlostelefon und Handy?
« Antwort #9 am: 15. Oktober 2008, 13:42 »

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=081015015 [ Pressemappe ]

   FMK: Leitfaden für Mobilfunk-Diskussion erschienen

   Britische Expertengruppe veröffentlicht Mobilfunk-Ratgeber

   Wien (pts/15.10.2008/10:01) - Als "hilfreichen Beitrag, um die
   Mobilfunk-Diskussion zu versachlichen", bezeichnet FMK-Geschäftsführer
   Maximilian Maier den aktuell veröffentlichten Ratgeber zu hochfrequenten
   Strahlungen der britischen Expertengruppe "Sense about Science"
   (Bedeutung von Wissenschaft). Der Leitfaden, "Making Sense of Radiation"
   (Strahlung verstehen), der von Wissenschaftern, Technikern und Medizinern
   zusammengestellt wurde, bietet Informationen über kontrovers diskutierte
   Themen, klärt weit verbreitete Mobilfunk-Mythen auf und ermöglicht es den
   Lesern, Aussagen über Strahlung besser hinterfragen zu können.

   Die Experten stellten fest, dass die öffentliche Diskussion verwirrend
   verläuft, weil die Bevölkerung mit der Abwägung, welche Aussagen sie
   ernst nehmen sollen, allein gelassen werden. Viele Menschen haben Angst
   vor nicht-ionisierenden Strahlen von Mobiltelefonen, Handymasten und
   WiFi. Die Wissenschafter befürchten auch, dass die Leute nun angeregt
   werden ihr Geld für alle möglichen unnotwendigen Produkte auszugeben, von
   denen behauptet wird, dass sie vor elektromagnetischen Feldern schützen
   können.

   Die zusammengefassten Aussagen des Leitfadens:
   - Spekulative Behauptungen über Hochfrequenzstrahlung (Mobilfunkfelder)
   und Gesundheitsrisiken bleiben oft unwidersprochen und stiften große
   Verwirrung, was die Entwicklung einer konstruktiven öffentlichen
   Diskussion und angemessener politischer Maßnahmen verhindert.
   - Um dem entgegenzuwirken, entschlossen sich die Wissenschafter, einige
   Einblicke zu geben - so etwa die Tatsache, dass es verschiedene Arten von
   Strahlung gibt, dass "Krebs-Cluster" ungewöhnlich sind und dass man bei
   näherer Betrachtung, was Strahlung ist, erkennt, dass die Metapher vom
   "Elektrosmog" irreführend ist.
   - Aktuelle Forschung zeigt keine schädlichen Effekte durch
   elektromagnetische Felder von Mobiltelefonen, Handymasten und WiFi.
   - Die Wissenschafter überprüften verschiedene Produkte, die uns angeblich
   vor elektromagnetischen Feldern schützen sollen, und kamen zu dem
   Schluss, dass mit diesen Produkten aus den Ängsten der Menschen Profit
   geschlagen wird, dass diese Produkte überflüssig sind und ganz allgemein
   nicht halten, was sie versprechen.

   Professor Jim Al-Khalili OBE, Professor für Physik, Universität Surrey:
   "In einer aufgeklärten und gut informierten Gesellschaft ist es absolut
   unerlässlich, bestimmte wissenschaftliche Fragen öffentlich zu
   diskutieren, damit Fehlmeinungen, Halbwahrheiten und sogar auf
   Pseudowissenschaften basierende Ansichten geklärt werden können. Man kann
   nicht erwarten, dass die Allgemeinheit imstande ist, fundierte
   Entscheidungen über eine breite Palette von Sachthemen zu treffen, die
   das tägliche Leben der Menschen berühren, wenn die Basisfakten zu diesen
   Sachthemen nicht zugänglich sind."

   Professor Averil Macdonald, Professor für Wissenschaftskommunikation,
   Universität Reading: "Es ist nur fair, den Menschen alle Fakten in die
   Hand zu geben, denn andernfalls laufen sie Gefahr, auf skrupellose
   Geschäftemacher hereinzufallen, die mit nutzlosen oder wirkungslosen
   Produkten hausieren gehen, oder sie werden völlig unnötigerweise von
   irreführenden Artikeln in Zeitungen zu Tode erschreckt."

   Professor Elaine Fox, Bereichsleiterin für Psychologie, Universität
   Essex: "Dadurch, dass die wissenschaftlichen Fakten nicht ausreichend
   Beachtung finden, wird jede Menge unnötige Panik und Angst erzeugt. Dies
   ist natürlich nichts Ungewöhnliches, denn das Schüren der Angst vor
   Unbekanntem (beispielsweise davor, dass die Auswirkungen erst in 20
   Jahren bekannt sein werden) ist eine weit verbreitete Strategie, um die
   Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Thema zu erhöhen.

