Autor Thema: Nierenkrebs, wichtige Infos  (Gelesen 20325 mal)

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admin

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Nierenkrebs, wichtige Infos
« am: 29. April 2007, 12:28 »

Bei der Behandlung von Nierenkrebs wurden in letzter Zeit große Fortschritte erzielt, und fast täglich liest man über neue Therapiemöglichkeiten.



N I E R E N K R E B S

Bösartige Tumoren der Niere gehören in Deutschland zu den eher seltenen Erkrankungen. Sie machen im Erwachsenenalter etwa 3% aller Krebserkrankungen aus, wobei die häufigste Form das Nierenzellkarzinom (Hypernephrom) ist.
Die genauen Ursachen für Nierenkrebs sind derzeit noch nicht geklärt. Bekannt sind allerdings Risikofaktoren, die maßgeblich zur Entstehung beitragen. Dazu zählen u.a. Rauchen und Übergewicht. In vielen Fällen wird Nierenkrebs zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung des Bauchs entdeckt, da Symptome erst in einem späteren Stadium der Erkrankung auftreten. Sie sind vielfältig und selten direkt einer Erkrankung der Niere zuzuordnen. Ein wichtiges Symptom, das unmittelbar von der Niere ausgeht, ist Blut im Urin.

Für die Erkennung von Nierenkrebs sind bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computer- und Magnetresonanztomographie von Bedeutung. Die Therapie besteht in der operativen Entfernung des Tumors, wobei die betroffene Niere meist vollständig entfernt wird. Hat der Tumor bereits in andere Organe gestreut, kann der Patient zusätzlich mit einer Immuntherapie oder Bestrahlung behandelt werden. Entscheidend für die Heilungsaussichten ist das rechtzeitige Erkennen des Krebses.
Definition
 
Die Niere, zum Anklicken
Unter Nierenkrebs werden bösartige (maligne) Tumoren verstanden, die vom Nierengewebe ausgehen. Im Erwachsenenalter handelt es sich dabei in 85% der Fälle um Nierenzellkarzinome (Hypernephrome). Seltenere Formen sind Nephroblastome (Wilms-Tumoren), Sarkome oder Lymphome der Niere. In den meisten Fällen betrifft Nierenkrebs nur eine der beiden Nieren.
Häufigkeit
Jedes Jahr erkranken 6.400 Frauen und 10.300 Männer neu an Nierenkrebs. Der Altersgipfel liegt dabei zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr. Insgesamt werden ca. drei Prozent aller Krebstodesfälle bei Erwachsenen durch bösartige Tumoren der Niere verursacht.

Ursachen
Die Ursachen für die Entstehung von Nierenkrebs sind bisher nicht eindeutig geklärt. Angenommen wird eine Veränderung am Erbgut, bei der ein bestimmtes Tumor-Suppressorgen seine Funktionsfähigkeit verliert. Tumor-Suppressorgene, auch Anti-Onkogene ("Krebs-Verhinderungsgene") genannt, hemmen im Normalfall die Vermehrung von unausgereiften Zellen, die der Ausgangspunkt von Tumorzellen sind. Unklar ist noch, weshalb es zu einem Verlust von Tumor-Suppressorgenen kommen kann.

Bestimmte Risikofaktoren begünstigen die Entstehung von Nierenkrebs, z.B. Übergewicht, fettreiche Ernährung, Rauchen, hormonelle Faktoren und ein häufiger Kontakt mit nierenschädigenden Lösungsmitteln, Petroleumprodukten und Asbest. Darüber hinaus scheinen auch chronische Nierenerkrankungen (Niereninsuffizienz) und die sog. von Hippel-Lindausche Krankheit eine Rolle zu spielen.

Weitere Informationen
findet man unter:


http://www.onmeda.de/krankheiten/nierenkrebs.html?p=1

Eine äußerst umfangreiche Information, 50 Seiten, findet man unter:

http://www.roche.de/pharma/indikation/onkologie/service/pdf/ratgeber_nierenkrebs.pdf?sid=0a83b3e5a0807f7efc657576899e1876


Dietmar E.

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Nieren, Nierenkrebs, wichtige Infos
« Antwort #1 am: 05. September 2007, 14:23 »
Das Nierenzellkarzinom ist nach dem Prostata- und Harnblasenkarzinom die dritthäufigste maligne urologische Erkrankung und macht 3-4 % aller malignen Neubildungen aus. Die jährliche Inzidenz beträgt 4-10 pro 100.000 Einwohner mit fraglich zunehmender Inzidenz. Es handelt es sich um ein Adenokarzinom, bei dem je nach Ursprungsort und histologischen Phänotyp verschiedene Typen unterschieden werden.


Was ist Nierenkrebs (Nierenzellkarzinom)?
 
