Autor Thema: Gehirntumor! Auch ich war "betroffen"!  (Gelesen 8090 mal)

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Dietmar E.

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Gehirntumor! Auch ich war "betroffen"!
« am: 05. Juni 2008, 15:06 »

Krebs!

Viele Organe können teils oder ganz entfernt werden, trotzdem ist ein mehr oder weniger lebenswertes Leben noch möglich.
Bei Gehirntumoren ist mir dies unheimlich, jetzt, wie vor fast 30 Jahren bei einem Angehörigen, sowie vor 4 Jahren,
oder dieser Tage wieder!

Mittlerweile sind die mediz. Möglichkeiten gigantisch weiter entwickelt worden. Damals gab es
noch kein CT, kein MRT, und schon gar keinen gamma knife.

Auch sonst sind bei den operativen Möglichkeiten und auch den vielfältig notwendigen Therapien, die leider
oft lebenslang und begleitend mit zusätzlichen Erkrankungen und Eingriffen durchgeführt werden müssen,
laufend Verbesserungen umgesetzt worden.

Trotzdem ............... !
Die Vorstellung im "offenen Schädel, im Gesunden, im Zentrum von Allem, zu operieren!

Wahrscheinlich durch die jetzige Erkrankung von E. Kennedy, liest man dieser Tage wieder mehr davon.
Leider ist aber das Gehirn oft durch Metastasen von anderen Primärtumorerkrankungen betroffen!

Unsere Krebserkrankungen sind alle schlimm, sehr schlimm,
aber Gehirntumor ist für mich das Schrecklichste!

Dietmar Erlacher

PS: In Wien (und in einigen Bundesländern) gibt es eine SHG bei Schädelhintrauma und Schädelhirnverletzungen,
mit der äußerst aktiven Leiterin Sigrid Kundela. Auch eine broschürte Zeitung erscheint vierteljährlich. Siehe www.shg-sht.at

Mir ist aber keine einzige SHG (Selbsthilfegruppe) Hirntumor hier bekannt! Wer kennt eine?



Schweres Schicksal von E. Kennedy

Es begann typisch: Mit Symptomen eines epileptischen Anfalls wurde US-Senator Edward Kennedy, 76, Mitte Mai in ein Spital gebracht - die Ärzte diagnostizierten den bösartigsten Hirntumor, ein Glioblastom. Am Montag erfolgte die Operation. Sonntag starb in Paris Modeschöpfer Yves Saint Laurent an den Folgen eines Hirntumors.

Wie häufig sind Hirntumore in Österreich?

Rund 400 bis 500 Menschen sind jährlich von einem bösartigen primären Tumor betroffen, gutartige Tumoren sind etwas häufiger. Die bösartigsten Tumoren, die Glioblastome, entwickeln sich oft innerhalb weniger Wochen und Monate, bei den sehr gutartigen dauert die Entwicklung bis zu zehn Jahre und länger.

Welche sind die häufigsten Symptome?

"Bei 50 Prozent der Hirntumoren sind Kopfschmerzen, die plötzlich und erstmalig auftreten, das wichtigste Symptom, bei 25 Prozent epileptische Anfälle (äußern sich in Krämpfen und Lähmungen, oft ähnlich einem Schlaganfall, Anm.)", sagt Univ.-Prof. Bernd Richling, Vorstand der Uni-Klinik für Neurochirurgie in Salzburg. Auch Sprach-, Seh- Hör- und Persönlichkeitsstörungen können Warnzeichen sein.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei sehr bösartigen Tumoren?

"Standardtherapie ist die Teilentfernung durch eine Operation. Anschließend wird zumeist die Strahlentherapie mit einem Chemotherapeutikum kombiniert. Dadurch konnte in den vergangenen fünf Jahren die durchschnittliche Überlebensdauer von zirka einem Jahr um einige Wochen bis Monate verlängert werden", sagt Richling. Univ.-Prof. Wolfgang Grisold, Vorstand der Neurologie im Kaiser-Franz-Josef-Spital in Wien: "Auch der Anteil der Patienten, die nach zwei Jahren noch leben, ist etwas höher." Weltweit (auch in Österreich) laufen Studien mit neuen Therapieansätzen. "Aber das ist alles noch nicht ausgereift", betonen beide.