Was das Thema
   Mobiltelefone betrifft, so bedeutet das, dass einige Menschen dazu
   verleitet werden können, unnötigerweise eine Menge Geld auszugeben. Ich
   glaube, dass - so wie bei vielen dieser Themen - hier Ängste sehr leicht
   zu schüren sind, und in der Folge trägt das weit verbreitete Misstrauen
   gegen Behörden und Politik dazu bei, diese Ängste am Leben zu erhalten."

   Professor Anthony Barker, beratender klinischer Wissenschaftler, Royal
   Hallamshire Hospital: "Wenn potenzielle Probleme wie mögliche
   Gesundheitsrisiken durch Überland-Stromleitungen oder Mobiltelefone
   betont werden, dann ist es die Pflicht der Wissenschaft, diese genau zu
   durchleuchten. Wenn jedoch nach eingehenden wissenschaftlichen
   Untersuchungen keine plausiblen Mechanismen gefunden werden oder keine
   stabilen und replizierbaren Ergebnisse vorliegen, kommt der Zeitpunkt, ab
   dem Wissenschaft und Gesellschaft sich neuen Themen widmen sollten. Dann
   ist es sinnvoller, die begrenzten Ressourcen auf Bereiche zu
   konzentrieren, in denen die Wahrscheinlichkeit, einen signifikanten
   Nutzen zu erzielen, höher ist."

   Dr. Stephen Keevil, beratender Physiker bei MRI, Guy's and St Thomas' NHS
   Foundation Trust: "Irreführende Informationen bewirken unnötige Ängste
   bei Menschen, die beispielsweise tatsächlich glauben, dass ihre (realen)
   Symptome auf die Einwirkung von elektromagnetischen Strahlen
   zurückzuführen sind und dies von den Behörden ignoriert wird. Die
   Verbreitung irreführender Informationen ist eine von skrupellosen
   Scharlatanen angewendete zynische Taktik, diesen Menschen das Geld aus
   der Tasche zu ziehen. All das trägt dazu bei, dass die Öffentlichkeit
   Wissenschaft und Wissenschaftlern misstraut."

   Professor Sir Colin Berry, emeritierter Professor für Pathologie, Queen
   Mary College London: "In jedem Bereich zu dem wir eine konstruktive
   Debatte über Gefahren und Risiken führen wollen, ist der erste Schritt
   zuverlässige Informationen zu haben. Die meisten Menschen haben kein
   klares Verständnis davon, was Strahlung eigentlich ist, und verfügen
   nicht über das Wissen, das es ihnen ermöglicht Hitze von Feuer, Licht
   oder einem Zahnröntgen - Arten von Strahlung, mit denen wir alle schon
   unsere Erfahrungen gemacht haben - in denselben Kontext einzuordnen.
   Viele von uns sind sich der "natürlichen" Strahlung nicht bewusst und
   wissen nicht, wie unser Körper damit umgeht.
Dieses Dokument soll allen
   an diesen Themen Interessierten Hintergrundinformationen an die Hand
   geben, die dazu beitragen werden, dass alle, die nicht direkt in die
   Thematik involviert sind, ein besseres Verständnis für die wichtigen
   Fragen entwickeln."

   Professor Anthony Davies, Emeritierter Professor, King's College London:
   "Fortschritt in Wissenschaft und Technik benötigt ein solides Fundament
   aus evidenzbasierter praktischer Forschungsarbeit, reproduzierbaren
   Ergebnissen und Vertrauen in deren korrekte Wiedergabe sowie eine
   konsistente Theorie, auf die sich die Arbeit stützt.
Es gibt
   Interessengruppen, die ihre Botschaften nur verbreiten können, indem sie
   in großem Stil die Wahrheit zu verschleiern versuchen (entweder
   absichtlich oder durch Unwissenheit), was wiederum ein Beweis dafür ist,
   wie wichtig eine kritisch hinterfragende Öffentlichkeit ist."

   Dr. Eric de Silva, Imperial College London: "Wir sind heute von mehr
   Geräten und technischem Annehmlichkeiten umgeben als jemals zuvor. Die
   meisten Menschen wissen sehr wenig darüber, wie diese Dinge
   funktionieren, und es ist genau dieser Mangel an Wissen, den sich
   Panikmacher, Verkäufer dubioser Produkte und schlagzeilengeile Medien
   zunutze machen.
Dieses Dokument stellt ein dringend benötigtes Korrektiv
   dar, das derartiger Verwirrung entgegenwirkt und den Übertreibungen
   verständlich erklärte, evidenzbasierte wissenschaftliche Fakten
   entgegenstellt. Jeder, der es liest, kann die Fakten vernünftig bewerten
   und wird dazu befähigt, den Wert der zahlreichen Behauptungen zu
   beurteilen, mit denen wir tagtäglich konfrontiert sind."