Das Nierenzellkarzinom wird auch "Nierenkarzinom", "Nierenkrebs", "Hypernephrom" oder "Grawitz-Tumor" genannt. Es ist eine Erkrankung, bei der die bösartigen Zellen aus den Harnkanälchen der Nieren entstehen.

Jeder Mensch verfügt über zwei Nieren, die rechts und links neben der Wirbelsäule liegen. Sie haben die Form einer Bohne und sind etwa 11 cm lang und zwischen 5-7 cm breit.

Die Nieren sind Filterorgane mit unterschiedlichen Zonen und spezialisierten Geweben. Das Blut wird wie durch einen Filter in winzige Kanäle gepresst, in denen es von den nicht benötigten Bestandteilen gereinigt wird. Die wichtigsten Filterstationen sind die sogenannten Glomeruli, in denen aus dem arteriellen Blut Eiweiße und Zellen herausgefiltert und zurückgehalten werden.
 
Der Rest, also Wasser und alle darin noch gelösten Stoffe, gelangt als Harn über schleifenförmig mehrfach auf- und absteigende Harnkanälchen (Tubuli) in den ableitenden Teil der Nieren, das Nierenbecken. Von dort aus gelangt der Harn über die Harnleiter in die Blase und wird dort bis zur Ausscheidung aus dem Körper gesammelt.

Die Harnkanäle in der Niere sind mit einer speziellen Zellschicht ausgekleidet, dem Tubulusepithel. Diese Epithelanteile finden sich in den meisten Fällen bei der mikroskopischen Untersuchung des Tumors. Es wird heute davon ausgegangen, dass die oben beschriebenen Strukturen der Nieren in ca. 85% der Ausgangspunkt eines Nierenzellkarzinoms sind.

Das Nierenzellkarzinom ist insgesamt bei Männern doppelt so häufig wie bei Frauen, gehört jedoch insgesamt zu den eher selteneren Krebserkrankungen mit einer Häufigkeit von ca. 1-2% aller bösartigen Tumoren bei Erwachsenen.

Die meisten Erkrankungen finden sich bei Personen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren. Obwohl es auch Fälle gibt, die familiär vermehrt auftreten, ist die sporadische Erkrankung die weitaus häufigere Form.

Für weitere Informationen siehe auch:

Deutsche Gesellschaft für Immuntherapie e.V.
 
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Gitti

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Nierenkrebs Teil 2, wichtige Infos
« Antwort #2 am: 16. November 2007, 10:10 »
Achtung, dies ist die Fortsetzung vom Teil 1:

Systemische Therapie

Hormontherapie
Gestagene, Androgene, Antiandrogene und Tamoxifen führen beim metastasierten Nierenzellkarzinom nur zu Remissionsraten von < 5%, ein Überlebensvorteil ist nicht zu erwarten.

Zytostatische Chemotherapie
Die Nierenzellkarzinome weisen gegenüber den meisten zytostatischen Chemotherapien eine primäre Multi-drug-Resistenz auf. Marginale Remissionsraten wurden mit Vinblastin oder 5-Fluorouracil erzielt. Eine Verbesserung der Prognose durch Chemotherapie ist mit den gegenwärtig zur Verfügung stehenden Substanzen nicht zu erwarten.

Immuntherapie
Unter dem Begriff Immuntherapie werden ganz unterschiedliche Therapiekonzepte zusammengefasst. Prinzipiell soll durch die Stimulation des Immunsystems bzw. durch die Veränderung der biologischen Eigenschaften der Tumorzellen eine Zerstörung der Tumorläsionen erreicht oder adjuvant das Auftreten von Rezidiven verhindert werden.

Zytokintherapien
IL-2 und/oder alpha-IFN, häufig in Kombination mit 5-FU, Vinblastin oder Retinoiden.
Die am besten untersuchte und in Europa verbreitete Therapie beinhaltet die Gabe von Interleukin-2 (subkutan), alpha-Interferon (subkutan) und 5-Fluorouracil (i.v.) [sog. Hannover- oder Atzpodien-Schema]. Die Remissionsraten liegen zwischen 20 und 40%; signifikante Verlängerungen der Überlebenszeiten sind beschrieben und insbesondere bei den Patienten möglich, die bei gutem Allgemeinzustand und metachroner, insbesondere pulmonaler Metastasierung auf die Therapie primär angesprochen haben.

Antikörpertherapien

Bevacizumab (Avastin®) ist ein monoklonaler Immunglobulin G1 Antikörper und bindet sich an den Gefäßwachstumsfaktor VEGF (vascular endothelial growth factor), der die Bildung von Blutgefäßen im Tumor stimuliert. Somit wird dem Tumor die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen entzogen. Die bisherigen Studien beim Nierenzellkarzinom sind vielversprechend, eine Zulassung für dieses Indikationsgebiet wird erwartet.