Welche Fortschritte gibt es bei den OP-Techniken?

Richling: "Durch die Neuronavigation wird auf dem Bildschirm mit den Röntgenbildern des Hirnareals die jeweilige räumliche Lage der OP-Instrumente in Echtzeit dargestellt. Gleichzeitig können Glioblastome mit einer chemischen Substanz eingefärbt werden - beides garantiert präziseres operieren." In Österreich neu (Neurochirurgie Graz) ist die Möglichkeit, auch während eines Eingriffs Magnetresonanz-Bilder des Gehirns machen zu können.

Angeblich wurde bei Edward Kennedy eine völlig neue OP-Methode angewandt?

"Es handelt sich dabei um eine radioaktive Strahlenquelle, die ganz präzise Schnitte ermöglichen soll, aber in Österreich noch nicht eingesetzt wird", erklärt Grisold. Doch alle Methoden lösen ein Problem nicht: "Ein Glioblastom kommt fast zu 100 Prozent wieder, weil es direkt aus den Stützzellen des Gehirns herauswächst und deshalb auch nicht sichtbare Anteile hat, die nicht entfernt werden können und wieder einen Tumor bilden", so die Ärzte.

Gibt es Ri- sikofaktoren?

Lebens- oder Ernährungsgewohnheiten, die bei anderen Krebsarten eine große Rolle spielen (z. B. Rauchen), haben auf die Häufigkeit von Gehirntumoren keine Einfluss. "Es gibt keine äußeren Risikofaktoren. Auch ein Zusammenhang zwischen Schädel-Hirn-Verletzungen und Tumoren ist sehr unwahrscheinlich", sagt Richling. Der Zusammenhang mit genetischen Faktoren ist noch nicht voll erforscht.

Erhöhen Mobiltelefone das Risiko für einen Hirntumor?

Laut dem "Wissenschaftlichen Beirat Funk" im Verkehrsministerium gibt es bisher keine derartigen Hinweise. Bezüglich der Langzeit-Wirkung könne aber noch kein abschließendes Urteil gebildet werden. Auch Richling und Grisold sehen keine Zunahme. "In Amerika hat jeder seit Langem ein Mobiltelefon, und die absolute Tumorhäufigkeit steigt nicht an", so Grisold. Hingegen sagt der Umweltreferent der Wiener Ärztekammer, Erik Huber, dass die Analyse von Langzeitdaten bei Personen, die bereits mehr als zehn Jahre ein Mobiltelefon benutzen, ein um bis zu 200 Prozent erhöhtes Hirntumorrisiko ergeben hätte.

http://www.hirntumorhilfe.de

Weitere Infos auf: http://www.kurier.at/archiv/volltext.php?schluessel=KURIER_200806051729330106&suche=Tumor&suchedatum=20080604%7C20080605&simple=



"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

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Blockiert Raucherschutzminister Stöger auch hier?
« Antwort #1 am: 14. Juli 2012, 17:58 »


Blockiert Raucherschutzminister Stöger auch hier?



Aus dem Parlament:

Die Forderung nach einem flächendeckenden Angebot zur Rehabilitation
und Nachbehandlung von Schädel-Hirn-Trauma-PatientInnen
, die von
Abgeordneter Carmen Gartelgruber (F) vorgelegt worden war, wurde von
den Abgeordneten grundsätzlich unterstützt. Da müsse man mehr tun,
räumte auch Abgeordneter Erwin Rasinger (V) ein. Bevor man handle,
seien aber wichtige Fragen wie die Abgrenzung von Ländern und
Sozialversicherungen zu klären, es sei aber auch der
Strukturgesundheitsplan abzuwarten. Abgeordneter Kurt Grünewald (G)
erinnerte an mehrere Initiativen zu diesem Thema und meinte, auch
wenn die Länder zuständig sind, hindere den Minister niemand, mit
diesen zu verhandeln.


http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120620_OTS0301/gesundheitsausschuss-befasst-sich-mit-thema-lebensmittelsicherheit-abgeordnete-holen-stellungnahmen-zur-frage-der-hausapotheken-ein