   Service:
   Der Leitfaden "Making Sense of Radiation" wurde von "Sense About Science"
   mit freundlicher Unterstützung des British Institute of Radiologists, des
   Institute of Physics and Engineering in Medicine und der Institution of
   Mechanical Engineers herausgegeben. Der FMK-Pressetext basiert im
   Wesentlichen auf einer vom FMK ins Deutsche übersetzten Presse-Aussendung
   der Expertengruppe "Sense about Science".

   Links:
   Der Pressetext im Original:
   http://www.senseaboutscience.org.uk/index.php/site/project/256/

   Der Leitfaden "Making Sense of Radiation) im Original
   http://www.senseaboutscience.org.uk/pdf/makingsenseofradiation.pdf

   Forum Mobilkommunikation
   Die freiwillige Brancheninitiative FMK ist Ihr Ansprechpartner bei allen
   Fragen zu Mobilkommunikation und der Mobilfunk-Infrastruktur. Das FMK
   vermittelt zwischen Betreibern und Gemeinden, um gemeinsame Lösungen zu
   finden. Wir liefern Ihnen Zahlen, Daten und Fakten, damit Sie sich Ihre
   persönliche Meinung über Mobilfunk bilden können. Alcatel-Lucent,
   Ericsson, FEEI, Hutchison 3G Austria, Kapsch Carrier Com, mobilkom
   austria, Motorola, Nokia, Nokia Siemens Networks, Orange, Samsung,
   Siemens, Sony Ericsson und T-Mobile unterstützen das FMK. (Ende)

     Aussender: Forum Mobilkommunikation (FMK)
   Ansprechpartner: Michael Buchner
   email: buchner@fmk.at
   Tel. 01/5883915
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Dietmar E.

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HANDYSTRAHLUNG (durch C-Netz-Anlage) und KREBS
« Antwort #10 am: 03. November 2008, 20:16 »

Siehe hier den 1. Beitrag vom 4.6.08, denn ........



Orange: Dr. Oberfeld zieht Krebsstudie zurück
Utl.: Schadensbegrenzung für Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort


Wien (OTS) - "In Hausmannstätten hat es nie eine C-Netz-Anlage
gegeben, und diese kann somit auch nicht Krebs ausgelöst haben.
Jedes
andere Ergebnis wäre ein unerklärliches Phänomen gewesen", sagt
Orange CEO Michael Krammer zum heute geschlossenen gerichtlichen
Vergleich im Klagsverfahren gegen den Salzburger Umweltmediziner und
Referenten der österreichischen Ärztekammer, Dr. Gerd Oberfeld.
Die Hausmannstättner Krebsfälle stammen nicht vom Mobilfunk, dennoch
ist die Ursache weiter ungeklärt

   "Dabei dürfen wir aber auf die Bewohner von Hausmannstätten nicht
vergessen. Denn auch wenn der Mobilfunk als Ursache für die
Krebsfälle ausgeschlossen werden kann, bleibt für sie die offene
Frage nach der tatsächlichen Ursache
bestehen", daher fordert Krammer
im Sinne der - nicht zuletzt durch die dubiosen Forschungsergebnisse
- verunsicherten Bevölkerung die Verantwortlichen auf, "alles zu
unternehmen, um den Gemeindebürgern von Hausmannstätten zu helfen und
die Situation aufzuklären."
   Orange,   Petra Jakob,    Tel: 01/27728-0,    mailto:presse@orange.co.at

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T-Mobile Austria / 03.11.2008 / 13:05 / OTS0157 5 WI 0247 NTM0001 CI   
C-Netz Studie von Dr. Gerd Oberfeld wird zurückgezogen =

 - Oberfeld bekennt: keine Anlage, Studie ungültig
 - Studie entspricht nicht dem Standard wissenschaftlichen Arbeitens

   Die so genannte "C-Netz Studie" des Salzburger Umweltmediziners
Dr. Gerd Oberfeld wurde mit dem heutigen Tag zurückgezogen - eine
Bestätigung dafür, dass die Studie nicht den Standards
wissenschaftlichen Arbeitens entsprochen hat.  "Auch wenn die Studie
nun zurückgezogen wurde, bleibt ein schaler Beigeschmack. Wenn Dr.
Gerd Oberfeld als amtlicher Vertreter des österreichischen
Gesundheitswesens Krebsfälle durch Mobilfunk ortet, obwohl gar keine
Anlage vorhanden war, dann setzt er den Ruf der Wissenschaft aufs
Spiel", will DI Christian Laqué, Bereichsleiter Networks T-Mobile
Austria den Schulterschluss der gesamten Branche in diesem Prozess
verstanden wissen.
Die Causa bietet nun für alle Verantwortlichen die Möglichkeit,
die richtigen Konsequenzen zu ziehen: hohe wissenschaftliche
Standards in Österreich zu etablieren, um Gesellschaft und Politik
fundierte Entscheidungen zu ermöglichen und den Bürgerinnen und
Bürgern wieder Sicherheit und Vertrauen zu geben.
   Susanne Herrnberger-Naglis, MA
   Senior Consultant Corporate Communications
   T-Mobile Austria GmbH
   Tel: +43 1 79 585 6823
   mailto:susanne.herrnberger-naglis@t-mobile.at