Der Antikörper Rencarex® (WX-G250) erkennt ein Molekül auf der Zelloberfläche der Tumorzellen, das sog. MN Antigen (auch G250 Antigen oder CA IX genannt) und bindet daran. Dieses Antigen befindet sich auf 95% der klarzelligen Nierenzellkarzinome, nicht jedoch auf normalem Nierengewebe. Dadurch wird das körpereigene Immunsystem des Patienten stimuliert, Effektorzellen (z.B. Natürliche Killerzellen, NK cells) auszusenden, welche die Tumorzellen vernichten sollen. Dieser Mechanismus wird “Antibody Dependent Cellular Cytotoxicity” (ADCC) genannt. In den an über 100 Patienten durchgeführten Phase I und Phase II Studien zeigte der chimäre Antikörper Rencarex® eine ausgezeichnete Verträglichkeit. Bisher wurden drei Phase II Studien mit Rencarex® in Patienten mit fortgeschrittenen NZK durchgeführt, wobei Rencarex® entweder als Monotherapie oder in Kombination mit niedrig-dosierten Zytokinen (IL-2, INF-alpha) verabreicht wurde. Insgesamt konnte bei 31% der Patienten ein klinischer Nutzen, definiert als objektives Tumoransprechen auf die Therapie und/oder als Stabilisierung der zuvor progredienten Erkrankung für mindestens 6 Monate, beobachtet werden. Die Daten der bisherigen Studien in Verbindung mit der guten Verträglichkeit hat zur Initiierung einer weltweiten adjuvanten, placebokontrollierten Phase III Studie („ARISER-Studie“) geführt, die derzeit Patienten auch in Marburg rekrutiert.

„neue Substanzen- small molecule“

Sorafenib (Nexavar® - BAY 43-9006) ist ein neuartiger RAF-Kinase- und VEGFR-Hemmer, der das Tumorwachstum durch Kombination zweier dem Krebs entgegenwirkender Aktivitäten verhindern soll: Er hemmt die Proliferation (Wucherung) der Tumorzellen und gleichzeitig die Angiogenese des Tumors. In präklinischen Modellen hemmte BAY 43-9006 die Proliferation der Tumorzellen, indem es an der RAF/MEK/ERK-Signalkaskade in Höhe der RAF-Kinase angreift. Außerdem übte BAY 43-9006 eine anti-angiogene Wirkung aus, indem es an den Rezeptor-Tyrosin-Kinasen VEGFR-2 und PDGFR und den mit ihnen zusammenhängenden Signalkaskaden angreift. BAY 43-9006 ist zwischenzeitlich unter dem Handelsnamen Nexavar® in der Behandlung des metastasierten Nierenzellkarzinom nach Therapieversagen der Zytokintherapie bzw. bei Kontraindikation zu der Immuntherapie zugelassen..
 
Ermutigende Resultate wurden 2005 auf dem amerikanischen Krebskongress (ASCO) zu SU11248 (Wirkstoff: Sunitinib Malat, Sutent®) vorgestellt. Bei dieser Substanz handelt es sich um ein sogenanntes „small molecule“, welches den VEGF Rezeptor durch Hemmung der Tyrosinkinase, die für die Aktivierung der Signalkaskade essentiell ist, ausschaltet. Über den gleichen Mechanismus werden außerdem noch die PDGF-Rezeptoren, C-KIT und FLT-3 inhibiert. Als kleines Molekül hat es den Vorteil, dass es oral verabreicht werden kann. Motzer et al. konnten in zwei Studien die Wirksamkeit von SU11248 beim metastasierten Nierenzellkarzinom zeigen. In der ersten Studie zeigten 40 % der 63 Patienten, die an therapieresistentem metastasierten Nierenkrebs erkrankt waren, eine Teilremission (40 %) und weitere 28 % eine Stabilisierung ihrer Krankheit. Die Zeit bis zur Progression der Erkrankung betrug im Mittel 8,7 Monate und das mediane Überleben 16,4 Monate. Im Rahmen der zweiten Studie, in der 106 Patienten mit therapieresistentem metastasierten Nierenkrebs untersucht wurden, konnten die Ansprechraten bestätigt werden. Die Therapie mit SU11248 wurde von den Patienten in beiden Studien insgesamt akzeptabel toleriert. Nach Abschluß einer Phase-III-Studie in der Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms ist SU11248 unter dem Handelsnamen Sutent® in der Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinom auch in der Ersttherapie ohne Einschränkung zugelassen.


Sonstige Therapieformen

Adoptiv-zelluläre Therapien haben bei vergleichbarer Wirksamkeit aufgrund des wesentlich größeren Aufwandes an Attraktivität verloren.
Autologe Tumorzellvakzine sind trotz vereinzelt beschriebener Remissionen beim metastasierten Nierenzellkarzinom weitgehend wirkungslos. Die Behandlung mit neueren Vakzinearten (Peptidvakzine, DC-Vakzine) sowie mit Antikörperpräparation und spezielle Gentherapien haben experimentellen Charakter.
Alternative Therapien (bzw. mit Thymus- oder Mistelextrakt) zeigen keine nachweisbare zytotoxische Wirksamkeit auf das Nierenzellkarzinom.
 
