Autor Thema: Möglicherweise gibt es bald einen Impfstoff gegen Darmkrebs  (Gelesen 2346 mal)

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Edi

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05.06.2008 
 
 
Rund 65 000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Darmkrebs. 15 Prozent von ihnen lassen sich auf einen Defekt der DNA zurückführen, welcher wiederum Veränderungen in den sogenannten „Mikrosatelliten“ hervorruft. Letzteres sind kurze DNA-Abschnitte, die zahlreich im Erbgut verteilt sind.


Die Forscher machen speziell diese Veränderungen dafür verantwortlich, dass Tumorzellen Fremdproteine bilden, wodurch schließlich ein Tumor auswächst.

Unser Immunsystem, so die Wissenschaftler, reagiert zwar auf diese verhängnisvollen Fremdproteine, aber die Reaktion erfolgt offenbar nicht schnell und nicht heftig genug. Dazu kommt noch, dass manche Tumorzellen sich quasi „verstecken“ können, da sie die Fremdeiweiße, welche sie gewöhnlicherweise kenntlich machen, nicht mehr auf ihrer Oberfläche tragen.

Die Wissenschaftler vermuten, dass man die Entwicklung eines Tumors, aufgrund der Mikrosatellitenveränderungen verhindern könnte, wenn man das Abwehrsystem schon frühzeitig auf die betreffenden Fremdproteine sensibilisierte. Sie planen daher, basierend auf dem Protein ein Impfstoff zu entwickeln, welcher das Immunsystem befähigen würde, die Gefahr frühzeitig zu erkennen und daher schneller und stärker zu reagieren.

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