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Hutchison 3G Austria / 03.11.2008 / 14:30 / OTS0201 5 WI 0298 HUT0001 CI   
3: Oberfeld-Studie zurückgezogen
Utl.: Forderung nach Schulterschluss: "Leitfaden für gute
wissenschaftliche Praxis" notwendig


Wien (OTS) - Als "Eingeständnis einer unglaublichen Fehlleistung
der Forschung" sieht 3CEO Berthold Thoma den heutigen Vergleich im
Klageverfahren vor dem Landesgericht Salzburg zum Widerruf der
Krebsstudie durch Dr. Oberfeld. "Reale Krebsfälle in Hausmannstätten
auf eine nicht-existente Mobilfunkanlage zurückzuführen, betrachte
ich als einen Tiefpunkt der Wissenschaft. Diese Verurteilung im
Voraus, die unsachliche Vorgangsweise auf Basis einer
selbstgeschaffenen Faktenlage und unseriöse, wiederholte Panikmache
der Bürger vor Ort konnte seitens der Branche nicht unerwidert
bleiben", beschreibt er die Notwendigkeit des Klageverfahrens.
   Maritheres Paul,    Unternehmenssprecherin,    Hutchison 3G Austria GmbH
   Tel.: +43 (0) 50 660 33700,    3Mobile: +43 (0) 660 3773773
   Fax: +43 (0) 50 660 10200,    E-Mail: maritheres.paul@drei.com
   Web: www.drei.at/Presse

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Forum Mobilkommunikation
/ 03.11.2008 / 12:49 / OTS0150 5 CI 0732 FMK0001 WI   
FMK: Dr. Oberfeld zieht Krebsstudie zurück
Utl.: Bestätigung: Keine C-Netz-Anlage in Hausmannstätten

Wien (OTS) - "Die gerichtliche Einigung und das Einsehen von Dr.
Oberfeld, dass es keine C-Netz-Anlage in Hausmannstätten gegeben hat,
ist wichtig", erklärt FMK-Geschäftsführer Maximilian Maier anlässlich
der heutigen Einigung. Der auf Wunsch von Dr. Oberfeld heute
geschlossene gerichtliche Vergleich zur Klage vor dem Landesgericht
Salzburg zur Krebsstudie zeigt, dass es seitens mobilkom austria nur
um die Klärung der Frage und den wissenschaftlichen Anspruch ging.
"Mit dem Eingeständnis ist im Sinne der Sache alles geklärt und es
wird einer Mythenbildung vorgebaut. Diese Krebsstudie ist falsch und
darüber müssen alle Betroffenen raschest informiert werden, um
weitere Aufregungen und Schäden zu vermeiden."
............ Hier wurde eine
Grenze überschritten, denn der Ausgangspunkt der Studie waren
konkrete Schicksale von Bewohnern Hausmannstättens. Diesen Menschen
wurde mittels einer Studie glaubhaft gemacht, dass die Ursache für
ihre Krebsfälle und ihr Leid ausgeforscht wurde," erinnert Maier an
die Beweggründe für die eingereichte Klage. "Das ist gefährlich und
widerspricht der objektiv gebotenen Sorgfaltspflicht, die Dr.
Oberfeld auch als Arzt und Vertreter des österreichischen
Gesundheitswesens hat", kritisiert Maier.
Die freiwillige Brancheninitiative FMK ist Ihr Ansprechpartner bei
allen Fragen zu Mobilkommunikation und der Mobilfunk-Infrastruktur.
Das FMK vermittelt zwischen Betreibern und Gemeinden, um gemeinsame
Lösungen zu finden. Wir liefern Ihnen Zahlen, Daten und Fakten, damit
Sie sich Ihre persönliche Meinung über Mobilfunk bilden können.

Alcatel-Lucent, Ericsson, FEEI, Hutchison 3G Austria, Kapsch Carrier
Com, mobilkom austria, Motorola, Nokia, Nokia Siemens Networks,
Orange, Samsung, Siemens, Sony Ericsson und T-Mobile unterstützen das
FMK.