Durch die Zulassung der Angiogeneseinhibitoren hat sich die medikamentöse Therapie in ihrer Bandbreite verändert. In welcher Form Kombinationstherapien sinnvoll zum Einsatz kommen wird Gegenstand zukünftiger Studien sein müssen. Eine effektive adjuvante oder neoadjuvante systemische Therapie steht derzeit nicht uneingeschränkt zur Verfügung. In der Zukunft werden neben der „Ariser-Studie“ weitere adjuvante Studien insbesondere mit den sog. „small molecules“ initiiert werden.

Nachsorge

Der Nutzen einer systematischen (strukturierten) Nachsorge ist bisher nicht erwiesen. Ein mögliches Schema zeigt Tabelle 2:

Tabelle 2. Nachsorge nach operativer Tumorentfernung (Nephrektomie, Nierenerhaltende Operation).
Untersuchungsart:
 Anamnese und klinischer Befund
Röntgen Thorax, Sonographie Abdomen
bei unklarem Befund:
CT Abdomen (alternativ MRT) Labor: BSG; AP, Hb
 
Untersuchungsfrequenz:
 im 1. und 2. Jahr alle 3 Monate
im 3. und 4. Jahr alle 6 Monate
ab 5. Jahr einmal jährlich 
 
Dauer der Nachsorge:
 10 Jahre
 

Rehabilitation
Die Rehabilitationsproblematik ist bei diesen Patienten relativ gering. Die meisten Patienten können vier bis sechs Wochen nach der Nephrektomie ihre gewohnte berufliche Tätigkeit wieder aufnehmen. Über die Notwendigkeit stationärer Anschlussheilbehandlungen sollte individuell entschieden werden.

 
« Letzte Änderung: 16. November 2007, 10:18 von Gitti »

Gitti

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Nierenkrebs Teil 1, wichtige Infos
« Antwort #3 am: 16. November 2007, 10:15 »

Achtung, das ist Teil 1:

Nierenzellkarzinom
Grundlagen

Epidemiologie
Das Nierenzellkarzinom (Adenkarzinom der Niere, Nierenkarzinom) ist mit einem Anteil von bis 2% an allen soliden Tumoren eher selten, jedoch nach dem Prostata- und Harnblasenkarzinom das dritthäufigste urologische Malignom. Pro Jahr ist in Deutschland mit etwa 12000 Neuerkrankungen zu rechnen; die Anzahl der Neuerkrankungen (Inzidenz) nimmt weltweit zu. Männer sind etwa 1,5-2 mal häufiger betroffen als Frauen; das durchschnittliche Alter bei Diagnose liegt bei etwa 60 Jahren. Epidemiologisch scheinen Rauchen, Übergewicht und hormonelle Faktoren eine gewisse Rolle zu spielen. Gesicherte Faktoren sind eine chronische Niereninsuffizienz, die von Hippel-Lindau`sche Krankheit, eine positive Familienanamnese und die Tuberöse Sklerose (sekundäre Entartung primär benigner Angiomyolipome).


Pathologie

Solide Tumoren der Niere sind überwiegend (95%) Nierenzellkarzinome. Differenzialdiagnostisch kommen selten Onkozytome, Urothelkarzinome, Sarkome, Lymphome oder Metastasen anderer Malignome in Betracht; der häufigste benigne Tumor ist das Angiomyolipom. Die pathologische Typisierung unterscheidet die häufigen hellzelligen Karzinome (80%) von den chromophilen (10–15%) und den chromophoben Karzinomen (5%). Das hellzellige und das chromophile Karzinom nehmen ihren Ursprung vom proximalen Tubulus (Harnkanälchen der Niere); das chromophile Karzinom entwickelt sich vom distalen Tubulus. Molekulargenetisch entspricht das hellzellige Karzinom dem nichtpapillären Tumor mit typischen Veränderungen vor allem auf dem kurzen Arm von Chromosom 3. Das seltene Duct-Bellini-Karzinom (<1 %) geht vom Sammelrohrsystem der Niere aus und ist ein hochaggressiver Tumor. Eine Sonderstellung nimmt das Onkozytom ein (bis 4% der Tumoren). Es metastasiert nicht und hat eine gute Prognose. Vielfach wird es daher unter den gutartigen (benignen) Nierentumoren eingeordnet.


Staging

Die pathologische Beschreibung umfasst neben der Typisierung und dem Grading die Stadienerfassung (Staging) nach dem TNM-System (s.u.).


Stadien (TNM-Klassifikation, 2002)

T1:
 < 7 cm in größter Ausdehnung, begrenzt auf Niere
 
 
 T1a: < 4 cm in größter Ausdehnung
 
 
 T1b: > 4cm, < 7 cm in größter Ausdehnung
 
 
T2:
 > 7 cm, begrenzt auf Niere
 
T3:
 in größere Vene oder perirenale Invasion oder Nebenniere, aber innerhalb Gerota-Faszie
 
 
 T3a: direkt in perirenales Gewebe oder Nebenniere, aber innerhalb Gerota-Faszie 
 
 
 T3b: makroskopische Ausbreitung in Nierenvene oder infradiaphragmale Cava
 
 
 T3c: Ausbreitung in supradiaphragmale Cava
 
T4:
 jenseits Gerota-Faszie
 
 
 
 
N1:
 Metastasen in 1 regionären Lymphknoten
 
N2:
 Metastasen in mehr als 1 regionären Lymphknoten
 
 
 
 
M1:
 Fernmetastasen
 



Prognose

Der entscheidende Faktor für die Prognose des Nierenzellkarzinoms ist die Metastasierung (Tochtergeschwülste); die mittlere Überlebenswahrscheinlichkeit (unbehandelt) beträgt ein Jahr nach der Diagnose einer Metastasierung nur noch etwa 50%. Durch den breiten Einsatz der Sonographie werden die meisten Tumoren heute allerdings in einem frühen Stadium entdeckt. Am "Memorial Sloan-Kettering Cancer Center", New York, wurde ein prognostisches Nomogramm zur Einschätzung der postoperativen Rezidivrate bei lokalisiertem Nierenzellkarzinom entwickelt, das eine 5-Jahres-Vorhersage des Therapieversagens zuließ. Als prognostische Faktoren wurden herangezogen: Symptome des Patienten (keine, lokale und systemische), Histologie, Tumorgröße und pathologisches Stadium [Kattan MW 2001].




Klinik
Die früher als typisch herausgestellte Symptomentrias Flankenschmerz, tastbarer Tumor und Hämaturie wird heute nur noch selten und erst bei lokal weit fortgeschrittenen Tumoren angetroffen. Solche Tumoren können wegen ihrer Größe schmerzhaft und gelegentlich tastbar sein. Eine Hämaturie (Blut im Urin) ist eher Spätsymptom (Einwachsen des Tumors in das Nierenhohlsystem). Dies gilt auch für subfebrile Temperaturen bzw. allgemeine Tumorsymptome (Leistungsminderung, Gewichtsverlust, paraneoplastische Syndrome), die oft Folge einer bereits eingetretenen Metastasierung sind.




Diagnostik

Sonographie
Die meisten Nierentumoren werden heute sonographisch diagnostiziert, oft als Zufallsbefund bei einer Ultraschalluntersuchung aus anderem Anlass. Typische Zeichen sind die vermehrte, unregelmäßige Echogenität des suspekten Areals und die Aufhebung der glatten Nierenkontur. Die Darstellung von atypischen Nierenzysten (keine glatte Zystenwand, teilweise echoreiche Binnenstruktur) muss den Verdacht auf eine sog. komplizierte Zyste mit der Möglichkeit eines Zystenwandkarzinoms lenken.



Computertomographie

Der sonographische Verdacht einer soliden Raumforderung oder komplizierten Zyste an der Niere bedingt die Durchführung einer abdominalen Computertomographie in Nativtechnik mit anschließender Kontrastmittelserie. Bestätigt sich dabei der Verdacht auf einen Nierentumor, so kann zu diesem Zeitpunkt schon die Indikation zur operativen Therapie gestellt werden. Zur Darstellung von vergrößerten Lymphknoten, viszaraler Metastasen (Leber, Pankreas) sowie zum Nachweis eines venösen Tumorthrombus ist die Computertomographie gut geeignet.



Ausscheidungsurographie

Die Ausscheidungsurographie mit Kontrastmittel ist zwar weiterhin urologisches Basisdiagnostikum bei Verdacht auf einen Tumor des Harntrakts, hat aber ihre Bedeutung für die Indikation zur Operation eines Nierentumors eingebüßt. Prinzipiell gelingt mit der Ausscheidungsurographie die Darstellung von Verdrängungen des Nierenhohlsystems bzw. von Aufhebungen der Nierenkontur. Die Ausscheidungsurographie kann jedoch bei einer Hämaturie (in Kombination mit der Zystoskopie) weiterhin indiziert sein, um differenzialdiagnostisch ein Urothelkarzinom der ableitenden Harnwege bzw. der Harnblase auszuschließen.