Zur Chronologie "Krebsstudie Dr. Oberfeld": http://www.fmk.at/content.php?id=366&m_id=366
Michael Buchner, Pressesprecher,    FMK - Forum Mobilkommunikation
   Mariahilfer Straße 37-39, A- 1060 Wien,    Mobil: + 43 664 619 25 12
   Tel:+ 43 1 588 39 - 15,    Fax: + 43 1 586 69 71,    E-Mail: buchner@fmk.at,    Internet: www.fmk.at

-------------------------------------------------------------------------------------------------

Anmerkung:

Ich werde die Bitte weiter tragen, einen namhaften, vorweihnachtlichen Förderbetrag zur Verfügung zu stellen.
Ein (ggf. Gremium) befähigter "Krebsforscher" - mit welcher Titulierung immer - soll beauftragt werden, schnellstens
"Licht ins Dunkel der Krebsfälle in Hausmannstätten" zu bringen.
Auf die Abrechnung dieser Gelder werde ich persönlich achten und über die "Spendenfreudigkeit" und dem Ergebnis
der Untersuchungen wird hier
http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,1072.msg5396.html#msg5396
sowie mittels Presseaussendung vom Verein KfK berichtet.

Dietmar Erlacher, Administrator und
Bundesobmann vom Verein Krebspatienten für Krebspatienten,
Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen

« Letzte Änderung: 03. November 2008, 21:41 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Jutta

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Re: Telefon(strahlen) schädlich? Schnurlostelefon und Handy?
« Antwort #11 am: 04. November 2008, 00:15 »
Elektrosmog

10.12.2007

Von Dr. Sherrill Sellman

Elektromagnetische Strahlung von Handys, Sendemasten, elektrischen Geräten und der neuen drahtlosen Technologie beeinträchtigt unsere Gesundheit, indem hormonelle und andere körperliche Vorgänge gestört werden, und zwar manchmal so stark, dass eine Krebserkrankung ausgelöst werden kann.
Elektrosmog und Hormonstörungen

Die Tatsache, dass wir Elektrosmog unweigerlich ausgeliefert sind, beeinträchtigt unsere Gesundheit in vielfältiger Weise. In dem folgenden Artikel geht es um eine weitere wichtige, jedoch selten beachtete Folge :
Hormonelle Auswirkungen

Elektrosmog und seine Auswirkungen auf die hormonellen Abläufe bei Frauen und Männern. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass Elektrosmog die Hormone extrem stark in ihrer Funktion beeinträchtigt.

..................... http://www.zentrum-der-gesundheit.de/elektrosmog-ia.html


Geri

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Re: Telefon(strahlen) schädlich? Hausmannstätten
« Antwort #12 am: 04. November 2008, 15:26 »

Referat Gesundheit, Hygiene und Umweltmedizin des Landes Salzburg / 03.11.2008    

Gerichtliches Verfahren beendet

Utl.: Dr. Oberfeld forscht weiter


Wien (OTS) - Am 03.11.2008 wurde im Rechtsstreit zwischen Dr. Gerd
Oberfeld und Mobilkom Austria AG ein aus sachlichen Gesprächen
resultierender Vergleich abgeschlossen, mit welchem Dr. Gerd Oberfeld
zur Kenntnis nimmt, dass auf dem Wählamt Hausmannstätten keine
C-Netz-Mobilfunkanlage errichtet war. Österreichische
Mobilfunkbetreiber sowie FMK nehmen diesen Vergleich zum Anlass, zu
behaupten, dass Dr. Gerd Oberfeld durch diesen Vergleich eingestanden
habe, dass die Krebsstudie falsch sei, einer Mythenbildung vorgebaut
werde, die Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens nicht eingehalten
worden seien und damit die Studie zurückgezogen worden sei.

   Liest man den Vergleichstext vom 03.11.2008, so stellt man fest,
dass all dies nicht dem getroffenen Vergleichsabschluss entspricht.

   Richtig ist, dass Dr. Oberfeld zur Kenntnis nimmt, dass am Wählamt
Hausmannstätten keine C-Netz-Mobilfunkanlage errichtet war. Dr.
Oberfeld ist im Rahmen seiner durchgeführten Recherchen durch einen
Zeitzeugen informiert worden, dass im Wählamt Hausmannstätten eine
C-Netz-Mobilfunkanlage errichtet war. Diese und weitere Aussagen von
Zeitzeugen haben Dr. Oberfeld zu der Studie veranlasst und wurden die
wissenschaftlichen Schlüsse gezogen. Im Rahmen des gerichtlichen
Verfahrens konnten die Beweise nicht erhärtet werden, unrichtig ist,
dass Dr. Oberfeld den gerichtlichen Vergleich deshalb abgeschlossen
hat, da von Mobilkom Austria AG gegenteilige Beweise vorgelegt werden
konnten. Mit dem heutigen Vergleich wird auch keinesfalls der
wissenschaftliche Schluss in Frage gestellt, dass Mobilfunkstrahlung
Krankheitsverursacher sein kann, wie dies in mehrfachen Studien
festgestellt wurde.