Magnetresonanztomographie

Die Magnetresonanztomographie
(mit paramagnetischem Kontrastmittel) ist neben der Computertomographie die bildgebende Methode der Wahl insbesondere bei Allergie (auf jodhaltige Kontrastmittel) oder bei Niereninsuffizienz. Sie ist bezüglich Sensitivität und Spezifität der Computertomographie nicht überlegen, bietet jedoch den Vorteil der frontalen Abbildungsebene, was im Einzelfall bei Vorliegen eines Tumorzapfens in der Vena cava für die Operationsplanung hilfreich sein kann (Angio-MRT).



Labordiagnostik

Für das Nierenzellkarzinom existiert bis heute kein Tumormarker. Laborbefunde sind eher untypisch (BSG-Erhöhung) und oft Ausdruck einer bereits vorliegenden Fernmetastasierung und damit der fortgeschrittenen Erkrankung (Anämie, Hyperkalzämie, Erhöhung der alkalischen Phosphatase bei Vorliegen von Knochenmetastasen).



Sonstige

Zur Beurteilung einer Tumorinvasion in die Nierenvene bzw. Vena cava eignet sich auch die farbkodierte Duplexsonographie. Liegt der Verdacht auf eine atriale Tumorthrombusbildung vor, bieten sich zusätzlich die transoesophageale Sonographie oder Echokardiographie zur Diagnostik an. Die weitere bildgebende Diagnostik dient dem Ausschluss von Fernmetastasen. Routinemäßig wird dazu eine Röntgenuntersuchung des Thorax durchgeführt werden; eine Skelettszintigraphie sollte nur symptomorientiert zur Anwendung kommen.
Die selektive bzw. superselektive Arteriographie (digitale Substraktionsangiographie) ist kein Routineverfahren und nur noch bei speziellen Fragestellungen indiziert. Hierzu gehört im Einzelfall die Abgrenzung zu benignen Nierentumoren (Angiomyolipom) oder die präoperative Gefäßdarstellung bei besonders aufwändigen Operationstechniken zur organerhaltenden Nierentumoroperation. Die Kontrastmitteldarstellung der Hohlvene (Cavographie) bei sonographischem oder computertomographischem Verdacht auf einen intravasalen Tumorzapfen ist der Magnetresonanztomographie nicht überlegen und sollte wegen ihrer Invasivität (Gefahr der iatrogenen Tumormobilisierung bei unterer Cavographie) nur durchgeführt werden, wenn sich präoperativ die (umstrittene) Indikation zur Einlage eines Cavaschirms stellt (obere Cavographie).
Bei Vorliegen typischer bildgebender Befunde ist die Feinnadelbiopsie nicht indiziert (Möglichkeit der Tumorzellverschleppung). Im Einzelfall (z.B. zur Differenzialdiagnose primäres Nierenzellkarzinom – Metastase eines anderen bekannten Tumors) kann sie jedoch hilfreich sein. Die offene Biopsie (Schnellschnittuntersuchung) im Rahmen der operativen Freilegung kann bei komplizierten Zysten mit Verdacht auf ein Zystenkarzinom indiziert sein.




Therapie

Einleitung

Von entscheidender Bedeutung für die Prognose ist die Frage, ob es sich um ein lokal begrenztes oder ein metastasierendes Nierenzellkarzinom handelt. Beim Nierenzellkarzinom ist die operative Therapie die einzige kurative Behandlungsoption. Chemo-, Strahlen- und Hormontherapien müssen als weitgehend wirkungslos angesehen werden.
Beim metastasierten Tumor kann die Entfernung des Primärtumors einen rein palliativen Charakter haben oder in einem kombiniert chirurgisch-systemischen Behandlungskonzept gesehen werden. Die Reduzierung der Tumorlast durch die Tumornephrektomie erfolgt dann sinnvollerweise als erster Schritt, um anschließend eine Immuntherapie durchzuführen. Durch Studien belegt, können durch ein Interleukin-2- und Interferon-alpha-gestütztes Behandlungsregime bei bis zu 30% der metastasierten Patienten objektive Remissionen erzielt werden. In diesen Fällen kann es auch zu einer Überlebensverlängerung kommen.

Operative Therapie
Primärtumor
Radikale Tumornephrektomie: Die radikale Tumornephrektomie mit regionaler Lymphadenektomie stellt die Therapie der Wahl des nicht metastasierten Nierenzellkarzinoms dar. Dabei erscheint der transperitoneale Zugang bezüglich der onkologischen Ergebnisse einem retroperitonealen bzw. thorakoabdominalen Zugang gleichwertig zu sein. Bei unklaren Befunden erfolgt zunächst die Freilegung der befallenen Niere. Steht präoperativ eindeutig ein maligner Nierentumor fest, werden nach primärer Versorgung der Nierengefäße die Niere mit Fettkapsel und Gerotascher Faszie inklusive der regionären Lymphknoten entfernt.