   Dr. Gerd Oberfeld hat immer den Anspruch vertreten, dass das Thema
"Mobilfunkstrahlung - mögliche Krankheitsursachen" auf absolut
sachlicher Ebene zu führen ist, Dr. Oberfeld begrüßt jedwede
Bereitschaft der Mobilfunkbetreiber, daran mitzuwirken.

   Als nächsten Schritt beabsichtigt Dr. Gerd Oberfeld eine Prüfung
dahingehend, ob auch an anderen Orten von Wählämtern in Österreich
Krankheitsfälle aufgetreten sind und bejahendenfalls wird Dr. Gerd
Oberfeld seine wissenschaftlichen Untersuchungen sodann auf diese
Örtlichkeiten ausdehnen. Die Ergebnisse bleiben abzuwarten.

   Dr. Phillip Lettowsky
   Tel.: 0662/84 84 48
   mailto:lawoffice@lettowsky.at

hilde

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Telefon(strahlen) schädlich? Fortsetzung!
« Antwort #13 am: 06. November 2008, 15:24 »

Hallo Dietmar,
die Arbeit brauchst du dir wahrscheinlich nicht antun, abgesehen davon, dass du mit einer freiwilligen Finanzierung
bei den Betreibern usw. sicher auf taube Ohren stößt.
DER gibt nämlich nicht auf:



Land Salzburg - Gesundheit, Hygiene und Umweltmedizin / 04.11.2008
   
Wissenschaftliche Untersuchungen gehen weiter

Utl.: Dr. Oberfeld lässt sich nicht einschüchtern

Salzburg (OTS) - "Das Forum Mobilkommunikation versteht sich nach
eigener Aussage um eine freiwillige Brancheninitiative und als
Ansprechpartner bei allen Fragen zu Mobilkommunikation. Laut eigener
Aussage vermittelt das FMK zwischen Betreibern und Gemeinden, um
gemeinsame Lösungen zu finden." Unterstützt wird das FMK neben einer
Reihe von Mobilfunkbetreibern so auch von Mobilkom Austria AG, jenem
Unternehmen, das Dr. Gerd Oberfeld geklagt hat und nunmehr mit diesem
einen Vergleich abgeschlossen hat.

   Was ist jedoch ein Forum Mobilkommunikation Wert, das sich
offensichtlich zum Ziel gesetzt hat, nunmehr Dr. Gerd Oberfeld zu
desavouieren und zu verunglimpfen? Wird ein solches Forum
Mobilkommunikation damit dem eigenen Anspruch (siehe einleitende
Ausführungen) überhaupt noch gerecht?

   Dr. Gerd Oberfeld steht zu dem abgeschlossenen Vergleichsinhalt.
Als seriöser Wissenschaftler hat Dr. Gerd Oberfeld den Angaben eines
ehemaligen Mitarbeiters der Post- und Telegraphenverwaltung Glauben
geschenkt und werden diese Angaben leider nicht bestätigt. Als der
Wissenschaft verpflichteter Mediziner hat Dr. Gerd Oberfeld

daher die Konsequenzen gezogen. Es bedeutet jedoch keineswegs, dass
damit die Problematik Mobilfunkstrahlung einerseits und
gesundheitliche Belastung andererseits  in Frage gestellt würde oder
gar nicht vorhanden sei. Eine Reihe von internationalen

Untersuchungen und Gutachten belegen glaubwürdig das Gegenteil.

   Eine Studie ist dann falsch, wenn falsche Schlüsse aus den
zugrunde liegenden Fakten gezogen werden. Unter der Annahme der
Existenz einer C-Netz-Mobilfunkanlage hat Dr. Gerd Oberfeld die
richtigen Schlüsse gezogen. Aufgrund der nunmehrigen Erkenntnis, dass
eine C-Netz-Anlage nicht vorhanden war, wird Dr. Gerd Oberfeld

seine Schlüsse überprüfen und berichtigen.

   Das Verhalten des Forum Mobilkommunikation steht jedenfalls in
krassen Gegensatz zu den Beteuerungen, eine sachliche, von hohen
wissenschaftlichen Qualitäts-Maßstäben und Rahmenbedingungen
getragene Auseinandersetzung führen zu wollen und ist dieses
Verhalten nicht geeignet, Vertrauen in die Mobilfunktechnologie zu

fördern.

Rückfragehinweis:
   Dr. Phillip Lettowsky
   Tel.  0662/84 84 48
   lawoffice@lettowsky.at

Werner

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Telefon(strahlen) schädlich? Schnurlostelefon und Handy?
« Antwort #14 am: 24. April 2009, 15:43 »
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=090423035

Ärzte kritisieren Freibrief für Mobilfunk
Langzeitfolgen mit derzeitiger Datenlage noch nicht abschätzbar


 
Heiße Diskussion um gesundheitliche Folgen durch Mobilfunkstrahlung (Foto: pixelio.de/Meister)
 
Wien (pte/23.04.2009/16:45) - Starke Kritik übt die Österreichische Ärztekammer http://www.aerztekammer.at an der Aussage des Wissenschaftlichen Beirat Funk (WBF), Mobilfunkstrahlen seien unter Einhaltung der Grenzwerte gesundheitlich unbedenklich (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090423025/ ). Die mittel- und langfristigen Folgen des Mobilfunks seien mit der derzeitigen Datenlage noch nicht abschätzbar, warnt die Ärztekammer. "Es existiert noch keine Studie, die die Gefährlichkeit des Mobilfunks eindeutig beweisen kann. Doch für eine verharmlosende Prognose ist es ebenfalls eindeutig zu früh", so Jörg Hoffmann, Arzt und Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei der Ärztekammer, im pressetext-Interview.

Die derzeitige Mobilfunk-Diskussion hält Hoffmann für vergleichbar mit derjenigen um die Zigarettenindustrie in den 60er-Jahren. "Auch damals warnten namhafte Wissenschaftler vor der Kriminalisierung der Zigarette. Bis deren Schädlichkeit bewiesen werden konnte, vergingen Jahrzehnte. Heute würde jedoch niemand mehr ernsthaft wagen, das Rauchen vom Standpunkt der Gesundheit aus zu verteidigen", so Hoffmann. Die soeben vom WBF präsentierten Daten, die keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse liefern würden, seien zu hinterfragen. "Mehrere führende Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats Funk sind auch in der wissenschaftlichen Beratung des Forum Mobilfunk tätig, der in Österreich den Zusammenschluss der Mobilfunkanbieter darstellt. Das könnte einige der Aussagen relativieren", so der Ärztekammer-Sprecher.

Hoffmann hält es für "bedauerlich, dass die Warnungen von Medizinern und von der Ärztekammer nach wie vor zu wenig ernst genommen wird". In anderen Ländern würden mögliche Gefahren von Mobilfunkstrahlen offen diskutiert. "In Frankreich gibt es etwa für Telefonate von Kindern Regeln zur Vorsichtsmaßnahmen, die auch von offizieller Stelle kommen." Im kleinen Land Österreich, wo man weiterhin dem Unbedenklichkeits-Kurs der Mobilfunkindustrie folge, werde das Thema erst durch Bürgerinitiativen und Konsumentengruppen aktiv angegangen, so der Ärztesprecher.

Den Vorwurf des WBF, die Ärztekammer verweigere sich des Dialogs, sieht Hoffmann nicht als gerechtfertigt. "Wir betreiben sicher keine aktive Verweigerung des Gesprächs. Im Gegenteil hat sich die Ärztekammer dafür stark gemacht, dass der Oberste Sanitätsrat eine klare Stellungnahme zum Gebrauch von Mobiltelefonen gibt." Bei einer Ärztekammer-Veranstaltung im Vorjahr zu Vor- und Nachteilen des Mobilfunks sei man um differenzierte Aussagen bemüht gewesen und habe auch Befürworter an prominenter Stelle zu Wort kommen lassen. "Vor allem ist die Warnung vor dem Mobilfunk eine Gewissensfrage, bei der man den Ärzten sicher kein wirtschaftliches Interesse unterstellen kann wie dies etwa in der Impfthematik der Fall ist", betont Hoffmann.

"Mobiltelefone sollen nicht verteufelt werden, doch ein vorsichtiger Umgang ist angebracht", so Hoffmann. Das betreffe besonders kleine Kinder, da deren dünne Schädeldecke wenig Schutz vor Einwirkungen gebe. Die Telefonieregeln der Ärztekammer hätten somit weiterhin Gültigkeit. Diese empfehlen unter anderem möglichst kurze und seltene Telefonate, den Verzicht auf Spiele am Mobiltelefon und keine Aufbewahrung in der Hosentasche. Aufgrund höherer Strahlung sollte das Mobiltelefon beim Gesprächsaufbau oder beim SMS-Versand fern gehalten und in Fahrzeugen auf Telefonate verzichtet werden. Wireless LAN oder UMTS verursachen nach Ansicht der Ärzte eine hohe Dauerbelastung. (Ende)

 

Dietmar E.