Nierenerhaltende Operationen: Die imperative Indikation für ein organerhaltendes Verfahren ist beim Nierenzellkarzinom nur bei Einzelnieren, bilateralen Tumoren und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion gegeben. Je nach Lage und Größe des Tumors werden lokale Tumorexzision, Polamputation, Heminephrektomie und selten Exzisionen unter In-situ-Perfusion mit organprotektiven Lösungen durchgeführt. Dadurch kann eine Work-bench-Chirurgie fast immer vermieden werden.
Unter elektiver Indikation (gesunde Gegenniere) führt ein organerhaltendes Vorgehen bei Tumoren bis 4 cm Durchmesser zu onkologisch vergleichbaren Ergebnisse wie eine konventionelle Tumornephrektomie. Obwohl in Sektionsstatistiken relativ häufig (bis zu 20%) ein multifokaler Tumor gefunden wird, ist die Lokalrezidivrate in klinischen Studien deutlich geringer (< 1–3%). Dies könnte mit einer unterschiedlichen biologischen Aggressivität der Satellitentumoren erklärt werden.

Adrenalektomie (Entfernung der Nebenniere)
Die Notwendigkeit einer im Rahmen der radikalen Tumornephrektomie routinemäßigen Adrenalektomie wird heute kaum noch gesehen. Der Befall der Nebenniere (bei 1–3%) ist praktisch nie Ausdruck eines Tumorwachstums per continuitatem, sondern Zeichen der Metastasierung. Zudem liegt die Wahrscheinlichkeit der bildgebende Erfassung mittels CT bei 97%; bei Nachweis eines Nebennierenbefalls wird bei indizierter Operation des Primärtumors auch adrenalektomiert werden.

Lymphadenektomie (Entfernung der Lymphknoten)
Bei palpatorisch unauffälligen Lymphknoten sollte die ipsilaterale hiläre und paraaortale (linksseitiger Tumor) bzw. paracavale (rechtsseitiger Tumor) Lymphadenektomie durchgeführt werden. Die Zehnjahres-Überlebensrate nach erfolgreicher Resektion befallener Lymphknoten liegt zwischen 17 und 30%, wenn keine weiteren Metastasen nachweisbar sind. Bei nichtresektablen Lymphknotenmetastasen liegt diese bei 0%. Die Indikation zur einer extensiven Lymphadenektomie besteht nicht.

Venöser Tumorthrombus
Das Vorgehen richtet sich nach dem Ausmaß des Venenbefalls. Überschreitet ein venöser Thrombus die Leberpforte, so ist in der Regel der operative Aufwand hoch und erfordert zumindest die Bereitstellung der Herzlungenmaschine. Erstreckt sich der Thrombus in der V. cava bis in den Vorhof, ist ein extrakorporaler (künstlicher) Kreislauf erforderlich. Die Überlebenszeit der so operierten Patienten korreliert nicht mit der Größe des Cavathrombus (bei negativen Lymphknoten). Auch bei Tumorthromben mit Ausdehnung bis in den rechten Vorhof ist die Heilungschance mit ca. 30% nicht geringer als bei solchen unterhalb der Lebervenen. Die chirurgische Therapie von ausgedehnten Cavathromben sollte nur interdisziplinär in Zentren erfolgen.

Lokalrezidiv
Das (isolierte) Lokalrezidiv des Nierenzellkarzinoms sollte nach Möglichkeit immer chirurgisch entfernt werden.

Metastasenresektion (Entfernung von Tochtergeschwülsten)
Aufgrund der sehr ungünstigen Prognose des metastasierten Nierenzellkarzinoms ist die chirurgische Exstirpation der Metastasen grundsätzlich anzustreben, sofern alle erkennbaren Metastasen resektabel erscheinen. Bei kompletter Resektion von Primärtumor und Metastasen scheint ein signifikanter Überlebensvorteil zu bestehen. Sind nicht alle Metastasen operabel, hängt die Notwendigkeit der Resektion einzelner Metastasen von ihrer Symptomatik ab (z.B. Gefahr der pathologischen Fraktur oder Querschnittlähmung). Auch unter rein palliativer Indikation können aufwändige Metastasenresektionen sinnvoll (z.B. Gefahr der pathologischen Fraktur oder Querschnittlähmung) sein. Bei Wirbel- und intraspinalen Metastasen mit beginnender Querschnittsymptomatik ist primär eine operative Dekompression vorzunehmen.

Tumorembolisation (Verödung der Tumorgefäße)
Die Tumorembolisation kann bei symptomatischen Primärtumoren (Hämaturie) indiziert sein, wenn die palliative Tumornephrektomie wegen eines schlechten Allgemeinzustandes nicht möglich ist (sehr selten). Tumorremissionen oder eine Verlängerung der Überlebenszeiten sind nicht zu erwarten.