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Re: Telefon(strahlen) schädlich? Schnurlostelefon und Handy?
« Antwort #15 am: 24. April 2009, 16:05 »
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=090423025 [ Foto ]

Mobilfunk: "Keine Gesundheitsgefahr feststellbar"
Analyse von 85 Studien zur Strahlenbelastung widerspricht Skeptikern
 
Wien (pte/23.04.2009/13:40) - "Werden Grenzwerte für Strahlungen eingehalten, ist nach heutigem Stand der Wissenschaft mit keiner gesundheitlichen Gefährdung durch den Mobilfunk zu rechnen." Zu diesem Schluss kommt heute der Wissenschaftliche Beirat Funk (WBF) http://www.wbf.or.at , ein Beratergremium des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) http://www.bmvit.gv.at . 22 Experten aus verschiedenen Disziplinen analysierten dazu 85 europäische Studien zum Thema Mobilfunk und Gesundheit, die im Vorjahr durchgeführt wurden. "Der wissenschaftliche Wert der herangezogenen Studien sowie das interdisziplinäre Gesamtbild waren Hauptkriterien für diese Aussage", betont der Strahlenphysiker und WBF-Vorsitzende Norbert Vana.

Ganz entgegen diesen Ergebnissen haben immer mehr Menschen Angst vor gesundheitlichen Schäden durch Strahlung, die Mobiltelefone oder Sendeanlagen produzieren. Die SAR-Strahlenwerte eines Telefons sind in Deutschland mittlerweile wichtigster Parameter für die Wahl des Geräts, obwohl laut WBF die Einhaltung der Strahlenwerte bei allen Modellen gegeben sei. In den Augen des Wiener Arbeitsmediziners Christian Wolf sei dies ein primär psychologisches Phänomen. "Laborversuche haben gezeigt, dass besorgte Personen auch dann sensibel reagierten, wenn sie nur scheinbar mit einer Strahlung befeldet wurden." Der Anteil dieser Menschen habe je nach Studie zwischen wenigen Prozent und der Hälfte der Untersuchten variiert. Auch Schlafstörungen in Sendemastnähe hätten ihren Ursprung in den Köpfen. "Vielfach stellt sich die Beeinträchtigung des Schlafs schon vor der Inbetriebnahme des Senders ein", so Wolf.

Wolfs Kollege Alfred Barth betont, dass auch Beeinträchtigungen der Konzentration oder anderer kognitiver Fähigkeiten durch elektromagnetische Felder auszuschließen seien. Während laut WBF auch auf Augen, Ohren und Haut bislang keine negativen Effekte durch Funkstrahlung feststellbar sind, hält Vana eine stärkere Belastung bei Trägern von Piercings für möglich. "Je größer die Metallteile sind, desto stärker können sie elektromagnetische Felder auf sich ziehen. Sie wirken dann wie eine Empfangsantenne." Eine Gesundheitsgefährdung bestehe jedoch auch für Piercing-Träger bei derzeitigen Sendeanlagen nicht.

Das Forschungsinteresse im Zusammenhang mit Mobilfunk habe sich im letzten Jahr verändert, so eines der Ergebnisse der Expertenrunde. "Untersuchungen zu zellbiologischen Fragestellungen nehmen zu und betreffen bereits jede fünfte Studie, selbes gilt auch für Überprüfungen zu technischen Fragen der Exposition und Messverfahren", berichtet Christian Wolf. Knapp jede dritte Untersuchung konzentriere sich auf Aspekte der Befindlichkeit wie Kopfschmerz, Schlaf und Konzentration, während der Zusammenhang mit Tumorbildung mit sieben Prozent aller Studien deutlich seltener geprüft wird als in Vorjahren.

"Untersuchungen zu Tumor- und Krebsentstehung haben das Problem, dass sie das Telefonverhalten nur rückwirkend über Befragungen erheben können. Im Nachhinein unterschätzen Menschen jedoch die Anzahl ihrer Telefongespräche, während sie deren Dauer überschätzen", erklärt Vana. Im Zeitraum von unter fünf Jahren sei kein Zusammenhang zwischen Funkstrahlung und Tumorbildung feststellbar, für längere Zeiträume sei bisher keine wissenschaftlich fundierte Aussage möglich, so der WBF-Vorsitzende.

Dass Plakate in den Arztpraxen vor dem Gebrauch von Mobiltelefonen besonders durch Kleinkinder warnen, wird von den WBF-Vertretern kritisch gesehen. "Diese Aussage hat keine wissenschaftliche Grundlage. Die Ärztekammer wurde mehrmals zur Teilnahme am Beirat eingeladen, doch sie entzieht sich bisher dem Dialog", so Vana auf pressetext-Anfrage. Andere Auswirkungen des Gebrauchs von Mobiltelefonen würden mit der behaupteten Schädigung durch Strahlenbelastung über einen Kamm geschoren, wozu unter anderem die Schädigung der Daumenmuskeln durch das SMS-Schreiben oder der Kauf eines Geräts als Ersatz elterlicher Zuwendung gehörten. "Es stimmt jedoch, dass kleine Menschen Strahlen anders aufnehmen als große. Bei Kindern wurden aber bisher zu wenig Studien durchgeführt, um fundierte Aussagen machen zu können", so der Strahlenexperte. (Ende)

"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)