Strahlentherapie
Nierenzellkarzinome gehören zu den wenig strahlenempfindlichen Tumoren. Prä-, perioperative und postoperative Bestrahlung des Nierentumors bzw. -bettes führen zu keiner Verbesserung des Überlebens. Die symptomorientierte Bestrahlung von Weichteil- oder Knochenmetastasen führt häufig schnell zu einer Schmerzreduktion; gelegentlich auch zu einer Rekalzifizierung osteolytischer Herde. Hirnmetastasen können, sofern keine Operabilität besteht stereotaktisch (Gamma-knife oder Linearbeschleuniger) bestrahlt werden; in besonderen Fällen ist eine Ganzschädelbestrahlung in Erwägung zu ziehen.


Fortsetzung im Teil 2, nächster Beitrag
« Letzte Änderung: 16. November 2007, 10:19 von Gitti »

Jutta

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Nierenkrebs, ohne Vorsorge?
« Antwort #4 am: 24. Juni 2008, 18:44 »
Die Vorsorge zu Nierenkrebs finde ich nicht, also damit:

Schon leichte Zunahme schadet den Nieren

24.06.08 - Schon eine mäßige Zunahme des Körpergewichts von mehr als 0,75 Kilogramm jährlich ist als Risikofaktor
für eine chronische Nierenerkrankung zu werten. Das jedenfalls hat eine koreanische Studie ergeben. Deutsche Experten raten,
die Studie mit Vorsicht zu interpretieren. In diesem Fall dürften deutsche und koreanische Experten einer Meinung sein.

Während Adipositas (BMI > 30) und hohes Übergewicht (BMI 25-30) schon lange mit der Entstehung und Progression chronischer Niereninsuffizienz in Verbindung gebracht werden, erhöhen laut der neuen Studie schon moderate Gewichtsschwankungen bei Normalgewichtigen das Risiko, an Nierenversagen zu erkranken.

Die Studie von Seungho Ryu (Sungkyunkwan Universität Seoul) und Kollegen wertete die jährlich durchgeführten Gesundheitschecks von 8.792 (zu Studienbeginn) gesunden Arbeitern aus. Es zeigte sich, dass diejenigen, die mehr als 0,75 kg pro Jahr zugenommen hatten, ein signifikant höheres Risiko für chronische Niereninsuffizienz hatten als diejenigen, die ihr Gewicht weitestgehend hielten (+/- 0,25 kg/Jahr).

Selbst nachdem gemäß spezieller Risikoparameter wie Diabetes oder Hypertonie adjustiert wurde, blieb der Unterschied zwischen den Gruppen noch signifikant. Somit wäre die Zunahme des Körpergewichts .............. http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_urologie_niere_niereninsuffizienz_121431729537.htm&n=1


Gitti

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Nierenkrebs, wichtige Infos
« Antwort #5 am: 06. Januar 2012, 14:31 »


Beim Nierenzellkarzinom ist die Operation die einzige kurative Behandlung. Umso wichtiger ist die Frühdiagnostik. Aber auch beim metastasierten Karzinom gibt es Fortschritte.

http://www.medical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=77069&dspaid=715023

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Nierenkrebs? Wichtige Infos
« Antwort #6 am: 25. Mai 2013, 23:53 »



 Kidney cancer is fairly rare in the US. It's often called a "silent" disease because it doesn't usually have any symptoms in the early stages.

To estimate your risk of kidney cancer and learn about ways to lower that risk, take a few minutes to answer some questions about your health, background, and lifestyle.

Click on the arrow below to begin the questionnaire:

http://www.yourdiseaserisk.siteman.wustl.edu/YDRDefault.aspx?ScreenControl=YDRGeneral&ScreenName=YDRkidney

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Re: Nierenkrebs, wichtige Infos
« Antwort #7 am: 26. August 2013, 00:44 »



Urologen warnen vor Nierenzelltumor
Dienstag, 6. August 2013

Hamburg – Mit etwa 16.500 jährlichen Neuerkrankungen in Deutschland ist das Nieren­zellkarzinom die dritthäufigste urologische Krebsart. Darauf hat die Deutsche Gesell­schaft für Urologie im Vorfeld ihres Jahreskongresses hingewiesen. „Nierenkrebs wird heute meist eher zufällig bei Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes entdeckt. Symptome wie Schmerzen oder Blut im Urin werden meistens erst ausgelöst, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist“, sagte der Präsident der DGU, Michael Stöckle.

Er wies darauf hin, dass es für diese Krebsart keine gesetzliche Früherkennung gebe, welche die Krankenkassen regelhaft übernähmen, obwohl die Heilungsaussichten auch beim Nierenzellkarzinom umso günstiger seien, je früher es erkannt werde.

zum Thema

    DGU
    Jahreskongress der DGU

„Die einzige Möglichkeit der Heilung besteht in einer Operation, da Bestrahlung oder Chemotherapie beim Nierenkarzinom nicht greifen“, erläuterte .... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55413